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Full text of "Beschreibung der antiken Münzen"

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BESCHREIBUNG 


DER 


ANTIKEN  MÜNZEN 


DRITTER  BAND 

ABTHEILUNG  I 


NIGLICHK  MUSEEN  ZU  BERLIN 


BESCHREIBUNG 


DER 


ANTIKEN  MÜNZEN 


DRITTER  BAND 

.    ABTHEILUNG  I 


ö# 


V 

MIT  4  DÜPPELTAFELN,   14  EINFACHEN  TAFELN  UND  89  ZINKDRUCKEN 


ITALIEN 

AES    RÜDE,    AES    SIGNATUM,    AES    GRAVE.       DIE    GEPRÄGTEN    MÜNZEN    VON 


ETRURIEN    BIS    CALABRIEN 


PREIS   27  MARK  50  PF. 


BERLIN 

W.    SP  EM  ANN 
[894 


CT 

Bd.  3 

RMg.l 


VORWORT 


Bei  der  vorliegenden  Bearbeitung  der  griechischen  Münzen 
Italiens  habe  ich  ein  von  Julius  Friedlaender  hinterlassenes  hand- 
schriftliches Verzeichniss  benutzt,  dem  ich  neben  mancherlei 
Anregung  auch  manchen  nützlichen  Hinweis  verdanke.  Unter- 
scheidet sich  auch  meine  Beschreibung  ihrer  ganzen  Anlage 
nach  wesentlich  von  derjenigen  Friedlaenders,  so  habe  ich  doch 
versucht,  die  Spuren  meiner  Vorlage  nicht  völlig  zu  verwischen 
und  alle  Bemerkungen  Friedlaender's,  deren  Aufnahme  mir 
wünschenswerth  erschien,  mit  seinem  Namen  versehen  meiner 
Bearbeitung  eingeflochten. 

Dass  dieser  Band  den  bisher  erschienenen  gegenüber  einige 
Änderungen  aufweist,  bedarf  keiner  Begründung;  ich  rechne 
hierzu  namentlich  die  Vermehrung  der  Lichtdrucktafeln  sowie 
der  in  den  Text  eingefügten  Abbildungen,  welche  nach  Feder- 
zeichnungen Carl  Leonhard  Beckers  hergestellt  sind. 

Dem  Director  der  Abtheilung,  Herrn  Professor  von  Sallet, 
spreche  ich  für  die  mir  besonders  beim  Beginn  meiner  Arbeit  er- 
theilte  Belehrung  meinen  Dank  aus,  ebenso  Herrn  Dr.  H.  Gaebler 
für  seine  Unterstützung  während  der  Correctur;  von  ihm  rührt 
auch  die  Bearbeitung  der  Verzeichnisse  her,  welche  am  Schluss 
der  zweiten  Abtheilung  dieses  Bandes  erscheinen  werden. 

Berlin,  im  Februar  1893 


Heinrich   Dressel 
Directorial  -  Assistent 


VII 


INHALT 


Nachtrag 


Seite 
IX 


Das  gegossene  Kupfergeld 


Aes  rüde 

Aessignatum.     .     .     . 

Aes  grave: 
Etruria 

Volaterrae 

Unbestimmte  Stücke  Etruriens 

U  m  b  r  i  a 

Ariminum 

Iguvium 

Tuder 


Seite 


IX. 


Seite 


Unbestimmte  Stücke  Umbriens 

oder  Etruriens 1 1 

Picenum 

Hadria 13 

Vestini 16 

Gampania 16 

Velecha 25 

Apulia 

Luceria 26 

Venusia 28 

Ausculum? 29 

Unbestimmte  Stücke     ...  qo 


Die  geprägten  Münzen 


Etruria 

Gosa 34 

Peithesa 35 

Populonia X.  36 

Vetulonia 42 

Unbestimmte   Münzen   Etru- 
riens        44 

Umbria 

Ariminum 48 

Tuder 49 

Picenum 

Ancona ^o 

L  a  t  i  u  m 

Alba  Fucens ^1 

Aquinum 51 

Signia \i 

Samnium 

Aesernia 53 

Aquilonia 55 


Beneventum      .... 
Pitanatae  Peripoli     .     .     . 
Die  Münzen  aus  dem  Bundes- 
genossenkriege .... 


F  r  e  nt  a  n  i 
Frentrum 

Larinum  .  . 

Gampania 

Campani  .  . 

Allifae .     .  . 

Atella  .     .  . 

Gaiatia      .  . 

Calatia      .  . 

Cales    .     .  . 

Gapua  .     .  . 
Compulteria 

Cumae      .  . 

Fistelia     .  . 

Hvria  .     .  . 


56 

57 

57 
67 


72 
74 

75 
75 

l6 
82 

88 
89 

II 


Vll 


Seite 

Fensernia 102 

Neapolis 103 

Neapolis  und  Suessa     .     .     .  147 

Neapolis  mit  oskischen  Namen  148 

PftMAIftN 148 

Nola 149 

Nuceria  Alfaterna      .     .     .     .  152 

Suessa 154 

Teanum  Sidicinum  ....  157 
Unbestimmte   Münzen    Cam- 
paniens  und  Samniums,  Ir- 

num,  Malies,  Velecha   .     .  161 
Campanische  Münzen  mit  der 
Aufschrift    ROMANO    oder 

ROMA 165 

Apulia 

Arpi 179 

Ausculum 183 

Barium 184 

Caelia 185 


Seite 

Canusium 190 

Hyrium 191 

Luceria 192 

Mateolum? 195 

Neapolis 196 

Rubastini 197 

Salapia 201 

Teate  (Teanum) 204 

Venusia 208 

Galabria 

Azetini 212 

Brundisium 213 

Butuntum 218 

Orra 219 

Tarentum 222 

Uxentum 310 

Mionnet's  Münzmesser     .     .     .  312 
Verzeichniss  der  auf  den  Tafeln 

abgebildeten  Münzen    .     .     .  313 


IX 


Nachtrag 

Wahrend  des  Druckes  dieses  Bandes  erwarb  die  Sammlung  die  vier 
nachfolgend  beschriebenen  und  auf  Tafel  A — H  abgebildeten  Stücke  aes 
signatum,  die  wichtigsten  und  schönsten  aus  dem  i.  J.  1890  bei  la  Bruna 
(in  Umbrien,  zwischen  Spoleto  und  Todi)  gemachten  Funde.  Über  diesen 
Fund  hat  ausführlich  gehandelt  L.  A.  Milani  in  der  Rivista  ital.  di  numis- 
matica  IV  1891  S.  27  ff.  (Abbildungen  dazu  auf  Taf.  I — XV),  wo  auch  alle 
bisher  bekannten  ähnlichen  Stücke  zusammengestellt  sind. 

Unsere  Exemplare  sind  bis  auf  das  erste,  welches  durch  Oxydirung 
stellenweise  gelitten  hat,  von  der  besten  Erhaltung.  Die  Patina  ist  bei  allen 
von  gleicher  Beschaffenheit,  nicht  glatt  und  glänzend,  sondern  rauh,  ungleich 
dick  und  matt,  von  hellgrüner  Farbe  mit  einigen  tiefblauen  Stellen.  Wo 
diese  Oxydablagerungen  fehlen,  ist  überall,  besonders  deutlich  auf  dem 
zweiten  Stücke,  ein  matt-glänzender,  bleifarbiger  Überzug  sichtbar,  der 
wahrscheinlich  von  einer  Verzinnung  herrührt,'  welche  auch  sonst  auf  antiken 
Bronzegegenständen  vorkommt  (vgl.  z.  B.  Annali  d.  Inst.  1884  S. 240  . 

Dass  diese  gemarkten  Barren  nicht  so  alt  sind,  wie  man  früher  annahm, 
hat  Mommsen  ausgesprochen  (röm.  Münzwesen  S.  174),  dass  sie  dem  Styl 
nach  in  Campanien  entstanden  sein  müssen,  hat  Milani  a.  a.  O.  gewiss  mit 
Recht  hervorgehoben.  Betreffs  ihrer  Datirung  hat  Milani  daselbst  ausführ- 
liche Untersuchungen  angestellt  und  ist  speciell  für  unsere  vier  Barren  zu 
folgenden  Zeitansätzen  gelangt:  für  das  Dreifussstück  das  Jahr  399  v.  Chr., 
für  das  Pegasusstück  298  —  290,  für  das  Stierstück  272 — 262,  für  das  Drei- 
zackstück 260  —  259  v.  Chr.  Ich  vermag  der  Ansicht,  dass  das  stark  ab- 
weichende Gewicht  gleichgemarkter  Barren  durch  wiederholt  während  eines 
langen  Zeitraums  vorgenommene  Herabsetzungen  des  Normalfusses  zu 
erklären  sei,  nicht  zu  folgen,  kann  auch  die  zur  Stütze  jener  Ansicht  geltend 
gemachten  Stylunterschiede  nicht  für  zutreffend  halten;  ich  glaube  vielmehr, 
dass  durch  Guss  hergestellte  Barren  niemals  ein  genau  justirtes  Vielfaches 
des  As  gewesen  sein  können,  sondern  nur  als  annähernde  Werthstücke  ver- 
wendet worden  sind,  die  im  Verkehr  erst  gewogen  werden  mussten.  Die 
grosse  Seltenheit  dieser  Barren  spricht  sehr  für  die  Annahme,  dass  ihre 
Herstellung  nur  während  eines  verhältnissmässig  kurzen  Zeitraums  erfolgte; 
sie  dürften  wohl  am  sichersten  um  350  v.  Chr.  anzusetzen  sein. 


Gewicht:   1394,60 

beschädigt 

Länge:  0,167 

Höhe:    0,099 


R  O  AA  A  N  O  A/\  (in  einer  ge- 
raden Zeile)  unter  einem 
1.  eilenden  Pegasus. 


Auffliegender    Adler,     von 


vorn  dargestellt  (Kopf  im 
Profil  r.),  in  den  Fängen 
einen   grossen   Blitz   (ho- 
rizontal) haltend.  (25/1891). 
Taf.  A  B  (in  Originalgrösse). 
In  der  Aufschrift  ist  die  Form  des  A  nicht  deutlich. 
Es  scheint,   dass  der  Querstrich  fehlt;   bei  gewisser  Be- 
leuchtung möchte  man  A  sehen,  doch  das  kann  täuschen. 
Da   dieses    Stück   an    den   Rändern   beschädigt    und 


Gewicht:   1347,0 
Länge:  0,163 
Höhe:    0,092 


Gewicht:    1543,70 

Höhe:    0,182 
Breite:  0,085-0,087 


Gewicht:    1141,60 
Höhe:    0,183 
Breite:  0,088 


durch  starke  Oxydirung  des  Metalls  an  mehreren  Stellen 
etwas  ausgesprungen  ist,  muss  das  ursprüngliche  Gewicht 
höher  angenommen  werden  (etwa  1440  Gramm). 

Stier,      1.  schreitend;      der    Stier,      r.    schreitend;     der 
Kopf  fast  ganz  von  vorn.        Kopf  fast  ganz  von  vorn. 

26/1891). 
Taf.  CD  (in  Originalgrösse). 

Bemerkenswerth  ist  die  verschiedene  Behandlung  der 
beiden  Stiere. 

Dreifuss.  Anker      senkrecht),      oben 

mit     einem     Ringe     ver- 
sehen. 1 89 1  \ 
verkleinert). 
Die  Vs.  dieses  Stückes  ist  etwas  convex. 


Dreizack;  um  den  Schaft 
ist  ein  Band  (mit  Schleife 
rechts)  geknüpft. 


Heroldstab,  oben  in  Schlan- 
genköpfe   endigend;     um 
den  Schaft  ist   ein    Band 
(mit   Schleife   rechts 
knüpft. 


Taf.  GH  (auf  V10  verkleinert). 


N.22a 


^2%-3%  3,97 


Von   geprägten   Münzen    ist    nur   ein    Stück  hinzu- 
gekommen : 

ETRVRIA 
P  o  p  u  1  o  n  i  a 

Kopf    des    Hermes    r.    mit    Glatt.       (843/1892,    aus  der 
dem  Flügelhut;    dahinter       Sammlung  Seyffer). 
A,    vor    dem    Halse    ein 
Delphin    (schräg  abwärts, 
1.).       Undeutlicher     Kreis 
wohl  Perlkreis). 
Taf.  1 ,  6  a. 

Im    Auetionscatalog    der    Sammlung    Seyffer 
eben  1 89 1 )  n.  118  und  Taf.  I. 


Verbessern  nge  n 
S.  71   n.  3  )  mit    kurzem,    unten    geknüpftem    Haarzopf   statt    mit   kurzem, 


72  n.  7  j  in  der  Mitte  geknüpftem   Haarzopf. 
n.  7    Tropaeon  statt  Trophaeon. 


Das  gegossene  Kupfergeld 

Aes  rüde 

Vierundzwanzig  formlose  Kupferstücke,  fast  alle  sehr  stark  angefressen,  aus 
dem  Funde  von  Vicarello.     Das   kleinste  wiegt   3,08,  das  grösste   28,25. 
(17391— 17414). 
Vgl.  Mommsen  Gesch.  des  röm.  Münzwesens  S.  170. 

Vierunddreissig  Kupferstücke  aus  den  Gräberfunden  von  Orvieto.  Davon 
sind  25  formlose  Stücke  (Gewicht  10,15  bis  162,50),  5  sind  Bruchstücke  von 
viereckigen  Barren,  1  Stück  ist  Theil  eines  halbcylinderförmigen  Barrens 
(Durchschnitt  £2±),  1  Stück  ist  ein  Splitter  mit  convexer  Oberfläche  (dieses 
ist  das  grösste,  Gewicht  481,0),  1  Stück  hat  Kuchenform  (ähnlich  Garrucci 
le  monete  dell '  Italia  antica  Taf.  V,  6,  Gewicht  205,0).  Endlich  ein  kleines 
Bruchstück  einer  Broncelamina,  vielleicht  von  einem  Geräth  und  nicht 
hergehörig.         (23/1885). 


Aes  signatum 


Grösse 

Gewicht 

2407,0 

mit  ln- 

crusta- 

tionen 

543,6 

sehr 

stark 

oxydirt 

Ein  oblonger   Kupferbarren,    unten    breiter  und  dicker 

als    oben,    beiderseits    mit    einem    Zeichen    versehen, 

welches   einer  Gräte   oder   einem  Zweige   ähnlich  ist. 

Höhe  ungefähr  0,15 — 0,17;   Breite  unten  0,085,   oben 

0,074;  Dicke  unten  0,042,  oben  0,032.         (430/1877  aus 

dem  Funde  von  Quingento  in  der  Provinz  Parma). 

Der  Fund  ist  besprochen  von  Pigorini  im  Periodico 

di  numismatica  VI  S.  219;  die  daselbst  auf  Taf.  IX  und  X 

abgebildeten  Stücke  gleichen  dem  unseren  vollkommen, 

ebenso  die  Stücke  bei  Garrucci  Taf.  X,  3.  —  Über  diese 

Barren  vgl.  Ghierici  im  Bull,  di  paletnologia  ital.  anno  5 

(1879)  S.  148fr.  und  anno  6  (1880)  S.  54fr. 

Oblonger  Barren  (Länge  0,09,  Breite  etwa  0,048,  Dicke 
etwa  0,012  —  0,015):  beiderseits  ist  an  den  beiden 
Enden  des  Barrens  je  eine  Mondsichel  (auswärts  ge- 
öffnet) dargestellt,  welche  die  ganze  Breite  des  Stücks 
umspannt.     (374/1873). 

Abgebildet  ist  unser  Stück  bei  Garrucci  Taf.  XXV, 

4a,  b,  der  auf  S.  12   folgende  Fundnotiz  giebt:    'trovato 

nella  necropoli  di  Tarquinia   in   una  cassa  sepolcrale  di 

nenfro  accanto  allo  scheletro'. 


Antike  Münzen.     Bd.  III.  i. 


^3%-13% 

58,25 

be- 

schädigt 

IO^-I I 

40,05 

9h~ i° 

40,60 

94-10 

3°,55 

9 

25,65 

9-9  ä 

abge- 
nutzt 

34,45 

64-71 

»9,90 

8 

lG,i5 

etwas 

ab- 

genutzt 

6-7 

9,87 
stark 

be- 

schädigt 

Aes  grave 


ETRVRIA 

Volaterrae 


Die  Reihe  mit  der  Keule 


Semis 


Janusartiger  unbärtiger  Dop- 
pelkopf, mit  einem  flachen 
Hut  bedeckt,  welcher  in 
der  Mitte  spitz  zuläuft. 


tt&3  (r.,  aufwärts)  MO  (L, 
abwärts).  Keule  senkrecht. 
Im  Felde  1.  neben  der  Keule 
das  Zeichen  des  Semis  ) 
(Gansaugel 


Ebenso. 


Ebenso. 


Quadrans 

Dieselbe  Aufschrift.  Keule 
senkrecht  zwischen  *  • 
(Rauch.    3976). 


Sextans 


Dieselbe  Aufschrift.  Keule 
senkrecht  zwischen  •  • 
4657.    Dannenberg. 

28657/3). 


Ebenso. 


Uncia 

Dieselbe  Aufschrift 
senkrecht,     im 
neben  der  Keule  • 


Keule 

Felde    1. 


Die  Reihe  ohne  Beizeichen 


Sextans 


Ebenso. 


Ebenso. 


KOFlJ^  im  Kreise  um 

(286574 


Uncia 

Dieselbe    Umschrift    um 
(28657/5)- 


Etruria 


*7k-i7h  l77>5° 

etwas 
be- 
schädigt 


49»»5 
45,10 


!2>57 


6-6^ 


Unbestimmte  Stücke  Etruriens 

Die  folgenden  sicher  Etrurien  angehörenden  Stücke 
(über  die  Fundorte  vgl.  Garrucci  S.  26)  zeichnen  sich 
durch  ihre  Form  aus:  sie  sind  flach  und  verhältniss- 
mässig  dünn,  ähnlich  denen  von  Volaterrae. 

Die  Reihen  mit  dem  Rade 
a.    Rad  — Rad 


As 


Rad  mit  sechs  Speichen;  in 
einem  der  Zwischenräume 
\/  vertieft. 


Rad  mit  sechs  Speichen, 
von  zwölf  Werthkugeln 
umgeben.     (4659). 


Auf  der  Ks.  könnte  in  einem  der  Zwischenräume 
zwischen  zwei  Speichen  ein  erhabener  Buchstabe  ge- 
wesen sein;  wenn  gewisse  Spuren  nicht  täuschen,  war 
es  >  oder  \s. 

[Es  scheint,  dass  in  diesen  etruskischen  Reihen 
auf  den  Exemplaren  einer  und  derselben  Münze  ab- 
wechselnd einer  der  Buchstaben  M  3  ^  V  steht,  ebenso 
wie  auf  den  bekannten  geprägten  Münzen  mit  dem 
Negerkopf  und  dem  Elephanten  die  ersten  drei  dieser 
Buchstaben  wechseln.  Eine  Werthbedeutung  haben  sie 
also  nicht.     Friedlaender]. 

Quadrans 

Rad  mit  vier  Speichen.  Rad  mit  vier  Speichen;   in 

drei    Zwischenräumen    je 
eine  Werthkugel.     (4660. 
Fox). 
Auf  dem  zweiten  Exemplar  ist  auf  der  Ks.  ein  von 

moderner    Hand    eingegrabenes   V;    auch    auf   der   Vs. 

mehrere  wohl  nur  zufällige  vertiefte  Zeichen,  deren  eins 

wie  5  aussieht. 

Ein     Bruchstück     derselben    Münze,     etwa     der    vierte 
Theil.     (Fox). 

Uncia 


Rad  mit  vier  Speichen. 


Rad     mit     vier     Speichen. 
(4661  . 


Aes  grave 

b.    Rad  —  Anker 

As 


Etruria 


17* 

[64,20 

14 

75,o 

etwas 
ab- 

genutzt 

"1 

34,75 

•4 

89,70 

etwas 
be- 
schädigt 

"4 

46,95 

14% 

durch 
Oxy- 
dirung 

be- 
schädigt 

12 

54,45 

Rad  mit  sechs  Speichen;  in  i  Anker,  oben  und  unten  mit 
einem    Zwischenraum    ),        einem     Ringe     versehen, 
in  dem  entgegengesetzten        Im     Felde     r.    I      Umher 
scheint  —  oder  I  zu  sein,        doppelter  Kreis, 
vielleicht  das  As -Zeichen.  (431/1877). 

Semis 
Rad  mit  sechs  Speichen,  in  j  Anker,  oben  und  unten  mit 
einem    Zwischenräume   )        einem     Ringe     versehen; 

zu  jeder  Seite  drei  Werth- 
kugeln.  Umher  doppelter 
Kreis.     (Fox). 


Quadrans 


Rad  mit  fünf  Speichen,    in 
einem    Zwischenräume  ) 


Derselbe  Anker  umgeben 
von  drei  Werthkugeln. 
Umher     doppelter    Kreis. 

(Fox). 


Die  uncia  s.  unter  den  geprägten  Münzen. 


c.    Rad  —  Doppelbeil 
Semis 


Rad  mit  sechs  Speichen 


Rad  mit  vier  Speichen. 


•  Doppelbeil   • 

•  ohne  den     •  ^ 
Stiel 

Umher  doppelter  Kreis. 

(4662). 

Quadrans 

•  Doppelbeil 

•  ohne  den     ^ 

Stiel 
Umher  doppelter  Kreis. 

(11596). 


Die  uncia  s.  unter  den  geprägten  Münzen. 


d.    Rad  —  Krater 
Semis 


Rad  mit  sechs  Speichen. 


Krater,   zu  jeder  Seite  drei 
Werthkugeln.  Umher 

doppelter  Kreis.     (Fox). 


Quadrans 


Rad  mit  vier  Speichen; 
in  einem  der  Zwischen- 
räume ein  vertieftes  > 


Krater,  darüber  );  zu  Seiten 
und  unten  je  eine  Werth- 
kugel.     Umher   doppelter 
Kreis.      (4664). 
Das  >   über  dem  Krater  sieht  nicht  wie  ein  Buch- 


Aes  grave 


•3 


14 


is 


16 


9% 

3°>° 

etwas 

ab- 

genutzt 

% 

14,22 

*3* 

69,90 

10^-1 1 

25,20 

sehr 

ab- 

genutzt 

Stabe   aus,    sondern   wie   eine  Mondsichel.     Doch  kom- 
men an  jener  Stelle  auch  sichere  Buchstaben  vor. 


Sextans 


Rad  mit  vier  Speichen. 


Krater,  darüber  );  unten 
zu  Seiten  des  Krater  je 
eine  Werthkugel.  Umher 
doppelter  Kreis.  Rühle 
v.  Lilienstern). 


Uncia 
Rad  mit  vier  Speichen.  Krater;   darüber  M,   wie  es 

scheint.      4<><>5  . 
Die  Ks.  ist  sehr  schlecht  erhalten. 


e.    Rad  —  Amphore 


Semis 


Rad  mit  sechs  Speichen. 


Amphore,  zu  jeder  Seite 
drei  Werthkugeln.  Um- 
her doppelter  Kreis.  (Fox. 


Rad  mit  vier  Speichen. 


Quadrans 


Amphore;  1.  eine  Werth- 
kugel,  r.  zwei.  Umher 
doppelter  Kreis.       (4663). 


/.    Rad  —  drei  Mondsicheln 
Semis 


Umbria 


2-3 


i3%-!3% 


^-^ 


8-9^ 


5.6 


6-6£ 


,05 


100,85 

oxydirt 


75,95 
71,70 

oxydirt 


30,85 
mangel- 
haft 


*5>75 

schlecht 

18,20 

ein 

Stück 

fehlt 


Alterthümliches  Rad;  die 
Speichen  werden  gebildet 
durch  einen  geraden  Bal- 
ken (Durchmesser)  und 
zwei  Bogen. 


Drei  Mondsicheln  (die  con- 
vexen  Seiten  einander  zu- 
gekehrt) um  einen  dicken 
Punkt  symmetrisch  ver- 
theilt.  Umher  doppelte 
Kreislinie,  ausserhalb  der- 
selben sechs  Werthkugeln. 

Vgl.  den  bei  Garrucci  Taf.  LIII,  2  abgebildeten  As 
mit  gleichen  Typen  und  der  Aufschrift  ^Q^Wt  auf  der  Vs. 

Das  Rad  in  dieser  Form  findet  sich  auf  alterthüm- 
lichen  Monumenten  öfter,  auch  auf  archaischen  Münzen: 
vgl.  z.  B.  die  Band  II  Taf.  VI  n.  55  und  VII  n  67.  68  ab- 
gebildeten altmacedonischen  Stücke  und  die  etruskische 
Silbermünze  mit  der  Aufschrift  >ezl  oder  >ezi  im  Cat. 
of  greek  coins  in  the  Brit.  mus.,  Italy,  S.  12;  nur  wenig 
abweichend  auf  der  Athen  zugetheilten  Münze  Beule 
monnaies  d'Athenes  S.  23  die  letzte. 


VMBRIA 


Ariminum 


Quadrans 

Gallierkopf     r.      mit      dem  |  Verzierter     Dreizack     ohne 
Schnurbart;  um  den  Hals        Schaft,     im     Felde    r.    I 


tragt  er  einen  torquis. 


(28657/6). 


Sextans 


Ebenso. 


Ebenso. 


Ebenso. 


Delphin    r. ,    darunter 
(28693.  4669). 


Uncia 


Schiffsschnabel  r.;  im  Felde 

1.  •     (4670). 


Semuncia 


Kammmuschel  von  oben  ge- 
sehen. (Rühle  v.  Lilien- 
stern.   4671). 


Aes  grave 


12^-13 


3     i-:k 

6^-8 

9^-10 
9-9* 

9-9^ 


61,20 


61,10 


36,05 

oxydirt 


20,22 
21,05 

48,27 

35,io 

38,60 

37, '5 


guvium 


Bruchstück  des  As   (Garrucci  Taf.  LVII,  1),   wenig   mehr 
als  ein  Viertel  des  Ganzen.     (Fox). 


Tuder 


a.    Ältere  Reihe 


Quadrans 


Frosch  von  oben  gesehen; 
oben,  1.  und  r.  je  eine 
Werthkugel.    Kreislinie. 


Anker,    oben    und 
unten  mit  einem 
Ringe  versehen. 


Sextans 

,   Verzierter    Dreizack   < 
ohne  Schaft.  ■* 

(28732). 

Bemerkenswerth   ist  die   Form   des    Dreizacks:    die 
beiden  äusseren  Zinken  sind  auswärts  gebogen. 


Cicade,    1.   und   r.    je    eine 
Werthkugel.    Kreislinie. 


Uncia 


Gefäss  mit  zwei  hohen  Hen- 
keln, darüber»    Kreislinie. 


Ebenso,  aber  ohne  die  Kreis- 
linie. 


Lanzen-   < 
spitze.     ■* 


(Fox). 

Ebenso.     (4648). 


b.    Spätere  Reihe 
Semis 


3  <  ^tV  r(L).  Zusammenge- 
krümmt liegender  Hund  1., 
etwas  von  oben  gesehen; 
darunter  r\       Kreislinie. 

:3a^tVt  über  demselben 
Hunde.     Kreislinie. 

303  fVt  über  demselben 
Hunde;  vor  seinem  Kopfe 


::ia3r"Vr  I,  abwärts)  Leier 
im  Felde  r.   C     (558/1874) 


Leier   mit  zwei  Saiten;    im 
Felde  1.  )         (90  1 

Leier  mit  zwei  Saiten;  im 
Felde  r.  C 


3a^KVt      über     demselben    Leier;  im  Felde  r.  C     (4649). 
Hunde      die     Stelle     vor 
seinem   Kopfe   hat   einen 
Gussfehler).    Kreislinie. 


Umbria 


9h 

33,45 

8-8^ 

32,08 

schlecht 

8?-9 

33^0 
27,10 

74-8 

25,80 

74-8 

26,60 

7-7* 

^,95 

6^-7 

18,15 

6-6^ 

17,80 

abge- 
nutzt 

7 

18,50 

^la^rVt  über  demselben 
Hunde;  unten  w  Kreis- 
linie. 


Leier  mit   drei   Saiten;    im 
Felde  r.  C       (Fox). 


Spuren  der  Aufschrift  über    Leier;  im  Felde  1.  ) 
demselben    Hunde;      vor        (Rauch), 
seinem    Kopfe    )     Kreis- 
linie. 


Triens 


Rechte  Hand  (von  oben  ge- 
sehen) mit  dem  cestus 
umwunden;  1.  und  r.  je 
zwei  Werthkugeln.  Kreis- 
linie. 


Ebenso. 


Ebenso. 


#  Keule    ^  Keule 

ab-      *.  ab- 

•  wärts     1|  wärts 
(4650.  Fox). 


#  Keule    >     Keule  . 

ab-      m       ab- 

•  wärts     2     Wärts    • 

m 

(Gansauge). 


.  Keule    >  Keule 

auf-     m  auf- 

•  wärts     2  wärts 
m 


(Peytrignet). 


Quadrans 


Frosch  von  oben  gesehen; 
von  den  ihn  umgeben- 
den drei  Werthkugeln  sind 
nur  zwei  (im  Felde  1.  und  r.) 
sichtbar.     Kreislinie. 


Derselbe  Typus;  von  den 
Werthkugeln  sind  nur 
zwei  sichtbar  (1.  und  un- 
ten).   Kreislinie. 


Derselbe   Typus;   zwei 
Werthkugeln  f.,  eine  r. 


Derselbe  Typus;  von  den 
Werthkugeln  sind  nur 
zwei  sichtbar  (1.  und  r.). 
Kreislinie. 


Anker,  oben  und  unten  mit 


versehen. 
>  ,   r.    #  # 


einem  Ringe 
Im  Felde:  1. 
(465»> 

Ebenso.     (Fox). 


Ebenso. 


Derselbe  Anker.    Im  Felde: 


>> 


(Gansauge). 


IO 


Aes  grave 


6-6% 

15,88 

5\ 

6 

i5,3° 
'5,67 
16,58 

5 

5h 
bk-6 

12,83 

nichtgut 

l3,l7 
">57 

mangel- 
haft 

4-5 

10,0 

\\ 

7,70 

4 
4h 

7A* 
8,0 

4-4  i 

7,80 

>  > 


Derselbe  Typus;  1.   Spuren  ;  Derselbe  Anker.    Im   Felde: 
von     zwei   Werthkugeln.  !      \    *-     r    ' 
Kreislinie. 


Sextans 
Gicade,    1.    und    r.   je    eine 


"Werthkugel.  Kreislinie. 


Verzierter 
>        Dreizack 
ohne   Schaft.    * 
(B.    Friedlander,     2    Ex. 
4652). 

Über  die  Form  des  Dreizacks  vgl.  oben  S.  8  n.  2. 
Werthkugeln  und  Schrift  nicht  auf  jedem  Exemplar 
deutlich. 


Ebenso.  •    Derselbe     < 

•   Dreizack.    -* 
(Ohne  Bezeichnung.  Fox. 
Rühle  v.  Lilienstern). 


Ein  schlecht  erhaltenes  Exemplar,  ungewiss  zu  welcher 
der  beiden  voraufgehenden  Varietäten  gehörig  Werth- 
kugeln und  Schrift  auf  det  Ks.  nicht  zu  erkennen  . 
Aus  der  Sammlung  Rauch. 

Könne  hat  dieses  Exemplar  in  der  Zeitschr.  f.  Münz-, 
Siegel-  und  Wappenkunde  III  S.  6  herausgegeben  als  uncia 
mit  dem  'Vordertheil  eines  Schiffes'  auf  der  Ks.  (es  ist  die 
unvollkommen  erhaltene  Gicade). 


Uncia 


Gefäss  mit  zwei  hohen  Hen- 
keln, darüber»  Kreis- 
linie. 


Gefäss  mit  zwei  hohen  Hen- 
keln; die  Werthkugel 
scheint  hier  unten  zu 
sein.     Kreislinie. 


Gefäss  mit  zwei  hohen  Hen- 
keln, darüber»  Kreis- 
linie. 


(4653)- 


(Fox.    B 


Lanzen-  < 

spitze      -« 


Lanzen-  < 
spitze      -v 
Friedlaender 


Lanzenspitze.     (Rauch). 


Umbria 


5^-9 


3V5 


26,32 
25,3° 


Unbestimmte   Stücke   Umbriens  (oder 
Etruriens) 

Die  mandelförmigen  Stücke 
mit  der  Keule  werden  des  Typus  und  des  Fundorts  (?) 
wegen  gewöhnlich  nach  Tuder  gegeben.  Garrucci  (S.  13) 
hebt  aber  mit  Recht  hervor,  dass  sie  dem  Typus  nach 
ebenso  gut  nach  Volaterrae  gehören  könnten;  gefunden 
würden  sie  allenthalben  in  Etrurien.  —  Der  auf  diesen 
Stücken  dargestellte  Gegenstand  sieht  bald  wie  eine  Keule 
(zackig,  wie  auf  den  jüngeren  Trienten  von  Luceria), 
öfter  noch  wie  ein  stylisirter  Zweig  aus,  einige  Exem- 
plare bieten  die  Übergangsformen  zwischen  Keule  und 
Zweig. 


Semis 


Keule. 


21,15 


Keule    von    etwas    anderer 
Form. 

Keule,     etwas    verschieden 
geformt. 


Ebenso.      (4654). 
Ebenso.      (Fox). 


Keule  oder  vielmehr  Zweig.  I  Ebenso.      (4498). 


12 


Aes  grave 


6-8 


24,50 


1 1,62 


3-5 


12,80 


Keule  oder  vielmehr  Zweig.  |  Ebenso.     B.  Friedlaender). 


Keule. 


Keule    (wie   ein   Zweig  ge-  I  Ebenso.     (4655). 
formt). 


Picenum  I Q 

PICENVM 

Hadria.      Über  die   alte   Form  Hatria  vgl.  Mommsen   im   Corpus   inscr. 
Lat.  IX  S.  480. 


H 


Aes  grave 


»9 


383,3° 


HAT  unter  einem  zusam- 
mengekrümmt liegenden 
Hunde  r.     (561/1872). 


Kopf    des     bärtigen     Silen 

(ohne  Hals)  von  vorn,  mit 

gesenkten  Eselsohren ;  den 

kahlen  Schädel  umgiebt  ein 

Kranz   mit  Epheubeeren. 

Im  Felde  r.  U,  d.  h.  l(ibra). 

Garrucci  (S.  32,  7)  hält  die  Eselsohren  fälschlich  für 
Haarbüschel.  —  Bemerkenswerth  ist,  dass  beide  Typen 
dieses  Stücks  auch  auf  den  Münzen  von  Tuder  vorkommen : 
der  zusammengekauerte  Hund  auf  dem  aes  grave,  der 
Silenskopf  mit  herabhängenden  Thierohren  und  Epheu- 
kranz  auf  den  geprägten  Stücken,  aber  hier  im  Profil 
statt  von  vorn. 

Quincunx 


W 


\ 


Picenum 


*5 


1-4-*.-  15  I  164,60 


3-4 


1 1  —  1 3 
134 


iof-i 1 


12- 
'4 


1 1-1  \\ 


9-10 

9-10 
8-9 


7-8 

6* 


88,10 
94,9° 

nicht 
gut 


HAT    unter   einem   (weibli-  I  Pegasus  r.,    darunter  ••••• 

chen  ?)  Kopfe  1.,  welcher       (7318,  in  Pentima,  dem  al- 

aus   einer  Schneckenmu-  j      ten  Gorfinium,  gekauft . 

schel  hervorschaut;    über 

der  Stirn  sich  bäumendes 

und  nach  hinten  in  einen 

dünnen  Zopf  endigendes 

Haar  (oder  ein  Hörn  ?). 

Garrucci  S.  33  beschreibt  den  Typus  der  Vs.  so: 
'testa  di  Medusa  cinta  il  collo  dalle  volute  di  serpenti  con 
capelli  sciolti  e  spinti  indietro  dal  vento'.  Mit  den 
Schlangen  ist  es  sicher  nichts,  und  damit  fällt  auch  der 
Medusenkopf.    Vielleicht  ist  an  ein  Seewesen  zu  denken. 

Quadrans 


J-VH  über  einem  Delphin  r. 
(etwas  von  oben  gesehen, 
der  Kopf  abwärts  . 


Fisch  mit  sehr  dickem  Kopfe 
(eine  Art  Roche,  von 
Garrucci  als  rana  pisca- 
trix  bezeichnet),  von  oben 
gesehen;  im  Felde  r.  • 
(4672.  Fox). 


Sextans 
63,45    TAH     unter    einem    Schuh  |  Hahn  1.,  davor  J        6314 
(oder  vielmehr  Stiefel  mit 
kurzem  Schaft)  r. 


64,10 
57.3° 
42,95 


33,o 


32>65 

ab- 
genutzt 

32,5° 


24,0 
dick 

>8,45 

14,90 

etwas 

ab- 


HAT    unter    einem     Schuh 

r.     von     anderer     Form  |      4673) 
(niedrig,    die    Sohle    an 
gegeben). 


Ebenso.      128656.     28790. 


A 


Uncia 

Anker.     (7635) 


X   •  I- 
A 


Anker.     (4499.  4674). 
Die  beiden  Exemplare  weichen  etwas  von  einander  ab. 


Semuncia 

H  A* 

4675.  8647.  Rauch). 
Auf    dem    ersten    Exemplar    hat    das    Semuncien- 
zeichen  dieselbe  Grösse  wie  das  A. 

[Man   hat  die  Buchstaben  H   und  A*   auf  eine  Ver- 
genutzt  bündung  von  Hatria   und  Asculum   bezogen.     I,    wenn 


i6 


Aes  grave 


6-7 


12  \lh-\7\ 


13^-H 


16,05 

ab- 
genutzt 


260,20 
273,80 


es  selbst  Z  gestaltet  wäre,  kann  nicht  für  S  in  la- 
teinischer Schrift  stehen,  i  ist  auch  hier  das  Zeichen 
der  Halbunze,  H  und  A  zusammen  bedeuten  HAtria. 
Friedlaender.] 

Mommsen  (röm.  Münzw.  S.  248)  möchte  in  H  und  S 
die  Bezeichnungen  r;iui>.iTpioi/  und  semuncia  sehen,  in  A 
den  Anfangsbuchstaben  einer  mittelitalischen  Stadt, 
'die  Zutheilung  an  Ausculum  in  Apulien  oder  Asculum 
in  Picenum  ganz  unsicher'.  Garrucci  (S.  33)  giebt 
das  Stück  nach  Hadria,  indem  er  wie  Friedlaender 
HA  in  Zusammenhang  setzt;  der  Fundort  ist,  seiner 
Angabe  nach,  meist  das  Gebiet  von  Atri. 


VESTINI 

Semuncia 
Stiefel  (kaum  kenntlich  .         VE£  im  Felde.    (Peytrignet). 


GAMPANIA 


Die   sechs  Reihen 


Vgl.  über  diese  Reihen  Friedlaender  in  der  Wiener 
Numism.  Zeitschrift  I  S.  260  ff. 


a.    Erste  Reihe 


As 


Weiblicher  Kopf  r.  mit 
dem  eng  anliegenden  sog. 
phrygischen  Helm,  des- 
sen nach  vorn  übergebo- 
gene Spitze  als  Thierkopf 
gebildet  ist.     Im  Felde  1.  I 


Derselbe  Kopf  wie  auf  der 
Vs.,  aber  1.;  im  Felde  r.  I 
46 14.  Ohne  Bezeichm 


Semis 

Athenakopf  r.  mit  dem  ko-    Derselbe  Kopf  wie   auf  der 

,e>n  rinthischen      Helm       mit        Vs.,  aber  1.;   darunter    * 

Stuck 
chen 
fehlt 


rinthischen      Helm 
BuschO;  darunter  ~ 


Campania 


17 


4-  5 

»3* 

9°>°5 
82,25 

beide 
gut 

6.7 

10 
9"9* 

44,20 

45>7° 

8 

6* 

20,95 

9 

6%-7 

20,12 

10 

6-7 

W5 

1 1 

b\ 

11,25 

ab- 
genutzt 

1 2 

SSk 

8,52 
ein 
Stück- 
chen 
fehlt 

'3 

5-5' 

12,30 

'4 

«34-14 

123,70 

Triens 


Blitz,  wagerecht 


Wie    die    Vs.      (Peytrignet. 

4616). 


Sextans 


Kammmuschel  (die  obere 
Schalel  Unten  1.  und  r. 
je  eine  Werthkugel. 


Kammmuschel  (die  untere 
flache  Schale  wie  es 
scheint).  (4öi7.Begerthes. 
Brand.  II 'S.  528). 


Uncia 


Knöchel,  von  der  convexen 
Seite  gesehen  (die  beiden 
Spitzen  nach  1.)  Darüber 
eine  Werthkugel. 

Ebenso,  aber  die  Werthku- 
gel steht  hier  unten. 

Ebenso,  aber  ohne  Werth- 
kugel. 


Knöchel,  von  der  concaven 
Seite  gesehen.  (Beger 
thes.  Brand.  II  S.  528). 


Ebenso.     (4618.) 


Ebenso.     (Rühle   v.   Lilien- 
stern). 


Semuncia 


Eichel,  aufwärts;  1. daneben* 
Eichel,  aufwärts;  1.  daneben  l 


Eichel,  abwärts;  1.  daneben  i 
(4619). 

Eichel,  abwärts;  1.  daneben  i 
(Peytrignet). 


Das  Semuncienzeichen  ist  hier  anders  und  sehr  gross. 

Eichel.  |  Eichel. 

Ob  auf  diesem  Exemplar  die  Semuncienzeichen  wirk- 
lich fehlen,  ist  nicht  sicher. 


b.  Zweite  Reihe 
(der  vorigen  gleich,  aber  mit  dem  Beizeichen  der  Keule) 

Semis 
3I-14    123,70  Athenakopf  r.  mit  dem  korin-    Derselbe  Kopf  wie  auf  der 
mischen  Helm  mit  Busch.        Vs.,  aber  f.;  darunter  ^, 
Darunter  das  Semiszeichen        im  Felde  r.  Keule  aufwärts, 
(undeutlich) ;   im   Felde  1. 1      (4620). 
Keule  aufwärts. 


Antike  Münzen.    Bd.  III,  1. 


Aes  grave 


l3h 
I3~13j 


1 i>-i 2 
12^-13 

12 


94-10 

9-95 


64-7 
64-7 
6-64 


18 


'5-»5l 

144 


95,75 
9°,65 
86,10 


67,50 
66,9^ 

64,35 

60,20 


42,45 
33,75 


25,3o 
22,25 
18,20 


Triens 


Blitz,  wagerecht 

Keule      • 

aufwärts  • 


Blitz 


,  wagerecht 

•  Keule 

•  aufwärts 


4621.  Gansauge.  B.Fried- 
laender). 


Quadrans 


Geöffnete   linke  Hand  (von 
innen  gesehen).  Im  Felde: 

1.  Keule  aufwärts,  r.   • 


Geöffnete  rechte  Hand    von 
innen  gesehen  .  Im  Felde: 

1.    •  ,    r.    Keule    aufwärts. 

(4622.  Ohne  Bezeichnung. 
Rühlev.  Lilienstern.  Ohne 
Bezeichnung). 


Sextans 
Kammmuschel,  von  aussen    Kammmuschel 
gesehen.    Darunter  1.  lie- 
gende Keule  und  beider- 
seits je  eine  Werthkugel. 


von  innen 
gesehen.  Darunter  r.  lie- 
gende Keule. 

(28668.  4623  . 


Uncia 


Knöchel,  von  der  convexen 
Seite  gesehen  (die  beiden 
Spitzen  nach  1.).  Darunter 
1.  liegende  Keule. 


Knöchel,  von  der  concaven 
Seite  gesehen,  darunter 
r.  liegende  Keule. 
7194  und  7195,  beide  in 
Agnone  gekauft,  angeb- 
lich in  Pietrabbondante 
gefunden  . 


c.  Dritte  Reihe 

As 


319,85  Janusartiger,  jugendlicher 
Doppelkopf  mit  einem 
Diadem  im  Haar.  Die 
Stelle  über  dem  Kopf, 
an  welcher  das  As/eichen 
I  zu  stehen  pflegt,  hat 
einen   (nissfehler  . 


Kopf  des  Hermes  1.  mit  ge- 
flügeltem, eng  anliegen- 
dem petasus  last  ohne 
Krem  p  e).  Dar  ü  b  e  r  S  p  u  r  e  n 
des  I      4625  . 


Semis 

Athenaknpfl.,  der  korinthi-    Weiblicher  Kopf  1.  mit  auf- 
153,15        sehe    Helm   ist   mit  einem         genommenem  Haar:  dar- 
Busch   versehen.     Darun-         unter  ^      4626 
ter  ^  gerthes.  Brand.  II  S 

Athenakopf  ist   auf  jedem    der  drei  Exemplare 
etwas  verschieden. 


Cämpania 


-io    144,40    Ähnlicher  Kopf  1.,  der  Helm    Ähnlicher    weiblicher    Kopf 

1.  Das  Zeichen  des  Semis 
ist  nicht  sichtbar  und  war 
wohl  niemals  vorhanden. 
,6804. 


ist    dem    Anschein    nach 
nicht      korinthisch,      der 


Busch  ist  dick  und  ge- 
theilt.  Das  Zeichen  des 
Semis  nicht  sichtbar. 

In   Rom  gekauft,   aber  sicher   nicht   dort  gefunden 
(blaue  Patina  ;  angeblich  aus  Corneto. 


20 


Aes  grave 


»34-131 


*3 

13 
12-13 
12^-13 


IO-I \\ 

io|-i I 

IO-I  I 

10-10^ 

9^-10 


10 


V 


5^-6 


50    17-17% 


1 15,60 
96,i5 
$7,75 


86,0 

83,35 
81,20 

69,50 
65,9° 


67,90 

53,30 
52,60 
50,85 
47,o 


60,45 
48,85 

etwas 
abge- 
nutzt 


30,05 
24,70 


18,65 


255*5 


Triens 


Blitz,  wagerecht 


Delphin  r.,  darunter  ••• 
(Rühlev.  Lilienstern.  462; 
Peytrignet). 


Das  letzte  Exemplar  etwas  beschädigt. 


Quadrans 


Zwei  Gerstenkörner,  eins 
abwärts,  das  andere  auf- 
wärts;   dazwischen  • 


Geöffnete  rechte  Hand  von 
innen  gesehen);  im  Felde 
1.«  (Arditi.  Ohne  Bezeich- 
nung. Rühle  v.  Lilien- 
stern. 4628.  Ohne  Bezeich- 
nung). 


Sextans 


Kammmuschel  (die  obere 
Schale);  unten  1.  und  r. 
je  eine  Werthkugel. 


Ebenso. 


Knöchel  von  der  convexen 

Seite  gesehen  die  beiden 
Spitzen  nach  1.);  darun- 
ter • 


Heroldstab  mit  kurzem  Griff. 
Im  Felde  1.  und  r.  je  eine 
Werthkugel.  (Beger  thes. 
Brand.  II  S.  526.  'Rühle  v. 
Lilienstern,  2  Exemplare. 
4629.     B.  Friedlaender  . 

Ebenso,  der  Heroldstab  ist 
hier  breiter.  (Ohne  Be- 
zeichnung.   Arditi). 


Uncia 

Inmitten  des  Feldes  • 
(Rühlev. Lilienstern.  4630  . 


Eichel. 


Semuncia 

(4631)- 


d.  Vierte  Reihe 
der  vorigen  gleich,  aber  mit  dem  Beizeichen  des  Garten- 
messers (Attribut  des  Silvanus) 


As 


Jugendlicher  unbärtigerDop- 
pelkopf  wie  es  scheint  mit 
einem  Bande  im  Haar). 


Kopf  des  Hermes  1.  mil 
Hügeltom,   eng   anliegen- 
dem    petasus;      dahinter 
Gartenmesser.       (9114). 


>3f 

*3* 


'3 


10 

10 

9^-10 


7-7- 
7 


i32,30 
129,10 


97,20 
92,70 
89,40 


72,50 


48,30 

47,65 
44,80 


24,75 
24,40 


Campania 


21 


Semis 


Athenakopf  1. ,  der  korinthi- 
sche Helm  ist  mit  einem 
Busch  versehen.  Darun- 
ter ^ 


Weiblicher  Kopf  1.  mit  auf- 
genommenem Haar,  dar- 
unter ^  ,  im  Felde  r.  Gar- 
tenmesser. (7223  in 
Agnone  gekauft,  angebl. 
in  Pietrabbondante  gefun- 
den. Rühle  v.  Lilienstern). 


Triens 


Blitz,   wagerecht 


Delphin  r.,  darunter  ••••; 
über  dem  Delphin  Garten- 
messer, liegend.  (7190  in 
Agnone  gekauft,  angeb- 
lich in  Pietrabbondante 
gefunden.  7189  ebendaher. 
Gansauge). 


Quadrans 


Zwei  Gerstenkörner,  eins 
abwärts,  das  andere  auf- 
wärts; dazwischen  • 


Geöffnete  rechte  Hand  (von 
innen  gesehen);  im  Felde: 
1.  •,  r.  Gartenmesser. 

(4634)- 


Sextans 


Kammmuschel  (die  obere 
Schale);  unten  1.  und  r. 
je  eine  Werthkugel. 


Heroldstab  zwischen  zwei 
Werthkugeln;  im  Felde  r. 
unten  Gartenmesser. 
(7 191  in  Agnone  gekauft, 
angebl.  in  Pietrabbondante 
gefunden.  7224  ebenda- 
her.    4635). 


Uncia 


Knöchel,  von  der  convexen 
Seite  gesehen. 


Mitten  im  Felde  •,  r.  dane- 
ben Gartenmesser.  (7291 
in  Lanciano  gekauft.  7192 
in  Agnone  gekauft,  an- 
gebl. in  Pietrabbondante 
gefunden). 


22 


Aes  grave 


10- 

»7 

269,60 

14- 

4* 

1 60, 1 0 

'3% 

-14 

'45,75 

»3- 

3h 

95,70 

12- 

»3 

etwas 
ver- 

12- 

l3 

rieben 

12- 

T3 

9l,3° 
8i,55 
69,0 

oxydirt 

1 1- 

1 2 

66,80 

10- 

'1 

66,45 

1 1- 

12 

64»65 

10- 

12 

63,40 

9*- 

10 

45  v  5 

9'r 

10 

42,50 

9- 

>' 

43, 1 5 

9 

1 
1 

37,85 

e.  Fünfte  Reihe 
mit  einem  Rade  auf  der  Ks. 


As 


Rad  mit  sechs  Speichen.  In 
einem  der  Zwischenräume 
I  (auf  diesem  Exemplar  un- 
deutlich).    (4636  . 


Weiblicher  Kopf  r.  mit  dem 

eng  anliegenden  sog.  phry- 

gischen  Helm,  dessen  nach 

vorn  übergebogene  Spitze 

als  Thierkopf  gebildet  ist. 

Im  Felde  1.  — 

Der  Kopf  gleicht  dem  der  Asse  der  beiden  ersten 
Reihen;  das  Rad  von  anderer  Form  als  bei  dem  etrus- 
kischen  aes  grave. 

Semis 

Stier    1.     springend     (Kopf   Dasselbe  Rad;  in  einem  der 
von    vorn,    der    Schweif       Zwischenräume    S      4637. 


erhoben  ;     unter     seinem 
Bauche  S 


Ohne  Bezeichnung1. 


Triens 
Pferd  1.  springend;  oben  und  ;  Dasselbe  Rad;  in  vier  Zwi- 


unten 
geln. 


je   zwei  Werthku- 


Jagdhund  1.,  den  Kopf  und 
den  r.  Vorderfuss  erhe- 
bend.    Im  Abschnitt  •  •  • 


schenräumen  je  eine 
Werthkugel  symmetrisch 
vertheilt.  (4638.  710'")  in 
Agnone  gekauft,  angeblich 
in  Pietrabbondante  ge- 
funden. 7225  ebendaher. 
Gans  äuge). 


Qu  ad  ran  s 

Dasselbe  Rad ;  in  drei  aufein- 
ander folgend  enZ  wischen- 
räumen je  eine  Werthku- 
gel. 5874.  Rühle  v.  1  .ilien- 
stern.  (Jansauge.    I\.  v.  L. 


Schildkri 
sehen. 


Ebenso. 


Sex t ans 

►ben  ge-  Dasselbe  Rad.  Keine  Werth- 
kugel n.  4640.  7197  in 
agnone  gekauft,  angeblich 
in  Pietrabbondante  gefun- 
den . 

elbe  Rad.  Von  den  bei- 
den Werthkugeln  ist  nur 
eine    sichtbar.  Rauch. 

B.  Friedlaender  . 


Campania 


23 


/.  Sechste  Reihe 

(gleiche  Typen  auf  Vs.  und  Ks.) 

As 


24 


Aes  grave 


77- 
79 


i8£ 


8o 


82- 
85 


/ 


86 


90 


14-15 


'4* 


398,40 
366,60 
337>9° 


170,90 


16] 


,40 


1 3%- 1 4    1 09,80 

l3h    !  104,15 

l3-*nA     93.35 


13        90,20 


in 
1 1 %- 1 2 

12-12 \ 

I l<-12 


78,90 

53>'5 


Derselbe  Kopf  wie  auf  der 
Vs.  aber  1.  und  ohne  das 
Zeichen  des  As.  (Fox. 
4641.  Ohne  Bezeichnung). 


Jugendlicher  männlicher 
Kopf  (vielleicht  des  Apollo) 
r.,  das  in  Locken  herab- 
fallende Haar  von  einem 
Bande  umgeben.  Über  dem 
Kopf  und  mit  dem  Haar 
zusammenhangend  das 
Zeichen  des  As  I 

Die  Köpfe  sind  von  aussergewöhnlich  hohem  Relief. 


Semis 

Pegasus  r.,  unter  dem  Bauche  j  Pegasus  1.,  unter  dem  Bauche 
S  2    (Rühle  v.  Lilienstern  . 

Auf  der  Ks.  befindet  sich  über  dem  Flügel  des  Pegasus 
eine  wohl  nur  durch  einen  Gussfehler  entstandene  linsen- 
förmige Erhöhung. 

Pegasus  r.,  das  Werthzeichen    Pegasus  1.,  unter  dem  Bauche 
unter  dem  Bauche  ist  un-        S    (4642). 
deutlich. 


Triens 


Pferdekopf  (mit  dem  Halse) 
r.,  darunter  •  •  •  • 


Pferdekopf  (mit  dem  Halse 
1.,  darunter  •  •  •  •  4<>4S- 
Ohne  Bezeichnung.  7190 
in  Agnone  gekauft,  angeb- 
lich in  Pietrabbondante 
gefunden.  4644  . 
Der  Pferdekopf  zeichnet  sich  durch  besonders  schöne 
Zeichnung  und  Ausführung  aus. 


Quadrans 

Eber  r.  laufend,  unten  •  •  •  j  Eber    1.    laufend,    darunter 

•  •  •  Rauch . 

Sehr  schönes  Exemplar,  von  viel  höherem  Relief  als 
die  folgenden. 


Ebenso. 


Ebenso.  4<>45-  Arditi.  7100 
in  Agnone  gekauft,  angeb- 
lich in  Pietrabbondante 
gefunden.  Ohne  Bezeich- 
nung). 


Campania 


25 


1 1 

9|-I2 

Ulf 

1 1  —  1 1  % 

IO-I  I 

9V-10 


57,60 

52,95 

53>3° 

53>o 

49.50 

5^85 

49,0 


33,45 
25,80 
22,50 


Kopf   eines  Dioskuren    mit 
dem  Hute  r.,  dahinter  ! 


Sextans 

Kopf  eines  Dioskuren  mit 
dem  Hute  1.,  dahinter  J 
(Rühle  v.  Lilienstern.  Ohne 
Bezeichnung.  28693.  Ar- 
diti.  4646.  R.  v.  L. 
B.  Friedländer). 

Die  Köpfe  sind  sehr  verschieden  behandelt,  der  Hut 
bald  spitz  bald  rundlich. 


Uncia 
Gerstenkorn  aufwärts,  1.  • 


Gerstenkorn  aufwärts,  r.  • 
(Rühle  v.  Lilienstern. 
Gansauge.     4647). 


Velecha 


Über  diese  Stadt,  welche  wir  nur  aus  den  Münzen 
kennen,  vgl.  Friedlaender  in  den  Annali  d.  Inst.  1846 
S.  150  ff.  und  Taf.  F,  oskische  Münzen  S.  17  ff.  und  in  der 
Wiener  Numism.  Zeitschr.  I  S.  257  ff. ,  wo  die  folgenden 
Stücke  beschrieben  und  abgebildet  sind. 

Die  geprägten  Münzen  von  Velecha  s.  unten  am  Ende 
von  Gampanien. 

Triens 


9-9%  4^,20  Jugendlicher  Kopf  von  vorn 
(ohne  Andeutung  des  Hal- 
ses von  Strahlen  umge- 
ben; 1.  vielleicht  die  Spu- 
ren eines  schräg  gestellten 
Speeres  (?).  Unten  1.  und  r. 
je  zwei  Werthkugeln. 


(vielleicht  CE,  recht 
undeutlich )  über  einem 
Pferdekopfe  (mit  Hals)  1. 
Unter  demselben  •  •  •  • 
(Peytrignet). 


Von  sehr  mangelhafter  Erhaltung. 


26 


Aes  grave 


\i\-iy 


I2-I2< 


3-4 


f-9 


24,47 


18,95 

schlecht 


1 00,60 


84,25 


41,20 

3V5 


Sextans 


Jugendlicher  Kopf  von  vorn,    CE  unter  einem  Pferdekopfe 
von  einem  Strahlenkranz        (mit  Hals)  1.;  im  Felde  1. 
umgeben     (Helios);     am       (28876). 
Halse  scheint  Gewand  an- 
gedeutet zu  sein.  L.  unten, 
schräg  gestellt,  der  obere 
Theil  einer  Lanze  wie  es 
scheint.    Unter  dem  Kinn 
•  • 

Vgl.  Cat.   of  greek   coins   in    the   Brit.   mus.,    Italy 
S.  128,  9. 


Ähnlich  der  vorigen  Münze 
alles  sehr  undeutlich),  aber 

wie  es  scheint  ohne  An- 
deutung des  Halses. 


Ebenso.     (Peytrignet). 


APVLIA 

L  u  c  e  r  i  a 

Altere  Reihe    Libralfuss 


Triens 


Blitz. 


Keule    r.    liegend,     darüber 
•  •  •  •      4(  »7"  • 


Quadrans 


Sechsstrahliger  Stern. 


Delphin    1.,     darunter    •  •  • 
Ärditi). 


Uncia 


Frosch,   von   oben   gesehen.    Ähre     r.     liegend,     oben    • 

Peytrignet . 


Apulia 


27 


6\ 

23,05 

20,63 

durch- 

löchert 

und   ab- 

genutzt 

5 

15,0 

134 

73,75 

nh-^k 

62,85 

Semuncia 


Mondsichel. 


9-91 

n  9 
8|-oi 
8-9 

40,50 
36,20 

34,05 
33,45 
30,32 

oxydirt 

8 
8-8^ 

7-8 

36,27 

3*>35 
25,25 

8 
6^-7 

o>7 

27,50 

18,50 

oxvdirt 
18,48 
be- 
schädigt 

6-74 


18,72 


Thyrsus  mit  flatterndem,  zu 
einer  Schleife  geknüpftem 
Bande.    17288.  4683.  7450), 


Jüngere  Reihe  (Vierunzenfuss) 

As 

Kopf  des  unbärtigen  Hera-    Springendes  Pferd,  r.;  oben 

kies  r.  mit  dem  Löwenfell        achtstrahliger  Stern,  unter 

bedeckt;  am  Abschnitt  des        dem  Bauche  des  Pferdes  U 

Halses  eine  Keule  1.  (4678.    7432). 

Auf  der  Ks.  des  zweiten  Exemplars  ist  unterhalb  des 

r.  Vorderhufes  des  Pferdes  ein  längliches  Zeichen,  welches 

Friedlaender  als  'kleine  Keule'  bezeichnet,  gewiss   aber 

nur  einem  Gussfehler  seine  Entstehung  verdankt. 


X 


Quincunx 


(7284. 7636. 7285. 4679. 5875). 


Dargestellt  sind  wohl  die  vier  Speichen  eines  Rades; 
das  Rad  kommt  auch  auf  dem  geprägten  Quincunx  von 
Luceria  vor. 


Triens 


Blitz. 


Achtstrahliger  Stern. 


Zackige  Keule  r.  liegend; 
oben  ••••,  unten  U  (5876. 
4680.  Rühlev.  Lilienstern). 


Quadrans 


Delphin  r. ;  oben  •••,  unten 
U  Gansauge.     7286. 

B.  Friedlaender). 


Auf  dem    zweiten  Exemplar  steht  nach  dem  U  nur 
scheinbar  ein  Punkt;  es  ist  die  Kieferrlosse  des  Delphins. 


Ebenso. 


Ebenso,  doch  hier  L  statt  V 
4681  . 


28 


Aes  grave 


24- 
26 


4-5 


6-7 

18,60 
*7>97 

5.-5% 
4^-5% 

41-5 

11,05 

10,70 

8,25 

3V4 

4 

7,65 

7,48 

12^-13 

86,95 

ab- 
genutzt 

10^-1 1 

61,15 

ab- 
genutzt 

7*-8 

25>23 

6^ 
64-7 

*4,32 

13,02 

Sextans 
Kammmuschel     (die     obere  I  Knöchel;  oben«»,  unten  U 
Schale).  (72&7-  Rühle  v.  Lilienstern). 


Uncia 


Frosch,  von  oben  gesehen. 


Ähre  r.  liegend ;  oben  •,  unten 
U    (Peytrignet.  7637.  4682). 


Semuncia 


Mondsichel. 


Thyrsus  mit  einer  Band- 
schleife; den  Stab  des 
Thyrsus  bildet  der  Buch- 
stabe V    (Rauch.  7449). 


Die  geprägten  Münzen  von  Luceria  vgl.  unten. 


Venusia 


Die  folgenden  Stücke  gehören  verschiedenen  Serien 
an,  vgl.  Mommsen  Münzwesen  S.  244. 

Quadrans 
Kammmuschel     (die     obere    Drei  Mondsicheln   mit   den 
Schale).  convexen  Seiten  einander 

berührend.      Peytrignet  . 
Dieses  Stück   ist  wie  das  bei  Garrucci  Taf.  LXV,  7 
abgebildete  schriftlos. 

Sextans 
Delphin  1.,  darunter  ••  Delphin      1.,      darunter     •• 

(Peytrignet . 

Delphin   1.;  oben     E,  unten 
••     (468 


Delphin  1.,  darüber  •  • 


Mondsichel.  I  Mondsichel.         ( Peytrignet. 

I      7638). 
Beide    Exemplare     sind     nicht    ganz    gut    erhalten, 
scheinen    aber    sicher    schriftlos    zu     sein     wie    das    bei 
Garrucci  Taf.  LXV,  8  abgebildete;  vgl.  Cat.  of  greek  coins 
in   the  Brit.  mus.,  Italy,  S.  60  n 


Die  geprägten   Münzen  von  Venusia  vgl.  unten. 


Apulia 


29 


3       5*-6 


4  4 


29,55 


23,42 


20,95 


n,45 


54-6 


!2,I5 


A  u  s  c  u  1  u  m  ? 

Die  Zugehörigkeit  der  folgenden  Stücke  zu  Ausculum 
in  Apulien  oder  Asculum  in  Picenum  ist  völlig  unsicher, 
vgl.  Mommsen  Münzw.  S.  248.  Technisch  sind  sie  da- 
durch merkwürdig,  dass  sie  mehr  oder  weniger  alle  nach 
dem  Gusse  mit  dem  Grabstichel  bearbeitet  erscheinen; 
nichtsdestoweniger  blieben  sie  sehr  roh. 


Triens 


Blitz  von  roher  Form. 


'7634  in  Barletta  gekauft). 


Quadrans 


Derselbe  Blitz. 


Derselbe  Blitz. 


Derselbe  Blitz. 


(Pevtrignet). 


Sextans 


A 


(235/1880). 


Uncia 


A 


A 


In  der  Fabrik  von  den  vorigen  gänzlich  verschieden 
und  wohl  auch  nicht  hergehörig  ist  das  folgende  sauber 
gegossene  Stück. 

Heroldstab  mit  ganz  kurzem 
Griff. 

(28693). 

[Beide  Exemplare  stammen  aus  dem  Funde  von 
Vicarello,  dies  deutet  vielleicht  auf  eine  campanische 
Herkunft.  Der  Caduceus  hat  eine  eigene  Form,  die 
sich  ähnlich  auf  kleinen  Münzen  die  man  Eresus  zu- 
theilt  wiederfindet.  Friedlaender].  Derselbe  Caduceus 
auf  einem  Stücke  mit  glatter  Ks.  im  Gat.  of  greek  coins 
in  the  Brit.  mus.,  Italy,  S.  61   n.  50. 


3° 


i8-i8% 


i4-'4l 


13-13* 


»3 


283,50 

be- 
schädigt 


I  28,72 

be- 
schädigt 


94,05 
nicht 
gut 


67,0 


Aes  grave 

Unbestimmte  Stücke 


As 


Löwenkopf  von  vorn,  im 
Rachen  ein  Schwert  Griff 
rechts1  haltend. 


Pferdekopf  mit  Hals   1.   au 
einer  schmalen  Basis;  ober 
1.    Spuren    eines    Herold- 
stabes.    1 1 1431")  . 
Das  Stück  entspricht  dem  bei  Garrucci  Taf.  XU,  1 
abgebildeten;  als  Fundort  wird  gewöhnlich  Praeneste  an- 
gegeben. 

Semis 

Stierkopf  mit  dem  Halse  r.    Prora  i\,  im  Felde  r.  S    4684 
(der  Kopf  ist  etwas  nach 
vorn  gewendet  . 


Triens 

Eberkopf    r. ,     umher    vier 

Werthkugeln     (nur     drei         4688); 


sind  sichtbar). 


Leier 


Quadrans 


Helm   r.  mit  hohem   Busch  \  Kantharus,  von  drei  Werth- 
und herabhängenden  Sei-        kugeln      umgeben        eine 


tenklappen;     umher    drei 
Werthkugeln. 


oben,  je  eine  unten  1.  und 
r.).      Rauch  . 


■9 

I 


13 


Widderköpf  mit  I  [als  1 

oxydirt  |      her  drei  Werthkugeln 


um-    Delphinkopf  mit  Hals  L.u 

her  drei   Werthkugeln. 


Unbestimmte  Stücke 


31 


IO-I  I 

8£-ij 


to 


7~7h 
6k-7 


57,8o 


Sextans 


Verzierter  Dreizack  ohne 
Schaft.  Im  Felde  1.  und 
r.  je  eine  Werthkugel. 


Anker  (oben  und  unten  mit 
einem  Ringe  versehen) 
zwischen  zwei  Werthku- 
geln.     (28693). 


53,70 

ein 

Stuck 
fehlt 


'??■"? 


be- 
schädigt 


32,0 
25,42 


27,0 
zer- 
fressen 
22,öO 
gut 

23>57 
22>55 


Schildkröte  (von  oben  ge- 
sehen); im  Felde  1.  und 
r.  je  eine  Werthkugel. 


Schlangenkopf  (mit  Hals) 
mit  Kamm  und  Bart  r., 
auf  einer  schmalen  Basis. 
Im  Felde  1.  und  r.  je  eine 
Werthkugel. 

(4666.  28643/18). 
Die   grosse  Ähnlichkeit  der  Ks.  dieses   Stückes   mit 
der    Ks.   des  As  n.  1  spricht  sehr  für   die  Zugehörigkeit 
zu  derselben  Reihe. 


Lanzenspitze,  senkrecht;  im    Verzierter     Dreizack 
Felde  r.  !  Schaft.     (Fox). 


Lanzenspitze,  senkrecht: 
Felde  1.  ! 


Verzierter 
Schaft. 


Dreizack 
4687  . 


ohne 


ohne 


Uncia 


Keule,  senkrecht;  im  Felde 
r.  • 


Kanne    mit   einem    Henkel 
im  Felde  1.  • 


Die  Vs.  ist  wie  ein  Rund- 
schild gestaltet;  in  der 
Mitte  als  Buckel  ein  • 


Pentagramm,  in  dessen  Mitte 
•  4686.  7193  in  Agnone 
gekauft,  angeblich  in  Pie- 
trabboridante  gefunden). 

Pedum,  senkrecht;  im  Felde 
1.  •      1,4667.  28693  . 


(28693,     beide     aus     dem 
Funde  von  Vicarello). 


32 


Aes  grave 


5-6 


5-5^ 


I(J 


12,47 

be- 
schädigt 

oxydirt 


36^5 


Käfer,  von  oben  gesehen 
Traube. 


Semuncia? 

Vierblättrige    Rosette     od< 
Blume.     (4668). 


Lanzenspitze.     (4690). 


Semis 


Jo£r 


Jugendlicher  männlicher 
Kopf  von  vorn,  von  Strah- 
len umkränzt  Helios).   Im 


Felde:  1. 


r.  ein  undeut- 


liches Beizeichen  (Anker?). 


Mondsichel,  darüber  ein 
grosser  neunstrahl  iger 
Stern  |  die  Strahlen  en- 
digen in  Punkte;  auch 
zwischen  je  zwei  Strahlen 
ein  Punkt.  Unter  der 
Mondsichel  sechs  Werth- 
kugeln  (hinter  der  letzten 
Werthkugel  ein  kleines 
undeutliches  Zeichen  ?  . 
(774*5  • 

In  Potenza  erworben,  zusammen  mit  dem  folgen- 
den Stück.  —  Garrucci,  welcher  unser  Exemplar  auf 
Taf.  LXVI,  7  abbildet,  fasst  das  undeutliche  Beizeichen 
auf  der  Vs.  als  den  Buchstaben  3  auf  S.  36  n.  7  und 
theilt  desshalb  das  Stück  Velecha  zu.  Auch  Friedlaender 
hat  dieses  Stück  mit  Velecha  zusammengebracht,  und 
zwar  'des  Typus  der  Vs.  und  der  Fabrik '  wegen:  in  der 
Wiener  num'ism.  Zeitschr.  I  S.  260  vgl.  Taf.  II,  6  wies 
er  auf  die  Typenähnlichkeit  mit  der  in  Campanien  ge- 
prägten uncia  Kopf  des  Sol  von  vorn  —  Mondsichel  mit 
zwei  Sternen,  ROMA:  ebenda  Taf.  II,  5)  hin.  Die  Typen- 
ähnlichkeit der  blossen  Vs.  genügt  nicht,  dieses  schrift- 
lose Stück  Velecha  zuzutheilen;  dazu  ist  es  in  der 
Fabrik  etwas  verschieden,  auch  roher  als  die  Velcchaner 
Stücke.  —  Die  beiderseitigen  Typen  linden  sich  über- 
einstimmend auf  der  Seseuncia  von  Venusia. 


Unbestimmte  Stücke 


33 


i4>72 


r-6 


22- 

24 


4, 

4 

4-4^ 


13,10 


9,58 

7,22 
5>7/ 


Sextans 


Zwei  undeutliche  mensch- 
liche Gestalten,  wie  es 
scheint  mit  einander  rin- 
gend.   Im  Felde  1.  • 


Zwei  Mondsicheln  (Rücken 
an  Rücken),   in  jeder  ein 
Stern.     Unten  •  •      (7747, 
in  Potenza  gekauft). 
Vgl.  Garrucci  Taf.  LXVI  n.  11  — 14. 
Der  Typus   der   beiden   Ringer  kommt   ahnlich  auf 
Silbermünzen  von  Aspendus  vor. 


Uncia 


Männlicher  Kopf  1.  mit 
kurzem,  lockigem  Haar 
(äusserst  roh);  dahinter 
wie  es  scheint  • 

Garrucci  Taf.  LXVI  n. 


Breites,  gleichschenkliges 
Kreuz  von  einem  Kreise 
umschlossen,  vielleicht 
Rad.  (Rühlev. Lilienstern). 


'5- 


Triens 


Ungewisser  Gegenstand 

gleichmässig  dick,  an  den 
Enden  abgerundet,  halb- 
mondförmig gekrümmt; 
etwa  wie  eine  Niere  oder 
Bohne . 

Garrucci  Taf.  XLIV  n. 


(28693  zwei  Exemplare, 
aus  dem  Funde  von  Vica- 
rello.     5572). 


Antike  Münzen.     Bd.  III,  i. 


34 


Etruria 


Die  geprägten  Münzen 


&  3-4 


5,o8 


ETRVRIA 

Eine  tabellarische  Zusammenstellung  der  etruskischen 
Münzen  bei  Deecke  Etruskische  Forschungen  zweites 
Heft:  das  etruskische  Münzwesen). 


Cosa 

Über  die  seltenen  Münzen  von  Cosa  vgl.  Eckhel 
d.  n.  I  S.  90;  Mommsen  röm.  Münzwesen  S.  210  und  315; 
Sambon  S.  126;  Garrucci  S.  74  ff.  Ihre  Typen  entsprechen 
denen  campanischer  Münzen  mit  der  Aufschrift  ROMANO; 
sie  sind  daher  sowie  ihres  Aussehens  wegen  für  campa- 
nisch gehalten  worden,  obgleich  man  nicht  weiss  wo  diese 
Stadt  Cosa  gelegen  hat.  Garrucci  theilt  sie  dem  im  vul- 
center  Gebiet  gelegenen  Cosa  zu  und  hebt  besonders  her- 
vor, dass  sie  wiederholt  in  Etrurien  vorkommen,  in  Cam- 
panien  dagegen  nicht  gefunden  werden.  Auch  Gamurrini 
berichtet  (in  den  Notizie  degli  seavi  1888  S.  688  die 
Münzen  von  Cosa  mehrfach  in  Orbetello  gesehen  zu 
haben.   Der  Fundort  spricht  also  entschieden  für  Etrurien. 

Es  ist  darüber  gestritten  worden,  ob  auf  diesen  Mün- 
zen Cosa  oder  Co  za,  Cosano  oderCozano  zu  lesen 
ist  (vgl.  Annali  d.  Inst.  1880  S.  171  Anm.  .  Die  folgende 
Münze  ist  in  dieser  Hinsicht  besonders  werthvoll,  weil 
sie  den  fraglichen  Buchstaben  ein  Mal  in  der  Form  Z 
(also  unzweifelhaft  s)  giebt,  das  andere  Mal  als  Z  ge- 
staltet; damit  scheint  denn  doch  ausser  Zweifel  gesetzt 
zu  sein,  dass  das  Z  nichts  anderes  als  eine  etwas  unge- 
wöhnliche Form  des  2  ist.  In  der  Kaiserzeit  findet  sich 
auf  Inschriften  Z  oder  S  für  S  nicht  selten. 


A£0)  vor  dem  Kopfe  der 
Athena  1.  korinthischer 
Helm  mit  Busch  .  Im 
Felde  r.  ein  Stern.  Perl- 
kreis. 


71  AZ  O)  Gezäumter 
Pferdekopf  mit  Hals  1. 
(Fox. 


Taf.  I,  1. 

Von  ziemlich  rohem   Styl,  zumal  die  Vs. 


Peithesa 


35 


345 


2,9 

2v5 


2,6- 


2,95 
2,9 
2,35 
2,3 


Peithesa 

Den  nur  aus  den  Münzen  bekannten  Namen  Peithesa 
hat  man  auf  verschiedene  Städte  zu  beziehen  versucht; 
auch  der  Fundort  dieser  Münze  wird  verschieden  ange- 
geben, nach  Gamurrini  (vgl.  Gorssen  in  Sallet's  Zeitschr. 
f.  Numism.  III  (1876)  S.  22)  kommt  sie  einzig  und  allein 
im  Thale  der  Chiana  zwischen  Arezzo  und  Bolsena  vor. 
Vgl.  Friedlaender  in  Pinder's  und  Friedlaender1  s  Beitragen 
zur  älteren  Münzkunde  S.  165  und  Garrucci  S.  58. 

FU30I31  (r.,  abwärts'.    Eule 

mit     angelegten     Flügeln 

etwas  nach  r.,   den  Kopf 

von  vorn.     (6974). 

doch  der  Patina  nach  sicher  nicht 


Undeutlicher  Kopf  r.  (wohl 
Hermes  wie  auf  den  fol- 
genden ■. 


In  Rom  gekauft 
dort  gefunden. 

[Die  Münze  ist  in  Lanzi  Saggio  di  lingua  etrusca, 
2.  Ausg.,  II  Taf.  I,  11  abgebildet,  das  O  war  undeut- 
lich, Marchi  und  Tessieri  Supplementtaf.  cl.  III  7  haben 
seine  Abbildung  wiederholend  ein  T  aus  dem  O  ge- 
macht! —  Ein  andres  Exemplar  mit  richtiger  aber  unvoll- 
ständiger Aufschrift  in  Caronni  Viaggio  a  Tunis  Taf.  IV, 7, 
und  wiederholt  Wiczay  Katalog  I  S.  16  Nr.  320,  danach 
Mionnet  S.  I  204,  53.  Nach  Caronni:  Avellino  Giornale 
num.  I  S.  9  und  nach  Avellino  Mionnet  S.  I  204,  54, 
dies  ist  also  immer  das  eine  Caronni'sche  Exemplar. 
(Wiczay's  Katalog  nennt  linkshin ,  wras  sonst  rechts- 
ten heisst,  Mionnet  hat  dies  nicht  beachtet.  Daher  sind 
die  Beschreibungen  abweichend  von  einander).  —  Ebenso 
irrig,  dass  die  Eule  auf  einem  Blitz  stehen  soll;  es  sind 
die  Krallen  der  Eule,  siehe  Carelli  Taf.  X,  2  und  3.  Ein 
Exemplar,  ebenda  Nr.  1,  hat  die  Aufschrift  auf  der  Vs.  — 
Wiczay  Th.  I  S.  16  Nr.  321,  danach  Mionnet  S.  I  204,  55, 
hat  ein  Exemplar,  auf  dem  angeblich  die  Eule  eine  Maus 
hält  —  gewiss  auch  irrig.     Friedlaender.] 


Ebenso,  Schrift  unvollstän- 
dig.    (Fox,   2  Exemplare  . 

Ebenso,  doch  ohne  Schrift. 

(Fox). 

Eule  mit  angelegten  Flügeln 
etwas  nach  r.  (Kopf  von 
vorn);  r.  neben  den  Füssen 
*. .  (6706.  11302.  11 421. 
28706  b  . 
6706  in  Rom  gekauft,  doch  wie  die  Patina  beweist, 
gewiss  nicht  daher.     11 302  in  Florenz  erworben. 

[Obwohl  diese  Münze  nur  den  Anfangsbuchstaben  1 
hat,  lässt  doch  ihre  Ähnlichkeit  in  Fabrik  und  Typen 
mit   den   vorhergehenden   nicht  zweifeln,    dass   sie   der- 


Kopf  des  Hermes  r.  mit  ge- 
flügeltem petasus.  Perl- 
kreis. 

Ebenso. 


Lorbeerbekränzter  Kopf  des 
Apollo  r.  mit  Köcher  am 
Nacken;  vor  dem  Halse 
z-  oder  -^  .     Perlkreis. 


3* 


Etruria 


selben  Stadt  gehören.  Abgebildet  bei  Hunter  62, VIII; 
Carelli  X,  4;  Marchi - Tessieri  Supplementtaf.  cl.  III,  \ 
doch  immer  ohne  dasl  auf  der  Vorderseite.  Friedi.aev 

Sicher  ist  das  gleichschenklige  Zeichen  <  nicht,  wie 
Friedlaender  meint,  der  Anfangsbuchstabe  1,  sondern 
wahrscheinlich  das  Zahlzeichen  A.  So  steht  z.  B.  auf  der 
kleinen  etruskischen  Goldmünze  mit  der  Aufschrift  M3^ 
(abgebildet  in  Pinder's  und  Friedlaender' s  Beiträgen  zur 
älteren  Münzkunde  Taf.  V,  1)  auf  beiden  Seiten  ein  A, 
und  zwar  auf  der  Vorderseite  vor  dem  Halse  des  weib- 
lichen Kopfs  wie  auf  unseren  Münzen  von  Peithesa. 


Populonia 

Die  einseitige  Prägung  ist  eine  Eigenthümlichkeit  der  bisher  Populonia 
zugetheilten  Münzreihe.*)  Die  Rückseite  der  Gold-  und  Silberstücke  ist 
meist  glatt  ohne  irgend  welches  Zeichen;  bei  den  Silbermünzen  finden  sich 
auf  der  glatten  Fläche  öfters  Höcker,  Buckeln  und  andere  gewiss  nur  be- 
deutungslose Zeichen,  nicht  selten  erscheinen  darauf  sich  kreuzende  Linien, 
selten  bildliche  Darstellungen  (Polyp,  Keule).  Der  Umstand,  dass  sich  alle 
diese  Zeichen,  bildliche  und  bedeutungslose,  am  Schrötling  fast  immer  weit 
ausserhalb  seines  Mittelpunkts  befinden  und  daher  meist  unvollständig  aus- 
geprägt sind,  ebenso  wie  die  Thatsache,  dass  die  Rückseiten  ohne  jegliche 
Spur  eines  Perlkreises  oder  einer  Umrandung  sind,  berechtigen  zu  der  An- 
nahme, die  Rückseite  sei  nicht  besonders  geprägt  worden.  Sie  ergab  sich 
vielmehr  bei  der  regelrechten  Ausprägung  der  Vorderseite  ganz  von  selbst 
und  fiel  verschieden  aus,  je  nachdem  der  Schrötling  auf  einer  mehr  oder 
minder  glatten  oder  mit  vertieften  Zeichen  versehenen  Fläche  lag.  Beleh- 
rend sind  in  dieser  Beziehung  unser  Silberstück  n.  9,  sowie  die  im  Cat 
of  greek  coins  in  the  Brit.  mus.,  Italv,  S.  2,  ö  und  bei  Garrucci  Taf. 
LXXII,  9.10  abgebildeten  Exemplare,  auf  deren  Rückseiten  die  nächst 
dem  Rande  befindlichen  Strichtheile  gewiss  nur  die  Enden  der  kreuzähn- 
lichen Zeichen  sind,  deren  einige  mehr  oder  weniger  vollständig  zur  Aus- 
prägung kamen;  die  Unterlage  also,  auf  welcher  der  Schrötling  bei  der 
Prägung^sich  befand,  war  mit  einer  grösseren  Anzahl  solcher  Zeichen  ver- 
sehen. Ähnlich  verhält  es  sich  mit  der  im  Londoner  Catalog  Italv  S 
abgebildeten  Münze. 

Friedlaender  sprach  den  auf  Gold-,  Silber-  und  Kupferstücken  Etruriens 
meistens  als  vierstrahlige  Sterne  erscheinenden  Zeichen  jede  Bedeutung  als 
Werthzeichen  ab  (Pinder  und  Friedlaender,  Beiträge  zur  älteren  Münzkunde 
S.  176).  Doch  steht  jetzt  fest,  dass  Zahlzeichen  auf  etruskischen  Münzen 
vielfach  vorhanden  sind  vgl.  Mommsen  Gesch.  d.  röm.  Münzwesens  S.  216  f.; 
Gamurrini  im  Periodico  di  numismatica  e  sfrag.  VI  [874  S.  58  ff.;  Deecke 
Etruskische  Forschungen  II  S.  68  ff. ;  Falchi  im  Annuaire  de  la  societe 
francaise  de  numism.  et  d'archeol.  1884  S.  291  und  293  f.;  Kluecmann  im 
Bullettino  d.  Instituto   1N77  S.  [46  ff.;  Garrucci  S.  43  tl".  und  49  f.). 

Zwei  den  gewöhnlich  Populonia  zugeschriebenen  Typen  sehr  ähnliche 
Silberstücke  theilt  Falchi    a.  a.  O.  S.  302  f.    der  Stadt  Vetulonia  zu. 


*)  Vgl.    indessen    Falchi   im    Annuaire   de   la   societe   francaise   de    numism.   et    d'archeol. 
1884  S.  291  f.,  welcher  einige  Silberstiickc  mit  glatter  Ruckseite  für  Vetulonia  in  Anspruch  nimmt. 


Populonia 


37 


4*-<» 


7,8 


6,92 


3  -H4-3 

4  **4*-5i 


8,0 
8,3 


.K 


6     I<4^-5' 


8,28 


8,1 


Die  folgenden  schriftlosen  Silbermünzen  mit  dem 
Typus  der  Gorgonenmaske  werden  auf  Grund  einiger 
mit  Puplana  oder  Pupluna  bezeichneten  Exemplare 
(vgl.  Garrucci  Taf.  LXXII,  15—17  und  CXXV,  1)  der 
Stadt  Populonia  zugetheilt. 

Gorgonenmaske    von    vorn    Glatt.     (8295). 
mit  ausgestreckter  Zunge, 
um   das    Haar   ein    Band. 
Darunter   in  der  Mitte  X 
Perlkreis. 

Ebenso,  doch  ist  das  Haar  Glatt.  (Fox). 
der  Gorgo  anders  behan- 
delt; das  X  ist  hier  grösser 
und  hängt  nicht,  wie  bei 
dem  vorigen  Exemplar, 
mit  dem  Kinn  der  Gor- 
gonenmaske zusammen. 
Perlkreis. 
Taf.  I,  2. 

Sehr  schönes  Exemplar,  das  leichte  Gewicht  ist  auf- 
fallend. —  Diese  beiden  Münzen  haben  das  X  in  der  Mitte 
unter  dem  Kinn  der  Gorgo,  an  einen  »Stempelfehler« 
(Mommsen  Gesch.  d.  röm.  Münzwesens  S.  217  Anm.111) 
statt  des  an  beiden  Seiten  des  Kinns  angebrachten  XX 
anderer  Exemplare  ist  also  nicht  zu  denken;  vgl.  dazu 
Garrucci  S.  50  n.  1.  Über  die  Bezeichnung  gleicher  Nomi- 
nale durch  X  und  XX  vgl.  Garrucci  S.  43  und  49. 


Ebenso,  aber  unten  X  X 


Ebenso,  aber  unten  ox-l-xo 
Perlkreis. 


Glatt.     (4878). 
Glatt.     (7853). 


Vgl.  Eckhel  numi  veteres  anecdoti  S.  11  Taf.  I,  10 
und  1 1.    Gat.  of  greek  coins  in  the  Brit.  mus.,  Italy,  S.3,  9. 

Über  die  zu  Anfang  und  Ende  des  Werthzeichens 
befindlichen  Kreise  vgl.  die  Vermuthung  Garrucci's  S.  46 
und  50  zu  n.  8. 

Ebenso,  aber  unten  oX'.'-Xo  j  Glatt.     (28657/1). 
Perlkreis. 

Dieselbe      Gorgonenmaske,    Glatt.     (■{  \\i\ 

aber^,  wie  es  scheint,  ohne 

Diadem.         Das     Werth- 

zeichen   unter  dem  Kinn 

undeutlich,  vielleicht  eher 

A  als  X.    Perlkreis. 

Garrucci  Taf.  LXXII,  6  scheint  unserem  Exemplar 
zu  entsprechen. 


3§ 


Etruria 


M  4-5 


.K 


^4H 


^4^ 


/R4-4^ 


8,02 


8,o8 


6,39 

oxvdirt 


8,05 


R  4"        8,0 


Die  nächstfolgenden  Münzen  haben  auf  der  flachen 
Kehrseite  einzelne  Symbole  oder  undeutliche  Zeichen. 


Gorgonenmaske    von    vorn    Zwei  deutliche  Polypen,  ein 
mit  ausgestreckter  Zunge,        X  und  ein  •       1 
um    das   Haar    ein    Band 
oder    Diadem,     das     wie 
eine  Krone  aussieht.    Un- 
ten A  X     Perlkreis. 

Einen  ähnlichen  Kopfaufsatz  hat  die  Gorgo  auf 
den  bei  Garrucci  Taf.  GXXV  n.  3.  4.  6  abgebildeten  Exem- 
plaren, von  denen  die  beiden  ersten  auf  der  Ks.  ebenfalls 
Polypen  zeigen.  —  Das  1.  Werthzeichen  auf  der  Vorderseite 
ist  etwas  verwischt  und  undeutlich  geworden,  war  aber 
wohl  A;  vgl.  Garrucci  Taf.  LXXII,  7.  —  Zum  Typus  der 
Kehrseite  vgl.  Mionnet  I  S.  101,  44  und  Taf.  LXII,  10, 
vielleicht  dasselbe  Exemplar. 

Gorgonenmaske  von  vorn 
mit  ausgestreckter  Zunge, 
um  das  Haar  ein  Band; 
unten  X  X     Perlkreis. 


Ein  ziemlich  regelmässiges 
grosses  X  (an  einem  Bal- 
ken desselben  einige  ge- 
wiss bedeutungslose  Ver- 
ästelungen).     490 


Drei    grosse  X  und  an  dem 
Rande  zwei  kurze  Striche. 
(286, 
Ganz  ähnlich  Garrucci  Taf.  LXXII,9.  10. 


Seitwärts  Reste  undeutlicher 
Zeichen  (drei  parallele 
schräg    gestellte    Striche. 

(Fox). 

Auf  der  glatten  Fläche 
einige  unklare,  gewiss 
bedeutungslose     Zeichen. 

V- 

Ebenso,  aber  zwischen  den  Glatt,    doch    am  Rande   ein 

beiden  X  scheint  ein  klei-  unregelmäsi               runder 

nes  undeutliches  Zeichen  Buckel 
zu  sein. 


Ebenso,  doch  sind  die'SYerth- 
zeichen  unter  der  Maske 
nicht  ganz  deutlich    X  X  . 


Ebenso,  das  eine  Zahl- 
zeichen (r.)  nicht  aus- 
geprägt.    Perlkreis. 


Populonia 


39 


•s 


.u 


4^5 


oxydirt 


Gorgonenmaske    von    vorn  |  Glatt.     (890/1878. 
(ohne  Band  im  Haar)  mit 
ausgestreckter         Zunge; 
darunter     ein     mit     dem 
Kinn     zusammenhängen- 
des A     Perlkreis. 
Taf.  I,  3. 
[Das  Haar  der  Gorgo  ist  hier  kurz,  ähnlich  wie  bei 

der  Gorgo  auf  den  Münzen  von  Neapolis  in  Macedonien. 

Friedlaender]. 

Die  Gorgonenmaske,  lang-    Glatt.    (891/1878). 
haarig     wie     gewöhnlich, 
aber  ohne  Diadem ;  darun- 
ter MC    Perlkreis. 
Taf.  I.  4. 

Ähnlich,  doch  ohne  Werthzeichen,  das  bei  Sambon 
Taf.  III ,  3  abgebildete  Pariser  Exemplar.  Genauer  stimmt 
mit  dem  unseren  ein  Exemplar  des  British  mus.  (Gat.  of 
greek.  coins,  Italy,  S.  39(5,  2)  überein,  auf  welchem  wohl 
dieselben  Werthzeichen  sein  dürften  (nach  der  Abbil- 
dung III):  dieses  Exemplar  wiegt  etwa  2,06.  Das  bei 
Garrucci  Taf.  LXXII,  5  abgebildete  Exemplar  der  Samm- 
lung Luynes  soll  113  haben. 


Ob  die  folgenden  Silbermünzen,  zumal  die  kleinen 
(diese  sämmtlich  jüngeren  Styls),  auch  Populonia  gehö- 
ren, ist  üngewiss. 

-4',     7,41     Kopf  des  jugendlichen  Hera-    Glatt.     (Rauch.) 
^lb-  kies  von  vorn  mit  dem  Lö- 

wenfell bedeckt.  Perlkreis. 

Dieselbe  Münze  bei  Mionnet  VII  Taf.  LXH,  8  und 
Garrucci  Taf.  LXXII,  27,  falls  nicht  auf  diesen  wie  auf 
dem  Berliner  Exemplar  die  Werthzeichen  infolge  der 
unvollkommenen  Prägung  unsichtbar  sind:  vgl.  Cat.  of 
greek  coins  in  the  Brit.  mus.,  Italy,  S.  1,  1  —  3. 


16. 

*  3-34 

4,08 

1  - 

34 

3>75 

Stempel 
frisch 

Weiblicher  Kopf  r.  mit  gleich- 
massig  breitem  Diadem 
und  Ohrgehänge  dreifach 
gegliedert  ;  dahinter  X  in 
dieser  Stellung:  +).  Perl- 
kreis. 
Taf.I,  5. 


Glatt.     (Rauch.    Fox). 


40 


Etruria 


iS\M  3-44 


IQ 


21 


M 


AI 


3-4 


3-4 


23- 

24 


*3*-4i 


/R2! 


3,5 


3,4 


ab- 
genutzt 
u.  stark 
oxydirt 

3,93 


4,27 

mit 

Oxyd 


*,9 

ab- 
genutzt 


Ähnlicher  Kopf  r. ,  dahinter 
dasselbe  Werthzeichen,  so 
gestellt  X.  Einfacher  Kreis 
wie  es  scheint. 


Grosser  Polyp.     (21360 


Kopf  des  Apollo  1.  mit  Lor- 
beerkranz (drei  Blattrei- 
hen). Das  im  Felde  r.  be- 
findliche X  ist  hier  nicht 
sichtbar. 


Ebenso. 


Auf  der  glatten  Fläche  meh- 
rere unter  einander  ge- 
stellte und  allmälig  mehr 
hervortretende  schräge 
Striche;  das  Ganze  einer 
gewundenen  Keule  eini- 
germassen  ähnlich. 

Glatt.     (66'?<>  . 


Derselbe  Kopf,   aber  roher,    Glatt,  doch  beim  Rande  eine 
dahinterX  Einfacher  Kreis.        kegelförmige  Erhöhung. 

17939)- 


Ähnlicher    Kopf,     besseren 
Styls;   dahinter    +      Ein- 
facher Kreis. 
Taf.  I,  6. 


Ebenso. 


Bärtiger  Kopf  r.  mit  sehr 
schmalem  Kranz  im  Haar. 
Perlkreis. 


Glatt. 


Fox. 


Beide  Exemplare  aus  demselben  Stempel.  Ob  das  hin- 
ter dem  Kopfe  befindliche  -7  das  etruskische  Zahlzeichen 
A  ist,  oder  ob  es  die  kurzen  Bändchen  des  Kran/es  sind, 
ist  schwer  zu  sagen.  In  ähnlicher  Weise  sind  die  Spitzen 
des  Kranzes  über  der  Stirn  gebildet,  so  ^-  .  Vgl.  Cat. 
of  greek  coiris  in  the  Brit.  mus.,  halv,  S.  8,  4  WO  der 
Kranz  richtig  wiedergegeben  ist  ,  weniger  gut  Garrucci 
Taf.  LXXIIL   .2. 


Populonia 


41 


'"''-7     9,6 

oxvdirt 


'•JE  6*-7 


30     JE  6 


V  6 


m  .!•:  6^-- 


Sextans 


Kopf  des  jugendlichen  He-     IV41|"V11    unten.      Bogen, 
raklesr.,  ein  Band umgiebt        Pfeil  (die    Spitze   l.),   •  •, 


das    Haar;   am  Halse  die 
Keule.     Perlkreis. 

[2,1     Athenakopfr.  korinthischer 
10,7         Helm   mit  Busch  ;   darü- 
ber •  • 

genutzt 


9,8 
ab- 
genutzt 


Ebenso. 


7,45 

stark 
oxvdirt 


Keule  (linkshin  unter  ein- 
ander.    (Prokesch). 

AHV41V1  unten.  Eule  mit  an- 
gelegten Flügeln  r.  (Kopf 
von  vorn)  auf  zwei  Werth- 
kugeln  stehend;  l.  im 
Felde  schräg  gestellte 
Mondsichel  zwischen  zwei 
Sternen.  Einfacher  Kreis 
wie  es  scheint.  (5050. 
8199). 

Ebenso,  doch  ist  die  Schrift 
verwischt    bis    auf    HN 
(wie  es  scheint).    (6664). 


Triens 

AJ1V1  von  rechts  beginnend. 


Zange  und  Hammer  senk- 
recht     neben      einander, 


Perlkreis. 


Kopf  des  Hephaistos  (un- 
bärtig) r.,  um  den  spitzen 
Hut  Spuren  eines  Kranzes; 
hinter  dem  Kopfe  X,  vor  dazwiscl- 
der  Stirn  vielleicht  ein  • 
(oder  ist  es  eine  Locke?).  (5o(^)- 
Perlkreis. 

Wie  es  scheint  sind  auf  diesem  Exemplar  Spuren  von 
Überprägung  sichtbar.  —  Der  Spitzhut  scheint  oben  mit 
einem  Aufhängsei  versehen  zu  sein  (wie  auf  den  Münzen 

von   Aesernia).  —  Über   die  Bezeichnung    mit   X   und  2 

vgl.  Garrucci  S.  56,  7.  • 


Kranz   um   den  Hut  und 
einem  •  (oder  Locke7  vor 

der  Stirn. 


11,4  Ebenso,  nur  ist  die  Stelle 
vor  der  Stirn  schlecht 
ausgeprägt  und  der  •  nicht 
zu  sehen. 


Ebenso,  nur  ist  die  Schrift 
gänzlich  verwischt  und 
die  Werthkugeln  sind 
wenig  sichtbar.     (5052  . 


Ebenso,     die 
deutlicher. 


vier    Kugeln 
(Fox). 


9*5 

etwas 
ab- 
genutzt 


Ebenso. 


Ebenso,    nur    drei    Werth- 


kugeln sind  sichtbar. 
Fox). 
Geprägt  ist  diese  Münze  auf  ein  Exemplar  des  vorher- 
gehenden Typus  mit  Athenakopf  und  Eule.  —  Dass#  hier 
nur  drei  Kugeln  erscheinen,  hat  wohl  in  der  Über- 
prägung seinen  Grund.  Dicht  unter  der  dritten  Kugel 
tritt  der  Helm  der  Athena  hervor. 


42 


Etruria 


33 


JE 


34 


JE  6-6^ 


yE  6 


9,6 

etwas 
ab- 
genutzt 


7'V 
stark 

oxydirt 


10,3 


Kopf  des  Hermes  r.  mit  dem 


Flügelhut j   um   den   Hals 

ist  der  Mantel  geknüpft; 
hinter  dem  Kopfe  Mond- 
sichel.   Perlkreis. 


////W1V[1],      darunter      ,X. 


Diese      Aufschrift      steht 
zwischen  zwei  nach  ent- 
gegengesetzten    Richtun- 
gen    liegenden     Herold- 
stäben,   welche   am   Griff 
mit    einer    Schleife    ver- 
sehen sind.     (21352). 
Geprägt  auf  ein  Exemplar   des  Typus   mit  Athena- 
kopf  und  Eule,  von  dem  auf  der  einen  Seite  das  Profil 
der  Athena,  auf  der  anderen  die  Kugeln  unter  der  Eule 
nebst  Alf    übrig  geblieben  sind. 

Die  Werthkugeln,  welche  auf  der  Vs.  verschiedener 
Exemplare  unter  oder  neben  dem  Hermeskopf  sichtbar 
sind  ivgl.  Eckhel  numi  vet.  aneed.  I  S.  1 1  Taf.  II,  1; 
Sambon  S.  55,  83;  Garrucci  Taf.  LXXIV,  8.  9),  sind 
Reste  des  früheren  Gepräges. 

Die  Form  des  kleinen  Zeichens  neben  dem  X  ist 
nicht  ganz  sicher;  ein  Pariser  Exemplar  hat  eher  /X  und 
so  auch  die  bei  Garrucci  Taf.  LXXIV,  8.  9  abgebildeten 
Exemplare.  Seine  Bedeutung  ist  unklar;  "vgl.  was  Gar- 
rucci S.  56  darüber  vermuthet. 


Ebenso,  doch  schlecht  aus- 
geprägt, daher  die  Mond- 
sichel nicht  sichtbar. 


Ebenso,  nurdassdie  Herold- 
stäbe  hier   in  umgekehr- 
ter Richtung  liegen.    Von 
der    SchrilV   ist   I,   VnI1V[1] 
\ 
•  sichtbar.     (8200). 
Auch  dieses  Exemplar  ist  auf  den  Typus  mit  Athena - 
köpf  geprägt. 


Vetulonia 


("her  die  Münzen  von  Vetulonia  vgl.  besonders  Falchi 
Vetulonia  et  ses   monnaies   im   Annuaire   de    la   societe 
francaisc   de    numismatique    et  d'archeologie    [884    S 
—  209,  281  —  311,   1885  S.  5  —  39. 


Grosser  aufgerichteter  Drei- 
zack   ohne  Griff,    des 
äussere  Zinken    mit   zwei 
abwärts   gerichteten    Del- 

Ehinen    ornamental    ver- 
unden  sind.     L.  und  r.  je 
ein    •      Einfacher    Kreis. 

Dieses  Exemplar  ist  bei  Pinder  und  Friedländer.  Bei- 
träge   zur    älteren    Münzkunde    auf  Taf.  V,  4   abgebildet 


4t  A3  (1.,  abwärts)  und  N 
vorder  Stirn.  .lugendlicher 
Kopf  r.  mit  einem  Thierfell 
bedeckt,  welches  eher  ein 
Wolfsfell  zu  sein  scheint 
als  das  eines  I. öwen;  unter 
dem   Halse  •  •     Perlkreis. 


Vetulonk 


43 


JE  6 


JE  6- 


IO,2 


I  1,0 

10,75 


8,25 
oxvdirt 


v'-4     6,5 


und  S.  164  besprochen.  Friedländer  liest,  gestützt  auf 
das  sehr  styllos  und  fehlerhaft  bei  Carelli  Taf.  IX,  8  ab- 
gebildete Exemplar,  HVJtfl^;  Corssen  dagegen  (in  Sallet's 
Zeitschrift  f.  Numisrn.  III  (1876)  S.  9  und  10)  möchte  die 
Schrift  Vatl(una),  Ui(pis)  d.  h.  Vetulonia,  Vibius 
deuten. 

Über  den  mit  einem  Thierfell  bedeckten  Kopf  handelt 
Falchi  im  Annuaire  1884  S.  288. 

Ebenso  -von  der  Schrift  ist  j  Ebenso.     (363/1885 
nur  >ltfl3  zu  sehen  . 

Taf.  1,7. 

In  Colonna  unweit  Grosseto  gefunden,  wo  diese 
Münze  häufig  vorkommt;  vgl.  Falchi  im  Bull.  d.  Inst. 
1884  S.  29  ff. 

Ebenso,     mit 
Schrift. 


undeutlicher    Ebenso.    Rauch.  Fox.  5435). 


Derselbe  Dreizack,  dieselbe 
Werthbezeichnung.  Ein- 
facher Kreis.     (Rauch). 


Jugendlicher  Kopf  r.  mit  ei- 
nem Thierfell  bedeckt,  das 
mit  einer  kammartigen 
Mähne  versehen  ist  (ähn- 
lich gebildet  wie  bei  dem 
Greift.  Dahinter  *  Perl- 
kreis. 

Diese  Münze  ist  von  sehr  roher  Arbeit.  —  Vgl.  Cat. 

of  greek  coins  in  the  Brit.  mus.,  Italy,  S.  14,  1.3. 


F?3    mit  kleinen,  ziemlich 
verwischten    Buchstaben) 
unter    demselben    Kopfe. 
Perlkreis  wie  es  scheint. 
Von   zierlicher  Arbeit.  --  Auf   einem   Exemplar  in 


Derselbe  Dreizack,  doch 
ohne  Werthkugeln.  Ein- 
facher Kreis.     (Rauch). 


44 


Etruria 


M  6-8 


■2.3 


4-5 


y?\ 


'6,33 

oxydirt 


8,4 
6,65 

(dieses 
Kx.  stark 
oxydirt) 

8,9 

etwas 
verletzt 


Florenz  ist  die  Beischrift  VTfl^  (Abdruck  in  Berlin;  vgl. 
Corssen  in  Sallet's  Zeitschr.  f.  Numism.  III  iiSjG)    - 
Nach  Falchi  (Annuaire  1884   S.  290)   ist  der  Kopf  »cou- 
verte  d'ecailles  de  poissons«. 


Unbestimmte  Münzen  Etruriens 

Löwe  mit  geöffnetem  Rachen  I  Glatt.  (Fox  . 
und  ausgestreckter  Zunge 
1. ,  im  Begriff  etwas  zu 
packen  oder  zu  verzehren ; 
der  Schwanz  endigt  in  ei- 
nen grossen  züngelnden 
Schlangenkopf  mit  Bart 
und  Kamm.  Der  Strich, 
welcher  den  Abschnitt  bil- 
det, besteht  aus  einem  Perl- 
stabe zwischen  zwei  ein- 
fachen Linien.  Perlkreis. 
Taf.  I,  8. 

Fox  unedited  or  rare  greek  coins  S.  9,  4  und  Taf.  I,  4. 
Vgl.    Cat.   of  greek   coins   in   the   Brit.    mus. ,    Italy, 
S.  7,  1   mit  Schriftspuren  auf  der  sonst  glatten  Kehrseite. 
welche  von  Garrucci  S.44  und  48  n.  15  »^031/1  (Nethu 
gelesen  werden. 

Der  Löwe  soll  nach  dem  Londoner  Catalog  mit 
einem  Hörn  versehen  sein  (?];  unser,  sowie  das  bei  Gar- 
rucci Taf.  LXXI,  16  abgebildete  Florentiner  Exemplar 
haben  übereinstimmend  einen  alterthümlich  stylisirten 
Löwen  mit  dem  oben  beschriebenen  Schweif.  Ob  dieses 
Mischwesen  Chimaira  genannt  werden  kann,  bleiin  zwei- 
felhaft, da  jede  Andeutung  der  Ziege  fehlt. 


Die  zu  der  folgenden  Reihe   Rad  —  Anker  und   Rad 
Doppelbeil   gehörigen  gegossenen  Stücke  s.  oben  S.  _j.tl". 


Rad  mit  sechs  Speichen,  zwi 
sehen  zwei  derselben  • 


Ebenso. 


Uncia 

Anker,  oben  und  unten  mit 
einem  Ringe  versehen; 
l.«,r.D  Perikreis.  Fried- 
Länder.    Rauch  . 


Derselbe    Typus;    1.    •,    r.   ^ 
Perlkreis.       Fox.  31  | 


Vgl.    Cat.    of  greek    coins    in    the    Brit.    mus..    Ital 
S.  23,  3  und  4. 


Unbestimmte  Münzen 


45 


JE5 

«,75 

JE  5-6 

5 

8,15 

^5 

6,8 

stark 

zer- 

fressen 

&3k 

4,5 

4,85 

^3-3^ 

etwas 

ab- 

genutzt 

.  E  i  o-  1 1 

3',7 

sehr 

stark 

oxydirt 

und[  be- 

schädigt 

Rad  mit  sechs  Speichen; 
zwischen  denselben  in 
einem  Zwischenräume  • 
und  in  dem  zweitfolgen- 
den vielleicht  3 

Rad  mit  sechs  Speichen, 
zwischen  zwei  derselben  • 


Rad     mit    sechs    Speichen, 
zwischen  zwei  derselben  • 


Doppelbeil  ohne   den  Stiel, 
1.     • ,     r.     ).        Perlkreis. 

(5409)- 


Doppelbeil  ohne  den  Stiel; 
1.  •,  r.  ).  Perlkreis.  (Ohne 
Bezeichnung.     Rauch). 

Doppelbeil  ohne  den  Stiel, 
1.  •  ,  r.  3.     Perlkreis. 


Vgl.   Cat.   of  greek   coins   in   the    Brit.    mus.,   Italy, 
S-  19,  5- 

Semuncia 

Rad-  mit  sechs  Speichen.        Doppelbeil  ohne  den  Stiel,  r. 

3.  Einfacher  Kreis.  (Ohne 
Bezeichnung.     Rauch). 
Vgl.   Cat.   of  greek   coins   in   the   Brit.   mus.,   Italy, 

S.  19,9. 


Ebenso. 


Ebenso,  aber  r.  V     (Fox). 


Vgl.  Cat.  of  greek  coins  in  the  Brit.  mus.,  Italy, 
S.  19,  11,  doch  hat  das  Doppelbeil  auf  unserem  Exemplar 
keinen  Stiel. 


Zu  den  folgenden  Stücken   mit   ineusen  Typen    auf 
der  Ks.  vgl.  Garrucci  Taf.  LXXV,  1  — 10. 


Infolge  der  Oxydirung  un- 
kenntlich gewordener  ver- 
tiefter Typus.      Rauch). 


Bärtiger,    bekränzter    Kopf 

r.,     dahinter      )lc.        Das 

Ganze     war    von    einem 

Kranze  umgeben,  von  dem 

nur  noch  geringe  Spuren 

sichtbar  sind. 

Der  bärtige  Kopf  der  Vorderseite  hat  die  grösste 
Ähnlichkeit  mit  dem  Kopfe  auf  den  kleinen  Silberstücken 
S.  40  n.  23.24;  es  könnte  wohl  Poseidon  sein.  Über  das 
We'rthzeichen  3IC  —  100  vgl.  Gamurrini  im  Periodico  di 
numismatica  e  sfrag.  VI  1874  S.  62  Anm.  2.  —  Auf  der 
Kehrseite  war  ein  Seepferd  r.  dargestellt,  vgl.  Garrucci 
Taf.  LXXV,  1. 

[Zwei  verwandte  Münzen  sind  in  Diamilla  memorie 
numismatiche    Heft  I    S.  9   Taf.  I,   1    und    Heft   II    S.  45 


46 


Etruria 


'4 


JE  6- 


■5 


JE  6 


">5 

ziem- 
lich   ab- 
genutzt 


H> 


2,5 


Taf.  IV,  2  publiciert,  sie  haben  auch  >l«:  und  die  eine  hat 
auf  der  Kehrseite  ein  Seepferd,  vertieft,  welches  der 
Herausgeber  nicht  erkannt  hat;  ich  habe  die  Münze  in 
Rom  gesehen.  Herkunft  und  Fabrik  zeugen  dafür ,  dass 
diese  Stücke  etruskisch  sind.  Auch  in  Micali's  monu- 
menti  per  servire  alla  storia  degli  antichi  popoli  italiani, 
1832,  Taf.  CXV,  9,  10,  13  sind  drei  verwandte  Münzen 
abgebildet;  sie  haben  neben  den  Köpfen  XX  und  X,  und 
zwei  von  ihnen  haben  einen  ebenfalls  vertieften  Adler 
auf  der  Kehrseite.     FriedlaenderI 


Jugendlicher  weiblicher    Hahn  1.  stehend,  vertieft.  Um- 

Kopf (wohl  Athena)  r.  mit        her,  erhoben  aus  vertieftem 
enganliegendem         Helm        Grunde,  ein  Kranz, 
(ohne  Busch),  um  den  Hals        (Rauch. 
eine   Schnur  (1.  am  End- 
punkt derselben  das  Zei- 
chen >,  welches  hier  wohl 
als  Schleife  der  Schnur  auf- 
zufassen  sein  wird),    vor 
dem  Kopfe  AXX.  Einfacher 
Kreis. 
An  der  Stirn  des  behelmten  Kopfs  ist  wie  es  scheint 

ein  Zeichen  eingepresst  (oder  eine  zufällige  Verletzung7  . 

Ein  gleiches  undeutliches  und  stark  angefressenes  Exem- 
plar.    (500/1871). 

[Der  Schrötling  hat  bei  beiden  Exemplaren  im  Durch- 
schnitt die  F'orm  c=> .  —  Das  erste  Exemplar  hat  der 
frühere  Besitzer  in  den  Mittheilungen  d.  numism.  Gesell- 
schaft in  Berlin  Heft  I  S.  16,  Taf.  I,  2  als  Münze  von 
Kroton  publiciert.     Friedlaender.] 


Jugendlicher,  wohl  weibli- 
cher Kopf  r.  mit  eigen- 
thümlich  geordnetem 

Haar:  davor  (\\  d.  h.  t.\). 
Perlkreis  von  einem  Kran- 
ze umgeben. 

Taf.  I,o. 

Das  Exemplar   des  Museum  Fontana     Sestini  descr. 
di  medaglie  gr.  del  museo  Fontana  III  Taf.  I,  t).  —  Ähnlich 


Auf  einem  etwas  convexen 
Schild  ein  vertieftes  Rad  ?) 
von  sechs  Speiehen  oder 
sechsstrahliger  Stern). 

(Rauch  . 


Unbestimmte  Münzen 


47 


JE  4 


24-  JE  2^-3 
27 


5>!5 

6,9 

4,45 
5,65 

5>95 

6,25 

1,85 
2,65 


der  jugendliche  Kopf  auf  den  kleinen  Populonia  zuge- 
theilten  Silberstücken  im  Gat.  of  greek  coins  in  the  Brit. 
mus.,  Italy.  S.  4,  18  und  22,  auf  letzterem  dasselbe  Werth- 
zeichen  wie  auf  unserer  Kupfermünze. 


Zu  den  folgenden  Münzen  mit  Elephant  und  Spitz- 
hund bemerkt  Friedlaender  folgendes.  »Mionnet  S.  I 
S.  208,  76.  jj  hielt  die  Buchstaben  für  phönizische  und 
glaubte  die  Münzen  in  Afrika  geprägt.  Sestini  sagt  in  der 
Lettera  all'  estensore  del  catalogus  musei  Regis  Daniae, 
Seite  3,  sie  würden  bei  Arezzo,  Cortona,  am  trasimeni- 
schen  See  gefunden.  Wenn  das  nur  sicher  wäre!  Einige 
habe  ich  in  Campanien  gesehen,  viele  nicht;  der  Fabrik 
nach  würde  man  sie  eher  für  campanisch  als  etruskisch 
halten,  doch  sind  die  Münzen  von  Tuder  ihnen  ähnlich.« 

Garrucci  S.  46  glaubt,  dass  die  Münzen  mit  dem 
Elephanten  zur  Zeit  des  Pyrrhus  geprägt  wurden. 


Mohrenkopf  r.,  dahinter  W\ 
Perlkreis. 


Mohrenkopf  r.     Perlkreis. 


Taf.  I,  10. 


Ebenso. 


Elephant  r.  stehend,  mit  einer 
Glocke  am  Halse;  unter 
dem  Bauche  Wl  Perlkreis. 
(5410). 

Ebenso,  aber  hier  W\  (der 
Perlkreis    nicht  sichtbar). 

(6673). 


Ebenso,     aber    unter    dem 


Bauche  des  Elephanten  /V\ 
(Fox). 

Vgl.   Gat.   of  greek   coins   in   the   Brit.   mus.,    Italy, 
S.  15,  19. 


Ebenso. 

Ebenso. 

Ebenso. 
Ebenso. 


Ebenso,    doch    unter    dem 
Bauche  3     (Fox). 

Ebenso,  aber  hier  )     Perl- 
kreis.    (8851). 

Ebenso,  doch  hier  )     (Fox). 

Ebenso  (der  Buchstabe  hier 
zerstört).     (45 1 2). 


Kopf  des  jugendlichen  He- 
rakles r.  mit  dem  Löwen- 
fell bedeckt.     Perlkreis. 


Spitzhund  nach  1.  laufend, 
unter  seinem  Bauche  M 
Perlkreis.       ( 5408.     6784. 


Rauch.     Fox. 
Ob  auf  der  Vs.  wirklich  der  Kopf  des  Herakles  mit 
dem  Löwenfell  dargestellt  ist,  kann  bezweifelt  werden; 


48 


Umbria 


vielleicht  hat  Garrucci  S.  59,  8  — 10  Recht,  wenn  er  den 
Kopf  als  'testa  giovanile  coperta  della  pelle  di  cane 
pomerano,  la  cui  figura  e  rappresentata  al  riverso  in 
atto  di  correre'  bezeichnet.  Unsere  Exemplare  sind  alle 
nicht  gut  genug  erhalten,  um  sicher  urtheilen  zu  können. 
Ein  laufender  Spitzhund  findet  sich  als  Typus  der 
Ks.  auch  auf  der  bekannten  etruskischen  Goldmünze  mit 
dem  Namen  velsu. 


JE  3         3,2      Kopf  des  jugendlichen  He- 
rakles r.  mit  dem  Löwen- 
fell bedeckt.     Perlkreis. 
Vgl.  Sambon  S.  55,  77. 


Spitzhund  nach  1.  laufend, 
unter  dem  Bauche  }  Perl- 
kreis. 


VMBRIA 


Ariminum 


Über  die  Münzen  von  Ariminum  vgl.  Garrucci 
Die  gegossenen  Stücke  s.  oben  unter  aes  grave  S.  7. 


I  4^  6,25  Bärtiger  Kopf  des  Hephais- 
tos?)  1.  mit  langem  Haar 
und  bekränztem  Spitzhut. 
Um  den  Hals  Theil  des 
vorn  geknüpften  Gewan- 
des.    Perlkreis. 


ARIM  im  Abschnitt.  Galli- 
scher Krieger  nach  1.  weit 
ausschreitend,  am  1.  Arm 
einen  grossen  länglichen 
Schild,  welcher  fast  den 
ganzen  Körper  verdeckt 
und  unter  welchem  vorn 
das  in  der  einen  Hand 
geführte  Schwert  schräge 
Stellung),  hinten  die 
Scheide  desselben  vor- 
ragt. Auf  dem  Schilde  ein 
Buckel,  welcher  beider- 
seits in  eine  gerade  Linie 
ausläuft.   Perlkreis.    4981 


JE 


b^b 


Ebenso. 


Ebenso,  nur  hat  auf  diesem 
Exemplar  der  Krieger 
ganz  sicher  einen  torquis 
um  den   Hals.      t'>ry)  . 


Ariminum.     Tuder 


49 


&  4 

4-5 


4,65 

oxydirt 


5,6 

ab- 
genutzt 


ab- 
genutzt 


Ebenso.  Ebenso,  nur  ist  keine  Schrift 

sichtbar.    Auf  dem  einen 
Exemplar  hat  der  Krieger 
sehr  deutlich  ausgedrück- 
tes langes  Haar. 
(B.  Friedlaender.     Fox). 

ARIMN  im  Abschnitt.  Gal- 
lischer Krieger  wie  bei 
den  vorigen,  doch  mehr 
vorn  übergebeugt.  Das 
Schwert  hat  horizontale 
Lage,  auf  dem  Schild 
kein  Buckel.  Perlkreis. 
(Rauch). 

Ebenso.  Ebenso,    doch   ist  von   der 

Schrift     nur     ARI/W////     zu 
sehen.     (Fox). 

[Eckhel  beschreibt  in  der  doctrina  den  Krieger  als 
behelmt,  allein  dies  ist  er  nach  den  vorliegenden  (und 
anderen  genau  beschriebenen)  Exemplaren  nicht.  Er  trägt 
nur  das  Haar  lang  wie  die  Köpfe  auf  den  Stücken  des 
aes  grave  bei  Marchi  und  Tessieri  cl.  IV  Taf.  1:  diese 
haben  ebenfalls  den  torques  und  auf  den  Kehrseiten  ist 
das  Schwert  mit  der  Scheide  und  der  grosse  Schild  dar- 
gestellt.    Friedlaender]. 

Auf  gut  erhaltenen  Exemplaren  sind  die  Beine  des 
gallischen  Kriegers  sicher  nackt. 

Irrthümlich  wird  in  Mommsen's  Münzwesen  die  nach 
einer  Notiz  Borghesi's  auf  einem  Exemplar  erschei- 
nende merkwürdige  Abweichung  'unter  der  r.  Achsel 
(des  Kriegers)  ein  längeres  und  ein  kürzeres  Schwert' 
als  Typus  für  alle  Münzen  Ariminum's  gegeben.  Weder 
unsere  noch  andere  bekannte  Exemplare  dieser  nicht 
sehr  seltenen  Münze  zeigen  die  von  Borghesi  beobachtete 
Variante,  welche  möglicherweise  nur  einem  Doppel- 
schlag ihre  Entstehung  verdankt. 


Tuder 


Tuder  hat   ausser   den  beiden  folgenden   und  einer 

dritten  Erzmünze  (vgl.  darüber  besonders  Garrucci  S.  58, 16 

und  Taf.  LXXV,  16)  nur  gegossene  Stücke  (vgl.  oben  unter 

!  aes  grave   S.  8 ff.),   denn    die   Silbermünzen   bei   Passeri 

1  pict.   Etruscorum   in   vasc.  III  S.  LXXVIII,   danach  von 

;  Eckhel  und  Mionnet  zweifelnd  angeführt,   und   die  bei 

1  Mionnet  I  S.  104,   65    beschriebene,    sind   gewiss  falsch. 

Letztere  ist  ein  Abguss  der  Kupfermünze. 


Antike  Münzen.    Bd.  III,  1. 


SO 


Picenum.    Latium 


1-4  iE  3I-4 


5.6 


7.8 


JE  4 


.]■: 


2^-3 


3-4 


JE  4 

4', 


3,7 
3>9 
3.95 
3& 


3,6 

3,9 


,,85 
1,8 


&  4k'5     9,95 


Kopf  des  bärtigen  Silen 
(ohne  Hals)  r.  mit  herab- 
hängenden Thierohren 
(wie  es  scheint  Schweins- 
ohren) ,  epheubekränzt. 
Perlkreis. 


303+V+  (abwärts)  vor  einem 
Adler  mit   ausgebreiteten 
Flügeln  1.  Perlkreis. 
(Begerthes.  Brand. III  S.57. 
5266.   Rauch.  Fox). 


Das  e  ist  bald  ^  bald  ^  geformt.  —  Was  einige  für 
eine  Werthkugel  vor  dem  Kopfe  des  Silen  gehalten  haben, 
ist  nichts  anderes  als  eine  Epheutraube,  welche  von  dem 
Kranze  über  die  Stirn  hinausragt,  wie  das  auch  richtig 
von  Garrucci  S.  58,  17  hervorgehoben  wird. 


Ebenso,  doch  sind  Bart  und 
Haar  freier  behandelt,  die 
Arbeit  schöner. 

Taf.  I,  n. 


Ebenso.     (901 1 
laender). 


B.  Fried- 


Kopf  des  jugendlichen  Pan 
mit  Ziegenohren  und 
Ziegenhörnern  r.  Perl- 
kreis. 


303tV+  (in  umgekehrter 
Stellung  unter  einem  Füll- 
horn, aus  welchem  Ähren 
und  Trauben  herabhän- 
gen. Perlkreis.  (5542.81 

Vgl.  Garrucci  Taf.  LXXV,  18  und  S.  58. 
Dem    Gewicht    nach    ist    dieses    das   Halbstück    der 
voraufgehenden  Münze. 


PICENVM 


Ancona 


Über    den    Münztypus    von    Ancona    vgl.    Garrucci 
S.  76,  27. 


oxvdiit 


Weiblicher  Kopf  r.  mit 
Lorbeerkranz  und  Ohr- 
gehänge; am  Halse  etwas 
Gewand.  Hinter  dem 
Halse  M     Perlkreis. 


Ebenso,  nur  ist  das  M  nicht 
zu  sehen. 


ATKftN  unter  einem  im 
rechten  Winkel  gebogenen 
r.  Arm,  die  Hand  hält 
einen  grossen  Palmzweig. 
Im  Felde  zwei  achtstrah- 
lige  Sterne.    [497 

Ebenso.     (8662.     F< 


Das   bei   Garrucci   Taf.  I  XXXII ,  27    vom    Haarzopf 

des  weiblichen  Kopfes  herabilatternde  Band  ist  auf  keinem 
unserer  Exemplare  sichtbar. 


Alba.    Aquinum 


5* 


LATIVM 


M 


1,18 


0,42 

oxvdirt 

und    ein 

Stuck 

ausge- 
brochen 


4-4,     0,07 

oxvdirt 

0,50 

6v5 


4      JE 


Alba  Fucens 
Über  die  Münzen  von  Alba  vgl.  Garrucci  S.  73. 


Kopf      des      Hermes      mit 
grossem  Flügelhut  r. 


AUBA  unter  einem  r.  ren- 
nenden Greif.  (4856. 
Gansauge). 


Beide  Exemplare  aus  demselben  Stempel. 

Taf.  I,i2. 

Diese  Münze  ist  verhältnissmässig  sehr  dünn  und  so 
geprägt,  dass  die  Vorderseite  convex,  die  Rückseite 
stark  concav  ist.  —  Die  Arbeit  ist  nachlässig,  zumal  der 
Hermeskopf  unschön.  —  Vgl.  Fiorelli  osserv.  sopra 
talune  monete  rare  Taf.  Li;  Mionnet  I  S.  106,  78  (kleiner); 
Cat.  of  greek  coins  in  the  Brit.  mus.,  Italy,  S.  44. 


Athenakopf  r.  (korinthischer    AUBA  (1:,  abwärts).  Adler  mit 
Helm  mit  Busch).  angelegten  Flügeln  r.  auf 

einem  Blitz  stehend  und 
den  Kopf  zurückwendend. 
(Rauch). 

Auch  diese  Münze  ist  sehr  dünn  und  auf  der  Kehr- 
seite stark  vertieft. 


Die  kleine  Silbermünze  mit  'Athenakopf  r.  —  Adler 
mit  ausgebreiteten  Flügeln  r.  auf  dem  Blitz  stehend'  (Gar- 
rucci Taf.  LXXXII,  18)  s.  unter  den  unbestimmten  ita- 
lischen Münzen. 


Aquinum 


Athenakopf  1.  (korinthischer    AQVI NO     r.,    in   einer  ge- 


Helm    mit     Busch)     mit 
langem,  in  der  Mitte  ge-  | 
knüpftem  Haarzopf.  Perl 
kreis. 


5,90     Ebenso. 

oxvdirt 


schwungenen  Zeile  ab- 
wärts :.  Hahn  r. ;  1.  im 
Felde  ein  grosser  acht- 
strahliger  Stern.  Perlkreis. 
(7251.  Begerthes.  Brand.  I 
S.  357.     Fox'. 

ACVINO  (r.,  in  einer  geraden 
Zeile  aufwärts) ,  sonst 
ebenso.      Rauch, 


Latium.    Samnium 


.R 


AI   xk 


Ai  ih 


o>54 


o,55 

ein 

Stück 
ausge- 
brochen 


D,Ö2 


S  i  gn  i  a 

Kopf  des  Hermes  mit  dem    SEIC  unten.    Bärtige  Silen 


Flügelhut  r. ;  unten  am 
Halse  ungewiss  ob  Theil 
des  Gewandes  oder  etwas 
anderes,  davor  der  Herold- 
stab. 


maske  1.  und  Eberkopf  r. 
mit  einander  verbunden. 
(6973)- 


Auf  der  Kehrseite  befinden  sich  unter  dem  Eber- 
kopfe zwei  gerade  Striche,  welche  wohl  den  in  den 
folgenden  Exemplaren  dargestellten  Vorderlauf  aus- 
drücken sollen. 


Ebenso. 


Ebenso. 


SEIC  unter  demselben  Ty- 
pus; doch  ist  hier  unter 
dem  Eberkopf  ein  Vorder- 
lauf dargestellt.      Rauch  . 

5EIC  ,  sonst  ebenso.      1 


Ein  von  Capranesi  (Ann.  d.  Inst.  1840  S.  207  und 
tav.  d'agg.  P,  2  bekannt  gemachtes  Exemplar,  sowie 
die  Londoner  (Gat.  ofgreek  coins  in  the  Brit.  mus. ,  Italv, 
S.  44)  und  die  von  Garrucci  S.  73  erwähnten  haben 
unter  dem  Halse  des  Hermes  einen  kleinen  Delphin; 
unsere  drei  Exemplare  zeigen  an  jener  Stelle  etwas  un- 
deutliches, das  im  ersten  und  dritten  allenfalls  für  einen 
Delphin  gehalten  werden  könnte,  im  zweiten  aber  eher 
ein  Theil  des  am  Halse  geknüpften  Gewandes  sein  dürfte. 

Der  nur  von  Garrucci  a.  a.  O.  im  Felde  der  Kehrseite 
bemerkte  Buchstabe  A  (nach  der  Abbildung  auf 
Taf.  LXXXII,  20  vielmehr  eine  Art  Pfeilspitze  <segno 
monetale  di  minutissimo  carattere  e  pero  omesso  finora 
perche  non  veduto'  ist  auf  dem  einen  unserer  drei 
Exemplare  sicher  nicht  vorhanden;  das  /weite  ist  an 
jener  Stelle  nicht  gut  ausgeprägt;  auf  dem  dritten  vor- 
züglich erhaltenen  Exemplar  ist  das  kleine  Zeichen  vor- 
handen, aber  sicher  kein  A.  Es  scheint  vielmehr  ein 
bedeutungsloses  Zeichen  zu  sein,  das  zufällig  in  den 
Stempel  gekommen  ist  vgl.  Sallet's  Ztschr.  für  Numism. 
XIV  1886  S.  [i 


Aesernia 


53 


SAMNIVM 
Aesernia 


6,8 1 


^  4^-5 


y-  4^ 


JE  4^-5 


iE  44 


6,8 1 
6,44 


6,i 


>'5 


t),4o 


6,18 


5,65 


A^ERNIO  vor  dem  Kopfe  Adler 
der  Athena  1.  {korinthischer 
Helm]  mit  langem,  in  der 
Mitte  geknüpftem  Haar- 
zopf; zwischen  Hals  und 
Helmbusch  eine  kleine 
Keule    aufwärts). 


mit  ausgespannten 
Flügeln  r.,  auf  eine  grosse, 
mehrfach  gewundene 

Schlange  tretend.      Perl- 
kreis.    (4977). 


Ebenso,  doch  ist  die  Schrift  i  Ebenso, 
nicht  lesbar. 


Peytrignet.    Fox). 


Gewiss  irrthümlich  giebt  Sambon  S.  188,  3  als  Auf- 
schrift dieses  Münztypus  AISERNINO  an. 

Über  die  Form  Aisernio  vgl.  Friedländer  osk. 
Münzen  S.  24. 


Stier  mit  bärtigem  Menschen- 
gesicht (von  vorn)  r.  schrei- 
tend, von  der  darüber 
schwebenden  Nike  be- 
kränzt; unter  seinem  Bau- 
che N  (Beger  thes.  Br.  I 
S.  356). 

Ebenso,  doch  unter  dem 
Bauche  des  Stiers  T  (Fox). 

Vgl.  Mionnet  S.  I  S.  224,  186.     Gat.  of  greek  coins 
in  the  Brit.  mus. ,  Italy,  S.  6j,  5.     Garrucci  Taf.  XG,  24. 


AREKNINo  vor  dem  lorbeer- 
bekränzten Kopfe  des  A- 
pollo  1. ,  dahinter  Penta- 
gramm. 


Ebenso.     Perlkreis. 


Apollokopf  1. ,  lorbeerbe- 
kränzt; dahinter  kleiner 
länglicher  Schild.  Perl- 
kreis. 


ASERNINO  (so)  im  Abschnitt. 
Stier  mit  bärtigem  Men- 
schengesicht (von  vorn  r. 
schreitend,  von  der  darü- 
ber schwebenden  Nike 
bekränzt;  unter  seinem 
Bauche  1^    (5233V 

Das  sonst  mit  dem  unsrigen  völlig  übereinstimmende 
Exemplar  bei  Mionnet   S.  I  S.  224,  187  hat  AISERNINO. 

Ebenso.  [AJISERNIo      im     Abschnitt. 

DerselbeTypus,  unter  dem 
Bauche  des  Stiers  nichts. 
(Gansauge). 


54 


Samnium 


i  1- 
i'6 


JEtf-S 

7v»> 

M  4| 

7o8 

iE5 

7.43 

«  4H 

7;32 

7,4' 

7,3° 

7,42 

6,8o 

be- 

schädigt 

6,98 

VOUCANO[Ml  vor  dem  Kopfe 
des  jugendlichen  Hephais- 
tos  r.  mit  bekränztem 
Spitzhut,  welcher  oben 
einen  Aufhängsei  hat;  da- 
hinter eine  grosse  Zange. 
Perlkreis. 

VOUCANOM  vor  dem  hier 
1.  gewandten  Kopfe  des 
jugendlichen  Hephaistos 
mit  bekränztem  Spitzhut, 
welcher  oben  einen  Auf- 
hangsei hat;  dahinter 
grosse  Zange.     Perlkreis. 

Ebenso,  doch  hat  der  Spitz- 
hut unten  einen  verzierten 
Rand. 


[AI]SERNI»  im  Abschnitt. 
Zeus  im  Zwiegespann  r., 
mit  der  L.  die  Zügel  hal- 
tend, in  der  erhobenen 
R.  den  Blitz.  (B.  Fried- 
lander). 


[AI  $]ERN /////////   im    Abschnitt, 
sonst  ebenso.     (Arditi . 


[AI$E]RNI[NO]  im  Abschnitt, 
sonst  ebenso.      Fox  . 


Auf  diesen  drei  Münzen  sind  die  Rosse  des  Zwie- 
gespanns  viel  bewegter  (fast  sich  bäumend)  dargestellt 
als  bei  den  folgenden  Typen. 


VOKANOM  vor  dem  1.  ge- 
wandten Kopfe  des  ju- 
gendlichen Hephaistos  mit 
bekränztem  Spitzhut,  wel- 
cher oben  einen  Aufhang- 
sei hat.  Dahinter  grosse 
Zange.     Perlkreis. 


AISERNINO  im  Abschnitt. 
Zeus  im  Zwiegespann  r., 
mit  der  L.  die  Zügel  hal- 
tend, in  der  erhobenen 
R.  den  Blitz.  Über  den 
Rossen  schwebt  r.  eine 
kleine  geflügelte  Figur 
einen  Kranz  haltend. 
(5094.  Fox.  B.  Friedländer, 
\.  1327.  Gansau 
Taf.  1,13. 

Die    Schrift    ist    nicht    auf  allen    sechs   Exemplaren 
vollständig  ausgeprägt;  doch  sind  sie  gewiss  identisch. 

Auf   einigen    Exemplaren    hat    der    Spitzhut    unten 
einen  verzierten  Rand. 

Die   kleine   Figur  über   den   Rossen    wird    überein- 
stimmend als  Nike  bezeichnet  (vgl.  Mionnet  I  S.  i<>; 
Sambon  S.  188, 1;  Gat.  of  greek  coins  in  the  Brit.  mus.,  Italy, 
S.67,  1;  Garrucci  S.  99  n.  20).    Auf  zwei  Exemplaren  un- 
serer Sammlung  jedoch  scheint  dieselbe  nackt  zu  seil 
auch  bei  Garrucci  Taf.  XC,  20    und  sieht  eher  wie  \ 
aus:  vgl.  meine  Bemerkung  in  Sallet's  Ztschr.  für  Numis- 
matik XIV  (1886)  S.  164. 


Aesernia.     Aquiloni 


55 


»7- 

20 


JE  4h 


8,45 

7,06 
7,8 1 


^4-4^ 


67 


JE  4% 


7v' 
6,50 


VOUCANoM  vor  dem  1.  AISCRNIM  im  Abschnitt, 
gewandten  Kopfe  des  ju-  Sonst  ebenso.  (5H5- 
gendlichen  Hephaistos;  7806.28650.28693). 
sein  Spitzhut  ist  bekränzt, 
hat  oben  einen  Aufhängsei 
und  unten  einen  verzier- 
ten Rand.  Dahinter  Zange. 
Perlkreis. 

Der  Kopf  des  Hephaistos  ist  etwas  breiter  und  derber 
gebildet  als  bei  den  voraufgehenden  Typen. 

Die  kleine  schwebende  Figur  ist  nur  auf  einem  Exem- 
plar vorhanden  (auch  hier  wäre  man  geneigt  sie  für  Eros 
zu  halten),  ist  aber  auf  den  übrigen  drei  wohl  nur  dess- 
halb  nicht  sichtbar,  weil  die  Scnrötlinge  zu  klein  sind. 
Unsere  vier  Exemplare  scheinen  überhaupt  aus  demselben 
Stempel  zu  sein. 

C  statt  E  ist  auf  allen  vier  Exemplaren  unzweifelhaft; 
das  s  hält,  die  Mitte  zwischen  der  eckigen  und  runden 
Form.  —  Über  Aisernim  vgl.  Fiorelli  Ann.  di  numism. 
S.  104  ff.  und  Friedländer  osk.  Münzen  S.  23  f. 


Ebenso,  doch  weicht  der 
Hephaistoskopf  etwas  ab 
(er  steht  der  Reihe  mit 
A  i  s  e  r  n  i  n  o  am  nächsten) 
und  der  Spitzhut  hatunten 
keinen  verzierten  Rand. 


AISERNIM  imAbschnitt,  sonst 
ebenso  (auch  hier  ist  die 
schwebende  Figur  nicht 
zur  Ausprägung  gekom- 
men).   (7861). 


Aquilonia 

VgL  ausser  Friedländer  osk.  Münzen  S.  53  f.  beson- 
ders Garrucci  S.  99  ff.  welcher  das  Aquilonia  unserer 
Münze  unweit  Agnone  ansetzt. 


fll7lll/1HV5IV>ll7l  vor  dem 
Kopfe  der  Athena  r.  ko- 
rinthischer Helm  mit 
Busch*  mit  langem,  in  der 
Mitte  geknüpftem  Haar- 
zopf; zwischen  diesem  und 
dem  Helmbusch  ein  klei- 
ner runder,  mit  einem 
Rande  versehener  Schild. 
Perlkreis. 


Behelmter,  mit  Rock  und 
Panzer  bekleideter  Krie- 
ger, etwas  1.  gewendet; 
in  der  R.  hält  er  eine  Opfer- 
schale; am  1.  Arm  ein 
grosser  runder  Schild, 
unter  welchem  ein  bis  zu 
den  Füssen  reichender 
Stab  hervorhängt.  Perl- 
kreis. (6723.  Fox). 
Das  erste  dieser  beiden  Exemplare  ist  abgebildet  und 


50 


Samnium 


JE  41, 


0,02 

6,55 


besprochen  in  Friedländer  osk.  Münzen  S.  54  und  Taf.  VII; 
es  wurde  in  Neapel  gekauft. 

Der  untere  Theil  des  Haarzopfes  der  Athena  ist 
merkwürdig  stylisirt  und  sieht  wie  ein  halber  Blitz  aus. 

Der  unter  dem  Schilde  hervortretende  stabähnliche 
Gegenstand  wird  von  einigen  für  ein  Schwert  gehalten 
(so  Friedl'änder  a.  a.  O.;  Cat.  of  greek  coins  in  the  Brit. 
mus.,  Italy,  S.  68),  andere  erkennen  darin  eine  Lanze 
(so  z.  B.  Carelli  S.  16).  Ein  Schwert  ist  es  wohl  nicht, 
da  es  bis  zu  den  Füssen  des  Kriegers  reicht;  es  dürfte 
also  eher  der  Schaft  einer  kurzen  Lanze  sein,  dessen 
oberer  Theil  durch  den  Schild  verdeckt  ist.  Garrucci 
S.  100  f.  hält  das  für  einen  kurzen  Stock  (hasta  pura), 
wohl  mit  Recht.  Dagegen  scheint  er  nicht  das  richtige 
getroffen  zu  haben,  wenn  er  den  kleinen  Rundschild 
hinter  dem  Nacken  der  Athena  als  Opferschale  bezeichnet. 

Über  den  opfernden  Krieger  vgl.  Ch.  Lenormant  in 
der  Revue  numism.  1844  S.  255  f.  und  Garrucci  S.  100  f. 


B  e  n  e  v  e  n  t  u  m 


€? 


m 


BENVEN  TOD  Kopf  des 
Apollo  mit  Lorbeerkranz 
1.     Perlkreis. 


PK  o  po/v\  Pferd r.  springend, 

über  seinem  Rücken  das 
Pentagramm.  Die  Schrift 
ist  so  vertheilt,  dass  PoM 

über  dem  Pferde,  PKo 
zwischen  und  hinter  sei- 
nen Beinen  steht.  Peil- 
kreis.     524/1875.    Fox  . 

Millingen  considerations  S.  225  erklärt  Pro porn  für 

einen  Magistratsnamen.     Wie  die  Aufschrift   der   Ks.  zu 
lesen    ist,    ist    zweifelhaft:     vgl.     meine    Bemerkung     in 
'  Sjllet's  Zeitschr.  für  Numism.  XIV  1886  S.  161. 


ristclia,    s.  unter  Campanien. 


Pitanatac.     Bellum  sociale 


57 


Ri*-ii 


0,6; 


Pitanatac  Peripoli 

Über  die  folgende  Münze  vgl.  Mommsen  röm.  Münz- 
wesen S.  119;  Garrucci  S.  98.  Head  hist.  numorum 
führt  die  Münze,  einer  andern  Meinung  folgend,  unter 
Bruttium  auf  (S.  91). 

Kopf  der  Hera  (?)  1.  mit 
Diadem,  Ohrgehänge  und 
Perlschnur.  Dahinter  A- 
Perlkreis. 

Taf.  I,  14. 


PITANATAfe Wllllllllli  Herakles 
r.  knieend  und  den  an- 
springenden Löwen  mit 
beiden  Armen  würgend. 
(Peytrignet). 


Die  Münzen  aus  dem  Bundesgenossen- 
kriege 

Über  die  folgenden  Münzen  vgl.  besonders  Fried- 
lander  osk.  Münzen  S.  68  ff. ;  Bompois  les  types  mone- 
täres de  la  guerre  sociale,  Paris  1873;  Garrucci  S.  102  ff. 

Die  Grösse  ist  die  der  römischen  Denare;  Perlkreis 
beiderseits. 

a.    Mit  oskischer  Schrift 


V I  ^J  3ThI]  (abwärts)  hinter 
einem  lorbeerbekränzten 
weiblichen  Kopfe  1.,  mit 
Ohrgehänge  und  Perlen- 
schnur um  den  Hals. 


3,7      VMäTHJ     (abwärts)    hinter    Stehender  Mann  von  vorn 

(der    Kopf    r.    gewendet 
mit    Helm     und    Mantel, 
stützt  die  R.  auf  eine  um- 
gekehrte Lanze, in  der  L. 
hält    er    das    Schwert    in 
der  Scheide;   den  1.  Fuss 
setzt  er  auf  einen  kleinen 
am  Boden  liegenden  Ge- 
genstand.       R.     daneben 
Vordertheil   eines  liegen- 
den  Stiers,    etwas  1.   ge- 
wendet.    Im  Abschnitt  fl 
(4811).    _ 
Über  den  Kopf  auf  der  Vorderseite  und  die  Figur 
auf  der  Kehrseite   vgl.   Friedländer  osk.   Münzen   S.  76. 
Letztere  trägt  übrigens  nicht  einen  Panzer,  sondern  ist 
am  Oberkörper  nackt  (der  Mantel,  welcher  um  den  Hals 
geknüpft  ist  und  über  den  1.  Arm  in  Falten  herabhängt, 
verhüllt  nur  Rücken  und  Beine^;  ebenso  sicher  ist,  dass 
die  Lanze  mit  der  Spitze   nach  unten  gekehrt  ist.     In 
dem  kleinen  undeutlichen  Gegenstande  unter  dem  1.  Fusse 
der  Figur  möchte  Friedländer  (nach   Avellino   im    Bull. 
Napol.  VI  S.  79)  ein  Feldzeichen  erkennen.    Vgl.  Bompois 
S.  88,  Garrucci  S.  103. 

4,45  |  Ebenso.  Ebenso,  aber  im  Abschnitt 

n    (28670/5). 


5§ 


Samnium 


M 

3,82 

JR 

3?88 

4,03 

M 

3,84 
3,48 

M 

3,28 

JR 

3,75 

JR 

3,93 
4,<>3 

3,7 

M 

3,82 

JR 

3,74 
4,02 

Ebenso  [VU3TH]  (abwärts) 
hinter  einem  lorbeer- 
bekränzten weiblichen 
Kopfe  L,  mit  Ohrge- 
hänge und  Perlenschnur 
um  den  Hals]. 


Ebenso     [Stehender    Mann 
von  vorn  (der  Kopf  r.  ge- 
wendet)   mit    Helm    und 
Mantel,  stützt  die  R.  auf 
eine  umgekehrte  Lanze,  in 
der  L.  hält  er  das  Schwert 
in  der  Scheide;  den  1.  Fuss 
setzt  er  auf  einen  kleinen 
am  Boden  liegenden  Ge- 
genstand.      R.     daneben 
Vordertheil  eines  liegen- 
den  Stiers,   etwas  1.   ge- 
wendet],    aber    im    Ab- 
schnitt a     (4807). 
Abgebildet    in   der   Revue   numism.  1845   Taf.  V,  1; 
doch  ist  der   'petit   disque   devant  la  tete   du   guerrier' 
('S.  100)  nichts  anderes  als  eine  zufällige  im  Stempel  be- 
findliche Verletzung,  welche  auch  unser  Exemplar  hat. 

Ebenso.  I  Ebenso,  aber  im  Abschnitt 

>     (4802.  7216). 
Beide  Exemplare  aus  demselben  Stempel. 

Ebenso,  nur  fehlt  das  Ohr-  I  Ebenso,  doch  im  Abschnitt 
gehänge.  51     (4808.   B.  Friedländer  . 

Vgl.  Garrucci  Taf.  XGI,  8. 


Ebenso,  mit  Ohrgehänge. 

Ebenso. 

Taf.  I,  15. 

Vgl.  Bompois  Taf.  II,  1 
Ebenso. 


Ebenso,  doch  im  Abschnitt 
3     (Dannenberg). 

Ebenso,  doch  im  Abschnitt 
I    (4805). 


Ebenso,  doch  im  Abschnitt 
I     (4806.  Prokesch.  48 17  . 


Die  drei  Exemplare  aus  demselben  Stempel. 

Auf  dem  einen  Exemplar  ist  auf  der  Kehrseite  der 
Typus  der  Vorderseite  vertieft.  [Bekanntlich  ist  diese 
auf  der  Kehrseite  vertiefte  Wiederholung  des  Typus  der 
Vorderseite  Folge  davon,  dass  der  Präger  ein  fertiges 
Stück  vom  Ambos  zu  nehmen  vergass;  so  kam  der  eine 
Schrötling  auf  dem  fertigen  Stück  zu  liegen,  und  beim 
I  lammerschlag  drückte  sich  der  Kopf  des  fertigen  Stücks 
vertieft  auf  dem  neuen  Schrötling  ab.     Friedlaeni 

Ebenso.  Ebenso,  doch  im  Abschnitt 

W\      4804). 

Ebenso.  Ebenso,  doch  im  Abschnitt 

l/l     (4809.  286 
Beide  Exemplare  aus  demselben  Stempel. 


Bellum  sociale 


59 


lv 


JR 


20 


JR 


3,76     Ebenso. 


3i74 
3j95 


4,05 


3,8 

ab- 
genutzt 


Ebenso,  doch  im  Abschnitt 
n      4810). 

Ebenso.  Ebenso,  doch  im  Abschnitt 

^     (4803.  Rauch). 

Beide  Exemplare  aus  demselben  Stempel. 

Über  das  auf  dieser  Münze  vorkommende  Zeichen 
vgl.  Friedländer  osk.  Münzen  S.  j6. 


Ebenso,  doch  steht  ausser-    Derselbe  Typus,  aber  mit  der 
dem  vor  dem  Halse  ein  X       Umschrift  am  ^>D^vJ-IH 

Im  Abschnitt  der   Buch- 
stabe P,  also  vielleicht  f\ 
oder  n    (21234).    « 
Taf.  I,  16. 

Dieses  Exemplar  stammt  aus  der  Northwick'schen 
Sammlung  und  ist  unter  n.  30  in  deren  Katalog  be- 
schrieben.    Vgl.  Bompois  Taf.  II,  9. 

Ebenso  (Schrift  undeutlich).  Ebenso,  die  Umschrift  un- 
deutlich; im  Abschnitt 
ein    ziemlich    sicheres    8 

.    (17739)- 
Auf  einer  Londoner  Auction  (12.  Nov.  1855)  erstanden 

und  in  deren  Katalog  nicht  genau  beschrieben. 

Andere  in  Abdrücken  vorliegende  Exemplare  haben 
in  Abschnitts,  das  bei  Garrucci  Taf.  XGI,  30  abgebil- 
dete .aber  fl. 

Über  diese  Münzen  vgl.  Friedender  osk.  Münzen 
S.  jj  f.,  die  Abbildungen  auf  Taf.  IX,  2  sind  nach  den 
beiden  Swinton'schen  Exemplaren.  —  Die  Lesung  des 
auf  der  Kehrseite  befindlichen  Gentilnamens  ist  nicht 
ganz  gesichert.  Die  meisten  Exemplare  haben  den  letzten 
Buchstaben  undeutlich  oder  unvollständig  ausgeprägt, 
nur  ein  von  Avellino  gesehenes  'wohlerhaltenes'  Stück 
soll  >l>GVvl  gehabt  haben  (vgl.  Bull.  Napol.  VI  S.  79). 
Wie  es  indessen  mit  der  Glaubwürdigkeit  dieser 
Lesung  steht,  zeigt  folgende  Bemerkung  Friedländers. 
»Die  beiden  berliner  Exemplare  und  der  Abdruck  des 
von  Avellino  nur  beschriebenen,  nicht  abgebildeten,  in 
meinen  oskischen  Münzen  besprochenen  Exemplars, 
welchen  ich  nun  auch  mir  verschafft  habe,  beweisen, 
dass  Avellino  Unrecht  hatte,  das  (mr  des  Swinton  zu 
leugnen,  wie  ich  vermuthet;  aber  weder  auf  seinem  noch 
auf  diesen  beiden  Exemplaren  ist  am  Schlüsse  des  Na- 
mens das  von  ihm  angegebene  T  deutlich,  es  könnte 
auch  ein  'i'  sein,  also  mi.lüvki .  mr'  zu  lesen  sein.*) 
Ebenso  zeigt  der  Abdruck  von  Avellino's  Exemplar,  dass 
er  irrig  den  Buchstaben  im  Abschnitt  <p'  las,  es  ist  ein 
oskisches  'b'«.    Vgl.  auch  Mommsen  röm.  Münzw.  S.  590. 


*)  Für  diese  Lesung  spricht  auch  das  bei  Bompois  Taf.  II,  9  abgebildete  Exemplar.    Vgl. 
auch  Garrucci  S.  107,  30. 


6o 


Samnium 


A< 


AI 


3,95 


3,87 


24. 


.11 


Das  angebliche  •  •  A  vor  dem  Halse  der  Italia  auf 
dem  einen  Swinton'scnen  Exemplar  erklärt  sich  wohl 
aus  dem  missverstandenen  sternförmigen  X. 


>H-TVkM->  (aufwärts)  vor  kMIMI8R^  (in  einer  geraden 
einem  weiblichen  behelm-  Zeile  aufwärts  an  der  1. 
ten  Kopfe  L,  mit  Perlen-  \  Seite  des  Typus  der  ver- 
schnür am  Halse.  hergehenden  Münzen.   Im 

Felde  r.  R     (77 1 9  . 
Besprochen  und  abgebildet  bei  Friedländer  osk.  Mün- 
zen S.  78  und  Taf.  IX,  3.     Bompois  Taf.  II,  7. 

Ebenso,  doch  steht  der  Name  I  Ebenso,  aber  r.  im  Felde  3 
unten  (etwas  1.).  (360/1872  . 

Taf.  1, 17. 

Der  dritte  Buchstabe  auf  der  Kehrseite  hat  hier  die 
Form  S 

QVT   naaW3-jrrVW    (ab-    [in]RRn  >     im     Abschnitt 


Stier  1.,  welcher  eine  zu 
Boden  geworfene  Wölfin 
mit  den  Hörnern  stösst. 
(7524 


wärtsj  vor  einem  weib- 
lichen Kopfe  r.,  mit  Epheu- 
kranz  und  (auf  diesem 
Exemplar  verwischter) 
Stirnbinde. 

In  Friedländer-Sallet  das  Königl.  Münzkabinet  S.  203 
n.  779  ist  der  Name  im  Abschnitt  irrtnümlich  als  'g.paapi  g' 
angegeben:  das  zweite  'g'  fehlt  hier  wie  auf  dem  Neapler 
Exemplar,  welches  von  dem  unseren  nur  darin  abweicht, 
dass  es#fdie  Gruppe  der  Kehrseite  rechtshin  gewendet 
zeigt.  Über  die  Münze  vgl.  Friedländer  osk."  Münzen 
S.  80,  Taf.  IX,  6.     Bompois  Taf.  II,  4.  5. 


3,84 

3,95 


Weiblicher  Kopf  r.  mit  Flü- 
gelhelm, Ohrgehänge  und 
Perlschnur  am  Halse.  Vor 
dem  Halse  das  Denar- 
zeichen X 


VIJ3TH1  im  Abschnitt.  Die 
1  Hoskuren  (mit  Spitzhüten 
und  flatternden  Mänteln 
r.  sprengend,  in  den  Rech- 
ten Lanzen  haltend:  über 
ihren  Köpfen  je  ein  Stern. 

I  (4855-  7238). 
Vgl.  Friedländer  osk.  Münzen  S.  81,  7  und  Taf.  IX,  7. 
Das  dort  erwähnte  undeutliche  Zeichen  >  vor  dem  Kopie 
auf  der  Vorderseite  ist  nur  eine  zufällige  Verletzung 
im  Stempel.  Ebenso  dürfte  das  kleine  wie  /\  aussehende 
Zeichen  unter  den  Vorderfüssen  des  einen  Dioskuren- 
pferdes,  welches  das  bei  Bompois  Taf.  1,  12  abgebildete 
Exemplar  und  das  eine  unserer  Sammlung  aufweist ,  be- 
deutungslos sein.  Beide  Zeichen,  das  eine  als  L. 
andere  als  A  aufgefasst,  hat  das  bei  Garrucci  Taf.  XGI,  [8 
abgebildete  Exemplar. 


Bellum  sociale 


61 


:wy 


vlKTVkVI  (in  gerader  Linie 
unter  einem  weiblichen 
Kopfe  r. ,  mit  Flügelhelm, 
Ohrgehänge  und  doppelter 
Perlenschnur  am  Halse; 
dahinter  ein  Kranz  und 
das  Denarzeichen-X-  schräg 
gestellt  . 


>  •  I n R R n  *  >  im  Abschnitt. 
Die  Dioskuren  nach  ent- 
gegengesetzten Richtun- 
gen sprengend  und  zu- 
rückblickend, die  Lanzen 
zur  Erde  gekehrt;  über 
den  (unbedeckten)  Köpfen 
je  ein  Stern.     (Fox). 


3>95 


A9 


Vgl.  Friedländer  osk.  Münzen  S.  81,  8  und  Taf.  IX,  8. 
Bompois  Taf.  I,  11.  Irrthümlich  bezeichnet  Garrucci 
S.  107,  28  das  Denarzeichen  dieser  und  der  ähnlichen 
Münze  mit  ITAUA  (vgl.  unten  n.  35)  als  'astro  a  sei  raggi 
da  non  confondersi  colla  nota  del  denaro'. 


aVTRaam3*>ll-TVm  auf- 
wärts vor  einem  jugend- 
lichen behelmten  Kopfe  1. 
(der  Helm  ist  mit  einer 
Feder  oder  Palmette  ver- 
ziert). 


Taf.  I,  18. 

Vgl.  Friedländer  osk.  Münzen  S.  81, 
Bompois  Taf.  II,  3. 


Ebenso. 


>  •  iriRRn  •  >  im  Abschnitt. 
Zwei  Krieger  mit  unbe- 
deckten Köpfen,  die  Lin- 
ken auf  umgekehrten  Lan- 
zen stützend,  berühren 
mit  ihren  Schwertern  ein 
Ferkel  (1.  gewandt),  wel- 
ches ein  zwischen  ihnen 
knieender  und  r.  aufwärts 
blickender  Jüngling  hält. 
(4812.  Fox\ 


und  Taf.  IX,  9. 


inRRn->     (vollständig)    im 
Abschnitt.     Derselbe  Ty- 
pus,  doch   sind  hier   die 
Lanzen    nach    oben    ge- 
kehrt.     21235). 
In   der  Aufschrift   der  Vorderseite   hat   das   'm'   die 
Form  W\ .    Dieses  Exemplar  ist   aus   der  Lord  North- 
wick'schen  Sammlung  und  in  deren  Katalog  unter  n.  30 
verzeichnet. 


JR  4,04  WTR<13W3  •  sihTVHH  (auf-  Derselbe  Typus,  auch  hier 
wärts)  vor  demselben  sind  die  Lanzen  nach  oben 
Kopfe.  gerichtet.      Im    Abschnitt 

steht  -  iriRRn  •  >;  auf  den 
Punkt  folgt  etwas  das  wie 
eine  Verletzung  im  Stem- 
pel aussieht,  aber  mögli- 
cherweise ein  schlecht  ge- 
rathenes  >  sein  könnte. 
(28693). 
Von  roher  Arbeit,  besonders  die  Kehrseite. 


62 


Samnium 


AI 


32 


33- 
34 


JR 


35 


.R 


3)96 

3,73 


3,93 
3,84 


3,5 


VN3TKD  (abwärts)  hinter  ei- 
nem behelmten  Kopfe  r. 
(den  Helm  schmückt  eine 
Feder',  mit  schwachem 
Bart  an  den  Wangen;  um 
den  Hals  geknüpftes  Ge- 
wand. Zwischen  Hals  und 
Helmbusch  das  Denar- 
zeichen X 


•>-HnFIRn->  im  Abschnitt. 
Vier  Krieger  mit  unbe- 
deckten Köpfen  (zwei  zu 
jeder  Seite)  berühren  mit' 
ihren  Schwertern  ein  Fer- 
kel (1'.  gewandt  ,  welches 
ein  zwischen  ihnen  knie- 
ender     und     r.     aufwärts 


blickender  Jüngling  hält. 
17737.    Fox. 
Beide  Exemplare  aus  demselben  Stempel. 
Taf.  I,  19. 

Vgl.  Friedender  osk.  Münzen  S.  82  und  Taf.  IX,  10. 
Bompois  Taf.  II,  2.  Garrucci  S.  106,  21  fasst  den  eigen- 
thümlich  geformten  Helmbusch  als  'una  fllza  di  perle'  auf. 


Weibliches  behelmtes  Brust- 
bild 1.,  mit  Aegis;  dahin- 
ter eine  kleine  stehende 
(schwebende)  Nike,  welche 
einen  Kranz  erhebt  (d.  h. 
Nike  bekränzt  den  Athe- 
nakopf). 


Stehender,  bewaffneter 
Mann,  genau  wie  auf  den 
zu  Anfang  beschriebenen 
Münzen.  Daneben  1.  ein 
Baumstamm,  an  dessen 
Ästen  vier  Schilde  hän- 
gen; r.  der  Vordertheil 
eines  r.  rennenden  Stiers. 
Im  Abschnitt  IIIIV  (28688. 
Fox. 
Vgl.  Bompois  Taf.  III,  11.    Friedländer  osk.  Münzen 

S.  79  mit  anderen  Zahlen  im  Abschnitt. 

Die  'duplice  armilla',    welche  Garrucci   S.  105,6  am 

Arme  des  Kriegers  erblickt,  sind  gewiss  nur  die  Falten 

des  um  den  Arm  geschlagenen  Mantels. 


b.    Mit  oskischer  und  lateinischer  Schrift 


ITALIA(infast gerader  Linie) 
unter  einem  weiblichen 
Kopfe  r. ,  mit  Flügelhelm, 
Ohrgehänge  und  doppel- 
ter Perlenschnur  am  Hal- 
se; dahinter  ein  Kranz 
und  das  Denarzeichen  X 
(schräg  gestellt). 


•>-inRRn->  im  Abschnitt. 
Die  Dioskuren,  einer  r., 
der  andere  1.  sprengend 
und  zurückblickend,  die 
Lanzen  zu  Boden  ge- 
richtet, über  ihren  unbe- 
deckten) Köpfen  je  ein 
Stern.   (12502  . 


Vgl.  die  oben  n.  26  beschriebene  Münze. 

Dieses  Exemplar  hebt  die  von  Friedländer  osk. 
Münzen  S.  88,  21  ausgesprochenen  Zweifel  und  berich- 
tigt die  daselbst  nach  Merimee  gegebene  Abbildung. 
Bompois  Taf.  1 ,  9. 

Ob  auf  unserem  Exemplar  das  T  in  Italia  spitz- 
winklig oder  rechtwinklig  war,  ist  nicht  gut  zu  erken- 
nen: U  ist  wahrscheinlicher. 


Bellum  sociale 


63 


X] 


M 


3,75 
4,06 


Mit  lateinischer  Schrift 


Lorbeerbekränzter  weibli- 
cher Kopf  r.,  mit  Ohrge- 
hänge und  Perlschnur 
am  Halse;  davor  X 


ITALIfA]  im  Abschnitt.  Italia 
auf  Schilden  (drei)  1.  sit- 
zend, stützt  die  R.  auf  eine 
Lanze  und  hält  in  der  L. 
das  Schwert  in  der  Scheide. 
Hinter  ihr  steht,  sie  be- 
kränzend, Nike.  Im  Felde 
1.  F     (4813.   17738). 

Beide  Exemplare  aus  demselben  Stempel. 

Vgl.  Friedländer  osk.  Münzen  S.85,14  und  Taf.X,  14. 

Diese  und  die  beiden  folgenden  Münzen  sind  von 
''  sehr  roher  Arbeit. 


38       M 


3,76     Ebenso. 


Vgl.  Bompois  Taf.  I,  7. 


3,82  ;  ITALIA  (abwärts)  hinter  dem- 
selben Kopfe,  vor  welchem 
auch  hier  X 


ITALIA  im  Abschnitt.  Die- 
selbe Darstellung  wie  auf 
der  vorhergehenden  Mün- 
ze,   doch  im  Felde   1.   3 

-23)- 


Italia  auf  drei  Schilden  1. 
sitzend,  stützt  die  R.  auf 
eine  Lanze  und  hält  mit 
der  L.  das  Schwert  in  der 
Scheide.  Hinter  ihr  steht, 
sie  bekränzend,  Nike.  Im 
Abschnitt  ein  undeutlicher 
Buchstabe    (N    oder   B?  . 


Vgl.  Friedländer  osk.  Münzen  S.  85,  15.  —  Das  bei 
Garrucci  Taf.  XGI,  11  abgebildete  Exemplar  hat  im  Ab- 
schnitt A  . 


40 


.R 


3>92 


ITALIA  (abwärts)  hinter  ei-  I  Derselbe  Typus,   doch  ver- 
nein weiblichen  Kopfe  r.  |      schieden    behandelt.      Im 
mit     Diadem,     Lorbeer- 
kranz, Ohrgehänge,  Peri- 


Abschnitt   G      (oder    0? 
(4814). 


schnür  und  etwas  Gewand 
am  Halse;  davor  XVI 

Vgl.  Friedländer  osk.  Münzen  S.  85, 16  und  Taf.  X,  16 
nicht  ganz  genaue  Abbildung.  Das  Exemplar  bei  Garrucci 
S.  105,  14  hat  im  Abschnitte  G. 

Der  weibliche  Kopf  dieser  Münze  ist  den  Denaren 
der  Aemilia  (Cohen  Tafel  I  Aemilia  3)  entlehnt. 

Die  Nike  auf  der  Kehrseite  ist  bedeutend  grösser  als 
bei  den  vorhergehenden  Typen. 


(>4 


Samnium 


.R 


4,05 


42 


JR 


43 


/R 


3,55 


3,96 


44 
45 

46 

47 


M 
JR 

JR 
JR 


3?9! 

3,93 

3>76 


Ebenso  [ITALIA  hinter  einem 
weiblichen  Kopfe  r.  mit 
Diadem ,  Lorbeerkranz, 
Ohrgehänge,  Perlschnur 
und  etwas  Gewand  am 
Halse;  davor  XVI]. 


Ebenso. 


Ebenso  [Italia  auf  drei  Schil- 
den 1.  sitzend,  stützt  die  R. 
auf  eine  Lanze  und  hält 
mit  der  L.  das  Schwert  in 
der  Scheide.  Hinter  ihr 
steht,  sie  bekränzend, 
Nike],  doch  ist  der  Ab- 
schnitt nicht  zur  Ausprä- 
gung  gekommen.     (Fox). 


Die    Vorderseite 
(4816). 


v  e  r  t  i  e  f  t. 


ITALIA  (aufwärts)  hinter 
einem  lorbeerbekränzten 
weiblichen  Kopfe  1.,  mit 
Ohrgehänge  und  Perl- 
schnur. 


Acht  Krieger  mit  unbedeck- 
ten Köpfen  (vier  zu  jeder 
Seite)  richten  ihre  Schwer- 
ter nach  einem  Ferkel  (r. 
gewandt),  welches  ein 
zwischen  ihnen  knieender 
und  r.  aufwärts  blickender 
Jüngling  festhält.  Hinter 
diesem  ist  ein  Feldzeichen 
aufgepflanzt,  von  dessen 
Spitze  eine  kleine  Flagge 
weht.  Im  Abschnitt  C 
(Rauch). 

Vgl.  Friedländer  osk.  Münzen  S.  86,  18. 

Der  Kopf  der  Vorderseite  entspricht  genau  dem 
Frauenkopfe  der  mit  VU3TK]  bezeichneten  und  zu 
Anfang  dieser  Reihe  beschriebenen  Münzen. 

Der  Typus  der  Rückseite  weicht  hier  von  den  ähn- 
lichen anderen  hauptsächlich  darin  ab,  dass  die  Krieger 
das  Ferkel  mit  ihren  Schwertern  nicht  berühren  und 
dieses  selbst  nicht  auf  dem  Schoosse  des  Jünglings  oder 
Soldaten?)  liegt,  sondern  auf  der  Erde  steht. 


Ebenso. 


Ebenso. 


Taf.  II,  20. 


Ebenso. 
Ebenso. 


Ebenso,  doch  im  Abschnitt 
D      4794. 

Ebenso,  doch  im  Abschnitt 
E    (4797)- 


Ebenso,   aber  im  Abschnitt 
M      4799). 

Ebenso,  aber  im  Abschnitt 
N     (47 


Bellum  sociale 


65 


M 

4,09 

M 

3,76 

M 

3,81 

JR 

3>9* 

M 

3,9 ' 

M 

3,75 
3,85 

M 

3,7 

M 

3,95 

/R 

3,94 

Ebenso.  Ebenso,  doch  im  Abschnitt 

T     (4800). 
Das  bei  Garrucci  Taf.  XGI,  2   abgebildete  Exemplar 
hat  im  Abschnitt  ein  geschlossenes  P . 


Ebenso. 


Ebenso. 


Ebenso,  aber  im  Abschnitt 
Q.   (4798)- 


Taf.  I, 


Vgl.   Friedländer  osk. 


Ebenso;  im  Abschnitt  nichts, 

aber  oben  A  X  zu  beiden 

Seiten    des    Feldzeichens 

vertheilt.     (4793). 

Münzen   S.  86,  18.     Bompois 


ITALI A  (abwärts)  hinter  einem 
lorbeerbekränzten     weib- 
lichen Kopfe  r. ,  mit  Ohr- 
gehänge  und  Perlschnur. 
Vgl.  Friedländer  a.  a.  O. 


Derselbe  Typus,  doch  ohne 
Buchstaben  am  Feldzei- 
chen;   im    Abschnitt   B  V 

(301/1877). 
Bompois  Taf.  1, 4. 


ITALIA      (aufwärts)      hinter  I  Ebenso,  doch  im  Abschnitt 
demselben  Kopfe  1.  CT    (4796). 

Vgl.  Friedländer  a.  a.  O. 


Ebenso,  doch  im  Abschnitt 
IM    (4801.  B.  Friedländer). 


ITALIA  (aufwärts)  hinter  ei- 
nem lorbeerbekränzten 
weiblichen  Kopfe  1.,  mit 
Ohrgehänge  und  Perl- 
schnur.  Vor  dem  Halse  / 

Beide  Exemplare  aus  demselben  Stempel. 
Vgl.  Friedländer  osk.  Münzen  S.  86,  18.  —  Das  auf 
der  Vorderseite  vor  dem  Kopfe  befindliche  Zeichen  dürfte 
wohl  bedeutungslos  sein. 

Ebenso,  doch  ohne  das  Zei-  I  Ebenso,   aber  im  Abschnitt 
chen  vor  dem  Halse.  Uli     (Fox). 

Vgl.  Friedländer  a.  a.  O. 


d.    Ohne  Aufschrift 


Lorbeerbekränzter  weibli- 
cher Kopf  1. ,  mit  Ohrge- 
hänge und  Perlenschnur. 

Ebenso. 


Ebenso ,  doch  im  Abschnitt 
II     (Fox). 


Ebenso,  doch  im  Abschnitt 
eine  schlecht  ausgeprägte 
Zahl,  vielleicht  INI  (28270). 


Antike  Münzen.    Bd.  III,  1. 


66 


Samnium.    Frentani 


58       M 


3,7 l 


59 


JR 


3;92 


60 


M 


3>65 


6i 


JR 


4,21 


62       JR 


4,04 


Ebenso  [Lorbeerbekränzter 
weiblicher    Kopf   1.,    mit 
Ohrgehänge  und  Perlen- 
schnur]. 
Vgl.  Friedländer  osk.  Münzen  S.  83,  1 2  und  Taf.  IX,  1 2. 

Garrucci  Taf.  XGI,  3. 


Derselbe  Typus  [Acht  Krie- 
ger u.  s.  w.],  doch  im  Ab- 
schnitt X     (4792). 


Weibliches  behelmtes  Brust- 
bild r.,  mitAegis;  dahin- 
ter eine  kleine  stehende 
(schwebende)  Nike  den 
Kranz  erhebend  (d.h. Nike 
bekränzt  den  Athenakopf). 


Taf.  IL21 


Zwei    Krieger 
sich  reichend 


die  Hände 
Beide  haben 
das  Haupt  unbedeckt  und 
tragen  einen  Mantel  über 
ihren  Waffenröcken ;  der 
1.  stehende  (etwas  kleinere) 
hält  eine  Lanze  (schräg, 
die  Spitze  nach  oben). 
R.  davon  Vordertheil  eines 
Schiffes  auf  dessen  Ver- 
deck zwei  Lanzen,  zwei 
Schilde  und  eine  Art  von 
Flagge.  Unter  dem  Kiel 
sind  die  Wellen  angedeu- 
tet. Im  Abschnitt  IUI 
(28670/4). 


Ebenso. 


I  Ebenso,  doch  im  Abschnitt 

I      A     (7237). 

Vgl.  Friedländer  osk.  Münzen  S.83, 13  und  Taf.X,  13, 
wo  die  Angabe,  dass  die  Lanze  des  einen  Kriegers  ab- 
wärts gekehrt  sei,  wohl  auf  einem  Irrthum  beruht. 
Mommsen  röm.  Münzw.  S.  587.  Bompois  Taf.  III,  5  und 
seine  Bemerkungen  auf  S.  105  f.  Garrucci  S.  103  und  104  t'. 
sowie  S.  105  f.  n.  15.  16  (vgl.  dazu  meine  Bemerkungen 
in  Sallet's  Ztschr.  für  Numismatik  XIV  1886  S.  172  f.). 


e.    Unbestimmte  Münzen 


Brustbild  eines  Dioskurs  r., 
mit  bekränztem  Hut  (die 
Bänder  des  Kranzes  sehr 
lang),  darüber  ein  grosser 
Stern;  auf  der  Schulter 
erscheint  das  Gewand  ge- 
knüpft. 


Weibliche  behelmte  Figur 
in  langem  Gewände  mit 
Schild  und  Lanze  auf 
einem  r.  rennenden  Zwie- 
gespann  (ihre  R.  hält  ausser 
der  Lanze  auch  die  Zügel). 
Unter  den  Pferden  T  (4815). 


Vgl.  Friedländer  osk.  Münzen  S.88,  22  und  Taf. 
Bompois  S.  1 10,  3  und  Taf.  III,  6;  auf  S.  52  ff.  eine  lange 
Untersuchung  über  den  auf  der  Vorderseite  dargestellten 
Kopf,  in  welchem  Hephaistos  erkannt  wird. 

Ebenso.  Ebenso,    doch    unter     den 

Pferden  ein  Widderkopf  r. 
und  3     (Fox). 
Vgl.  Bompois  S.  111,8  und  Taf.  III,  9. 


Frentrum.    Larinum 


67 


63       JR 


-6 


^44 


«-3 


iE  6 


4,02 


7,62 

7,84 
7,60 

7,16 
6,50 


12,63 
l3A5 

etwas 
ab- 
genutzt 


Ebenso. 


Garrucci  Taf.  XCI,  4. 


bei  Bompois  S.  111,9  un&  Taf.  m>  I0- 


Ebenso,  doch  unter  den 
Pferden  •  •  und  ein  Stier- 
kopf von  vorn.     (Fox). 

Vgl.   den  ähnlichen  Typus 


FRENTANI 

Frentrum 

Vgl.  Garrucci  S.  101,  welcher  die  Stadt  am  Fortore 

(Fluss  zwischen  Larinum  und  Luceria)  ansetzt. 

SaaT^iaa8     (1.,     aufwärts).    K3aT^3a8     im    Abschnitt. 

Hermeskopf   mit  Flügel-        Pegasus  1.  sprengend,  da- 

hut  1.;   dahinter  der  He-        runter  ein  Dreifuss.  (7017. 

roldstab.  Prokesch.  7280.  5075. 7295. 

Fox). 
Taf.  II,  22. 

Vgl.  Friedländer  osk.  Münzen  S.  41  f.  und  Taf.  VI. 
Der  Heroldstab  fehlt  bei  einigen  Exemplaren  sicher  nur 
zufällig  wegen  der  Kleinheit  des  Schrötlings.  Ohne 
denselben  das  von  Garrucci  beschriebene  Exemplar 
(Taf.  XG,26).  

Larinum 


Quincunx 


Behelmter  Kopf  des  Jugend-  UADINoD  unter  einem  in  ge- 
liehen Ares  r.  (konnthi-  streckten!  Galopp  1.  rei- 
scher  Helm  mit  Busch  tenden  Krieger  mit  Spitz- 
und  Feder).     Perlkreis.  heim,     Rundschild     und 

Lanze;  hinter  seinen 
Schultern  flattert  der  Man- 
tel. Hinter  dem  Kopfe 
des  Kriegers  V,  im  Ab- 
schnitt •  •  •  •  •  Einfacher 
Kreis.  (Fox.  B.  Fried- 
länder. Ohne  Bezeich- 
nung). 
Taf.  II,  23. 

Vgl.  Friedländer  osk.  Münzen  S.  44,  2  und  Taf.  VI, 
Larinum  2.  —  Der  jugendliche  Kopf  auf  der  Vorder- 
seite mit  seinem  nicht  sehr  langen,  gelockten  Haar, 
etwas  Backenbart  und  den  etwas  porträtähnlichen  Zügen 
ist  früher  irrthümlich  für  denjenigen  der  Athena  gehalten 
worden:  vgl.  Imhoof-  Blumer  monn.  grecques  S.  5 
Anm.  5.  —  Nach  Friedländer  a.  a.  O.  und  Cat.  of  greek 
coins  in  the  Brit.  mus.,  Italy,  S.  70  Larinum  2  ist  auf 
dem    Schilde    des  Reiters    ein   Blitz    dargestellt;    unsere 


5* 


68' 


Frentani 


L-6 


M  5! 


JE6 


/E  4-4% 


^4H 


">>75 

9)95 
10,13 

alle 

nicht 
voll- 
kommen 


!0>73 


6,53 
7><>5 

7>7° 


9>°3 


Exemplare  dieses  wie  des  folgenden  Typus  zeigen  nur 
einen  gerstenkornförmigen  Gegenstand  von  einer  Anzahl 
länglicher  Punkte  umgeben. 

Der  Typus    der  Kehrseite  findet  sich   auf  Denaren 
der  gens  Manlia  wieder. 

Über   das   V  auf  der  Kehrseite  vgl.  besonders  Gar- 
rucci  S.  102. 


Jugendlicher  behelmter  Kopf 
r.  mit  etwas  längerem 
Haar,  vielleicht  Athena 
korinthischer  Helm  mit 
Busch).     Perlkreis. 


UADINOD  unter  demselben 
Typus;  das  V  fehlt  hier. 
Im  Abschnitt  •  •  •  •  •  Ein- 
facher Kreis.  (1328.  Gans- 
auge.    B.  Friedländer). 


Triens 


Kopf  des  dodonäischen  Zeus 
mit  Eichenkranz  r.  Perl- 
kreis wie  es  scheint. 


UAD[INO]D  (r.,  abwärts1.  Ad- 
ler mit  ausgespannten  Flü- 
geln etwas  r. ,  auf  einem 
Blitz  stehend.  Hinter  dem 
Kopfe  des  Adlers  V,  unter 
dem  Blitze  •  •  •  •  Ein- 
facher Kreis.  (5926). 
Auf  der  Kehrseite  ein  kleiner  Rundstempel:  acht- 
strahliger  Stern. 

Vgl.  Friedländer  osk.  Münzen  S.  45 ,  3  und  Taf.  VI, 
Larinum  3,  wo  fälschlich  der  Zeuskopf  als  lorbeer- 
bekränzt bezeichnet  wird. 

Bekränzter  Zeuskopf  r.  UADINOD     vor     demselben 

Adler;  unter  dem  Blitze 
•  •  •  •  1  Rauch.  Peytrignet, 
2  Ex.  . 

Wahrscheinlich  ist  auch  auf  diesen  Münzen  der  Zeus- 
kopf mit  Eichenlaub  bekränzt;  unsere  etwas  unvoll- 
kommen erhaltenen  Exemplare  lassen  das  nicht  mit 
Sicherheit  behaupten. 

Das  T  ist  fast  rechtwinklig. 


Quadrans 

Kopf  des  bärtigen  Herakles 
r.,  mit  der  Löwenhaut  be- 
deckt.    Perlkreis. 


Taf.  II,  24. 

Vgl.  Friedländer 

Larinum  4. 


UADINOD  unter  einem  r.  ga- 
loppirenden  bärtigen  Ken- 
taur, mit  einem  grossen 
Zweig  auf  der  1.  Schulter; 
hinter  seinem  Kopfe  V 
Im  Abschnitt  •  •  •  Ein- 
facher Kreis.     (61 31). 


osk.  Münzen  S.  45,  4   und  Taf.  VI, 


Larinum 


6q 


&ft-4h 


'3 


14- 


JE  3* 


16. 

i7 


^4 
4-% 


18 


^3-4 


5.34 

etwas 
ab- 
genutzt 
6,63 


3>62 
5,oi 


5^5 
5,68 


3,73 


Ebenso,  doch  ist  der  Kopf 
anders  behandelt. 


LADINOD  unter  einem  r.  ga- 
loppirenden  jugendlichen 
Kentaur,  mit  einem 
grossen  Zweig  auf  der  1. 
Schulter.  Im  Abschnitt 
•  •  •  Einfacher  Kreis. 
(6005.     17942). 


Sextans 


Weiblicher  bekränzter  Kopf 
r.  mit  Ohrgehänge;  das 
Hinterhaupt  ist  verschlei- 
ert.    Perlkreis. 


UADINoD  untereinem  r.sprin- 
genden  Delphin;  oben  V, 
unter  der  Aufschrift  •  • 
Einfacher  Kreis.  (6006. 
Fox). 
Taf.  II,  25. 

Vgl.  Friedländer  osk.  Münzen  S.  45,  5  und  Taf.  VI, 
Larinum  5. 

Den  weiblichen  Kopf  bezeichnen  Carelli  (nach  ihm 
Mommsen  im  röm.  Münzw.)  als  Geres,  Friedländer  als 
Iuno,  der  Gat.  of  greek  coins  in  the  Brit.  mus.  als  Dione, 
Garrucci  S.  102,34  als  Thetis.  Der  Typus  entspricht  nicht 
recht  demjenigen  der  Hera,  er  erinnert  vielmehr  an  De- 
meter. Die  Art  des  Kranzes  müsste  entscheiden:  nach 
Carelli  ist  es  ein  Ährenkranz,  die  anderen  nennen  ihn 
Lorbeerkranz,  und  ein  solcher  scheint  auch  auf  dem  best- 
erhaltenen Exemplar  unserer  Sammlung  sicher  zu  sein. 

Ebenso.  LADINOD    unter    einem    r. 

springenden  Delphin;  un- 
ter der  Aufschrift  •  •  Ein- 
facher Kreis.  (28656/3. 
Fox). 

Garrucci  Taf.  XC,  34  hat  den  Stadtnamen  mit  voll- 
kommen spitzwinkligem  Anfangsbuchstaben;  einen  sol- 
chen zeigt  jedoch  nur  der  voraufgehende  Typus  mit  V . 


Uncia 


Männlicher,  etwas  bärtiger 
Kopfr.,  mit  Lorbeerkranz; 
dahinter  V     Perlkreis. 


UADI  (1,  aufwärts)  NOD  (r., 
aufwärts).  Füllhorn,  in  ei- 
nen gehörnten  Thierkopf 
endigend;  neben  der  Spitze 
ein  •  Einfacher  Kreis. 
(Prokesch). 
Taf.  II,  26. 

Der  Kopf  ist  sicher  nicht  derjenige  des  Apollo,  wie 
er  gewöhnlich  bezeichnet  wird  (auch  von  Friedender). 
Die  ganze  Kopfbildung,   die  stark  markirten  Züge,   die 


7° 


Campania 


19. 
20 


JE3 


M4h 
4 


3,38 
3,82 


7,*7 
6,98 

sehr  ver- 
dorben 
und  ab- 

neben 


etwas  spitz  vortretende  Nase  und  der  auf  unserem  wohl- 
erhaltenen Ex.  deutlich  vorhandene  kurze  Bart  verleihen 
dem  Kopfe  eine  gewisse  Porträtähnlichkeit. 


Bekränzter  männlicher  Kopf 
r.  (Apollo?).  Perlkreis  wie 
es  scheint. 


UADI  (1.',  aufwärts)  NOD  r., 
aufwärts).  Füllhorn,  in  ei- 
nen gehörnten  Thierkopf 
endigend ;  neben  der  Spitze 
ein  •  Undeutlicher  Kreis. 
(5927.  Peytrignet). 
Vgl.  Friedländer  osk.  Münzen  S.  46, 6  und  Taf.  VI, 
Larinum  6. 


CAMPANIA 


Campani 

Vgl.  über  diese  Münzen  Friedländer  osk.  Münzen 
S.  3^f. ;  Garrucci  S.  87,  der  eine  Stadt  Campa  am  Volturno 
annimmt;  besonders  Imhoof-Blumer  in  der  Wiener  Nu- 


mism.  Ztschr.  XVIII  (1886)  S.  222  ff.,  welcher  nachweist, 
dass  nicht,  wie  gewöhnlich  angenommen  wurde,  Capua 
die  Prägestätte  dieser  Münzen  gewesen  ist,  sondern 
Neapolis. 


Weiblicher  Kopf  r.,  mit  ge- 
knüpftem Haar,  in  wel- 
chem ein  Band. 


!<\PrA\AOS   über  einem  r. 
schreitenden  Stier  mit  bär- 
tigem      Menschengesicht 
Kopf  im  Profil,  das  1.  Vor- 
derbein ist  erhoben);  zwi- 
schen   den    Füssen    eine 
Schlange    (undeutlich)    r. 
Doppellinie  als  Basis. 
(28688.  28689). 
Beide  Exemplare  aus  demselben  Stempel. 
Taf.  II,  27. 

Auf  dem  zweiten  sehr  verdorbenen  Exemplar  ist  von 
der  Schrift  nur  wenig  zu  sehen;  auf  dem  andern  ist  alles 
deutlich  bis  auf  den  ersten  Buchstaben,  der  fast  wie  ein 
\A  aussieht,  aber  doch  wohl  sicher  die  Ligatur  von  KA 
ist    ft  oder  h\  . 

Die  Lesung  AITANAOS  der  beiden  bei  Garrucci  Taf. 
LXXXVI,  19.  20  abgebildeten  Exemplare  ist  ungenau,  vgl. 
Imhoof  a.  a.  O.  S.  223. 


Campani 


71 


JRti 


MM 


M4-^ 


MS 


7,33 

ab- 
genutzt 


ab- 
genutzt 


7,34 
ab- 
genutzt 


7,16 
ab- 
genutzt 


Athenakopf  r.  (der  attische 
Helm  mit  einem  Ölkranz 
verziert)  mit  kurzem,  in  der 
Mitte  geknüpftem  Haar- 
zopf. 


KAPPA^O  S(der  letzte  Buch- 
stabe  unter  dem  Stierkopf, 
in    dieser    Lage  m)    über 
dem  r.  schreitenden  Stier 
mit  bärtigem  Menschenge- 
sicht   (Kopf    im    Profil); 
zwischen  den  Beinen  ein 
Kranich  r.  Doppellinie  als 
Basis.     (Fox). 
Vgl.  Friedländer   osk.   Münzen   S.  35, 4  und  Taf.  V, 
Campani  4  nach  einem  unvollkommen  erhaltenen  Pariser 
Exemplar. 

Über  das  liegende  $  vgl.  Garrucci  S.  87,  15. 

Ebenso.  OV\An/V\A>l     über     dem     r. 

schreitenden  Stier  mit 
bärtigem  Menschengesicht 
(Kopf  im  Profil);  vor  sei- 
nen Füssen  ein  Kranich  r., 
unter  seinem  Bauche  viel- 
leicht die  Spuren  von  M 
(Fox.) 

Vgl.  Friedländer  osk.  Münzen  S.  35,  2  und  Taf.  V, 
Campani  2. 

Die  Aufschrift  ist  etwas  retouchirt,  der  erste  Buch- 
stabe kann  also  ursprünglich  H  gewesen  sein  (vgl.  die 
Exemplare  mit  £ — OV\  AHMAH  bei  Imhoof  a.  a.  O.  S.  223  f.). 


Ebenso. 


^}\AAriMA[H]  über  dem  r. 
schreitenden  Stier  mit 
bärtigem  Menschengesicht 
(Kopf  im  Profil);  vor  sei- 
nen Füssen  ein  undeut- 
licher Gegenstand.  (Pey- 
trignet). 

Der  Gegenstand  vor  den  Füssen  des  Stiers  dürfte 
der  r.  gewandte  Kranich  sein  und  somit  dieses  Exem- 
plar von  dem  voraufgehenden  nicht  verschieden  sein 
^beide  aus  demselben  Stempel?). 


Ebenso.  KAMPA/V/O     über     dem     1. 

schreitenden  Stier  mit 
bärtigem  Menschengesicht 
(Kopf  im  Profil).  Im  Ab- 
schnitt ein  Fisch  1.  (Fox). 
Vgl.  Friedländer  osk.  Münzen  S.  34,  1  und  Taf.  V, 
Campani  1 :  das  dort  erwähnte  m  hinter  dem  Stier  ist  auf 
unserem  Exemplar  nicht  sichtbar,  kann  aber  auch  hier 
vorhanden  gewesen  sein.  —  Auch  auf  diesem  Exemplar 
ist  die  Aufschrift  etwas  retouchirt. 


Campani 


Mi 

nicht 

ganz  so 

gross 


2-3 


M  ik 


7A5 

etwas 
ab- 
genutzt 


0,69 
0,56 

etwas 
abge- 
brochen 


Ebenso  [Athenakopf  r.  (der 
attische  Helm  mit  einem 
Ölkranz  verziert)  mit  kur- 


zem,   in    der    Mitte    ge- 
knüpftem Haarzopf]. 


KAMPAA/O///    über    dem    1. 
schreitenden      Stier     mit 
bärtigem  Menschengesicht 
(Kopf  im  Profil).     Im  Ab- 
schnitt zwei  einander  zu- 
gekehrte Zweige,   welche 
von    dem    breiten    Strich 
ausgehen,  auf  welchem  der 
Stier  steht.     (Peytrignet  . 
Unser  Exemplar  bei  Imhoof  a.  a.  O.  Taf.  V,  16  und 
bei  Minervini  osservazioni  numism.  Taf.  IV,3  mit  der  Auf- 
schrift KAMPAA/O-V;  ein   anderes  Exemplar  bei  Sambon 
Taf.X,  2  mit  KAMPAA/O*.  —  Vgl.  Garrucci  S.  87,  15. 


Allifae 


Über  Allifae  vgl.  nach  Friedländer  osk.  Münzen  S.  25  f. 
meine  Numism.  Beiträge  in  den  Hist.  und  philol.  Auf- 
sätzen Ernst  Gurtius  gewidmet,  S.  250  ff.;  Garrucci  S.  95. 


Austernmuschel. 


Sehr  rohe  Münze. 


I3AAA  um  ein  X vertheilt. 

(77*7)- 


Friedländer  osk.  Münzen  S.  27,  3  und  Taf.V,  Allifae  3, 
handelt  ausführlich  über  die  bisher  nur  durch  dieses 
Exemplar  bekannte  Münze  und  das  auf  derselben  be- 
findliche Zeichen  X;  vgl.  über  dieses  auch  meine 
Numism.  Beiträge  (a.  a.  O.  S.  252  Anm.  1 '. 


Jugendlicher  Kopf  (des 
Apollo?)  r.,  mit  ungewöhn- 
lichbreitem Lorbeerkranz; 
umher  drei  Delphine. 
Perlkreis. 


Vgl.  Friedländer  osk. 


AAAlBAN'oN  übereinerScylla 
r.  Sie  hat  an  jeder  Schul- 
ter einen  Hundekopf,  in 
der  gesenkten  R.  hält  sie 
einen  Polyp,  auf  ihrer  halb- 
erhobenen L.  liegt  ein 
Fisch.  Unten  eine  Mies- 
muschel. Einfacher  Kreis. 
4916.  Gansauge  . 
Münzen  S.  2N,  4. 


Allifae 


/J 


AI 


^2 


ÜI 


0,63 


0,02 
0,66 


0,62 


^Ri-i^ 


o,bi 


Mi 


0,72 


Ebenso.  AAAIBAA/oA^  deutlich;  sonst 

ebenso,  aber  ohne  Kreis. 

Dieses  Exemplar  ist  abgebildet  bei  Friedlander  a.a.O. 
Taf.  V,  Allifae  4. 

Ebenso.  j  AAAI8A/VON,    sonst  ebenso 

(Fox,  2  Ex.). 

Auf  keinem  der  beiden  Exemplare  ist  der  fünfte 
Buchstabe  recht  deutlich,  scheint  aber  eher  S  (oder  8?) 
gewesen  zu  sein  als  B. 

Ebenso,  aber  verwildert.       IAAIBANoN,   deutlich;  sonst 

ebenso.  (Fox). 
Der  Schrötling  ist  fast  viereckig.  Die  Schrift  ähnlich 
auf  einem  in  den  Hist.  und  philol.  Aufsätzen  S.  249 
erwähnten  Exemplar.  Der  Apollokopf  erscheint,  gewiss 
nur  in  Folge  der  rohen  Ausführung,  bärtig,  ebenso 
auf  dem  bei  Garrucci  Taf.  LXXXIX,  41  abgebildeten 
Exemplar. 


Ebenso,  aber  verwildert. 


AAaA\AO/V   deutlich;  sonst 


ebenso.     (4403). 
Der  Schrötling  sehr  unregelmässig,    daher  sind   die 
Fische  auf  der  Vorderseite  kaum  zu  sehen.  —  Zur  Auf- 
schrift vgl.  ein  in  den  Hist.  und  philol.  Aufsätzen  S.  249 
erwähntes  Exemplar. 


Lorbeerbekränzter  Kopf  des  Scylla  mit  doppeltem  Gesicht 
Apollo  1. ;  davor  Rest  eines  r. :  an  jeder  Schulter  hat 
Buchstabens  der  sich  zu  sie  einen  Hundekopf,  in 
ü  ergänzen  lässt  (die  voll-  der  gesenkten  R.  hält  sie 
ständige  Aufschrift  dieser  einen  Polyp,  auf  der  halb- 
Münze  ist  AUHBAl  erhobenen    L.    liegt    eine 

Schneckenmuschel.  Über 
und  unter  der  Scylla  ein 
Schwan  r.  (Fox). 
Vgl.  Friedländer  osk.  Münzen  S.  28,  5  und  Taf.  V, 
Allifae  5;  Cat.  of  greek  coins  in  the  Brit.  mus.,  Italy, 
S.  73,6:  das  Doppelgesicht  der  Scylla  scheint  auf  keinem 
dieser  Exemplare  deutlich  gewesen  zu  sein,  denn  es  wird 
nicht  erwähnt.  Erst  auf  dem  bei  Garrucci  Taf.  LXXXIX,  38 
abgebildeten  Exemplar  ist  das  Doppelgesicht  richtig  er- 
kannt (vgl.  Sallet's  Zeitschr.  ' 
S.  166). 


für    Numism.'  XIV     1886 


74 


Campania 


JE  8-1 
84-9 


24,38 
27,ö3 


7E7 


^oS 


Ein  Exemplar  der  im  Londoner  Catalog  S.  74  n.  8 
unter  Alliba  aufgeführten  und  abgebildeten  Kupfermünze 
'Tritonskopf  1.  —  Scylla  1.,  darunter  A'  sowie  das  ehemals 
Fox'sche  Exemplar  'Tritonskopf  r.  —  Scylla  L,  darunter 
A'  (Fox  unedited  or  rare  greek  coins  Taf.I,  6  und  S.  10  n.  6 
Alliba  zugetheilt)  liegen  in  unserer  Sammlung  bei  den 
unbestimmten  griechischen  Münzen,  da  ihre  Fabrik  eher 
nach  Akarnanien  hinweist.  Garrucci  (S.  161)  giebt  diese 
Münzen  nach  Scylacium  Bruttiorum.  — 

Die  im  Londoner  Catalog  S.  73,  Alliba  n.  7  beschis- 
bene  und  abgebildete  kleine  Silbermünze  'Athenakop  r. 
—  Scylla  oder  vielmehr  Triton  r.'  habe  ich  zu  den  u- 
bestimmten  italischen  Münzen  gelegt. 


Atella 


Triens 


Lorbeerbekränzter  Kopf  des  N03flR    unter  den  Vorde 

füssen  der  Rosse  eines   r. 


Zeus  r.,  dahinter  J    Perl- 
kreis  wie  es  scheint. 


Vgl.  Friedender  osk. 
Atella  1. 


rennenden  Viergespannes, 
in  welchem  Zeus  steht: 
in  der  L.  hält  er  das  Scep- 
ter,  in  der  erhobenen  R. 
den  Blitz.  Hinter  ihm 
eine  kleine  Nike  die  Zü- 
gel haltend.  Im  Abschnitt 
•  •  •  •  Einfacher  Kreis. 
(6659.  Fox). 
Münzen  S.  15,  1  und  Taf.  IV, 


Sextans 


Derselbe  Kopf,  dahinter  J 
Einfacher  Kreis. 


nI0351N  im  Abschnitt.  Zwei 
Krieger  (das  Haupt  ist  un- 
bedeckt, sie  tragen  Stiefel 
und  über  dem  Waffenrock 
kurze  Mäntel)  einander 
gegenüber  stehend  halten 
mit  den  1.  Händen  zu- 
sammen ein  Ferkel,  mit 
der  R.  erhebt  jeder  sein 
Schwert  senkrecht.  L.  im 
Felde  J  Einfacher  Kreis. 
(218/1884. 

Vgl.  Friedender  osk.  Münzen  S.  16,  2  und  Taf.  IV, 
Atella  2.     Spuren  von  Überprägung. 


Atella.     Caiatia.     Calatia 


75 


JE6- 


K+k-5\ 


tetf-6: 

4-44 

4* 


10,63 
11,05 

lM5 


5>00 

4,70 

7,53 


JE  61 


Ebenso,  nur  ist  der  Kopf 
anders  behandelt.  Un- 
deutlicher Kreis. 


Ebenso.       (28741.       Rauch. 
Dannenberg). 


Ebenso  ist  das  bei  Garrucci  Taf.  LXXXVIII,  6  ab- 
gebildete Exemplar.  Ob  der  auf  dieser  Münze  dargestellte 
Kopf  wirklich  derjenige  des  Zeus  ist,  kann  bezweifelt 
werden;  vielleicht  wird  er  richtiger  als  Poseidon  be- 
zeichnet. 

Uncia 

>jaaSN  im  Abschnitt.  Nike 
r.  stehend  bekränzt  ein 
Trophaeon;  im  Felde  r.  • 
Einfacher  Kreis.  (5925. 
28741.  Fox). 

Vgl.  Friedländer  osk.  Münzen  S.  16,  3  und  Taf.  IV, 
Atella  3.  Das  letzte  (schwerste)  Exemplar  scheint  über- 
prägt zu  sein. 


Derselbe    Kopf,    dahinter 
Perlkreis. 


Ca 


latia 


5,40 
5,89 
8,04 

alle  nicht 
gut 


l3A7 


Kopf  der  Athena  1.  (korin- 
thischer Helm  mit  Busch), 
mit  langem,  in  der  Mitte  ge- 
knüpftem Haarzopf.  Perl- 
kreis. 


CAIATINO  (r.,  in  einer  ge- 
raden Zeile  aufwärts). 
Hahn  r.  Im  Felde  1. 
ein  grosser  achtstrahliger 
Stern.  Perlkreis.  (6662. 
7222.  Ohne  Bezeichnung). 


Calatia 
Sextans 


Lorbeerbekränzter  Kopf  des 
Zeus  r.  (am  Nacken  drei 
stylisirte  Locken).  Da- 
hinter l    Einfacher  Kreis. 


KNUNT  im  Abschnitt.  Zeus 
im  r.  eilenden  Zwiege- 
spann ,  hält  in  der  L.  das 
Scepter,  in  der  erhobenen 
R.  den  Blitz.  L.  im  Felde 
J  Perlkreis.  (523/1875). 
Es  ist  nicht  recht  klar,  ob  im  Abschnitt  blos  KNURT 


oder  KRUNTI  steht. 


Das  bei  Garrucci  Taf.  LXXXVIII,  1 


76 


Campania 


&\\ 


3->7? 


/R5 


6,97 


^44-5 


7,32 


abgebildete   Exemplar   hat   Kalat.     Abweichend   ist  da 
Exemplar    bei    Friedländer    osk.   Münzen    S.  20,  2    um 


Taf.  IV,  Calatia  2. 


Uncia 


TTUPIsl  (1.,  in  einer  geraden 
Zeile  aufwärts).  Dreizack, 
ohne    Schaft.      Perlkreis. 

(28670/17). 


Lorbeerbekränzter  Kopf  des 

Zeus  r.   (am  Nacken  drei 

stylisirte     Locken),     aber 

keine  Werthbezeichnung. 

Perlkreis. 
Taf.  II,  28. 

Zu  dieser  Münze  bemerkt  Friedländer:  Wie  es  scheint, 
ist  unser  Exemplar  das  früher  in  der  Sammlung  des 
französischen  Generals  Reynier  befindliche  und  in  dessen 
Precis  d'une  collection  de  medailles  antiques,  Genevej 
o.  J.,  Taf.  I,  22  abgebildete,  denn  mit  dieser  Abbildung 
stimmt  es  in  allen  Zufälligkeiten  ganz  überein,  auch 
ist  es  im  Jahre  1864  aus  Paris  angekauft  worden.  Das 
Reyniersche  Exemplar  ist  von  Avellino  im  Suppl.  ad  Italiae 
num.  S.  49  beschrieben,  von  Micali  storia  degli  antichi 
popoli  italiani,  III,  Taf.  GXV,  18  abgebildet  und  danach  in 
Fnedländers  oskischen  Münzen  S.  21,  Taf.  IV,  Calatia  4 
wiederholt.    Doch  war  Micali's  Abbildung  nicht  völlig  treu. 


Cales 


Kopf  der  Athena  1.  (korin- 
thischer Helm  mit  Busch), 
mit  Perlschnur  am  Halse; 
das  Haar  ist  am  Nacken 
leicht  zusammengebun- 
den. 

Taf.  II,  29. 


CAUENo  im  Abschnitt.  Nike 
in  einem  1.  eilenden  Z wie- 
gespann zieht  mit  der  L. 
die  Zügel  an  und  hält  inj 
der  ausgestreckten  R.  die 
Ruthe.     (4848). 


Athenakopf  1.  (der  Helm  ist 
mit  einer  Schlange  ver- 
ziert), mit  Perlschnur  und 
Ohrgehänge;  der  Haar- 
wulst am  Nacken  ist  in 
der  Mitte  geknüpft.  Zwi- 
schen Helmbusch  und 
Nacken  ein  Kantharos. 
Vgl.   Cat.   of  greek  coins 

S.  j6j  Cales  2. 


Ebenso.   (Beger  thes.  Brand. 


1,353)- 


the    Brit.   mus.,  Italv 


Cales 


77 


iR4* 


7,12 


7P9 


.  R  5 


7,24 
7,18 

6,93 


Athenäkopf  1.  (der  Helm  hat  CAUENO  im  Abschnitt.  Nike 
ausser  dem  grossen  Busch  in  einem  1.  eilenden  Zwie- 
seitwärts  einen  kleineren,  gespann  hält  in  der  L.  die 
der  an  einer  Schlange  be-  Zügel  und  berührt  mit  der 
festigt  zu  sein  scheint),  mit  Ruthe,  die  sie  in  der  R. 
Ohrgehänge,  Perlschnur  hat,  die  Rosse.  (Fox). 
und  in  der  Mitte  geknüpf- 
tem Haarzopf.  Zwischen 
diesem  und  dem  Helm- 
busch eine  Eule  (halb  1.). 
Taf.  II,  30. 
Cat.  of  greek  coins   in   the  Brit.  mus.,   Italy,   S.  y6y 

Cales  1  stimmt  bis  auf  das  Beizeichen  gewiss  mit  unserem 

Exemplar  überein. 


Athenakopf  r.  (der  Helm 
ist  mit  einem  Stern  ge- 
schmückt), mit  Perlschnur 
und  in  der  Mitte  geknüpf- 
tem Haarzopf.  Zwischen 
diesem  und  dem  Helm- 
busch ein  Helm  mit 
Seitenklappen. 

Ebenso,  doch  ist  die  Helm- 
verzierung nicht  deutlich 
(kleiner  Flügel?).  Das  Bei- 
zeichen ist  hier  ein  läng- 
licher Schild. 

Ebenso  (doch  Helmverzie- 
rung: Schlange;  Beizei- 
chen: Schwert  oder  Dolch, 
die  Spitze  abwärts). 

Ebenso  (doch  Helmverzie- 
rung: Greif  r.  rennend; 
Beizeichen:  Dreifuss). 

Ebenso  (doch  Helmverzie- 
rung: geringelte  Schlange; 
Beizeichen:    ein  Flügel). 

Ebenso  (doch  Helmverzie- 
rung: Palmette;  Beizei- 
chen:   Zweig). 


CAUENO  im  Abschnitt.  Nike 
in  einem  1.  eilenden  Zwie- 
gespann  zieht  mit  der  L. 
die  Zügel  an  und  hält  in 
der  ausgestreckten  R.  die 
Ruthe.     (Fox). 


Ebenso.     (Dannenberg). 


Ebenso. '   (Fox) 


Ebenso.     (Gansauge). 


Ebenso  (das   L  kaum   noch 
spitzwinklig).     (Rauch). 


Ebenso.     (Fox). 


78 


Campania 


13 


14- 
»9 


20- 

22 


^4^-5 

7,M 

^•4^-5 

7,3! 

^5 

6,79 

etwas 
ab- 
genutzt 

^4-44 

4,95 

^4-4* 

5,55 
5,74 

7,15 

7,06 

4,85 
6,90 

iE- 4^i 

7,o 
7,4i 
6,20 

Athenakopf  r.  (der  korin- 
thische Helm  ist  mit  einem 
r.  rennenden  Greif  geziert) 
mit  Ohrgehänge,  Perl- 
schnur und  in  der  Mitte  ge- 
knüpftem Haarzopf.  Zwi- 
schen diesem  und  dem 
Helmbusch  ein  Zweig; 
unter  dem  Halse  N 


Ebenso   (doch   Helmverzie-    Ebenso.     (7212) 
rung:  Kranz;  Beizeichen: 
Lanzenspitze;  unter  dem 
Halse  O). 
Vgl.  Garrucci  Taf.  LXXXIII,  13. 


CALENo  im  Abschnitt  (das  L 
fast  rechtwinklig).  Nike 
in  einem  1.  eilenden  Zwie- 
gespann  zieht  mit  der  L, 
die  Zügel  an  und  hält  in 
der  ausgestreckten  R.  die 
Ruthe.    (361/r 


Ebenso  (doch  Helmverzie- 
rung: Greif r.;  Beizeichen: 
Steuerruder;  unter  dem 
Halse  nichts). 


CALENO  im  Abschnitt.  Der- 
selbe Typus,  aber  r.  ge- 
wendet.    (Prokesch). 


Die  Kupfermünzen  sind  so  geordnet: 
I   mit  dem  Hahn. 

II   mit  dem  Stier:  a  —  Leier  mit  CAUENO 
b  —  Leier  ohne  CAUENO 
c  —  Stern 
d  —  Nike. 
Die  mit  dem  Stier  haben  gewöhnlich  O,  selten  O; 
die  mit  dem  Hahn  meistens  O,  selten  O. 


CAVENO    (abwärts)   vor    ei- 
nem    Hahn     r.       L.     im 
Felde  grosser  achtstrahli- 
ger  Stern.     Perlkreis. 
(Rauch). 

Das  U  ist  etwas  nach  links  geneigt,  das  O  vollständig 
geschlossen. 


Kopf  der  Athena  1.  (korin- 
thischer Helm  mit  Busch), 
mit  langem,  in  der  Mitte 
geknüpftem  Haarzopf. 
Perlkreis. 


Ebenso. 


Ebenso. 


ebenso. 
(Gansauge.  1321.  Arditi. 
Fox.  Ohne  Bezeichnung. 
Friedländer). 


CAIENO,      sonst      ebenso. 
(Rauch.  4972.  Beger  thes. 
Pal.  190,  th.  Br.  I,  353). 
Bei   dem  V   scheint  der  Querstrich  nicht  durchzu- 
gehen;  das   T   ist  etwas  nach  links  geneigt  und  nähen 
sich  der  Form  V. 


Cales 


79 


JE4-4h 


JE4 


5,39 
6,65 

7>25 


5,3o 


29 


&3k 


JE4 


5,68 


5^ 


E4-4I 


5,49 


Ebenso. 


Der  Querstrich  des 
oder  eine  Gurve. 


CAUENO,      sonst      ebenso. 
(Rauch.    Pfau.    B.  Fried- 
länder, 2  Ex.). 
bildet  einen  stumpfen  Winkel 


CAUENO  (aufwärts)  vor  dem 
Kopfe  der  Athena  1.,  mit 
Ohrgehänge,Halsband  und 
langem,  in  der  Mitte  ge- 
knüpftem Haarzopf;  zwi- 
schen diesem  und  dem 
Helmbusch  ein  A 
Vgl.   Gat.   of  greek    coin< 

S.  80,  29.    Sambon  Taf.  XII,  55 

Napol,  n.  s.  III  S.  98  und  Taf.  VIII,  2. 
Auf  dem  bei  Garrucci  Taf.  LXXXIII,  1 

Exemplar  fehlt  die  Mondsichel. 


Hahn  r.  Im  Felde  1.  ein  gros- 
ser achtstrahliger  Stern,  r. 
Mondsichel;  vor  den  Füs- 
sen des  Hahns  ein  grosses 

A     (28741). 


in   the  Brit.   mus., 
Minervini  im  Bull. 


Italy, 
arch. 


abgebildeten 


Ebenso,  doch  ist  die  Schrift 
nicht  sichtbar,  weil  der 
Schrötling  sehr  klein  ist. 
Der  Buchstabe  zwischen 
Helmbusch  und  Haar- 
zopf ist  hier  A 


[CAUEJNO  vor  demselben 
Kopfe.  Zwischen  Haar- 
zopf und  Helmbusch  A, 
vor  der  Stirn  ein  • 


Ebenso,  nur  ist  der  Buch- 
stabe vor  den  Füssen  des 
Hahns  kleiner  und  hat  die 
Form  A     (Fox1. 


Ebenso,  vor  den  Füssen  des 
Hahns  ein  grosses  A 

(7273)- 


Taf.  II,  31. 

Der  Buchstabe  am  Helmbusch  ist  offenbar  ein  nicht 
gut  gerathenes  A  und  findet  sich  ebenso  auf  der  im  Gat.  of 
greek  coins  in  the  Brit.  mus. ,  Italy,  S.  80,  29  abgebildeten 
Münze.  Die  Aufschrift  der  Vorderseite  ist  nach  einem  in 
Gotha  befindlichen  Exemplar  (Abdruck  in  Berlin)  ergänzt. 


CAUEN"  (aufwärts)  vor  dem  |  CAPEN"  im  Abschnitt.    Stier 
lorbeerbekränzteji    Kopfe  1      mit  bärtigem  Menschen- 


des Apollo  r 
Perlkreis 


Doppelter 


gesicht  r.  schreitend.  Da- 
rüber eine  Leier.  Zwi- 
schen den  Beinen  des 
Stiers  vielleicht  Spuren 
eines  Buchstabens.  Perl- 
kreis. (4507). 
Diese   leider  nicht   gut   ausgeprägte   Münze   ist  von 


8o 


Campania 


/E5 

6,25 

JE  4| 

6,60 

&4-4h 

6,61 

JEtf 

7,25 

&Ak 

6,85 

&ti 

6,98 

&  4-1T5 

5>85 

JE  4l> 

6,58 

JE5 

6,04 

oxydirt 

JE^-S 

5)7? 

oxydirt 

zierlicher  Arbeit;  in  der  Aufschrift  ist  beide  Mal  das  C  und! 
das  unten  offene  n  kleiner  als  die  anderen  Buchstaben.! 


CAUENO  (aufwärts)  vor  dem 
lorbeerbekr'änzten  Kopfe 
des  Apollo  L;  hinter  dem- 
selben Lanzenspitze.  Perl- 
kreis. 


CAUENO  (aufwärts)  vor  dem 
lorbeerbekränzten  Kopfe 
des  Apollo  1.;  hinter  dem- 
selben Kornähre.  Perl- 
kreis. 

Ebenso;  doch  ist  das  Bei- 
zeichen hinter  dem  Kopfe 
undeutlich. 

Ebenso,  doch  als  Beizeichen 
ein  Kantharos. 


ein  A 

Ebenso,  doch  ist  das  Bei- 
zeichen nicht  mehr  zu 
erkennen. 

Ebenso,  doch  als  Beizeichen 
ein  achtstrahliger  Stern. 


Ebenso,      Beizeichen     un- 
deutlich. 


Ebenso,  als  Beizeichen  eine 
Fliege. 


Ebenso,    als    Beizeichen    ¥ 
(eine  Spindel?).  ' 


[CJAUENO  im  Abschnitt.  Stier] 
mit  bärtigem  Menschen-] 
gesicht  r.  schreitend;  auS 
dem  Kopfe  hat  er  einen] 
undeutlichen  Aufsatz  (et- 
wa wie  eine  Lotosblume).'; 
Über  dem  Stier  eine  Leier.  - 
Einfacher  Kreis.  (B.  Fried-1 
länder). 

CAUENO  im  Abschnitt.  Stier 
mit   bärtigem   Menschen-' 
gesicht  r.  schreitend.   Da-^ 
rüber  Leier;  zwischen  den| 
Beinen  R  (ß.  Friedländer). 

Ebenso,    doch    unter    dem 
Bauche  des  Stiers  A  (5090).* 


Ebenso,  doch  hier  E    (Fox) 


Ebenso,    doch    hier    M 
(Gansauge). 

Ebenso,      mit      demselben 
Buchstaben. 


Ebenso,  doch  der  Buchstabe 
unter  dem  Bauche  des 
Stiers  undeutlich  A  oder 
A  oder  A?).     (Fox  . 

Ebenso,  doch  ist  der  Buch- 
stabe undeutlich  (A  oder 
A?).     (Biron. 

Ebenso,  doch  ist  der  Buch- 
stabe unkenntlich.  1>. 
Friedländer). 

Ebenso,  der  Buchstabe  un- 
kenntlich.   tRauch). 


Cales 


4- 


43 


44 


45 


46 


4£- 
48 


&s 

8,0 

iE  4* 

7,43 

'     -i 

^5 

4,62 

gänzlich 
oxydirt 

^4"4^ 

7,34 

JE^-5 

6,55 

JE4\ 

7,10 

&4k-5 

6,74 

7,22 

Ebenso,  doch  als  Beizeichen  '  Stier  mit  bärtigem  Men- 
ein  Helm  mit  Backen-  schengesicht  r.  schreitend, 
klappen.  darüber    Leier.     Im    Ab- 

schnitt IS    (1322). 
Vgl.  Cat.  of  greek    coins    in    the  Brit.   mus.,    Italy, 
S.  78,  16. 


CAUENO  aufwärts  vor  dem- 
selben Kopfe;  dahinter 
eine  geringelte  Schlange. 
Perlkreis. 


Stier  mit  bärtigem  Men- 
schengesicht r.  schreitend; 
darüber  Leier.  Unter  dem 
Bauche  des  Stiers  T  (Im 
Abschnitt  nichts).  Perl- 
kreis.    (91/1885). 

Taf.  II,  32. 

Diese  Münze  ist  von  sehr  feiner  Arbeit. 

Vgl.  Cat.  of  greek  coins  in  the  Brit.  mus.,  Italy, 
S.  78/14. 


[C1AUENO  (aufwärts)  vor  dem  [C]AUENO  im  Abschnitt, 
lorbeerbekränzten  Kopfe  Stier  mit  bärtigem  Men- 
des  Apollo  1.  Perlkreis  schengesicht  r.  schreitend; 
wie  es  scheint.  darüber  grosser  achtstrah- 

liger  Stern.    (5 141). 
Ob  hinter  dem  Apollokopfe  ein  Beizeichen  war,  ist 
nicht  zu  erkennen. 


CAUENO  aufwärts)  vor  dem- 
selben Kopfe;  dahinter  ein 
achtstrahliger  Stern. 


Ebenso,  doch  ist  ungewiss, 
ob  ein  Beizeichen  da  war. 
Perlkreis. 

Ebenso.  Perlkreis  nicht  zu 
sehen. 

Ebenso,  als  Beizeichen  ein 
achtstrahliger  Stern.  Perl- 
kreis. 


CAUENO  im  Abschnitt.  Stier 
mit  bärtigem  Menschen- 
gesicht r.  schreitend.  Da- 
rüber ein  grosser  sechs- 
zehnstrahliger  Stern;  un- 
ter dem  Bauche  des  Stiers 
A  Perlkreis.  (Dannenberg). 

Ebenso,  doch  ist  der  Buch- 
stabe hier  N  (B.  Fried- 
ender^. 

Ebenso,  doch  ist  der  Buch- 
stabe hier  O     (Rauch). 

Ebenso,  doch  steht  hier  P 
(B.  Friedländer,  2  Exem- 
plare). 


Antike  Münzen.     Bd.  III,  i 


82 


Campania 


49- 
52 


^4*-5 


6,10 

6,55 

6,77 

5,80 


53 


^E  4%-5 


7»»5 


<*5 


6>°3 


iE8|-9 


iE  8^ 


27,'5 


24,2 


Lorbeerbekränzter  Kopf  des  j  CAUENO  im  Abschnitt.  St 


Apollo  1.  (am  Hinterkopf 
unterhalb  des  Kranzes  eine 
Perlschnur);  dahinter  läng- 
licher Schild.     Perlkreis. 


Ebenso. 


mit  bärtigem  Menschen- 
gesicht r.  schreitend.  Da- 
rüber schwebende  NiH 
den  Stier  bekränzend  vor 
dem  grossen  Kranze  is1 
nur  die  Hälfte  dargestellt' 
28732.  Rauch.  Gansauge 
Fox). 

Ebenso  (die  Schrift  undeut- 
lich). Unter  dem  Bauch« 
des  Stiers  A  Ohne  Be- 
zeichnung. 


Capua 


Lorbeerbekränzter  Kopf  des 
Zeus  r.    Perlkreis. 


Zinn»  r.,  abwärts  .  Adler  m 
ausgebreiteten  Flügeln  ai 
dem    Blitz    r.      Perlkrei 

x  f  r,  (2/l879'- 

Taf.  II,  33. 

Diese  äusserst  seltene  Münze  ist  in  Neapel  angekauf 
Vgl.  Friedländer  osk.  Münzen  S.  S,  1  und  Taf.  I  Capua 


a.    Die  Kupfermünzen  mit  Werthbezeichnung 

Quincunx 
Athenakopf  r. ;   der  attische    3  flN>l  unter  einem  r.  tue 


Helm  ist  mit  drei  Büschen 
versehen.     Perlkreis. 

Vgl.  Friedländer  osk.  Münzen  S.  9,  3  und  Taf.  II. 


genden  Pegasus;  darunti 
•  •  •  •  •  Perlkreis.     1  257< 


Triens 
Bekränzter   Kopf  des   Zeus  •  •  •  • 

r.     Perlkreis.  Geflügelter  Blitz 

J  HR* 

Perlkreis.      1 2 
Vgl.  Garrucci  Taf.  LXXXVII  n.  9. 

Das  bei  Friedländer  osk.  Münzen  Taf.  11,4 
bildete  Kxemplar  gehört  einem  etwas  abweichenden 
Typus  dieser  Münze  an:  auf  jenem  ist  der  Zeuskopf 
jugendlicher  dargestellt  und  unter  demselben  befinden 
sich  vier  Werthktigeln,  die  bei  dem  durch  unser  Kxemplar 
vertretenen  Typus  zu   fehlen  scheinen. 

Auf  dem  Exemplar  unserer  Sammlung  ist  der  Kranz 
des  Zeuskopfes  nicht  recht  deutlich. 


Capua 


83 


Sextans 


JE  6 


12,56 

14,85 
14,6 
12,9 


JEG 


11,48 


10 


JEG 


13,48 


Kopf  des  jugendlichen  He- 
rakles r.,  mit  einer  Binde 
im  Haar;  am  Nacken  die 
(geschulterte)  Keule.  Perl- 
kreis. 


UnFW  im  Abschnitt.  Löwe 
r.  (der  Kopf  von  vorn) 
zerbeisst  eine  kurze  Lanze, 
welche  er  mit  der  1.  Vor- 
dertatze gefasst  hat.  Da- 
rüber •  •     Perlkreis. 


(4818.  6581, 


Fox,  2  Ex. 


Taf.  III,  34. 

Vgl.  Friedländer  osk.  Münzen  S.  10,  6  und  Taf.  II,  6 
wo  jedoch  die  Darstellung  auf  der  Rückseite  nicht  ganz 
richtig  beschrieben  wird  (s.  Sallet's  Zeitschr.  für  Numism. 
XIV  1886  S.  174).  —  Gewiss  unrichtig  abgebildet  und  be- 
schrieben bei  Garrucci  Taf.  LXXXVII,  11. 

Auf  zwei  Exemplaren  hat  der  letzte  Buchstabe  die 
Form  I]  und  das  >l  ist  etwas  grösser. 


Lorbeerbekränzter  Kopf  des 
Zeus  r. ,  dahinter  $  Perl- 
kreis. 


dahinter  z 


DnR>l  unterhalb  eines  auf 
dem  Blitz  stehenden  Ad- 
lers mit  ausgebreiteten 
Flügeln  (von  vorn,  der 
Kopf  1.  gewendet).  Zu 
beiden  Seiten  des  Adlers 
je  ein  *  Perlkreis.  (Fox. 
Peytrignet). 

Auf  dem  Fox'schen  Exemplar  ist  die  Schrift  mit 
dem  Grabstichel  aufgefrischt  worden,  auf  dem  anderen 
ist  sie  kaum  sichtbar. 

Vgl.  Friedländer  osk.  Münzen  S.  1 1, 1 3  und  Taf.  III, 


!3- 


Ebenso 


Hnn>!  im  Abschnitt.  Zwei 
Krieger  (das  Haupt  ist  un- 
bedeckt, sie  tragen  Stiefel 
und  über  dem  Waffen- 
rock kurze  Mäntel)  ein- 
ander gegenüber  stehend 
halten  mit  den  1.  Händen 
zusammen  ein  Ferkel ,  mit 
der  R.  erhebt  jeder  sein 
Schwert  senkrecht.    L.  im 

Felde  J     Perlkreis. 

(383/1875. 
Vgl.  Friedländer  osk.  Münzen  S.  1 1,  10  und  Taf.  II,  10. 
Derselbe  Typus  findet  sich  in  Atella  wieder. 


84 

I  I 

'5 


MG-G^ 


[6 


JEG-6% 


&7-7\ 


18- 

20 


M5 


■3>23 

12,20 
I2,30 
14,04 
12,70 


l6,0 


l2>55 

ab- 
genutzt 


7,20 

7,25 

9,55 


Campania 

Ebenso  [Lorbeerbekränzter 
Kopf    des    Zeus    r. ,     da- 


hinter 


Perl  kreis]. 


Vgl.  Friedländer  osk. 


ZHIR»  im  Abschnitt.  Seien! 
durch  die  Mondsichel  auf 
dem  Kopfe  bezeichnet, 
mit  flatterndem  kurzem 
Mantel)  in  einem  r.  eilen- 
den Zvviegespann  und  mit 
beiden  Händen  die  Zügel 
führend.  Darüber  *  * 
Perlkreis.  (Ohne  Bezeich- 
nung. 4971.  Fox,  2  Ex. 
92/1885." 
Münzen  S.  12,  14  und  Taf.  III,  14. 


Weiblicher  Kopf  r.  mit  Ohr-    JUß]  >!  im  Abschnitt.    Krie- 
gehänge, Perlenschnur  am        ger  (ungewiss  ob  behelmt 


Halse  und  einer  Zinnen- 
krone, welche  mit  einem 
Blitz  geziert  ist;  am  Halse 
etwas  Gewand.  Hinter  dem 
Kopfe  Rest  eines  undeut- 
lichen Beizeichens  wohl 
dasselbe  wie  auf  n.  25 — 27) 

und  darunter  x_  der  zweite 

Stern  hier  kaum  sichtbar). 
Perlkreis. 

Vgl.  Friedländer  osk.  Münzen 


mit  eingelegter  Lanze  um 
flatterndem  Mantel  r. 
sprengend.  Unter  den 
Vorderfüssen  des  Pferdes 
eine    Schneckenmuschel: 


1.  im  Felde 
(Peytrignet). 


Perlkreis. 


S.  12,  \G.  In  dem  Bei 
zeichen  hinter  dem  Kopfe  glaubte  Cavedoni  Bull.  d. 
Inst.  1850  S.  197  'una  cornetta  da  caccia'  erkennen  zu 
können.  —  War  der  Reiter  behelmt  was  nach  unserem 
Exemplar  unwahrscheinlich  ist),  so  hatte  der  Helm  sicher 
keinen  Busch  wie  bei  Garrucci  Taf.  87,  1. 

Ebenso  wie  es  scheint.  DnN»  im  Abschnitt.  Ebenso 

Fox  . 

Uncia 


Kopf  der  Artemis  r.,  im  Haar    DflNH   im   Abschnitt.     Eb 


ein  Diadem  mit  kleinen 
Strahlen,  am  Nacken  Bo- 
gen und  Köcher.  Am 
Halse  etwas  Gewand, 
Halsband.     Perlkreis. 


r.     rennend,     darüber     « 
Perlkreis.     Heger  th 
[,   417 


Vgl.  Friedländer  osk.  Münzen  S.  10,  7  iind  Taf.  II, 


Capui 


85 


M4k-5 


JE  5-6  l 
'? 
5 


JE  11 


7A5 
7,5* 
IM 


8,03 
7,l3 

ab- 
genutzt 

7P 

stark 
oxydirt 


Lorbeerhekränzter  Kopf  des 
Zeus  r. ;  dahinter  *  Perl- 
kreis. 


HnN>1  im  Abschnitt.  Nike 
r.,  bekränzt  ein  vor  ihr 
stehendes  Tropaeum.  Im 
Felde  r.  *  Perlkreis. 
(4820.  5877.  6122.  8393. 
Vgl.  Friedländer  osk.  Münzen  S.  1 1, 1 1  und  Taf.  II,  11. 
Derselbe  Typus  auch  auf  Münzen  von  Atella. 


Weiblicher  Kopf  r.  mit  Ohr- 
gehänge, Perlenschnur 
und  einer  Zinnenkrone, 
welche  mit  einem  Blitz 
geziert  ist.  Hinter  dem 
Kopfe  ein  mit  einem  Griff 
versehener,  etwas  ge- 
krümmter Gegenstand, 
wohl  eine  Reitgerte ;  unter 
dem  Halse  *  Perlkreis. 
Taf.  III,  35 


UnRX  im  Abschnitt.  Krieger 
unbehelmt  wie  es  scheint) 
mit  eingelegter  Lanze  und 
flatterndem  Mantel  r. 
sprengend.  Unter  den 
Vorderfüssen  des  Pferdes 
eine  Schneckenmuschel; 
im  Felde  1.  *  Perlkreis. 
(6660.     Fox,  2  Ex.). 


Vgl.  Friedländer  osk.  Münzen  S.  13, 17  und  Taf.  III,  17. 


b.    Die  Kupfermünzen  ohne  Werthbezeichnung 


HnR>l  im  Abschnitt.  Zeus 
im  r.  rennenden  Vierge- 
spann hält  mit  der  L.  das 
Scepter  und  in  der  er- 
hobenen R.  den  Blitz. 
Perlkreis.     (Fox). 


42,03  Die  neben  einander  gestell- 
ten Köpfe  der  Hera  und 
des  Zeus  r. ;  dieser  ist  lor- 
beerbekränzt, jene  trägt 
ein  hohes  Diadem  und  auf 
die  Schultern  herabhän- 
gende Locken  (oder 
Zöpfe),  am  Halse  etwas 
Gewand.  Hinter  dem 
Nacken  das  Scepter.  Perl- 
kreis. 

Dieses  Exemplar  stammt  aus  der  Sammlung  Thomas. 

Vgl.  Friedländer  osk.  Münzen  S.  10,  8  und  Taf.  II,  8. 


86 


Campania 


29 


30 


ZI 


:p 


JE9±2 


JE7 


JE4 


iE  4 


25,23 


12,85 


5,12 


4,69 


Lorbeerbekränzter  Kopf  des    HnR>!  unter  einem  auf  dem 
Zeus  r.  Perlkreis.  Blitz  stehenden  Adler  mit 

ausgebreiteten  Flügeln  et- 
was r.).    Perlkreis.   (6456). 
Vgl.  Friedender  osk.  Münzen  S.  1 1, 12  und  Taf.  III,  12. 

Ebenso.  |  Ebenso.     (12578). 

Ebenda  erwähnt.  Das  bei  Garrucci  S.  89,  17  (=  Taf. 
LXXXVII,  16)  abgebildete  Exemplar  hat  eine  kleine  Mond- 
sichel neben  dem  1.  Beine  des  Adlers;  auch  unser  Exem- 
plar hat  an  der  Stelle  etwas  ähnliches. 


Kopf  der  Hera  r..  mit  dem 
Diadem,  Ohrgehänge  und 
Halsband  (etwas  Gewand 
am  Halse);  an  der  Schul- 
ter das  Scepter.  Perl- 
kreis. 


3f\R>\  (r., abwärts).  Zwei  ke- 


gelförmige Idole  auf  vier- 
eckigen, mit  Tüchern  be- 
hangenen  Untersätzen.*) 
Auf  den  Idolen  liegt  eine 
Tänie,  eine  andere  Tänie 
(oder  Schleier)  schwebt 
oder  hängt  über  den- 
selben. Im  Felde  1.  das 
einem  Dreifuss  ähnliche 
Beizeichen.  Perlkreis. 
(Fox). 
Vgl.  Friedländer  osk.  Münzen  S.  14,22  und  Taf.  III,  22. 


Ebenso.  DüfW    (1.,   aufwärts.     Ger- 

stenähre  mit  zwei  Blättern. 
Im  Felde  r.  das  Beizeichen 
der  vorhergehenden  Mün- 
ze. Perlkreis.  (367  [873  . 
Abgebildet  bei  Sambon  Taf.  XII,  43,   Garrucci  Taf. 

LXXXVI,  25.  —  Dieselbe  Kehrseite  findet  sich  auf  dem 

zweitfolgenden  Typus  wieder. 


*)  So  erscheint  die  Darstellung  selbst  auf  den  besterhaltenen  Stücken  und  wird  auch  von 
Garrucci  S.  88,  24  so  beschrieben.  Vielleicht  sind  aber  die  neben  einander  dargestellten  nicht 
ganz  klaren  Gebilde  ein  jedes  als  Ganzes  aufzufassen  (wie  es  bereits  Munter  in  seinen  Antiquar. 
Abhandl.  S.  206  gethan  hat);  sie  könnten  dann  recht  wohl  zwei  Idole  vorstellen,  ähnlich  dem- 
jenigen der  Persephone  auf  Münzen  von  Sardes. 


JEi 

1,64 

oxydirt 

1^3-34 

5,3  l 

3,97 

3>55 

JE2 

2,0 

M2 

2,28 

&3k 

4,12 
3,84 

3,5* 

&3k 

4,90 

JE  \\-i 

3 

i?44 

schlecht 

i,76  ! 

Capua  o7 

Ebenso.  Geflügelter  Blitz.    Im  Felde 

einerseits  UnNM,  anderer- 
seits  das    Beizeichen  wie 
auf   den   vorhergehenden 
Münzen.     (Fox). 
Vgl.  Friedländer  osk.  Münzen  S.  14,  23  und  Taf.  III,  23. 


Zinn*  (L,  aufwärts).  Ger- 
stenähre mit  zwei  Blättern. 
Im  Felde  r.  das  Beizeichen 
der  vorhergehenden  Mün- 
zen. Perlkreis.  (4819. 
Fox,  2  Ex.). 
Vgl. Friedränder  osk.  Münzen  S.  14,  24  und  Taf.  III,  24. 


Kopf  der  Hera  r.,  mit  Dia- 
dem und  Schleier;  am 
Nacken  das  Scepter.  Perl- 
kreis. 


Jugendlicher  Kopf  (des  Te- 
lephos?)  r.  mit  einer  der 
phrygischen  Mütze  ähn- 
lichen Kopfbedeckung. 
Perlkreis  wie  es  scheint. 


inn>1  imAbschnitt.  Hirsch- 
kuh r.,  den  Kopf  nach 
dem  von  ihr  gesäugten 
Telephos  wendend.  Im 
Felde  r.  das  Beizeichen 
der  vorhergehenden  Mün- 
zen. Einfacher  Kreis  wie 
es  scheint.  (Fox). 
Vgl.  Friedländer  osk.  Münzen  S.  13,  20,  welcher  den 

jugendlichen  Kopf  der  Vorderseite  als  mit  einer  Thier- 

haut  bedeckt  auffasst. 


Ebenso. 


Ebenso,  doch  scheint  auf 
diesem  Exemplar  das  Bei- 
zeichen zu  fehlen.    (6661). 


Friedländer  osk.  Münzen  Taf.  III,  20. 


Lorbeerbekränzter  Kopf  des 
Apollo  r.  mit  lang  über  den 
Nacken  herabhängendem 
Haar.     Perlkreis. 


in  FW  (1.,  aufwärts).  Leier 
an  deren  r.  Seite  eine  Tänie 
gebunden  ist.  Perlkreis. 
B.  Friedlän- 


D/  ??■ 


Vgl.  Friedländer  osk 
Ebenso. 


Ebenda  erwähnt. 


(4407- 

der). 

Münzen  S.  14,  25  und  Taf.  III,  25. 

3nn>!  ir. ,  abwärts).  Leier 
an  deren  1.  Seite  eine  Tänie 
gebunden  ist.      Perlkreis. 

(7566). 


Kopf  der  Athena  r.  (attischer  !  pnN>l]   imAbschnitt.    Ele- 
Helm  mit  Busch).  phant  r.     1 12579.  Fox). 


Vgl.  Friedländer  osk.  Münzen  S. 


15, 


26  und  Taf.  III,  26. 


Campani 


JE4 


3-4 


5.6 


JE  4-4^ 


JE4 


8.9 


iE 


JE  3^-4 


10 


JE  4k 


JE  4-4h 


JE4 


5,20 
5,5° 


5,40 


3,42 

oxydirt 

7,3 « 


5,32 


3,9! 
4,45 


4,7* 


6,32 


4,93 


Compulteria 


WIVl/l<BT\ianV>l     (abwärts) 

vor  dem  lorbeerbekränz- 
ten  Kopfe  des  Apollo  1. 
(am  Hinterkopf  unterhalb 
des  Kranzes  eine  Perl- 
schnur); hinter  demselben 
V     Perlkreis. 


Stier  mit  bärtigem  Men- 
schengesicht r.  schreitend; 
darüber  schwebende  Nike 
den  Stier  bekränzend  von 
dem  grossen  Kranze  ist 
nur  die  Hälfte  dargestellt. 
(B.  Friedländer.  28642/10). 


Auf  dem  einen  Exemplar  mit  sehr  knappem  Schröt- 
ling  ist  die  Aufschrift  nicht  sichtbar. 

Vgl.  Friedländer  osk.  Münzen  S.  5, 1. 


Ebenso,    doch    hinter    dem 
Kopfe  O     Perlkreis. 


Ebenso,    doch    unter    dem 
Bauche  des  Stiers  IS 
(5382.    4982). 
Ebenda  S.  5,  1  und  Taf.  I,  Compulteria  1. 


Ebenso. 
Fox. 


B.  Friedländer. 


VH<3TU3nV>l  (abwärts)  vor 
demselben  Kopfe;  dahin- 
ter O     Perlkreis. 

Auf  beiden  Exemplaren  ist  V  sicher  der  letzte  Buch- 
stabe der  Aufschrift;  das  rechtsläufige  U  ist  nur  auf  einem 
Exemplar  erkennbar.  Ebenso  ist  das  O  hinter  dem 
Apollokopf  nur  auf  einem  Exemplar  sichtbar. 

IVIVl/OTUanV^   vor    dem-  I  Ebenso,  doch  scheint  unter 

selben  Kopfe,  dahinter  O  j      dem    Bauche    des    Stiers 

Perlkreis.  nichts  zu  stehen.     (5258). 

Die  abweichenden  Buchstabenformen  H  und  U  sind 

ganz  sicher. 


'/\AQBT4 3!W>!  vor  dem-    Ebenso,  unter  dem  Bauche 
selben    Kopfe;     dahinter       des     Stiers     l£  (7294. 

vielleicht  >l     Perlkreis.  Rauch  . 

Auf  dem  Rauch'schen  Exemplar  ist  hinter  dem 
Apollokopfe  nur  >|  erkennbar,  nicht  A  wie  Friedländer 
osk.  Münzen  S.  5,  1  angiebt. 


WVl/IOT>ianV>l  vor  dem- 
selben Kopfe  (die  Stelle 
hinter  dem  Kopfe  schlecht 
ausgeprägt .     Perlkreis. 

Ebenso,  doch  hinter  dem 
Kopfe  ein  undeutliches  h 

«fl/IOTSiariV*  vor  demsel- 
ben Kopfe  (dahinter  kein 
Zeichen).     Perlkreis. 


Ebenso.     7 


Ebenso,  doch  scheint  unter 
dem  Bauche  des  Stiers 
nichts  zu  stehen.       17 


Ebenso.    (6446). 


Compulteria.    Cumae 


80 


Cumae 


&3k-4h 


6,75 

gänzlich 
oxydirt 


Die  auf  der  Ks.  der  Gumaner  Münzen  dargestellte 
Muschel  ist  nicht  die  Austermuschel,  wie  auch  noch 
Friedländer  annahm,  sondern,  wie  ihre  charakteristische 
Form  ausser  Zweifel  stellt,  eine  Miesmuschel  (Mytilus 
galloprovincialis,  vgl.  Imhoof  und  Keller  Tier-  und 
Pflanzenbilder  S.  53  n.  38.  39). 


Miesmuschel  (die  Spitze  r.j, 
darauf  zwei  mit  den  Lei- 
bern sich  deckende  Vögel 
r. :  der  vordere  streckt 
den  Kopf  vor,  der  hintere 
wendet  ihn  zurück.  Unter 
der  Miesmuschel  lA/^AV^I, 
zu  beiden  Seiten  der  Vö- 
gel O/V  Einfacher  Kreis 
und  Perlkreis.     (5893). 


Jugendlicher  weiblicher 

Kopf    der  Kyme)   r.,  von 

alterthümlichem  Styl.    Im 

Haar  ein  Perlband,  durch  | 

welches     das     hinten     in  | 

einem     Zopf    aufgenom-  j 

mene  Haar  durchgesteckt  j 

ist  und  in  kurzem  Büschel ' 

wieder     herabfällt;       am 

Halse      Perlschnur      und 

Band.    Um  den  Kopf  mit 

sehr  kleinen   Buchstaben 

3/NAV5|     derart     vertheilt, 

dass   K  vor  dem  Munde, 

V    unter    dem   Kinn,    /^ 

hinter  dem  Kopfe,  E  dem 

Auge  gegenüber  steht   bei 

dem  E  ein  gewiss  bedeu- 
tungsloser Strich  wie    I). 

Einfacher  Kreis  und  Perl- 
kreis. 

Das  auffallend  leichte  Gewicht  dieser  Münze  erklärt 
sich  durch  die  völlige  Oxydation  des  Silbers,  auch  ist 
sie  sonst  beschädigt.  Eine  ganz  ähnliche  Münze  befindet 
sich  in  Arolsen  und  wurde  von  Friedländer  in  den  Ber- 
liner Blättern  f.  Münz-,  Siegel-  und  Wappenkunde  I  (1863) 
S.  135  und  Taf.  V,  1  herausgegeben.  Indessen  ist  weder 
die  Bezeichnung  des  Kopfes  als  Apollo  richtig  —  das 
doppelte  Halsband  passt  doch  nur  für  einen  weiblichen 
Kopf  — ,  noch  war  die  Schrift  auf  der  Vorderseite  richtig 
erkannt  EVA  M  >.  KVME  ist  gewiss  erklärende  Beischrift 
für  den  weiblichen  Kopf  (vgl.  Millingen  Sylloge  S.  14  und 
die  dort  publicirte  Münze  mit  sehr  ähnlichem  Typus). 

Auf  unserem  Exemplar  ist  die  alterthümliche  Form 
des  x  und  u  bemerkenswert!!. 


QO 


Campania 


^3-4 


M2k- 


*3*"5 


7f>3 


7& 


7,H 

völlig 
oxvdirt 


Jugendlicher  weiblicher 

Kopf  r.,  dem  vorhergehen- 
den in  allem  ahnlich,  nur 
dass  hier  der  Büschel  am 
Haarzopf  nicht  vorhanden 
ist.     Perlkreis. 


'v/lAM   V  )l    um    eine    Mies- 
muschel die  Spitze  r.  ;  di 
rüber  ein    sechsstrahligc 
Stern.      Einfacher     Kreis 
und  Perlkreis.  287c 


Taf.  III,  36. 

Diese  Münze  scheint  auf  der  Vorderseite  keine 
Schrift  zu  haben,  obschon  das  bei  der  unregelmässigen 
Form  des  Schrötlings  nicht  mit  Sicherheil  behauptet 
werden  kann. 


KV[MA]IO/Vum  einen  jugend- 
lichen weiblichen  Kopf  r., 
mit  Ohrgehänge  und  ei- 
nem einfachen  Bande  im 
Haar(alterthümlicherStyl). 
Perlkreis. 


Miesmuschel  (die  Spitze  1.  , 
darüber  ein  langer,  schma- 
ler Fisch  1.  Doppelte  Kreis- 
linie.    (28670/7). 


Weiblicher  Kopf  r.,  mit  brei-    IAMV3    (unten;    die    Buch- 


staben erscheinen  auf  den 
Kopf    gestellt.  Mies- 

muschel (die  Spitze  r. , 
darauf  Heuschrecke  r. 
Perlkreis.     (Fox  . 


tem  Banddiadem  im  Haar, 

grossem  Ohrring  und  dop- 
peltem    Halsband.       Vor 

demselben       undeutliche 

Schriftspuren       wie       es 

scheint:    vor    dem    Kinn 

stand   vielleicht   M    (etwa 

Kyme?).    Einfacher  Kreis 

und  Perlkreis. 

Der  Kopf  ist  unschön  ausgeführt;  besonders  eigerfl 
thümlich  ist  das  Haar  behandelt,  das  etwas  verworren  aus- 
sieht. Das  Diadem  drückt  sich  am  Hinterkopf  stark  in 
das  Haar. 

Vgl.  Sambon  Taf.  X,  5. 


Der  auf  den  folgenden  Münzen  dargestellte  Kopt 
(auf  n.  j.6  hat  er  Apollinischen  Typus,  auf  den  übrigen 
würde  man  Nike  darin  erkennen  soll  wohl  immer  die 
Kyme  darstellen. 


Cumae 


Qi 


10 


pf*4H 

7,^9 

^4 

7,48 

iR  45-5 

7,6 

^  31-5 

6,93 

^3%"4% 

7,4i 

M  3%-5 

7,4 

Kopf  1.,  oben  im  Haar  (das 
hinten  aufgenommen  ist) 
ein  Band. 


KVMAIO/V  über  einer  Mies- 
muschel (die  Spitze  r.); 
über  der  Aufschrift  ■©• 
Einfacher  Kreis  und  ein 
Kreis  von  einzelnen  Per- 
len. (28670/6). 
An  der  Miesmuschel  unten  links  ist  ein  wie  |  aus- 
sehendes, wohl  nur  zufälliges  Zeichen  ausgeprägt. 

Derselbe  Kopf,  aber  kleiner.  KVMAIO/V :  um  eine  Mies- 
muschel (die  Spitze  1.)  auf 
welcher  ein  einer  Ente 
ähnlicher  Vogel  r.  steht. 
(28660). 
Taf.  III,  37. 

Der  Kopf  auf  dieser  und  der  voraufgehenden  Münze 
zeichnet  sich  durch  strenge  und  harte  Züge  aus. 


Ähnlicher  Kopf,  aber  r.  und  IAMV>I 

ohne  Band  im  Haar.  Miesmuschel 

(die  Spitze  r.) 
O/V 
Im  Felde  r.  Mondsichel,  in 
welcher  ein  grosser  Punkt. 
Einfacher  Kreis   und   ein 
Kreis  von  einzelnen  Per- 
len.    (Fox). 
Taf.  III,  38. 

Der  Kopf  auf  dieser  Münze  ist  von  strengem  Styl, 
aber  roh  gezeichnet;  auffallend  ist,  dass  trotzdem  die 
Wimpern  des  obern  Augenlides  angegeben  sind. 


Ähnlicher  Kopf  r.,  mit  einem 
Bande  oben  im  Haar,  das 
hier  anders   geordnet   ist. 


Ähnlicher  Kopf  r. 


Ähnlicher  Kopf  r. 


KYMAICW  Miesmuschel  (die 
Spitze  r.),  darüber  ein 
grosser  vielstrahliger 

Stern,  einer  Sonne  ähn- 
lich. Perlkreis.  (Pey- 
trignet). 

KYmAlO/V  Miesmuschel  die 
Spitze  r.),  darüber  ein 
langer,  schmaler  Fisch  r. 
Weitläufiger  Perlkreis. 

(Fox). 

V\  OIAM  Y>  (im  Bogen  auf- 
wärts von  1.  beginnend). 
Miesmuschel  die  Spitze 
I.),  darüber  Gerstenkorn. 
Weitläufiger  Perlkreis. 
(6543)- 


Q2 


Campan 


I 


M  4^-5 


AI 


4-4 


13 


i4 


^4-4i 


.R  4-44 


*5 


^  4-2-5 


[6 


^  44-5 


7,47 


Ähnlicher  Kopl  r.  No|AHY>l    (im    Bogen 

wHrts   von    1.   beginnen 
sonst  ebenso.     (61 18). 
Ein   anderes  Exemplar   aus   demselben  Stempel  b( 
rindet  sich  in  Paris    im  Abdruck  hier  vorhanden1. 


0,00     Ähnlicher  Kopf  r. 
subärat 


M 


5,75 


7,3 


7,58 


Ähnlicher  Kopf  r. 


Ähnlicher  Kopf  r.,  mit  Hals 
band. 


//////////AMV*  (im  Bogen  ab- 
wärts von  r.  beginnend;, 
sonst  ebenso. 

KY/Y\AIO/V  Miesmuschel  (die 
Spitze  r.),  darüber  Gersten- 
korn.   Perlkreis.        7854 . 


»V\AAIO/^      (also     aus 
KVMAIOA/    verwildert), 
sonst  ebenso.    Weitläufig 
ger  Perlkreis.      Fox  . 
Diese  Münze  wird  wohl  subärat  sein,  obgleich  nichts 
davon  zu  sehen  ist. 


Ähnlicher     Kopf 
Halsband?). 


(ohne  KYWIO/V  (im  Bogen  auf- 
wärts von  1.  beginnend1. 
Miesmuschel  (die  Spitze 
1.),  darüber  Gerstenkorn. 
Schwacher,  zum  Theil 
über  die  Buchstaben  sich 
hinziehender  Perlkreis. 
(Fox, 

Auf  unserem  Exemplar  erscheint  der  zweite  Buch- 
stabe wie  Y  nur  durch  einen  Zufall,  wie  sich  aus  dem 
Vergleich  mit  einem  aus  demselben  Stempel  hervorge- 
gangenen Pariser  Exemplar  (Abdruck  in  Berlin  ergiebt. 
Ebenso  zeigt  das  Pariser  Exemplar  deutlich,  dass  der 
folgende  Buchstabe  W,  nicht  W  ist  den  Schein  der 
Ligatur  ma  bringt  auf  unserem  Exemplar  der  undeut- 
liche über  die  Buchstaben  gehende  Perlkreis)  Auf  der 
Pariser  Münze  geht  dem  K  noch  ein  Y  vorauf  wahr- 
scheinlich ein  unvollendetes  K  mit  welchem  der  Stempel- 
schneider die  Umschrift  zu  weit  links  beginnen  wollte): 
davon  ist  auf  unserem  Exemplar  kaum  etwas  zu  sehen. 


Ähnlicher  Kopf  r.,  mit  Hals- 
band. 


YWAIO/V      Miesmuschel 

die    Spitze    r.  ,    darüber 

Gerstenkorn.        Perlkreis 

scheint    nicht    vorhanden 

zu  sein.       Fox  . 

Taf.  III,  39. 

Auf  die  Aufschrift  folgen  undeutliche  Spuren  mehre- 
rer Buchstaben  .Umprägung?). 


Cumae 


93 


.R5-5^ 


7,6 


IS 


**  4        7*6 


20 


A4* 

4-: 


7,54 

7,iO 


Weiblicher 
grossem 

Halsband. 


Kopf    1. 

Ohrring 


mit    KYMAIO/V  /V|    Scylla   1.    mit 


und 


Taf.  III,  40. 


zottigem  Oberkörper,  an 
den  Schultern  je  ein 
Hundskopf;  der  r.  Arm  ist 
vorgestreckt,  der  1.  halb 
erhoben.  Vor  ihr  eine 
grosse  Miesmuschel.  Fox  . 


Abgebildet  bei  Fox  unedited  greek  coins  Taf.  I,  7, 
wo  der  letzte  Buchstabe  der  Umschrift  als  U  gegeben 
wird.  Ein  kleiner  Haken  am  Fusse  der  Hasta  ist  aller- 
dings vorhanden,  aber  wohl  durch  eine  Verletzung 
entstanden.  Auch  das  bei  Garrucci  abgebildete  Ex. 
Taf.  LXXXIII,  26    hat  am  Schluss  der  Aufschrift  /VI. 

Die  Scylla  hat  in  ihren  Händen  kein  Attribut  die  An- 
gabe im  Gat.  of  greek  coins  in  the  Brit.  mus.,  Italy,  S.  89,  27 
wohl  irrthümlich) ;  ebenso  das  Ex.  bei  Garrucci  a.  a.  O. 


Athenakopf  r.,  mit  Hals- 
band; um  den  mit  dem 
Busch  versehenen  atti- 
schen Helm  ein  Ölkranz 
mit  grossen  runden  Bee- 
ren. 


K[VMA]ION    Miesmuschel 
(die    Spitze    iv,    darüber 
Spitzhund    1.    auf    einem 
dünnen  etwas  gekrümm- 
ten Gegenstande,  vielleicht 
einer  Schlange,  schreitend. 
Perlkreis.     (Fox). 
Ein  Exemplar  in  Arolsen,    vgl.  Friedländer  in   den 
Berliner  Blättern  f.  Münzkunde  I    1863   S.  136,  ein  anderes 
im  Gat.  of  greek  coins  in  the  Brit.  mus.,  Italy,  S.  86,  6. 
Vgl.  auch  Garrucci  Taf.  LXXXIII,  29. 


Das  Fell  eines  Löwenkopfs    KVMAIOV\  Miesmuschel  (die 
mit  dem  Halse,  von  oben  i      Spitze   r.),    darüber   Ger- 
gesehen,   zwischen    zwei  I      stenkorn.        Weitläufiger 
schräg  nach  unten  gerich-  I      Perlkreis.      (6440.  Fox). 
teten  Eberköpfen.    Weit- 
läufiger Perlkreis. 
Taf.  III,4i. 

Ein  identisches  Exemplar  im  Cat.  of  greek  coins  in 
the  Brit.  mus.,  Italy,  S.  86,  7.  Derbe,  alterthümliche  Arbeit. 
[Der  Typus  der  Vorderseite  hat  noch  keine  genü- 
gende Erklärung  gefunden.  Avellino  ad  Italiae  numos 
supplementum  S.  11  und  12  bezieht  die  Eberköpfe  auf 
die  Verwandelung  der  Gefährten  des  Odysseus  bei  Girce, 
allein  dabei  bleibt  der  Löwenkopf  unerklärt,  und  unsere 
Münze  zeigt  deutlich,  dass  der  mittlere  Kopf  kein 
Eber-  sondern  ein  Löwenkopf  ist.  Millingen  ancient 
coins  S.  4  bringt  eine  Stelle  des  Pausanias,  nach  welcher 
in  Cumae  die  Hauer  des  Erymanthischen  Ebers  aufbe- 
wahrt wurden,  allein  auch  da  bleibt  der  Löwenkopf  un- 
erklärt. Auf  der  folgenden  Drachme  scheint  es  der  Kopf 
einer  Löwin  zu  sein.  Friedlaender].  Ausführlich  be- 
I  handelt  den  Typus  jetzt  Garrucci  S.  80. 


94 


*3 


H 


*S 


28 


29 


^4^ 

6,2 

*  2I-3 

4,02 

^1 

°v 

M.\— 1 

0,6 

^1^ 

0,6 

/R  1 '. 

0,4 

ein 

Stück 

fehlt 

0,42' 

oxydirt 

Alfrl* 

0,51 

^Ri^ 

0,53 

Miesmuschel 

Perl  kreis. 


Campania 

Ebenso,  doch  sind  die  bei- 
den Eberköpfe  hier  weit 
mehr  als  bei  dem  vorigen 
Typus  einander  zuge- 
kehrt.    Perlkreis. 

Diese   und   noch   mehr  die  folgende  Münze   ist 
viel  zierlicherer  Arbeit. 


KVM    AIO/V 

die  Spitze  1. 
(Peytrignet  . 


Ebenso  (die  Eberköpfe  haben 
ungefähr  dieselbe  Stel- 
lung wie  auf  dem  ersten 
Typus1.     Perlkreis. 


Miesmuschel  (die  Spitze  1.) 
auf  welcher  der  Buchstabe 
V\  Über  der  Muschel  MV3, 
unter  derselben  A!ON 
Perlkreis.      Fox  . 


Taf.  III,  42. 

Auf  dieser    und   der   voraufgehenden    Münze   dürfte 
das  Fell  einer  Löwin  dargestellt  sein. 


7      Athenakopf  r.  mit  korinthi-  I  KV  /  \E    Miesmuschel 


schem  Helm  ohne  Busch. 
Perlkreis. 


Spitze  r.i,  darüber  kleine 
Kammmuschel  (die  Spitze 
nach  oben).     Perlkreis. 
(Gansauge). 

Die  Schrift  ist  so  vertheilt,  dass  K  und  V  zu  beiden 
Seiten  der  kleinen  Kammmuschel,  ME  umgekehrt  unter 
der  grossen  Miesmuschel  steht. 

Vgl.  Garrucci  Taf.  LXXXIV,  11. 


Ebenso. 


Derselbe  Kopf  r.  (der  Helm 
ist  sehr  hoch;  Nacken- 
schirm1.    Kein  Perlkreis. 


Ebenso. 


Ebenso. 


Ebenso. 


V  >l  über  einer  Miesmuschel 
die  Spitze  L).  Perlkreis. 
1  >annenberg  . 

V>l  über  einer  Miesmuschel 
(die  Spitze  r.).  Weitläufi- 
ger Perlkreis.      Fox  . 

YM  über  einer  Miesmus. 
die  Spitze  1.).    Weitläufi- 
ger   Perlkreis. 
l7943  ■ 

KV  über  einer  Miesmu^ 
die  Spitze  r.  .    Weitläufi- 
ger Perlkreis.     (18574  . 

KV  über  einer  Miesmuschel 

die  Spitze  1.  .  Weitläufi- 
ger Perlkreis.  B.  Fried*- 
iänder) 


Cumae.    Fistelia 


95 


30.   -Rl'..-!', 


öA7 

ein 
Stuck 
fehlt 
0,62 


.k 


0,69 


33 


/Ri 


0,68 
oxydirt 


34 


M\ 


Ebenso,  doch  ist  der  Helm 
etwas  anders  geformt. 


x  <  zu  Seiten  einer  Mies- 
muschel (die  Spitze  1.)  auf 
welcher  ein  einer  Ente 
ähnlicher  Vogel  r.  steht. 
Weitläufiger  Perlkreis. 
(28670/8.  362/1872). 
Die  beiden  Buchstaben  befinden  sich  in  der  ange- 
gebenen Lage  zu  beiden  Seiten  der  Miesmuschel. 


Athenakopf  r.  mit  korinthi-  KY  MAlO/V  Miesmuschel  die 
schem  Helm  und  lang  Spitze  1.),  darüber  eine 
über  den  Nacken  herab-  kleine  Kammmuschel  die 
hängendem  Haar.  Spitze  nach  unten1.    Weit- 

läufiger Perlkreis.  (Rauch). 
Die  Schrift  beginnt  rechts  von  der  Kammmuschel. 


Korinthischer    Helm    ohne 
Busch  r.     Perlkreis. 


Vgl. 


AM 

Miesmuschel 
(die  Spitze  1.) 

Weitläufiger  Perlkreis. 
Avellino  opuscoli  II  Taf.  3,3  und  S.  39. 


Fox). 


Korinthischer  Helm  ohne  I  Miesmuschel  (die  Spitze  1A 
Busch  1.  Einfacher  Kreis.  |  Kein  Kreis.  (Peytrignet). 
[Minervini  osservazioni  numism.  Taf.  IV,  4  und  S.  34 
hat  dies  Peytrignet'sche  Exemplar  publicirt.  Es  ist  ein 
Viertelobol.  Fiorelli  mon.  ined.  I  3  bildet  einen  ähnlichen 
ab,  welcher  aber  ein  N  über  der  Muschel  hat  und  des- 
halb Neapolis  zugetheilt  wird.     Friedlaender]. 


Fistelia 


Über  die  verschiedene  Localisirung  Fistelia's  vgl. 
Friedländer  osk.  Münzen  S.  28- — 30;  einen  Versuch,  die 
Lage  der  Stadt  auf  Grund  von  Münzfunden  zu  bestimmen, 
habe  ich  in  den  Historischen  und  philol.  Aufsätzen  zu 
Ehren  Ernst  Gurtius  S.  251fr.  gemacht.  Vgl.  auch  Gar- 
rucci  S.  93  f.  nebst  Sallet's  Zeitschr.  f.  Numism.  XIV  (1886) 
S.  166  ff. 


y" 


Campania 


1-4 


4-4  '( 
4-41; 
4-4t 


^33<"4 


^4-4^ 


JRtf 


JR^s 


7,5 1 

7M 

7A5 


6,82 


ö,i3 

subarat 


,68 


7,22 


Weiblicher  Kopf  fast  ganz 
von  vorn  (etwas  r.  ge- 
wendet) mit  gelöstem  flat- 
terndem Haar,  das  von 
einem  breiten,  nur  über 
der  Stirn  sichtbaren  Bande 
gehalten  wird.  Am  Halse 
eine  Perlschnur.  Ein- 
facher Kreis  (nur  auf  einem 
Ex.  sichtbar). 


8ISTUVS  in  einer  geraden 
Zeile  über  dem  1.  schrei- 
tenden Stier  mit  bärtigem 
Menschengesicht  (Kopf  im 
Profil).  Doppellinie  als 
Basis  (nur  auf  dem  ersten 
vorzüglich  erhaltenen 
Exemplar  zu  sehen  .  Im 
Abschnitt  ein  Delphin  1. 
(Fox.  7236.  B.  Friedlünder. 
Gansauge . 

Die  vier  Exemplare  aus  demselben  Stempel. 
Taf.  III,  43. 

Vgl.  Friedländer  osk.  Münzen  S.  30, 1  und  Taf.  V 
Fistelia  1. 

Ebenso.  8R  T  L  VIS  über  demselben  Ty- 

f)us.  Auch  hier  Doppel- 
inie als  Basis  und  Delphin. 
(Peytrignet). 

Die  Vs.  ist  aus  demselben  Stempel,  aus  welchem  die 
vorhergehende  Münze  hervorging.  —  Die  Münze  scheint 
nicht  subärat  zu  sein. 

Derselbe  Kopf,  doch  roher.    8UTUVU    über   demselben 

Typus;  der  Abschnitt  ist 
nicht  ausgeprägt.     (Fox). 

8ISTUVM    über  demselben 
Typus;  im  Abschnitt  Del- 
phin 1.     (Prokesch). 
Das    Gewicht   ist  hoch,    umsorftehr    als   die   Münze 
etwas  beschädigt  ist.     Spuren  von  Überprägung? 


Derselbe  Kopf  von  dem- 
selben Typus  wie  auf 
n.  1—  0.    Einfacher  Kreis. 


Weiblicher    Kopf  fast    von    -*IVsl>*l[8]    über    dem     1. 


schreitenden  Stier  mit 
bärtigem  Menschengesicht 
(Kopf  im  Profil1.   Doppea 


vorn  (etwas  r.  gewendet 
und  geneigt)  mit  gelöstem 
flatterndem  Haar,  das  von  j 
einem  breiten,  nur  über 
derStirn  sichtbaren  Bande 
gehalten  wird. 

Taf.  III,  44. 

Derselbe    Kopf    findet    sich    auf    Didrachmen    von 
Neapolis. 

Vgl.  Friedländer  osk.  Münzen  S.  31,  2   und  Tafel  V 
Fistelia  2. 


Fistelia 


97 


0,58 
0,65 
0,05 

<W 
0,62 

1-1% 

0,52 

o,59 

o,53 

0,62 

4li^-i| 

0,63 

ein 
Stück 
fehlt 

iRi^-i^ 

0,59 

Äi*->* 

0,65 

jR  i 

0,68 

JRh 

0,34 

Jugendlicher,  männlicher  *IV\/"RI$  (r.)  Delphin,  Ge- 
Kopf ohne  Hals,  fast  ganz  treidekorn,  Miesmuschel, 
von  vorn  (etwas  r.  gewen-  (B.  Friedländer,  3  Ex. 
det)  mit  kurzem,  durch  Rauch.  Arditi.  Ohne  Be- 
gleichmässige  Striche  an-  Zeichnung), 
gedeutetem  Haar. 

Taf.  III ,  45. 

Vgl.  Friedländer  osk.  Münzen   S.  31,  3  und  Taf.  V 
Fistelia  3.  


<t>l*TE  AIA  zu  beiden  Sei-« 
ten  desselben  Kopfes  (hier 
mit  Hals)  vertheilt. 


Ebenso.  (4821.     6534. 

B.  Friedländer). 


Taf.  111,46. 

Vgl.  Friedländer  osk.  Münzen  S.  31,4  und  Taf.  V 
Fistelia  4. 

Ebenso.  IMWT^IS     sonst    ebenso. 

I      (Fox). 
Auf  diesem  Exemplare  sind  die  beiden  letzten  Buch- 
staben der  Aufschrift  der  Kehrseite  von  moderner  Hand 
getilgt  worden. 

<M£  "T[E]  AIA  sonst  ebenso.  I  *IWT2I$    schlecht   ausge- 
prägt, sonst  ebenso. 
(B.  Friedländer). 
Die  Aufschrift  der  Vs.  ist  recht  unklar  gekommen, 

doch  die  Form  des  >  scheint  sicher. 


<t>i*TE  AIA  sonst  ebenso. 


Ähnlicher  Kopf,  auch  hier 
mit  Hals.  Zu  beiden  Seiten 
undeutliche  Reste,  viel- 
leicht von  Buchstaben  (auf 
der  linken  Seite  erkennt 
man  <M////). 

Behelmter  jugendlicher  Kopf 
fast  von  vorn  (etwas  r.  ge- 
wendet). Der  attische 
Helm  hat  drei  Büsche. 


Derselbe  Typus  wie  es 
scheint,  von  der  Schrift 
sind  nur  schwache  Spuren 
vorhanden.  (B.  Friedlän- 
der). 

$I\M>SI$  Miesmuschel  und 
Getreidekorn.     (Fox). 


*  I  VU  >*  I  $  um  das  Zeichen 
X  zu  je  zwei  Buchstaben 
vertheilt.     (2f " 


Taf.  111,47. 

Vgl.  Friedländer  osk.  Münzen  S.  32, 6  und  Taf.  V 
Fistelia  6. 

Über  das  einem  H  ähnliche  Zeichen  vgl.  auch  meine 
Bemerkung  in  den  Historischen  und  philol.  Aufsätzen  zu 
Ehren  Ernst  Curtius  S.  252. 


Antike  Münzen.    Bd.  III,  1. 


9« 


Campania 


23 


jRi*-i- 


^4^-5 


0,60 


6,55 

etwas 
ab- 
genutzt 


Athenakopf  r.,  der  attische  VJ^T*I$  in  gerader  Linie 
Helm  ist  mit  Ölkranz  und  über  einem  halben  Stier 
Eule  geschmückt.  mit  b'artigem  Menschen- 

gesicht (Kopf  im  Protil    r. 
(Ohne  Bezeichnung 
Vgl.  Friedländer  a.  a.  O.  S.  32,7  und  Taf.  V  Fistelia  7 
(die  Abbildung  der  Vs.  dem  Original  nicht  entsprechend;. 
Der  Kopf  der  Athena  ist  sehr  roh  und  ungeschickt 
gezeichnet. 

Auf  der  Ks.  ist  der  letzte  Buchstabe  der  Aufschrift 
nicht  ganz  klar,  scheint  aber  trotz  des  Widerspruchs 
Friedländers  ein  V  zu  sein,  wie  auch  Lepsius  gelesen 
hatte,  und  vielleicht  ist  der  in  diesem  V  bei  gewissem 
Licht  erscheinende  Punkt  nicht  zufällig.  Zufällig  da- 
gegen könnte  ein  an  demselben  Buchstaben  erscheinen-? 
des  Strichelchen  sein  (V). 

Eine  ähnliche  Münze,  doch  mit  anderer  Aufschrift, 
bei  Minervini  osserv.  numism.  Taf.  IV,  7  und  S.  13. 


Hyria   und   Fensernia 
Hy  r  i  a 

Über  Hyria  vgl.  ausser  Friedländer  osk.  Münzen 
S.  36  f.  und  Garrucci  S.  92  besonders  Imhoof- Blumer 
in  der  Wiener  numism.  Ztschr.  XVIII  (1886)  S.  214  ff 

Eine  Münze  von  Nola  unserer  Sammlung  liefert  den 
Beweis,    dass  Hyria  und  Nola  eine  gemeinsame  Pi 
statte  hatten  (vgl.  unten  n.  5.  6). 
Athenakopf  r.  mit  kurzem, 
unten   geknüpftem  Haar- 
zopf.    Der  attische  Helm 
(mit  Busch)  war  bekränzt; 
doch    ist    der    Kranz    auf 
unserem   Exemplar   nicht 
zu  sehen. 
Taf.  IV,  48. 

Ein  identisches  Exemplar  (das  Hunter'sche)  bei  Gar- 
rucci Taf.  LXXXIX,  1 ;  das  mit  der  Aufschrift  H  Y  P  I  E  T  E $ 
und  mit  AS  unter  dem  Stier  bei  Sambon  S.  157,  7  ist 
nach  Imhoof- Blumer  (Wiener  numism.  Zeitschr.  Will 
(1886)  S.  206)  von  dem  vorliegenden  nicht  verschieden. 
Imhoof  a.  a.  O.  sieht,  gewiss  mit  Recht,  in  dem  4- 
'eine  Pflanze  mit  drei  Blättern'  ganz  ähnlich  auf  Silber- 
münzen von  Larisa,  vgl.  Londoner  Cat.,  Thessaly,  Taf 
IV,  13);    Garrucci  hält  es  für  einen   Buchstaben  (= 


H Vi-' TETE 5]  über  einem 
stossenden  Stier  mit  bär- 
tigem Menscheng 
der  Kopf  im  Profil  r. 
Zwischen  den  Beinen 
A  $  und  eine  Pflanze  ^). 
(Peytrignet). 


Hyria 


99 


,R4 

4-4-; 

4-5 


*5 

4t 


*4"4* 


Ml 


JRti 


74 
7>3! 

7,34 


Z>'5 

b,77 


5,16 

subärat 


7,*9 
6,97 
7,04 


7,57 


Athenakopf  1.,  der  attische 
Helm  ist  mit  Ölkranz  und 
Eule  geschmückt.  Zwi- 
schen Helmbusch  und 
Nacken  r 


YPIANOS  über  einem  r. 
schreitenden  Stier  mit 
bartigem  Menschengesicht 
(Kopf  im  Profil).  (7213. 
Fox.     Pfau). 


Die  drei  Exemplare  aus  demselben  Stempel. 
Vgl.  Friedländer   osk.  Münzen  S.  39,  2  und  Taf.  V 
Uria  2.  


Athenakopf  1.,  der  attische 
Helm  ist  mit  Ölkranz  und 
Eule  geschmückt. 


YDINAI  über  einem  1.  schrei- 
tenden Stier  mit  bärtigem 
Menschengesicht  (Kopfim 
Profil).      Doppellinie    als 
Basis.     (Peytngnet.   Fox). 
Beide  Exemplare  aus  demselben  Stempel  (die  Vs.  aus 
demselben    Stempel   wie    eine    Münze    von    Nola;    vgl. 
unter  Nola  . 
Taf.  IV,  49. 

Vgl.  Friedender  osk.  Münzen  S.  39,  3  und  Taf.  V 
Uria  3. 

Der  Punkt  über  dem  ersten  I  ist  zwar  nur  schwach 
ausgeprägt,  aber  sicher  vorhanden  (Garrucci  S.  92  und 
93  führt  daneben  auch  ein  Beispiel  für  \  an),  i  ist  viel- 
leicht eine  andere  Form  des  oskischen  h;  der  e-  Laut  liegt 
auf  einem  weiter  unten  beschriebenen  Exemplar  (n.  24.25) 
deutlich  vor. 


Ebenso. 

Taf.  IV,  50. 


YPINAI,  sonst  ebenso. 
(Ohne  Bezeichnung). 


YDINAI  (mit  geringen  Ab- 
weichungen), sonst  eben- 
so. (11 739.  B. Friedränder. 
Prokesch). 


Athenakopf  r.  mit  kurzem, 
unten  geknüpftem  Haar- 
zopf; der  attische  Helm 
ist  mit  Ölkranz  und  Eule 
geschmückt. 

Diese   drei   Exemplare  weichen   in   der  Schriftform 
etwas  von  einander  ab.     Auf  dem   ersten  hat  das  a  die 
Form   A,   das   zweite   hat  >  und  P\,  bei  dem  dritten  ist 
der  erste  Buchstabe  fast  nur  V  und  das  a  ist  so  A. 
Erwähnt  bei  Friedländer  osk.  Münzen  S.  39,  3. 


Athenakopf  1.,  der  attische 
Helm  ist  mit  Ölkranz  und 
Eule  geschmückt;  zwi- 
schen Helmbusch  und 
Nacken  ein  Zeichen  wie  S 
wohl  ein  misslungenes  T). 
Vgl.  Friedländer  osk.  Münzen  S.  40, 4  und  Taf.  V 
Uria  4.  —  Ziemlich  rohe  Arbeit,  besonders  die  Vs. 


VPIN/A  über  einem  1.  schrei- 
tenden Stier  mit  bärtigem 
Menschengesicht  (Kopfim 
Profil).  (Beger  thes.  Pal. 
S.  270,  th.  Br.  I  S.  320). 


00 


Campania 


»3 


'4 


»5- 


«9 


20 


M4%-5 

7,28 
7,32 

M  5 

7,35 

^5 
5% 

4%-5 

7,08 

7,27 
7,27 

^  4%-5 

6,42 

^5 

7?4i 

^3*"5* 

7,24 

^4^ 

7,38 

^  3*-4 

5,88 

Athenakopf  r.  mit  kurzem, 
unten  geknüpftem  Haar- 
zopf; der  attische  Helm 
ist  mit  Ölkranz  und  Eule 
geschmückt. 


/////PINA  über  einem  r.  stehen- 
den Stier  mit  bärtigem 
Menschengesicht  (Kopf  im 


Profil). 


i|Fox,  2  E: 


Athenakopf  1.,  der  attische 
Helm  ist  mit  Ölkranz  und 
Eule  geschmückt;  zwi- 
schen Helmbusch  und 
Nacken  V 


JU/IHY  über  einem  r.  ste- 
henden Stier  mit  bärtigem 
Menschengesicht  (der  Kopf 
im  Profil).     (11398). 


An  dem  1  ist  noch  eine  schwache  Spur  eines  Quer- 
strichs zu  sehen,  es  könnte  also  ursprünglich  %  gestanden 
haben,  das  nachträglich  zu  <1  corrigirt  ward. 


Ebenso  (aus  demselben  Stem- 
pel wie  die  vorhergehende). 


AHNV  über  einem  r.  schrei- 
tenden Stier  mit  bärtigem 
Menschengesicht  der  Kopf 
im  Profil).  (Beger  thes.  Br. 
I  S.320.  Fox.  Gansauge). 
Die  drei  Exemplare  aus  demselben  Stempel. 
Taf.  IV,  51. 

Der  Punkt  über  dem  Y  ist  nur  auf  dem  ersten  Exem- 
plar sichtbar,  auf  den  beiden  andern  sieht  man  nur  > 


Ebenso,  doch  ohne  T 


Ebenso,  doch  ist  zwischen 
Helmbusch  und  Nacken 
ein  undeutliches  Zeichen, 
vielleicht  C     (vgl.  n.  11). 

Ebenso,  doch  ohne  Zeichen 
hinter  dem  Nacken. 

Ebenso,  auch  ohne  Zeichen. 
Wie  es  scheint,  hatAthena 
ein  Halsband. 


AMIdY  über  demselben  Stier. 
Doppellinie  als  Basis. 
(Herrmann). 

/^VAlOY,  sonst  ebenso.   Gans- 
auge). 


ANA  14^,  sonst  ebenso. 
(Rauch). 

flMNV'/,  sonst  ebenso.    FoxJ 


Der  erste  Buchstabe  dürfte  Y  gewesen  sein. 


HCh  ,    sonst  ebenso. 
B.  Friedländer  . 


Athenakopf  1.,   der  attische 

Helm  ist  mit  Ölkranz  und 

Eule  geschmückt. 

Die  Münze  ist  gut  erhalten,  aber  auf  einen  sehr 
kleinen  Schrütling  geprägt;  das  leichte  Gewicht  lässt  viel- 
leicht auch  schliessen,  dass  sie  subärat  ist,  obwohl  man 
davon  keine  Spur  erkennt. 


Hyria 


Ol 


&4k 


24. 


26 


.H 


jR4* 


M5 


&5 

4'-s 


7^? 


6,75 
6,05 


7>25 

etwas 
ab- 
genutzt 


7'2A 

oxydirt 


etwas 
ab- 
genutzt 

7,47 

7,28 


/QV\|<iY  über  einem  r.  schrei- 
tenden Stier  mit  bärtigem 
Menschengesicht  (Kopf  im 
Profil).      (B.  Friedländer). 


Athenakopf  r.  mit  kurzem, 
unten  geknüpftem  Haar- 
zopf; der  attische  Helm 
ist  mit  Ölkranz  und  Eule  ! 
geschmückt.  Spuren  eines 
erhabenen  Reifens  um  das 
Bild. 
Fast  ebenso  das  Exemplar  bei  Imhoof-Blumer  a.  a.  O. 

S.  207  n.  2  und  Taf.  V,  2. 


Athenakopf  1.,  der  attische 
Helm  ist  mit  Ölkranz  und 
Eule  geschmückt. 


KWE4Y 

Stier, 
sis. 


über  demselben 
Doppellinie  als  Ba- 
(4455.    Gansauge). 


Beide  Exemplare  aus  demselben  Stempel  und  beide 
subärat.  Die  Vs.,  wie  es  scheint,  aus  demselben  Stempel 
wie  n.  7. 

Erwähnt  bei  Friedländer  osk.  Münzen  S.  40, 4;  vgl. 
Garrucci  S.  93,  8. 

Diese  und  die  unter  n.  5.6  beschriebene  Münze  lassen 
auf  Orena  oder  eine  ähnliche  Form  des  Stadtnamens 
schliessen. 


^HIOY  über  einem  r.  schrei- 
tenden Stier  mit  bärtigem 
Menschengesicht  (Kopf  im 
Profil).  Doppellinie  als 
Basis.     (Gansauge). 


Kopf  der  Hera  fast  ganz  von 

vorn  (etwas  r.)  mit  einem 

breiten  Diadem,   das  mit 

einer  Palmette    zwischen 

den    Vordertheilen     von 

zwei  r.  springenden  Grei- 
fen verziert  ist;   um   den 

Hals  Band  und  Perlschnur. 

Oben   r.  am   Haar  ein  T 

Perlkreis. 

Vgl.  Friedländer  osk.  Münzen  S.  40, 6  und  Taf.  V 
Uria  6.  —  Derselbe  Kopf  kommt  vor  auf  den  Münzen  mit 
der  Aufschrift  Fensernum.  —  Y,  sowie  V,  scheinen 
Nebenformen  des  rein  oskischen  V  =  0  zu  sein. 


Ebenso      (aus 
Stempel). 

Ebenso       (aus 
Stempel). 

Ebenso       (aus 
Stempel). 


demselben 


demselben 


demselben 


tngnet) 


(Pey- 


^V\NY,  sonst  ebenso.    (Pro- 
kesch). 


(Fox.    8377). 


Beide  Exemplare  aus  demselben  Stempel. 
Taf.  IV,  52. 


102 


Campania 


i    /R4%-5      7.41 

gut 


2     7R4-4I 


3     R4I-5 


7,25 

ab- 
genutzt 


5,79 

stark 
oxydirt 
und  be- 
schädig! 


Fensernia 

Über  diese  Münze  und  die  Gegend,  welcher  sie  an- 
gehört vgl.  Friedländer  osk.  Münzen  S.  64  ff',  nebst 
Taf.  VIII  und  in  den  Berliner  Blättern  für  Münzkunde  I 
(1863)  S.  135;  Garrucci  S.  93;  besonders  aber  Imhoof- 
Blumer  in  der  Wiener  Numism.  Ztschr.  X  (1878)  S.  3  und 
XVIII  (1886)  S.  214  ff. 

Die  Aufschrift  einiger  dieser  Münzen,  Fensern  um 
oder  Fensernu,  lässt  nach  Analogie  von  C  u  p  e  1 1  e  r  n  u  m , 
Cupelternu  (vgl.  auch  Romanom,  Romano)  auf 
eine  Stadt  Fensernia  oder  Fenseria  schliessen.  Dieselbe 
wird  jetzt  für  die  von  den  Römern  Veseris  genannte, 
am  nordöstlichen  Abhänge  des  Vesuvs  gelegene  Stadt 
gehalten,  und  Imhoofa.  a.  O.  identificirt  die  samnitisehe 
Stadt  der  Fenserner  mit  derjenigen,  die  bis  um  die 
Mitte  des  vierten  Jahrh.  v.  Chr.  den  Namen  Hyria  führte. 


Aufschrift  nicht  sichtbar. 
Bellerophon  (mit  Hut'  auf 
dem  r.  fliegenden  Pegasus 
die  Chimära  mit  der  Lanze 
bekämpfend.     (Fox). 


Kopf  der  Hera  fast  ganz 
von  vorn  mit  einem  brei- 
ten Diadem,  das  mit  einer 
Palmette  zwischen  den 
Vordertheilen  von  zwei  r. 
springenden  Greifen  ver- 
ziert ist;  um  den  Hals 
kleinere  und  grössere 
Perlschnur.  Perlkreis. 
Taf.  IV,  53. 

Abgebildet  bei  Imhoof-  Blumer  (Numism.  Ztschr.  1 88ffl 
Taf.  V,  10. 

Ebenso  (verschiedenerStem-  ]  Aufschrift     nicht     sichtbar, 
pel).  Derselbe  Typus,  aber  die 

Lanze    gegen    den    Kopl 

der     Chimära     gerichtet. 

(Peytrignet . 

Vs.    aus    demselben    Stempel    wie    Imhoof    Taf.  V, 

1 1  — 13  ;  Ks.  aus  demselben  Stempel  wie  Imhoof  Taf.  V,  1 2. 


Derselbe  Kopf,  nur  ist  hier 
der  Hals  gleich  unterhalb 
der  Perlschnur  scharf  ab- 
gegrenzt (derselbe  Kopf 
wie  auf  n.  26  —  30  der 
Hyriamünzen  und,  wie  es 
scheint,  aus  demselben 
Stempel;  das  T  wegen 
mangelhafter  Ausprägung 
nicht  sichtbar,  kein  Perl- 
kreis?). 


Ebenso   (der  Typus  ähnlich 
der  vorletzten  .  Pey- 

trignet). 


Fensernia.    Neapolis  103 

Neapolis 

[Ordnung  der  Silbermünzen.  Nach  der  Form  der  Aufschrift  lassen  sich  die 
Münzen  nicht  ordnen,  weil  gleichtypische  und  dem  Styl  nach  sicher  gleichzei- 
tige bald  diese  bald  jene  Endung  der  Aufschrift  haben.  Die  Endung  AZ  findet 
sich  auf  einer  der  ältesten  Münzen  mit  dem  Pallaskopf  (siehe  auch  Eckhel 
Sylloge  Tafel  I  i),  und  dann  wieder  auf  einer  der  spätesten;  also  giebt  die 
Endung  keinen  chronologischen  Anhalt.  Doch  versteht  sich,  dass  die  Münzen 
mit  der  Endung  ES  die  ältesten  sind,  das  zeigt  schon  die  Form  $  für  Z.  Auch 
haben  sie  nur  den  Stier,  niemals  die  Nike  über  dem  Stier,  die  einfacheren 
Typen  sind  immer  die  älteren.  Ich  habe  also  nach  den  Typen  geordnet.*) 
I  Athenakopf  —  Stier. 
II    Weiblicher  Kopf  r.  —  Stier. 

III  Weiblicher  Kopf  von  vorn  —  Stier. 

IV  Weiblicher  Kopf  r.   (älterer  Styl)  —  Stier  und  Nike,   mit  der 
Endung  H£. 

V    Weiblicher  Kopf  r.  (jüngerer  Styl)  —  Stier  und  Nike  r.,  mit  der 
Endung  ßN  (einige  mit  H£  oder  A£,   diese  sind  vorangestellt). 
VI    Die  ähnlichen  (weibl.  Kopf  r.  oder  1.)  mit  dem  Stier  linkshin. 
Dieser  Unterschied  ist  freilich  unwesentlich,  aber  diese  Münzen 
haben  einen  etwas  andern,  feineren  Styl. 
VII    Weiblicher  Kopf  1.  —  Stier  und  Nike  r. 
VIII    Ohne  den  Stadtnamen. 
IX    Mit  Delphinen  um  den  Kopf. 
X    Die  Drachmen  und  Theilstücke. 
Das   immer  noch  unerklärte  IE**)  scheint  keine  besondern  Beizeichen 
zu  begleiten. 

Über  den  Stier  mit  Menschenantlitz  siehe  Avellino  Opuscoli  und  Bullet- 
tino  Napoletano  V,  57.***) 

Ein  Zusammenhang  zwischen  Beizeichen  und  Namen  ist  keineswegs 
immer  vorhanden;  die  kleine  Artemis  findet  sich  neben  APTEMI,  aber  auch 
neben  nAPME;  ZTA,  welches  'Era^vkog  erklärt  wird,  findet  sich  neben  der 
Traube,  aber  ÄlO<t>ANOYZ  findet  sich  auch  neben  der  Traube. 

Abweichungen  im  Stadtnamen  finden  sich  auf  den  folgenden  Münzen: 
NEftnOAlT&N  steht  deutlich  auf  zwei  Silbermünzen  (vgl.  n.  39.40.78), 
auch  auf  Kupfermünzen. 

NEYnOAlTflN  auf  einer  Bronzemünze  (n.  213). 

NEOriOAETEHN  auf  einer  Bronzemünze  mit  dem  halben  stossen- 
den  Stier  (n.  223). 

Ungriechische  Namen  sind  OYIA,  AOY,  E,  was  vielleicht  GBl  zu  lesen 
ist,  wie  GBl  auf  Münzen  von  Laos  vorkommt. 

Die  von  Minervini  Saggio  di  oss.  num.  1856  Taf.  III,  4  u.  VII,  3  publi- 
cierten  Münzen  von  Neapolis  mit  angeblich  phönizischen  Aufschriften  sind, 
wie  ich  in  den  Berliner  Blättern  für  Münzkunde  Th.  IV  134  nachgewiesen 
habe,  antike  Münzen  mit  unlesbaren  Schriftzügen,  welche  keinerlei  Sinn 
haben.  Eine  solche  ist  mit  der  Fox'schen  Sammlung  in  die  unsrige  gelangt 
(n.  158).  Luynes  Ghoix  I,  14  bildet  eine  weniger  barbarische  ab,  welche 
NEfiTlOH  oder  ähnlich  hat.t)     Friedlaender]. 

Die  von  Friedländer  befolgte  Ordnung  ist  etwas  geändert  worden,  das  hier  folgende 
Verzeichniss  entspricht  der  jetzigen  Einordnung. 

**)  Vgl.  darüber  auch  Garrucci  S.  83. 

***)  Auch  Garrucci  S.  83  und  besonders  Eckhel  d.  n.  I  S.  129fr.,  neuerdings  Fr.  Wieseler  in 
den  Göttinger  Nachrichten  1891  S.  369  ff. 

f)  Vgl.  auch  Garrucci  S.  84,6. 


04 


Campanü 


^4-5 


oxydirt 


&4k-5 


7.53 


M 


4-5 


7,3 


I.    Athenakopf  —  Stier 


Athenakopf  r.  mit  kurzem, 
unten  geknüpftem  Haar- 
zopf; der  attische  Helm 
(mit  Busch)  ist  mit  einem 
Ölkranze  geschmückt,  der 
sich  unten  beiderseits  ver- 
zweigt. 

Derselbe  Kopf,  doch  geht  von 
dem  Ölkranze  unten  nur 
ein  Zweig  aus. 


NEOPOVITE5  über  einem 
stossenden  Stier  mit  bärti- 
gem Menschengesicht  (der 
Kopf  im  Profil)  r.  Die 
Stelle  des  Abschnitts  ist 
nicht  zur  Ausprägung  ge- 
kommen.    (7242). 

[N]EOPOUT  oben,  im  Ab- 
schnitt 13  von  einer  kleinen 
Kammmuschel  r.  getrennt. 
Stier  mit  bärtigem  Men- 
schengesicht 1.  stehend  (der 
Kopf  im  Profil).  Unter 
seinem  Bauche  IA  (2I 


Taf.  IV, 


54 


Wie  es  scheint,  auf  eine  andere  Münze  geprägt,  deren 
Typus  sich  aus  den  wenigen  vorhandenen  Spuren  nicht 
mehr  feststellen  lässt. 

Vgl.  Sambon  S.  142,  9. 


Derselbe  Kopf  wie  auf  n.  1 
(wie  es  scheint,  aus  dem- 
selben Stempel). 


vEOPOAI  über  einem  r.  ei- 
lenden Stier  mit  bärtigem 
Menschengesicht  (der  Kopf 
im  Profil;  der  1.  Vorder- 
fuss  ist  erhoben).  Vor  dem 
Hörn  des  Stiers  die  Spuren 
eines  T,  so  dass  also  anzu- 
nehmen ist,  dass  die  Auf- 
schrift in  dieser  Richtung 
sich  fortsetzte  (der  Rand 
der  Münze  an  dieser  Stelle 
sowie  der  Abschnitt  sind 
nicht  zur  Ausprägung 
kommen).     (7034. 

Dieses  Exemplar  stammt  aus  der  Sammlung  Campana 
(Catal.  Campana  n.  264). 

Vgl.  Garrucci  Taf.  LXXXIV,  20. 


Neapolis 


I05 


4-5 


^4-5 


7,58 
7,59 


7,59 


^4-5%     7,o4 

etwas 
ver- 
dorben 


&  4k       74o 


O  ^  0  3V\  Athenakopf  r.; 
der  mit  dem  Olkranz  ge- 
schmückte attische  Helm 
hat  keinen  Busch.  Perl- 
kreis. 


/VE0P0AIT  über  einem  1. 
stehenden  Stier  mit  bärti- 
gem Menschengesicht  (der 
Kopf  im  Profil).  Im  Ab- 
schnitt eine  r.  liegende 
Ähre.     (314/1872.    Fox). 

Beide  Exemplare  aus  demselben  Stempel. 
Taf.  IV,  55. 

O    H    03V\,  sonst  ebenso.      O  T  O  3  V\     im     Abschnitt. 

Stier  mit  bärtigem  Men- 
schengesicht r.  stehend 
(der  Kopf  im  Profil) ;  Dop- 
pellinie als  Basis.  Über 
dem  Stier  r.  liegende  Ähre. 
(Fox). 

Die  Vorderseite  ist  aus  demselben  Stempel  wie  die 
voraufgehende  Münze.  Dadurch  erklärt  sich  wohl  auch, 
dass  das  n  auf  der  Vs.  fast  gleich  lange  Schenkel  hat, 
auf  der  Ks.  nicht. 


Derselbe  Kopf,   doch   ohne 
Umschrift  (?). 


[N]EOPOAITA[£]  über  ei- 
nem 1.  schreitenden  Stier 
mit  bärtigem  Menschen- 
gesicht (der  Kopf  im 
Profil).  Im  Abschnitt 
eine  r.  liegende  Ähre. 
(Fox). 

Die  zu  diesen  gehörigen  kleinen  Münzen  mit  dem 
Athenakopf  s.  am  Ende  der  Silbermünzen. 


II.  Weiblicher  Kopf  r.  —  Stier 

Kopf  r.,  weiblich,  wie  es  1  IAOn03[H]  über  einem  1. 
scheint;  im  Haar,  das  hin-  !  stehenden  Stier  mit  bärti- 
ten  aufgenommen  ist,  oben  gern  Menschengesicht  der 
ein  Band.  Kopf  im  ProfiD;  Doppel- 

linie  als   Basis.     Im  Ab- 
schnitt  ein  Getreidekorn. 
(49°5)- 
Taf.  IV,  56. 

Friedländer  bezeichnet  den  Kopf  als  Apollo. 
Die  Aufschrift    ist   vollständig,    da  weder  vor   dem 
Stier  noch  im  Abschnitt  Buchstaben  gestanden  haben. 


ioO 


Campania 


^3l"4^ 


<K  3*"5 


ii   M 


4"4* 


■3 


^  4*~5 

4', 


oxydirt 


7.3° 


►33 


7,35 

etwas 
ab- 
genutzt 

7^4 
subärat 


Weiblicher  Kopf  r.  Stier    mit    bärtigem    Men- 

schengesicht r.  stehend 
(der  Kopf  im  Profil).  Da- 
rüber [NE]OI:OAIT,  vor 
der  Brust  des  Stiers  3  oder 
H ?),  die  Schrift  setzte  sich 
also  nach  dieser  Seite  fort 
(die  r.  Seite  und  der  Ab- 
schnitt sind  nicht  zur  Aus- 
prägung gekommen). 

Der  Kopf  ähnlich  einem  Londoner  Exemplar  (Cat, 
Italy,  S.  93  n.  6). 


III.    Weiblicher  Kopf  von  vorn  —  Stier 


Weiblicher  Kopf  fast  ganz 
von  vorn  (etwas  r.  gewen- 
det) mit  gelöstem,  fliegen- 
dem Haar,  das  von  einem 
breiten,  nur  über  der  Stirn 
sichtbaren  Bande  gehalten 
wird. 


[NJEOPOU  (oben)  *HT    im 

Abschnitt).  Stier  mit  bärti- 
gem Menschengesicht  der 
Kopf  im  Profil)  1.  schrei- 
tend ;  Doppellinie  als  Basis. 
Fox). 


Taf.  IV,  57. 

Vgl.   Cat.   of  greek   coins    in    the   Brit.  mus.,   Italy, 
S.  94,  ii  ;  Garrucci  Taf.  LXXXIV,  24. 


IV.    Weiblicher  Kopf  r.  —  Stier  und  Nike 
.älteren  Styls) 


Weiblicher  Kopf  r.,  das  Haar 
von  einem  breiten,  drei- 
fach gegliederten  Bande 
umwunden;  am  Halse 
Perlschnur. 


Taf.  IV,  58. 

Weiblicher  Kopf  r.  mit  Ohr- 
gehänge und  Perlenschnur, 
das  Haar  von  einem  breiten 
Bande  umwunden.  Hinter 
dem  Halse  ein  E 


[NJpOPOU/V///  im  Abschnitt. 
Stier  mit  bärtigem  Men- 
schengesicht r.  schreitend 

der  Kopf  von  vorn  und 
von  der  über  ihm  schwe- 
benden    Nike     bekränzt. 

Arditi). 


NEOPOAITHS  im  Abschnitt. 
DcrselbeTypus,  unter  dem 
Bauche  des  Stiers  ein  N 
>8.    Fox  . 


Auf  dem  ersten  Exemplar   ist   der  Buchstabe  hinter 
dem  Kopfe  sehr  undeutlich  und  sieht  fast  wie  1*  aus. 


Neapolis 


IO' 


6,75 

etwas 

ab- 
genutzt 

7,°5 
7,28 


7>4> 


7,4'2 


Ebenso.  NE0P0AITHS  im  Abschnitt. 

Derselbe      Typus,      doch 
ohne   den    Buchstaben   N 
(B.  Friedländer.  Fox.  Pey- 
trignet.     19794). 
Die  vier  Exemplare  aus  verschiedenen  Stempeln. 
Taf.  IV,  59. 

Auf  dem  Peytrignet'schen  Exemplar  ist  die  Aufschrift 
nicht  sichtbar. 

Das  leichte  Gewicht  des  Friedländerschen  Exemplars 
lässt  vermuthen,  dass  die  Münze  subärat  sei;  ausserlich 
ist  davon  nichts  zu  sehen. 


Ebenso,     doch     ohne    den 
Buchstaben. 


Ebenso. 


[NEorjoAlTHS  im  Ab- 
schnitt. Derselbe  Typus, 
unter  dem  Bauche  des 
Stiers  ein  N     (Rauch). 

NE0P0AITHS  im  Abschnitt 
(sehr  kleine  Buchstaben*. 
DerselbeTypus,  doch  ohne 
den  Buchstaben.  (Ohne 
Bezeichnung). 

Weiblicher  Kopf  r.,  mit  Ohr-    NE0P0AITHS  im  Abschnitt. 
7,45         gehänge     und     Halsreif;       Derselbe  Typus,  unter  dem 
um  das  Haar  ein  breites,        Bauche  des  Stiers   ein  T 
dreifach  getheiltes   Band,        (B.  Friedender.     Fox). 
welches    über    der    Stirn 
einen  Knoten  bildet.    Das 
Band  ist  mit  einem  Mae- 
ander  verziert.    Einfacher 
Kreis. 

Beide  Exemplare  aus  demselben  Stempel. 
Taf.  V,  60. 

[Der  Kopf  kommt  genau   ebenso   auf  einer  unserer 
Münzen  von  Nola  vor.     Friedlaender]. 

Vor  dem  Stier  ist  ein  kleiner,  einem  Fische  ähnlicher 
I  Vorsprung,  der  indess  nur  von  einer  Beschädigung  des 
|  Stempels  herrührt. 

7,12     Weiblicher  Kopf  r.  mit  Ohr-    [NE]OPOAITHS      im      Ab- 
gehänge   und  Perlschnur,        schnitt.     Derselbe  Typus, 


um   das  Haar  ein  breites 
Band. 


doch 

(Fox), 


ohne    Buchstaben. 


7,4 


Ähnlicher     Kopf  r.,      doch    Ebenso.        Doppellinie     als 
ohne  Ohrgehänge.  Basis.     (17944. 

Bei  dieser  und  der  folgenden  Münze  erinnert  der 
sehr  jugendliche  Kopf  an  den  Typus  der  Nike;  ähnlich 
ist  es  mit  der  ersten  Münze  dieser  Reihe  (n.  11),  auf 
welcher  der  Kopf  auch  ohne  Ohrgehänge  erscheint. 


o8 


Campania 


24 


JR4-i\ 


2  5 


jR4*-4% 


26 


27 


28 


^4-43< 


/R4-44 


^-5 


29 


^4l"5 


r,48 


7,38 
etwas 
ab- 
genutzt 


7,35 


7,29 


5,33 

subärat 


ö,94 

etwas 
be- 
schädigt 


Derselbe  weibliche  Kopf  r. 
ohne  Ohrgehänge  und 
ohne  Halsband. 


Taf.  V,  61. 

Ähnlicher    Kopf  mit    Ohr- 
gehänge und  Halsreif;  das 


Band  ist  über  der  Stirn  zu 
einem   Knoten    geknüpft. 

h 


Einfacher  Kreis 


Ganz  ähnlicher  Kopf;  am 
Halsbande  hängt  vorn  ein 
längliches  Kleinod. 


Ganz  ähnlicher  Kopf  (die 
Vs.  vielleicht  aus  demsel- 
ben Stempel  wie  n.  20.  21). 


Weiblicher  Kopf  r.  mit  Hals- 
reif; um  das  Haar  ein 
breites  Band. 


NEOPOAITH[£]  im  Ab- 
schnitt. Derselbe  Typus 
[Stier  mit  bärtigem  mem 
schengesicht  (Kopf  von 
vorn)  und  Nike],  doch 
nach  1.  gekehrt.  Doppel- 
linie als  Basis.  Verprägt. 
(Beger  thes.  Br.  I,  350). 

NEOrOAlTHC  im  Abschnitt. 

Derselbe  Typus  1.,  doch 
ist  hier  vor  dem  Stiere  ein 
T  und  unter  seinem  Bau- 
che ein  kleiner  Delphin  r. 
Abschnitt  durch  einfachen 
Strich  bezeichnet.  (Pey- 
trignet). 

NEOPOAITH[S]  im  Ab- 
schnitt. Derselbe  Typus  1., 
vor  dem  Stiere  nichts,  un- 
ter seinem  Bauche  ein  O. 
(Peytrignet). 


///,mA010[3l/l]  im  Ab- 
schnitt. Derselbe  Typus  1., 
ohne  Beizeichen.  Doppel- 
linie als  Basis.     (Fox). 

////mA0n03[l/l]      im      Ab- 


(17945)- 

Der  Typus   des  Kopfes   hat  Ähnlichkeit    mit   dem- 
jenigen auf  den  Exemplaren  n.  n.  23.24. 


V.  Weiblicher  Kopf  r.  —  Stier  und  Nike  (jüngeren  Styls 


//////////////AITAC  im  Abschnitt 
Stier  mit  bärtigem  Men- 
schengesicht r.  schreiten 
(Kopf  von  vorn'*  und  vor 
der  über  ihm  schweben- 
den Nike  bekränzt.  Untei 
dem  Bauche  des  Stiers  P 
(7527)- 

Der  Vergleich  mit  zwei  ähnlichen  Exemplaren  Carell 
Taf.  LXXVI,  79  und  Gat.  of  greek  coins  in  the  Brit.  mus 
S.  98,46)  lässt  kaum  einen  Zweifel,  dass  unter  dem  Kopfe 
NEOPOAITA*  stand.    Vgl.  auch  Garrucci  Taf.  LXXXV,  2 


Weiblicher  Kopf  r.  mit  Ohr- 
gehänge und  Perlschnur; 
um  das  Haar  ein  breites 
Band.  Hinter  dem  Halse 
Weintraube,  unter  dem- 
selben die  folgenden 
Schriftspuren  '///g/ß/BADM 


Neapolis 


IO9 


Mti 

7,48 

&4kS 

7,59 

•^4^-5 
4h 

7,45 
7,10 

subärat 

^4 

7,47 

7,20 

7,4i 

/R4 

7,39 

Derselbe  Kopf,  dasselbe  Bei- 
zeichen; unter  dem  Halse 
AI04>ANOY£  (sehr  kleine 
Buchstaben). 
Taf.  V,  62. 

Ebenso. 


[NE]opoAITHl  im  Ab- 
schnitt. Derselbe  Typus, 
doch  unter  dem  Bauche 
des  Stiers  P    (Peytrignet). 


NEoroAITH[£]  im  Ab- 
schnitt. Derselbe  Typus, 
unter  dem  Bauche  des 
Stiers  PJ  (95/1885). 
Es  wäre  nicht  unmöglich,  dass  trotz  scheinbarer 
Verschiedenheit  die  Monogramme  auf  den  Rückseiten 
dieser  und  der  beiden  vorhergehenden  Münzen  dieselben 
sind  und  aus  den  Buchstaben  P  und  A  (nicht  A)  bestehen. 
Mit  dem  Peytrignet'schen  Exemplar  stimmt  das  im  Cat. 
of greek  coins  in  the  Brit.  mus.,  Italy,  S.98,47  beschriebene 
völlig  überein.  Ohne  Monogramm  und  mit  NEOnOAlTHN 
das  bei  Garrucci  Taf.  LXXXIV,  34  abgebildete  Exemplar. 


Derselbe  Kopf,  doch  als  Bei- 
zeichen ein  Kantharos  und 
unter  dem  Halse  AI 


Derselbe  Kopf,  dasselbe  Bei- 
zeichen, doch  ist  unter 
dem  Halse  das  AI  nicht  zu 
sehen  (der  Schrötling  et- 
was zu  klein). 
Taf.  V,  63. 


NEOPOAITHC  im  Abschnitt. 
Derselbe  Typus.  Kein  Mo- 
nogramm. Der  Strich,  auf 
welchem  der  Stier  steht, 
ist  mit  dem  Eierstaborna- 
ment geziert.  (Peytrignet. 
Rauch). 

[NE]OPOAITH[£]     im     Ab- 
schnitt, sonst  ebenso. 
(Beger  thes.  Br.  I,  351). 


[N]EonoAITHt  im  Ab- 
schnitt. Derselbe  Typus, 
doch  unter  dem  Bauche 
des  Stiers  ein  kleiner  Del- 
phin r.,  vor  dem  Stiere  AO 
Der  Strich,  auf  welchem 
der  Stier  steht,  ist  geperlt. 
(Fox.  Peytrignet). 
Etwas  verschieden  das  Exemplar  im  Cat.  of  greek 
coins  in  the  Brit.  mus.,  Italy,  S.  99,  55. 


Derselbe  Kopf,  doch  als  Bei- 
zeichen hinter  dem  Halse 
ein  Adler  mit  angelegten 
Flügeln  r.,  vor  dem  Halse 
ein  Kranz,  unter  dem  Halse 
AI 


Derselbe  Kopf  (die  Stelle 
hinter  dem  Halse  ist  nicht 
ausgeprägt). 


[NE]0P0AIT,V7       im      Ab- 
schnitt.    Derselbe  Typus, 
doch  zwischen  den  Beinen 
des  Stiers  OA  YM  PI 
(94/1885). 

Vgl.   Cat.   of  greek    coins    in  the   Brit.  mus.,   Italy, 
S.  99,  53;  auch  Garrucci  Taf.  LXXXV,  4. 


I  IO 


Campania 


3* 


&4        7,3* 


39- 
40 


41 


42. 
43 


4^ 


^*-4% 


^4^-5 
4\ 


7,25 
7>*7 


7,34 


7,°4 

7,33 


Derselbe  weibliche  Kopf  r., 
hinter  dem  Halse  ein,  wie 
es  scheint,  von  vorn  ge- 
sehener (korinthischer?) 
Helm.  Unter  dem  Halse 
mit  sehr  kleinen  und  un- 
geschickten Buchstaben 
A  r  T  Z  AA  I  A  NIM! 


Wenige  Spuren  von  Schrift 
im  nicht  ausgeprägten  Ab- 
schnitt. Derselbe  Tvpus 
[Stier  mit  bärtigem  Men- 
schengesicht r.  und  Nike], 
doch  unter  dem  Bauche 
des  Stiers  ©E  (B.  Fried- 
länder). 


Wie  der  Name  unter  dem  Kopfe  zu  lesen  sei ,  ist 
schwer  zu  sagen.  Sicher  ist,  trotz  der  uncorrecten  Buch- 
stabenformen, APTEMI,  dann  folgen  2  zweifelhafte  Buch- 
staben (vielleicht  eher  <t>A  oder  OA  als  Aß),  der  Rest  der 
Schrift  ist  nicht  zur  Ausprägung  gekommen.  —  Garrucci's 
wohl  identisches  Exemplar  (Ta£  LXXXIV,  35  mit  dem- 
selben Beizeichen,  das  G.  als  'coperchio  forse  di  un  ara 
accesa,  forse  della  incudine  su  cui  si  conia  la  moneta' 
bezeichnet)  soll  APTEMIOV  haben.  Auf  S.  83  bemerkt  G., 
dass  dieser  Magistratsname  auf  den  Neapolitanischen 
Silberstücken  nicht  APTEMIA,  sondern  APTEMIOV  sei. 


NE^noAlTHN  im  Abschnitt. 
Derselbe  Typus,  doch  un- 
ter dem  Bauche  des  StieYs 
N     (Peytrignet.     Fox). 


Derselbe  Kopf;  hinter  dem 
Halse  als  Beizeichen  eine 
kleine  stehende  Artemis 
von  vorn,  die  in  jeder 
Hand  eine  lange  Fackel 
hält.  Unter  dem  Halse 
APTEMI  (auf  n.40  APTEMI). 

NEf2f"10AITf2N  wird  auch  durch  ein  in  Paris  be- 
findliches Exemplar  bestätigt  und  dürfte  wohl  auch  au 
dem  Londoner  stehen  (Gat.  of  greek  coins  in  the  Brit 
mus.,  Italy,  S.  99,  57  giebt  NEOPOAlTßN,  so  auch  Gar 
rucci  Taf.  LXXXlV,  36).     Vgl.  unten  n.  78. 


Derselbe  Kopf;  hinter  dem 
Halse  als  Beizeichen  eine 
kleine  r.  laufende  Artemis, 
welche  in  jeder  Hand  eine 
Fackel  hält.  Unter  dem 
Halse  APTE 


NEonoAITß[N]  im  Ab- 
schnitt. Derselbe  Typus 
doch  unter  dem  Bauch« 
des  Stiers  W  also  woh 
riYT)     (Arditi). 


Gat.  of  greek  coins  in  the  Brit.  mus.,  Italy,  S.  101 
ist  wohl  dieselbe  Münze. 


Derselbe  Kopf;  hinter  dem 
Halse  als  Beizeichen  eine 
kleine  r.  vorstürmende 
Artemis,  welche  mit  beiden 
Händen  eine  grosse  Fackel 
nach  Art  einer  Lanze  hält. 
Unter  dem  Halse  TAPME 


[N]EOPOAITßN  im  Ab 
schnitt.  Derselbe  Typ« 
doch  unter  dem  Bauch 
des  Stiers  eine  Biene 
(Prokesch.  Ohne  Bezeich 
nun 


Neapolis 


I  I  I 


44- 
45 


iR4* 

4 


7,o 

stark 
oxvdirt 

7ß* 


46      &4k       7,°S 


47    --^-5 


48    ,R4*-5 


7>4* 


7,01 

stark 
oxydirt 


40    -R4-4I     7>°2 
ab- 
genutzt 


^4^ 


^5 


5,86 
subärat 


7>21 

7,34 


Derselbe  Kopf;  hinter  dem 
Halse  als  Beizeichen  eine 
Traube,  vor  demselben 
ein  kleiner  undeutlicher 
Buchstabe,  vielleicht  K 
Unter  dem  Halse  £TA 


[NEo]PoAITÜ[N]  im  Ab- 
schnitt. Derselbe  Typus, 
doch  unter  dem  Bauche 
des  Stiers  ein  kleines  K 
(Ohne  Bezeichnung). 


Beide  Exemplare  aus  demselben  Stempel. 


Ebenso,   nur  dass  hier  vor 
dem  Halse  X  oder  X  steht. 


Ähnlicher  Kopf  r.,  hinter 
dem  Halse  ein  Kantharos, 
unter  dem  Halse  XAPI 


Vgl.   Cat.   of  greek    coins 
S.  102,  81. 


NEOnOAlTflN  im  Ab- 
schnitt. Derselbe  Typus, 
doch  unter  dem  Bauche 
des  Stiers  y*     (Rauch). 

Der  Abschnitt  ist  nicht  zur 
Ausprägung  gekommen. 
Derselbe  Typus,  doch  un- 
ter dem  Bauche  des  Stiers 
K  (Fox). 
in  the   Brit.   mus.,    Italy, 


NEoPoAlTflN  im  Abschnitt. 
Derselbe  Typus,  doch  un- 
ter dem  Bauche  des  Stiers 
M\     (Rauch). 


Derselbe  Kopf,  hinter  dem 
Halse  als  Beizeichen  eine 
kleine  r.  anstürmende  Ar- 
temis, die  mit  beiden  Hän- 
den eine  lange  Fackel 
nach  Art  einer  Lanze  hält. 
Unter  dem  Halse  XAPI 

Vgl.  Cat.   of  greek    coins    in   the   Brit.  mus.,   Italy, 

S.  102,  80. 


Derselbe  Kopf  (kleiner  als 
gewöhnlich),  hinter  dem 
Halse  ein  Kantharos,  un- 
ter dem  Halse  XA  (oder 
XA?) 

Vgl.   Cat.   of  greek   coins   in   the   Brit.   mus.,    Italy, 

S.  102,  82. 

Derselbe  Kopf  in  der  ge- 
wöhnlichen Grösse,  hinter 
dem  Halse  ein  Kantharos, 
unter  dem  Halse  die  obe- 
ren Enden  von  zwei  Buch- 
staben, vielleicht  AI  oder 
AI 


Derselbe  Kopf;  hinter  dem 
Halse  ein  Astragal,  unter 
dem  Halse  X 


[NE]cnOAITfl[N]    im    Ab- 
schnitt.    Derselbe  Typus, 
ohne  Monogramm. 
(Ohne  Bezeichnung). 


NEopoAlT  im  Abschnitt. 
Derselbe  Typus,  doch  un- 
ter dem  Bauche  des  Stiers 
Bl     (4904). 


NEonoAlTftN  im  Abschnitt. 
Derselbe  Typus,  doch  un- 
ter dem  Bauche  des  Stiers  K 
(Fox.  Ohne  Bezeichnung.) 

Beide  Exemplare  aus  demselben  Stempel. 

Mit  dem  X   unter  dem  Halse  des  weibl.  Kopfes  ist 


I  12 


Campania 


53 


54 


55 


56 


57 


5* 


/R44 

7,29 

jR  4-44 

7,21 

^4-5 

7,12 

abge- 
nutzt 

^4-5 

7>52 

^4* 

7,54 

*4k 

7,27 

etwas 
ab- 

genutzt 

wohl  der  Magistratsname  XAPIAEß  angedeutet  (vgl.  Gar- 
rucci  Taf.  LXXXV,  1  und  S.  84,  1.2). 


Ähnlicher  weiblicher  Kopf 
r.,  hinter  dem  Halse  eine 
kleine  r.  anstürmende  Ar- 
temis, welche  mit  beiden 
Händen  eine  grosse  Fackel 
nach  Art  einer  Lanze  hält. 
Vor  dem  Halse  Ä' 

Cat.  of  greek  coins  in  the  Brit.  mus.,  Italy,  S.  100,  60 
ein  Exemplar  mit  A;  auf  dem  unsrigen  scheint  das  a 
oben  rechts  ein  Häkchen  zu  haben. 


NEonoAlTHN  im  Abschnitt. 
Derselbe  Typus  [Stier  mit 
bärtigem  Menschengesicht 
r.  und  Nike],  doch  un- 
ter dem  Bauche  des  Stiers 
r  112101). 


Derselbe  Kopf,  hinter  dem 
Halse  ein  kleiner  Spitzhut, 
der  oben  mit  einem  Auf- 
hängsei versehen  ist;  vor 
dem  Halse  \5L 


NEOHOAlTftN  im  Abschnitt. 
Derselbe  Typus,  doch  un- 
ter dem  Bauche  des  Stiers 
/Jv     (Arditi). 


Ebenso,   doch  scheint  hier 


das    Monogramm    /$V    zu 
sein.     (166). 


Ebenso,  nur  dass  hier  der 

Spitznut  an  einem  Nagel 

aufgehängt  erscheint. 

Vielleicht  ist  dieses  Exemplar  überprägt. 
Das  Beizeichen  hinter  dem  weibl.  Kopfe,  welches 
ich  als  Spitzhut  bezeichnet  habe,  wird  im  Cat.  of  greek 
coins  in  the  Brit.  mus.,  Italy,  S.  102,  76  und  jy  als  Glocke 
mit  und  ohne  Klöpfel  aufgefasst;  die  Form  des  Gegen- 
standes lässt  allerdings  auch  an  eine  Glocke  denken, 
und  eine  solche  muss  es  ja  "sein,  wenn  der  Klöpfel 
wirklich  vorhanden  ist.  Auf  unseren,  nicht  vollkommen 
ausgeprägten  Exemplaren  lässt*  sich  das  nicht  constatiren. 


Ebenso,  doch  ist  die  Stelle 
hinter  dem  Halse  nicht  zur 
Ausprägung  gekommen. 
Hier  hat  der  zweite  Buch- 
stabe des  Monogramms 
die  Form  $ 

Derselbe  Kopf,  hinter  dem 
Halse  ein  Astragal,  vor 
dem  Halse  ein  Mono- 
gramm, das  entweder  3( 
oder  -K  ist. 

Derselbe  Kopf,  hinter  dem 
Halse  eine  aufrecht  ste- 
hende Keule,  vor  dem 
Halse  der  Rest  eines  Mo- 
nogramms mii 


Ebenso,  doch  fehlt  in  Folge 
mangelhafter  Ausprägung 
der  ganze  Abschnitt,  und 
von  dem  Monogramm  isi 
nur  der  obere  Theil  sicht- 
bar.    (Peytrignet). 

NEoPoAITß[N]  im  Ab- 
schnitt. Derselbe  Typus 
doch  unter  dem  Bauche  de.k 
Stiers  NT     (Peytrignet). 


Die  Schrift  im  Abschnit 
nicht  mehr  sichtbar.  Der- 
selbe Typus,  doch  unte 
dem  Bauche  des  Stiers  C 
(Rauch). 


Neapolis 


*3 


60. 


jR3%-4 


M4 


^3HI 


JR4-rt 


64   iR4%-5 


65     iR4* 


^4^-5 


7,32 


7,48 
7>° 


7P7 


7A3 


7A* 


5,92 

subärat 


/O- 


68 


4-4' 


subarat 


Ebenso,  doch  ist  von  dem 
Monogramm  nichts  zu 
sehen. 


Derselbe  Kopf,  hinter  dem 
Halse  X 


Ebenso.     (Arditi). 


[NE]opoAIT[riN]  im  Ab- 
schnitt. Derselbe  Typus, 
doch  unter  dem  Bauche  des 
Stiers  EY2  (101/1885. 
B.  Friedländer). 
Auf  dem  zweiten  Exemplare  ist  die  Schrift  im  Ab- 
schnitt nicht  mehr  vorhanden. 


Derselbe  Kopf,  hinter  dem 
Halse  X 


[NE]0P0AITft[N]  auf  einem 
Streifen,  welcher  dem  Stier 
als  Basis  dient.  Derselbe 
Typus,  doch  unter  dem 
Bauche  des  Stiers  O  (8220). 
Vgl.  Gat.  of  greek  coins  in  the  Brit.  mus.,  Italy, 
S.  101,  69. 

Ähnlicher  Kopf,  hinter  dem  |  [N]EoPOAITßN  im  Ab- 
schnitt. Derselbe  Typus, 
doch     ohne     Beizeichen. 

(Fox). 


Halse  ein  Astragal 


[NEOPOAI]Tr2[N] 
schnitt.     Dersell 


Ab- 
ibe  Typus. 
(Ohne  Bezeichnung.) 


Ähnlicher  Kopf,  hinter  dem 
Halse  eine  kleine  r.  an- 
stürmende Artemis,  die 
mit  beiden  Händen  eine 
Fackel  nach  Art  einer 
Lanze  hält. 

Derselbe  Kopf,  doch  ist  hier 
das  Haarband  an  beiden 
Rändern  mit  Perlen  ver- 
ziert. Hinter  dem  Halse 
eine  aufrecht  stehende 
Amphore. 

Ähnlicher   Kopf  (das   Band 
ist  nicht  mit  Perlen  ver- 
ziert).   Hinter  dem  Halse 
eine  Traube. 
Taf.  V,  64. 

Diese  Münze  zeichnet  sich  vor  allen  anderen  dieser 
Classe  durch  einen  besonderen  Typus  aus,  welcher  dem- 
jenigen der  unter  Classe  IX  (S.  118)  aufgeführten  Exem- 
plare ganz  nahe  verwandt  ist. 


[N]EOPOAITß[N]  im  Ab- 
schnitt (das  P  hat  gleich 
lange  Schenkel).  Derselbe 
Typus.     (Dannenberg). 


[NE]opoAIT/////  im  Abschnitt. 
Derselbe  Typus.  (Pey- 
trignet). 


Ebenso  (der  Kopf  kleiner 
und  von  etwas  anderem 
Typus). 


Die  Schrift  im  Abschnitt 
undeutlich.  Derselbe  Ty- 
pus.    (Herrmann). 


Antike  Münzen.     Bd.  III,  1 


ii4 


Campania 


69 


71 


JR4k 
JR4. 

jR4k 


2    2R4I-5 


73  ^4l-5 


76. 

77 


4-4*3 


^4-4^ 
4-4* 


7,08  Derselbe  weibliche  Kopf  r., 
hinter  dem  Halse  ein  Kan- 
tharos;  vor  dem  Halse 
scheinen  Spuren  eines 
Monogramms  zu  sein. 


stark 
oxydirt 


5^2 

subärat 


7,43 


7>32 


Derselbe  Kopf,   hinter  dem 
Halse  ein  bucranium. 


6,38 
subärat 


6,9 
7,21 


7,42 
7,32 


Ähnlicher 
zeichen. 


Kopf,   kein  Bei- 


Ebenso      (aus 

Stempel). 


Taf.  V, 


NEOPOAIT,  im  Abschnitt. 
Derselbe  Typus  des  von 
der  Nike  bekränzten  Stiers 
r.      Ohne  Bezeichnung. 


Der  Abschnitt  ist  nicht  aus- 
geprägt. Derselbe  Typus. 
(Ohne  Bezeichnung  . 

NEoPoAlTftN  im  Abschnitt. 
Derselbe  Typus;  unter 
dem  Bauche  des  Stiers 
Aj       Peytrignet). 


demselben  Ebenso  (aus  demselben 
Stempel),  doch  erscheinen 
die  zwei  Buchstaben  unter 
dem  Bauche  des  Stiers  hier 
wie  A!     (93/1885). 


VI.    Den   vorhergehenden   Münzen   ganz  ähnlich,    doch 
mit  dem  Stier  1  i  n  k  s  h  i  n 


Weiblicher  Kopf  r.  mit 
Ohrgehänge  und  Perl- 
schnur; um  das  Haar  ein 
breites  Band.  Hinter  dem 
Halse  ein  Kantharos,  unter 
dem  Halse  [X]API 


Der  Abschnitt  ist  nicht  aus- 
geprägt. Stier  mit  bärtigem 
Menschengesicht  1.  schrei 
tend     (Kopf    von    v 
von  der  über  ihm  schwe- 
benden    Nike     bekränzt. 
Unter    dem    Bauche 
Stiers  AoY    (Gansauge). 
[AOY  ist   ein   ungriechischer  Namensanfang,    gleich 
OYIA  auf  anderen.     Friedlaender]. 


Ähnlicher  Kopf,  aberl.  Hin 
ter  dem  Halse  EY 


NEopoAIT&N  im  Abschnitt. 
Derselbe  Typus,  auch  hier 
AOY     Ohne  Bezeichnung. 
1307)- 
Gat.  of  greek  coins  in  the  Brit.  mus.,  Italy,  S.  100,63. 


NEOPOAlTftN  im  Abschnitt 


Ahnlicher  Kopf  1.,  ohne  Bei 
zeichen. 

Buchstaben 
Arditi 
Die  Rückseiten  aus  demselben  Stempel 


Derselbe     Tvpus,      ohne 
Rauch. 


Neapolis 


n5 


|  VII.    Ebenso  ^weiblicher  Kopf  linkshin),  doch  der  Stier 
rec  htshin 


K4. 


-^4-4^      7>10 


!U'-5 


^4^-5 


82 


&4k 


*4* 


7,i6 


6,86 

oxydirt 


6,53 

subärat 


5,32 

subärat 


Ähnlicher  weiblicher  Kopf  1., 
hinterdem  Halse  eine  klei- 
ne stehende  Artemis  von 
vorn,  in  jeder  Hand  eine 
Fackel  haltend.  Unter  dem 
Halse  [r]ivAI[OY] 
Vgl.   Cat.   of  greek   coins   in   the    Brit.   mus.,   Italy, 
S.  105, 106;  das  Londoner  Exemplar  dürfte  wie  das  unsrige 
NEf2POAITftN  haben.     Siehe  oben  n.  39.  40. 


NEnPoAITß[N]  im  Ab- 
schnitt. Derselbe  Typus 
des  von  der  Nike  be- 
kränzten Stiers,  aber  r. 
Unter  dem  Bauche  des 
Stiers  N     (Peytrignet). 


Ähnlicher  Kopf  1.  (das  Band 

ist  zur  Hälfte   durch  das 

Haar  verdeckt ;; hinterdem 

Halse    TAP,     unter    dem 

Halse  Spuren  von  EYZ 
Vgl.   Cat.   of  greek   coins   in   the   Brit.   mus.,    Italy, 
S.  100,  109. 


[NEO]nOA[l]T[ßN]  im  Ab- 
schnitt. Derselbe  Typus 
r.,  unter  dem  Bauche  des 
Stiers  Efll  (B.Friedländer). 


Die  folgenden  Münzen  unterscheiden  sich  von  den 
beiden  vorhergehenden  im  Styl  und  dadurch,  dass  die 
meisten  auf  der  Vs.  den  Perlkreis  haben;  das  J"l  hat  ge- 
wöhnlich gleich  lange  Schenkel. 

Weiblicher  Kopf  1.  mit  Ohr-  [NEo]  p,  oAITftN  im  Ab- 
gehänge  und  Perlschnur;  schnitt.  Derselbe  Typus 
im  Haar  ein  breites,  nur  r.  Unter  dem  Bauche  des 
in  seiner  oberen  Hälfte  Stiers  &l  (12 102) 
sichtbares  Band.  Hinter 
dem  Halse  ein  länglicher 
Schild  auf  demselben  ein 
undeutlicher  Gegenstand 
oder  Ornament);  unter 
dem  Halse  "F     Perlkreis. 

Derselbe  Kopf,  doch  ist  das 
Band  ganz  sichtbar  und 
nur  durch  zwei  Locken 
in  der  Mitte  unterbrochen. 
Hinter  dem  Halse  ein 
Schöpflöffel.     Perlkreis. 

Ebenso,  doch  als  Beizeichen 
hinter  dem  Halse  eine 
Leier.  Perlkreis  nicht 
sichtbar. 

Ebenso,  doch  als  Beizeichen 
eine  Amphore.    Perlkreis. 


[N]EonoAITßN  im  Ab- 
schnitt. Ebenso.  (Ohne 
Bezeichnung). 


[N]EopoAITß[N]    im  Ab- 
schnitt.   Ebenso.     (Fox). 


[NjEonoAlTßN     im     Ab- 
schnitt.    Ebenso. 
(Prokesch). 


i6 


Campania 


84 


M4%-5 


85 


JR4\ 


86 


87 


^4-4^ 


^4-4% 


^44-5 


^4^-5 


90 


JRti 


9» 


jR4*-4% 


7,02 


6,68 

am 
Rande 
beschä- 
digt 


7>»5 


7,21 


6,63 

am 
Rande 
beschä- 
digt 

7,38 


7,3* 


7,32 


Ähnlicher  weiblicher  Kopf 
1.,  doch  als  Beizeichen 
ein  kleiner  bocksfüssiger 
Pan  1.  (ithyphallisch),  wel- 
cher die  1.  Hand  in  die 
Seite  stemmt,  die  r.  hoch 
erhoben   hält.     Perlkreis. 


[NEJonoAlTßN  im  Ab- 
schnitt. Derselbe  Typus 
des  von  der  Nike  '  be- 
kränzten Stiers  r. ;  unter 
dem  Bauche  des  Stiers  Bl 
(28876). 


Das   Pariser  Exemplar  (im  Abdruck  vorliegend)   ist 
aus  demselben  Stempel. 


Ebenso,  doch  als  Beizeichen 
ein  Elephant  1.    Perlkreis. 


[N]EonoAITn[N]   im  Ab- 
schnitt. Ebenso,  die  Buch- 
staben so:  Bl  (Peytrignet). 
Vgl.  Gat.   of   greek   coins    in    the    Brit.  mus.,    Italy, 
S.  105,    103.     Garrucci   Taf.   LXXXIV,    33   und    S.   84; 
Tinsegna    dell'    elefante    dinota    che    cotesto    didramma 
fu  battuto  dopo  l'arrivo  di  Pirro'. 


Ebenso,  doch  als  Beizeichen 
ein  achtstrahliger  Stern. 
Perlkreis. 


[N]EoRoAITfl[N]  im  Ab- 
schnitt. Derselbe  Typus, 
doch  unter  dem  Bauche  des 
Stiers  IS         (Peytrignet). 


Ebenso,  doch  als  Beizeichen  ;  N  E  o  n  oA  I  [Tß  N]     im    Ab- 
eine   Gerstenähre.     Perl-  :      schnitt;   sonst  ebenso, 
kreis  nicht  sichtbar.  (B.  Friedländer). 

Gat.  of  greek  coins  in  the  Brit.  mus.,  Italy,  S.  106,  118. 

Ebenso,  doch  als  Beizeichen  I  Ebenso.     (Rauch), 
ein  Füllhorn.     Perlkreis.   | 

Cat.  of  greek  coins  in  the  Brit.  mus.,  Italy,  S.  106,  113. 

Ebenso,  doch  als  Beizeichen    N  E  o  n  oA  I TQ.  [N]     im    Ab- 


ein  Thyrsus,  an  welchem 
eine  Binde  mit  einer 
Schleife  befestigt  ist.  Perl- 
kreis. 

Gat.  of  greek  coins  etc.  S.  106,  123. 


schnitt;  sonst  ebenso  ^ 
Buchstaben  so :   i  I . 

(Fox). 


die 


Ebenso,  doch  als  Beizeichen 
ein  Adler  mit  angelegten 
Flügeln  1.,  den  Kopf  zu- 
rückwendend. Perlkreis 
nicht  sichtbar. 

Gat.  of  greek  coins  etc.  S.  106,  116 


[N]EOPoAIT[ßNl   im  Ab- 
schnitt; sonst  ebenso. 
(27689). 


Ebenso,  doch  als  Beizeichen  i  Ebenso, 
ein  abwärts  gerichteter  nung). 
Delphin.     Kein  Perlkreis. 


(Ohne    Bezeich- 


Neapolis 


94 


95 


96 


97 


-R  4\ 

7>l6 

etwas 
abge- 
nutzt 

M4h 

7>34 
6,51 

JR5 

6,91 

&  4%-5 

7>36 

etwas 
be- 
schädigt 

JR  5 

7,28 

*4%-5* 

6,63 
oxydirt 

,R  5 

6,96 
subärat 

,R  4-4'; 

6,97 

Ebenso,  doch  als  Beizeichen 
ein  Pegasus  (oder  Hippo- 
camp)  1.  Kein  Perlkreis 
sichtbar. 

Ebenso,  doch  als  Beizeichen 
der    strahlenumgebene 
Kopf  des  Helios  von  vorn. 


Kein  Perlkreis. 
Gat.  of  greek  coins  etc.  S.  106,  122. 


NEonoAIT[ftN]  im  Ab- 
schnitt; sonst  ebenso  (hier 
\t).  (Beger  thes.  Pal.  187, 
th.  Brand.    I,  350). 

[N]EoPOAITß[N]   im  Ab- 
schnitt;   sonst  ebenso. 
(Beger  th.  Br.  1, 350.    Fox). 


Ebenso,  doch  als  Beizeichen 
ein  kleiner  dickbäuchiger 
histrio  von  vorn  (als 
Herme):  er  hat  die  ko- 
mische Maske  an,  die  Arme 
sind  in  Gewand  gewickelt, 
ein  undeutlicher  Gegen- 
stand (Keule?)  liegt  in 
seinem  1.  Arm.  Kein  Perl- 
kreis. 


Ebenso,  doch  als  Beizeichen 
ein  Krater.     Perlkreis. 


Ebenso,  doch  als  Beizeichen 
ein  kleiner  Helm  (im  Pro- 
fil 1.)  mit  Wangenklappen 
und  einer  nach  vorn  ge- 
krümmten Spitze.  Perl- 
kreis. 


NEonoAlTftN 

schnitt;    sonst 

(Fox). 


im     Ab- 
ebenso. 


NEonoAlTftN  im  Abschnitt. 
Derselbe  Typus,  doch  un- 
ter dem  Bauche  des  Stiers 

A     (Fox). 

Ebenso.     (Peytrignet). 


Derselbe    Kopf  (die   Haar-  j  NEopoAIT[ftN]  im  Ab- 
binde  ist  hier  aber  nicht        schnitt;   sonst  ebenso, 
durch  Locken   unterbro-        (102/1! 
chen);  als  Beizeichen  ein 
Hahn  r.     Perlkreis. 
Taf.  V,  66. 

Derselbe  Kopf  in  dem  ge- 
wöhnlichen Typus ;  als 
Beizeichen  ein  Schwert 
in  der  Scheide  mit  dem 
Bandelier.     Perlkreis. 

Ebenso,  doch  als  Beizeichen 
eine  Eule  etwas  1.  Kein 
Perlkreis  sichtbar. 


Taf.  V,  6; 


[NEJoroAlTftpM]  im  Ab- 
schnitt. Derselbe  Typus, 
doch  unter  dem  Bauche  des 
Stiers  E  (Beger  thes.  Br. 
h  35o)- 

NEoroAITß[N]   im  Ab- 
schnitt; sonst  ebenso. 
(Gansauge). 


u8 


Campania 


IOI 
102 


103 
104 


105 


1 06 
108 


^5 

7>29 
6,24 

subärat 

&4k 

6,1 1 

7,ö 

beide 
subärat 

^4% 

5,92 

subärat 

&  4l-5 

7,41 

4-4% 

7>52 

4*"5 

7,53 

Derselbe  weibliche  Kopf 
1.,  doch  als  Beizeichen 
Herme  des  Priap  r.  Perl- 
kreis. 


[NjEonoAlTnN  im  Ab- 
schnitt. Derselbe  Typus, 
ohne  Buchstaben.  (18670. 
Rauch). 


VIII.  [Die  beiden  folgenden  Münzen  haben  keine 
Aufschrift  gehabt,  der  Abschnitt  ist  bei  ihnen  sichtbar 
und  leer.  Alle  drei  Exemplare  sind  subärate,  dies  er- 
klärt wohl  die  Unregelmässigkeit.     Friedlaender.] 


Weiblicher  Kopf  r.  mit  Ohr- 
gehänge und  Perlschnur, 
im  Haar  ein  breites  Band. 
Hinter  dem  Halse  eine 
Keule.     Kein  Perlkreis. 


Stier  mit  bärtigem  Men- 
schengesicht r.  (der  Kopf 
fast  von  vorn),  von  der 
über  ihm  schwebenden 
Nike  bekränzt.  Unter  dem 
Bauche  des  Stiers  O  (Ohne 
Bezeichnung.     28302). 

Beide  Exemplare  aus  demselben  Stempel. 

Taf.  V,  68. 

Diese  Münze  ist  von  recht  guter  Arbeit. 

Vgl.  Gat.  of  greek  coins  in  the  Brit.  mus.,  Italy, 
S.  107,  134. 


Derselbe  Kopf,  doch  als  Bei- 
zeichen eine  kleine  Athena 
promachos  r. 


Derselbe  Typus,  aber  1.  und 
ohne  Buchstaben. 
(Herrmann). 


IX.    Mit  Delphinen  um  den  Kopf 

[Der  Stempel  der  Kehrseite  war  so  gross,  dass  die 
Aufschrift  im  Abschnitt  nur  auf  wenigen  Exemplaren 
sichtbar  ist. 

Die  Zahl  der  Delphine  um  den  Kopf  wechselt  zwi- 
schen vier  und  fünf  (doch  in  Folge  der  mangelhaften 
Ausprägung  lässt  sich  die  Anzahl  nicht  immer  bestimmen). 

Es  scheint,  dass  diese  Münzen  besonders  vollwichtig 
ausgeprägt  sind.     Friedlaender]. 


Weiblicher  Kopf  r.  mit  Ohr- 
gehänge und  Perlschnur; 
im  Haar  eine  breite,  drei- 
fach gestreifte  Binde.  Um 
den  Kopf  vier  Delphine. 
Perlkreis. 


NEOPOAITHZ  im  Abschnitt. 
Stier  mit  bärtigem  Men- 
schengesicht  r.  schreitend 
(Kopf  von  vorn),  von  der 
über  ihm  schwebenden 
Nike  bekränzt.  Unter  sei- 
nem Bauche  AI,  im  Felde 
r.  OE  (Peytrignet,  2  Ex. 
B.  Friedländer  . 

Die  beiden  ersten  Exemplare  aus  demselben  Stempel. 
Auf  dem  letzten  Exemplare  sieht  der  letzte  Buch- 
stabe der  Aufschrift  fast  wie  X  aus. 


Neapolis 


II9 


log.M  4'.-5 
110     4-4 


1 1  1 

Bj&Sk 

7,28 

- 

\\-bk 

7,5 * 

1  l5 

44-5 

7^ 

4^-5 

7i5' 

5 

7>5° 

H6/R  5-5^ 

5 
110    44-5 

5 


|-2bLR3%-3% 


^3-4 


-,[]-     Ebenso     (doch    unter    dem    [N]EGPOAIT<',:[N]     im    Ab 


7,36        Halse  vielleicht  die  Spur 


7>3° 

7,48 

7>5* 
7A1 


3Ab 

etwas 
ab- 
genutzt 


eines     kleinen 
bens?). 


Buchsta- 


schnitt. Derselbe  Typus, 
doch  unter  dem  Bauche 
des  Stiers  OE,  sonst 
nichts.  (96/1885.  Ohne 
Bezeichnung). 


Beide  Exemplare  aus  demselben  Stempel. 


Derselbe    Kopf,    von    fünf 
Delphinen  umgeben. 
Perlkreis. 


[N]EopoAI"TC2N  imAbschnitt. 
Derselbe  Typus,  doch 
unter  dem  Bauche  des 
Stiers  OYIA  (7723.  Ar- 
diti.  Peytrignet.  97/1885. 
98/1885). 

Zwei  Exemplare  aus  demselben  Stempel. 
Taf.  V,  69. 

Die  Aufschrift  ist  nur  auf  einem  Exemplare  sichtbar. 
—  Vgl.  Garrucci  Taf.  LXXXV,  5. 

Der  Beamtenname  ist  OYIA(Xtou),  vgl.  Imhoof-Blumer 
in  der  Wiener  Numism.  Ztschr.     XVIII  (1886)  S.  227  f. 


Derselbe  Kopf,  von 
Delphinen  umgeben 
Perlkreis. 


vier 


[N]EoroAITf2N  imAbschnitt. 
Derselbe  Typus,  doch  ohne 
den  Namen.  (Peytrignet. 
Fox.    99/1885.    100/1885). 

Zwei  Exemplare  aus  demselben  Stempel. 

Taf.  V,  70. 


X.    Die  Drachmen  und  Theilstücke 

Im  Typus  und  Styl  entsprechen  die  nächstfolgenden 
Drachmen  genau  den  unter  VII  beschriebenen  Didrach- 
men;  auch  die  Beizeichen  sind  dieselben. 


,  Weiblicher  Kopf  1.  mit  Ohr- 
gehänge und  Perlschnur, 
im  Haar  ein  breites  Band. 
Hinter  dem  Halse  ein  Füll- 
horn.    Perlkreis. 


3,22 

etwas 
ab- 
genutzt 


NEonoAlTAN  imAbschnitt. 
Stier  mit  bärtigem  Men- 
schengesicht r.  schreitend 
(der  Kopf  von  vorn),  von 
der  über  ihm  schweben- 
den Nike  bekränzt.  Unter 
dem  Bauche  des  Stiers  IS 
(Beger  thes.  Brand.  I,  351). 
Die  Endung  TAN   ist,    obwohl  auch   Beger  so  las, 
doch    nicht   ganz    sicher;    der   jetzt  wie    A    aussehende 
Buchstabe  dürfte  ursprünglich  doch  wohl  A  gewesen  sein. 


Ebenso,  doch  als  Beizeichen 
hier  ein  Elephant  1.  Perl- 
kreis. 


NEonoAlTftN  im  Abschnitt. 
Derselbe  Typus,  doch  un- 
ter dem  Bauche  des  Stiers 
Bl     (Rauch). 


120 


Campania 


122 


123 

124 
I25 

126 


R4-4^ 


^3 

^3-3^ 


128 


JRi\ 


3>20 

ab- 
genutzt 


3>5° 

oxydirt 


3,38 
oxydirt 


3>'4 

oxydirt 


3,37 
ab- 
genutzt 


Derselbe  weibliche  Kopf  1., 
doch  als  Beizeichen  läng- 
licher Schild.     Perlkreis. 


Eono/\\/////  im  Abschnitt 
Derselbe  Typus  des  von 
der  Nike  bekränzten  Stiers 
r. ;  unter  dem  Bauche  des 
Stiers  jjU  (Herrmann). 
Nur  zufällig  sieht  der  erste  Buchstabe  unter  dem 
Leibe  des  Stiers  wie  K  aus. 


Ebenso,  doch  als  Beizeichen 
abwärts  gerichteter  Del- 
phin.    Kein  Perlkreis. 


Derselbe    Kopf,    kein    Bei- 
zeichen. 

Derselbe  Kopf,  hinter  dem 
Halse  B 


Derselbe  Kopf;  als  Beizei- 
chen ein  Schiffsvorder- 
theil  1. 


,30     Derselbe  Kopf;  das  Beizei- 
oxydirt        chen  undeutlich  (komische 
Maske?).     Perlkreis. 


Ns=onoAITß[N]  im  Ab- 
schnitt. Derselbe  Typus; 
unter  dem  Bauche*  des 
Stiers  IE    (Peytrignet). 

NEonoAlTßN  im  Abschnitt; 
sonst  ebenso.  (Peytrignet). 

[NE]onoAIT/////  im  Abschnitt; 
sonst  ebenso  (hier  \t). 
(Peytrignet). 

NEonoAlTflN  im  Abschnitt. 
Derselbe  Typus;  unter 
dem  Bauche  des  Stiers  A 

(Fox). 

[NEo]n[oA]IT/////  im  Ab- 
schnitt; sonst  ebenso.  (Ar- 
diti). 


1,83 


genutzt 


[Die  nächstfolgenden  Münzen,  theils  mit  dem  Hahn, 
theils  mit  dem  Zwiegespann  auf  der  Ks.,  würde  man  den 
äusseren  Kennzeichen  nach  für  syrakusanische  halten, 
auch  hat  eine  von  ihnen  das  triquetrum  als  Beizeichen. 
Allein  Avellino  (opusc.  II  S.  46  f!)  führt  Exemplare  mit 
den  Aufschriften  NEOnOAlTftN  und  NEOn  ...  an  vgl 
auch  Sambon  S.  143,  32;  144,  33  —  35  und  Garrucci 
Taf.  LXXXV,  25 — 28).  Auch  habe  ich  drei  von  unseren 
Exemplaren  in  Neapel,  keins  in  Sicilien  gekauft.  An 
den  Stadttheil  Neapolis  von  Syrakus  wird  man  nicht 
denken  wollen.     Friedlaender]. 

Lorbeerbekränzter  Kopf  des  |  Hahn  r. ,  dahinter  ein,  wie 
Apollo  r.  Davor  undeut-  i  es  scheint,  leicht  vertieftes 
liehe  Buchstabenspuren;  |  X  oder  Stern.  (7515). 
ein  N  unter  dem  Halse 
ist  der  letzte  Buchstabe 
der  Aufschrift  (NEOI~IO- 
AlTflN). 
Taf.  V,  71. 


Neapolis 


21 


120 

/R2-3 

1,24 

I30 

2-2^ 

mit 

Loch 

beide 
sehr  ab- 
genutzt 

I31 

/Rl%-2| 

1,48 

etwas 
ab- 
genutzt 

132 

^2-2^ 

1,1 1 

sehr  ab- 
genutzt 

«33 

/R  l|-2 

1,38 
etwas 
be- 
schädigt 

*34 

^R2^-2| 

1,62 

Derselbe  Kopf,  doch  ist  von 
der  Schrift  nichts  mehr 
zu  sehen. 


Hahn  r.,  von  dem  Stern  ist 
nichts  mehr  zu  sehen. 
(Ohne  Bezeichnung). 


Diese  beiden  Exemplare  wurden  von  Sestini  (lett.  VIII 
S.  54)  irrig  als  Münzen  von  Carystus  publicirt.  Hierher 
gehört  auch  die  von  Mionnet  II,  S.  302,  16  beschriebene 
Münze.  Vgl.  Garrucci  Taf.  LXXXV,  27,  der  über  die  Er- 
haltung der  abgebildeten  Münze  nichts  angiebt,  sodass 
zweifelhaft  bleibt,  ob  Schrift  und  Stern  nur  in  Folge 
der  Abnutzung  fehlen. 


Lorbeerbekränzter  Kopf  des 
Apollo  r.,  davor  undeut- 
liche Spuren  von  Schrift. 


AI  im  Abschnitt.  Undeut- 
liche Gestalt  in  einem  r. 
eilenden  Zwiegespann, 
welche  mit  der  L.  die  Zü- 
gel, in  der  R.  die  erhobene 
Ruthe  hält.     (7516). 

Ein  bei  Sambon  Taf.  X,  18  abgebildetes  Exemplar 
hat  auf  der  Vs.  die  Aufschrift  NEOPOAlTßN.  Vgl.  auch 
Avellino  opuscoli  II  Taf.  5,  3  und  S.  43,  41. 


Derselbe  Kopf,  keine  Schrift- 
spuren sichtbar. 


Ebenso,  doch  sieht  man  die 
Buchstaben  im  Abschnitt 
nicht  mehr.       (17982). 

[Auf  der  Vorderseite  ist  ein  kleiner  moderner  Stempel 
(i2«d)  eingeschlagen.  In  den  Berliner  Blättern  f.  Münz- 
kunde III  S.  284  ist  erwähnt,  dass  der  Stempel  vielleicht 
ein  englischer  im  Anfang  dieses  Jahrhunderts  einge- 
schlagener ist,  als  die  Engländer  Sicilien  besetzt  hatten. 
Friedlaender]. 


Ähnlicher  Apollokopf  r., 
von  Schrift  nichts  zu 
sehen  (der  Schrötling  zu 
knapp). 

Derselbe  Kopf  r. 


Taf.  V,  72. 


Der    Abschnitt     ist     nicht 
sichtbar.   Derselbe  Typus. 

(Fox). 


Der  Abschnitt  ist  nicht 
sichtbar.  Derselbe  Typus 
(die  wagenlenkende  Figur 
scheint  hier  Nike  zu  sein); 
oben  im  Felde  das  trique- 
trum.     (28693). 


122 


Campania 


l35 


136 


l37 


138 


J39 


JRi^-i^    0,62 

'  oxydirt 


JR1-1 


M 


m 


/^ii-i^ 


0,65 


Athenakopf  r.  mit  korin- 
thischem Helm  ohne 
Busch.  Umher  0  3  V\  so 
vertheilt,  dass  die  beiden 
ersten  Buchstaben  vordem 
Kopfe,  das  O  hinter  dem- 
selben steht. 


Halber  Stier  mit  bärtigem 
Menschengesicht  (Kopf  im 
Profil)  r.  eilend  (das  r. 
Bein  eingezogen).  Darüber 
scheinen  Schriftspuren  zu 
sein.     (7800). 


Die  Münze  ist  von  alterthümlichem  Styl,  aber  un- 
schöner Arbeit;  der  Athenakopf  fast  genau  ebenso  und 
wie  hier  ohne  Haar  auf  einer  Münze  von  Cumae  (n.  23).  — 
Vgl.  Gat.  of  greek  coins  in  the  Brit.  mus.,  Italy,  S.  95,  16. 


Ähnlicher  Kopf,  umher 
03[H],  wie  bei  der  vor- 
hergehenden Münze  ver- 
theilt.    Einfacher  Kreis. 


Derselbe  Typus,  aber  1. 
Darüber  in  gerader  Linie 
(die  Buchstaben  stehen 
umgekehrt)    W/l/MPo 

(Fox). 

Die    auf  der  Ks.   vor  PO    erhaltenen   Schriftspuren 


deuten  eher  auf  NEPO  als  auf  NEOPO 


0,54  ]  Athenakopf  r.  (attischerHelm 
mit  Busch). 


0,04 
ab- 
genutzt 

0,61 

sehr 

verletzt 


WEOnO  über  dem  halben 
Stier  mit  bärtigem  Men- 
schengesicht r.  (Kopf  im 
Profil,  das  r.  Bein  ein- 
gezogen). (11738). 
Von  roher,  halb  verwilderter  Arbeit. 

Derselbe    Kopf,    der    Helm    /VEoff  über  demselben  Ty- 
ist  bekränzt.  pus  1.     (Fox). 

Vgl.  Garrucci  Taf.  LXXXV,  14. 


Ebenso  (ob  der  Helm  be- 
kränzt war,  ist  nicht  zu 
sehen). 


140  M 


;     0,64    Ebenso 

ab- 
genutzt 


Im  Felde  r.  /V,  1.  uj,  also 
/VE  Halber  Stier  mit 
bärtigem  Menschengesicht 
r.  Kopf  im  Profil,  ein 
Bein  eingezogen).     (Fox). 


Derselbe  Typus,  doch  hier 
/VE  (aufwärts)  1.  im  Felde. 

(i75lS)-- 

Ob  auf  /VE  noch  etwas  folgte,  ist  nicht  ersichtlich. 


Neapolis 


123 


/R1-1* 


0,63 

oxydirt 


142 


/IU-I 


0,68 


«43 


JRi. 


0,52 

etwas 

ab- 
genutzt 

und 
oxydirt 


Weiblicher  Kopf  r.,  im  Haar 
eine  breite  Binde  (Typus 
gleich  den  Köpfen  in 
Abth.  IV).  Undeutlicher 
Kreis. 


•.On03N  im  Abschnitt. 
Stier  mit  bärtigem  Men- 
schengesicht r.  schreitend 
(ob  der  Kopf  im  Profil 
oder  von  vorn  dargestellt 
war,  ist  nicht  mehr  zu 
sehen),  von  der  über  ihm 
schwebenden  Nike  be- 
kränzt. Unter  dem  Bauche 
des  Stiers  scheint  ein  Buch- 
stabe gewesen  zu  sein. 
(Peytrignet). 


Lorbeerbekränzter  Kopf  des  NEO  über  einem  Stierkopf 
Apollo  r.  mit  kurzem  mit  bärtigem  Menschen- 
Haar.  Undeutlicher  Kreis.        gesicht  von  vorn ;  von  den 

Hörnern     hängt    je    eine 
Binde  herab.     (7214). 
Vgl.   Cat.    of  greek    coins   in  the   Brit.   mus.,  Italy, 
S.  98,  44;  Avellino  opusc.  II  Taf.  III,  8  und  S.  42,  40. 


Jugendlicher,       männlicher 
Kopf  r.  mit  Lorbeerkranz. 


NEOPOA7///////////  _  Herakles,  r, 
knieend  (wie  er  kniet  ist 
undeutlich),  würgt  mit  bei- 
den Armen  den  Löwen. 
L.  im  Felde  die  Keule. 
(28460). 

Der  Kopf  wird  gewöhnlich  als  der  des  Apollo  be- 
zeichnet; allein  der  breite  Hals  und  die  derben,  etwas 
portraitartigen  Züge  lassen  eher  an  Herakles  denken. 
[Millingen  (ancient  coins  S.  8)  theilte  eine  ähnliche 
Münze  Neapolis  Campaniae  zu,  weil  auch  eine  grössere 
Münze  dieser  Stadt  den  tarentinischen  verwandte  Typen 
habe;  in  den  Considerations  S.  131  wiederholt  er  dies. 
Allein  diese  kleinen  Münzen  könnten  wohl  auch  Nea- 
polis Apuliae  gehören,  da  andere  apulische  Städte,  wie 
Caelium  und  Rybastini,  dieselbe  Kehrseite  haben.  Der 
Apollokopf  beweist  nicht,  dass  sie  Neapolis  Campaniae 
zugetheilt  werden  müssen ,  wenn  er  auch  dafür  spricht. 
Friedlaender]. 


144    /R  i\ 


0,51 

etwas 
ab- 
genutzt 
und  be- 
schädigt 


Derselbe  Kopf,  doch  hier 
vor  dem  Halse  der  Rest 
eines  Monogramms  ^ 


////////PoAlTßN  Derselbe  Ty- 
pus, doch  kniet  hier  He- 
rakles mit  dem  r.  Bein. 
Die  Keule  ist  nicht  zur 
Ausprägung  gekommen. 
(Peytrignet). 

Das  Monogramm   dürfte   wohl  fc  gewesen  sein  wie 
auf  dem  Exemplare  bei  Garrucci  Taf.  LXXXV,  23. 


124 


Campania 


Hb 


146 


l47 


148 


/R  i~i 


JR  1 


M  1 


M  1 


1 49  .R   1  - 1  \ 


i^o  /R   1-1 

1        1-1% 

152      i-ü 


o?56 
be- 
schädigt 


0,44 


°>59 


Oo9 


0,48 

be- 


°>73 
0,65 

oxydirt 
0,50 
ab- 
genutzt 

und 
oxydirt 


Derselbe    Kopf,    doch    hier 
hinter  dem  Halse  A 


Ebenso. 


Taf.  V,  73.  

Ähnlicher  Kopf  r.  (dem 
Apollotypus  verwandt), 
hinter  dem  Halse  ein 
undeutliches  Zeichen 

(Kranz?). 


NEonoA/////////  Derselbe  Ty- 
pus (Herakles  kniet  mit 
beiden  Beinen),  auch  hier 
ist  die  Keule  nicht  sichtbar. 

(Fox). 

Ebenso,  mit  der  Keule.  Von 
der  Schrift  nichts  zu  sehen, 
weil  der  Schrötling  zu 
knapp  ist.     (Peytrignet). 


7//OA  Herakles,  mit  bei- 
den Beinen  1.  knieend, 
würgt  den  Löwen.  R.  im 
Felde  Spuren   der  Keule. 

(Fox). 


Lorbeerbekränzter  Kopf  des 
Apollo  1.;  hinter  dem 
Halse  O     Perlkreis. 


Taf.  V,  74. 


NE[OnOAI]Tß  N  (das  N 
steht  im  Abschnitt).  He- 
rakles, mit  beiden  Beinen 
r.  knieend,  würgt  der 
Löwen.  L.  im  Felde  die 
Keule.    (28226). 


Die  Münze  ist  von  sehr  feiner  Arbeit. 


o  A 1 1 A  N I  Derselbe  Typus 
(von  der  Keule  scheiner 
Spuren  vorhanden  zu  sein) 
(Peytrignet). 


Ähnlicher  Kopf  1.  (der  Kranz 
ist  nicht  ganz  sicher);  hin- 
ter dem  Halse  zwei  kleine 
Blätter    oder   Beeren    an 
einem    Stiel    (das    Ganze 
dem   Buchstaben  Y   ähn- 
lich). 
Der  auf  der  Rs.  zuerst  sichtbare  Buchstabe  ist  viel- 
leicht O,   aber  nicht  ganz  sicher;    die  beiden   folgender 
AI   sind   klar;   darauf  folgt  eine  Spur,  die  kaum  auf  eir 
T  hindeutet,  dann  sicher  AN;    der  letzte,  wie  ein  I  aus- 
sehende Strich  könnte  möglicherweise  das  Ende  des  Lö- 
wenschweifs sein.      An  AAAIBAN   scheint  nicht  gedach 
werden  zu  können. 


NEOPOAITHC  Jugendlicher 
Kopf  r.  mit  verworrenem, 
fliegendem  Haar.  (Die 
Vs.  concav). 


Nike  1.  sitzend.  Der  Gegen- 
stand, den  sie  in  der  vor- 
gestreckten R.  hält,  is 
nicht  mehr  zu  erkennen 
ebenso  der  Gegenstand,  au 
dem  sie  sitzt.  (812/1876 
Peytrignet,  2  Ex.). 
Die  drei  Exemplare  aus  demselben  Stempel. 
Taf.  VI,  75. 

Vgl.  Minervini  osservazioni  numism.  Taf.  I,  3.  Gewis 
unrichtig  bei  Garrucci  Taf.  LXXXV,  13  Kopf  mit  Löwen 
haut  (vgl.  Sallet's  Ztschr.  für  Numism.  XIV  (1886)  8.178, 


Neapolis 


125 


«53 

'55 


JRi%-i% 

0,66 

i-i| 

0,50 

stark 

oxydirt 

1-1% 

0,62 

ab- 

genutzt 

iR% 

0,28 

oxydirt 

^4-4^ 

7>«4 

oxydirt 

jugendlichen  Flussgottes 
r.  mit  einem  Hörnchen 
an  der  Stirn  und  einem 
Bande  um  das  Haar. 


$    EP   F.!   OO   $    Kopf  des    /V     E  [O]  POUTE    $     Nike 

auf  einer  Amphore*)  r. 
sitzend;  den  Kopf  hat  sie 
zurückgewendet  und  hält 
in  der  L.  einen  kurzen 
Stab,  in  der  R.,  wie  es 
scheint,  einen  kleinen 
Palmenzweig.  (811/1876. 
Peytrignet,  2  Exemplare). 

Taf.  VI,  76. 

Vgl.  Minervini  osserv.  numism.  Taf.  I,  1  und  2  und 
S.  35  fr.  Garrucci  war  der  erste,  der  die  Personification 
des  heutigen  Sebeto  auf  dieser  Münze  wahrnahm.  Über 
die  Münze  und  ihren  Typus  überhaupt  ist  zu  vgl. 
Garrucci  S.  82  und  85,  10  —  n,  der  jedoch  in  der  Be- 
schreibung des  Typus  der  Kehrseite  ungenau  ist  (vgl. 
Sallet's  Ztschr.  für  Numism.  XIV  (1886)  S.  178). 


Athenakopf  r.  (attischer  njz  innerhalb  eines  weit- 
Helm  mit  Busch  und,  wie  läufigen  Perlkreises,  um 
es  scheint,  bekränzt\  welchen      ein      einfacher 

Kreis.  (Peytrignet). 
Vgl.  Sambon  S.  143,  20  und  21  und  Taf.  X,  12. 
Garrucci  Taf.  LXXXV,  16.  Über  das  einem  H  ähnliche 
Zeichen  vgl.  Friedländer  osk.  Münzen  S.  27  und  meine 
Bemerkungen  in  den  Histor.  und  philol.  Aufsätzen  zu 
Ehren  Ernst  Curtius  S.  252. 


Ein  Didrachmon  mit  den  gewöhnlichen  Typen  (Vs. 
Weiblicher  Kopf  r.,  Ks.  Stier  mit  bärtigem  Menschen- 
gesicht r.  von  der  schwebenden  Nike  bekränzt,  unter 
dem  Bauche  des  Stiers  P,  vgl.  n.  53),  die  ein  auf  der 
Ks.  tief  eingeschlagener  Stempel 


3AO 


zum  Theil  zerstört  hat.  Die  drei  Buchstaben  sind  gross 
und  gewiss  rückläufig  zu  lesen  wie  die  Gestalt  des  ^ 
beweist.     (382/1875). 


*)    Es   ist   nicht  recht  klar,    ob    das   grosse   Gefäss  eine   Amphore  ist   oder   ob    es  nur 
inen  Henkel  hat. 


I2Ö 


Campania 


l58 


»59 


JE  3*-4 


•16 


JR  4-5-5 

etwas 

ab- 
genutzt 


6,44 


Weiblicher  Kopf  r.  mit  Ohr- 
gehänge und  Halsreif; 
um  das  Haar  ein  breites, 
dreifach  getheiltes  Band, 
welches  über  der  Stirn 
einen  Knoten  bildet  (das 
Band  war  mit  einem  Mae- 
ander  verziert).  Einfacher 
Kreis. 


Stier  mit  bärtigem  Men- 
schengesicht r.  schreitend 
(Kopf  von  vorn),  von  der 
über  ihm  schwebenden 
Nike  bekränzt.  Im  Ab- 
schnitt verwilderte,  den 
phönikischen  ähnliche 
Schriftzeichen.     (Fox). 


Taf.  VI 


77- 


Die  Rückseite  ist  von  ziemlich  roher  Arbeit,  während 
die  Vorderseite  von  gutem  Styl  und  mit  demselben  Stempel 
geprägt  ist,  aus  welchem  die  beiden  Exemplare  von 
Neapolis  n.  20.  21  hervorgingen. 

Minervini  (osserv.  numism.  S.  54 ff.),  welcher  zwei 
Exemplare  dieser  Münze  publicirte,  erklärte  die  Zeichen 
im  Abschnitt  für  phönikische;  vgl.  dagegen  Friedländer 
in  den  Berliner  Blättern  f.  Münzkunde  IV  S.  134  fr., 
welcher  darin  nur  zufällige  Striche  erblickt,  'welche 
ein  unkundiger  griechischer  Stempelschneider,  die  Auf- 
schrift NEOnOAITf2N  nachahmend,   gemacht  hat'. 

Die  von  Garrucci  untersuchten  Exemplare  (eins  abge- 
bildet auf  Taf.  LXXXV,  6)  führten  diesen  zu  dem  Resuftat, 
dass  die  Aufschrift  'tuttoche  barbara  e  retrograda  ostenta 
nulladimeno  elementi  greci,  e  tali  che  si  possono  inter- 
pretare  per  Neu7roXi,  erroneamente  scritto  iisvmoV  (S.  85): 
ein  anderes  Exemplar  soll  nach  Garrucci  haben  4a  chiara 
leggenda  AOPY11W  (NsvnoX).  Vgl.  darüber  meine  Bemer- 
kungen in  Sallet's  Zeitschr.  f.  Numism.  XIV  (1886)  S.  176  ff. 


1.    Mit  dem  Stier  und  der  schwebenden  Nike 

Die  zunächst  folgenden  Münzen  haben  die  Aufschrift 
auf  der  Vorderseite  und  ausserdem  einen  wechselnden 
Buchstaben;  vorhanden  sind  hier  die  Buchstaben  [H]  K 
A  M  JM  I  O  H  (?)  P  Z  T.     Auf  der  Vs.  immer  Perlkreis. 

Über  das  IC  auf  der  Rs.  vgl.  Garrucci  S.  83. 


NEopoAlTftN  vor  dem  lor- 
beerbekränzten Kopfe  des 
Apollo  1.  Hinter  dem 
Halse  ein  [H]. 


Stier  mit  bärtigem  Men- 
schengesicht r.  schreitend, 
von  der  über  ihm  schwe- 
benden Nike  bekränzt 
Unter  dem  Bauche  des 
Stiers  2~,  im  Abschnitt 
Spur  der  beiden  Buch- 
staben IZ  (B.  Friedländer) 
Von  dem  hinter  dem  Apollokopfe  befindlichen  H  if 
auf  unserem  Exemplar  nur  ein  ganz  kleiner  Rest  z\ 
sehen.  Ein  sicheres  H  zeigen  ein  Pariser  (im  Abdruck 
vorliegend)  und  das  im  Gat.  of  greek  coins  in  the  Brit 
raus.,  Italy,  S.  115,  225  aufgeführte  Londoner  Exemplar 


Neapolis 


27 


/E44 

oxydirt 

JE  4-4!, 

5,69 
oxydirt 

£44-5 

6,12 

^4-4^ 

6,45 

iE^-5 

5,67 

iE4-4^ 

schlecht 

^4-43< 

4,81 
oxydirt 

iE4-4^ 

4,89 

^4-4^ 

6,96 

NEopoAlTftN  vor  demsel- 
ben Kopfe;  hinter  dem 
Halse  K     Perlkreis. 


Ebenso,    doch    hinter    dem 
Halse  A 


Ebenso,    doch    hinter   dem 


Halse    /Vi,    also    wohl 
Perlkreis. 


Derselbe  Typus.  Unter  dem 
Bauche  des  Stiers  l£;  der 
Abschnitt  ist  nicht  aus- 
geprägt.    (Fox). 

Derselbe  Typus.  Unter  dem 
Bauche  des  Stiers  scheint 
nichts  gestanden  zu  ha- 
ben; im  Abschnitt  Spuren 
von  Buchstaben.  (B.  Fried- 
länder). 


Derselbe  Typus.   Unter  dem 
Bauche  des  Stiers  IS;  im 
Abschnitt   nichts. 
(B.  Friedländer). 
Auf  der  Rs.    dieser  Münze   ist  noch   der  Rest  eines 
alten  Gepräges  (Helmbusch). 

Ebenso.  Derselbe  Typus.   Unter  dem 

Stiere   IZ ;    im    Abschnitt 
KE     (11345). 
Vgl.   Cat.    of  greek   coins   in   the   Brit.   mus.,   Italy, 

S.  1 14,  21 1. 


Ebenso,  doch  hinter  dem 
Halse  ein  nicht  ganz  kla- 
res Monogramm  M  (kaum 
einfaches  M).     Perlkreis. 


Ebenso  (die  Schrift  zu  An- 
fang erloschen),  doch  hin- 
ter dem  Halse  N 


NEoPoAlTßN  vor  dem- 
selben Kopfe;  hinter  dem 
Halse  r#,  also  wohl  N 

Ebenso  (die  Schrift  zu  An- 
fang erloschen),  doch  hin- 
ter dem  Halse  "M ,  also 
wohl  Z     Perlkreis. 


Derselbe  Typus.  Die  Stelle 
unter  dem  Bauche  des 
Stiers  verletzt;  im  Ab- 
schnitt KP  (der  zweite 
Buchstabe  undeutlich). 
(Arditi). 

Derselbe  Typus.  Ob  Buch- 
staben vorhanden  waren, 
ist  nicht  mehr  zu  erkennen. 
(Ohne  Bezeichnung). 

Derselbe  Typus.  Unter  dem 
Stiere  IC;  im  Abschnitt 
nichts.     (28766). 

Derselbe  Typus.  Keine 
Buchstaben.     (Rauch). 


Derselbe  Typus.  Unter  dem 
Stiere  IZ ;  im  Abschnitt 
MX    ZP     (Biron). 


/VEorW////////////  vor  demselben 

Kopfe;  hinter  dem  Halse 

O     Perlkreis. 

Der  erste  im  Abschnitt  sichtbare  Buchstabe  könnte 
vielleicht  auch  X  gewesen  sein.  Vielleicht  gehört  hier- 
her das  Exemplar  im  Cat.  of  greek  coins  in  the  Brit. 
mus.,  Italy,  S.  114,  213. 


Campania 


179 


&  44 

5,58 

oxydirt 

JE4-tä 

5,20 

etwas 
abge- 
nutzt 

*4*-5* 

6,37 

&A-\k 

oxydirt 

£44 

6,90 
6,50 

5,o2 

oxydirt 

iE  4^ 

5,76 

^  4-4^ 

5,75 

^  4-4% 

4,89 

nicht 
gut 

iE  3I-4 

5,36 
nicht 
gut 

im 
ein 

ZV: 


Ebenso,    doch   hinter   dem 


Perl- 


NEoRoAlTßN  vor  demsel-  Derselbe  Typus  des  von  der 
ben  Kopfe  des  Apollo  1.;  Nike  bekränzten  Stiers. 
hinter  dem  Halse  O  Perl-  Unter  dem  Stiere  IC 
kreis.  Abschnitt      scheint 

Buchstabe     gewesen 
sein.      (4420). 

Derselbe  Typus.  Unter  dem 
Stiere  IE;  der  Abschnitt 
ist  nicht  ausgeprägt. 
(B.  Friedländer). 

Derselbe  Typus.  Unter  dem 
Stiere  IC;  im  Abschnitt  ein 
undeutlicher  Buchstabe 
(etwa  M)  oderMonogramrr 
(etwa  M).  (B.  Friedländer) 
Dieses  Exemplar  ist  verprägt  (nicht  überprägt). 


Halse  vielleicht  P 
kreis. 


Ebenso,    doch    hinter   dem 
Halse  P     Perlkreis. 


Ebenso. 


Ebenso,  doch  hinter  dem 
Halse  C  (auf  einem  Exem- 
plare Z).    Perlkreis. 


Vgl.  Cat.   of  greek   coins 
114,  215. 


Derselbe  Typus.  Ob  Buch- 
staben vorhanden  waren 
ist  nicht  mehr  zu  erken- 
nen. (B.  Friedländer- 

Derselbe  Typus.  Unter  den 
Stiere  IC;  der  Abschnitt  is 
nicht    ausgeprägt.      ,Fox 
2  Ex.     Rauch), 
in   the   Brit.   mus.,    Itah 


Ebenso,    doch    hinter    dem 
Halse  T     Perlkreis. 


Derselbe  Typus.  Unter  den 
Stiere  nichts ;  im  Abschnit 
Buchstabenreste,  vielleich 
von  IC  (Beger  thes.  Pa 
187,  thes.  Br.  I,  350). 

Derselbe  Typus.  Unter  der 
Stiere  IC;  im  Abschnii 
könnte  etwas  gewese 
sein.  (Ohne  Bezeichnung 

Derselbe  Typus.  Unter  der 
Stiere   IC;     im  Abschni 
etwas  undeutliches 
(Rauch). 

Derselbe  Typus.  Unter  der 
Stiere  die  Spuren  vo 
zwei  Buchstaben,  wie  «. 
scheint;  im  Abschnitt  I 
(Arditi). 

Zwei  im  Abdruck  vorliegende  Pariser  Exemplai 
haben  unter  dem  Stier  oc  oder  BI;  vgl.  auch  Cat.  ( 
greek  coins  in  the  Brit.  mus.,  Italy,  S.  115,  219  und  22 


Ebenso  (die  Aufschrift  nicht 
deutlich),  hinter  dem  Hal- 
se Rest  eines  Buchstabens 
oder  Monogramms  >i 

Ebenso,  die  Stelle  hinter 
dem  Halse  ist  nicht  aus- 
geprägt.    Perlkreis. 

Ebenso. 


Neapolis 


29 


:     4-4'i 


181 


.83 


184 


&3h-3k 


3 


iE  3 


*%-3* 


m 


5,»7 


5,65 


2,07 

oxvdirt 

3»°4 


2,44 

oxydirt 


2,66 


V5 


NEopoAlTftN  vor  dem- 
selben Kopfe.  Kein  Bei- 
zeichen hinter  dem  Halse. 
Perlkreis. 


Derselbe  Typus.  Unter  dem 
Stiere  l£;  im  Abschnitt 
nichts.     (i2ioq). 


A/EOnOAui      vor   demsel- I  Derselbe  Typus.  Unter  dem 
ben  Kopfe;  dahinter  M  Bauche  des  Stiers  IE  (7244). 

Von   n.  162  verschieden    (kleiner  und  roher).     Auch 
auf  dieser  Münze  Spuren  von  Umprägung. 


Die  vier  folgenden  Münzen  sind  die  Halbstücke  zu 
den  vorhergehenden,  die  letzte  vielleicht  das  Viertelstück. 


Lorbeerbekränzter  Kopf  des 
Apollo  1.     Perlkreis. 


NCoTToAlT/////  im  Abschnitt. 
Derselbe  Typus.  Einfacher 
Kreis.  (B.  Friedländer. 
5760). 

Vgl.    Cat.   of  greek  coins   in   the  Brit.    mus.,    Italy, 
S.  115,  230. 

Ebenso.  I  [N]C<>TToAITrt  im  Abschnitt, 

sonst  ebenso.     (Fox). 

Der  letzte  Buchstabe  der  Aufschrift   ist  ein  schlecht 
gerathenes  Sl 


Lorbeerbekränzter  Kopf  des 
Apollo  r. ;  hinter  dem 
Halse  3  also  ITT  wie  auf 
n.  267.  269  .     Perlkreis. 


Derselbe  Typus.  Von  der 
Schrift  sieht  man  im 
Abschnitt  nur  schwache 
Spuren;  ausserhalb  des- 
selben, und  zwar  r.  im 
Felde,  steht  T&N  ,  sodass 
im  Abschnitt  NEOnOAl 
gestanden  haben  muss. 
Perlkreis.     (Fox). 

Diese  Münze  ist  von  roher  Arbeit. 

Eine  ähnliche  im  Cat.  of  greek  coins  in  the  Brit. 
mus.,  Italy,  S.  1 15,  231. 


Lorbeerbekränzter  Kopf  des  [N]EOnOAIT4  im  Abschnitt. 
Apollo  r.  Umher  ein  Derselbe  Typus.  Undeut- 
Kranz  (nur  rechts  sieht-  j  licher  Kreis.  (Peytrignet). 
bar). 


Antike  Münzen.     Bd.  III,  i. 


i3o 


Campania 


187  iE  5-53 
dick 


188 


189 


JE  44-5 

dick 


JE4-4* 


10,23 


10,84 


5,50 
etwas 
ab- 
genutzt 


2.    Mit  dem  Stiere  ohne  Nike 
a)  mit  der  Aufschrift  auf  der  Vs. 
Die  beiden  nächsten  Münzen  scheinen  Doppelstücke 
zu  sein;  sie  wiegen  fast  das  Doppelte  der  gewöhnlichen 
Stücke,  welche  zwischen 


vgl.  Garrucci  S.  83. 


5  und  7  Gramm  schwer  sind: 


NEOPOAITHS  vor  dem  lor- 
beerbekränzten Kopfe  des 
Apollo  r.;  hinter  dem 
Halse  E     Perlkreis. 


Stier    mit    bärtigem    Men- 
schengesicht     Kopf    von 


ber  grosser  achtstrahligej 
Stern.  Unter  dem  Bauche 
des     Stiers    M;     im    Ab- 
schnitt E  Perlkreis.    Fox). 
Das  im  Gat.  of  greek  coins  in  the  Brit.  mus.,   Italv, 
S.  110,  158  beschriebene  Exemplar  weicht  wahrscheinlich 
von  dem  unseren  nicht  ab;  das  bei  Garrucci  Taf.LXXXV,  29 
abgebildete  giebt  NEOPOAITHN. 


NEOM//////#/////  vor  demselben 
Kopfe,  hinter  dem  Halse 
ein  undeutliches  Beizei- 
chen, und  darüber  <t>,  wie 
es  scheint  (kann  auch 
zum  Beizeichen  gehören». 

NE0P0A  IT//////  vor  demselben 

Kopfe ;  hinter  dem  Halse  M 


Derselbe  Typus.  Über  dem 
Stiere  Delphin  r. ;  im  Ah- 
schnitt  AIG  Perlkreis. 
(Fox  . 


Derselbe  Typus.  Über  dem 
Stiere  grosser  achtstrah- 
liger  Stern;  im  Abschnitt 
ganz  links  -1A ,  der  fol- 
gende Raum  des  Ab- 
schnitts ist  leer.  Perl  kreis. 
Peytrignet  . 

Sehr  ähnlich  im  Cat.  of  greek  coins  in  the  Brit.  mus., 
Italv,  S.  m,  168.  —  Vgl.  Minervini  osserv.  numism. 
Tat.  VI,  2  und  3  und  S.  68;  Garrucci  Tat".  LXXXV,  36. 


Neapolis 


l3l 


iy>JE#-3k 


191 


iE2|-3% 


192 


iE2^-3 


193 
*94 


»95 


1 1  ><  "1 
»97 


&3-3h 


iE  3-3^ 


iE  3-4 
3-3% 


4,03 


3,40 


3,4i 


4,48 

oxydirt 

3>62 

oxydirt 


4,15 


3,58 
4,27 


NEOPOAIT/////  (abwärts)  vor 
dem  lorbeerbekränzten 
Kopfe  des  Apollo  1.;  da- 
hinter ein  kleines  undeut- 
liches Beizeichen  (viel- 
leicht ein  K).     Perlkreis. 


Stier  mit  bärtigem  Men- 
schengesicht ( Kopf  von 
vorn)  1.  schreitend;  darü- 
ber Kantharos  zwischen 
Z  und  £2;  im  Abschnitt 
Alft    (10621). 


Ähnlich  Gat.  of  greek  coins  in  the  Brit.  mus.,  Italy, 
S.  in,  175  und  176. 

NEoroAlTftN  (aufwärts)  vor 
demselben  Kopfe;  hinter 
dem  Halse  E*/  (der  erste 
Buchstabe  könnte  auch 
ein  C  sein).     Perlkreis. 


Derselbe  Typus;  über  dem 
Stiere  vielleicht  ein  Adler 
1.;  unter  dem  Bauche  des 


Stiers    K.      Im    Abschnitt 
scheint    nichts  gestanden 
zu  haben.     (Fox). 
Vgl.   Gat.   of  greek  coins  in  the  Brit.   mus.,    Italy, 
S.  in,  173. 


NEoroAlTftN  vor  dem  lor- 
beerbekränzten Kopfe  des 
Apollo  1.;  hinter  dem 
Halse  Z  (oder  E?). 


Stier  mit  bärtigem  Men- 
schengesicht (Kopf  von 
vorn)  r.  schreitend.  Über 
ihm  Eule  mit  angelegten 
Flügeln  r. ,  unter  seinem 
Bauche  E  .  Der  Abschnitt 
nicht  ausgeprägt.  (Peytri- 
gnet). 
Vgl.  Cat.  of  greek  coins  in  the  Brit.  mus.,  Italy, 
S.  in,  174. 


NEO/////////////////  vor  demselben 
Kopfe;  hinter  dem  Halse  El 
Perlkreis. 


Derselbe  Typus.    Über  dem 
Stiere  Seepferd  r.;    unter 
seinem  Bauche  nichts ;  im 
Abschnitt  IE  ( 1 7058. 28764). 
[Man  könnte  die  Buchstaben  der  Vs.  CIBI  lesen,  wie 
auf  Münzen  von  Laos  steht.     Friedlaender]. 

Derselbe  Typus.  Über  dem 
Stiere  Traube  auf  einem 
Weinblatt;  unter  dem 
Bauche  X>  (wohl  XAPI  zu 
lesen).  Der  Abschnitt 
nicht  ausgeprägt.     (7843). 


Schrift  nicht  sichtbar.  Der- 
selbe Kopf;  Beizeichen 
nicht  sichtbar. 


Ebenso,   hinter  dem   Halse 
scheint  E  gewesen  zu  sein. 


Derselbe  Typus,  dasselbe 
Beizeichen;  unter  dem 
Bauche  des  Stiers  jedoch 
nur  >?  .  Auf  dem  einen 
Exemplar  ist  der  Abschnitt 
nicht  ausgeprägt,  bei  dem 
andern  ist  darin  Spur  eines 
Buchstabens  (M?).  (17952. 
Ohne  Bezeichnung.) 
Vgl.  Gat.  of  greek  coins  in  the  Brit.  mus.,  Italy, 
S.  1  n,  171  und  172. 


9* 


32 


Campania 


198 


JE 


3-3' 


199   JE  1% 


203 


M3k~3\ 


JE2I 


fc3h-3\ 


&>  3-3^ 

dick 


4,49 


4,57 


4,77 


3>25 


5>21 


•-.  vor  demselben 
Kopfe;  die  Stelle  hinter 
dem  Halse  ist  nicht  aus- 
geprägt.    Perlkreis. 


Derselbe  Typus  des  r.  schrei- 
tenden Stiers.  Über  dem 
Stiere  Kantharos  mit  kur- 
zen Henkeln;  unter  sei- 
nem Bauche  E  Der  Ab- 
schnitt ist  nicht  sichtbar. 
(17953)- 


NEonoAlTHN  vor  dem  lor-    Derselbe  Typus.    Über  dem 
beerbekränzten  Kopfe  des  |      Stiere  Blitz  mit  darunter 


Apollo  1.;  das  Haar  ist 
am  Nacken  zu  einem  Zopf 
gebunden.  Dahinter  un- 
deutliches Beizeichen. 


Derselbe  Kopf,  die  Auf- 
schrift davor  erloschen, 
die  Stelle  hinter  dem 
Halse  verletzt. 


befindlichem  E  ;  der  Ab- 
schnitt ist  nicht  ausge- 
prägt.       (B.  Friedländer). 


Derselbe  Typus.  Über  dem 
Stiere  runder  Schild; 
unter  dem  Bauche  des 
Stiers  A<t>.  Im  Abschnitt 
Schwert  in  der  Scheide 
mit  Bandelier,  wie  es 
scheint.  (Ohne  Bezeich- 
nung). 

Vgl.   Gat.    of  greek   coins   in  the   Brit.   mus. ,    Italy, 
S.  iii,  170. 

Ebenso,  hinter  dem  Halse  I  Ebenso,  nur  scheint  unter 
ein  kleines  undeutliches  I  dem  Bauche  des  Stiers 
Beizeichen     oder    Buch-        nichts    zu   sein;    was    im 


stabe.     Perlkreis. 


Abschnitt  war,    ist   nicht 
mehr  kenntlich.        (Fox). 


[NEonjoMTftN  vor  dem  lor- 
beerbekränzten Kopfe  des 
Apollo  r. ;  hinter  dem 
Halse  ein  undeutlicher 
Buchstabe ,  vielleicht  E 
Perlkreis. 


[NEonoJAlTflN 
selben  Kopfe 
Perlkreis. 


vor    dem- 
dahinter  K 


Stier  mit  bärtigem  Men- 
schengesicht ( Kopf  von 
vorn)  r.  schreitend,  da- 
rüber ein  r.  liegender  ca- 
duceus.  Im  Abschnitt  ein 
undeutlicher  Buchstabe 
oder  Monogramm  A'  N?). 
Perlkreis.     (858). 

Ebenso,  der  caduceus  endigt 
in  eine  Pfeilspitze  und 
war  vielleicht  geflügelt. 
Der  Abschnitt  ist  nicht 
ausgeprägt.  Perlkreis. 
(,04/1885). 


Taf.  VI,  78. 

Die   Münze  ist  von  sehr  feiner  Arbeit, 
winzig  klein. 


die  Schrift 


Neapolis 


!33 


104  iE  3-3% 


205 


JE  3-3% 


20<") 


&3k 


207 


fc-hh-Ah 


208 


&  3-4h 


209 


JE 


4,45 


4,87 


2,66 

oxydirt 


4,07 
ab- 
genutzt 


3,93 


NB'inOAiTl  (aufwärts)  vor 
demselben  Kopfe;  dahin- 
ter K 


Derselbe  Typus.     Über  dem 
Stiere  Delphin  r.   Der  Ab- 
schnitt    schlecht     ausge- 
prägt.      (B.  Friedländer). 
Bei  der  Aufschrift  ist  der  dritte  Buchstabe  undeutlich, 
scheint  aber  eher  Q.  als  O  zu  sein. 


Ebenso,  doch  ist  die  Schrift 
nicht  zu  sehen.    Perlkreis. 

NET«./////////  vor  demselben 
Kopfe  (die  Schrift  be- 
ginnt auch  hier  vor  dem 
Halse);  dahinter  K  Perl- 
kreis. 

Diese  Münze  ist  von  roher  Arbeit. 

das  Q.  nicht  sicher. 


Ebenso.     Perlkreis. 

(105/1885). 

Ebenso,  nur  dass  der  Strich, 
auf  welchem  der  Stier 
steht,   eine  Curve   bildet. 

(7765). 


Auch  hier  ist 


b)  mit  der  Aufschrift  auf  der  Ks. 


Lorbeerbekränzter  Kopf  des 
Apollo  1.  Ob  ein  Bei- 
zeichen vorhanden  war, 
ist  nicht  zu  erkennen. 
Perlkreis. 


EOnOAlT/////  im  Abschnitt. 
Stier  mit  bärtigem  Men- 
schengesicht (Kopf  von 
vorn)  1.  schreitend,  da- 
rüber Füllhorn.  Perlkreis. 
(Arditi). 


Lorbeerbekränzter  Kopf  des 
Apollo  r.     Perlkreis. 


NEoPoAlT^N  im  Abschnitt. 
Stier  mit  bärtigem  Men- 
schengesicht   (Kopf   von 
vorn)  r.  schreitend.  Darü- 
ber Brustbild  des  strahlen- 
umkränzten   Helios    von 
vorn  (nur  der  untere  Theil 
ist  sichtbar).     Unter  dem 
Bauche    des   Stiers    /V\Ä 
Perlkreis.  (B.  Friedländer). 
Vgl.   Cat.   of  greek   coins   in   the   Brit.  mus. ,    Italy, 
S.  110  n.  159— 161.     Im  ersten  Monogramm  abweichend 
das  bei  Garrucci  Taf.  LXXXV,  35  abgebildete  Exemplar 
(mit  fehlerhafter  Beschreibung  auf  S.  86,  35). 


Ebenso. 


Vgl.  Cat. 
10,  163. 


Aufschrift  und  Typus  eben- 
so, doch  über  dem  Stiere 
Biene  (oder  Fliege),  unter 
seinem  Bauche  EK 
(B.  Friedländer). 
of  greek  coins    in  the  Brit.   mus.,    Italy, 


134 


Campania 


210 
211 


212 


213 


214 


215 

2l8 


JE  3-3% 

4,25 

4,i5 

ab- 

genutzt 

JE  rt 

3)97 

&334-4h 

4,84 

JE  3%-4 

5,°2 

M  3-3% 

4,3° 

3^-4^ 

6,20 

3-4^ 

6,05 

3%"4 

4,39 

oxydirt 

Derselbe  Apollokopf  r. 
hinter  E 


da- 


Ebenso. 


Spuren  des  Stadtnamens  im 
Abschnitt.  Derselbe  Ty- 
pus des  r.  schreitenden 
Stiers;  doch  über  dem 
Stiere  Helm  r.  mit  nach 
vorn  gekrümmter  Spitze 
und  herabhängenden  Sei- 
tenklappen, unter  dem 
Stiere  *M  (Peytrignet.  Fox). 


Ebenso,   doch  hier  ist  das 
Monogramm  7^\        (Fox). 
Vgl.  Gat.   of  greek   coins   in  the   Brit.   mus.,    Italy, 
S.  in,  164.  


Lorbeerbekränzter  Kopf  des 
Apollo  r.  (der  Kranz  hat 
drei  Blattreihen),  dahinter 
$     Perlkreis. 


NEYPoAlTßN  (sehr  kleine 
Buchstaben)  im  Abschnitt. 
Stier  mit  bärtigem  Men- 
schengesicht (Kopf  von 
vorn)  r.  schreitend,  da- 
rüber Kranz  mit  einem 
achtstrahligen  Stern  da- 
rin; unter  dem  Bauche 
des  Stiers  A  Perlkreis. 
(Peytrignet). 
Taf.  VI,  79. 

Das  im  Cat.  of  greek  coins  in  the  Brit.  mus.,  Italy, 
S.  1 10,  162  beschriebene  Exemplar  ist  wahrscheinlich  nicht 
verschieden. 

Der  dritte  Buchstabe  der  Aufschrift  ist  sicher  Y,- 
nicht  O  oder  ß;  vgl.  auch  Hunter  Taf.  39,  19.  Viel- 
leicht liegt  oskischer  Einfluss  vor:   Y  oder  Y  =  O. 

Das  Relief  dieser  Münze  ist  flacher  als  gewöhnlich. 


Ebenso,    doch 
Halse  hier  A 


hinter   dem 


Ebenso,   doch   ist   der  Ab- 
schnitt   nicht   ausgeprägt. 

(7844). 


c)  mit  Delphinen  um  den  Kopf 


Lorbeerbekränzter  Kopf  des 
Apollo  r.  (der  Kranz  hat 
drei  Blattreihen),  umher 
vier  Delphine.     Perlkreis. 


NEOnO[AITniM]  im  Ab- 
schnitt (auf  2  Ex.  ist  der 
Abschnitt  nicht  ausge- 
prägt). Stier  mit  bärtig 
Menschengesicht  (Kopf 
im  Profil)  r.  schreitend; 
darüber  r.  liegender  Drei- 
zack ohne  den  Stiel.  Perl- 
kreis. (5541.  28850. 
B.  Friedländer.  Rauch). 

Vgl.   Gat.   of  greek  coins   in   the   Brit.  mus.,    Italy, 
113  n.  192 — 194. 

[Wie  hier  den  Apollokopf,  so  umgeben  auf  manchen 


Neapolis 


J35 


219 
220 


33<~4t 


^E  3%"4 


^3W 


6,60 
6,81 


5,47 


Silbermünzen  den  weiblichen  Kopf  Delphine.  Man  darf 
daraus  schliessen,  dass  die  Delphine  keine  nähere  Be- 
ziehung zu  diesen  Köpfen  haben.     Friedlaender]. 


d)  aufschriftlose  Münzen 


Lorbeerbekränzter  Kopf  des 
Apollo  r. ;  dahinter  eine 
Amphore.     Perlkreis. 


Stier  mit  bärtigem  Men- 
schengesicht (Kopf  von 
vorn)  r.  schreitend;  darü- 
ber ein  Kranz.  Unter  dem 
Bauche  des  Stiers  AE.  Der 
Abschnitt  ist  leer.  Perl- 
kreis. (17951.  103/1885). 
Diese   Münze,    auf  welcher  sicher  keine  Aufschrift 

sich  befindet,    gehört  den  äusseren   Kennzeichen   nach 

gewiss  nach  Neapolis. 


Eine  sehr  mangelhaft  erhaltene  (ob  schriftlose?)  Münze 
mit  dem  Apollokopf  r.,  auf  der  Ks.  erkennt  man  den  r. 
schreitenden  Stier  mit  bärtigem  Menschengesicht  (Kopf 
von  vorn),   darüber  Stern  im  Halbmond.     (Ohne  Be- 


zeichnung). 


Mit  dem  halben  Stiere 


a)   Apollokopf  mit  langem,  ein  Mal  gewundenem  Haar- 
zopf;  Aufschrift  auf  der  Ks. 
Die    hier    zusammengestellten    Münzen    sind    ohne 
Zweifel  die  ältesten  in  der  Kupferseries  von  Neapolis. 


Lorbeerbekränzter  Kopf  des 
Apollo  r.,  mit  langem,  ein 
Mal  gewundenem  Haar- 
zopf. 


[A/EOP]    OAITEft   N  um 

den  halben  Stier  mit  bär- 
tigem Menschengesicht  r. 
(der  Kopf  im  Profil);  auf 
seiner  Schulter  ein  grosser 
vierstrahliger  Stern.  Ein- 
facher Kreis.  (B.  Fried- 
länder). 
Der  Typus  der  Ks.  dürfte  wohl  mit  dem  Sternbilde 

des  Stiers  (vgl.  Ztschr.  für  Numism.  XVI  S.  225)  in  irgend 

einer  Beziehung  stehen. 


136 


Campania 


223 


224 


225 
229 


230 


231 


232 


JE  2I-3 


JE 


3h-4 

3*-4* 

3-4 
3-3^ 


JE  3-& 


&  3-4V 


JE  3-3^ 


3,67 


6,01 


5,o 

4,43 

V3 

5,5° 
4,i5 


4,68 


5,23 


4,20 
oxydirt 


Derselbe  Apollokopf.  /VEOn  oAETliiß    /V     um 

denselben  Typus,  doch 
ohne  Stern.  Perlkreis. 
(Peytrignet). 

Vgl.  Garrucci  Taf.  LXXXVI,  3.  Den  Sperberflügel  (?) 
auf  dem  Halse  des  Stiers,  den  Garrucci  S.  86,  3  erwähnt, 
vermag  ich  auf  unserem  Exemplar  nicht  zu  finden. 


Derselbe  Kopf  r.,  der  Kranz 
besteht  aus  drei  Blatt- 
reihen. Hinter  dem  Nacken 
A 


Taf.  VI,  80. 

Von  sehr  schöner  Arbeit. 

Ebenso,   doch  ist  von  dem 


[NJEoPoAlTHC  in  gerader 
Linie  über  dem  halben 
Stier  mit  bärtigem  Men- 
schengesicht r.  (der  Kopf 
im  Profil);  auf  seiner 
Schulter  ein  grosser  vier- 
strahliger Stern.  (B. Fried- 
länder). 


Buchstaben  nichts  zu  se- 
hen (auf  2  Exemplaren 
war  er  sicher  niemals  vor- 
handen). 


NEOPOAITHS  in  gerader 
Linie  über  demselben  Ty- 
pus (auf  dem  letzten  Exem- 
plar ist  der  Stern  nicht  zu 
sehen).  (Fox.  B.  Fried- 
länder. 5265.  17946.  6007). 
Zwei  von  diesen  5  Exemplaren  sind  aus  demselben 
Stempel.  Auf  einem  Exemplar  befindet  sich  auf  der  Ks. 
ein  durch  einen  Meisselhieb  entstandener  Schnitt,  ebenso 
auf  der  Vs.  von  n.  230;  dergleichen  Meisselhiebe,  mitunter 
in  Kreuzform,  finden  sich  öfters  auf  dieser  Münze. 


Ebenso,  hinter  dem  Kopfe /t 

Ebenso,  doch  ist  hier  nur 
£  sichtbar,  vielleicht  als 
Theil  desselben  Mono- 
gramms. 

Derselbe  Kopf,  doch  hat 
der  Kranz  nur  zwei  Blatt- 
reihen. 


Spuren    von    Schrift    über 
demselben  Typus  (Rauch). 

Ebenso.      (Ohne     Bezeich- 
nung). 


NEoPoAlT  H  Z  (die  ersten 
8  Buchstaben  in  einer 
geraden  Zeile  1.  abwärts). 
Halber  Stier  mit  bärtigem 
Menschengesicht  r.  ^Kopf 
im  Profil);  darüber  Del- 
phin r.    Perlkreis.    (Fox). 


Neapolis 


37 


233 


JE  2^-3 


3,°5 


234 


iE2*-2% 


3,10 


235 


JE  2-2! 


1,80 


236  JE  i-i\ 


3>°9 


23; 


^2 


1,81 


238 


^  2 


1,90 


Ebenso,    doch    Kranz    mit 
drei  Blattreihen. 


Ebenso     (im    Kranze 
Beeren  sichtbar). 


sind 


Derselbe  Typus  mit  dem 
Delphin  r.;  von  der  Auf- 
schrift ist  nur  !T  H  *£  er- 
halten (IT  zwischen  den 
Beinen  des  Stiers,  H  zwi- 
schen Bein  und  Bart,  £ 
vor  dem  Barte).  Perlkreis. 
(Rauch). 

Ebenso,    doch  ist  von   der 


Aufschrift    nur    AI    zwi- 
schen    den    Beinen     des 
Stiers    zu     sehen,     mehr 
folgte  nicht.     (6008). 
Es  ist  nicht  sicher,   ob  AI  oder  AI  zu  lesen  ist;    im 

ersten   Falle    könnten    das    die    letzten    Buchstaben    des 

Stadtnamens  sein. 


Derselbe  Kopf,  doch  Kranz 
mit  zwei  Blattreihen.  Perl- 
kreis. 


nOAlTftN  in  gerader 
Linie  über  dem  halben 
Stier  mit  bärtigem  Men- 
schengesicht r.  (Kopf  im 
Profil).  Einfacher  Kreis. 
(51/0). 
Diese  Münze  ist  dünner  als  alle  vorhergehenden. 


Derselbe  Kopf,  doch  Kranz 
mit  drei  Blattreihen. 


NEHoriOAl/////     in     gerader 
Linie      über     demselben 
Typus.      Im  Felde  1.    ME 
(Ohne  Bezeichnung). 
Vgl.  Cat.   of  greek   coins   in    the    Brit.    mus.,    Italy, 
S.  109,  153. 


Die   folgenden   Münzen    mit  demselben  Apollokopf 
linkshin  sind  alle  etwas  jünger  als  die  vorhergehenden. 


Derselbe  Kopf,  aber  1.  (der 
Kranz  hat  zwei  Blattrei- 
hen) ;  hinter  dem  Nacken  Q 


[NEJopoAlT/////  in  gerader 
Linie    über    dem    halben 


Stier  mit  bärtigem  Men- 
schengesicht r.  (Kopf  im 
Profil).  (Peytrignet). 

Das   Zeichen    hinter    dem   Apollokopfe    dürfte  eher 
eine  Mondsichel  sein  als  ein  nicht  völlig  ausgeprägtes  O. 

Ebenso.  [N]Eopo/\/////  über  demsel- 

ben Typus;  1.  im  Felde  P 
(Fox). 
Vgl.  Garrucci  Taf.  LXXXVI,  5. 


i38 


Campania 


2  39 


240 


241 


242 
243 


244 


245 


246 


^24-2% 

2,18 

JEt.%-2% 

i>95 

schlecht 

fc^-3 

3^59 

JE  2 
2-2^ 

2,14 
1,81 

oxydirt 

^»%-i% 

1,58 

JE  \\-i 

0,98 

JE  2 

1,42 

Derselbe  Apollokopf  1.,  da-  N  E  o  n  o  A I T  ff  über  dem- 
hinter  undeutliches  Bei-  selben  Typus;  im  Felde 
zeichen.     Perlkreis.  1.    E    (also    Rest    von    E 

oder  £).     (Peytrignet). 
Vgl.  Garrucci   Taf.  LXXXVI,  4   mit    Z   hinter   dem 
Stiere  und  mit  ///// E  O  P  o  A I T  E///// 


Derselbe  Kopf,  dahinter  E, 
wie  es  scheint. 


NEW//l///M//m///l  über  dem  hal- 
ben  Stiere    mit   mensch- 
lichem Antlitz  1.  (Kopf  im 
Profil);  im  Felde  r.  4 
(Rauch). 


b)    Apollokopf  mit  losem   Haar  im   Nacken 
auf  der  Vs. 


Aufschrift 


[NlEOnöAITHN  vordem 
lorbeerbekränzten  Kopfe 
des  Apollo  r.  (der  Kranz 
hat  drei  Blattreihen). 


Taf.  VI,  81. 

NEonoAlTßN  vor  dem- 
selben Kopfe  (Kranz  mit 
zwei  Blattreihen).  Perl- 
kreis. 


Hllllllli&N  vor  demselben 
Kopfe;  dahinter  K 


Halber  Stier  mit  bärtigem 
Menschengesicht  r.  (der 
Kopf  im  Profil).  Darüber 
Delphin  r. ;  unter  dem 
Stiere  Alo  Perlkreis. 
(Beger  thes.  Pal.  187,  th. 
Br.  1,352). 


Ebenso,  doch  ist  die  Schrift 
unter  dem  Stiere  nicht 
sichtbar  (war  vielleicht  nie 
vorhanden).  (Fox.  Ohne 
Bezeichnung). 

Derselbe  Typus;  über  dem 
Stiere  Rest  des  Delphins  r. 

(17948). 


Derselbe  Kopf,  wie  es  Derselbe  Typus,  über  dem 
scheint;  von  der  Aufschrift  Stiere  Delphin  r.  (B.  Fried 
nichts  zu  sehen.  länder) 

Die  Vs.  mangelhaft  erhalten,  die  Münze  im  Gegen- 
satz zu  den  vorhergehenden  sehr  dünn. 


NEonoAITf2N  vor  dem  Derselbe  Typus.  Über  dem 
lorbeerbekränzten  Kopfe  Stiere  Delphin  r. ;  im  Felde 
des  Apollo  1.;  dahinter  L  Ao  Perlkreis  (B<Fried. 
ME     Perlkreis.  Bl  v 

länder). 
Taf.  VI,  82. 

Von    recht    sauberer  Arbeit.  —  Vgl.  Gat.    of  greek 
coins  in  the  Brit.  mus.,  Italy,  S.  112  n.  182  und  183. 


Neapolis 


r39 


247 

248 

249 
250 


25< 


253 


JE  \\--l 


JE.  3 


JE  2-2^ 


hl7 


*>33 
"»»5 


!>45 


3,3* 


[NEOnO]AITßN  vor  dem- 
selben Kopfe,  dahinter  Nf 
(Perlkreis  nicht  sichtbar). 

NEopoAlTßN  vor  dem- 
selben Kopfe.    Perlkreis. 


[NJEopoAlTßN, 

ebenso. 


sonst 


Ebenso.    (Peytrignet). 


Derselbe  Typus 
lphi 


Über  dem 
Stiere  Delphin  r.;  im  Felde 
1.  Bl    Perlkreis.     (Fox). 

Ebenso,    doch  ohne  Buch- 
staben im  Felde.     (Fox). 

Ebenso.     (B.  Friedländer). 


Derselbe  Kopf,    dahinter  /% 

Von  der  Schrift  ist  nichts 

zu  sehen,  wahrscheinlich 

nur    deshalb,     weil     der 

Schrötling  zu  klein  ist. 
Vgl.   Gat.   of  greek   coins  in  the   Brit.  mus.,    Italy, 
S.  112,  181. 


NEonoAlTflN  (abwärts) 
vor  dem  lorbeerbekranz- 
ten  Kopfe  des  Apollo  1. 
(der  Kranz  hat  drei  Blatt- 
reihen); dahinter  h  Rest 
von  A  oder  A  oder  "ähn- 
lichem Monogramm). 
Perlkreis. 


Halber  Stier  mit  bärtigem 
Menschengesicht  1.  (Kopf 
im  Profil);  darüber  Del- 
phin 1.  Im  Felde  r.  ein 
nicht  ganz  deutlicher 
Buchstabe,  vielleicht  M; 
unter  dem  Stiere  I.  Ein- 
facher Kreis.     (17059). 


Vielleicht  ist  das  im  Gat.  of  greek  coins  in  the  Brit. 
mus.,  Italy,  S.  112,  186  beschriebene  Exemplar  ebenso. 


NEOPOM/////  vor  dem  lor- 
beerbekränzten Kopfe  des 
Apollo  r. ;  der  Haarzopf 
ist  am  Nacken  ein  Mal 
geknüpft.     Perlkreis. 


Halber  Stier  mit  bärtigem 
Menschengesicht  r.  (der 
Kopf  fast  von  vorn);  da- 
rüber undeutlicher  Rest 
eines  Beizeichens.  Perl- 
kreis.    (Arditi). 


Derselbe  Kopf,  aber  1.  Von 
der  Aufschrift  ist  nichts 
zu  sehen;  sie  scheint  auch 
nicht  vorhanden  gewesen 
zu  sein. 


Halber  Stier  mit  bärtigem 
Menschengesicht  r.  (Kopf 
im  Profil);  darüber  Del- 
phin r.     (Rauch). 


140 


Campania 


254 


4t"5 


6,24 


25k 

250 


iE  4h 
4hS 


6,70 

beide 

gleich 

gut 


257  iE  4-44 


7,20 


258  iE  3%-4 


5,23 


4.   Mit  Leier  und  Omphalos 

Diese  Münzen  sind  alle  von  späterem  Styl,  einige 
von  ganz  roher  Arbeit. 

Lorbeerbekränzter  Kopf  des  NEofToAlTftN  im  Abschnitt. 
Apollo  1. ;  dahinter  AC  Leier  r.  geneigt  und  an 
Perlkreis.  einen  Omphalos  gelehnt. 

Einfacher  Kreis.  (B.  Fried- 
länder). 
Taf.  VI,  83. 

An  den  Spitzen  der  Leier  sind  zwei  wie  Täfelchen 
aussehende  Ansätze,  die  bei  den  folgenden  Stücken  nicht 
vorkommen. 


Derselbe  Kopf,  dahinter  HPA 
Perlkreis. 


NEoTToAlTßN  und  darunter 
r.  liegender  Lorbeerzweig 
mit  einer  taenia  gebun- 
den (im  Abschnitt).  Palm- 
zweig mit  daran  geknüpf- 
ter taenia;  Omphalos; 
Leier  1.  geneigt  und  an 
den  Omphalos  gelehnt  (am 
r.  Arm  der  Leier  eine 
taenia).  Einfacher  Kreis. 
(Peytrignet.  Gansauge). 
Beide  Exemplare  aus  demselben  Stempel. 
Vielfach  entstellt,   aber  sicher   dieselbe  Münze,   bei 

Garrucci  Taf.  LXXXV,  39    (vgl.  Sallet's  Ztschr.  für  Nu- 

mism.  XIV  1886  S.  179). 

Derselbe      Kopf,      dahinter    NEOfTOAlTftN  und  darun- 
o     Perlkreis.  ter,  zwischen  A  und  P,  ein 

ungewisser      Gegenstand 
(ähnlich  einer  r.  kriechen- 
den   Schnecke)    im    Ab- 
schnitt. Palmzweig;  Leier 
r.  geneigt;  bekränzter  Om- 
phalos.    (Beger  thes.  Pal. 
187,  th.  Br.  I,  352). 
Von  ziemlich   roher  Arbeit.  —  Vgl.   das   bei  Carelli 
Taf.  LXXXI,  156  abgebildete  Exemplar,  das  auf  der  Vs. 
Inno  hat.     Carelli   bezeichnet  den  Gegenstand  im  Ab- 
schnitt der  Ks.  als  prora  navis. 


Derselbe  Kopf,  dahinter  war 
vielleicht  ein  Beizeichen. 
Perlkreis. 


NEOTTOAITQN,  darunter  Po 
und  unter  diesen  Buch- 
staben 1.  liegender  Drei- 
zack (im  Abschnitt).  Leier 
r.  geneigt;  Omphalos. 
(Gansauge). 
Von  ziemlich  roher  Arbeit. 


Neapolis 


259 


260 


261 
262 


263 

264 

26 


&  4-43< 

5,70 

^4-4^ 

5,9T 

JE  4^-5 

6,40 

Ah 

6,21 

JE4 

4,4i 

oxydirt 

JE  4* 

6,39 

4"4% 

5,08 

Derselbe  Kopf.     Weitläufi-    NEOnOAlT.QN,        darunter 
ger  Perlkreis.  Rest  eines  Dreizacks  1.,  an 

welchem  ein  gekrümmter, 
aus  Kügelchen  gebildeter 
Gegenstand  sich  befindet 
(im  Abschnitt).  Aufrecht 
stehende  Leier;  Ompha- 
los, darüber  Mondsichel 
zwischen  zwei  sechsstrah- 
ligen  Sternen.  Weitläu- 
figer Perlkreis.  (Rauch). 
Von  sehr  roher  Arbeit.  —  Vgl.  Gat.  of  greek  coins 

in  the  Brit.  mus.,  Italy,  S.  117,  247. 

Möglicherweise  stellt  das  undeutliche  Beizeichen  im 

Abschnitt  einen  Seekrebs  oder  ein  ähnliches  Seethier  vor, 

das  an  einem  Dreizack  aufgespiesst  ist. 


Ebenso. 


Ebenso,  doch  könnte  hier 
der  Dreizack  fehlen  (der 
wurmähnliche  Gegen- 
stand ist  hier  etwas  deut- 
licher).    (Fox). 


Derselbe  Kopf,  aber  r. ;  da- 
hinter XAI    Perlkreis. 


NEOnOAlTQN,  darunter 
r.  liegende  Keule  (im  Ab- 
schnitt). Aufrecht  stehende 
Leier;  bekränzter  Ompha- 
los,  auf  dessen  Spitze  eine 
1.  gewendete  Schlange  mit 
Kamm    (und    Bart?)    sich 
ringelt.     Perlkreis. 
(Gansauge.    Fox). 
Auf  einem  Exemplar  könnten  die  drei  Buchstaben  hin- 
ter dem  Kopfe  auch  XAI  gelesen  werden,  und  dieses  wird 
auch  das  richtige  sein :  vgl.  den  Typus  mit  dem  Reiter. 
Diese,  wie  auch  die  folgenden  Münzen,  sind  alle  von 
ziemlich  roher  Arbeit. 


Ebenso,    doch    hinter  dem 

Kopfe  nur  AI 
Derselbe  Kopf;  dahinter  A/t 

Perlkreis. 


Ebenso. 

[NEO]noAITß[N]  im  Ab- 
schnitt. Etwas  r.  geneigte 
Leier;  Omphalos.  L.  im 
Felde  ein  aufrecht  stehen- 
der Dolch  (Ochsenzunge), 
über  dem  Omphalos  eine 
1. schwebende  Nike,  welche 
in  der  einen  Hand  einen 
kleinen  Kranz  zu  halten 
scheint,  mit  der  erhobe- 
nen anderen  Hand  viel- 
leicht die  Leier  bekränzt. 
(B.  Friedländer.  Fox). 
Beide  Exemplare  aus  demselben  Stempel. 


42 


Campania 


267 


268 


269 


270 


272 
274 


JE4-5 

5,43 

JEtf-ti 

5,58 

&  3^-4 

5,56 

JEti 

6,25 

&  4l-5 

6,24 

M  3 

2,82 

JE  2^-3 
2^-3 

2,38 
2,33 

2,3' 

Die  folgenden  Stücke  haben  einen  Kranz  um  den 
Apollokopf.  Auch  diese  Münzen  sind  von  ziemlich 
roher  Arbeit. 


Lorbeerbekränzter  Kopf  des 
Apollo  1.;  dahinter  viel- 
leicht n  Das  ganze  von 
einem  Kranze  umgeben. 


Ebenso,  doch  hinter  dem 
Kopfe  C  d.  h.  in  (vgl. 
n.  185). 


Ebenso,  doch  scheinen  hier 
die  Buchstaben  zu  beiden 
Seiten  des  Kopfes  vertheilt 
gewesen  zu  sein  (sichtbar 
ist  nur  I  vor  dem  Kopfe). 

Vgl.  Garrucci  Taf.  LXXXV,  40 


Im  Abschnitt  NEQTTOAIT.GN 

eni 

Leier  r.  geneigt  und  an 
den  Omphalos  gelehnt; 
über  diesem  bucranium 
mit  Binden  geschmückt. 
Perlkreis.     (5171). 

ImAbschnitt  NEQTTOAITQN 

Eni 

sonst  ebenso.  (B.  Fried- 
länder). 


Ebenso. 

352). 


(Beger  thes.  Br.  I, 


Ebenso,   hinter  dem  Kopfe 


Ebenso. 


NEonoAIT[ßN]     an    der 

Stelle  des  nicht  angedeu- 
teten Abschnitts.  Geflü- 
gelter caduceus;  Leier 
r.  geneigt  und  an  den 
Omphalos  gelehnt.  Perl- 
kreis.    (17950). 

NEOTTOAIT.a[N]  im  Ab- 
schnitt. Sonst  ebenso, 
nur  dass  der  Griff  des 
caduceus  mit  Blättchen 
versehen  ist  (wie  ein  Ge- 
treidestengel). (B.  Fried- 
länder). 


5.  Mit  dem 
Lorbeerbekränzter  Kopf  des 
Apollo  1.  mit  kurzem, 
lockigem  Haar.  Hinter 
dem  Halse  achtstrahliger 
Stern.     Perlkreis. 

Ebenso,  doch  ist  hier  der 
Stern  vierstrahlig  mit  je 
einem  Punkt  zwischen 
den  Strahlen.  Perlkreis 
nur  auf  einem  Exemplar 
zu  sehen. 


Dreifuss 

NEOPO  AITON  (1.  aufwärts 
und  r.  abwärts  .  Dreifuss; 
zwischen  den  Füssen  des- 
selben Bl     (Fox  . 


. 


NE0TT0  AlTftN,  sonst  ehe 
so.  Auf  einem  Exemplar 
Perlkreis.  (B.  Friedländer. 
Peytrignet.     Fox). 


Neapolis 


43 


75 


276 


JE 


JE  2^-3 


-:: 


281 

282 


283 


285 


JE   2k- 


JE 


JE3 
JE3 


JE3 
2& 


iE  2 


iEr 


288 


JEi-ik 


16 


2,65 


2,21 

oxydirt 


2,83 


2,41 

2,63 
V9 


2>37 
3,69 
M7 


°>93 


Derselbe  Kopf.   Ob  ein  Bei- 
zeichen   vorhanden    war, 
ist  nicht  zu  sehen.    Perl- 
kreis. 
Taf.  VI,  84. 

Derselbe  Kopf;  dahinter 
scheint  ein  Beizeichen 
oder  Buchstabe  gewesen 
zu  sein. 


[N]Eono  AlTftN  Derselbe 
Typus;  zwischen  den 
Füssen  des  Dreifusses  K I 
Perlkreis.     (Arditi). 


NEono  AlTftN  Derselbe 
Typus,  doch  zwischen 
den  Füssen  des  Dreifusses 

NY     (28624/7). 


Vgl.   Gat.   of  greek  coins   in  the   Brit.  mus.,    Italy, 
S.  113,  196. 


Derselbe  Kopf  (von  anderem 
Typus),  dahinter  M  Perl- 
kreis. 


1/IC0PO     AlTftN      Derselbe 
Typus  (ohne  Buchstaben). 
Perlkreis.     (17947). 
Die  Schrift  auf  der  Ks.  ist  vollkommen  gut  erhalten. 


Derselbe  Kopf,  dahinter  f 
(ungewiss  ob  T  oder  P). 
Perlkreis. 

Ähnlicher  Kopf,  dahinter 
achtstrahliger  Stern.  Perl- 
kreis. 

Derselbe  Kopf  (von  anderem 
Typus,     breit),     dahinter 
ein  kleines  Füllhorn. 
Perlkreis. 
Taf.  VI,  85. 

Derselbe  Kopf,  kein  Bei- 
zeichen. Perlkreis  (auf 
dem  schweren  Ex.  ein- 
facher Kreis). 


[N]Eopo  AlTftN,  sonst  eben- 
so.    (4986). 

NE0TT0  AlTftN  (auf  der 
zweiten  NEOnO  AlTflN), 
sonst  ebenso.  (Rauch. Fox). 

NE0P0  AlTftN,  sonst  eben- 
so. Kein  Perlkreis.  (Beger 
thes.  Pal.  187,  th.  Br.  I, 
352.     106/1885). 


NEopo  AlTflN,  sonst  eben- 
so. Perlkreis.  (857.  Fox. 
B.  Friedländer). 


Ähnlicher  Kopf  1.,  ein  Bei- 
zeichen scheint  nicht  vor- 
handen zu  sein.  Perlkreis. 


Typus. 


UißN    Derselbe 
(B.  Friedländer). 


Ein  anderes  Ex.  bei  Garrucci  Taf.  LXXXVI,  13. 


Männlicher  Kopf  1.;  um  das 
nicht  lange  Haar  ein  Band. 


Ebenso;  vor  dem  Halse 
scheint  die  Spur  eines 
Buchstabens  (P?)  zu  sein. 
Beide   Münzen,    besonders 

sind  von  ziemlich  roher  Arbeit 


NEopo  AlTßN  (1.  abwärts 
und  r.  aufwärts).  Dreifuss. 
Einfacher  Kreis.    (Rauch). 


NEOPO    [AJITON      (sie), 
sonst  ebenso.     (Fox). 


die  Köpfe    auf  der  Vs., 


i44 


289 


290 


291 


292 


293 


294 
296 


Campania 


JE2 

1,41 

JE  i-i\ 

2,12 

Mi 

1,76 

&2 

2,58 

KLi\-i\ 

J,94 

A 

i,9l 
1,60 

1 

i>7> 

Jugendlicher,  männlicher 
Kopf  r.  mit  einem  Kranze 
im  kurzen  Haar  (Hera- 
kles?); dahinter  eine 
Keule,  unter  dem  Halse 
Spuren  von  Buchstaben, 
vielleicht  MIHI .    Perlkreis. 

Ähnlicher  Kopf  r.  (ob  er 
bekränzt  war,  ist  nicht  zu 
sehen),  doch  fehlen  die 
Keule  (dafür  vielleicht  ein 
anderes  kleines  Beizei- 
chen) und  die  Buchstaben. 
Perlkreis. 


J 


NEOTTO  AITI2N  (in  zwei 
raden    Zeilen    1.    abwärts 
und  r.  aufwärts).  Dreifuss. 
Perlkreis.     (Fox). 


Ebenso,     aber    einfacher 
Kreis,    wie    es    scheint 

(Fox). 


6.    Mit  dem  Füllhorn 


Kopf  der  Artemis  r.  mit 
Diadem,  Perlenhalsband 
und  etwas  Gewand  am 
Halse;  am  Nacken  Köcher 
und  Bogen.     Perlkreis. 


Taf.VI,  86. 


Ebenso. 


Ähnlicher  Kopf  der  Artemis 
r.  mit  Diadem,  Halsband, 
Ohrgehänge  und  etwas 
Gewand  am  Halse;  am 
Nacken  Köcher.  Perlkreis. 


Ebenso,  doch  ohne  Ohrge- 
hänge. 


VAEOPO  AlTßN  (1. abwärts 
und  r.  aufwärts)  zu  beiden 
Seiten  eines  Füllhorns, 
von  welchem  1.  und  r. 
eine  Traube  herabhängt. 
L.  unten  im  Felde  AA 
Perlkreis.    (Rauch). 


NEoTTo    AlTßN,      sonst 

ebenso.     (Fox). 

NEOTTO  AIT&N  (r. ab  wärt* 
und  1.  aufwärts)  zu  beider 
Seiten  eines  Füllhorns 
von  welchem  1.  und  r 
eine  Traube  herabhängt 
In  der  Mitte  ist  das  Horr 
mit  einem  Bande  um- 
wunden, an  seiner  Spitz( 
ist  es  mit  zwei  Flügeli 
versehen.  Einfacher  Kreis 
(Fox). 

Ebenso.    (58 1 7.  58 1 8.  121 04 


Neapolis 


Hb 


298 
299 


JE2\-l\ 


JE  2^-3 


300^2^-2% 


301 


&Zk-\X 


2,47 

ab- 
genutzt 


3,11 

3>25 


2,72 


4,7 l 


302  j£    2^-3 


Brustbild  der  Artemis  r., 
vielleicht  mit  dem  Diadem ; 
am  Nacken  Köcher  und 
vielleicht  auch  Bogen; 
vor  dem  Halse  AH  Perl- 
kreis. 


Brustbild  der  Artemis  r. 
mit  dem  Diadem;  am 
Nacken  Köcher.  Im  Felde 
1.  =,  vielleicht  die  un- 
deutlichen Reste  von  D 
d.  h.  in     Perlkreis. 


NE0TT0  AlTftN  (1.  abwärts 
und  r.  aufwärts)  zu  beiden 
Seiten  eines  Füllhorns, 
von  welchem  1.  und  r.  je 
eine  Traube  herabhängt. 
Von  der  Mitte  des  Horns 
hängen  1.  zwei  breite, 
unten  gefranste  Bänder 
herab;  das  Hörn  selber 
endigt  in  einen  Thierkopf. 
Perlkreis.  (B.  Friedländer). 

NEOTTO  AITON  ebenso  zu 
Seiten  eines  Füllhorns, 
von  welchem  1.  und  r.  je 
eine  Traube  herabhängt. 
An  der  1.  Seite  des  Horns 
hängt  ein  breites,  unten 
gefranstes  Band  herab. 
Perlkreis.  (28670/18. 

Beger  thes.  Br.  I,  351). 


Beide  Exemplare  aus  demselben  Stempel. 


Brustbild  der  Artemis  r. 
mit  Diadem;  am  Nacken 
Köcher.  Vor  dem  Halse 
AH     Perlkreis. 


NEOTTOA  ITftN  (unten  im 
Bogen).  Füllhorn,  von  wel- 
chem 1.  und  r.  je  eine 
Traube  herabhängt.  Das 
Hörn  scheint  in  einen 
Thierkopf  zu  endigen. 
Perlkreis.     (Fox). 


7.  Mit  dem  Reiter 
Vgl.  über  diesen  Typus  Garrucci  S.  83. 

I  N 


Jugendlicher,  männlicher 
Kopf  1.  mit  kurzem 
Lockenhaar,  dahinter  in 
(oder  /////in?);  das  ganze 
von  einem  Kranze  um- 
schlossen. 


Ähnlicher  Kopf  1.  (das  Haar 
ist  weniger  lockig),  da- 
hinter Spur  von  Buch- 
staben /////T;  das  ganze 
von  einem  Kranze  um- 
schlossen. 
Taf.  VI,  87. 


NEOTTOAl'i'A  im  Abschnitt 
(der  letzte  Buchstabe 
ausserhalb  desselben).  Rei- 
ter 1.  sprengend;  er  hat 
einen  Spitzhut  und  hält 
die  R.  erhoben,  die  Chla- 
mys  flattert  hinter  seinem 
Halse.  Perlkreis,  wie  es 
scheint.     (5494). 

NEOTTO  AI  im  Abschnitt 
und  ausserhalb  desselben, 
rechtwinklig  darauf,  die 
Fortsetzung  TftN  Der- 
selbe Typus.     (Fox). 


Antike  Munzen.     Bd.  III,  1. 


146 


Campania 


3°3 


3°4 


305 


306 


3°7 


308 
309 


JE3V-4* 


JE  2^-3 


JE 


JE  2^-3 


JE  2^-3 


<>57 


3o5 


3)0! 


V5 


3,iS 


£3 


2>97 

2,2  1 


[Auf  den  folgenden  Münzen  ist  der  Kopf  oft  von 
einem  Stern  begleitet,  vielleicht  ist  es  einer  der  Dios- 
kuren,  ebenso  wie  der  Reiter  der  Kehrseite.  Fried- 
laender]. 

Jugendlicher,  männlicher 
Kopf  r.  mit  kurzem,  etwas 
gelocktem  Haar,  dahinter 
ein  Stern;  das  ganze 
von  einem  Kranze  um- 
schlossen. 


Ebenso. 


Jugendlicher,  männlicher 
Kopf  r.  mit  kurzem 
Lockenhaar;  dahinter 
Stern.     Perlkreis. 

Ähnlicher  Kopf  r.  (das  Haar 
kurz,  aber  kaum  gelockt), 
dahinter        achtstrahliger 
Stern.     Perlkreis. 
Taf.  VI,  88. 


7/j:öAI7/////  im  Ab- 
schnitt. Derselbe  Typus, 
doch  erscheint  hier  unter 
dem  flatternden  Mantel 
die  Schwertscheide.  Perl- 
kreis.    (7794). 

Der  Abschnitt  ist  nicht  aus- 
geprägt.    Derselbe  Typus 
ohne  Schwertscheide'. 
Perlkreis.     (Fox). 

Undeutliche  Schriftreste  im 
Abschnitt.  Derselbe  Ty- 
pus; unter  dem  Pferde  Z 

(Fox). 

NEOTTOAITQN  in  einer  ge- 
bogenen Zeile  unter  dem- 
selben Typus.     Perlkreis. 

(Fox). 


Ebenso.  Ebenso,  doch  erscheint  hier 

unter  dem  flatternden 
Mantel  die  Schwertscheide 
und  unter  dem  Pferde 
steht  AY  (B.  Friedländer). 
Die  beiden  Buchstaben  unter  dem  Pferde  sind  nicht 
ganz  deutlich,  dürften  aber  eher  AY  als  das  auf  den  fol- 
genden Münzen  sicher  befindliche  AY  sein.  Ein  Exem- 
plar mit  anderen  Buchstaben,  aber  fast  identischem  Ty- 
pus, bei  Garrucci  Taf.  LXXXVI,  12. 


Ebenso. 


3 10  /E2i~312     3,68     Derselbe      Kopf,      dahinter 
sechsstrahliger    Stern. 
Weitläufiger  Perlkreis, 


RoAlT/////  im  Abschnitt. 
Derselbe  Typus ,  ohne 
Schwertscheide,  doch  un- 
ter dem  Pferde  AY  Ein- 
facherKreis,  wie  es  scheint. 
(B. Friedländer.  Gansar 

NEoTToAlTftN  im  Abschnitt 
die  3  letzten  Buchstaben 
ausserhalb  desselben'.  Der- 
selbe Tvpus,  aber  unter 
dem  Pferde  NY  Perlkreis. 
(5889). 


Neapolis  und  Suessa 


147 


3' 


3H 


*<  3-3^ 

3,93 

^2^-3! 

3>69 

^3*"3* 

34' 

/E2*-34 

3»° 

JE  4* 

6,8q 

etwas 

ab- 

genutzt 

Derselbe      Kopf,     dahinter    NEOTTOAlTftN  in  einer  ge- 
achtstrahliger  Stern.  bogenen  Zeile  unter  dem- 

selben Typus.    Unter  dem 
Pferde  PO     (7815). 
Vgl.  Garrucci  Taf.  LXXXVI,  11. 


Derselbe  Kopf,  der  Stern 
ist  nicht  sichtbar.  Perl- 
kreis. 


Derselbe  Kopf,  dahinter 
achtstrahliger  Stern.  Perl- 
kreis. 


Ebenso. 


NE0TT0AIT/////  im  Abschnitt. 
Derselbe  Typus,  doch  un- 
ter dem  Pferde  <t>l  Ein- 
facher Kreis.     (6144). 

NEoTToAlTftN  mit  darunter 
befindlichem  liegenden 
Palmzweig  im  Abschnitt. 
Derselbe  Typus,  doch  un- 
ter dem  Pferde  /?A  Perl- 
kreis.    (5218). 

NEOnOAlTCAN  im  Abschnitt 
(der  letzte  Buchstabe 
ausserhalb  desselben).  Der- 
selbe Typus,   doch  unter 


dem  Pferde  XAI 
(Peytrignet). 


Perlkreis. 


Neapolis  und  Suessa 


NEopoAlTftN  vor  dem  lor-  j  [S]VESAN[0]  im  Abschnitt 
beerbekränzten  Kopfe  des  |  Stier  mit  bärtigem  Men 
Apollo     1.       Dahinter     T 


Perlkreis.  Auf  dem  Kopfe 
des  Apollo  scheint  ein 
ovaler  Stempel  eingeschla- 
gen zu  sein. 


schengesicht  (Kopf  von 
vorn)  r.  schreitend  und 
von  der  über  ihm  schwe- 
benden Nike  bekränzt. 

(28850). 


Vgl.  Minervini  osserv.  numism.  Taf.  VI,  1 1  und  S.  69; 
Sambon  S.  179,  6  und  Taf.  XII,  54;  Garrucci  Taf. 
LXXXV,  34. 


148 


Campania 


JE 


JE  24-3 


5,74 

schlecht 
erhalten 


2,54 

oxydirt 


Neapolis  mit  oskischen  Namen 

(früher  Aurunca) 


[NEOPOAlTniM,  hier  nicht 
sichtbar]  vor  dem  lorbeer- 
bekränzten Kopfe  des 
Apollo  1.     Dahinter  O 


Delphin  1.  Darüber  in  einer 
etwas  gekrümmten  Zeile 
llllllllllllllllN'fiXn,  unter  dem 
Delphin  *  1 1  >i  >i  in  NN  und 
darunter  liegende  Keule. 
(7545)- 

Abgebildet  und  besprochen  von  Friedländer  oskische 
Münzen  Taf.  VIII  und  S.  63  f. 

Diese  Münze  wurde  noch  vor  kurzem  infolge  un- 
richtiger Lesung  der  Stadt  Aurunca  zugetheilt  (Gat.  of 
greek  coins  in  the  Brit.  mus.,  Italy,  S.  75 ;  Garrucci  S.  78  f. 
und  Taf.  83  n.  2 — 4).  Meine  Zweifel  an  der  Richtigkeit 
dieser  Zutheilung  habe  ich  ausgesprochen  in  Sallet's  Ztschr. 
f.  Numism.  XIV  (1886)  S.  162  f ;  bald  darauf  ergab  ein  aus 
der  Sammlung  Lübbecke  bekannt  gewordenes  Exemplar 
(in  derselben  Ztschr.  XV  (1887)  S.  35  von  dem  Besitzer 
herausgegeben)  die  bis  dahin  unlesbare  Aufschrift  der  Vs. 
Auf  der  Ks.  ist  Makkiis  sicher  ein  Beamtenname 
(==  Maccius);  ob  auch  das  erste,  unvollkommen  erhaltene 
Wort  zum  Beamtennamen  gehört,  wie  Lübbecke  an- 
nimmt, oder  ein  Stadtname  ist,  lässt  sich  vorläufig  nicht 
entscheiden.  Auf  unserem  Exemplar  wie  auf  dem  des 
Herrn  Lübbecke  scheinen  mir  die  drei  ersten  Buchstaben 
eher  MR  zu  sein  als  >i»R. 


Mit   der  Aufschrift   PHMAIftN 


Lorbeerbekränzter  Kopf  des    SflMAIfl''   in  gerader  Linie 


Apollo  r.  (Kranz  mit  drei 
Blattreihen),  mit  langem, 
ein  Mal  gewundenem 
Haarzopf. 


über  dem  halben  Stier  mit 
bärtigem  Menschengesicht 
r.  (Kopf  im  Profil  :  auf 
seiner  Schulter  ein  grosser 
sechsstrahliger  Stern. 
(7546). 

Die  Münze  hat  dieselben  Typen  wie  die  n.  222  ff. 
beschriebenen  und  ist  diesen  ungefähr  gleichzeitig,  wohl 
auch  sicher  in  Neapel  geprägt.  Vergl.  über  dieselbe 
ausser  Eckhel  I,  1 14;  V,  47)  und  Mommsen  röm.  Münzw. 
S.  341)   auch   Babelon   monn.  de  la   republ.  rom.  I  S.  15. 


Nola 


149 


2-4 


&4k'5 

7,25 

JR4h-4% 

7,28 

4*"5 

7M 

45-5 

7,18 

^5-5^ 

6,72 

oxydirt 

^4^-5 

7,18 

^4* 

5,86 
subärat 

*4*"5 

7>56 

Nola 


Kopf  der  Athena  r.  mit 
einem  kleinen,  unten  ge- 
knüpften Haarzopf.  Der 
attische  Helm  ist  mit 
Ölkranz  und  Eule  ge- 
schmückt. Zwischen 
Helmbusch  undNacken  AE. 


Ebenso,  doch  hier  zwischen 
Nacken  und  Helmbusch  > 


NßAAlftN  über  einem  r. 
stehenden  Stiere  mit  bär- 
tigem Menschengesicht 
(Kopf  im  Profil);  unter 
seinem  Bauche  AL    (7240). 


Ebenso,  doch  hier  unter  dem 
Bauche  des  Stiers  A^  (4897. 
Gansauge.    Peytrignet). 
Die  3  Exemplare  aus  demselben  Stempel. 

Ebenso.  Ebenso,     das    Monogramm 

sieht    hier    wie    At    aus. 

(Fox). 


Kopf  der  Athena  1.,  der 
attische  Helm  mit  Ölkranz 
und  Eule  geschmückt. 


N&AAlftN     über    dem     r. 
schreitenden  Stiere;  unter 
seinem  Bauche  fc 
(Peytrignet). 
Taf.  IV,  49  a. 

Die  Vs.  dieser  Münze  ist  mit  demselben  Stempel 
geprägt,  aus  dem  das  Silberstück  von  Hyria  (auf  derselben 
Tafel  n.  49)  hervorging :  Hyria  und  Nola  hatten  also  eine 
gemeinsame  Prägestätte. 


Athenakopf  r.  mit  einem 
kleinen,  unten  geknüpften 
Haarzopf.  Der  attische 
Helm  ist  mit  Ölkranz  und 
Eule  geschmückt. 


NlftlAAftN    über    dem    1. 
schreitenden    Stiere     mit 
bärtigem  Menschengesicht 
(Kopf  im    Profil);    unter 
seinem  Bauche  3\  .   Dop- 
pellinie als  Basis.    (7217). 
[Andere  Exemplare,  z.  B.  das  bei  Carelli  Taf.  LXXXIII,  5, 
haben   dieselbe  Aufschrift   NßAAlßlN   rechtläufig,    es 
ist    also    kein    Stempelfehler.     Siehe    darüber    Avellino 
suppl.  ad  vol.  I  Italiae  veteris  num.  S.  20  f.  Friedlaender]. 


Ebenso. 


NftAA  über  dem  r.  stehen- 
den Stiere  mit  bärtigem 
Menschengesicht  (Kopf  im 
Profil).    (Peytrignet). 


lb° 


Campania 


'4 


^5 


7,20 
7,33 


4"4* 


Äi  4-4% 


^3V-4^ 


7,28 
7,09 


6,97 

ab- 
genutzt 


Weiblicher  Kopf  r.  mit  Ohr- 
gehänge und  Halsreif; 
um  das  Haar  ein  breites, 
mit  einem  Maeander  ver- 
ziertes Band,  welches  über 
der  Stirn  zu  einer  Schleife 
geknüpft  ist. 


/VßAAlOS  im  Abschnitt. 
Stier  mit  bärtigem  Men- 
schengesicht (Kopf  von 
vorn)  r.  stehend  und  von 
der  über  ihm  schweben- 
den Nike  bekränzt. 
(Peytrignet.  Beger  thes. 
Pal.  186,  th.  Br.  I,  349. 

Beide  Exemplare  aus  demselben  Stempel. 

Beger  las  NßAÄIßN,  Sestini  lett.  VIII  S.  29  ver- 
besserte in  N&AAION,  es  steht  aber  auch  auf  diesem 
Exemplar  sicher  NftAAlOZ. 

Die  Vs.  dieser  Münze  hat  die  grösste  Ähnlichkeit 
mit  dem  bei  Neapolis  unter  n.20.21  beschriebenen  Stücke; 
die  Stempel  beider  rühren  offenbar  von  demselben 
Künstler  her. 


Ebenso. 


Ebenso. 


NÖAAIÄN     im 

sonst  ebenso. 


Abschnitt, 
(Fox.  6455). 


6,77 

ab- 
genutzt 


15    ]<4-4^      7,10 


Ebenso. 

Aus  der  Auction 
angegeben  war. 


NnAAIO£  im  Abschnitt. 
Stier  mit  bärtigem  Men- 
schengesicht (der  Kopf 
von  vorn)  1.  stehend  und 
von  der  über  ihm  schwe- 
benden Nike  bekränzt. 
Doppellinie  als  Basis. 
(Rauch). 


NßNMßf     im 
sonst  ebenso. 


von  Werlhof  n 


•  52 


Abschnitt, 
(19544)- 
wo   irrig  JE 


Weiblicher  Kopf  r.  mit  Ohr- 
gehänge und  Halsreif, 
das  Haar  von  einem  brei- 
ten Bande  umwunden, 
das  mit  einem  Maeander 
verziert  ist. 


NßAAlßN  im  Abschnitt. 
Stier  mit  bärtigem  Men- 
schengesicht (Kopf  fast 
von  vorn  r.  stehend  und 
von  der  über  ihm  schwe- 
benden Nike  bekränzt. 
Doppellinie  als  Basis. 
(Prokesch\ 

Der  Maeander  auf  dem  Haarbande  ist  auf  diesem 
Exemplar  kaum  sichtbar,  auf  den  folgenden  jedoch  sicher 
vorhanden. 


Nola 


51 


*3*-4 


3*"4       7>26 


7,02 

ab- 
genutzt 


*3*-4* 


^  4-4^ 


Ä4-4I 


4,96 

subärat 


7,23 


Ebenso. 


Ebenso. 


Taf.  VI, 

7,15     Ebenso. 


NftAAlP  im  Abschnitt, 
sonst  ebenso.     (7538). 

NflAAlfM  im  Abschnitt, 
sonst  ebenso;  doch  ist 
hier  der  Strich  des  Ab- 
schnittseinfach. (107/1885. 
Peytrignet). 


ß  A  A I  ß  N  im  Abschnitt. 
Stier  mit  bärtigem  Men- 
schengesicht (Kopf  fast 
von  vorn)  1.  stehend  und 
von  der  über  ihm  schwe- 
benden Nike  bekränzt. 
Doppellinie  als  Basis. 
(Gansauge). 


Weiblicher  Kopf  r.  mit  Ohr-  |  nimWIlllllltllll  im  _  Abschnitt, 
gehänge  und  Perlenschnur  Stier  mit  bärtigem  Men- 
und  einem  Bande  im  Haar.        schengesicht    (Kopf    von 

vorn)  r.  stehend  und  von 
der  über  ihm  schweben- 
den   Nike    bekränzt. 
(Ohne  Bezeichnung). 
Der  Kopf  hat  die  grösste  Ähnlichkeit  mit  demjenigen 
auf  den  Münzen  von  Neapel  neueren  Styls. 


Weiblicher     Kopf     r.     mit  I  Stier    (nicht    mit    mensch- 
Ohrgehänge     und     Hals-  j      lichem  Antlitz)  1.  stehend 


(der  Kopf  von  vorn)  und 
von  der  über  ihm  schwe- 
benden    Nike     bekränzt. 
Doppellinie  als  Basis. 
(28670/9). 


reif;  um  das  Haar  ein 
breites,  mit  einem  Maean- 
der  verziertes  Band,  wel- 
ches über  der  Stirn  eine 
Schleife  bildet. 
Taf.  VI,  90. 

Andere  Exemplare  dieser  aufschriftlosen  Münze  mit 
dem  gegen  die  Regel  der  campanischen  Münzen  nicht  mit 
dem  menschlichen  Antlitz  versehenen  Stiere  erwähnen 
Minervini  osserv.  numism.  S.  71  und  Taf.  IV,  5;  Sambon 
S.  156,  5  und  Taf.  XI,  21  (vgl.  Mionnet  I  S.  122,  237). 
Garrucci  Taf.  LXXXVIII,  26  und  S.  92,  27. 

Das  vorliegende  Exemplar  ist  ganz  deutlich,  und  die 
gegen  den  völlig  thierisch  gebildeten  Stier  erhobenen 
Bedenken  (Sallet  in  der  Wiener  Numismat.  Zeitschrift  II 
S.  271)  sind  hinfällig. 


52 


Campania 


23 


24 


iE  4*-5 


&  4%~5     7,45 


6,38 


^4*-5 


44 


^4W% 


7,37 


7,59 
7,14 


5,56 


[NßA]AI  vor  dem  lorbeer- 
bekränzten Kopfe  des 
Apollo  1.  Ob  hinter  dem 
Kopfe  ein  Buchstabe  war, 
ist  nicht  zu  erkennen. 
Perlkreis. 


Stier  mit  bärtigem  Men- 
schengesicht (Kopf  von 
vorn)  r.  schreitend  und 
von  der  über  ihm  schwe- 
benden Nike  bekränzt; 
unter  dem  Bauche  des 
Stiers  X,  im  Abschnitt  MI 
(7805). 

Auf  einem  im  Abdruck  vorliegenden  Exemplar  die- 
ser Münze  in  Paris  steht  hinter  dem  Apollokopfe  A 


N[ß]AAI  vor  demselben 
Kopfe;  dahinter  Rest  des 
Buchstabens  A    Perlkreis. 


Derselbe  Kopf.  Von  der 
Schrift  ist  nichts  zu  se- 
hen; hinter  dem  Kopfe 
undeutlicher  Rest  (eines 
Buchstabens?). 


NßAAl  vor  demselben  Kopfe, 
dahinter  A     Perlkreis. 


Derselbe  Typus;  unter  dem 
Bauche  des  Stiers  MI,  im 
Abschnitt  nichts.  (Gans- 
auge). 

Ebenso.     (Fox). 


Ebenso    (der   Abschnitt   ist 
nicht  vollständig). 
(Dannenberg.     Fox). 
Auf  dem   zweiten,   abgenutzten  Exemplar   ist  wohl 
nur  scheinbar  die  Aufschrift  NOAAI 


Nuceria  Alfaterna 

Über  die  auf  den  Münzen  von  Nuceria  dargestellten 
Typen  vgl.  besonders  Garrucci  S.  96  f. 


<3  T  NO  >JR  invi/iioatfM 
IIIVI/1  um  einen  jugend- 
lichen, männlichen  Kopf 
mit  Widderhorn  1.  Im 
Haar  ein  Band,  das  nur 
am  Hinterkopfe  erscheint. 
Perlkreis. 


Stehender,  nackter  Jüngling 
(Dioskur?),  fast  von  vorn 
(Kopf  im  Profil  1.),  hält 
mit  der  R.  sein  Pferd  am 
Zügel,  in  der  L.  einen 
nicht  sehr  langen  Stab 
(Scepter),  der  oben  mit 
einem  Knauf  und  zwei 
kleinen  Zacken  versehen 
ist.  Im  Abschnitt  viel- 
leicht Schriftspuren.  (Pey- 
trignet). 
Taf.  VI,  91. 

Vgl.  Friedender  osk.  Münzen  S.  21  und  Taf.  IV 
Nuceria  1. 

Das  leichte  Gewicht  erklärt  sich  wohl  daraus,  dass 
diese  Münze  eine  subärate  ist,  obwohl  äusserlich  nichts 
davon  zu  sehen  ist. 

Bemerkenswerth  ist  Alfa ternüm  statt  des  gewöhn- 


Nuceria  Alfaterna 


J53 


M  4-4^ 


JR  4^-5 


^5%-5% 


4l-5 


4~4i> 
4* 


6>97 


6,88 

oxydirt 


7,o8 


7,29 

7,22 


4,9! 

5,50 
5,59 


liehen  Alafaternüm;  auch  die  Form  des  Buchstabens 
O,  welche  bei  dem  sauberen  Schnitt  der  Buchstaben  und 
der  guten  Erhaltung  der  Münze  ganz  sicher  ist. 

Die  Schriftspuren  im  Abschnitt  der  Ks.  sind  zwei- 
felhaft, aber  nicht  unmöglich:  vgl.  Friedländer  osk. 
Münzen  S.  22. 


<k  TCT  QPNfl  MVH-IOHVH 
kVIVH  um  denselben  Kopf. 
Perlkreis. 

OSTPI  m*  Fl  ttWMIOXlVM 

WVH  um  denselben  Kopf, 
doch  ist  hier  das  Band 
im  Haar  nicht  zu  sehen. 
Perlkreis. 


rrnanv/Ai     wwi/ia>avtf 

kHVH  um  denselben  Kopf. 
Perlkreis. 


Ebenso.     (Prokesch). 


Ebenso,  doch  sind  im  Ab- 
schnitt keine  Schriftspu- 
ren.    (7035). 


Ebenso,  im  Abschnitt  ist 
hier  sicher  niemals  Schrift 
gewesen.  (Ohne  Bezeich- 
nung). 

Die  Buchstaben  sind  von  schlechter  Form  und  zum 
Theil  verwildert,  z.  B.  M  statt  PI 


myn^    3PNP1   WNMl 
um   denselben  Kopf,   da- 
hinter Delphin.  Perlkreis. 


Ebenso ,  nur  scheint  hier 
der  Jüngling  bekränzt  zu 
sein  (oder  Hut?).  (Fox. 
Gansauge). 

Beide  Exemplare  aus  demselben  Stempel. 
Taf.  VI,  92. 

Vgl.  Cat.  of  greek  coins  in  the  Brit.  mus.,  Italy, 
S.  121,  2.  Über  diese  Münze  s.  meine  Bemerkung  in 
Sallet's  Ztschr.  f.  Numismatik  XIV  (1886)  S.  180. 


Q3  tn  en>JN  mvm<i3iyi/i 

kMVl/l  um  denselben  ju- 
gendlichen Kopf  1.,  doch 
ohne  Widderhorn  und  mit 
einem  schmalen  Band  im 
Haar.     Perlkreis. 


- 1 » Mm  !B3  im  Abschnitt. 
Die  Dioskuren  1.  spren- 
gend, beide  mit  erhobe- 
nem r.  Arm. 
Peytrignet). 


(4980.  7547. 


Vgl.  Friedländer  osk.  Münzen  S.  22,  2  und  Taf.  IV 
Nuceria  2. 

Friedländer  giebt  a.  a.  O.  den  ersten  Buchstaben  der 
im  Abschnitt  befindlichen  Schrift  als  'ein  sicheres  d' 
und  die  Abbildung  bietet  auch  S\  Indess  ist  der  Buch- 
stabe keineswegs  so  sicher,  es  scheint  vielmehr  eher  an 
<  als  an  fl  gedacht  werden  zu  müssen.  In  der  zweiten, 
bisher  nur  zum  Theil  gelesenen  Zeile  scheint  zu  Anfang 
ein  3  gestanden   zu   haben,    darauf  ein  Buchstabe,   der 


i54 


Campania 


10 


JE3 


JE  2%-3 
3 


*3 


JE3 


JR^-6 


*5-5* 


2,87 


2,99 
3,22 


3,o9 


7,3 l 


eher  ein  CT  als  ein  %  gewesen  zu  sein  scheint,  dann  ein 
ziemlich  sicheres  >l;  das  übrige  war  bereits  bekannt. 
Möglicherweise  ist  also  die  Aufschrift  so  zu  lesen  reg- 
vinum  ravalanum  (oder  ravdlanum?. 

Gewiss  unrichtig  ist  die  von  Garrucci  S.  07,  4  vgl. 
Taf.  XC,  4)  gegebene  Lesung, ##  vgl.  Saliet's  Zeitschr.  für 
Numism.  XIV  (1886)  S.  181  f.  Über  den  auf  dieser  Münze 
dargestellten  Kopf  vgl.  dieselbe  Ztschr.  S.  183. 


Ähnlicher  Kopf  (Apolloty- 
pus) 1.  mit  einem  schmalen 
Band  im  Haar,  das  oben 
in  zwei  Spitzen  ausläuft. 
Perlkreis. 


Ebenso. 


<3  TRGN  nIN  HlVi/iiOnvl'l 
kHVN  Hund  eine  Spur 
verfolgend  r.    (Gansauge). 


<13Ti?iO    fsNR    WVI/IKTOVW 
mvi/l     sonst    ebenso. 
(Peytrignet.     9204). 
Taf.  VI,  93. 

Auf  einem  Exemplar  hat  das  a  immer  die  Form  PI 
Vgl.  Friedländer  osk.  Münzen  S.  23,  3  und  Taf.  IV 
Nucena  3. 


Ebenso. 


airmopivin     wvniohvn 

WVN     sonst  ebenso. 
(B.  Friedländer). 


Apollo  r. ;  dahinter  Leier. 


6,82 

ab- 
genutzt 


Suessa 
Über  Suessa  vgl.  Garrucci  S.  jy. 

Lorbeerbekränzter  Kopf  des  !  SV  ESA  N  O     im     Abschnitt 

Nackter  Reiter   (desultor) 
mit  Spitzhut,  ein  zweites 
Pferd  neben  sich  führend, 
1.      Mit    der    L.    hält    er 
(ausser  den  Zügeln  seines 
eigenen     Pferdes)      einen 
langen     Palmzweig 
schultert,    von    welchem 
eine    taenia     herabhängt. 
(Fox. 
Taf.  VII,  94. 
Sehr   schön   erhaltenes   Exemplar  von    vorzüglicher 

Arbeit  aus  der  Northwick'schen  Sammlung. 

Über    die    Darstellung    des   desultor'  vgl.  Avellino 

suppl.  ad  Italiae  vet.  numism.  S.  8  und  nach  ihm  Garrucci 

S.  -j-j  sowie  zu  n.  33 — 34. 

Ebenso,  doch  als  Beizeichen  j  Ebenso.     (B.  Friedländer), 
das  triquetrum. 


Suessa 


'55 


6,78 

7>*9 

7,21 

7^5 


5**7 

oxvdirt 
8,42 

7,73 

7,06 


6,3 l 
8,04 


Bei  den  folgenden  Münzen  ist  der  Apollokopf  grösser 
und  von  weniger  guter  Arbeit. 

Ebenso,      als      Beizeichen  I  SV E^A NO     im     Abschnitt, 
Mondsichel.  sonst  ebenso.  (Gansauge). 

Ist    vielleicht    subärat,     obgleich    nichts    davon    zu 
sehen  ist. 


Ebenso,   als  Beizeichen  ein 
Dreizack  ohne  Schaft. 

Ebenso,  als  Beizeichen  eine 
Ähre. 


5  VESA  NO,  sonst  ebenso. 
(Prokesch). 

SVESANo,     sonst    ebenso. 
(11376). 


Vgl.  Gat.   of  greek   coins    in   the   Brit.  mus.,    Italy, 
S.  124,  8. 

Ebenso,  als  Beizeichen  das  I  Ebenso.     (Fox). 
Pentagramm. 


Die  Münzen  mit  PRBOVM  legte  Lepsius  (inscr.  Umbr. 
et  Oscae  S.  105  f.)  nach  Suessa  Pometia  in  Latium.  —  Über 
die  Bedeutung  von  probom,  prboum  vgl.  Avellino 
suppl.  ad  Italiae  vet.  num.  S.  8  und  nach  ihm  Garrucci 
S.  78  zu  n.  35  —  38:  er  erklärt  es  als  Bezeichnung  von 
probum  (aes,  metallum).  Meine  Bedenken  dagegen  s.  in 
Sallet's  Zeitschr.  für  Numismatik  XIV  (1886)  S.  161. 


PR&OVM    vor    dem   Kopfe  !  SVESANO  (1.).    Löwen  wür- 
des  Hermes  1. ;  der  petasus  |      gender  Herakles  von  vorn 


ist  durch  ein  Band  be- 
festigt, das  um  das  Kinn 
geht;  am  Halse  etwas 
Gewand.     Perlkreis. 


PROBOM  vor  dem  Kopfe 
des  Hermes  1.  von  ande- 
rem Styl;  das  Haar  ge- 
lockt) ;  der  petasus  ist 
durch  ein  Band  befestigt, 
das  um  das  Kinn  geht 
und  hier  zugebunden  er- 
scheint.    Perlkreis. 


(Oberkörper  rA  Zwischen 
den  Beinen  des  stehenden 
Herakles  seine  Keule.  Perl- 
kreis. 15008.  Pfau.  Fox. 
B.  Friedender). 

SVESANO,     sonst    ebenso. 
(Fox.    Prokesch. 


156 


Campania 


*3 


H 


*5 


16 


17 


19- 
23 


M 


2  5 


£4 

6,50 

^4-44 

5,42 

«3*-4* 

6,47 

^3*-4* 

4,65 

M  4-5 

5,89 

iE3f;-4* 

5,32 

beschä- 
digt 

^4^-5 

6,16 

5,66 

5,99 
6,13 

5,47 

*4%"4% 

6,74 

^  4-4^ 

7,99 

SVESANO  vordem  lorbeer-    Stier     mit    bärtigem    Men- 
bekränzten     Kopfe     des  schengesicht    (Kopf   von 


Apollo     1.,       dahinter    N 
Perlkreis. 


Ebenso. 


[SV]  EISA  NO  vor  demselben 

Kopfe,  dahinter  hi     Perl- 
kreis. 

SVESANo  vor  demselben 
Kopfe;  dahinter  /$  Perl- 
kreis. 


Ebenso,  doch  ist  der  Buch- 
stabe hinter  dem  Kopfe 
nicht  zu  erkennen. 

Ebenso,  mit  undeutlichem 
Buchstaben  oder  Zeichen 
hinter  dem  Kopfe. 


vorn)  r.  schreitend  und 
von  der  über  ihm  schwe- 
benden Nike  bekränzt; 
unter   seinem   Bauche   N 

(Fox). 

Ebenso,    doch    unter    dem 
Bauche    des    Stiers    R 
(Gansauge). 

Ebenso.  (Beger  thes.  Br. 
III,  36). 

Derselbe  Typus;  der  Buch- 
stabe unter  dem  Bauche 
des  Stiers  ist  nicht  mehr 
kenntlich.  (B.Friedländer). 

Derselbe  Typus,  unter  dem 
Bauche  des  Stiers  Art 
(Rauch). 

Ebenso,    doch    unter    dem 
Bauche  des  Stiers  N* 
(Rauch). 


Der  Punkt  hinter  N  könnte  auch  zufällig  sein. 


LorbeerbekrUnzter  Kopf  des 
Apollo  1.,  dahinter  O 
Perlkreis. 


Ebenso,  doch  ist  hinter  dem 
Kopfe  kein  Buchstabe. 


SVESANO  im  Abschnitt 
Stier  mit  bärtigem  Men- 
schengesicht Kopf  vor 
vorn)  r.  schreitend  um 
von  der  über  ihm  schwe- 
benden Nike  bekränzt 
(Rauch.  B.  Friedländer 
3  Ex.     Gansauge). 


SVESANO      im 

sonst  ebenso, 
länder). 


Abschnitt 
,B.  Fried 


Athenakopf  1.  (korinthischer   SVESANO  (r.,  in  einer  gera 
Helm     mit    Busch),     mit        den  Zeile  aufwärts^.  Hahi 
langem,  in  der  Mitte  ge-        r.;  im  Felde  1.  achtstrah 
knüpftem  Haarzopf.   Perl-        liger  Stern.     Perlkreis, 
kreis.  (1324). 

Diese  Münze  zeichnet  sich  vor  den  folgenden  durcl 
ihre  Dicke  (und  Gewicht)  aus;  im  Styl  weicht  sie  von  dei 
übrigen  kaum  ab.  —  Vgl.  unten  Teanum  n.  23. 


Suessa.     Teanum  Sidicinum 


J57 


32 


iE4 

4"4* 

&  3%-4 

4 

3*"4 


/E 


3-4 


^4* 


5>27 
5,62 

4,99 
3,97 
4,12 


4^3 


6,44 

am 

Rande 

beschä 

digt  und 

stark 

oxydirt 


Ebenso. 


Ebenso.     (4973.     B. 
länder,  2  Ex.). 


Fried- 


Ebenso.      (Fox.     Gansauge 
B.  Friedländer). 


Ebenso,  doch  ist  der  Helm 
der  Athena  mit  einer  un- 
deutlichenVerzierung  ver- 
sehen. 
Vgl.    Gat.   of  greek  coins   in  the   Brit.   mus. ,   Italy, 

S.  124,  16   mit  einer  Schlange  auf  dem  Helm.     Es  wäre 

möglich,     dass     auch     auf    unseren    Exemplaren     eine 

Schlange  war.  


Athenakopf  1.  (korinthischer 
Helm  mit  Busch).  Perl- 
kreis. 


ESA  1/1////  (r.,  in  einer  geraden 
Zeile  aufwärts).    Hahn  r. ; 
im  Felde  1.  zehnstrahliger 
Stern.     Perlkreis.      (Fox). 
Taf.  VII,  95. 

Diese  Münze  weicht  von  der  vorhergehenden  we- 
sentlich ab.  Unter  dem  Kopfe  der  Athena  ist  ein  un- 
deutlicher Gegenstand  (wie  ein  umgekehrter  Delphin), 
der  vielleicht  von  Überprägung  herrühren  könnte.  Die 
Aufschrift  der  Kehrseite  ist  ganz  klar;  nur  scheint  am 
Ende  etwas  zu  fehlen,  da  hier  das  Metall  geborsten  ist; 
vielleicht  ist  zu  ESANO  zu  ergänzen.  Dem  Styl  nach 
würde  man  die  Münze  nicht  für  verwildert  halten.  Der 
Stern  neben  dem  Hahn  ist  von  einer  dicken  Kugel 
gebildet,  die  von  Strahlen  umgeben  wird,  also  anders  als 
bei  den  ähnlichen  Münzen  von  Suessa,  Cales,  Tianum. 


Teanum  Sidicinum 

Über  die  Münzen  von  Teanum  Sidicinum  und  ihre 
Typen  vgl.  Garrucci  S.  79.  [Die  mit  dem  ganzen  Stadt- 
namen teanud  sidikinud  scheinen  die  älteren  zu 
sein.  Dass  die  eine  vorhandene  yR  leichter  ist,  beweist 
nichts  dawider.     Friedlaender]. 


a)   Oskische  Münzen  mit  dem  vollen  Stadtnamen 

flVtf  Nr-T  vor  dem  Kopfe  des 
jugendlichen  Herakles  r.; 
er  ist  mit  der  unter  dem 
Kinn  geknüpften  Löwen- 
haut bedeckt. 


[*]Vl/1l>n>ll*  im  Abschnitt. 
Nike  in  einem  1.  eilenden 
Dreigespann;  sie  hält  in 
der  L.  die  Zügel  und  treibt 
mit  einer  langen  Ruthe 
die  Rosse  an.  (20/1882). 
Taf.  VII,  96. 

Vgl.  Friedländer  osk.  Münzen  S.  2,  1.  Abgebildet 
ist  dieses  Exemplar  in  Sallet's  Zeitschr.  f.  Numism.  XI 
(1884)  Taf.  I,  6,  vgl.  S.  50. 


5§ 


6.  7 


JE  3^-4 

JE  4-4  \ 


JE  4-4^ 


4-4^ 


&  3t-4 


6,64 


5,6; 


5,50 

oxydirt 


5,98 
5,IO 

oxydirt 


5,93 


Campania 

>j  V  fS  N  1 1 T  vor  dem  lorbeer- 
bekränzten Kopfe  des 
Apollo  r. ;  er  hat  einen 
in  der  Mitte  geknüpften 
Haarzopf.     Perlkreis. 


n\l\%nilllllllllll  vor  demselben 
Kopfe.     Perlkreis. 


IVI/IMMIß]  im  Abschnitt. 
Stier  mit  bärtigem  Men- 
schengesicht r.  (Kopf  von 
vorn);  darüber  eine  grosse 
Leier.  Einfacher  Kreis. 
(Fox). 

Abschnitt, 

~3"  • 


flVI/ll>U/ll*      im 
sonst  ebenso. 


Vgl.  Friedländer  osk.  Münzen,  S.  2,  4 — 5  und  Taf.  I,  3 

flVNNIT  (so)  vor  dem  lor- 
beerbekränzten Kopfe  des 
Apollo  r.  (das  Haar  hängt 
hier  frei  am  Nacken  herab) ; 
dahinter   ein   kleiner  un- 


deutlicher Gegenstand. 
Perlkreis. 


aVMI>ll[3RJ  im  Abschnitt. 
Stier  mit  bärtigem  Men- 
schengesicht r.  (Kopf  von 
vorn);  darüber  ein  grosser 
sechzehnstrahliger  Stern. 
(385/1875). 


Spuren  von  Schrift  vor  dem 
lorbeerbekränzten  Kopfe 
des  Apollo  1.;  das  Haar 
ist  am  Nacken  in  der 
Mitte  geknüpft. 


Spuren     von     Schrift     vor 
demselben   Kopfe.     Perl- 
kreis. 
Taf.  VII 


/0//\  \>\\$  Hill  im  Abschnitt. 
Stier  mit  bärtigem  Men- 
schengesicht r.  (Kopf 
von  vorn);<#  unter  seinem 
Bauche  N  Über  dem  Stiere 
eine  grosse  Leier,  an  den 
oberen  Enden  mit  Schwa- 
nenköpfen verziert. 
(287. 

S\RM  W//m  im  Abschnitt, 
sonst  alles  ebenso.  (28673. 
384/1875). 


flVl/NIT  vor  dem  Kopfe  des 
Hermes  mit  flügellosem 
Hut  r.  Das  Haar  hängt 
lang  über  den  Nacken 
herab,    am    Halse    etwas 


&VHWmi2      im     Abschnitt. 
Stier    mit  bärtigem 
schengesicht  r.    Kopf  von 
vorn  :  darüber  ein  gl 
sechzehnstrahliger  Stern. 


Gewand,  das  vorn  ge- 
knüpft ist.  Hinter  dem 
Nacken  der  Heroldstab; 
1.  im  Felde  ein  achtstrah- 
liger  Stern.     Perlkreis. 

Vgl.  Friedländer  osk.  Münzen  S.  3,  4  und  Taf.  I,  4 

Über   den  flügellosen  Hut  bemerkt  Garrucci  S.  79   'pare 

intessuto  di  paglia'.        


Teanum  Sidicinum 


59 


&4%-5* 

6,86 

oxydirt 

M,-5k 

6,66 

oxydirt 
und 
etwas 

beschä- 
digt 

1  *54-6 

7,i8 

/R5-5^ 

6,92 

^5 

7,12 

iR^-5 

7,o9 

«4%-5 

b)    Oskische  Münzen   mit  blossem  Teanud 


Kopf  des  jugendlichen  He- 
rakles r. ,  mit  dem  unter 
dem  Kinn  geknüpften  Lö- 
wenfell bedeckt.  Unter 
dem  Halse  eine  liegende 
Keule. 


flVl/inn"  im  Abschnitt.  Nike 
in  einem  1.  eilenden  Drei- 
gespann; sie  hält  in  der  L. 
die  Zügel  und  treibt  mit 
einer  langen  Ruthe  die 
Rosse  an.  (777°)- 


Vgl.  Friedländer  osk.  Münzen  S.  2,  2  und  Taf.  I,  2. 


Ähnlicher  Kopf  (von  ande- 
rem Styl),  dahinter  Kan- 
tharus. 

Taf.  VII,  98. 


AVl/lfTI-T      im 

sonst  ebenso. 


Abschnitt, 
(Prokesch). 


Ähnlicher  Kopf, 
zeichen. 


kein  Bei- 


JlVtfNJ-T  im  Abschnitt. 
Derselbe  Typus,  doch  hat 
Nike  in  der  erhobenen  R. 
nicht  die  lange  Ruthe, 
sondern  einen  ganz  kur- 
zen Gegenstand.  (Gans- 
auge). 

AVtfPihT  im  Abschnitt. 
Derselbe  Typus,  doch  hat 
Nike  in  der  R.  die  Ruthe. 

(115-28). 


Kopf  des  jugendlichen  He- 
rakles r.;  das  unter  dem 
Kinn  geknüpfte  Löwen- 
fell lässt  hier  den  Hinter- 
kopf frei.  Hinter  dem 
Halse  eine  kleine  Pria- 
pusherme  1. 
Taf.  VII,  99. 


Derselbe  Kopf.    Hinter  dem    Ebenso.     (Fox) 
Halse  ein  Pedum. 


Derselbe  Kopf.    Hinter  dem 
Halse  ein  Kantharus. 


5WMFIhT      im 
sonst  ebenso. 


Abschnitt, 

(Fox). 


flVNNhT  vor  dem  lorbeer-    Stier     mit    bartigem    Men- 
bekränzten      Kopfe      des        schengesicht     ^Kopf    von 


Apollo  1.;  dahinter  o  Perl- 
kreis. 


vorn1  r.  schreitend  und 
von  der  über  ihm  schwe- 
benden Nike  bekränzt. 
Unter  dem  Bauche  des 
Stiers  das  Pentagramm. 
(Ohne  Bezeichnung). 
Vgl.  Friedländer  osk.  Münzen  S.  4,  6  und  Taf.  I,  6 
(das  Pentagramm  ist  ausgelassen). 


i6o 


Campania 


<9 


•2  2 


23 


24- 

28 


M5 

5 

6,17 

7,38 
5,7o 

JE  4-5 

5,02 

/Etf 

5,02 

5,92 

fclk-b 

4,86 

oxydirt 

JE  4-5 

8,46 

JE4%-4% 

4h  ~4h 

4-5 

4-5 

44-5 

7,15 

6,84 
6,24 

7>5° 

6,36 

3VHNKT  sonst  ebenso 
[lorbeerbekränzter  Kopf 
des  Apollo  1.;  dahinter  o 
Perlkreis]. 


Ebenso,    doch    hinter  dem 
Apollokopfe  T 

SIVl/IRKT     vor     demselben 
Kopfe;     dahinter    Blitz. 
Perlkreis. 


Ebenso  [Stier  mit  bärtigem 
Menschengesicht  (Kopf 
von  vorn)  r.  schreitend  und 
von  der  über  ihm  schwe- 
benden Nike  bekränzt.  Un- 
ter dem  Bauche  des  Stiers 
das  Pentagramm]. 
(Gansauge,  2  Ex.     Fox). 

Ebenso.     (6132). 


Ebenso. 
2  Ex.). 


B.  Friedländer. 


Lorbeerbekränzter  Kopf  des 
Apollo  1.;  dahinter  O,  wie 
es  scheint.     Perlkreis. 


flN/HNKT  im  Abschnitt. 
Stier  mit  bärtigem  Men- 
schengesicht (Kopf  von 
vorn)  r.  schreitend  und 
von  der  über  ihm  schwe- 
benden Nike  bekränzt. 
Unter  dem  Bauche  des 
Stiers  das  Pentagramm. 
(4978). 
Vgl.  Friedländer  osk.  Münzen  S.  4,  7. 


c)    Mit  lateinischer  Aufschrift 


Athenakopf  1.  (korinthischer 
Helm  mit  Busch)  mit 
langem,  in  der  Mitte  ge- 
knüpftem Haarzopf.  Perl- 
kreis. 


TIANO  (r.,  in  einer  geraden 
Zeile  aufwärts).  R.  ste- 
hender Hahn;  im  Felde  1. 
ein  achtstrahliger  Stern. 
Perlkreis.     (4974). 


Taf.  VII,  100. 

Vgl.  Friedländer  osk.  Münzen  S.  4,  8  und  Taf.  I,  8. 
Diese  Münze  ist  dicker  und  schwerer  als  die  folgen- 
den Exemplare;  vgl.  oben  Suessa  n.  25. 

Ebenso.  Ebenso.     (Fox.    Beger  thcs. 

Br.  111,36.  6575.   B.  Fried- 
länder.    Prokesch). 
Das  erste  Exemplar  ist  aus  demselben  Stempel  wie 

die  vorhergehende  schwerere  Münze. 


Unbestimmte  Münzen 


161 


i       K4-5 


JR  i 


7,39 


0,65 


Unbestimmte  Münzen  Campaniens  und 
Samniums 


Stier  mit  bärtigem  Men- 
schengesicht, r.  (Kopf  im 
Profil),  von  der  über  ihm 
schwebenden  Nike  be- 
kränzt. Doppellinie  als 
Basis.     (28741). 


Kopf  der  Hera  fast  ganz 
von  vorn  (etwas  r.)  mit 
einem  breiten  Diadem, 
welches  mit  einer  Pal- 
mette zwischen  den  Vor- 
dertheilen  von  zwei  r. 
springenden  Greifen  und 
einer  zweiten  Palmette 
(ganz  1.)  verziert  ist.  Am 
Halse  vielleicht  Perl- 
schnur. 
Taf.  VII,  101. 
Vgl.  Cat.   of  greek    coins  in   the   Brit.  mus.,    Italy, 

S.  94,  13. 

[Da  diese  Münze  aufschriftlos  ist,  lässt  sie  sich  keiner 

bestimmten  Stadt  zutheilen.     Der  Styl  ist  unschön  und 

trocken,  das  Relief  flach,  in  beidem  weicht  sie  von  den 

Münzen  von  Neapolis  ab.     Friedlaender]. 

Gewiss  mit  Unrecht  giebt  sie  Garrucci  S.  95,  20  nach 

Fistelia  (vgl.  Sallet's  Ztschr.  für  Numism.  XIV  (1886)  S.168); 

eher   könnte  man   an    Poseidonia   denken,    vgl.   die   bei 

Garrucci  Taf.  CXXI,  4  abgebildete  Münze  der  Sammlung 

Santangelo.  


Athenakopf  r.  Der  mit 
einem  Busch  versehene 
attische  Helm  scheint  be- 
kränzt und  mit  einem 
Flügel  (oder  Eule?)  ver- 
ziert zu  sein. 


Stier  mit  bärtigem  Men- 
schengesicht r.  schreitend 
(der  Kopf  von  vorn)  und 
von  der  über  ihm  schwe- 
benden Nike  bekränzt. 
Unter  dem  Bauche  des 
Stiers  zwei  Blättchen  an 
einem  Stiel.  Der  Strich, 
auf  welchem  der  Stier 
steht,  ist  geperlt.  Ein- 
facher Kreis.  (6546)- 
Taf.  VII,  102. 
Ob  diese  Münze,    welche  in  Neapel  gekauft  wurde, 

dieser  Stadt  angehört,  ist  ungewiss;  der  rohe  Styl  spricht 

für  diese  Zutheilung  nicht. 


Über  die  folgenden  kleinen  aufschriftlosen  Silber- 
münzen habe  ich  gehandelt  in  den  Historischen  und 
philol.  Aufsätzen  zu  Ehren  Ernst  Curtius  S.  250.  258. 

Sie  gehören  wohl,  wie  schon  Carelli  annahm,  nach 
!  Fistelia;    die  Angabe  Garrucci's  freilich,  dass  auf  einem 


Antike  Münzen.    Bd.  III,  1. 


02 


Campania 


3-7 


vR  i£ 


0,64 
0,62 
0,62 

°>59 

°,57 


0,58 


Exemplar  SV  J  [TS  18]  stehe,  ist  mit  Vorsicht  aufzunehmen, 
vgl.  meine  Bemerkungen  in  Sallet's  Ztschr.  für  Numis- 
matik XIV  (1886)  S.  170. 

Löwe  (mit  ausgestreckter 
Zunge;  1.  auf  einem  ge- 
perlten Strich.  Im  Ab- 
schnitt eine  ein  Mal  ge- 
ringelte Schlange  1.  Fox. 
Friedender,  2  Exemplare. 
Arditi.     Rauch). 


Weiblicher  Kopf  (ohne  Hals) 
fast  ganz  von  vorn  (etwas 
1.  gewendet)  mit  gelöstem, 
flatterndem  Haar.  An  der 
Stelle  des  Halses  eine 
aus  länglichen  Schmuck- 
stücken bestehende  Kette, 
die  auf  den  meisten  Exem- 
plaren wie  eine  Fort- 
setzung des  Haars  er- 
scheint und  mit  diesem 
das  ganze  Gesicht  um- 
rahmt. 

Taf.  VII,  103. 

Der    Kopf  entspricht    demjenigen    auf   Didrachmen 

von  Fistelia   in   vielen    Beziehungen.     Auf  den   meisten 

Exemplaren  ist  er  sehr  roh  gezeichnet,  während  die  Ks. 

der  Münze   ziemlich   fein   und   sorgfaltig   ausgeführt   ist. 

Der  Kopf  des  Löwen  ist  entschieden  stylisirt  und  sieht 

fast  wie  der  Kopf  eines  Wolfshundes  aus. 

Die  Ks.  dieser  Münze  ist  immer  stark  concav. 


Ebenso  (recht  roh). 


Derselbe  Löwe  1.,  aber  den 
Kopf  zurückwendend,  auf 
einem  geperlten  Strich; 
über  seinem  Rücken  ein 
Helm  1.  mit  vornüber  ge- 
neigter Spitze  und  herab- 
hiingenden  Seitenklappen. 
Im  Abschnitt  1.  liegender 
Thyrsus  mit  Binde. 
(11360). 


Irnum? 

[Es  ist  noch  nicht  entschieden,  ob  diese  Münzen 
mit  Aufschrift  in  einer  unbekannten  Sprache  campanisch 
sind.  Dass  nach  der  Zeitschrift  für  Numismatik  11  S.  26J 
zwei  Exemplare  in  einem  Grabe  bei  Pompeji  gefunden 
sind,  macht  es  wahrscheinlich.  Der  Kopf  ist  eine  rohe 
Nachahmung  von  bekannten  Bronzemünzen  vonNeapolis, 
dorthin  deutet  auch  die  Ks.  eher  als  nach  Uria  oder  Nola, 
aber  die  äusseren  Kennzeichen  sind  sehr  verschieden. 
Die  Aufschrift  wird  gewöhnlich  IDN^R  angegeben,  auf 
unseren  Exemplaren  ist  das  =1  nicht  vollständig.  Frdsd- 
laender]. 

Vgl.  Eckhel  d.  n.  I  S.  118  f.  und  Friedländer  osk. 
Münzen  S.  38.     Der  Fabrik  und   eigenthümlichen  Form 


Irnum  ? 


163 


^2t~3^     3,66 


2    &  3-3 \ 
3%"4 

4      ^  3 
3-3^ 

6  I   vE  3 

iE  2%-3 


iE  2^ 


genutzt 

2>93 

ab- 
genutzt 

3,82 

4,04 
3,46 


oxydirt 


3>«5 


2,42 

oxydirt 


nach  (Vs.  linsenförmig,  Ks.  ganz  flach)  kann  man  diese 
übrigens  recht  rohen  Münzen  nicht  für  campanisch  halten. 

Beloch  (Bull.  d.  Inst.  1877  S.  34  f.)  glaubt  sie  einer 
im  picentinischen  Gebiet  gelegenen  Stadt  Arinthe, 
Arnthe  zuweisen  zu  müssen;  Garrucci  S.  97  (oder  viel- 
mehr Fiorelli  monete  inedite  S.  4)  ist  für  ein  unweit 
Salerno  am  Flüsschen  Irno  gelegenes  Irnum  (vgl.  hierzu 
meine  Bemerkung  in  Sallet's  Ztschr.  für  Numismatik  XIV 
(1886)  S.  184). 

Die  Feststellung  des  letzten  Buchstabens  der  Auf- 
schrift wäre  sehr  zu  wünschen;  ein  sicheres  ^  würde  die 
Zugehörigkeit  zum  oskischen  Sprachgebiete  und  die 
Lesung  Irnthie  bedingen;  freilich  scheint  gegen  die 
Zutheilung  an  eine  samnitische  Stadt  der  Buchstabe  <8> 
zu  sprechen. 

Lorbeerbekr'änzter  Kopf  des  I  !DN®M  in  einer  geraden 
Apollo  r.  mit  langem,  aus-  \  Zeile  über  einem  Stier  mit 
wärts  gekrümmtem  Haar-  bärtigem  Menschengesicht 
zopf;  der  Kranz  hat  drei  1.  (Kopf  im  Profil).  (7812) 
Blattreihen. 


Ebenso. 
Ebenso. 
Ebenso. 
Ebenso. 
Ebenso. 


/////DN0H,  sonst  ebenso. 
(Peytrignet). 

/////DNOI  /////,  sonst  ebenso. 
Fox). 

Illll\ülimillll ,  sonst  ebenso. 
(Arditi). 

mOHOM,  sonst  ebenso. 
(Peytrignet). 


7! II.  sonst  ebenso. 
(6781). 

Die  Aufschrift  könnte  hier  [IDN®]NI   gewesen  sein. 


Ebenso. 

Taf.VII,  104. 


|  UJJ/'SMQi  sonst  ebenso.  (7405). 


Derselbe  Kopf.  Miesmuschel,  umgeben  von 

drei     kleinen    Delphinen. 
Perlkreis.     (Fox). 
Dasselbe  Exemplar,  welches  bei  CarelliTaf.  LXXXV,  6 
ungenau  abgebildet  ist.    Vgl.  Sambon  S.  158  und  Garrucci 
Taf.  XG,  9. 

[Die    Zutheilung    beruht   auf  der  Übereinstimmung 


164 


Campania 


I       JE  2| 


JE  7-7\ 


3,7° 

ab- 
genutzt 


»3,93 


der  Vorderseite  und  der  äusseren  Kennzeichen  mit  denen 
der  voranstehenden  Münzen.  Der  Typus  der  Ks.  er- 
innert an  Cumae.     Friedlaender]. 


M  a  1  i  e  s 


Stier  mit  bärtigem  Men- 
schengesicht r.  (Kopf  von 
vorn);  darüber  eine  bär- 
tige Maske.      7245  . 


MALl'Lif  (r.,  abwärts).  Weib- 
licher Kopf  r.  mit  Haube, 
wie  es  scheint  (die  Ein- 
zelheiten sind  bei  der 
mangelhaften  Erhaltung 
undeutlich). 

Vgl.    über    diese   Münze    Friedländer    osk.   Münzen 
S.  67  (abgebildet  daselbst  Taf.  VIII    und  Garrucci  S. 
nebst  meinen  Bemerkungen   in  Sallet's  Ztschr.    für  Nu- 
mismatik XIV  (1886)  S.  171  f. 


V  e  1  e  c  h  a 

Das  aes  grave  oben  S.  25  f. 

Über  diese  Prägestätte  vgl.  oben  S.  25.  Garrucci 
S.  90  glaubt,  dass  diese  Münzen  von  Siculern,  welche 
in  Campanien  einwanderten,  geprägt  wurden. 


Jugendlicher,  männlicher 
Kopf  von  vorn,  von  einem 
Strahlenkranz  umgeben 
(Helios1;  zu  Seiten  des 
Halses  je  eine  Werthku- 
gel.     Perlkreis. 


CEAEXA  über  einem  r. 
schreitenden  Elephanten. 
Im  Abschnitt  waren  zwei 
Werthkugeln,  von  denen 
eine  nicht  ausgeprägt  ist. 

7543  • 


Es  sind  die  Typen  der  uncia  von  Atella  Garrucci 
Taf.  LXXXVIII,  4  ,  und  zwar  aufgeprägt  auf  eine  mamer- 
tiner  Münze:  APEOC  lorbeerbekränzter  jugendl.  Kopf  r., 
Ks.  MAMEPTINftN  stossender  Stier  1.  Näheres  über  diese 
Münze  bei  Friedländer  osk.  Münzen  S.  17;  abgebildet  in 
der  Wiener  Numism.  Ztschr.  I  Taf.X,  1,  vgl.  daselbst  S. 


MaHes.    Velecha 


l65 


4^4', 
4~4l 


7,4' 
4,70 


3,35 


3-4     AI  3 
1  ik-ik 


3,3° 

2,3' 


Jugendlicher,       männlicher 
Kopf  von  vorn,  von  Strah- 
len umgeben  (Helios). 
Perlkreis 


CEAEX  oben,  in  einer  gera- 
den Zeile.  Pferdekopf  mit 
Hals  r.     Einfacher  Kreis. 
^44.    5548.    Peytrignet). 


Vgl.  Friedländer  osk.  Münzen  S.  17;  abgebildet  in  der 
Wiener  Numism.  Ztschr.  I  Taf.  X,  2,  vgl.  daselbst  S.  258. 

Das  erste  Exemplar  ist  aufgeprägt  auf  eine  campa- 
nische Münze  (weibl.  Kopf  mit  Mauerkrone  r.,  Rs.  Reiter 
r.  galoppirend,  darunter  ROMA  ,  nicht,  wie  Friedländer 
a.  a.  O.  meint,  dieser  Typus  auf  die  Münze  von  Velecha 
,ganz  irrig  ist  die  Angabe  Garrucci's  'S.  90,  12  <tipo  del 
cignale  che  corre  a  destra  e  la  leggenda  ROM1). 

Auf  dem  zweiten  Exemplar  ist  von  der  Schrift  nur 
der  letzte  Buchstabe  erhalten.  Das  dritte  Exemplar  (das 
abgebildete)  ist  dünner  als  die  beiden  anderen. 


Campanische  Münzen  mit  der  Aufschrift 

ROMANO    oder   ROMA 
(mit  Ausschluss  derjenigen,  welche  römische  Typen  haben) 

Vgl.  über  diese  Münzen  im  allgemeinen  Mommsen 
röm.  Münzw.  S.  211  ff.  und  was  über  die  nächstfolgenden 
Garrucci  S.  62  ff.  gesagt  hat. 

Die  Münze  mit  der  Aufschrift  PftMAIßN  und  den 
Typen  von  Neapolis  liegt  bei  dieser  Stadt  (S.  148). 

Die  Goldmünzen 
Behelmter,  bärtiger  Kopf  des  I  R°MA  unten.  Adler  mit  aus- 
Ares r.,  am   Halse  etwas  ,      gespannten  Flügeln  r.  auf 
Gewand.       Dahinter     4^X        dem  Blitz  stehend.    (4366. 
Perlkreis.  Gansauge). 

Auf  dem  ersten  Exemplar  ist  auf  der  Ks.  im  Felde  r. 
ein  grosses,  leicht  eingeritztes  A,  in  welchem  ein  ganz 
kleines,  ebenfalls  eingeritztes  A  sich  befindet. 


Ebenso. 


Ebenso,  doch  vor  dem  Adler 


der  Anker.  (Fox.  Rühle 
v.  Lilienstern). 
Das  zweite,  nur  2,31  wiegende  Exemplar  ist  aus 
Silber  mit  einem  dünnen,  jetzt  zum  Theil  abgeblätterten 
Überzug  aus  blassem  Golde.  [In  der  Sammlung  von  Rauch 
war  ein  Exemplar  der  Münze  mit  XX,  welches  ebenfalls 
einen  silbernen  Kern  hatte,  und  Herr  Landgerichtsrath 
Dannenberg  besitzt  ein  ähnliches.     Friedlaender]. 


bb 


Campania 


6.7 


N  2 


#!*-!* 


#4-4* 


A/  2* 


EL2| 

^%-3 


2,24     Derselbe    Areskopf  r. ,    da-    Ebenso,  doch  ohne  Anker. 
hinter  XXXX     Perlkreis.  (Rauch). 


Loch 


3,42 


i,77 
gut 

2,85 

beschä- 
digt 


Derselbe  Kopf,  dahinter  XX 
Perlkreis. 


Ro/V\A  auf  dem  zweiten 
Exemplar  vielleicht  RoMA) 
unter  demselben  Typus 
(ohne  Anker).  (Fox.  0448  . 


Jugendlicher,  unbärtiger 
Doppelkopf  mit  Lorbeer- 
kranz.    Perlkreis. 


ROMA  im  Abschnitt.  Zwei 
Krieger  (mit  unbedeckten 
Köpfen)  berühren  mit 
ihren  Schwertern  ein  Fer- 
kel, das  von  einem  zwi- 
schen ihnen  knieenden 
und  r.  aufwärts  blicken- 
den Jünglinge  gehalten 
wird.  Der  Krieger  1.  ist 
bärtig,  trägt  nur  einen 
gegürteten  Waffen  rock 
und  stützt  sich  mit  der  L. 
auf  seine  Lanze.  Der  an- 
dere Krieger  (unbärtig 
trägt  über  seinem  Waffen- 
rock einen  Panzer  unc 
hält  in  der  L.  Schwert- 
scheide und  abwärts  ge- 
kehrte Lanze.  (Rauch1 
Taf.VII,  105. 

Wahrscheinlich  nicht  ganz  treu  die  Abbildung  be 
Garrucci  Taf.  LXXVIII,  14.  —  Vgl.  oben  die  Münzen  au: 
dem  Bundesgenossenkriege  S.  61  n.  27  ff,  S.  64  n.  43  ff. 

Ebenso.  ROMA  im  Abschnitt,    sons 

ebenso;  nur  ist  hier  ir 
der  Hand  des  Kriegers  r 
die  Schwertscheide  nich 
zu  erkennen.       535 

Zeus  im  r.  eilenden  Vier 
gespann,  das  auf  eine 
kleinen  Basis  steht,  hfl 
in  der  L.  das  Scepter,  i 
der  erhobenen  R.  de 
Blitz.  Hinter  Zeus  ein 
kleine  Nike,  welche  da 
Viergespann  lenkt.  Kir 
facher  Kreis. 
B.  Friedländer). 

Das  zweite  Exemplar  ist  sehr  stark  silberhaltig. 

Garrucci   S.  65,17   (Taf.  LXXVIII,  14     erwähnt    de 
Ährenkranz  nicht. 


Jugendlicher,  weiblicher 
Doppelkopf,  mit  Ähren 
bekränzt.     Perlkreis. 


Romano,  Roma 


[67 


Die   Silber-    und    Kupfermünzen 
a)  Doppelkopf — Viergespann 


.R^,^1 


.R  6 

6,54 

stark 

oxvdirt 

5%"6 

ö,54 

6,61 

5 

6>75 

5 

6,66 

4% -5 

6,56 

^"5 


^41-4% 


Jugendlicher ,     unbUrtiger 
Doppelkopf  mit  Lorbeer- 
kranz.    Perlkreis. 


Ebenso. 


ROMA  unten,  auf  erhabe- 
nem Streifen1  mit  ver- 
tieften Buchstaben.  Zeus 
im  r.  eilenden  Viergespann 
hält  in  der  L.  das  Scepter, 
in  der  erhobenen  R.  den 
Blitz.  Hinter  ihm  eine 
kleine    Nike,     die    Rosse 


lenkend. 

(1365)- 


Einfacher  Kreis. 


6,45 


Ebenso,  doch  hier  steht 
ROMA  B.  Friedländer. 
Sandes,  2  Ex.  Gansauge. 
Prokesch). 

Auf  den  meisten  Exemplaren  hat  das  O  ovale  Form, 
wenige  zeigen  die  vollkommen  runde  Form;  auf  einem 
einzigen  Exemplar  ist  es  kleiner  als  die  anderen  Buch- 
staben. 


Ebenso. 


21 . 
22 


^5* 


6,36  Ähnlicher  Doppelkopf  mit 
Lorbeerkranz  von  dem 
der  vorhergehenden  Mün- 
zen stylistisch  abwei- 
chend: stark  nach  oben 
verjüngt  .     Perlkreis. 


6,76 
6,73 


Ebenso,  doch    hier    steht 

ROMA  B.  Friedländer). 

Ebenso,  doch    hier    steht 

ROMA  |  B.  Friedländer). 


Ebenso.  Ebenso,      doch    hier    steht 

ROMA       (B.  Friedländer. 
Ohne   Bezeichnung. 
Auf  dem  einen  Exemplar  hat  das  'm'  fast  die  Form  M. 


3  R4W,      6,45 

4  -R4'-4\     6,17 


Ebenso. 


Ebenso. 


5 
4\  -  5 


Ebenso,  doch    hier    steht 

ROMA  (B.  Friedländer). 

Ebenso,  doch    hier    steht 

ROMA  (B.  Friedländer). 


6,24  Jugendlicher,     unbärtiger 

oxydirt  Doppelkopf  mit  Lorbeer- 

6,48  kränz.     Perlkreis. 
6,64 


ROMA  (unten,  auf  erhabe- 
nem Streifen)  mit  erha- 
benen Buchstaben.  Der- 
selbe Typus.  Einfacher 
Kreis.  (Prokesch.  28691. 
B.  Friedländer). 


i68 


Campania 


3' 


34- 
37 


3* 


43 


4i-4% 

4h  ~4\ 
4h -4k 

6,34 

stempel- 
frisch 
6,56 

stempel- 
frisch 

6,76 
6,22 
etwas 
ab- 
genutzt 

JR4h 

4,72 
beschä- 
digt 

JRti 

5,16 

M(JE)4 

3%"3% 

33^-4 

3% 

5,67 
5>l7 

4,78 
4,37 

^4-4^ 

5,24 

^3^-4 
3h -3k 

3,3° 
3,22 

34-31 

3,32 
3,34 

/R  4-4', 

7,3° 

Ebenso  [jugendlicher,  un- 
bärtiger Doppelkopf  mit 
Lorbeerkranz.   Perlkreisl. 


Ebenso,  doch  hier  KOMA 
nicht  auf  erhabenem 
Streifen,  sondern  nur  von 
einem  Rahmen  umschlos- 
sen. Sandes,  2  Ex. 
B.  Friedländer.  Ohne  Be- 
zeichnung . 

Auf  den  beiden  letzten  Exemplaren  ist  das  o  kleiner 
als  die  anderen  Buchstaben. 


Die  nächstfolgenden  Münzen  sind  von  stark  legirtem 
Silber,  zum  Theil  fast  ganz  von  Kupfer.  Vgl.  die  Be- 
merkung Garrucci's  S.  65  oben. 


Ebenso. 


Ebenso. 

nung). 


(Ohne    Bezeich- 


Ebenso,    doch    ohne    Perl-    Derselbe   Typus;    die   Auf- 
kreis, wie  es  scheint.  schrift    ist    erloschen. 

(Ohne  Bezeichnung  . 

Ebenso.  ROMA  sonst  ebenso. 

B.  Friedländer,  3  1 
Auf  zwei   Exemplaren    ist    die    Aufschrift  fast  ganz 
erloschen. 


Ebenso,  mit  Perlkreis. 


ROMA  sonst  ebenso.   (Herr- 
mann). 


Die  zwei  folgenden  Münzen  sind  die  Halbstücke  zu 
den  grossen  Silberstücken;  Garrucci  [S.  65  nennt  sie 
»quinario  o  mezzo  denaro  primitivo«. 

Jugendlicher,     unbärtiger        ROMA  im  Abschnitt.     Der- 
Doppelkopf  mit  Lorbeer-  ;      selbe  Typus,  aber  1. 


kränz.     Perlkreis. 


Ebenso. 


facher  Kreis. 
Sandes). 


Ein- 
(Peytrignej. 


ROMA  im  Abschnitt,   sonst 
ebenso.  (Pevtrignet. 

Gansauge). 


b)    Apollokopf    mit  ROMANO  und  ROMA^ 


ROMANO  (1#J  aufwärts).  Lor- 
beerbekränzter Kopf  des 
Apollo  1.     Perlkreis. 


Pferd  r.  sprengend,  darübei 
ein     sechszehnstrahliger 
Stern.     Einfacher    Kreis 
(Fox. 


Romano,  Roma 


169 


•K4W,      6,97 
oxvdirt 


54- 


/R4 
4 

44 


3 


7»39 
7,16 


6,66 
6,60 
6,66 
6,50 


ROMANO,  sonst  ebenso 
ROMANO,  sonst  ebenso. 


Ebenso.        (B.  Fried länder). 


47- 

*'4%-5 

9,97 

S-b 

11,61 

10,40 

4';"3i 

9,61 

iE  4-5 

9,90 

3*~4 

7,77 

Ebenso,  doch  hat  der  Stern 
nur  acht  Strahlen.      Fox. 
Pevtrignet . 
TaflVII,  106. 

Der  Styl  des  Fox'schen  Exemplars  (des  abgebildeten) 
zeigt  die  allergrösste  Ähnlichkeit  mit  der  gleichtypischen 
Münze  von  Beneventum  (S.56),  zumal  in  der  Behandlung 
und  Bildung  des  Apollokopfes;  es  scheint  also  sicher,  dass 
beide  von  demselben  Stempelschneider  sind  und  in  der- 
selben Prägestätte  hergestellt  wurden. 


Über  die  beiden  folgenden  Münzen  vgl.  die  Bemer- 
kungen Garrucci's  S.  60,  23  und  S.  61,25— 26. 


Kopf  des  Apollo  r.,  ein  dop- 
peltes Band  umgiebt  das 
Haar.     Perlkreis. 


ROMANO  im  Abschnitt.  Löwe 
r.    (in    schreitender   Stel- 
lung, Kopf  von  vorn',  hält 
im    Rachen    ein    Schwert 
(oder  kurze  Lanze?),  das 
er  mit  der  1.  Vordertatze 
gefasst  hat.     (6139.  Beger 
thes.  Br.  III,  35.     Rauch. 
B.  Friedländer.     Fox). 
Die  Aufschrift  ist  auf  den  meisten  Exemplaren  dieser 
fast   immer   roh   ausgeprägten  Münze  mangelhaft,    auch 
das  Schwert  im  Rachen  des  Löwen  nur  selten  klar. 

Derselbe  Typus   des  Löwen   kehrt  ganz   ähnlich  in 
Gapua  wieder  (Vgl.  S.  83  n.4 — 7). 


Derselbe  Kopf  1.    Perlkreis,  j  Ebenso.         (Rauch. 

Bezeichnung;. 


Ohne 


Lorbeerbekränzter  Kopf  des 
Apollo  r.     Perlkreis. 


ROMA  in  einer  geraden 
Zeile  über  einem  1.  spren- 
genden Pferde.  Einfacher 
Kreis.  ^Beger  thes.  Pal. 
192,  th.  Br.  I,  358.  Dan- 
nenberg.  12095.  Fox). 
Auf  einem  Exemplar  steht  ROMA. 


3,18     Ebenso. 

kl« 


Ebenso.        (B.  Friedländer. 
Gansauge). 


i7o 


Campania 


60- 

66 


77- 


JE  3 

3 
'4-3 

3 
2%  -  3 

3 

2> 

2,72 

2,5'2 
2,25 
2,20 

3,62 

Ä3%-4» 

7,34 

/R4-5 

7,39 

^4 

7,40 

4^-5 
4-4\ 

7,42 
7,39 
7,32 

M4-4I 

7,54 

M4k 
4-4h 

4i 

6,36 

oxydirt 
6,72 
6,70 

^3-3^ 
3 

3, 
3-3^ 

3,07 

3,11 

3>»5 
3,27 

Lorbeerbekränzter  Kopf  des 
Apollo  r.     Perlkreis. 


ROMA    unter    dem    Bauche 
eines  1.  sprengenden,  ge- 
zäumten   Pferdes. 
facher  Kreis. 
(1  u/1885.  Fox. 6 136.  i-f>i*. 
B.  Friedländer,  2  Ex.  FojS 

Auf  zwei  Exemplaren  steht  ROMA. 

Die  leichteren  Exemplare  sind  alle  stark  patinirt. 


c)  Areskopf 

Bärtiger,  behelmter  Kopf  des  !  Gezäumter  Pferdekopf  r.  auf 
Ares  1.;  dahinter  Eichen-  einer  schmalen  Basis,  auf 
zweig  (zwei  Blätter  und  der  R0MAA/0  Im  Felde  1. 
eine  Eichel  .  eine  Ähre  mit  zwei  Blätt- 

chen.    (Fox). 
Zum  Typus  der  Ks.  vgl.  den  As  S.  30  n.  1. 


Ebenso. 


Ebenso. 


Ebenso. 


Ebenso. 

Taf.VII,  107. 


ROMAN/ 7,    sonst    ebenso. 
Fox). 

ROMAA/O,    sonst    ebenso. 
(Rauch). 

ROMANO,    sonst    ebenso. 
Beger  thes.  Pal.  192,    th. 
Br.  I,  358.      Dannenberg. 

286«, 


R-: 


sonst  ebenso. 


(Peytrignet). 


Behelmter  Kopf  des  jugend- 
lichen Ares  r.  mit  kleinem 
Backenbart;     dahinter 
Keule.     Perlkreis. 


Der  Helm   ist  hier  und 


ROMA     unter     dem     Leibe 
eines  r.  sprengenden  Pfer- 
des; über  ihm  eine  Keule. 
Einfacher   Kreis, 
thes.  Pal.  102,  th.Br.I. 
Fox.     Prokesch  . 

auf  den  ähnlichen  Ku; 


stücken  kürzer  als  bei  dem  vorhergehenden  Typus. 


Ebenso. 


Ebenso.    (28732.    Gansauge. 
B.  Friedländer,  2  Ex. 


Romano ,  Roma 


lll 


R  4 


«3-3* 

3-, 

3 

3 

2|~3 

94 


95 


^3 


iE  4 


«3*"4 

^3' "4 

^3*-3^ 


6,42 

oxvairt 
0,63 
6,26 


3,21 


3>63 

3,37 

2,68 

patinirt 

2,67 


6,08 


5,97 


0,02 


4,04 


4,39 


Behelmter  Kopf  des  jugend- 
lichen Ares  r.  mit  kleinem 
Backenbart  (als  Helmver- 
zierung r.  rennender  Greif, 
wie  es  scheint).   Perlkreis. 


ROMA  unter  einem  gezäum- 
ten Pferdekopfe  r.  Im 
Felde  1.  ein  Gartenmesser 
(Attribut  des  Silvanus). 
Einfacher  Kreis.  (Beger 
th.  Br.  I,  359.  Gansauge. 
Peytrignet.  B.  Friedlän- 
der). 


Taf.VII,  108. 

Auf  zwei  Exemplaren  hat  das  'm'  die  Form  M. 


Ebenso,    nur  ist  der  Helm  I  Ebenso, 
ohne  Verzierung. 

Dieses    ist    das    Halbstück    zu    der    vorhergehenden 
Münze. 


Ebenso. 


ROMA,  sonst  ebenso.  (28732. 
Prokesch.  Fox.  Gansauge. 
Herrmann). 


d)   Athenakopf 


R[0]  MA[N]  O    Gezäumter 
Pferdekopf  1.         (Rauch). 


fcO  MANo  (von  unten  be- 
ginnend) vor  dem  Kopfe 
der  Athena  r.  (korinthi- 
scher Helm  mit  Busch  und 
gerolltem  Nackenstück); 
dahinter  Rest  eines  Ster- 
nes, wie  es  scheint. 

R[0]    MANO    vor    demsel-    [RO]  MA  /VO,  sonst  ebenso, 
ben  Kopfe.  (Ohne  Bezeichnung) 


[RO]    MANo    vor    demsel- 
ben Kopfe.     Perlkreis. 


RO   Ma    NO,  sonst  ebenso. 

Fox). 


Derselbe  Kopf,  Schrift  nicht ,  RO    MA  NO,  sonst  ebenso, 
zu   sehen    (erloschen?).  (12099). 

Perlkreis. 


[RO]    MAMO    vor  demsel- I  [R]  OM[A]  A o    Gezäumter 
ben  Kopfe.  Pferdekopf  r,         (Rauch). 

Die  Aufschrift  der  Kehrseite   könnte  vielleicht  auch 
O  N  [A]  A\  O  [%]  gewesen  sein. 


172 


Campania 


96  ^3-3^      3,'21 
oxydirt 


97      -1'-  3       4jio 

oxvdirt 


98  IE  3-3* 


99 


100 
101 


102 


103 


^  4-4% 


^3W 
4 


^3ir4 


^  3W 


'04^3W 


4,42 


6,27 


5,4» 

w 

nicht 
gut 


6,43 


4,24 


5>11 


Derselbe  Athenakopf;  von 
der  Schrift  ist  nichts  zu 
sehen,  da  die  betreffende 
Stelle  nicht  erhalten  ist. 


/AM  o^j  vor  einem  ge- 
zäumten Pferdekopfe  r. 
(6138). 


Derselbe  Kopf,  aber  1. 


0  fy\  Altöl  vor  einem  ge- 
zäumten Pferdekopfe  1. 
(Ohne  Bezeichnung  . 


Derselbe  Kopf  r.  (ob  Schrift 
vorhanden  war,  ist  wegen 
mangelhafter  Ausprägung 
nicht  zu  sehen). 


[R]  OMA  Ar'         hinter   einem 
gezäumten  Pferdekopi 

(Fox). 


Derselbe   Athenakopf   1. 
Perlkreis. 


ROMAN  'IUI  hinter  einem  auf 
einer    schmalen    Basis   r. 
stehenden     gezäumten 
Pferdekopfe.     (4508). 
Hinter  dem  N  ist  noch  ein  kleiner  Rest  eines  Buch- 
stabens sichtbar,    der  fast  wie  die  untere  Hälfte   eines  I 
aussieht:  wahrscheinlich  ist  es  aber  der  linke  untere Theil 
des  offenen  O 


Ebenso. 


Ebenso. 


ROMA///  hinter  dem  r.  ge- 
wendeten    gezäumten 
Pferdekopfe    ohne    Basis. 
(Fox.     6152. 

RoMANCf  hinter  dem  auf 
einer  Basis  r.  stehenden 
gezäumten  Pferiiekopfe. 
Auf  der  Basis  Schrift- 
spuren?    (B.  Friedländer). 


Die  nächstfolgenden  Stücke,  deren  Aufschrift  mit 
dem  Buchstaben  C  schliesst,  wurden  nach  Eckhel's  An- 
sicht (doctrina  num.VS.  49;  von  campanischen  Oskern 
geprägt,  nach  Garrucci  (S.61  zu  n.  29)  von  den  Galliern 
in  Norditalien. 


Ebenso. 


Ebenso.        Perlkreis 
sichtbar. 


nicht 


ROMANO  hinter  dem  r.  ste- 
henden gezäumten   Pfer- 
dekopfe ohne  Basis. 
(Rauch). 

[RjoMAAC  hinter  demselben 
Typus.     (1 1 589V 


Vgl.  Garrucci  Taf.  LXXVII,  27. 


Romano,  Roma 


*73 


5,86 


?^'3 


Ebenso.     Perlkreis.  ROMAAOC  hinter  dem  r.  ste- 

henden gezäumten  Pfer- 
dekopfe auf  schmaler  Ba- 
sis.    (Rauch  . 

Vgl.  Garrucci  Taf.  LXXVII,  28. 

Ebenso.       Perlkreis      nicht    RoMAAL:      hinter    dem    r. 
sichtbar.  stehenden    gezäumten 

Pferdekopfe  auf  schmaler 
Basis.        B.   Friedländer). 
Der  nach  dem  I  vorhandene  Buchstabenrest  ist  nicht 
recht  klar,  scheint  aber  einem  C  anzugehören. 


107  .R4\-; 

-      4-5       6>9J 

Mo   4^-4;,      7,29 

7,09 


6,83 

etwas 

beschä 

digt 

7,Ol 

6 


.R 

4* 

4% 

-5 

.] 

41-, 

4', 

-5 

6,52 
4,08 

oxydirt 


e)    Herakleskopf 


Kopf  des  jugendlichen  He- 
rakles r.  mit  kleinem 
Backenbart;  ein  breites 
Band  umgiebt  das  Haar, 
am  Halse  Löwenfell  und 
Keule.     Perlkreis. 

Taf.  VIII,  109. 

Ebenso. 


ROMANO  im  Abschnitt. 
Wölfin  r.,  den  Kopf  nach 
den  von  ihr  gesäugten 
Zwillingen  wendend. 
Ohne  Bezeichnung.  Beger 
thes.  Pal.  192,  th.  Br.  I,  358. 
Fox.     108/1885). 


ROMANO  im  Abschnitt, 
sonst  ebenso.  (109/1885. 
B.  Friedländer). 


Kopf  des  jugendlichen  He- 
rakles r.,  mit  dem  Löwen- 
fell bedeckt;  am  Halse 
die  Keule.     Perlkreis. 


RoMA  unter  dem  Bauche 
eines  r.  auffliegenden  Pe- 
gasus; über  demselben 
Keule.  Einfacher  Kreis. 
(Herrmann.  B.  Friedlän- 
der, 2  Ex.     5137  . 


3-3^      3,47 


Ebenso. 


ROMA  unter  dem  Bauche 
eines  r.  auffliegenden  Pe- 
gasus; über  demselben 
das  Zeichen  der  semuncia 

E     (7278). 


*74 


Campania 


118 


122 


123 


124 


125 


M  5 

Loch 

JR^-ti 

6,59 

&4-4h 

6,68 

^4 

6,46 

etwas 
verletzt 

JRti-4% 

6,62 

^4-44 

6,51 

^4-4'» 

6,30 

&  4-4^ 

6,58 

f)    Weiblicher  Kopf  mit  dem  sog.  phrygischen  Helm 


Weiblicher  Kopf  r.  mit  eng 
anliegendem  Helm  (ge- 
rolltes Nackenstück  und 
herabhangende  Seiten- 
blinder),  dessen  nach 
vorn  übergebogene  Spitze 
einen  Thierkopf  bildet. 
Im  Felde  1.  ein  Füllhorn. 
Perlkreis. 


ROMANO  1.  aufwärts,  in 
einer  geraden  Zeile  .  Nike. 
r.  stehend  und  nur  unter- 
wärts bekleidet,  fasst  mii 
der  L.  einen  Palmzweig 
und  berührt  mit  der  R 
dessen  Spitze,  an  der  sie 
einen  an  einem  Bande 
hängenden  Kranz  eben 
befestigt  hat.  Im  Felde  r 
(unter  dem  Kranze  b 
Einfacher  Kreis.  ( 1 2097) 
Der  Typus   der  Kehrseite   dieser  Münze  findet  sich 

wieder  auf  Kupfermünzen  vonAusculum,  vgl.Friedländei 

osk.  Münzen  Taf.  VII  Asculum  3. 


Ebenso. 


ROMANO      (1.    aufwärts, 


einer  etwas  gekrümmter 
Zeile).  Derselbe  Typus 
doch  hier  im  Felde  r.  ■ 
Prokesch). 

Der  kleine  horizontale  Strich  an  dem  I  ist  zwar  gada 
deutlich,  dürfte  aber  kaum  als  dazugehörig  zu  betrachter 
sein,  da  diese  Buchstaben  nicht  aus  dem  oskischen 
sondern  aus  dem  griechischen  Alphabet  genommen  sind 


Ebenso. 


Ebenso. 


Ebenso. 


Taf.  VIII,  110. 

Derselbe  Kopf,  dahinter  ein 
Schwert  in  der  Scheide. 
Perlkreis. 

Derselbe  Kopf,  dahinter 
eine  Weintraube,  wie  es 
scheint.     Perlkreis. 

Derselbe  Kopf,  dahinter  ein 
Schwert  in  der  Scheide. 
Perlkreis. 


Ebenso,  doch  hier  im  Feldt 
r.  A  (Beger  thes.  Br.  1,3« 

ROMANO  in  gerader  Zeile) 
derselbe  Typus,  doch  irr 
Felde  r.  BB     l Rauch  . 

ROMANO  (in  einer  etwas  ge- 
krümmten Zeile);  derselbt 
Typus,  doch  im  Felde  r 
AÄ     (7499). 


ROMANO  (in  gerader  Zeile) 
derselbe  Typus,  doch  in 
Felde  r.  II"     Fox  . 

ROMANO  in  etwas  gekrümm 
ter Zeile);  derselbe  Typus 
doch  im  Felde  r.  MM  (Fox 

Ebenso,  doch  im  Felde  r 
E[H]      Peytrignet. 


Romano,  Rom; 


75 


»4*4* 


6,45     Derselbe     Kopf,       dahinter    Ebenso,    doch   im  Felde  r. 
oxydirt        eine   Mondsichel.       Perl-        PP      B.  Friedländer), 
kreis. 


1271^4-4^      o,44 

etwas 

beschä- 
digt 

4-4';       5>27 
subärat 


die 
leisten; 
1    Ex.: 


140 


1 1  -  2 

2 

2 


.46 


■4<  -F^W' 
4^-5 
4-41 
4-4i 
44-41 
4"4l 


i>53 

2,14 

>>93 
i,«7 
[,63 
1,56 
i,34 

1,71 

',52 

1,88 
1,66 


6,48 

6,36 

5,34 
6,51 

5,98 


Derselbe  Kopf,  dahinter  ein    Ebenso,    doch   im   Felde  r. 


Schwert   in   der  Scheide. 
Perlkreis. 

Derselbe  Kopf,  dahinter  kein 
Beizeichen.     Perlkreis. 


SIQ.     v63o7 


ROMANO,  sonst  ebenso; 
die  Stelle,  an  der  sonst 
die  Buchstaben  sind,  ist 
nicht  ausgeprägt.  (Gans- 
auge). 


Derselbe  Kopf  r.  (der  ebenso    ROMA  im  Abschnitt.   Hund 
geformte  Helm  endigt  in        r.,  die  1.  Vorderpfote  er- 


einen Greifenkopf  ,   kein 
Beizeichen.     Perlkreis. 


Ebenso. 


Taf.VIII,  in. 


Ebenso. 


hebend.  (Beger  th.  Br.  I, 
360.  Rösel.  Fox.  Ohne 
Bezeichnung.  B.  Fried- 
länder,  2  Ex.     1 12/1885). 

ROMA  im  Abschnitt,  sonst 
ebenso.  (Ohne  Bezeich- 
nung, 2  Ex.  Rühle  v.  Li- 
lienstern.  B.  Friedländer). 


ROMA  (oder  ROMA)  im  Ab- 
schnitt,  sonst  ebenso. 
(Ohne  Bezeichnung). 


g)  Weiblicher  Kopf  mit  Mauerkrone 


Weiblicher     Kopf     r.     mit    ROMA 
Mauerkrone,  Ohrgehänge, 
Perlenschnur  und  Gewand 
am  Halse.     Perlkreis. 


unter  dem  Leibe 
eines  r.  galoppirenden 
Pferdes,  auf  dem  ein 
nackter  Knabe  reitet,  wel- 
cher mit  der  R.  eine 
Peitsche  schwingt.  Ein- 
facher Kreis.  (Fox.  6134. 
6135.  B.  Friedländer. 

1 1 0/ 1 885 .     Gansauge). 


76 


Campania 


148 


M 
1 1  —  1 1  % 

1 1 


149 

*5<> 


i5l 


JE 


io-io£ 


JE  n 


5*>33 


/*j    Mit  Werthbezeichnung 


Triens 


Weiblicher  Kopf  r.  mit  Ohr- 
gehänge und  hohem  Dia- 
dem, an  dessen  Ende 
ein  kleiner  Helmbusch 
aufgesteckt  ist.  Drei  lange, 
steife  Haarlocken  hängen 
am  Nacken  herab.  Hinter 
dem  Kopfe  ist,  wie  es 
scheint,  ein  Scepter  an- 
gedeutet, von  dem  nur 
die  Spitze  über  dem 
Scheitel  und  das  untere 
Stück     vor     dem     Halse 

sichtbar  sind.    Im  Felde  1. 

• 

Z      Perlkreis. 


ROMA  im  Abschnitt.  Hera- 
kles stehend,  von  vorn, 
mit  dem  Löwenfell  am 
Rücken  und  der  Keule  in 
der  erhobenen  R.,  hat 
mit  der  L.  einen  r.  schrei- 
tenden Centauren  am 
Haare  gepackt;  dieser 
sucht  sich  mit  der  L.  los- 
zumachen. Vor  dem  Cen- 

• 
tauren  J    Einfacher  Kreis. 

(Fox.       Rühle    v.  Lilien- 
stern). 


Garrucci  (S.  61,  1 — 2)  beschreibt  den  Kopf  auf  der 
Vs.  folgendermaassen:  'Testa  di  donna  con  capelli  accon- 
ciati  e  ornati  di  lamine  in  modo  da  figurare  un  elmo 
con  cresta  e  pennacchi  laterali.  Porta  pendenti  agli 
orecchi  e  una  lancia  al  fianco  sinistro.'  Die  'cresta' 
beruht  auf  einem  Irrthum,  mit  der  Lanze  aber,  auf  welche 
G.  zum  ersten  Male  aufmerksam  macht,  hat  es  seine 
Richtigkeit,  falls  der  Gegenstand  nicht  ein  Scepter  vor- 
stellen soll.  [Ganz  ähnlich  das  Scepter  am  Kopfe  der 
Arsinoe.     v.  Sallet]. 


5M5 
46,30 

voll- 
kom- 
men gut 

47,22 


Ebenso. 


Ebenso. 


ROMA  im  Abschnitt,  sonst 
ebenso.  (Rühle  v.  Lilien- 
stern.    36/1872). 

Die  Schrift  nicht  mehr 
kenntlich,    sonst   ebenso. 

(284: 


152    JE  10 
»54 


<55 


is6 


«57 


9* 
9%"IQ 


iE  7^.8 


^  6-7 


fi4H 


160 


4 
Ah 


38,25 
35,86 
38,5i 


«7>«9 


*5W 


5,55 


5,45 
5,45 

oxydirt 


Romano,  Roma 

Quadrans 


177 


Jugendlicher,     männlicher 
Kopf   r.   mit    dem    Felle 
eines  Ebers  bedeckt,  das 
am    Halse    zusammenge- 
bunden  ist.     Hinter  dem 

Kopfe  •      Perlkreis. 


ROMA  im  Abschnitt.  Stier, 
r.  galoppirend,  wird  von 
einer  am  Boden  hinstrei- 
chenden Schlange  (mit 
Kamm  und  Bart)  ange- 
griffen. Über  dem  Stiere 
•  •  •  Einfacher  Kreis. 
(363/1872.  Ohne  Bezeich- 
nung. Rühle  v.Lilienstern). 
Über  den  Typus  der  Ks.  vgl.  Eckhel  d.  n.  I  S.  138. 


Ebenso. 


Ebenso. 


Ebenso. 


Ebenso. 


ROMA  im  Abschnitt.  Stier 
r.  galoppirend,  unter  ihm 
am  Boden  eine  Schlange 
(mit  Kamm)  in  Windun- 
gen r.  Über  dem  Stiere 
•  ••,  darüber  eine  Ähre 
r.  liegend.  Einfacher  Kreis. 
(Fox). 

Ebenso,  doch  ist  die  Auf- 
schrift erloschen.  (Ohne 
Bezeichnung). 


ROMA  im  Abschnitt.  Stier  r. 
galoppirend,  unter  seinem 
Bauche  eine  Schlange 
r.  Über  dem  Stiere  •  •  •, 
darüber  eine  Ähre  r.  lie- 
gend. Einfacher  Kreis. 
(Gansauge). 

Keine  Schrift  erhalten,  sonst 
ebenso.  (1362.  Rauch. 
Gansauge). 


Antike  Münzen.    Bd.  III,  1. 


178 


Campania 


161 


162 
«65 


166 
1G9 


&\\-& 


^8 


JE6-6$ 

6-6% 

6 

6 


25?63 
26,80 
26, 1 6 

25>35 


12,27 
12,48 
[2,22 

1^,44 


Ebenso         [Jugendlicher, 
männlicher    Kopf   r.    mit 
dem    Felle     eines     Ebers 
bedeckt,    das    am    Halse 
zusammengebunden      ist. 

Hinter  dem   Kopfe    •  ]. 


Keine  Schrift  sichtbar.  Stier 
r.  galoppirend,  unter  sei- 
nen! Bauche  eine  Schlange 
r.  Über  dem  Stiere  •  •  • 
und  darüber  vielleicht  die 
Ähre.      5802  . 


Von  roher,  flacher  Arbeit.  In  Milazzo  auf  Sicilien 
gekauft.  [Der  Ähre  nach,  welche  sich  ahnlich  auf  den 
in  Sicilien  geprägten  römischen  Asses  und  Astheilen  über 
der  prora  findet,  könnte  man  auch  diese  Münzen  in 
Sicilien  geprägt  glauben.  Friedlaender].  Vgl.  auch  die 
Bemerkung  Garrucci's  (S.  62  n.  8  —  9)  über  das  auf  eine 
Münze  des  Hiero  aufgeprägte  Exemplar. 


Sextans 


Wölfin  r.,    den  Kopf  nach    RoMA     im  Felde  r.,  in  ge- 


den  von  ihr  gesäugten 
Zwillingen  wendend;  im 
Abschnitt  •  •     Perlkreis. 


Blume 
haltend 

Einfacher    Kreis. 
28732.        B.    Friedländer. 
Prokescb  . 

Garrucci  (S.  61,  5)  macht  auf  die  stylisirte  Form  des 
Wolfsschweifs  aufmerksam. 


rader  Linie  .    R.  stehender 
Adler  mit  angelegten  Flü- 


?     im    Schnabel 
Im    Felde    1.     1 


Uncia 


Jugendlicher,  männlicher 
Kopf  von  vorn  Helios  , 
von  einem  Strahlenkranze 
umgeben;  am  Halse  etwas 
Gewand,  das  durch  einen 
runden  Knopf  zusammen 
gehalten  ist.  Im  Felde  1. 
unten  •     Perlkreis. 


ROMA  unter  einer  Mond- 
sichel, innerhalb  welcher 
zwei  achtstrahlige  Sterne. 
Zwischen  den  beiden 
Sternen  ein  •  Einfacher 
Kreis.  (6133.  B.  Frieda 
lander,  2  Ex.     Gansaug« 


Romano,  Roma 


'79 


13,-P 


15,0 


.R 


Ebenso,  doch  kein  Gewand    Ebenso.      Fox  . 
am  Halse. 


Kopfe  ROMA  NC)  Adler  mit  aus- 
gebreiteten Flügeln  von 
vorn  etwas  1.  gekehrt  mit 
r.  gewandtem  Kopfe,  auf 
einem  Blitz  stehend.  Im 
Felde  1.  eine  Keule  ?  . 
Perlkreis.     ^28722). 


ROMANO    vor    dem 

der   Athena    1.     korinthi 

scher    Helm    mit    Busch 

mit  langem,  in  der  Mitte 

geknüpftem     Haarzopf. 

Zwischen  Helmbusch  und 

Nacken    ein    kleines    un- 
deutliches    Beizeichen 

(Greifenkopf?  Stern?). 

Ein  ähnliches  Exemplar  dieser  seltenen  und  schönen 
Münze  ist  von  Combe  numi  mus.  Brit.  S.  18  n.  8,  Taf.  I 
n.  24  publicirt;  vgl.  Garrucci  S.  60,  13,  der  als  Beizeichen 
neben  dem  Adler  einen  Dolch  angiebt,  der  auch  auf 
unserem  Exemplar  denkbar  ist. 


APVLIA 

Arpi 


Über  Arpi  vgl.  Garrucci  S.  in 


APflANßN  1.,  aufwärts. 
Ährenbekränzter,  weibli- 
cher Kopf  1.  mit  Ohr- 
gehänge Halsband  nicht 
sichtbar.  Hinter  dem 
Halse  eine  Amphore. 
Perlkreis. 

Taf.  VIII,  112. 


AAIOY  unter  dem  Bauche 
eines  1.  sprengenden  Pfer- 
des. Über  demselben  ein 
grosser,  achtstrahliger 
Stern.  Unter  dem  Be- 
amtennamen ein  Helm  1. 
Fox  . 


12* 


8o 


Apulia 


6-S 


^4%-5 


^Rl^-2 


Ml%-2 


i 


6,51 

stark 
oxydirt 


°,93 


0,9 

be- 
schädigt 


0,94 

oxydirt 


0,62 

0,68 
0,67 


Erloschene  Schrift  vor  dem- 
selben Kopfe;  hinter  dem 
Halse  eine  Ähre. 

Vgl.  Garrucci  Taf.XGIII, 


Derselbe  Beamtenname  und 
derselbe  Typus,  doch 
kein  Beizeichen  unterdem 
Namen.     (49* 


Athenakopf   r.    mit   Ohrge-    AH::IA  über  einem  1.  sprin 


genden,  gezäumten  Pferde. 
Im  Abschnitt  die  Linie 
ist    geperlt)     um  \A*  -*s  MIß 

(Fox). 


hänge,  Halsband  und  lan 
gern,  am  Nacken  herab- 
hängendem Haar.  Der 
attische  Helm  (mit  Busch) 
ist  mit  einem  geflügelten 
Seepferde  verziert. 
Taf.  VIII,  113. 

Die  Schrift  im  Abschnitt  ist  sehr  schwer  zu  ent- 
ziffern. Der  Buchstabe  zwischen  >l  und  W(?j  sieht  fast 
wie  i  aus. 


Ebenso. 


Ebenso. 


A  H  :'l  A,  sonst  ebenso ;  doch 
auch  hier  ist  von  der 
Schrift  im  Abschnitt  sehr 
wenig  zu  erkennen,  etwa 

/////  AX  /////       (Dannenberg  L 

AH  SA,  sonst  ebenso,  doch 
ist  der  Abschnitt  nicht 
ausgeprägt.      7333  . 


Gezäumtes  Pferd  r.  spren-  Ein  von  einem  Ringe  aus- 
gend,  darüber  A  Perl-  gehender  Haken.  Im  Pclde 
kreis.  r.  A     Perlkreis.        (7534- 

7726.  Fox). 
[Millingen  Recueil  S.  16  Tafel  I  10  hat  diese  Münze 
zuerst  publicirt;  nach  Visconti  erklärt  er  den  Haken  für 
eine  ap7nj?  in  Anspielung  auf  den  Namen  Arpi,  daher 
die  Zutheilung.  Mazocchi  wollte  der  Aspiration  wegen 
diese  Anspielung  nicht  gelten  lassen;  allein  diese  Frage 
scheint  müssig,  da  das  Dargestellte  weder  einer  Sichel 
noch  dem  bekannten  sichelartigen  Schwert  gleicht  Es 
findet  sich  auch  auf  Bronzemünzen  der  Brettier,  als 
Beizeichen  aufrecht  gestellt,  und  ähnlich  auf  einer  schrift- 
losen Münze  der  Königl.  Sammlung,  welche  Mionnet 
S.  VII  310,  19  zweifelnd  Glides  zutheilt. 

In  dem  Versteigerungs- Katalog  der  Northwick'schen 
Sammlung  von  1859  S.  10  Nr.  92  wird  die  Bemerkung 
gemacht,  die  Zutheilung  nach  Arpi  sei  irrig,  da  diese 
Münzen  immer  im  südlichen  Klein -Asien  gefunden 
würden.  Allein  der  Styl  und  die  Fabrik  der  Münzen 
scheint   mir  italisch,    und   ich  habe   zwei  Exemplare  in 


Arpi 


IÖI 


/Ri*-iij 

1,04 

be- 

schädigt 

'Efrti 

6,22 

JEsh-6 

8,8 1 

*Hk~5 

6,98 

4-5 

6,38 

&4k~5h 

8,18 

&4-4h 

4,i5 

4-4^ 

4,16 

4 

6,87 

fitf-5 

4,76 

4~4* 

5,96 

Gampi  bei  Lecce  gekauft  und  drei  andere  in  der  Samm- 
lung des  Herrn  d'Errico  in  Potenza  gesehen,  also  fünf 
Exemplare  dieser  seltenen  Münze  in  Süditalien;  ob  sie 
nach  Arpi  gehört,  ist  zweifelhaft,  aber  italisch  ist  sie 
wohl  sicher.     Friedlaender]. 


APfiiütPTT       vor      dem  |  Herakles,    mit  dem  r.  Bein 
Kopfe  der  Athena  r.,  deren        r.  knieend,  würgt  den  Lö- 


attischer  Helm  mit  einem 
geflügelten  Seepferde  ver- 
ziert ist. 


wen;  in  der  gesenkten  R. 
scheint  er  die  Keule  zu 
halten.    (Peytrignet . 


Die  Schrift  ist  an  mehreren  Stellen  undeutlich.  Am 
Schluss  scheint  I  gewesen  zu  sein,  doch  ist  dieser  Buch- 
stabe nicht  ganz  sicher;  er  wird  indessen  gestützt  durch 
die  Münzen  bei  Garrucci  Taf.  XGIII,  13  mit  CEPTIENA 
oder  mit  CEPTinPA  etc.  (vgl.  Imhoof  in  der  Wiener 
Numism.  Ztschr.  XVIII  (1886)  S.  234«. 

Minervini  osserv.  num.  S.  $6  f.;  auf  Taf.  VII,  9  bildet 
er  unser  Exemplar  mit  andern  ab,  aus  welchen  sich  die 
Aufschrift  API~I    CEPT  ergiebt. 


POYAAV  unter  dem  Leibe  APHA 

eines  stossenden  Stieres  r.  R.  rennendes  Pferd 

NOY 
(Fox). 

Vielleicht  ist   nOYAAY   zu  lesen;    der  letzte  Buch- 
stabe ist  sicher  V  oder  Y. 


noYAA/////,  sonst  ebenso. 


flOYAAl,  sonst  ebenso. 


POYAA,  sonst  ebenso. 


Ebenso.     (Arditi  . 

Ebenso.   (Fox.  Dannenberg). 

Ebenso.     (Peytrignet). 


PYAAO    unter    dem    Leibe 
eines  stossenden  Stieres  r. 


flYAAo,  sonst  ebenso. 


APH.A 
R.  sprengendes  Pferd 
NOY 
(Beger  thes.  Pal.  169,  th.  Br. 
I,  318.  Gansauge.  Rauch). 

APHA 
NoY  ,  sonst  ebenso. 

( B.  Friedländer.    Pfau). 


82 


Apuli 


20-    JE  4! 
25         5 
5 
4%-5 

5 
4-1-5 

26.  ^E4%-5 


28 


29 


30 


JEi\ 


JEl\-2\ 


V 


JEtf-4% 


8,04 

8,66 

6,99 
5,32 

oxydirt 

7,49 

6,67 
7,02 


3,84 


3,° 


AAIOY  1.,  aufwärts'.  Lor- 
beerbekränzter Kopf  des 
Zeus  1.     Dahinter  Blitz. 


Taf.  VIII. 


APPAN^N  im  Abschnitt.  R. 
rennender  Eber,  darüber 
Spitze  eines  Speeres  r. 
liegend.  (Beger  thes.  Br.  I, 
318.  28656/5.  Fox,  2  Ex. 
Gansauge.  B.  Friedländer  . 


114. 


Lorbeerbekränzter  Kopf  des 
Zeus  1.;  dahinter  undeut- 
liches Beizeichen. 


APTTA    im    Abschnitt.     R. 
rennender  Eber,  darüber 
Speerspitze  r.  liegend. 
(B.  Friedländer,  2  Ex.  . 
Auf  einem   Exemplar   ist   die   Stelle,    wo    das    Bei- 
zeichen sein  konnte,  nicht  ausgeprägt. 


Kopf  der  Athena  r.    korin- 
thischer Helm  mit  Busch). 


Ebenso. 


Ebenso. 


^  Trau-  r_ 
o      be     * 

Perlkreis.     (7269). 

r;  Trau-  £ 
:'.:»      be     z. 

Perlkreis.  (B. Friedländer  . 

Traube;  zu  beiden  Seiten  der- 
selben undeutliche  Schrift- 
reste.    Perlkreis.      7270 . 


E  i  N  M  A  N  vor  dem  lorbeer-  A  PnAN(^>  im  Abschnitt, 
bekränzten  Kopfe  des  Löwe  r. ;  darüber  Penta- 
Apollo  1.;  dahinter  Leier.        gramm.      7^10. 

[Ein  anderes  Exemplar  mit  EIHMAN  habe  ich  in  der 
Sammlung  Bonghi  zu  Mola  di  Gaeta  gesehen.  EPHMAN 
bei  Carelli  Tafel  XCI  12  ist  gewiss  unrichtig.  Unvoll- 
ständig gab  diese  Aufschrift  Avellino  Opusc.  II  S 
vorher  im  Suppl.  ad  Italiae  num.  S.  22  Nr.  35,  danach 
Mionnet  S.  I  231,441.  Auf  einem  Exemplar  bei  Sestini 
Med.  del  pr.  Gr.  Fed.  di  Danimarca  S.  I  Tafel  I  2  stand 
APnANft  ^ygL  auch  das  bd  Garrucci  Taf  XGHIj  l8  abj 

gebildete  Exemplar  .    Der  Typus  der  Kehrseite  ist  genau 
einer  Silbermünze  von  Velia  entnommen.   FriedlaenderI. 


Ki* 


1,46 


&A-S 
*&-■& 


8,07 
8,08 


183 


Kopf   der    Artemis    r. ;    am  j    ^  ? 

Nacken,   wie   es    scheint,  —    sf* ..> 

der  Köcher.  ieLAAn\  ^ 

(6443)- 

Avellino  opusc.  II  S.  128  und  Taf.  5,  7,  sowie  Gar- 
rucci  Taf.  XCIII,  19  mit  APPAN  auf  der  Vs.,  was  auf 
unserem  Exemplar  zufällig  nicht  sichtbar  ist. 

[Die  Aufschrift  beider  sehr  seltenen  Münzen  ist 
EINMAN,  nicht  EINMAN;  obwohl  der  Querstrich  des  N  ein 
wenig  nach  rechts  geneigt  ist,  ist  der  Buchstabe  doch 
von  dem  N  am  Ende  verschieden.  Nach  der  Art  wie 
EINMAN  auf  der  ersten  Münze  in  einer  Zeile  steht,  kann 
man  nicht  zweifeln,  dass  es  ein  Wort  ist.  Da  die  Auf- 
schrift auf  der  zweiten  Münze  neben  dem  Blitz  steht, 
kann  sie  auf  der  ersten  sich  nicht  auf  den  Kopf  beziehen, 
sondern  ist  wohl  ein  Magistratsname,  ohne  Zweifel  ein 
messapischer.  In  diesem  Dialekt  ist  H  sehr  häufig,  doch 
steht  es  sonst  nicht  vor  einem  Consonanten  wie  hier, 
sondern  als  Aspirationszeichen  zwischen  zwei  Vokalen. 
Friedlaender]. 

Über  beide  Münzen  vgl.  auch  Minervini  im  Bull, 
archeol.  napoletano,  n.  s.  II  S.  122  und  Taf.  IX  6,  7,  sowie 
Garrucci  S.  1 12  oben. 


Ausculum  (Asculum) 

Einige  Stücke  aes  grave  mit  A  werden  Ausculum 
zugetheilt,  s.  oben  S.  29. 

Über  die  Münzen  von  Ausculum,  besonders  über  die 
Aufschrift  derselben,  handeln  ausführlich  FriedlUnder 
osk.  Münzen  S.  54  ff.  und  Garrucci  S.  110. 

AYhYSKA/////    unter     einem  lAYhYSKA*  (aufwärts)  längs 

gezäumten      Pferdekopfe       der  r.  Seite  einer  grossen 
mit  Hals)  1.  Ähre  (mit  einem  Blatt  L). 


Taf.  VIII,  115. 


(7552.     Fox). 


Auf  dem  ersten  Exemplar  ist  die  Aufschrift  der  Vs. 
nicht  zur  Ausprägung  gekommen. 

Vgl.  Friedländer  osk.  Münzen  S.  55,  1  und  Taf.  VII 
Asculum  1. 


184 


Apulia 


&4h'-4h 

7,28 

M4-4^ 

5,97 

4-4s 

4,5 l 

4-4if 

5,59 

4 

4,40 

4i 

6,39 

3^-4 

3,32 

4' 4k 

beschä- 
digt 

4& 

&3\ 

6,68 

JE4 

b,'1? 

5,4« 

5,80 

5,11 

4,68 

5,62 

1QLMyYf///l     im     Abschnitt.    Grosse    Ähre,      mit    einem 
Eber  r.  rennend;  darüber        Blatt  links.     (6578). 
Speerspitze  r.  liegend. 

Taf.  VIII,  116. 

Auf  der  Ks.  dieser  Münze   befinden  sich  längs  des 
Randes  einige  leicht  eingeritzte  Zeichen,  in  denen  man 


Buchstaben  vermuthen 

Vgl.  Friedländer  osk 
Asculum  2. 


onnte. 

.  Münzen  S.  56,  2  und  Taf.  Vi 


AYCKAA     (aufwärts)     hinter 
einer  r.  gewandten  Nike, 
welche   einen   an  langem 
Bande   hängenden  Kranz 
an  einem  vor  ihr  stehen- 
den Palmzweig  befestigt. 
Perlkreis.  (Prokesch.  5852. 
5853.   5156.      Fox,   2  Ex. 
B.  Friedländer). 
Vgl.  Friedländer  osk.  Münzen  S.  56,  3  und  Taf.  VII 
Asculum  3.  —  Über  den  Typus  der  Ks.  (ebenso  auf  der 
campanischen  Münze  S.  174  n.  1 18)  vgl.  Garrucci  S.  1 10  f. 


Kopf  des  jugendlichen  He- 
rakles 1.,  mit  der  Löwen- 
haut bedeckt,  die  unter 
dem  Kinn  geknüpft  ist; 
am  Nacken  kommt  die 
Keule  zum  Vorschein. 
Perlkreis. 


Derselbe  Kopf,  aber  r.  |  Ebenso.     (B.  Friedländer  . 


Barium 


Über  Barium  vgl.  Garrucci  S.  116. 


Sextans 


Lorbeerbekränzter  Kopf  des 
Zeus  r.;  dahinter  *  Perl- 
kreis. 


Taf.  VIII 


BAPINftN  Prora  r.,  darauf 
bogenschiessender  Eros  r. 
Unter  der  prora  ein  Del- 
phin r.  Einfacher  Kreis. 
7653.  Fox,  2  Ex.  B.  Fried- 
ender.  Prokesch.   28741). 


117. 


Die  6  Exemplare  weichen  nur  darin  etwas  von  ein- 
ander ab,  dass  die  Aufschrift  verschieden  vertheilt  ist 
(BAP  INftN  3  Ex.;  BAPINftN  2  Ex.;    1  Ex.  undeutlich). 

Der  bogenschiessende  Eros  ganz  ähnlich  auf  einer 
Goldmünze  der  Brettier. 


Barium.     Caelia 


85 


.1  ■■-',-.; 


^3 
JE  2^-3 

JE    l'-2 


JE   2k 


2  .K     1-1 


2,39 


3)20 


2,54 


»,3° 


im 


0,43 
0,46 


Uncia 


Derselbe     Kopf;      dahinter 
eine    kleine    Werthkugel 


(scheint  kein  Stern). 
kreis. 


Perl- 


BA  PIN  /////  Derselbe  Ty- 
pus, doch  ohne  Delphin. 
Einfacher  Kreis.       (6586). 


Hinter  dem  Kopfe  erscheint  unter  der  kleinen  Werth- 
kugel noch  ein  undeutlicher  Punkt  (ob  zufällig?). 


Derselbe  Kopf;  dahinter  * 
Perlkreis. 

Derselbe  Kopf;  dahinter  ein 
undeutlicher  Stern  (mit 
einer  kleinen  Verzweigung 
nach  oben?).     Perlkreis. 


BAP    INniM,    sonst    ebenso. 
Einfacher   Kreis.      (7654)- 

BAPI  N&  N,    sonst  ebenso. 
(Gansauge). 


Lorbeerbekninzter  Kopf  des  i  BAPI    N    Prora  r.  Einfacher 
Zeus  r.     Perlkreis.  Kreis.     (5891). 

Vgl.  Garrucci  Taf.  XCV,  13  mit  BAPI  und  im  Felde 
r.  U;  an  derselben  Stelle  befindet  sich  auf  unserem 
Ex.  das  N,  so  dass  der  Gedanke  nahe  liegt,  es  möchte 
dasselbe  auch  auf  jenem  Exemplar  gestanden  haben. 

Ebenso.  BAPI    über    einer    prora    r. 

Im  Felde  r.  A.    Einfacher 
Kreis.     (9195). 
Das   Monogramm    ist   deutlich  AL,   nicht    AL.     Vgl. 

Garrucci  Taf.  XCV,  11. 


Caelia 


Über  die  Ubication  von  Caelia   vgl.  besonders  Gar- 
rucci S.  117. 


Jugendlicher  Kopf  r.  mit 
bekr'anztemSpitzhelm  (mit 
Busch  1. 

Taf.  VIII.  118. 


KAIA  I  NftN  Vase  mit  zwei 
hohen  Henkeln;   darüber 

h    (7525.    28786). 


Ob  in  dem  über  der  Vase  befindlichen  h  (auf  dem 
zweiten  Exemplar  weniger  deutlich)  die  Buchstaben  IT 
zu  erkennen  sind  (vgl.  Carelli  Taf.  XGVIII,  1 ;  Bull,  napol., 
n.  s.  III  S.  156, 13;  Garrucci  S.  117  f.  n.  18 — 19),  ist  nach 
unseren  beiden  Exemplaren  mindestens  sehr  fraglich. 

[Mionnet  S.  I  S.  263, 450  giebt  die  Grösse  4  an  und 
hält  die  Münze  für  verdächtig,  beides  ist  irrig.  —  Die 
schreitende  Pallas  auf  den  folgenden  Kupfermünzen 
hat  einen  ähnlichen  Helm,  vermuthlich  stellt  der  Kopf 
Pallas  dar.     Friedlaender.1 


t86 


Apulia 


M  k 


M  2 


JRl%-2ii 


All\-2% 


fc\\--lh 


&4-4k 


0,32 
oxvdirt 


0,78 
be- 
schädigt 


>,°3 


»,»3 


0,92 

oxydirt 


5,86 


KAi  über  einem  Stierkopfe 
von  vorn ,  von  dessen 
Hörnern  Tänien  herab- 
hängen. 

In  Rubi  kommt  derselbe  Typus  vor 


Leier    mit    schräger    Quer- 
leiste.     Fox  . 


Athenakopf  r.  (attischer 
Helm  mit  Busch),  mit  Ohr- 
gehänge, wie  es  scheint. 


KAI  über  dem  Löwen,  im 
Abschnitt  undeutliche 
Schriftspuren.  Herakles, 
mit  beiden  Beinen  r.  knie- 
end,  würgt  den  Löwen. 
Im  Felde  1.  Keule.  (724» 
in    the    Brit.    mus. ,    Italy, 


Vgl.   Cat.   of  greek   coins 
S.  1 32  Caelia  1. 

Athenakopf   r.    mit    Ohrge-    KAI  über  dem  Löwen,  im  Ab- 
gehangener attische  Helm        schnitt    XV,   sodass   viel- 


lst    mit    einer 
verziert. 


Scylla    (?) 


leicht  KAIAI  zu   lesen   ist. 

Derselbe  Typus.        (Fox). 
Vgl.  Garrucci  Taf.  XCV,  15  und  dazu  S.  118  oben. 
Diese  und   die  folgende  Münze   von   ziemlich  roher 
Arbeit. 


Ebenso. 


KAI    1.,  aufwärts  .    Herakles, 
mit  dem  r.Beine  r.knieend, 
würgt  den  Löwen.    Keine 
Keule  sichtbar.     (F'ox  . 
vr 


Athenakopf  r.  mit  Ohrge- 
hänge; der  attische  Helm 
ist  mit  einem  geflügelten 
Seepferd  (?)  verziert. 


///AI  ÄAI.i  Herakles,  mit 
beiden  Beinen  r.  knieend, 
würgt  den  Löwen.  Im 
Felde  1.  Keule.  Foxj 


Sextans 


Kopf  der  Athena  r.  mit 
langem,  in  der  Mitte  ge- 
knüpftem Haarzopf.  Auf 
dem  korinthischen  Helm 
(mit  Busch)  undeutliche 
Verzierung.  Darüber  •  • 
Perlkreis. 


Taf.  VIII,  119. 


KAIAI  N  ßN  Tropaeon 
1.,  bestehend  aus  I  leim, 
Rundschild  mit  Gorgcj 
neion,  wie  es  scheint1, 
Schwert  in  der  Scheide, 
Lanze  (schräg  nach  oben 
gerichtet) ,  Waffenrock, 
Beinschiene;  ausserdem 
grosser  Palmzweig.  L.  im 
leide  umgekehrte  Keule. 
Einfacher  Kreis.  <ii<»i. 
B.  Friedländer). 


Caelia 


8,2Q 


5,78 

5,16 


6,50 
4,96 
6,60 


5,45 
ab- 
genutzt 


Athenakopf  r.  korinthischer 
Helm  mit  Busch);  darüber 
•  •    Perlkreis. 


KAIAINvfbN    (r.,  abwärts). 


Katalog  Pfau  S.  22 


Tropaeon  r. (Helm,  Rund- 
schild, Schwert,  Lanze 
schräg  nach  unten  ge- 
richtet, Waffenrock).  L. 
und  r.  im  Felde  je  ein 
sechsstrahliger  Stern.  Ein- 
facher Kreis.  (Pfau.  3926). 
Gessner  num.  pop.  Taf.  XXVII 


Athenakopf  r.  mit  langem, 
in  der  Mitte  geknüpftem 
Haarzopf.  Auf  dem  ko- 
rinthischen Helm  (mit 
Busch  geringelte  Schlan- 
ge. Über  dem  Kopfe  •  • 
Perlkreis. 


KAIAINÜN  (r.,  abwärts). 
Tropaeon  1.  (Helm,  Rund- 
schild, Schwert  in  der 
Scheide,  Lanze  schräg 
nach  oben  gerichtet,  Waf- 
fenrock). Im  Felde  1.  ein 
Blitz;  zu  Seiten  des  Tro- 
paeonstammes  je  ein 
sechsstrahliger  Stern.  Ein- 
facher Kreis.  (B.  Fried- 
länder, 2  Ex.). 


Athenakopf  r.  mit  Ohrge-  KAIAIN/////  im  Abschnitt.  Ni- 
hänge  (korinthischer  Helm  '  ke,  1.  schreitend,  hält  mit 
mit  Busch);  darüber  ••,!  der  L.  ein  Tropaeon  ge- 
im  Felde  1.  K     Perlkreis.         schultert,  in  der  gesenkten 

R.  einen  Kranz.  Einfacher 
Kreis.     (9192.    Ohne  Be- 
zeichnung.    Fox). 
Taf.  VIII,  120. 

Ob   im  Abschnitt   mehr  als    KAIAIN    gestanden   hat, 
lässt  sich  auf  unseren  Exemplaren  nicht  erkennen. 
Die  Ks.  ist  von  besonders  unschöner  Zeichnung. 


Athenakopf  r.  (korinthischer 
Helm);  darüber  ••,  zwi- 
schen Hals  und  Helm- 
busch K     Perlkreis. 


Von  der  im  Abschnitt 
beginnenden  Aufschrift 
KAIAINHN  oder  KAIAEI- 
NI2N  sind  nur  noch 
schwache  Spuren  sicht- 
bar. Nike,  1.  laufend,  hält 
mit  der  L.  ein  Tropaeon 
geschultert,  in  der  vorge- 
streckten R.  einen  Kranz. 
(B.  Friedländer). 


88 


Apuli 


23 


24 


27 


JE4-4\ 

4-4^ 
4 
4 

4,7 l 

5,99 
5,28 

iE  4-4% 

5,53 

^E3W 

4,22 

^3^-4 

6,43 

^3 

2$ 

4,20 

3,75 

A'.i\-] 

3^0 

Die  nächstfolgenden  Stücke  mit  dem  Zeuskopfe  sine 
von  roher  Arbeit,  ebenso  die  uncia  n.  30  ff. 


Lorbeerbekränzter  Kopf  des 
Zeus  (?)  r. ;  dahinter  • 
und  K     Perl  kreis. 


Ebenso,   nur  ist  hier  das  K 
nicht   zu   sehen    (der  ge- 
ringen Erhaltung  wegen  ?). 
Taf.VIII,  121. 


KAI  AI    (r.,  abwärts)    NUJr 

1.,  abwärts  .  Athena  etwa 
vom  Rücken  gesehen),  1 
laufend,  hält  in  der  vor 
gestreckten  L.  den  Schild 
in  der  R.  die  Lanze.  Ih 
Helm  ist  hutförmig  um 
mit  doppeltem  Busch  ver 
sehen.  Einfacher  Kreis 
(5886.  Herrmann.  Ohm 
Bezeichnung.     Rauch  . 

KAIA!  NO.)N,   sonst  ebenso 
(B.  Friedländer). 


Uncia 


Athenakopf  r.  mit  langem 
(geknüpftem?)  Haar  im 
Nacken;  der  korinthische 
Helm  (mit  Busch)  ist  mit 
einer  geringelten  Schlange 
verziert.  Darüber  •  Perl- 
kreis. 


Athenakopf  r.  (korinthischer 
Helm  mit  Busch);    darü- 


ber 


Perlkreis. 


fcAIAINftN  (r.,  abwärts1 
Tropaeon  l.^Helm,  Rund- 
schild, Schwertscheide 
Lanze  schräg  nach  ober 
gerichtet,  Waffenrock  .  In 
Felde  1.  Blitz,  daruntei 
fünfstrahliger  Stern.  Ein- 
facher Kreis.  (Rauch" 


paeon 
schild, 
schräg 
richtet, 
Felde  1 


vor  einem  Tro- 
r.  Helm,  Rund- 
Schwert,  Lanze 
nach  unten  ge- 
WaffenrocK 
ein  Stern. 


Diese  Münze  ist  aussergewöhnlich  dick. 


Athenakopf  r.  korinthischer 
Helm  mit  Busch)  mit 
langem,  in  der  Mitte  ge- 
knüpftem Haarzopf.  Da- 
rüber •  ,  vor  dem  Halse  K 
Perlkreis. 

Athenakopf  r.  (korinthischer 
Helm  mit  Busch  ,  darüber 
• ,  vor  dem  Halse  scheint 
das  K  nicht  zu  sein. 


IAIAH  (1.,  abwärtsl  Adler 
mit  angelegten  Flügeln  1. 
auf  einem  Blitz  stehend: 
im  Felde  r.  zwei  achtstrah- 
lige  Sterne.  Perlkreis. 
(5887.     B.  Friedender1. 

A-J  ;1.,  abwärts)  vor  dem- 
selben Typus.  Im  Felde  r. 
zwei  achtstrahlige  Sterne. 
(B.  Friedländer). 


Caelia 


3>12 

JE1\ 

2,99 

&  3-3^ 

3,3* 

JE  23-3 

2,49 

2-3 

2,22 

2-4 

I>92 

JE  ih 

2,95 

2 

!,95 

1,78 

iE  2^-3 
2 

1,92 
1,64 

2 
2-2% 

2,07 
1,68 

2-2^ 

*,69 

Athenakopf  r.  korinthischer 
Helm  mit  Busch  ,  darüber 
•     Perikreis. 


IAIA>I   1.,  aufwärts  vor  dem- 
selben Typus.  Im  Felde  r. 
zwei  achtstrahlige  Sterne. 
Perlkreis.        (Peytrignet). 
Auf  dieser  wie  auf  der  folgenden  Münze  ist  das  K 
vor   dem  Halse   der  Athena  nicht  zu  sehen  und  dürfte 
auch  nicht  vorhanden  gewesen  sein. 


Ebenso. 


V,  A I A I  (1.,  abwärts  vor  dem- 
selben Typus;  im  Felde 
r.  zwei  Sterne.  VB.  Fried- 
länder). 


Lorbeerbekränzter  Kopf  des 
Zeus  (?]  r. ;   dahinter    ^ 
Perlkreis. 

Ähnlicher  Kopf  r.  Perlkreis. 


KAIAI 

Blitz 

NOON 
(Dannenberg  . 


Ebenso.      Einfacher    Kreis. 
(B.    Friedländer,     2     Ex. 
6713). 
Das  K  und  die  Werthkugel   scheinen  nicht  vorhan- 
den gewesen  zu  sein.    


Athenakopf  r.  korinthischer 
Helm  mit  Busch).  Perl- 
kreis. 


KAI  im  Felde  1.  Mann  1. 
mit  spitzem  Hut,  umge- 
schlagenem Mantel  und 
Stiefeln  hält  in  der  halb- 
erhobenen Rechten  einen 
Palmzweig.  Perlkreis. 
(B.  Friedländer.  Fox,2Ex.). 
Taf.VIII,  122. 

Es  ist  nicht  recht  klar,  ob  KAI  oder  nur  KA  zu  lesen 
ist;  das  scheinbare  I  könnte  nämlich  auch  als  Stiel  des 
Palm zweiges  aufgefasst  werden. 

Vgl.  Bull.  arch.  napol.  I  S.  130  und  Taf.VIII,  5.  Num. 
chron.  IV  (1841)  S.  127,  wo  die  Figur  als  Apollo  Silvanus 
bezeichnet  wird,  was  willkürlich  ist.  Cat.  of  greek  coins 
in  the  Brit.  mus.,  Italy,  S.  134,8.    Garrucci  S.  118,  31. 


Athenakopf  r.  (korinthischer    KAIAI    im    Abschnitt.      Die 
Helm      mit     Busch)     mit        Dioskuren  mit  eingelegten 


Ohrgehänge    (und    Hals- 
band?!.    Perlkreis. 


Lanzen  r.  sprengend.  Ein- 
facher Kreis.   (9193.    Fox. 
Rauch.       B.   Friedländer. 
Peytrignetl 
Auf  einem  Exemplar  steht  KAIAI 
Nur  auf  einem  Exemplar   ist  die   Stelle    über  den 
Dioskurenköpfen    ziemlich   gut  ausgeprägt   und   hier  ist 
von    den   Sternen,    welche   Garrucci   Taf.  XGV,  30  hat, 
nichts  zu  sehen. 


!()() 


Apulia 


E  2^-3 


i-4 


5-7 


4-4l 
4^-5 


^2-4 


2,36 


o,43 
0,38 

o,47 
0,40 


7,°3 
7,00 
6,15 


1,81 


Athenakopf  r.  (korinthischer 
Helm  mit  Busch)  mit  Hals- 
band und  langem,  in  der 
Mitte  geknüpftem  Haar- 
zopf.    Perlkreis. 


KAI   A    l[Nß]N      Drei    m 
den  convexen  Seiten  ein 
ander  zugekehrte  .Mond 
sicheln,    in    jeder    ein 
Einfacher  Kreis. 


Vgl.   Gat.   of  greek   coins   in   the    Brit.   mus.,    Itah 
S.  1 34,  7.     Garrucci  Taf.  XCV,  27. 


Canusium 


Zweihenklige  Vase  mit  ho-  |  K  A  ,  dazwischen  Leier  m: 
hem  Fuss,  1.  Füllhorn,  r.  |  drei  Saiten  und  schräge 
ein  kleines  einhenkliges  Querleiste,  1.  mit  einer 
Gefäss.  Bande  geschmückt.    440: 

4862.  B.  Friedländer.  Fox 
Auf  einem   Exemplar    ist  der  Querstrich   des   A   I 
tief  gestellt,  dass  es  wie  A  aussieht. 


Jugendlicher,     männlicher 
Kopf  1.  (Porträt?  . 


Taf.  VIII,  123. 


KANY£IN//y/  unter  einer 
mit  eingelegtem  Speer  1 
sprengenden  Reiter;  e 
ist  behelmt,  sonst  abei 
wie  es  scheint,  naeft 
5214.  Fox.  B.  Fried 
länder). 


Kopf  des  jugendlichen  He- 
rakles r.,  mit  dem  Löwen  - 
feil  bedeckt.     Perlkreis. 


•   Keule   • 
Z  senk-    * 
"'•   recht     !> 
Perlkreis. 

Ähnlich,  doch  mit  dem  Hermeskopf  auf  der  V 
die    bei    Minervini    osserv.    num.    Taf.  II,  8    abgebildet 
Münze,    vgl.  daselbst   S.  100.     Auf   dem    Sextans    ist    j 
der   Kopf  des    Hermes   recht   passend;    unser  Exempla 
ist  aber  vollkommen  erhalten   und  lässt   keinen  Z\ 
über  die  Darstellung. 


Canusium.    Hyrium 


I()I 


1,97 
1,81 
2,23 


1,83 
2,35 
2,44 
2,24 
2,11 


Lorbeerbekränzter  Kopf  des 

Zeus  r. 


Vgl.   Cat.   of  greek 
S.  13s  Canusium  14. 


KA,  dazwischen  umgekehrte 
Keule,  das  Ganze  in  einem 
Kranze.  (Fox.  B.  Fried- 
länder.    5854. 

coins   in    the   Brit.   mus.,    Italy, 


Ähnlicher  Kopf  r.   Perlkreis.    Umgekehrte  Keule  in  einem 

Kranze.     (7624 . 
Diese  schriftlose  Münze  ist  zwar  von  roherer  Arbeit 
als  die  vorhergehende,  ihr  aber  sonst  sehr  ähnlich  und 
dürfte  wohl  hierher  gehören. 


Die  Münzen  mit  römischen  Typen  mit  der  Aufschrift 
ROMA  und  den  Buchstaben  CA  oder  KA,  welche  man 
für  die  Bezeichnung  der  Münzstätte  Canusium  hält, 
s.  unter  Rom. 


Hyrium 


Über  Hyrium  vgl.  besonders  Garrucci  S.  109. 

Die  folgenden  kleinen  Kupfermünzen  hat  Fried- 
länder in  sehr  grosser  Menge  in  der  Sammlung  des 
Herrn  Onofrio  Bonghi  gesehen,  welcher  in  Lucera 
lange  gewohnt  hat. 


Kopf  der  Athena  r.  mit 
langem  Haar  im  Nacken, 
doppeltem  Halsband  und 
Perlenschnur.  Der  korin- 
thische Helm  (mit  Busch) 
ist  mit  einem  r.  rennen- 
den Greif  verziert.  Perl- 
kreis. 


YPIA 

Steuerruder 

Delphin  r.,   den  Kopf 

zurückwendend 

T|NnN 

Einfacher     Kreis.      (6003. 

7630.   Ohne  Bezeichnung. 

B.  Friedländer.     Fox.). 

Taf.  VIII,  124. 

Der    Helmschmuck    ist    nur    auf  dem    abgebildeten 
Exemplar  deutlich  erkennbar. 


192 


Apulia 


6-* 


*-5 


6.  7 


JE  1 


1-1* 


jE6£- 
6i; 


6 


^5 


1,07 
»,35 

°,93 


14,63 
14,64 

1345 
'5,92 
%3° 


12,42 

sehr  gut 

oxydirt 


9,7» 
10,86 


Lorbeerbekränzter  Kopf  des  Y  P I  A 

Zeus  r.     Perlkreis.  Blitz 

TINßN 
(7263.  7631.  Fox. 
Auf  der  Vs.  des  ersten  Exemplars  sind  hinter  dem 
Kopfe  die  Spuren  eines  kleinen  Symbols  zu  sehen,  viel- 
leicht eines  Dreizacks,  sodass  man  auch  an  Poseidon 
denken  könnte.  Die  Schrötlinge  der  beiden  anderen 
Exemplare  sind  so  klein,  dass  die  betreffende  Stelle 
nicht  ausgeprägt  ist. 

Vgl.  Avellino  opusc.  II  Taf.  5,  9. 


Luceria 


Das  aes  grave  von  Luceria  s.  oben  S.  26  ff.     Über  die 
Typen  von  Luceria  vgl.  besonders  Garrueci  S.  109. 

Quincunx 


Athenakopf  r.  (korinthischer 
Helm  mit  Busch),  darüber 
•  •  •  •  •     Perlkreis. 


LOVCERI  zwischen  den 
acht  Speichen  eines  Ra- 
des (ein  Zwischenraum 
ist  leer).  (4970.  Rühle 
von  Lilienstern.  Rauch. 
B.  Friedländer.     Fox  . 


Alle  fünf  Exemplare  etwas  abgenutzt. 


Triens 


Kopf  des  jugendlichen  He- 
rakles r.,  mit  dem  Löwen- 
fell bedeckt,  das  am  Halse 
zusammengeknüpft      ist; 


dahinter 


Perlkreis. 


Köcher  mit  Deckel  r. 

Keule  r. 

LOVCERI 

Bogen 

Einfacher  Kreis. 

Beger  th.  Br.  I,  317  . 


Taf.  VIII,  125. 

An  dem  Köcher  befindet  sich  ein  Band  mit  Schleife. 


Kopf  des  Poseidon  r. 
hinter    •     Perlkreis. 


Quadrans 

da-    LOVCERI    unter   einem   r. 
springenden    Delphin ; 
über  demselben  Dreizack 
(ohne  Schaft)  r.  Einfacher 
Kreis.    (7276.  Peytrignet). 


Luceria 


l93 


Mysk 

9,20 

JE4 

6,85 

7-5 

6,42 

oxydirt 

i  &3h 
\    «-4 

5,05 
ab- 
genutzt 
5,28 

£2^ 

3>ßl 

3,99 
3,38 

3,23 

3,94 

j-:  2 

2,33 

*, 

i,86 

.ti*-i\ 

2,05 

Ebenso. 


Derselbe  Tvpus,  doch  ist 
die  Schritt  wenig  kennt- 
lich und  steht  (wohl  nur 
scheinbar,  infolge  der 
Gorrosion)  auf  einem  er- 
habenen Streifen.    (7275). 


Sextans 


Weiblicher  bekränzter  Kopf 
r.  (Demeter?  mit  dem 
Schleier;        hinter      dem 


Halse 


Perlkreis. 


OVCERI  unter  einer  gro- 
ssen Fächermuschel.  Ein- 
facher Kreis.  (Rauch. 
Ohne  Bezeichnung.  5521). 


Von  den  drei  vorliegenden  Exemplaren  zeigt  eins 
die  Schrift  in  vollkommener  Erhaltung  in  der  hier  an- 
gegebenen Weise;  das  L  steht  links  neben  der  Muschel. 
Vgl.  Riccio  monete  di  Luceria  Taf.  III  et  3  n.  4. 


Ebenso. 


Sehr  kleine  Schrift. 


LOVCERi     (1.  abwärts). 
Grosse       Fächermuschel. 
Einfacher    Kreis.      (Ohne 
Bezeichnung.     Fox). 


Uncia 


Lorbeerbekränzter  Kopf  des 
Apollo  r. ;   dahinter  • 
Perlkreis. 


i~    Frosch    _ 

°  von  oben  ^ 

n  gesehen  m 
Einfacher  Kreis.        (6014. 
5560.  7274.  7848.  17954)- 


Kopf  der  Artemis  r.  mit  der 
Mondsichel  über  der  Stirn. 
Undeutlicher  Kreis. 


LOV  CERI  über  einer  gro- 
ssen Mondsichel.  Ein- 
facher Kreis.     (7279). 


LOVCERI,   sonst  ebenso. 
(Peytrignet . 

Das  L  ist  auch  hier  rechtwinklig,  aber  etwas  schräg 
gestellt    V  . 


Die    aneinander    geschobe-        V         "oben.    Diebeiden 


nen  Köpfe  der  Dioskuren 
r.  mit  spitzen,  bekränzten 
Hüten. 


Rosse  der  Dioskuren  r. 
rennend.  Einfacher  Kreis. 
(Peytrignet). 


Antike  Münzen.    Bd.  III,  1. 


13 


194 


Apulia 


24  |  JE  l4/r,  I     2,08 


w 


Die    aneinander    geschobe-    ////7VCER.I   über  den  beiden 
nen  Köpfe  der  Dioskuren        r.  rennenden  Rossen, 
r.  mit   spitzen    Hüten.  B.  Friedländer  . 

Perlkreis. 

Ob    die    Hüte    der   Dioskuren    bekränzt   waren,    ist 

nicht    zu    erkennen.      Die    Rosse    scheinen    auf    diesem 

Exemplar  gezäumt  zu  sein. 


Die    aneinander    geschobe-    Die  Rosse  der  Dioskuren  r. 

nen  Köpfe  der  Dioskuren        sprengend.     Im  Abschnitt 

r.    mit   spitzen    (bekränz-        !,•     (I7955)- 

ten?)  Hüten.  Im  Felde  1.  T 

Ob  über  den  Köpfen  der  Rosse  je  ein  Stern  ge- 
standen hat,  wie  auf  dem  bei  Riccio  mon.  di  Luceria 
Taf.  IV,  8  abgebildeten  Exemplar,  lässt  sich  nicht  ent- 
scheiden. 


Die (  Münzen  mit  der  Aufschrift  ROMA  mit  römischen  oder  nichtrö- 
mischen Typen  und  dem  Buchstaben  U,  als  deren  Prägestätte  Luceria  gilt, 
liegen  unter  Rom. 

Nur  die  Stücke  mit  nichtrömischen  Typen  mögen  hier  kurz  er- 
wähnt werden. 

Quinar  (1,97  Gr.):  Weiblicher  Kopf  mit  geflügeltem  phrygischen  Helm 
r. ;  unter  dem  Halse  U,  im  Felde  I.V.  —  Ks. :  ROMA  im  Ab- 
schnitt, umrahmt.  Die  Dioskuren  r.  sprengend. 
Dextans  (24,15  Gr.):  Weibl.  Kopf  r.  (wohl  Demeter  mit  Ährenkranz.  — 
Ks. :  Nike  im  r.  rennenden  Zwiegespann;  unter  den  Pferden 
ROMA,  im  Felde  oben  U,  im  Abschnitt  S...« 
Quincunx  (24,48  Gr.):  Lorbeerbekränzter  Kopf  des  Apollo  r.,  dahinter 
k  (also  wohl  V).  —  Ks. :  Die  Dioskuren  r.  sprengend;  unter  ^\cn 

Pferden  ROMA,  im  Abschnitt 

Sextans  7,30;  7,09;  6,84;  alle  nicht  gut  erhalten':  Athenakopf  r.  ko- 
rinthischer Helm  mit  Busch);  unter  dem  Halse  ••,  davor  U. — 
Ks. :  ROMA  im  Abschnitt.  Die  Dioskuren  r.  sprengend:  unter 
den  Pferden  T 
Uncia (4,48;  abgenutzt' :  Weiblicher  Kopf  mit  (geflügeltem  ?  phrygischen] 
Helm;  unter  dem  Halse  U,  im  Felde  1.  •  —  Ks. :  ROMA  im 
Abschnitt.  Einer  der  Dioskuren  r.  sprengend;  unter  dem  Pferde 
"!",  im  Felde  1.  • 

4,59;  abgenutzt1:  Vs.  ebenso.  —  Ks.:    Die  Schrift  im  Abschnitt 
erloschen.     Dioskur  r.  sprengend;  unter  den  Vorderbeinen  des 
Pferdes  ein  undeutlicher  Buchstabe    wohl  T  . 
4,25):   Vs.  ebenso  ;der  Helm  ist  geflügelt).     -    Ks.:  ROMA  über 
einer  prora  r. :  unten  • 


Mateolum 


r95 


JE3k-4 

3-3% 

3  ^ _  3 '» 
4 


4,44 

2,84 

etwas 

ab- 
genutzt 

ab- 
genutzt 

4,42 


M  a  t  e  o  1  u  m  ? 

[Millingen  hat  in  der  Sylloge  S.  15  die  erste  Münze 
zuerst  pubhciert,  er  sehlug  Natiolum  (Bisceglie  ,  Matinum 
am  Garganus)  und  Mateolum  (Matera    vor. 

Der  Typus  des  sitzenden  Löwen  kommt  in  Venusia 

vor,  also  in  der  Nähe  von  Venusia  werden  die  Münzen 

1  heimisch  sein,   jene  drei  Städte  sind  aber  weit  entfernt. 

Der  Fundort  würde  entscheiden,  ein  Exemplar  habe  ich 

in  Barletta  gekauft. 

Die  natürlichste  Lösung  des  Monogramms  ist  TMA 
oder  TAM. 

Die  letzte,  unedierte  Münze  hat  auf  der  Ks.  AP  in 
grossen  Buchstaben ,  so  dass  in  diesen  vielleicht  der 
Stadtname  steckt.     An  Arpi  darf  man  nicht  denken.    . 

Die  Zutheilung  Avellino's  nach  Gnathia  (Bull.  Na- 
pol.  I  130    beruht  auf  falscher  Lesung  des  Monogramms. 

Dass  dasselbe  Monogramm  auf  einer  Münze  von 
Neapolis  Campaniae  als  Beamten- Bezeichnung  vor- 
kommt, ist  Zufall    Mionnet  I  119,  189A     Friedlaender]. 

Sextans 
Athenakopfr.  korinthischer    Sitzender     Löwe     r. ,     den 
Helm  mit  Busch'  mit  lang        Kopf  nach  vorn  gewendet, 


über  den  Nacken  herab- 
hängendem Haar.  Darü- 
ber •  •     Perlkreis. 


JEiK-ik 


2,33 

2,73 
2,80 


hält  mit  der  linken  Vor- 
dertatze eine  Lanze  im 
Rachen,  deren  Schaft  ge- 
knickt ist.  Im  Felde  r.  T\A 
Einfacher  Kreis.        (74^3- 

T    r   TV  ,-  7627-    "FC*,    ^  EX.  . 

Tat.  IX,  120. 

Auf  dem  ersten  Exemplar  scheint  die  Athena  eine 
Perlenschnur  am  Halse  zu  tragen,  auf  dem  ersten  und 
dritten  vor  dem  Halse  eine  kleine  Mondsichel  zu  sein 
(oder  Haarlock 

Uncia 
Derselbe  Kopf.     Darüber    •    Der     farnesische     Herakles 
Perlkreis.                                      halb  r. ;    im  Felde  1.  das- 
selbe Monogramm.     Un- 
deutlicher Kreis.        7454. 
"    „  nT                                     Rauch.    B.  Friedränder). 
Taf.  IX,  127.  

Kopf   r.     lorbeerbekränzter    Zwei  rechtwinklig  gekreuzte 

Apollokopf ?  ;  vor  dem  Fackeln;  darüber  ein 
Halse  eine  Leier;  im  achtstrahligcr  Stern,  zu 
Felde  1.  TV\  Seiten  A  und  P    oder  B  ?  , 

unten  Blatt   oder   Blume. 

Taf.  IX,  „8,  28732)' 

Wahrscheinlich  gehört  diese  Münze  nicht  hierher; 
das  Monogramm  enthält  zwar  dieselben  Elemente  wie  das 
der  vorhergehenden  Münzen,  aber  in  anderer  Verbindung. 


igß 


Apulia 


I.  2 


3-4 


JE  4 

6,70 

4-413 

8,33 

&  3h 

3,84 

3% 

3>l4 

iE  3-3* 

3»  5  3 

nicht 

gut 

^  3-34 

4,61 

ab- 

genutzt 

iE  3 

ein 

Stück 

fehlt 

^3%"3% 

4,92 

Neapolis 
Über  die  Ubication  dieses  Neapolis  vgl.  Garrucci  S.  118. 


Epheubekränzter  Kopf  einer 
Bacchantin  r.;  am  Nacken 
der  Thvrsus.     Perlkreis. 


Ebenso,  doch  vor  dem  Halse 


Nl  (aufwärts). 


Ebenso,  doch  sind  die  bei- 
den Buchstaben  nicht  zu 
sehen  (der  mangelhaften 
Erhaltung  wegen?) 

Ebenso. 


NEAfl  unter  einer  grossen 
Traube,  welche  zwischen 
zwei  Weinblättern  hängt. 
Einfacher  Kreis.  (4999- 
Fox). 

NE  An,  derselbe  Typus.  Auf 

der  Traube  ist  ein  Herold- 
stab eingestempelt. 
(Rauch.     7649). 

NEA,  derselbe  Typus.  Auf 
der  Traube  ist  ein  Herold- 
stab eingestempelt.   (Fox  . 


NE  ATT  unter  einer  grossen, 
zwischen  zwei  Weinlaub- 
zweigen herabhängenden 
Weintraube.        Perlkreis. 


Ob  A  oder  A,  ist  unsicher. 


6714). 


Kopf  der  Demeter  r.  mit  I  NE  An  (1.,  abwärts).  Grosse 
Schleier  und  Ährenkranz,  Ähre;  ein  Heroldstab  ist 
wie  es  scheint.  Dahinter  auf  dieselbe  gestempelt. 
Nl  (abwärts  .  7()5°  • 


Kopf   der    Demeter    r.    mit 
Schleier  und  Ährenkranz 
(Ohrgehänge ,     vielleicht 
auch   Perlschnur .      Perl- 
kreis. 


NEAn  (r.,  aufwärts).  Grosse 
Ähre  mit  zwei  Blättern. 
Einfacher  Kreis.         Fox 


Neapolis.     Rubi 


I97 


iE  i-i\ 


10 


2-3 


JE  2 


JE  2 


/R  i%-3 


^Rli-2^       1,09 


M5 

ab- 
genutzt 


2,04 
ab- 
genutzt 


1,96 


1,04 


M 


1,02 


0,83 


Bekränzter  Kopf  der  Ar-  •:•■!;.■  An  1 ,  abwärts).  Köcher 
temis  r.,  am  Nacken  der  mit  seinem  Bande;  Bogen. 
Kücher.  (Peytrignet  . 

Vgl.  Fiorelli  monete  inedite  Taf.  II,  2  und  S.  11. 
[Ramus   mus.   reg.  Daniae  I  S.  113   Taf.  II,  15    theilt 
ein   unvollkommen   erhaltenes  Exemplar   der   Insel  Nea 
zu,  danach  hat  es  Mionnet  angeführt  (S.  II,  542).   Fried- 
laender]. 


Derselbe      Kopf,      wie      es 
scheint.     Perlkreis. 


50 


PQ 


0  £ 


Einfacher  Kreis.    (Rauch). 


Delphin  r. 


NEA 

Steuerruder  r. 

nOA 


[28676/21; 


Taf.  IX,  129. 

[In  den  Annali  dell'  Instituto  1833  S.  2^4  Nr.  12, 
Monumenti  I  Tafel  57, 12  ist  diese  Münze  von  Fontana  als 
Neapolis  Macedoniae  publiciert,  allein  die  Fabrik  und 
die  Ähnlichkeit  der  Kehrseite  mit  der  der  Münzen  von 
Hvrium  Apuliae  sprechen  dafür,  dass  sie  hierher  gehört. 
Friedlaender]. 

Vgl.  Sallet's  Zeitschr.  f.  Num.  VII  (1880)  S.  2. 


Rubastini  (Rubi) 
Vgl.  besonders  Garrucci  S. 


Athenakopf  r.  (korinthischer  PY  1.,  aufwärts).  Ähre  mit 
Helm  ohne  Busch)  mit  zwei  Blättern;  im  Felde  r. 
lang  über  den  Nacken  ein  Füllhorn  ohne  Früchte, 
herabhängendem  Haar.  (5894). 

Avellino  Rubastinorum  num.  catal.  Taf.  IL  1. 


Ebenso,  am  Kessel  des  Helms 
ein  achtstrahliger  Stern. 


Ebenso. 


PY  1.  im  Felde.  Ähre  mit 
zwei  Blättern;  im  Felde  r. 
ein  Füllhorn  ohne  Früchte. 
(28693.     B.  Friedländer). 


Taf.  IX,  130. 

Avellino  a.  a.  O.  Taf.  II,  2. 


Ebenso,  doch  ragen  aus  dem 
Füllhorn  einige  Spitzen 
hervor.     (Fox). 


i98 
5.6|iRi*-i* 


7     R  i%-2 


°>73 
oxydirt 

0,95 

oxvdirt 


.R   1 


0,94 

oxvdirt 
1,04 


Apulia 


Herakles  r.,  mit 
Beine     knieend. 


Athenakopf  r.;   der  attische    PY    oben) 
Helm  (mit  Busch)  ist  mit        dem     r.    . 

würgt  den  Löwen.    7402 
Fox'. 


einer  Scylla  verziert. 
Avellino  a.  a.  O.  Taf.  II,  9.  10. 


Ebenso. 


Ebenso. 


PY  (oben.  Herakles,  mit 
beiden  Beinen  r.  knieend, 
würgt  den  Löwen.  Hinter 
Herakles  sind  die  unteren 
Spitzen  von  zwei  (?)  nicht 
vollständig  ausgeprägten 
Buchstaben  sichtbar,  etwa 
£{?     (Fox). 


PY  (oben^.  Herakles,  mit 
dem  r.  Beine  r.  knieend, 
würgt  den  Löwen.  Hinter 
Herakles  31,  unter  der 
Gruppe  AAloY  (374  1875* 
Arditi). 

Auf  dem  zweiten  Exemplar  ist  unter  der  Gruppe 
nur  AAI/////  erhalten.  Das  bei  Garrucci  Taf.  XCIV,  24 
abgebildete  Exemplar  hat  den  Namen  im  Abschnitt    ?  . 

Wahrscheinlich  sind  die  drei  bei  Avellino  a.  a.  O. 
Taf.  II,  11  — 13  abgebildeten  Münzen  nur  unvollkommene 
Exemplare  dieses  Typus.  Avellino  S.  17  f.  glaubt  in 
dem  31  den  Namen  der  benachbarten  Stadt  Silvium  er- 
kennen zu  können;  vgl.  indessen  Garrucci  S.  115. 


/R  1 


0,41      Stierkopf    von    vorn;     von 


/R  1 


'3 


14    JR 


oxvdirt 

°,36 


0,52 

0,46 


0,42 


den      Hörnern       hängen 
Tänien  herab 


Avellino  a.  a.  O.  Taf.  I 


Ebenso. 


geflügelter 
P        Blitz,       Y 
senkrecht 
'7540.     Fox  . 


Ebenso,  nur  sind  die  Flügel 
weniger  vollständig  ange- 
geben, so  \?  (Peytrignet 
Fox). 


Leier    mit    etwas    schräger 
Querleiste. 


Taf.  IX. 


PY  über  einem  Stierkopl 
von  vorn ,  von  dessen 
Hörnern  Tänien  herab- 
i  ängen.      Fox  . 


Avellino  a.  a.  O.  Taf.  I,  6. 


Rubi 


99 


24- 

26 


30 


M  1 

o,43 

1 

0,41 
o,32 

•  K;-i 

0,46 

-•^4\-4' 
4-4^ 
41-5 

5,J9 
6,62 

8,27 

^4-4', 
4M* 

6,76 

",47 

5 

7,('4 
5,61 

[I,33 

3W 
3-3' 
4-4^ 

3>73 

4,i3 

4,81 

5,59 

Zweihenklige  Vase  mit  ho- 
hem Fuss  zwischen  Füll- 
horn (1.)  und  kleinem  Ge- 
fäss  mit  einem  Henkel  (r.). 
Im  Felde  A  A  A  über  dem 
Füllhorn,  A  über  dem 
kleinen  Gefäss). 


P  Y,  dazwischen  Leier  mit 
drei  Saiten  und  etwas 
schräger  Querleiste.  (Fox). 


Helioskopf  von  vorn,  von 
einem  grossen  Strahlen- 
kranz umgeben. 


Taf.  IX,  132. 


(7529- 


Ebenso. 


Peytrignet). 
A.A 


Vfr 


Fox  . 
Zuerst  bekannt  gemacht  durch  Avellino,  ad  Ioannem 
Jatta  de  argenteo  anecdoto  Rubastinorum  numo  epistola 
(Neapel  1844,  40).    Vgl.  Evans  im  Numism.  chronicle  1889 
S.84.  '        '  

Lorbeerbekränzter  Kopf  des  |  PY'f    (1.   im   Felde).     Adler 

mit  ausgebreiteten  Flügeln 
halb  1.  auf  dem  Blitz  ste- 
hend.    Einfacher    Kreis. 
(5928. 7 142.  B. Friedländer). 


Zeus 


Perlkreis. 


Avellino  a  a.  O.  Taf.  I,  1 

Derselbe  Kopf  r. ,    dahinter  I  Ebenso.     (Arditi. 
£     Perlkreis.  länder). 

Avellino  a.  a.  O.  Taf.  I,  2. 


B.  Fried- 


Derselbe  Kopf;  dahinter  0,    Ebenso 
davor  eine  kleine  Mond- 
sichel (so  gestellt  C  .  Perl- 
kreis. 


aber 


Taf.  IX,  133. 
Avellino   a.  a. 
besonders  die  Vs. 


O.  Taf.  I,  3. 


oben  über 
dem  einen  Flügel  des 
Adlers  eine  kleine  Mond- 
sichel. Einfacher  Kreis. 
(B.  Friedländer.  Rauch. 
Dannenberg). 

Von    roher  Arbeit, 


Bekränzter  Kopf  des  jugend- 
lichen Herakles  r.  Perl- 
kreis. 


0    r/^ 


■< 


Deckel 


das     Ganze     von     einem 

Kranze  umschlossen. 

Rauch.  7455.  Fox.  6000). 

Der    Köcher    hat    einen 

ist  mit  einem  Bande  versehen.    Auf  unseren 


Avellino  a.  a.  O.   Taf.  I,  4. 


200 


Apulia 


33" 
36 


37- 
4' 


42- 

44 


&  3-3i 
3-3^ 

3 
3-3% 


1  %- 1  % 

2 


2^-3 


3,79 
3,75 


2,67 

3,25 
2,98 


2,10 
1,60 
1,46 
2,10 
1,56 


2,7» 
2,48 
3,28 


Exemplaren  ist  nicht  klar,  welcher  Art  der  schmale 
Kranz  ist,  mit  welchem  der  etwas  porträthaft  behandelte 
Herakleskopf  geschmückt  ist. 


Ähnlicher  Kopf  r.  Perlkreis. 


p  n>  o  -*r 


in  einem  Kranze.     (6584. 

Prokesch). 

Von  roher  Arbeit,  namentlich  der  Kopf.  Auf  dem 
zweiten  Exemplar  scheint  unter  dem  Köcher  ein  kleiner 
runder  Gegenstand  zu  sein,  vielleicht  ein  Buchstabe 
(CD  ödere?).  


rpo  CE»E  (1.,  aufwärts).  Lor- 
beerbekränzter, bärtiger 
Kopf  (des  Zeus?)  r.  Perl- 
kreis. 


PY  (r.,  abwärts).     Stehende 
Frau  (von  vorn,  Kopf  1.), 
im  1.  Arm   das   Füllhorn, 
in   der  vorgestreckten  R. 
eine    Opferschale.      Ein- 
facher Kreis. 
(B.  Friedländer,    2  Ex. 
6665.  Fox). 
Taf.  IX,  134. 

Avellino  a.  a.  O.  Taf.  I,  7 — 9  mit  unrichtiger  Auf- 
schrift der  Vs.  Ebenso  giebt  Garrucci  Taf.  XCIV,  31 
und  S.  115,  31   die  Umschrift  unrichtig. 

Durch  zwei  unserer  Exemplare  wird  ausser  Zweifel 
gesetzt,  dass  zwischen  P  und  C  nicht  ein  Punct,  sondern 
ein  kleines  O  steht;  unklar  dagegen  bleibt  es,  ob  zwischen 
den  beiden  E  das  runde  Zeichen  Buchstabe  oder  Inter- 
punktion ist. 

Die  Angabe  Garrucci's,  dass  der  Kopf  »halbkahl« 
sei,  beruht  auf  einem  Irrthume;  auf  einigen  Exemplaren 
(eins  davon  auch  in  unserer  Sammlung!  ist  nämlich 
durch  eine  Stempelverletzung  der  obere  Theil  des  Kopfes 
nur  unvollkommen  ausgeprägt. 


Athenakopf  r.  (korinthischer    PYBA  r., abwärts;  Stehende 


Helm  mit  Busch)  mit  lang 
am  Nacken  herabhängen- 
dem Haar. 


Nike,  etwas  1.  gewendet, 
im  1.  Arm  einen  Palm- 
zweig, in  der  vorgestreck- 
ten  R.    eine    Opferschale. 

7265.     8168.      B.   Fried? 

ander,  2  Ex.     Fox  . 


Avellino  a.  a.  O.  Taf.  II,  8 
Ebenso. 


Avellino 


PYY    r.,  abwärts).    Derselbe 
Typus.         Rauch.        Pev- 
trignet.     Fox  . 
O.  Taf.  II,  6.  ' 


Salapia 


20 


JE  i\- 
3 
3 


JE  4-5 

3lr4 


JF.  3\ 


4      fc4h 


2,58 
2,70 
4,46 
3,43 


7,43 

7,12 


5,87 


Athenakopf r.  korinthischer 
Helm  mit  Busch»  mit 
langem  Haar  im  Nacken; 
darüber  |C  Perlkreis  (nur 
auf  dem  ersten  Exemplar 
sichtbar). 


PYBACTEIN^  N  (L,  auf- 
wärts). Eule  mit  angeleg- 
ten Flügeln  halb  r.  (Kopf 
von  vorn),  auf  einem  Öl- 
zweig stehend.  Im  Felde 
r.  AI  Einfacher  Kreis  (nur 
auf  dem  ersten  Ex.  sicht- 
bar). (B.  Friedender,  2  Ex. 
Fox.     Peytrignet). 


Avellino  a.  a.  O.  Taf.  II,  10. 


Salapia 
Vgl.  besonders  Garrucci  S.  113. 


AOMYAAR  hinter  und  über 
einem  r.  schreitenden 
Pferde. 


Delphin  r. ;  darüber  (bei  dem 
Schweif)  O /////,  darunter 
////A/V/V        (Rauch.     7628). 


Beide  Exemplare  sind  nur  unvollkommen  erhalten, 
sodass  sich  nicht  entscheiden  lässt,  ob  die  Aufschrift  der 
Vs.  vollständig  ist.  Das  erste  ist  abgebildet  und  be- 
sprochen in  Köhne's  Zeitschr.  f.  Münzkunde  II  (1842) 
S.  9  f.  und  Taf.  II,  2. 

Vgl.  Fiorelli  cat.  d.  mus.  Nazionale  di  Napoli  (coli. 
Santangelo)  S.  22  n.  2051. 

R.  schreitendes  Pferd.    Da-    Delphin     r.;     darunter 
rüber    (beim    Ansatz    des       XENTE////     (Fox). 
Schweifes)  WD.,   zwischen 
den  Beinen  Nß  N 

Mangelhaftes   Exemplar.     Vgl.    Cat.    of  greek   coins 

in  the  Brit.  mus.,  Italy,  S.  144,  Salapia  4;  abgebildet  bei 

Garrucci  Taf.  XGIII,  31. 


Delphin  1. ;  darüber//////-.  Wll\ 
darunter   ///tf/VAAM///// 
(7629). 


R.  schreitendes  Pferd.  Da- 
rüber verwischte  Schrift- 
spuren :'V  ;  zwischen 
den  Beinen  vielleicht 
N  f'i  M 

Mangelhaft  erhalten.    Vgl.  Cat.  of  greek  coins  in  the 

Brit.  mus.,  Italy,  S.  144,  Salapia  6.    Garrucci  Taf. XGIII,  33. 


202 


Apulia 


iE  4 


JE  4-4% 


JE2\-2> 


8.g    JE  2\ 


43<~5 


'3 


5,44 


6,80 


3>°6 


3>°2 
3,56 


7,10 
7,43 


ab- 
genutzt 


R.  schreitendes  Pferd.  Da- 
rüber Af'll,  unter  dem 
Bauche  A 


Delphin  1.;  darunter  iAAA/^ 
Fox  . 


Vgl.  Gat.  of  greek  coins  in  the  ßrit.  mus.,  Italv,  S.  14 
Salapia  6. 


R.  schreitendes  Pferd.  Da- 
rüber in  schräger  Zeile 
AAIOv,  unter  dem  Bau- 
che A 


Delphin  1.;  darunter  f AAAAA 
über  dem  Kopfe  sind  ei 
nige  Schriftspuren  [M 
runter  X,  wie  es  scheint 
6012). 


fAONAiriA        (in    einer   ge-    Delphin  r.  Perlkreis.    745 

krümmten     Zeile)     unter 

einem  Delphin  r. 
Vgl.  Fiorelli  cat.  d.  mus.  Nazionale  (coli.  Santangej 
S.  23  n.  2059,  und  wohl  auch  Garrucci  Taf.  XGII!. 

'////U/VUV/////      unter      einem  j  Delphin  r.     Perlkreis. 
Delphin  r.  (Peytrignet,  2  Ex.  . 

Auf  beiden,  übrigens  mangelhaft  erhaltenen  Fxem 
plaren  sieht  der  vorletzte  Buchstabe  in  der  richtige 
Stellung  fast  wie  N  aus  (ob  nur  zufällig?'.  Vgl.  Garruä 
Taf.  XCI11,  39  mit  vollständiger  Aufschrift  WVAPNß 

[Ein    Exemplar    bei    Avellino    Italiae    vet.    numisn 
S.  103  n.  15;  danach  bei  Mionnet  S.  I  S.  267,  4-7,  wo  dj 
crassiusculus,    welches  Avellino  von  der  Münze 
irrig  auf  den  Delphin  bezogen  wird.     Friedlaende 


ZAAAPINftN  (r.,  abwärts). 
Bekränzter  Apollokopf  r., 
am  Nacken  der  Köcher. 


nYAAoY  unter  dem  Bauch 
eines  r.  sprengenden  Pfer 
des;  darüber  ein  Dreizac 
r.  liegend.  1  1880.  Fo: 
B.  Friedländer). 
Taf.  IX,  135. 

Auf  zwei  Exemplaren  hat  das  erste  Y  im  Namen  de 
Ks.  die  Form  Y 

Der  Kranz  des  Apollo  ist  eigentümlich  gebildei 
er  erscheint  auf  unseren,  freilich  nicht  vollkommene 
Exemplaren  nur  als  eine  Reihe  von  aufwärts  geriel 
spitzen  Blättern  oder  vielmehr  Zacken.  Garrucci  S.  1  1 
oben  bezeichnet  den  Kopf  als  'testa  giovanile  coronaj 
di  canna  palustre'  und  hat  den  Kücher  ganz  Übersehei 


EAAAPINÜH,    sonst   ebenso. 


Ebenso  die  Schrift  fast  gan 
erloschen,  man  sieht  ehe 
noch  Spuren  von  .  AoY 
(7*7*  ■ 


Salapia 


203 


14.  .v:  45,-5 

!'.-5 


7>3° 
4,82 
beschä- 
digt 


i-",.    JEtf 


|S  -1' 4' 


JE  \ 


5,33 

ab- 
genutzt 

6,77 

nicht 
gut 

5,74 


',81 


20. 
21 


2,90 

3>'9 


^AAAni;\f.n.///  vor  einem 
ähnlichen  Kopfe  r.  mit 
einem  aus  spitzen  Blät- 
tern bestehenden  Diadem 
oder  Kranze. 


unter    dem    Leibe 


TPftAA 
NTIOY 

eines  r.  sprengenden  Pfer- 
des;   darüber  Palmzweig. 
(7391.     Rauch). 
Es  ist  nicht  unmöglich,  dass  die  Aufschrift  der  Vs. 

auf  dem  besseren  Exemplar  *AÄAIFlN-n./////  lautet. 

Auf  dem  einen  Exemplar  ist  die  Aufschrift  der  Ks. 

gänzlich   verloren;    das   andere   hat  den   Namen    in   der 

angegebenen  Weise,  während  Friedländer  (im  Manuscript, 

TR.QAA 

NTI  OZ)   darauf  las-    ^m  gleiches  Exemplar  bei  Minervini 

osserv.  num.  Taf.  I,  10. 


Vereinzelte  Schriftspuren 
[ZAAAniN.QN]  vor  dem 
lorbeerbekränzten  Kopfe 
des  Zeus  r. 


[£AAAn]INftN  (aufwärts1 
vor  demselben  Kopfe  1.; 
dahinter  Blitz.    Perlkreis. 


TTAftTIOY     im     Abschnitt. 
Eber  r.  rennend;  darüber 
ein  Kranz. 
(B.  Friedländer.     1245). 

riYAAoY  im  Abschnitt.  Eber 
r.  rennend;  darüber  Drei- 
zack r.  liegend.  (Gans- 
auge). 


LorbeerbekrUnzter  Kopf  des 
Zeus  1.  Perlkreis,  wie  es 
scheint. 

Taf.  IX,  136. 


Pferd  1.  sprengend,  darüber 
siebenstrahliger     Stern; 
unter  dem  Pferde  I~A1 

(5416). 


Ebenso.     Perlkreis  (nur  auf 
einem  Exemplar  sichtbar  . 


Ebenso,  doch  hat  der  Stern 
sechs  Strahlen  und  das 
Monogramm  ist  r^l  (auf 
dem  einen  Exemplar  Vtt). 
(6793.  B.  Friedländer;. 
[Ob  diese  Münzen  hierher  gehören,  ist  fraglich. 
Mionnet  S.  I  S.  269,  487  hat  eine  ähnliche.  An  Panormus 
darf  man  nicht  denken ;  eher  vielleicht  an  Cyrenaica,  wo 
Müller  Africa  I  S.  89  und  95  aber  nur  andere  hat.  Fried- 
laenderI. 


204 


Apulia 


^3 


JR4\-4\ 


M 


-OD 


nicht 
gut 


7,l3 


45,40 


£AA AH  I  N  A.i/1  (abwärts)  vor 
einem  jugendlichen  Sa- 
tyrkopf' r.;  am  Nacken, 
wie  es  scheint,  das  pedum. 


Vogel  r.,  wie  es  scheint,  au 
einer  kleinen   Basi 
pitell?)  stehend;  im  Feld 
1.  Spuren   eines  Zweiges 
(28764). 
Vgl.  Garrucci  Taf.  XCIII,  37. 


Teate  (Teanum  Apulum) 

Über  die  Namensformen  Teate  und  Teanum  vgl 
Mommsen  im  Corpus  inscr.  Lat.  IX  S.  6j\  die  Münzei 
haben  nur  WVITRIIT  (vgl.  Friedender  osk.  Münzei 
S.49,  1)  und  TIATI. 


Weiblicher  Kopf  1.  mit  Ohr- 
gehänge und  einem  brei- 
ten Band  im  Haar. 


Nackter  Knabe  r.  reitend 
Er  hat  im  Haar  ein« 
Binde,  deren  Enden  ai 
seinem  Nacken  sichtba 
sind,  und  hält  mit  de 
R.  einen  Kranz  der  nu 
als  Zweig  erscheint  übe 
seines  Rosses  Kopf.  Hinte 
dem  Rücken  des  Knabei 
TIA,  zwischen  den  Vor- 
derbeinen des  Pferdes  T 
(also  TIATI);  im  Felde  r 
A,  unter  dem  Bauche  de: 
Pferdes  ein  Delphin  r 
(6658  . 
Taf.  IX,  137. 

Die  Typen  dieser  Münze  sind  eine  etwas  rohe  Wieder- 
holung der  späteren  tarentiner  Didrachmen  mit  Jen 
Frauenkopfe. 

Vgl.  Friedländer    osk.  Münzen  S.  40,  2   und  Taf. 
Teate  2.     Garrucci  Taf.  XCII,  2. 


Vl 


Bekränzter  Kopf  des  Zeus  r. 
Perlkreis. 


Nu  mm  us 

Tl  ATI    1.,  aufwärts.    Adlei 
mit  ausgebreiteten  Flügelr 
r.    [auf  einem   Blitz    ste- 
hend]. Im  Felde  r.  N 
facher  Kreis.  10 

Der  Kranz  des  Zeuskopfes   ist   nicht  recht  deutlich 
wird    aber    wohl,    wie    auf    der    folgenden    Münze. 
Eichenkranz  sein. 

Über  das  N  vgl.  Friedländer  a.  a.  0.  S.  50. 


Teate 


205 


JE  9 

20,21 

20,54 

beide 
voll- 
kommen 

S! 

!5,33 

H,34 
ab- 
genutzt 

äE6£-6| 

15,62 

■v-  7h 

2i,47 

m\-7\ 

n,4' 

JE  6i-7 
6|-7 

20,77 

14,12 

Eichenbekränzter  Kopf  des 
Zeus  r.     Perlkreis. 


TIATI  (r.,  abwärts).  Adler 
mit  ausgespannten  Flügeln 
halb  r.  auf  einem  Blitz 
stehend.  Im  Felde  r.  N 
mit  darüber  befindlichem 
achtstrahligen  Stern.  Ein- 
facher Kreis.  (7246.  Fox). 
Taf.  IX,  138. 

Vgl.  Friedländer  osk.  Münzen  S.  50,  4  und  Taf.  VII, 
Teate  4,  wo  der  Zeuskopf  irrig  als  lorbeerbekränzt  be- 
zeichnet und  abgebildet  wird ;  ebenso  bei  Garrucci 
Taf.  XCII,  11. 


Quincunx 


Kopf  der  Athena  (korin- 
thischer Helm  mit  Busch) 
r.  mit  Ohrgehänge  und 
lang  über  den  Nacken 
herabhängendem  Haar. 
Darüber  •  •  •  •  •  Perl- 
kreis. 


TIATI  aufwärts!  hinter  einer 
Eule,  die  mit  angelegten 
Flügeln  halb  r.  Kopf  von 
vom)  auf  einem  korin- 
thischen Gapitell  steht. 
Im  Felde  r.  achtstrahliger 


Stern  und 


Einfacher 


Kreis.     (4975.     Biron). 
Vgl.  Friedländer  a.  a.  O.  S.  51,  5  und  Taf.  VII,  Teate  5. 


Ebenso,  doch  befindet  sich 
auf  dem  Helm   eine   un- 
deutliche  Verzierung. 
Perlkreis  nicht  sichtbar. 

Kopf  der  Athena  (korinthi- 
scher Helm  mit  Busch  r. 
mit  Ohrgehänge,  Halsband 
und  lang  am  Nacken 
herabhängendem  Haar.  I 
Unter  dem  Halse  eine  | 
kleine  Kugel.      Perlkreis.  | 

Ebenso;  die  kleine  Kugel 
unter  dem  Halse  ist  auch 
hier  vorhanden,  wenn 
auch  weniger  deutlich. 


7    Athenakopf  r.    korinthischer 
Helm  mit  Busch).     Perl- 


kreis   nur  auf  einem  Ex 
sichtbar). 

Vgl.  Friedländer  a.  a.  O.  S.  51, 


Ebenso,  doch  statt  des  Sterns 
eine  Mondsichel.      (Fox). 


[T]IATI  (aufwärts)  hinter 
einer  Eule,  welche  mit 
angelegten  Flügeln  halb  r. 

Kopf  von  vorn»  auf  einem 
Stabe   steht.     Darunter 
[••]•••     Einfacher  Kreis. 

Fox  . 

TIATI,  sonst  ebenso  (hier 
•     (1329)- 


Ebenso.   Beger  thes.Pal.r 
th.  Br.  I,  316.     1543  . 


und  Taf.  VII ,  Teate  6. 


20Ö 


Apuli 


IQ 


JE5±-6 

8,76 

ab- 
genutzt 

JEsh-6 

5^-6 

11 ,63 
»3,30 

«4*-4% 

4k 

5,6l 
etwas 
ab- 
gerieben 
5,60 

4 

7,47 
0,04 

ab- 
gerieben 
6,23 

ab- 
genutzt 

^4%-5 

6, 1 2 

6,90 

iE  3 

etwas 
beschä- 
digt 

Triens 
Athenakopf  r.  (korinthischer    TIATI   aufwärts)  hinter  einei 
Perl-        Eule,    welche   mit    ange- 


Helm  mit  Busch). 

kreis. 


legten     Flügeln     halb     r 
(Kopf  von  vorn   auf" einen 
Stabe  steht.     Darunter 
•  •••,  im  Felde  r.  K    Ein- 
facher Kreis.     (17941).    I 
Vgl.  Friedländer  a.  a.  O.  S.  51,  7. 

Quadrans 

Athenakopf  r.  (korinthischer  1  TIATI  hinter  derselben  Eule 

Einfachei 
1330). 


Helm     mit     Busch)     mit        Unten 
langem,  in  der  Mitte  ge-        Kreis.     (7249. 
knüpftem  Haarzopf. 

Vgl.  Friedländer  a.  a.  O.  S.  51,  8  und  Taf.  VII,  Teate  8 


Athenakopf  r.  (korinthischer 
Helm  mit  Busch  .  Perl- 
kreis. 


TIATI  hinter  derselben  Eule 
welche  auf  einem  Stabe 
steht,  der  r.  mit  einen: 
Zweige  verbunden  ist 
Darunter  •••  Einfachei 
Kreis.  (B.  Friedländer 
17940. 


Sexta  ns 

TIATI  hinter  derselben  Eule. 
welche  auf  einem  kurzen 
Stabe  steht.  Darunter  •• 
Einfacher  Kreis. 
7250.  Rauch  . 
Auf  dem  dritten  Ex.  Spuren  eines  älteren  Gepräges. 
Vgl.  Friedländer  a.  a.  O.  S.  52,  9  und  Taf.  VI  I ,    Teate  9. 


Athenakopf  r.  (korinthischer 
Helm  mit  Busch)  mit 
langem,  in  der  Mitte  ge- 
knüpftem Haarzopf.  Perl- 
kreis. 


Athenakopf  r.  (korinthischer 

Helm  mit  Busch  .      Perl- 


TIATI  hinter  derselben  Eule, 
welche  auf  einem  kurzen 
Stabe  steht.  Unten  •  •  . 
im  Felde  r.  X  Einfacher 
Kreis.  B.  Friedländer, 

2  I 
Vgl.  Friedländer  a.a.O.  S.  52,  10  und  Taf.  VII,  Teate  10. 
Garrucci  S.  108,  15 — 16  sieht  in  dem  Buchstaben  $    grie- 
chisches Sigma    die  Bezeichnung  des  Sextans. 

Uncia 
Athenakopf  r.   korinthischer    TIATI  hinter  derselben  ! 
Helm  mit  Busch  .      Perl-        welche  auf  einem  kurzen 
kreis.  Stabe  steht.  Unten  »   Ein- 

facher Kreis.      (B.  Fried- 
länder). 
Vgl.  Friedländer  a.  a.  O.  S.  52, 1 1  und  Taf.  VII,  Teate  1 1 . 


Teate 


207 


6,60 
ab- 
genutzt 


Uncia? 


4,35 

ab- 
genutzt 


n>73 
gut 

10,75 

oxydirt 


"3,55 


745 
6,35 

etwas 

ab- 
genutzt 


Tl      ATI      Dieselbe  Eule. 
Peytrignet . 


Athenakopf     r.      mit     dem 

attischen      Helm       mit 

Busch).     Perlkreis. 

Vgl.  Friedländer  a.  a.  O.  S.  53,  12    und  Taf.  VII,  12 
(Aufschrift  unvollständig). 


Ebenso. 


Tl     [ 

e 

sehen' 


r]    Ebenso  (worauf 


die  Eule  steht,  ist  nicht  zu 
Fox). 


Triens 


Kopf  des  bärtigen  Herakles 
r.  mit  dem  Löwenfell  be- 
deckt, das  am  Halse  ge- 
knüpft ist.     Perlkreis. 


Taf.  IX,  139. 

Vgl.  Friedländer  a.  a.  O. 


Ebenso.        Perlkreis 
sichtbar. 


Vgl.  Friedländer 


nicht 


(.). 


TIATI  oben).  Löwer.;  da- 
rüber r.  liegende  Keule 
(über  der  Keule  die  Auf- 
schrift), unter  dem  Bauche 
des  Löwen  neunstrahliger 
Stern.  Im  Abschnitt  •••• 
(7248.     Fox). 


S.  53,  13  und  Taf.  VII,  13. 


TIATI  (oben).  Löwe  r.;  da- 
rüber r.  liegende  Keule 
und  Mondsichel  die  Auf- 
schrift über  der  Keule). 
Im  Abschnitt  •  •  •  •  Un- 
deutlicher Kreis.      (7633). 

S.  53»  »3- 


Quadrans 


Lorbeerbekränzter  Kopf  des  TIATI  (1.  oben.  Poseidon 
Poseidon  Zeus?  r.  Perl-  j  (Taras?),  bärtig,  auf  einem 
kreis.  Delphin    1.   reitend    ^der 

sitzend?  ,  hält  mit  der  L. 
den  Dreizack,  in  der  aus- 
gestreckten R.  ein  zwei- 
henkliges Gefäss.  Unter 
dem  Delphin  •  •  •  Ein- 
facher Kreis.  (7632.  7247  . 
Vgl.  Friedländer  a.  a.  O.  S.  53,  14  und  Taf.  VII,  14. 


208 


Apulia 


2-3 


4-5 


JE  6-6\ 

!3>96 

ab- 

genutzt 

&  b'bk 

12,4s 

b\ 

IO,ÖO 

be- 

schädigt 

1    iE  4 

6,5* 

4-44 

4,92 

iE  2^ 

2,8  I 

1%: 

•,75 

Ve  n  u s  i  a 

Das  aes  grave  von  Venusia  s.  oben  S.  28. 
Über  Venusia  vgl.  besonders  Garrucci  S.  114. 
Die  Münzen  sind  nach  dem  Styl  geordnet,  welch 
das  Gewicht  entspricht. 

Erste  Reihe:    Trientalfuss 


Quadrans 


1 3,96    Lorbeerbekränzter  Kopf  des 


Zeus  1.;  darunter  \£",  da- 
hinter 


Drei  mit  den  convexen  Sei- 
ten   einander  berührende 
Mondsicheln,  in  jeder  ein 
grosser        zwölfstrahliger 
Stern.     (Rauch). 
Die  Exemplare  bei  Carelli  Taf.  LXXXIX,  6,  Garrucci 
Taf.  XCIV,  12  und  Cat.  of  greek  coins  in  the  Brit.  mus.. 
Italy,  S.  150,  12  haben  das  \£  nicht. 


Athenakopf  r.  (korinthischer 
Helm  mit  Busch)  mit 
langem  Haar  im  Nacken; 
darüber  •  • 


Sextans 

\E  zwischen 


zwei  nach  un- 
ten gerichteten  Delphinen 
(7256-     7I56)- 


Uncia 

Brustbild  des  jugendlichen 
Herakles  r.  mit  dem  Lö- 
wenfell bedeckt;  er  hält 
mit  der  R.  die  Keule  ge- 
schultert (der  ganze  r.  Arm 
ist  dargestellt).  Im  Felde 
r.  •  Perlkreis. 
Taf.  IX,  140. 
Der  Typus  der  Ks.  rindet  sich  ähnlich  auf  der  Mü 

von  Mateolum  (?)  S.  195  n.  1 — 4. 


\E  vor  einem  1.  sitzender 
Löwen  (Kopf  von  vorn), 
der  mit  der  r.  Vorder- 
tatze eine  Lanze  im  Ra- 
chen hält.  Einfacher  Kreis, 
wie  es  scheint. 
Fox. 


Semuncia 


Eberkopf  1.,  darüber  S  Perl- 
kreis. 


Eule  mit  angelegten  Flügclr 
halb  r.  Kopf  von  vorn  au 
einem  Ölzweig  stehend 
im  Felde  1.  \E  Einfach« 
Kreis.      7260.     Fox  . 


Vgl.  Garrucci  Taf.  XCIV,  20. 


Venusia 


209 


Zweite  Reihe:    Zweiunzen-  und  Unzenfuss 
Doppelas 


JE 
io^-i 1 


42,52 


Die  Dioskuren  (Spitzhüte, 
flatternde  Mäntel)  mit  ein- 
gelegten Lanzen  r.  spren- 
gend. Unter  den  Pferden 
G-A-Q  Einfacher  Kreis. 
(Fox). 


Brustbild  des  jugendlichen 
Herakles  r.  mit  dem  Lö- 
wenfell bedeckt;  er  hält 
mit  der  R.  die  Keule  ge- 
schultert (der  ganze  r.  Arm 
ist  dargestellt).  Im  Felde 
1.  \£,  r.  N  •  If     Perlkreis. 

Auf  der  Vs.  stand  N-Il,  d.  h.  nummi  II;  vgl.  Garrucci 
Taf.  XCIV,  8.  Der  erste  Buchstabe  auf  der  Ks.  ist  auf 
unserem  Exemplar  sicher  G  (Garrucci  a.  a.  O.  giebt  C), 
obwohl  er  durch  einen  eingeschlagenen  undeutlichen 
Gegenstempel  verletzt  wurde. 


As 


9.  .^9^-10     29,0     Kopf  des  Dionysos   r.    mit  |  Dionysos  (?),    1.   auf  einem 


9h 


29,96 


Epheu  und  Bändern   be 
kränzt;  dahinter  \£    Perl 
kreis  (nur  auf  dem  ersten 
Exemplar  sichtbar). 


Felsblock  sitzend  (derselbe 
ist  nach  Art  eines  Sessels 
profilirt) ,  mit  kurzem  Ge- 
wände und  mit  Stiefeln, 
hält  in  der  L.  den  mit 
Bändern  geschmückten 
Thyrsus,    in    der  vorge- 


Antike  Münzen.    Bd.  III 


»4 


210 


Apulia 


12- 
»4 


«5- 

■7 


21 


jE8 


streckten  R.  eine  grosse 
Traube.  Im  Felde  r.  N*l 
(aufwärts).  EinfacherKreis. 
(5154.     Fox. 

Die  von  Garrucci  S.  114,  9-10  gegebene  Beschreibung 
enthält  mancherlei  Unrichtigkeiten;  richtig  scheint  aber 
zu  sein,  dass  die  sitzende  Figur  den  rechten  P\iss  auf 
einen  Stein  stützt. 


22,0 

am 
Rande 
beschä- 
digt 


JE7k-8 
7h 
7 


JE  5-5* 

5h~6 

6 


JE  6% 
6-6\ 

M 


I2>5 
!3>33 

oxydirt 


6,21 
4,50 

5>»? 

oxydirt 


11,67 

9>95 
7,10 

ab- 
genutzt 

9^6 


Derselbe  Kopf,  doch  ist  der 
Epheukranz  anders  be- 
handelt; dahinter  \E 


Ebenso;  Dionysos  scheint 
mit  dem  Epheukranz  ge- 
schmückt zu  sein.  Der 
Felsblock  ist  hier  sehr 
deutlich,  aber  nicht  pro- 
filirt.     (Fox). 


Quincunx 


15,61    Lorbeerbekränzter  Kopf  des 


Zeusl.;  dahinter  •    Perl- 
kreis. 
Taf.  IX,  141. 


Adler  mit  ausgebreiteten 
Flügeln  halb  1.  auf  einem 
Blitz  stehend;  davor  ^fi 
Einfacher  Kreis.  (7613. 
Fox.     B.  Friedländer  . 


Quadrans 


Kopf  (fast  Brustbild)  der 
Hera  1.  mit  Diadem  und 
Ohrgehänge,  das  Hinter- 
haupt verschleiert.  Vor 
dem  Halse  \f,  im  Felde  r. 
Perlkreis,  wie  es 
scheint. 

Taf.  IX,  142. 


Um  einen  Punkt  drei  mit  den 
convexen  Seiten  einander 
zugekehrte  Mondsicheln, 
in  jeder  ein  grosser  zwölf- 
strahliger  Stern.  Ein- 
facher Kreis.  00 10. 
B.  Friedländer.     Fox). 


Ebenso.     (28035.     B.  Fried- 
länder.    17060.     7259). 


Ebenso,     nur     scheint    das 

Ohrgehänge  zu  fehlen  und 

das  Diadem  ist  undeutlich. 

Perlkreis. 

Die   beiden    letzten   Exemplare    haben    auf  der   Ks 
Spuren  von  Verprägung  (oder  Umprägung?). 


Venusia 


211 


22- 

.K  4-5 

5-5' 

4' 

4*  -4* 

4*  "4* 

LE44-5J 


3^ 


5,4o 

voll- 
kom- 
men 
4,80 
5,40 
5,38 

5,9° 

etwas 
ab- 
genutzt 

4,96 


2Ö7 
2,68 


Sextans 


Athenakopf  1.  (korinthischer 

Helm  mit  Busch)  mit  lang 
am  Nacken  herabwallen- 
dem Haar.  Oben  •  •  Perl- 
kreis. 


Eule  mit  angelegten  Flügeln 
halb  1.  auf  einem  Palm- 
zweig stehend  (Kopf  von 
vorn).  Im  Felder. NE  Ein- 
facher Kreis.  (7258.  7620. 
B.  Friedländer.  Fox. 

Rauch). 

Auf  einigen  Exemplaren  scheint  Athena  Ohrgehänge 
zu  tragen. 

Ebenso.  |  Ebenso.     (Rauch). 

Dieses  Exemplar  ist  auf  einen  römischen  Triens- 
geprägt.  Man  sieht  unter  der  prora  nur  zufällig  nicht 
mehr  als  eine  Kugel;  allein  das  lange,  zusammengebun- 
dene Haar  des  r.  gewendeten  Kopfes  auf  der  anderen  Seite 
zeigt,  dass  es  ein  Athenakopf,  das  Stück  also  ein  triens  war. 


Uncia 


Lorbeerbekränzter  Kopf  des 
bärtigen  Herakles  1.  Unter 
dem  Halse  •,  im  Felde 
r.  Keule  (senkrecht).  Perl- 
kreis. 


\E  vor  einem  1.  sitzenden 
Löwen  (Kopf  von  vorn), 
der  mit  der  r.  Vordertatze 
.  eine  Lanze  im  Rachen 
hält.  Einfacher  Kreis. 
(9203.  B.  Friedländer). 
Über  den  Typus  der  Ks.  vgl.  oben  n.  4.  5. 


30     JE  4 


Nach  anderem  Fuss  geprägte  Stücke 

Sescuncia 
Büste  des  Helios  von  vorn    Mondsichel,    darin    grosser 


mit  grossem  Strahlen- 
kranz. Das  Gewand  ist 
auf  der  Brust  geknüpft. 
Perlkreis. 


Stern.     Unten  •  S  VF 
(525/1875)- 


Vgl.  Garrucci  S.  115,  16. 

Unser  Exemplar  ist  geprägt  auf  die  grosse  Uncia 
von  Venusia  (Heraklesbüste  mit  geschulterter  Keule  — 
sitzender  Löwe);  von  dem  ursprünglichen  Typus  haben 
sich  erhalten:  \£  an  der  Schulter  des  Helios  und  der 
Heraklesarm  mit  Keule  nebst  •  auf  der  Kehrseite. 


31   JE  3I-4     3,95  Dieselbe  Münze,  geprägt  auf  eine  Münze  der  Brettier 

(Kopf  der  Nike  —  blitzschleudernder  Zeus,  davor  Füll- 
horn).    (Peytrignet). 


212 


Calabria 


32 


33 


JE2h 

2,02 

JE  2 

1,61 

etwas 
ab- 

genutzt 

^4-4* 

4,9* 

!    4%-5 

4h 

5,42 
beschä- 

digt 
6,07 

&  4%-5 

4,84 

etwas 

ab- 

genutzt 

^  3^-4 

4Ö7 

etwas 

ab- 

genutzt 

,E  3^-4 

3,81 

Semis 


Kopf   des    Hermes    r.    mit    Ein  Flügelstiefel  1.,  darüber 
dem  Flügelhut,  etwas  Ge 
wand    am    Halse.      Perl 
kreis. 


\£";  1.  Heroldstab  mit  da- 
vor befindlichem  S  Ein- 
facher Kreis.  6441  . 


Taschenkrebs. 
Perlkreis. 


darunter  \£    Frosch,  von  oben  gesehen 
Undeutlicher  Kreis.  7160 


CALABRIA 

Azetini 
Vgl.  Garrucci  S.  1 16. 


Athenakopf  r.  (korinthischer 
Helm  mitBusch^  mit  Ohr- 
gehänge, Halsreif  und  in 
der  Mitte  geknüpftem 
Haarzopf.  Auf  dem  Kessel 
des  Helms  ein  Stern.  Perl- 
kreis (nur  auf  dem  ersten 
Exemplar  sichtbar). 


AIETINftN  (in  einer  fast 
geraden  Zeile,  1.  aufwärts  . 
Eule  mit  angelegten  Flü- 
geln, welche  halb  r.  Kopf 
von  vorn)  auf  einem  ioni- 
schen Gapitell  ;mit  einem 
Theil  des  cannellirten 
S'äulenschaftes)  steht,  von 
dem  ein  grosser  Ölzweig 
ausgeht.  Einfacher  K 
(^922.   Dannenberg.  1 

Taf.  X,  143. 

Die  beiden  ersten  Exemplare  aus  demselben  Stempel. 


Ebenso,  doch  sind  Ohrge- 
hänge, Halsreif  und  Stern 
nicht  zu  erkennen. 

Ebenso,  der  Halsreif  ist 
sichtbar. 


AIETI  Nfl[N],  ebenso.(  1 2 106) 


AIETINHN  halbkreisförmig 
hinter  demselben  Typus. 
Einfacher  Kreis.       7740  . 


Adler  mit 
Flügeln  r 
stehend. 


ausgespannten 
auf  einem  Blitz 
Perlkreis. 


AieTINHN       (1.,     abw 
Grosse    Gerstenähre     mit 


einem  Blatt  r.).   Einfach 
Kreis.     (12107). 


' 


Azetini.     Brundisium 


SJE  3-3%: 
3*"4    ' 


4,12 
3,86 


Ebenso. 


9    JE  i-i%     1,62 
I   etwas 


genutzt 


JE  7 


16,90 


AI  ETI  (1.,  abwärts)  in 
schräger  Linie  längs  der- 
selben Ähre.  Einfacher 
Kreis.  (5855.  Ohne  Be- 
zeichnung). 


Kammmuschel 
licher  Kreis. 


Undeut- 


Dreizack  r. 
A        Kranz 

Delphin  r. 
(Peytrignet). 

Vgl.  Garrucci  Taf.  XCV,  4  und  Carelli  Taf.  C,  5,  wo 
unter  dem  Delphin  AIETI  steht.  Auf  unserem,  auch 
sonst  mangelhaft  erhaltenen  Exemplar  ist  die  betreffende 
Stelle  nicht  ausgeprägt. 


Brundisium 

Über  die  Ableitung  des  Namens  Brundisium  vgl. 
Mommsen  im  Corpus  inscr.  Lat.  IX  S.  8,  wo  auch  das 
Münzwesen  dieser  Stadt  kurz  besprochen  wird. 

Über    die    Bedeutung    der   Werthzeichen    auf 
Münzen  von  Brundisium  vgl.  Garrucci  S.  121. 


den 


Zuerst  sind  die  Münzen  der  schweren  Reihe  be- 
schrieben, dann  die  der  leichten,  zuletzt  die  mit  Be- 
amtennamen. 


Schwere  Reihe 
Sextans 


Lorbeerbekränzter  Kopf 
des  Poseidon  (ohne  Hals) 
r.  Dahinter  eine  kleine 
schwebende  Nike  mit  er- 
hobenem Kranze  r.,  unter 
derselben,  wie  es  scheint, 
•     Perlkreis. 

Taf.  X,  144. 


2    JE  6\-j     15,0  'Derselbe  Kopf  r. ;    dahinter 


genutzt 


dieselbe  Nike  mit  er- 
hobenem Kranze,  unter 
derselben  Dreizack.  Unter 
dem  Poseidonkopfe  •  • 


BR  VN  unter  einem  nackten 
jugendlichen  Heros,  der 
1.  auf  einem  Delphin  rei- 
tet; im  1.  Arm  hält  er  eine 
grosse  Leier,  auf  der  aus- 
gestreckten R.  eine  kleine, 
ihn  bekränzende  Nike. 
Unten  ••     (9186). 


Ebenso.     (Fox). 


214 


Calabria 


3    JE  6|-7    15,57 

sehr 
schlecht 


4-  5  ^5**5* 

i    5'r6 


9>°7 


&  5~5h 


JE4 


ab- 
genutzt 


3,58 
etwas 
be- 
schädigt 


JE  6-6] 


2,85 


Derselbe  Kopf  des  Poseidon 
(ohne  Hals)  r.,  darunter 
•  •    L.  im  Felde  Dreizack. 


Ebenso,  nur  scheint  hier  der 
Heros  in  der  ausgestreck- 
ten R.  statt  der  "Nike  et- 
was    anderes     zu    haben 

(Vase?).       (Rauch). 


Uncia 


Derselbe  Kopf  r.,  darunter  • 
L.  im  Felde  kleine  r. 
schwebende  Nike  mit  er- 
hobenem Kranze,  unter 
derselben  Dreizack.  Perl-  j 
kreis. 


Derselbe  Kopf  r.,  darunter  • 
Ob  1.  im  Felde  etwas  war, 
ist  nicht  zu  erkennen. 


Derselbe  Kopf  r. ;  dahinter 
kleine  r.  schwebende  Nike 
mit  erhobenem  Kranze, 
darunter  •,  wie  es  scheint. 


BR  VN  unter  einem  nackten 
jugendlichen  Heros,  der 
1.  auf  einem  Delphin  rei- 
tet; im  1.  Arm  hat  er  ein 
Füllhorn,  auf  der  ausge- 
streckten R.  eine  kleine, 
ihn  bekränzende  Nike. 
Im  Felde  r.  Keule  senk- 
recht). Unten  •  Einfacher 
Kreis.     (Pfau.  Gansai 

BR  VN  unter  demselben  He- 
ros, der  1.  auf  einem  Del- 
phin reitet;  im  1.  Arm  hat 
er  eine'  Leier,  in  der  aus- 
gestreckten R.  eine  zwei- 
henklige Vase.  Unten  • 
Einfacher  Kreis.     Rauch  . 

BR  VN  unter  demselben  He- 
ros, der  1.  auf  einem  Del- 
phin reitet;  im  1.  Arm  hat 
er  eine  grosse  Leier,  auf 
der  ausgestreckten  R.  eine 
kleine,  ihn  bekränzende 
Nike.  Im  Felde  r.  acht- 
strahliger  Stern.  Unten 
die  Spuren  von  •  Ein- 
facher Kreis.  Fox  . 


II.    Leichte  Reihe 

Semis 

Lorbeer(?)bekränzter     Kopf   BR  VN  unter  einem  nackten 


des  Poseidon  (ohne  Hals; 
r.,  dahinter  kleine  ihn  be- 
kränzende Nike  und  Drei- 


jugendlichen  Heros,  der 
auf  einem  Delphin  reitet; 
er  hat  im  1.  Arm  eine 
grosse  Leier,  auf  der  aus- 
gestreckten R.  eine  kleine, 
ihn  bekränzende  Nike.  Im 
Felde  r.  S  Einfacher 

Kreis.     (Rauch  . 


Brundisium 


215 


jäs  ('»-(i1.    12,26   Lorbeerbekränzter  Kopf  des 


4i 


JE  5 
5Sh 


etwas 
ab- 
genutzt 


7,39 
7,89 


r-4-LE  4-4*5 

18        4 
4~4* 
4-4^ 


19     iE  5 


20  Ä3V-3* 


7,H 
6,87 


747 
740 
^77 
6,81 
5,68 


0,70 

ab- 
genutzt 


3,28 


21  ^3*-3*    5>Q2 


Ebenso.     (B.  Friedländer). 


Poseidon  r.  (mit  Hals  und 
von  anderem  Styl);  dahin- 
ter, wie  es  scheint,  nur 
die  kleine,  ihn  bekrän- 
zende Nike.  Unter  dem 
Halse  ^      Perlkreis. 


Lorbeerbekränzter  Kopf  des    Ebenso.     (Fox.     19597)- 
Poseidon  r. ;  dahinter  klei- 
ne, ihn  bekränzende  Nike 
und  Dreizack;  unter  dem 
Halse    v/%     Perlkreis. 

Die  beiden  Exemplare  von  verschiedenem  Styl. 

Ebenso.  IBRVN,    sonst    ebenso. 

(B.  Friedländer.     Fox). 
Die  beiden  Exemplare  von  verschiedenem  Styl    auf 
dem  zweiten  scheint  der  Perlkreis  auf  der  Vs.  zu  fehlen; 
auf  der  Ks.  kein  Kreis). 

Ebenso.  Ebenso,     mit    BRVN     oder 

BR  VN      (B    Eriedländer, 

2  Ex.     133.     1270.     Fox). 

Exemplare    verschiedenen   Styls,    bei   denen   wegen 

mangelhafter  Prägung  die   Beizeichen   auf  der  Vs.   nur 

zum  Theil  oder  gar  nicht  sichtbar  sind. 


Triens 


Lorbeerbekränzter  Kopf  des  ! 
Poseidon   r.    (ohne    Hals 
mit  denselben  Beizeichen,  j 
wie  es  scheint;  unten  •••• 
Perlkreis. 


BR  VN  unter  demselben 
Typus.  Unten  ••••  Ein- 
facher Kreis.  (Ohne  Be- 
zeichnung). 


Lorbeerbekränzter  Kopf  des  Ebenso.  (Gansauge) 
Poseidon  r.  (mit  Hals  und 
von  anderem  Styl),  dahin- 
ter kleine,  ihn  bekränzen- 
de Nike  r.  und  Dreizack; 
unter  dem  Halse  •  •  •  • 
Einfacher  Kreis. 

Ebenso.  Undeutlicher  Kreis.  '  Ebenso,     aber    Perlkreis. 

(9187: 


2l6 


Calabria 


4-5 

4-4^ 


^  3^ 


iE  33< 
33<-4 


*-  3 

JE  3 
iE  A 

JE  2k 


6,90 
6,92 
6,65 

etwas 
ab- 
genutzt 


3,18 


Quadrans 


32  JEi%-i\     0,99 


Der  Poseidonkopf  ohne  Hals 
r.  mit  denselben  Beizei- 
chen; unten  •••  Perl- 
kreis. 


Der  Poseidonkopf  mit  Hals, 
sonst  ebenso. 


BR  VN  unter  demselben" 
Typus  des  1.  auf  dem  Del- 
phin reitenden  Heros  mit 
Leier  und  Nike;  .  unten. 
•  •  •  Einfacher  Kreis. 
(Rauch.     5856.     Fox). 

Ebenso.     (Fox  . 


Sextans 


4,49  '  Der  Poseidonkopf  ohneHals 
4,32        mit  denselben  Beizeichen; 
unten  •  •     Perlkreis. 

2,04  Der  Poseidonkopf  mit  Hals, 
sonst  ebenso.  Einfacher 
Kreis. 


2,76 


Ebenso,  aber  Perlkreis. 

2,52     Ebenso. 

2,85     Derselbe   Kopf   r.      ob    mit 


klar),  dahinter  die  kleine, 
ihn  bekränzende  Nike, 
unten  •  •  (der  Dreizack 
scheint  zu  fehlen).  Un- 
deutlicher Kreis. 


Ebenso,   doch  unten  •• 
|  Peytrignet.    Fox). 


Ebenso.     (28775' 


Ebenso.     (Fox). 

Ebenso,  doch  ist  das  Werth- 
zeichen  nicht  zu  sehen 
(ob  nur  zufallig?).  (RauchjQ 

Ebenso  (hier  mit  •  •  ,  doch 
ist  1.  im  Felde  eine  Traube 
(oder  Blatt?).      9188). 


Semuncia 


Derselbe  Kopf  r.  (mit  Hals), 

dahinter  Spuren  der  klei- 
nen, ihn  bekränzenden 
Nike.     Perlkreis. 


Taf.  X,  145. 
Vgl.  Garrucci  Taf.  XCVI 
Zweig  im  1.  Arm  hat. 


BR  VN  unter  demselben  1. 
auf  dem  Delphin  reitendeif 
Heros.  Im  1.  Arm  hat  er 
einen  undeutlichen  Gegen* 
stand  (nicht  Leier,  viel-, 
leicht  Zweig),  auf  der 
ausgestreckten  R.  die  ihn- 
bekränzende  Nike.  Im 
Felde  r.  das  Zeichen  der 
Semuncia  S  Einfache? 
Kreis.     (F< 


37 


7,    wo   der  Heros 


Brundisium 


2  I 


W 


34.  JE4I 
35         5 


8,15 

be- 
schädigt 

9,39 


36     JE  5 


37 


38 


&4h 


Nike,   halb  r.  stehend,    be-    Delphin   1.,   darüber   U,   da- 
festigt    mit    der    R.    eine        runter    BRVN      Einfacher 
Binde    an    einem    Palm-        Kreis.      Fox), 
zweig,  den   sie  wohl  mit 
der  L.  hält.     Perlkreis. 
Taf.  X,  146. 

Vgl.   Gat.   of  greek   coins    in   the    Brit.   mus.,  Italy, 
S.  155,  8. 


III.    Mit  Beamtennamen 
Diese  Münzen  sind  alle  von  roher  Arbeit. 

Semis 

Lorbeerbekränzter  Kopf  des    BRVN  unter  einem  nackten 
Poseidon  r.,  dahinter  klei-        Heros,   der  r.   auf  einem 

Delphin  reitet  und  die 
Leier  spielt.  Hinter  ihm 
schwebt  eine  kleine  Nike, 
ihn  bekränzend.  Hinter 
dem  Rücken  des  Heros 
CARB  (aufwärts),  im  Felde 
r.  S  Undeutlicher  Kreis. 
5128.    Fox). 

Friedländer  las  den  Namen  OARR  und  das  bei  Ca- 
relli  Taf.  CXX,  23  abgebildete  Exemplar  giebt  ARR.  Auf 
einem  unserer  Exemplare  ist  die  Schrift  undeutlich,  das 
andere  aber  hat  zweifellos  CARB,  also  wohl  C.  Arb 


9,38 


ne,  ihn  bekränzende  Nike, 
Dreizack  und  ^  (letzteres 
unter  dem  Halse).  Perl- 
kreis. 


M'BIT  (aufwärts)  vor  dem-    BRVN    unter  dem    nackten, 
selben  Kopfe  mit  densel-       auf  einem  Delphin  1.  rei- 


ben   Beizeichen    und 
unter  dem  Halse. 


tenden  Heros;  im  1.  Arm 
hat  er  eine  grosse  Leier, 
auf  der  ausgestreckten  R. 
eine  kleine,  ihn  bekrän- 
zende Nike.  Im  Felde 
r.  S     (Fox). 


6,01     Ebenso,  doch  sind  die  Bei-  '  BRVN,     sonst  ebenso. 


oxydirt 


zeichen    nicht    zur    Aus- 
prägung gekommen. 


JE  4        5,25 
oxydirt 


Peytrignet). 


Lorbeerbekränzter  Kopf  des  BRVN  unter  demselben  Ty- 
pus. Links  Rest  von 
Schrift,    wie    es    scheint, 


Poseidon  r.,  dahinter  klei- 
ne, ihn  bekränzende  Nike, 
Dreizack  und  v/>  (letzteres 
unter  dem  Halse  . 


A      Im    Felde    r. 
(Prokesch  . 


2l8 


Calabria 


39      K  3h      4,69 


40    JE  j\ 


öf) 


Quadrans 
C-/9*    aufwärts    vor  demsel-    BR     VN     unter     demselben 
ben    Kopfe;     unter    dem        Typus  des  1.  auf  dem  Del- 
Halse  •  •  •     Perlkreis,  phin  reitenden  Heros  mit 

Leier    und    Nike.     Unten 
•••      9190 
Ob  hinter  dem  Kopfe  die  gewöhnlichen  Beizeichen 
waren,  ist  nicht  zu  erkennen. 


M-BIT  aufwärts  vor  demsel- 
ben Kopfe,  hinter  welchem 
die  bekränzende  Nike  (?) 
und  Dreizack.  Unter  dem 
Halse  •  •  •     Perlkreis. 


BRVN  unter  demselben  T; 
pus.     Unten  •  •  • 


Butuntum 


JE  5 


6,26  I  Athenakopf  r.  (korinthischer 
Helm  mit  Busch)  mit  lan- 
gem, in  der  Mitte  geknüpf- 
tem Haarzopf,  Ohrge- 
hänge (?)  und  Halsband. 
Auf  dem  Helm  undeut- 
liche Verzierung  (Schlan- 
ge?).    Perlkreis. 


2       JE  5 


3-4 


5,7° 
5,05 


Athenakopf  r.  'korinthischer 
Helm  mit  Busch).  Perl- 
kreis. 


0  Grosse  Gersten-  ^ 
|-  ähre  mit  zwei  z 
>■         Blättclien        - 

GQ  H 

Einfacher  Kreis 


0  Grosse  Gersten-  ^ 
\-  ähre  mit  zwei  z 
>         Blättchen 

Perlkreis.     (7651). 
Von  roher  Arbeit,  wie  die  zwei  folgenden. 


Ebenso. 


&  5-5*     7,97 


6    JE  4-4if     7,48 


Grosse  Gersten- 
ähre mit  vier 
Blättchen 


Die  Schrift  in  gekrümmt 
Zeilen.     17393.     Fox. 

Ebenso.  Kein    Perlkreis  •;.;!  Grosse  Gersten-  cd 

sichtbar.  Z     ähre  mit  zwei     ^ 

Blättchen  0 

Perlkreis.      Pfau  . 
Catalog  Pfau  S.  21   mit  irriger  Lesung. 


Athenakopf     (korinthischer 
Helm  mit  Busch    r..  viel- 
leicht mit  Halsband. 
Perlkreis. 


Grosse  Gersten- 
ähre mit  zwei 
Blättchen 


(Peytrignet 


Butuntum.    Orra 


2I9 


4,10     Kammmuschel.       Perlki 


BYTONTIN£2N      (unten    im 

Bogen).  Knabe,  auf  einem 
Delphin  1.  reitend,  hält  mit 
der  L.  eine  Keule  (?)  ge- 
schultert, in  der  ausge- 
streckten R.,  wie  es 
scheint,  eine  zweihenklige 


Vase. 


(7392 


3-3^     3,95     Ebenso. 


1 1_  I1 

J  2     4  J 

4,48 

4 

4,14 

4 

4,26 

3-31 

2,79 

.-3ff 

2,25 

-2 

-  ö  5 

,  ( 

2,48 

Ebenso. 


9,07 

8,85 

oxydirt 
IO,62 


[B]Y  TON    TIN     '  unter 

dem  Kopfe  des  Delphins 
beginnend).  Derselbe  Ty- 
pus, die  zweihenklige  Vase 
ist  deutlich.  (Ohne  Be- 
zeichnung. 

BYToN 

Tl  NGN 

Typus.     Einfacher  Kreis, 
(B.  Friedländer.     Fox. 
7264  • 


unter     demselben 


Eule  mit  angelegten  Flügeln  z     ,  u       Z 

halb   r.     Kopf  von    vorn  °    3  3  g    CJ 

auf  einem  Zweig  stehend.  v     ^"P2    — 

Perlkreis.  oo  »" 

Einfacher  Kreis. 
,500 '1872.    Rauch. 
Pevtrignet.     7052. 
Auf  einem  Exemplar  hat  das  ß  die  Form  Q. 


9596- 


Orra 


[Eine  überaus  grosse  Menge  von  Münzen  dieser 
Stadt  habe  ich  in  der  erzbischöflichen  Sammlung  von 
Brindisi  gesehen.     Friedlaender]. 

Über  Orra  vgl.  besonders  Garrucci  S.  120. 


Semis 
Kopf  des  jugendlichen  He- 
rakles r.  mit  dem  Löwen- 
fell bedeckt,  das  am  Halse 
geknüpft  ist.  Unter  dem 
Halse  ^     Perlkreis. 


ORRA 

Blitz  mit  vier 

Flügeln   (liegend) 

rop 

Einfacher    Kreis.       (66j6. 
1331.     Fox. 
Das  zweite  R  in  Orra  hat  auf  einem  Exemplar  die 
Form  R.     Durch  das  beiderseits  wiederholte  Zeichen  S 
(=£?)  wird  der  Semis  bezeichnet. 


220 


Calabria 


Quadrans 


4-5 


6.  7 


33<-4 


5,50     Derselbe  Kopf  des  jugend-  j 
oxydirt       liehen  Herakles  r.,  unter  ! 

5>°5   ;      dem  Halse  •  •  •    Perlkreis, 
genutzt 


JE4 


ORPA 
Derselbe  Blitz 

rop 


Einfacher    Kreis. 
Ohne  Bezeichnung) 


.91 9* 


Quincunx 


^3^-4 
3>h 


4,37  Kopf  der  Aphrodite  (oder 
4,41  Hera  r.  mit  Diadem  und 
Kranz,  Ohrgehänge  und 
Halsband.  An  der  Schul- 
ter Gewand.  Hinter  dem 
Kopfe  ragt  das  schräg 
gestellte  Scepter  hervor. 
Perlkreis. 

Garrucci  Taf.XGVI,  23 
einer  Lanze. 


4,87 
4,9 


^3 


oRRA  (r.,  aufwärts).  Leier 
spielender  Eros,  r.  schrei 
tend;   am   r.  Fussknöch€ 

hat   er    einen    Ring.     Ir 

• 

Felde    1.     •         Einfache 
Kreis.     (9196.     Fox. 

verwechselt  das  Scepter  mi 


Ahnlicher  Kopf  r.,  doch  viel    oRRa,    sonst  ebenso 
roher     ausgeführt,     ohne        Ring  am  Fusse  des  Ero 
Diadem.       Das      Scepter       ist  nicht  zu  sehen  .     (Fos 


wohl     auch     vorhanden. 
Undeutlicher  Kreis. 


5879)- 


Quadrans 


2>73 
3,o 


Kopf  der  Aphrodite  (oder 
Hera)  r.  mit  Diadem  und 
Kranz,  Ohrgehänge  und 
Halsband.  An  der  Schul- 
ter Gewand.  Hinter  dem 
Kopfe  ragt  das  schräg  I 
gestellte  Scepter  hervor. 
Perlkreis. 


ORRA  und  darunter  •• 
r.  im  Felde.  Eros,  r.  schrei 
tend,  hält  mit  beiden  er 
hobenen  Händen  ein* 
lange  Binde;  an  jeden 
Fussknöchel  ist  ein  Rim 
sichtbar.  Einfacher  Kreis 
(9197.     Fox). 


Orra 


221 


j    JE  3 

3,10 

beschä- 
digt 

^4-5 
4l 

iO,75 
7,60   1 
ver- 
dorben 

JE4 

6,0 
etwas 
ab- 
genutzt 

R-hh-zk 

4,34 

JE3-ti 

4,25 

JE3 

beschä- 
digt 

&3h~3k 

3,75 
ab- 
genutzt 

JE2-1\ 

2 
!    2_2% 

V3 

2,15 
',65 

Sextans 
Derselbe  Kopf  r. ;  auch  hier    OR 
das  schräg  gestellte  Scep- 
ter.     Perlkreis. 


RA  Taube,  r. fliegend, 
hält  mit  den  Krallen  einen 
Kranz  (zu  beiden  Seiten 
desselben  ist  die  Aufschrift 
vertheilt).  Unten  •  •  Ein- 
facher Kreis.  (Fox.  Gans- 
auge\ 


Quincunx 


[0,75  Jugendlicher  Kopf  r.  mit 
einem  mit  drei  Büschen 
und  einer  Feder  versehe- 
nen Helm.  Unter  dem 
Halse  AA,  wie  es  scheint. 
Perlkreis. 

Ebenso. 


ORRA  (r.,  schräg  abwärts). 
Adler  mit  ausgespannten 
Flügeln  r.  auf  einem  Blitz 
stehend.  Unten  •  •  •  •  • 
(21404.     Fox). 


oR  im  Felder.,  sonst  ebenso 
aber  roher).     (6004). 


Die  folgenden  Münzen   sind  von  roher,   zum  Theil 
sehr  roher  Arbeit. 


Jugendlicher    Kopf    r.     mit 
einem     kegelförmigen 
Helm  (mit  Busch).   Hinter 
dem  Halse  AA   (schräg). 


Ebenso,  doch  hier  AA 

Ebenso,  die  Stelle  am  Halse 
ist  nicht  ausgeprägt. 


oRRA  (in  schräger  Linie) 
über  einem  Adler  mit  an- 
gelegten Flügeln,  welcher 
r.  auf  einem   Blitz   steht. 

(Arditi. 

Ebenso.     (Fox). 

oRRA,    sonst  ebenso. 
(Fox. 


Ebenso,      die     Buchstaben  i  o[R] RA,    sonst  ebenso, 
sind  undeutlich  (|A)  (Rauch. 


Derselbe  Kopf  r.  Unter  dem    O  R  (schräg  über  einem  Adler 
Halse  AA  mit    angelegten    Flügeln, 

der,  den  Kopf  zurückwen- 
dend,  r.  auf  einem  Blitz 
steht.    17621.    Fox,  2  Ex.). 
Die  Buchstaben  unter  dem  Halse  sind  nur  auf  einem 
Exemplar  deutlich. 


222  Calabria 

i 


24  iE  i%-2      1,19     Derselbe  Kopf  r.   Unter  dem    oR    über   einem  Adler   mit 
beschä-       Halse   undeutliche  Buch-        angelegten  Flügeln,   wel- 
lgt    j      stabenspuren.  eher    r.   auf   einem    Blitz 

steht,     i  18137). 
Vgl.  Garrucci  Taf.XGVI,  18. 


Tarentum 

[Die  gewöhnlichen  Didrachmen  mit  dem  Reiter  sind  von  zweierlei 
Gewicht.  Ich  habe  dies  zuerst  gefunden  und  die  Münzen  der  Königl. 
Sammlung  nach  dem  Gewicht  gesondert,  aber  diese  Bemerkung  ist  auch, 
ohne  mich  zu  erwähnen,  bereits  gedruckt  worden,  worauf  jedoch  wenig 
ankommt.  Die  schwereren  Stücke  wiegen  bis  8,02  Gramm  (die  Exemplare 
der  Königl.  Sammlung  und  die  von  Mionnet  gewogenen  der  Pariser  .  Die 
Stücke  der  leichteren  Art  wiegen  kaum  über  6,59  Gramm,  eins  bei  Hunter 
102%  engl.  Gran  oder  6,6j.  Zwischen  diesen  beiden  Gewichten  steht  das 
der  Stücke  mit  dem  weiblichen  Kopf,  statt  des  Taras,  sie  wiegen  bis  7,45.* 
Diese  Münzen  haben  nur  TA  oder  TAP,  dem  Styl  nach  stehen  sie  weit 
hinter  den  Reitermünzen  zurück,  man  möchte  sie  weit  später  als  diese 
geprägt  glauben. 

Die  leichten  Didrachmen  mit  dem  Reiter  sind  häufiger  als  die  schweren, 
wie  es  scheint.  Mehrere  der  schweren  Didrachmen  sind  auf  korinthische 
Pegasusmünzen  geprägt  n.  155.  157.  175.  178.  192.  196;  vgl,  auch  n.  48),  keine 
der  leichten. 

Die  schweren  Didrachmen  sind  vielleicht  von  schönerem  Styl,  allein 
keineswegs  ist  dieser  Unterschied  erheblich. 

Auch  die  Typen  sind  nach  dem  Gewicht  nicht  verschieden.  Beiderlei, 
sowohl  schwere  als  leichte,  haben  bald  den  Krieger  bald  den  Knaben  zu 
Pferd,  auf  beiderlei  kommt  Taras  als  Knabe  mit  dem  Wollrocken  vor,  auf 
beiderlei  ein  Knabe  auf  einem  auffallend  kleinen  Pferd.  Dagegen  findet  sich, 
wie  es  scheint,  allein  auf  den  schwereren  der  Reiter  mit  dem  kleinen  runden 
Schild,  die  Nike  vor  dem  Reiter,  die  Figur,  welche  das  aufgeregte  Pferd 
umfasst.  Dagegen  auf  leichten  nur  der  Krieger,  welcher  fast  ganz  von  seinem 
grossen  runden  Schild  bedeckt  ist,  der  Feldherr,  die  Eule  als  Beizeichen. 
Diese  Regeln  sind  jedoch  nur  von  den  Stücken  der  Königl.  Sammlung  her- 
genommen und  können  daher  leicht  irrig  sein. 

Die  seltenen  Drachmen  mit  dem  Reiter  gehören  dem  Gewicht  i 
zu  den  schweren  Didrachmen,  die  schwerste  Drachme  der  Königl.  Samm- 
lung wiegt  3,47.**)  Dagegen  wiegen  die  Drachmen  mit  der  Eule  nicht  über 
3,26  Gramm,  sie  gehören  also  zu  den  leichten  Didrachmen  von  6,6  Gramm. 
Dies  bestätigt  sich  dadurch,  dass  die  Magistratsnamen  TAAO,  HZTIAPXOE. 
NEYMHNIOZ  der  Drachmen  sich  auf  leichten  Didrachmen  wiederfinden. 

Bei  den  kleinen  Silbermünzen  ist  meistens  dem  Gewichte  nach  nicht 
zu  unterscheiden,    zu   welcher   der  beiden  Gattungen   von  Didrachmen  si$ 


*)    Ein    Stück  bei    Carelli    von    147    seiner  Gran    (welche   0,05132  Gramm   betrafen)    oder 
7,54  Gramm   ist  wohl  zweifelhaft.     Solche   vereinzelte  Gewichtsangaben   sind  ohiu 
stehen  auch  bei  Mionnet  zwei  Reitermünzen  von  130  und  135  Pariser  Gran.  6.g  und  7.16  Gramm, 
die   also   zu  keinem   von  beiden  Gewichten   passen,   es   sind   ganz    sicher  sübärate  von   dei 
schwereren  Art. 

**)  Die  Münzen  bei  Mionnet  1  Nr.  401  und  402  von  1  Gros  q|  Gran  oder  4,34  Gramm  sind 
gewiss   subäraie  Exemplare  von  Didrachmen   der  leichteren   Art.    Die  Münze   ebenda   N- 
von  1  Gros  23}  Gran  ist  falsch,  wie  die  Schwefelpaste  beweibt. 


Tarentum  223 

gehören,  denn  sie  scheinen  ungenau  abgewogen  zu  sein.  Das  schwere 
Didrachmon  zu  8  Gramm  gerechnet  giebt  für  das  Diobolon  1,33,  für  den 
Obol  0,665,  den  Halbobol  0,333;  das  leichte  von  6^6  Gramm  für  das  Dio- 
bolon 1,1,  den  Obol  0,55,  den  Halbobol  0,26,  den  Viertelobol  0,13.  Mehrere 
dieser  Gewichte  finden  sich,  aber  auch  andere,  z.  B.  häufig  0,75  bis  0,81, 
welches  in  keins  dieser  Systeme  passt,  auch  nicht  zu  dem  Didrachmon  von 
7,4  Gramm  mit  dem  weiblichen  Kopf.  Allein  man  darf  hier  keine  grosse 
Sorgfalt  erwarten,  wiegen  doch  zwei  derartige  Silbermünzen  von  Heraclea 
in  Lucanien,  beide  gut  erhalten  0,95  und  0,77  Gramm.     Friedlaender]. 

Über  die  Münzen  von  Tarent  im  allgemeinen  >  vgl.  de  Luynes  in  den 
Annali  dell'  Inst.  1830  S.  337  ff.,  die  sehr  nützlichen  Übersichts- Tabellen  bei 
Head  historia  numorum  S.  44  ff.  und  die  ausgezeichnete  Arbeit  von  Arthur 
J.  Evans,  welcher  die  tarentinischen  Münzen  in  ein  chronologisches  System 
gebracht  hat  (im  Numismatic  chronicle  1889  S.  1  ff.,  auch  als  selbststlindiges 
Werk  erschienen  'The  horsemen  of  Tarentum',  London  1889).  Wir  haben 
von  der  in  unserer  Sammlung  im  allgemeinen  bestehenden  Anordnung  nach 
Typen  (mit  Berücksichtigung  von  Metall  und  Grösse)  nicht  abgehen  können, 
da  sie  bei  umfangreichen  Reihen  das  Auffinden  sehr  erleichtert. 

Über  die  auf  den  Münzen  Tarents  vorkommenden  Künstlernamen 
handelt  ausführlich  Evans  S.  105  ff.  Ob  indessen  Künstlernamen  hier  in 
dem  Umfange  auftreten,  wie  Evans  annimmt,  wird  wohl  erst  eine  um- 
fassende Behandlung  aller  Münzen  Unteritaliens  ergeben. 

Über  das  tarentinische  Münzsystem  vgl.  Mommsen  Gesch.  d.  röm.  Münz- 
wesens S.  101  ff.  und  besonders  die  bereits  angeführte  Arbeit  von  Arthur 
J.  Evans. 

Wie  Studniczka  Kyrene  S.  175  ff.  wohl  richtig  nachweist,  ist  der  Delphin- 
reiter auf  den  älteren  Münzen  der  mythische  Phalanthos;  erst  in  späterer 
Zeit  ('in  der  Zeit  zwischen  Onatas  oder  doch  wol  Antiochos  von  Syrakus 
und  Aristoteles')  wurde  der  Name  des  ursprünglichen  Stadtgründers  Taras 
auf  den  delphinreitenden  Phalanthos  übertragen.  Ich  habe  überall  die  bis- 
herige Bezeichnung  Taras  beibehalten,  da  sich  schwerlich  feststellen  lässt, 
wo  das  Bild  des  Phalanthos  aufhört  und  das  des  Taras  beginnt. 

Die  Münzen  Tarents  sind  so  geordnet: 
,  Die  Goldmünzen 
Die  Silbermünzen: 
Incusi 

Die  Münzen  von  altem  Styl  und  mit  dem  sitzenden  Demos 
Die  schweren  Didrachmen  mit  dem  Reiter: 

a)  ältere  und  seltene  Darstellungen 

b)  mit  dem  Krieger 

c)  mit  dem  Knaben 

d)  mit  dem  Knaben  auf  dem  jagenden  Pferde 
Die  leichten  Didrachmen  mit  dem  Reiter: 

a)  mit  dem  Feldherrn 

b)  mit  dem  reitenden  Krieger 

c)  mit  zwei  Reitern 

d)  mit  dem  Knaben  zu  Pferde 

e)  mit  dem  Knaben  auf  dem  jagenden  Pferde 
Didrachmen  mit  dem  weiblichen  Kopfe 

Die  Drachmen 
Die  Theilstücke 
Die  Kupfermünzen.  ^ 


224 


Calabria 


AU        8,56 


Die  Goldmünzen  (nach  der  Grösse  geordnet) 


A/3%~3% 


8,55 
8,60 


TAPA  (r.,  abwärts).  Kopf 
der  Demeter  (oder  Hera?) 
r.  mit  Diadem  (mit  Pal- 
metten und  Kreisen  ver- 
ziert), Ohrgehänge  und 
Perlenhalsband.  Über  dem 
Hinterkopf  hängt  ein 
durchsichtiger  Schleier, 
der  von  den  kleinen 
Locken  etwas  gehoben 
wird,  sodass  er  Ecken 
bildet.  Der  Schleier  ist 
auch  unter  dem  Kinn  und 
dem  Abschnitt  des  Halses 
sichtbar.  Im  Felde  r.  ein 
abwärts  gerichteter  Del- 
phin, 1.  E 


TAPANTINftN  (1.,  aufw;: 
Poseidon,  nur  an  der  un- 
teren Hälfte  des  Körpers 
bekleidet,  sitzt  auf  einem 
Thron  ohne  Lehne  halb  1. 
Im  1.  Arm  hat  er  den  Drei- 
zack, die  r.  Hand  ruht  auf 
dem  Knie.  Er  beugt  das 
Haupt  zu  dem  vor  ihm 
stehenden  Knaben  Taras, 
der  seine  Arme  bittend, 
oder  vielmehr  kosend  zu 
ihm  erhebt.  Taras  ist 
nackt,  hat  aber  um  die 
Brust  ein  Band  (vielleicht 
mitAmuleten)  und,  wie  es 
scheint,  um  den  r.  Fuss- 
knöchel  einen  Ring.  Über 
der  Stirn  hat  er  ausserdem 
eine  Blume.  Im  Felde  r. 
ein  achtstrahliger  Stern, 
darunter  H,  zwischen  den 
Füssen  des  Sessels  K 
(572/1878). 
Taf.  X,  147. 

[Das  vollkommen  schöne  Exemplar  dieses  seltenen 
Staters  soll  im  Piraeus  gefunden  sein.  —  Die  Schnur 
mit  den  Amuleten  trägt  auch  der  Herakles- Knabe  öfter 
auf  Münzen.     FriedlaenderJ. 

Die  Blume  über  der  Stirn  des  Taras  ist  zwar  nicht 
recht  deutlich,  kann  aber  nicht  in  Zweifel  gezogen  wer- 
den, da  sie  öfters  auf  den  Silberstücken  bei  dem  Knaben 
Taras  vorkommt.  —  Über  den  Kopf  der  Demeter  und  den 
Schleier,  sowie  über  den  Typus  der  Ks.  vgl.  Evans  the 
horsemen  of  Tarentum  S.  66  f. 


Derselbe  Kopf  r.,  doch  ohne    TAPANTINßN   (r.,  abwärts). 
Halsband.  Nackter   Reiter  r.   spren- 

gend; in  der  erhobenen  R. 
hält  er  einen  Speer  abwärts 
gerichtet,  am  1.  Arm  hat 
er  den  grossen  runden 
Schild  und  in  der  L.  zwei 
andere  Speere.  Vor  dem 
Pferde  0,  unter  dem  Bau- 
che desselben   AP,    1.  im 

Taf.  X,.  ,48.  Feld£  '    (502"872-   FOX)' 

Die  beiden  Exemplare  sind  aus  demselben  Stempel 
und  ergänzen  sich  gegenseitig. 

Vgl.  Evans  the  horsemen  of  Tarentum  S.  85. 


Tarentum 


225 


N  4. 


N  4 


8,58 
8,59 


»59 


05 


Kopf  der  Demeter  (oder 
Hera?)  r.  mit  Diadem  (nur 
mit  Palmetten  verziert), 
Ohrgehänge  und  Perlen- 
halsband. Am  Hinterkopf 
hängt  ein  kleines  Schleier- 
stück seitlich  herab  (wie 
auf  den  Silbermünzen 
von  Metapont). 


TAPAC  oben  1.  Nackter 
Knabe,  r.  reitend,  bekränzt 
mit  der  R.  den  Kopf  seines 
Rosses.  L.  im  Felde,  hinter 
dem  Rücken  des  Knaben, 
ein  Rundschild;  unter  dem 
Bauche  des  Pferdes  eine 
Purpurschnecke  und  unter 
dem  erhobenen  r.  Vorder- 
bein Z    (28786.     Fox). 


Taf.  X,  149. 

Beide  Exemplare  aus  demselben  Stempel 


TA  PA  (1.,  aufwärts).  Kopf 
der  Demeter  (oder  Hera?) 
1.  mit  Diadem  (mit  Pal- 
metten verziert),  Ohrge- 
hänge und  Perlenhals- 
band. Ein  leichter  Schleier 
hängt  vom  Hinterkopfe 
herab.  Umher  drei  Del- 
phine. Perlkreis  und  ein- 
facher Kreis. 


Taf.  X,  150. 


TAPAS  im  Abschnitt.  Nack- 
ter Knabe,  r.  reitend,  be- 
kränzt mit  der  R.  den 
Kopf  seines  Rosses.  Hin- 
ter dem  Knaben  schwe- 
bende Nike,  ihn  mit  beiden 
Händen  bekränzend.  Un- 
ter dem  Bauche  des  Pfer- 
des CA,  unter  dem  erho- 
benen 1.  Vorderfuss  ein 
sechsstrahliger  Stern. 
(Fox). 


Kopf    der    Demeter    (oder   Alo£Kopo[|]   über  den  bei- 
Hera?) r.  mit  Diadem  (Pal-        den  Dioskuren  (nackt  und 


ohne  Hut),  welche  neben 
einander  1.  reiten.  Der 
vordere  trägt  einen  Palm- 
zweig, an  dessen  Spitze 
ein  Kranz  gebunden  ist; 
der  zweite  bekränzt  den 
Kopf  seines  Rosses.  Im 
Abschnitt  CA  Perlkreis. 
(171/1873). 


metten  und  Kreise),  Ohr 
gehänge.  und  Perlenhals- 
band. Über  dem  Hinter- 
kopf hängt  ein  Schleier, 
der  von  den  kleinen 
Locken  etwas  gehoben 
wird,  sodass  er  Ecken 
bildet.  Der  Schleier  ist 
auch  unter  dem  Kinn  und 
dem  Abschnitt  des  Halses 
sichtbar;  an  dieser  Stelle 
Kol/\  Vor  dem  Kinn  ein 
abwärts  gerichteter  Del- 
phin. Perlkreis. 
Taf.  X,  151. 

Ob  auch  auf  diesem  Exemplar  vor  dem  Kopfe  TAPA 
steht  (vgl.  Luynes  choix  de  med.  grecques  Taf.  II,  6),  ist 
nicht  zu  sehen,  da  die  Stelle  nicht  ausgeprägt  ist.  — 
Gewiss  irrig  las  Garrucci  S.  130,  54  unter  dem  Halse 
AIKOM,  indem  er  die  Falten  des  Schleiers  für  AI  nahm 
(vgl.  Evans  the  horsemen  of  Tarentum  S.  99). 
Über  den  Typus  der  Ks.  vgl.  Evans  S.  100. 


Antike  Münzen.    Bd.  III,  1. 


»5 


22Ö 


Calabria 


AU 


t*3\-4 


A/3^-4 


M3%-4 


12- 
'4 


A^2-2^ 

zl     z  2 
2^-2$ 


»59 


8,58 


8,58 


8,58 


4,3° 
4,26 


Kopf  des  jugendlichen  He- 
rakles r.,  mit  dem  Löwen- 
fell bedeckt,  das  am  Halse 
geknüpft  ist.  Unter  dem 
Halse  eine  kleine  Keule. 


Taf.X,  152. 


'APANTINftN  im  Abschnitt. 
Taras  im  r.  eilenden  Z wie- 
gespann, mit  kleinem,  im 
Winde  flatterndem  Man- 
tel, hält  mit  der  L.  die 
Zügel,  in  der  vorgestreck- 
ten R.  den  Dreizack,  mit 
dem  er  die  Pferde  an- 
treibt. Oben  Spuren  von 
NIKAP     (Fox). 


Lorbeerbekränzter  Kopf  des 
Zeus  r. ,  dahinter  N< 


Taf.  X, 


'53- 


Adler  mit  ausgespannten 
Flügeln  halb  1.  auf  einem 
Blitz  stehend;  davor  im 
Felde  eine  kleine  Athena 
promachos  1.  (Von  Schrift 
nichts  zu  sehen).     (28810). 


Über  das  Beizeichen  auf  der  Ks.  vgl.  Evans  the  hor- 
semen  of  Tarentum  S.  139  f. 

Ebenso.  TAPANTINßN  (in  einer  ge- 

raden Zeile  aufwärts^  vor 
einem  halb  1.  auf  dem 
Blitz  stehenden  Adler  mit 
ausgespannten  Flügeln. 
Zwischen  Aufschrift  und 
Adler  #;  oben  r.  £A  I 
(28944). 
Der  abgekürzte  Name  auf  der  Ks.  scheint  tQ.t  ge- 


wesen zu  sein  (vgl.  n. 
Stater  bei  Carelli  Taf. 

Ebenso. 


c 


Taf.  X,  1 54. 


),  nicht  £&K,  wie  der  ahnliche 
III  n.  1  haben  soll. 


[TA]PANTINflN  (aufwi 
hinter  einem  halb  r.  auf 
dem  Blitz  stehenden  Adler 
mit  ausgespannten  Flü- 
geln. Im  Felde  r.  ein 
phrygischer  Helm  r.  und 
APÖA  in  einer  geraden 
Linie  abwärts.      (Rauch). 


TAPANTINHN  (r.,  abwärts. 
Kopf  der  Aphrodite  (oder 
Persephone?)  r.  mit  Dia- 
dem, Ohrgehänge,  Perlen- 
halsband und  lang  über 
den  Nacken  herabwallen- 
dem Haar  (Apollotypus). 
Im  Felde  1.  E     Perlkreis. 

Diese  drei  Exemplare  sind  aus  demselben  Stempel. 


TAPAC  (r.,  abwärts).  Taras 
1.  auf  dem  Delphin  reitend; 
im  1.  Arm  hat  er  den  Drei- 
zack, über  der  ausge- 
streckten R.  ein  Delphin. 
Unten  h  und  K  (11508., 
361/1871.     Gansauge). 


Tarentum 


227 


l? 


#2ij-2% 


4,28 


16 


A2I-3 


4,28 


4,14 


Auf  einem  Exemplar  ist  der  Buchstabe  hinter  dem 
Aphroditekopfe  nur  scheinbar  C.  Auf  dem  dritten 
Exemplar  ist  auf  der  Ks.  tSl  eingeritzt. 

Der  zweite  Buchstabe  auf  der  Ks.  unten  ist  nicht 
ganz  deutlich,  scheint  aber  eher  K  (vgl. Garrucci  S.  130,  58) 
als  H  zu  sein. 


TA  P  A  t  (r.,  abwärts).  Taras 
1.  auf  dem  Delphin  rei- 
tend; im  1.  Arm  hat  er 
den  Dreizack,  über  der 
ausgestreckten  R.  ein  Del- 
phin. Im  Felde  1.  Blitz 
(senkrecht)  und  h;  unten 
M  und  <t>     (Fox). 


Taras  auf  dem  Delphin  I. 
reitend  mit  flatterndem 
Gewände  an  den  Schul- 
tern. Im  1.  Arm  hat  er 
den  Dreizack,  über  der 
ausgestreckten  R.  schwebt 
eine  kleine  Nike  mit  dem 
Kranz.  Unten  h  H  und 
darunter  Wellen.      (Fox). 


TNminillimil  vor  demselben 
Kopfe  r.  (das  Diadem  ist 
hier  deutlich  mit  Palmet- 
ten verziert;  das  Perlen- 
band nicht  recht  sichtbar). 
Im  Felde  1.  undeutlicher 
Buchstabe.     Perlkreis. 

Taf.X,  155. 

A1  AT  (oben  in  der  Mitte  be- 
ginnend). Kopf  der  Aphro- 
dite (?)  I.  mit  kreuzweis 
um  das  Haar  geschlunge- 
nem Bande,  Ohrgehänge 
und  Perlenschnur.  Vor 
ihrem  Halse  ein  Delphin 
abwärts;  hinter  dem  Halse 
ZA  Perlkreis  und  einfa- 
cher Kreis. 


Kopf  der  Demeter  (oder 
Hera?)  r.  mit  Diadem, 
Ohrgehänge  und  Perlen- 
band. Vom  Hinterkopfe 
hängt  ein  Schleier  herab. 
Dicht  unter  dem  Abschnitt 
des  Halses  undeutlich  ge- 
formte Buchstaben  (wie 
KOA). 


Die  Dioskuren,  nackt  und 
ohne  Hut,  neben  einander 
r.  reitend.  Jeder  von  ihnen 
trägt  einen  Palmzweig,  an 
dessen  Spitze  ein  Kranz 
gebunden  ist;  der  zweite 
Dioskur  hat  den  r.  Arm 
erhoben  (um  sein  Ross  zu 
bekränzen?).  Ob  im  Ab- 
schnitt etwas  stand,  ist 
nicht  mehr  zu  sehen.  (Fox). 
Taf.X,  156. 

Diese  Münze  ist  von  roher  Arbeit  und  offenbar 
eine  barbarische  Nachahmung  des  oben  n.7  beschriebenen 
Staters.    Vgl.  Evans  the  horsemen  of  Tarentum  S.  208. 


15* 


228 


Calabria 


i8 


Nt.\ 


4,26 


4,28 


Mi\ 


4,29 


21. 
22 


A/2 


2,82 


Kopf  des  jugendlichen  He- 
rakles r.,  mit  dem  Löwen- 
fell bedeckt,  das  am  Halse 
geknüpft  ist. 


Taf.  X,  157. 
Vgl.  oben  n. 


TAPANTINßN  unter  einem 
r.  eilenden  Zwiegespann, 
in  welchem  Taras  (oder 
Poseidon  ?)  mit  flatterndem 
Mantel  vornüber  gebeugt 
steht  und  mit  beiden 
Händen  die  Zügel  führt; 
in  der  L.  hat  er  ausserdem 
den  Dreizack.  Oben  r. 
die  Spuren  von  NIKAP; 
unter  den  Vorderfüssen 
der  Pferde  zwrei  aufrecht 
stehende  Amphoren. 
(327/1872). 


Ebenso.  [TJAPANTI  [NflN]  unter  dem- 

selben Typus.  Doch  steht 
hier  oben  r.  R  und  £ft£  : 
unter  den  Vorderfüssen 
der  Pferde  N§  (also  NO. 
(28670/1). 
Auf  dieser  und  der  folgenden  Münze  ist  der  Lenker 

des  Zwiegespanns  sicher  Taras,  nicht  Poseidon. 


Ebenso. 


Derselbe  Typus;  von  Schrift 
und  etwaigen  Beizeichen 
ist  nichts  mehr  zu  sehen, 

(Fox). 


Athenakopf  r.  (korinthischer 
Helm)  mit  lang  am  Nacken 
herabhängendem  Haar. 
Der  Helmbusch  ist  ge- 
theilt;  auf  dem  Kessel 
undeutliche  Verzierung. 
Perlkreis. 


Taras  mit  flatterndem 
Mantel  im  r.  eilenden 
Zwiegespann;  er  halt, 
vornüber  gebeugt,  die  Zü- 
gel in  der  R.,  in  der  L. 
den  Dreizack.  Über  den 
Köpfen  der  Pferde  ein 
Stern  (achtstrahlig  auf 
dem  ersten  Exemplar), 
unter  den  Vorderfüssen 
ein  Delphin  abwärts. 
(Fox.  28670/2). 
Evans  the  horsemen  of  Tarentum  S.  209  setzt  diese 
Münze  doch  wohl  zu  spät  an  (212 — 209  v.  Chr.). 


Tarentum 


229 


»4 


N\\-i\ 


2,84 


2,14 


2,13 
V5 


N  \\-\% 


2N 


A  1* 


,T(3 


V3 


TA  PA  NTINßN  (abwärts), 
vor  dem  Kopfe  der  Athena 
r.  (korinthischer  Helm 
mit  Busch)  mit  Ohrge- 
hänge undlang  amNacken 
herabwallendem  Haar. 


Taf.  X,  158. 
Ein   ähnliches  Exemplar 
Garrucci  Taf.  C,  60. 


Taras  mit  flatterndem 
Mantel  auf  einem  von 
zwei  Delphinen  gezoge- 
nen Wagen  r. ;  er  hält, 
vornüber  gebeugt,  in  der 
R.  die  Zügel,  in  der  L. 
einen  Dreizack.  Unten 
NIK  (Beger  thes.  Pal. 
S.  172,  thes.  Br.  I  S.  327). 

dieser  seltenen  Münze  bei 


Lorbeerbekränzter  Kopf  des 
Apollo  r. 


Lorbeerbekränzter  Kopf  des 
Apollo  r. ;  vor  dem  Halse 
N#  (wahrscheinlich  INKj,  1. 
im  Felde  A" 


TAPANT/////  (in  schräger 
Linie  aufwärts)  vor  einem 
Adler  mit  ausgespannten 
Flügeln,  welcher  halb  1. 
auf  einem  Blitz  steht. 
(28670/3). 

TAPANTINttN  (in  schräger 
Linie  aufwärts)  vor  dem- 
selben Typus.  Zwischen 
Adler  und  Aufschrift  R 
(Fox;  Peytrignet). 
Beide  Exemplare  aus  demselben  Stempel. 
Taf.X,  159. 

Der  Lorbeerkranz   hat  oben  drei  Blattreihen,    nach 
dem  Nacken  zu  nur  zwei. 


Derselbe  Kopf  r.  (von  ziem- 
lich rohem  Styl),  dahinter 
N< 


Derselbe  Kopf  r.   (von  bes- 
serem Styl),  dahinter     '\ 


Adler  mit  ausgespannten 
Flügeln  halb  r.  auf  einem 
Blitz  stehend.  Zu  den 
Füssen  des  Adlers  eine 
kleine  Eule  (halb  r.,  Kopf 
von  vorn);  unter  dem 
Blitz  IA     (Fox). 

Spuren  von  Schrift  oben  1. 
Adler  mit  ausgespannten 
Flügeln  halb  r.  auf  einem 
Blitz  stehend.  Im  Felde 
r.  4>/i,  darunter  zwei 
Sterne,  darunter  zwei  auf- 
recht stehendeAmphoren. 
Unter  dem  Blitz  NIKAP 
(55i/i877)- 


230 


Calabria 


29- 
3l 


32 


Ni\ 

i,44 

1% 

[,46 

i| 

i?4i 

N  i\ 

1,40 

M\-i 

o,S6 

77 

0,84 

I-i 

0,85 

N\ 

0,71 

0,70 

TAPAC  (abwärts)  hinter  dem 
lorbeerbekränzten  Kopfe 
des  Apollo  1.  Vor  dem- 
selben CA  und  ein  kleiner 
Delphin  abwärts.  Perl- 
kreis. 


Herakles,  nach  1.  ausschrei- 
tend, schwingt  mit  der  R. 
die  Keule  gegen  den  Lö- 
wen, der  an  seine  1.  Seite 
gesprungen  ist.  L.  im 
Felde  Bogen  und  Köcher; 
bei  den  Beinen  des  He- 
rakles h  und  H  (Fox,  2  Ex. 
Peytrignet . 


Taf.X,  160. 

Die    drei    Exemplare    aus    demselben   Stempel 
Arbeit,  zumal  der  Vorderseite,  nicht  fein. 


die 


Kopf  der  Aphrodite  (oder  TAPAC  (r.,  abwärts).  Taras 
Persephone)  r.  mit  Diadem,  als  Kind  am  Boden  sitzend 
Ohrgehänge  und  Perlen- 


band; das  Haar  wallt  lang 

über  dem  Nacken    herab 

(Apollotypus).     Im    Felde 

1.  K,  vor  dem  Kopfe  h,  M, 

<t>    (unter    einander;    vgl. 

oben  n.  15). 
Taf.X,  161. 

Die  anmuthige  Darstellung  bezieht  sich,  wie  Fried- 
länder bemerkt,  'ohne  Zweifel  auf  die  berühmte  Wollen- 
industrie in  Tarent'. 


von  vorn,  der  Kopf  im 
Profil  nach  r.)  hält  in  der 
halberhobenen  R.  den 
Rocken,  in  der  L.  den 
Knäuel.  Unten  ein  kleiner 
Delphin  r.     (Fox). 


Vgl.  Evans  S.  91, 


Kopf  des  jugendlichen  He- 
rakles r.,  mit  dem  Löwen- 
fell bedeckt,  das  am  Halse 
geknüpft  ist.  Unter  dem 
Halse  ein  kleines  undeut- 
liches Beizeichen  (Keule? 
oder  Stempelverletzung?). 


TAPAC  unten.  Taras  auf 
dem  Delphin  1.  reitend, 
in  der  vorgestreckten  R. 
den  Kantharus,  im  1.  Arm 
den  Dreizack.  Peytrignet, 
2  Ex.     Fox). 


TAP'AN  um  einen  Kantharus 
mit  verzierten  Henkeln. 
(Fox.     Gansauge). 


Kopf  der  Aphrodite  oder 
Persephone)  r.  mit  Diadem, 
Ohrgehänge  und  Hals- 
band ;  das  Haar  wallt  lang 
über  dem  Nacken  herab 
(Apollotypus,  wie  auf 
n.  32).  Im  Felde  1.  h;  vor 
dem  Kopfe  M  und  <t>,  wie 
es  scheint.     Perlkreis. 

Taf.X,  162. 

Beide  Exemplare  aus  demselben  Stempel. 


|8.  N  ■  ,  - 


0,425 
0,42 


40  JR6%-6%    7,99 


*  7 


7>9° 


Tarentum 

Kopf  des  Helios,  fast  ganz 
von  vorn  (etwas  r.),  mit 
grossem  Strahlenkranz. 


23 


TAPAN 
Liegender  Blitz 

VoJV 

Fox  . 


Taf.X,  163. 

Die  beiden  Exemplare  aus  verschiedenen  Stempeln; 
das  erste  früher  im  Besitze  Millingen's  (abgebildet  in  dem 
Supplement  aux  considerations  Taf.  II,  5). 

Über  diese  Münze  vgl.  Evans  S.  84. 


Incusi 


*A3AT  (1.,  aufwärts).   Nack- 
ter   Jüngling,      vielleicht 


Vertieft:  ähnliche  Darstel- 
lung r.  und  ohne  Schrift. 
Der  Jüngling  kniet  mit 
dem  r.  Knie,  in  der  bis  zur 
Höhe  des  Gesichts  erho- 
benen L.  hält  er  nichts, 
in  der  R.  die  Leier.  Ver- 
tiefter Rand  mit  Strichen. 
(28787). 


Apollo,   mit  dem  1.  Knie 

1.  knieend;  in  der  bis  zur 

Gesichtshöhe     erhobenen 

R.  hält  er  eine  Blume,  im 

1.  Arm  eine  Leier  (unten 

mit     Schildkrötenschale). 

Erhabener,     verzierter 

Rand. 

Taf.  XI,  164. 

Dieses  Exemplar  stammt  aus  der  i.  J.  1867  versteigerten 
Dupre'sehen   Sammlung. 

Drei  Punkte  vor  den  beiden  A  der  Umschrift  (vgl. 
Friedländer- Sallet  Königl.  Münzcabinet  n.653)  und  einige 
kleine,  Buchstaben  ähnliche  Zeichen  bei  der  Blume,  die 
man  für  PTO  gehalten  hat  (vgl.  Pellerin  Suppl.  IV  S.  27 
Taf.  II  10;  aus  ihm  Mionnet  1  S.  139  n.  379,  Gavedoni 
zu  Carelli's  Tafeln,  Sambon  ,  sind  wohl  nichts  anderes 
als  bedeutungslose  Eigenthümlichkeiten  des  Stempels. 

De  Luynes  (Annali  delf  Inst.  1830  S.  340  hält  den 
auf  dieser  Münze  dargestellten  Jüngling  für  den  Apollo 
cTax/i/9is,-;   vgl.  dazu  Evans  S.  186. 


ZAflAT    (1      aufwärts 


Der  Vertieft:  dieselbe  Darstel- 
auf  lung  wie  auf  der  Vs.,  aber 
1.  Von  Schrift  vielleicht 
einige  Spuren  oben  r. 
■V:  ?  erhaben).  Ver- 
tiefter Rand  mit  Strichen. 
(Fox). 


nackte*;  Taras  r. 
einem  Delphin  reitend; 
die  R.  stützt  er  hinter  sich 
auf  den  Delphin,  den  1. 
Arm  hat  er  vorgestreckt. 
Unten  Kammmuschel,  ab- 
wärtsgekehrt (undeutlich  . 
Erhabener,  verzierter 
Rand. 

Taf.  XI,  165. 

Das  bei  Garrucci  Taf.  XCVII,  23  abgebildete  Exemplar 
hat  auf  der  Ks.  TA  PAS 


*)  Auf  allen  folgenden  Münzen  ist  Taras,  falls  es  nicht  anders  bemerkt  ist,  nackt  dargestellt. 


232 


Calabria 


42- 
46 


47 


48 


49 


50 


*3W 

8,11 

4 

8,07 

3*"4 

7,93 

3^-4 

etwas 
verletzt 

4 

8,12 

8,09 

^4-4t 

7,9 1 

iR3* 

8,11 

^4-5 

7,99 

M3\-ti 

7,88 

Die  Münzen  von  altem  Styl 


^A3AT  (abwärts)  hinter  dem 
r.  auf  einem  Delphin  rei- 
tenden Taras;  die  R.  stützt 
er  hinter  sich  auf  den 
Delphin,  den  1.  Arm  hat 
er  halb  erhoben.  Unten 
Kammmuschel,  abwärts 
gekehrt.  Erhabener,  mit 
Perlen  verzierter  Rand. 
Taf.XI,  166. 


Rad  mit  vier  Speichen. 
Arditi.  Rauch.  28650, 
Fox.     Prokesch  . 


Die  vier  ersten  Exemplare  sind  völlig  gleich  die 
Vorderseiten  aus  demselben  Stempel);  das  fünfte  weicht 
in  der  Stellung  des  Beins  des  Taras  etwas  ab. 


51  AT     (1.,    abwärts), 
alles  ebenso. 


sonst    Ebenso.     (Fox) 


Rad  mit  vier  Speichen,  in 
einem  derZwischenräume 
ein  Delphin  1.        (Arditi  . 


/A51AT  (aufwärts)  hinter  dem 
1.  mit  vorgestreckten  Ar- 
men (die  Handflächen  sind 
abwärts  gekehrt)  auf  dem 
Delphin  reitenden  Taras. 
Unter  dem  Delphin  eine 
offene,  zweischalige  Mu- 
schel (von  aussen  gese- 
hen). Spuren  eines  Perl- 
kreises. 

[Das  Exemplar  ist  von  Pinder  in  den  Numismata 
inedita  Tafel  I  2  publicirt  worden,  doch  ist  nicht  bemerkt, 
dass  diese  Typen  auf  ein  altes  korinthisches  Didrachmon 
geprägt  sind,  von  dessen  Typen,  Athenakopf  r.  und 
Pegasus  1.,  ganz  deutliche  Spuren  erkennbar  sind.  Fkiki>- 
laender].     Vgl    auch  Ztschr.  f.  Numism.  IV    - 

*ASA7  (aufwärts)  hinter 
demselben  Typus.  Unter 
dem  Delphin  aufwärts  ge- 
kehrte Kammmuschel. 
Wenig  erhabener,  ver- 
zierter Rand. 


1 A  51 A  T  (1.,  abwärts).  Taras 
r.  auf  einem  Delphin  rei- 
tend ;  den  1.  Arm  hat  er  halb 
erhoben,  die  R.  stützt  er 
hinter  sich  auf  denDelphin. 
Unten  Kammmuschel,  ab- 
wärts gekehrt.  Perlkreis 
und  einfacher  Kreis. 

Taf.XI,  167.  


Rad  mit  vier  Speichen;  un- 
gewiss, ob  mit  Symbol  im 
Zwischenraum.       Arditi). 


Rad  mit  vier  Speichen,  in 
jedem  Zwischenraum  ein 
Delphin  r 


Tarentum 


233 


51 


^34-31 


*3* 


JR  2^-3 

kugel- 
förmig 


>4  -^4,3-44 


,07 


7>75 

cor- 
rodirt 


7,99 


A^AT  unter  dem  auf  einem  Gezäumtes  geflügeltes  See- 
Delphin  r.  reitendenTaras; ;  pferd  r.,  darunter  Kamm- 
er hat  den  1.  Arm  vorge-  muschel  abwärts.  Ver- 
streckt und  hält  in  der  R.  tiefter  Rand.  (Arditi 
einen  Polyp  (mit  sechs 
Fangarmen).  Erhabener 
Rand  mit  Perlen  verziert. 

Ob    auf  Tapa    noch    ein   Buchstabe    folgte,    ist   auf 

unserem    Exemplar    nicht    zu    sehen.      Die    Ks.    scheint 

schriftlos  gewesen  zu  sein. 


Derselbe  Typus.  Spuren  von  ;  >A"'i  AT     unter     einem     ge- 


erhabenem Rande.  Schrift 
nicht  sichtbar  (unter  dem 
Delphin  ist  das  Stück 
mangelhaft  ausgeprägt). 


55 


&4~4h 


oxydirt 


zäumten  geflügelten  See- 
pferd r.    Unter  der  Schrift 
Kammmuschel      abwärts. 
Vertiefter    Rand.      (Ohne 
Bezeichnung). 
Wohl   nur  eine   Stempelverletzung    erregt  den  An- 
schein, als  ob  Taras  in  der  ausgestreckten  L.  einen  kleinen 
Gegenstand  halte. 


Derselbe  Typus.  Mü     unter    einem    ge- 

zäumten geflügelten  See- 
pferd r.     (Fox). 
Von  den  Typen  ist  beiderseits  nur  ein  kleiner  Theil 

zur  Ausprägung  gekommen. 


M*  AT  (1.,  abwärts).    Taras  [  Geflügeltes  Seepferd  1.  Ver- 
mit  vorgestreckten  Hän-  '      tiefter  Rand.     (Fox). 
den    r.   auf  dem   Delphin 
reitend.      Unten    Kamm- 


muschel, abwärts  gekehrt. 
Erhabener  Rand,  wie  es 
scheint. 

8,06  j  J  A  ^1  AT  (von  unten  be- 
ginnend, um  das  ganze 
Bild  vertheilt).  Taras  r. 
auf  dem  Delphin  reitend; 
die  L.  hat  er  vorgestreckt, 
in  der  R.  hält  er  einen 
Polyp.  Erhabener,  ver- 
zierter Rand. 


iAT  (abwärts)  hinter 
einem  gezäumten  geflü- 
gelten Seepferd  r.  Unten 
Kammmuschel  abwärts. 
Vertiefter  Rand  mit  Stri- 
chen.    (7721). 


Der  Delphin  ist  auf  diesem  Exemplar  stärker  als 
sonst  gekrümmt,  er  ist  wohl  springend  gedacht. 

Der  Polyp  hat  auf  dieser  und  den  nächstfolgenden 
Münzen  nur  sechs  Fangarme. 


234 


Calabria 


57 


58 


59 


60 


61 


&4k-4h 

7,87 

oxydirt 

IRtf 

8,06 

JRti 

7,97 

&5k 

8,09 

JR5 

7,94 

JR4h 

8,05 

T    A    U  V     $      (von  oben  r.    *  A  *1  A  T     (abwärts      hinter 


beginnend).  Derselbe  Ty- 
pus. Erhabener,  verzier- 
ter Rand. 


A  :!  [A]  5  über  demselben 
Typus.  Erhabener,  ver- 
zierter Rand. 


einem  geflügelten  See- 
pferd r.  Unten  Kamm- 
muschel, aufwärts  gerich- 
tet. Vertiefter  Rand  mit 
Strichen.     (Fox). 


TA  PA  2  über  einem  ge- 
zäumten geflügelten  See- 
pferd r.  Unten  Kamm- 
muschel abwärts.  Vertief- 
ter Rand  mit  Strichen. 
(6114). 

Das  umgekehrte  S  in  der  Umschrift  der  Vs.  scheint 
sicher  zu  sein. 


TARAS  in  einer  geraden 
Zeile  unter  demselben  Ty- 
pus. Erhabener,  verzier- 
ter Rand. 


AT  hinter  einem  geflü- 
gelten Seepferd  r.  Unten 
Kammmuschel  aufwärts. 
Vertiefter  Rand  mit  Stri- 
chen.    (7642). 


*A*AT  über  einem  geflü- 


1.    Unten 
abwärts. 


Z  AflAT  unten.  Taras  (mit 
Haarzopf)  r.  auf  dem  Del- 
phin reitend,  indem  er 
den  1.  Arm  vor  sich,  den 
r.  seitwärts  ausstreckt.  Er- 
habener, verzierter  Rand. 
Taf.XI,  168. 

Die  Ks.  ist  etwas  convex;  ebenso  bei  den  zwei  fol 
genden  Münzen. 


gelten  Seepferd 
Kammmuschel 
Vertiefter  Rand  mit  Stri- 
chen.    (28786). 


^A*1AT,    sonst   ebenso. 
Peytrignet . 


ZASAT  in  einer  geraden 
Zeile  unten.  Taras  (mit 
langem  Haarzopf)  r.  auf 
dem  Delphin  reitend;  den 
1.  Arm  hat  er  vorgestreckt, 
in  der  R.  hält  er  einen 
Polyp  (mit  acht  Fang- 
armen). Erhabener,  ver- 
zierter Rand. 

Von  sehr  feiner  alterthümlicher  Arbeit,  ebenso  wie 

die  folgende  Münze. 


TARAS  unter  demselben 
Typus  (der  Polyp  hat  hier 
nur  sechs  Fangarme).  Er- 
habener, verzierter  Rand. 

Taf.XI,  169. 


2A3AT    über  einem   geflü- 
Iten  Seepferd  1.     Unten 
kammrn  uschel     aufwärts. 
Vertiefter  Rand  mit  Stri- 
chen.    (364/1872). 


Tarentum 


235 


62  /R4';-4?; 


64  Ä44-5 


7,8. 

etwas 
ab- 
genutzt 


5,06 


^4 


oxydirt 


Geflügeltes    Seepferd    1. 
(Fox). 


TARA*  (r.,  abwärts).  Taras 
mit  vorgestreckten  Armen 
1.  auf  dem  Delphin  rei- 
tend. Unten  Kammmu- 
schel abwärts.  Zwischen 
dieser  und  dem  Delphin 
kleines  undeutliches  Zei- 
chen (oder  Buchstabe  $?). 
Perlkreis. 

Der  auf  dem  Delphin  reitende  Jüngling  erscheint 
fast  bärtig,  was  wohl  einer  zufälligen  Verletzung  des 
Stempels  oder  der  Münze  selbst  zuzuschreiben  ist. 


AT  (1.,  abwärts).  Taras, 
r.  auf  einem  Delphin  rei 


Geflügeltes  Seepferd  r.,  da- 
runter Taschenkrebs. 
(Fox  . 


tend,  hält  mit  beiden  vor- 
gestreckten Händen  einen 
grossen  Kranz.  Unten 
Kammmuschel  abwärts. 
Kreis  von  dicken  Perlen. 

Gat.  of  greek  coins  in  the  Brit.  mus.,  Italy,  S.  167,  51, 


Geflügeltes  Seepferd  r. 
(Peytrignet . 


TAPAA  (r., abwärts).  Taras 
(mit  langem,  über  den 
Rücken  herabhängendem 
Zopf)  mit  vorgestreckten 
Armen  1.  auf  dem  Delphin 
reitend.  Unten  Kamm- 
muschel abwärts.  Ein- 
facher Kreis. 

Der  letzte  sichtbare  Buchstabe  der  Aufschrift  scheint 
nicht  $,  sondern  N  zu  sein.  Es  wäre  nicht  unmöglich, 
dass  die  Aufschrift  länger  war,  auf  diesem  Exemplar  je- 
doch nur  bis  TAPAN  zur  Ausprägung  kam. 


Jugendlicher      (weiblicher?) 

Kopf  1.  mit  aufgebunde- 
nem Haar.  Dicht  um  den 
Kopf  eine  dicke  Kreislinie. 


*  A  3  A  T  (abwärts  hinter  dem 
r.  auf  einem  Delphin  rei- 
tenden Taras.  Die  R.  stützt 
er  hinter  sich  auf  den 
Delphin,  den  1.  Arm  hat 
er  halb  erhoben.  Unten 
Kammmuschel  abwärts. 
Erhabener  Rand  mit  Per- 
len verziert.  (28670/10). 
Die    Ks.    dieser   Münze   ist   mit  demselben    Stempel 

geprägt,   aus  welchem   die  Vs.  der   ersten  Münze  dieser 

Abtheilung  ^n.  42 — 46)  hervorging. 


236 


Calabria 


66 


M^ 


67 


^4 


68 


*3*-4 


69 


M4 


»03 


7,9° 


7& 

genutzt 


oxydirt 


Ganz  ahnlicher  Kopf  1.  mit.TAPA*  (abwärts  hinter 
aufgebundenem  Haar  und  j  dem  mit  vorgestreckten 
Perlenhalsband.  Dicht  um 


den  Kopf  eine  dicke  Kreis- 
linie. 


Taf.XI,  170. 


Armen  1.  auf  dem  Delphin 
reitenden  Taras.  Unten 
Kammmuschel  abwärts. 
Perlkreis.     (Arditi). 


Ein  unvollkommenes  Ex.  ist  das  bei  Carelli  Taf.  GV,  34 
abgebildete.     Vgl.  Garrucci  Taf.  XCVII,  19. 

Evans  S.  3  bezeichnet  den  Kopf  als  denjenigen  der 
Nymphe  Satyra,  Mutter  des  Taras. 

Imhoof-Blumer  hat  die  Ansicht  ausgesprochen,  Taras 
halte  auf  dieser  und  ähnlichen  Münzen  beide  Hände 
gleichsam  zum  Gebet  erhoben  (Jahrbuch  des  archäolog. 
Inst.  III  1888  S.  288  nebst  Taf.  9,  12).  Gegen  diese  Auf- 
fassung spricht  die  Haltung  der  Arme  (horizontal  vor- 
gestreckt mit  abwärts  gekehrten  Handflächen)  hier  wie 
auf  den  ähnlichen  Typen  (vgl.  oben  n.  48.  49.  62.  64  . 


Jugendlicher   Kopf  1.     Das  I  Spuren  von  Schrift  TAPAS, 


Haar  ist  am  Nacken  auf- 
genommen und  nach  Art 
eines  Diadems  um  den 
Kopf  gelegt.  Dicht  um 
den  Kopf  ein  dicker  Kreis. 


wie  es  scheint)  hinter 
demselben  Typus.  Unten 
Kammmuschel      abwärts. 

(1 13/1885). 


Taf.XI,  171 


Die  Annahme  Evans'  (S.  3),  dass  hier  der  Kopf  des 
Taras  dargestellt  sei ,  wird  durch  das  Perlenhalsband  auf 
der  zweitnächsten  Münze  mit  demselben  Kopfe  nicht 
bestätigt. 


Ebenso. 


Derselbe  Kopf  1.  mit  Perlen- 
halsband. Dicht  um  den 
Kopf  ein  dicker  Kreis. 


TA[>]A$  (r., abwärts  .  Der- 
selbe Typus  (Taras  hat 
aber  hier  einen  langen 
Haarzopf).  Unten  keil 
Beizeicnen.  Erhabener 
Rand.     (F 

Spuren  von  Schrift  hinter 
dem  mit  vorgestreckten 
Händen  1.  auf  einem 
Delphin  reitenden  Taras. 
Unten  Kammmuschel  ab- 
wärts.    (Prokesch). 


Die  Ks.  vielleicht  aus  demselben  Stempel  wie  n. 


Tarentum 


237 


JR2%-3 


3,92 


Mii-3 


3,94 


^3 


3,64 


|jR4*-5      7,80 

i  oxydirt 


^5-5* 


6,73 

ab- 
genutzt 


>*1  AT  so).  Weiblicher 
Kopf  r.  mit  einem  breiten 
Bande  im  Haar  (die  Schrift 
ist  so  vertheilt,  dass  AT 
hinter,  der  Rest  vor  dem 
Kopfe  steht). 


/A     3  A  T      (1.  beginnend, 
abwärts  .  Vordertheil 

eines  geflügelten  Seepfer- 
des r.  Unten  Kammmu- 
schel aufwärts.  Perlkreis. 
(21568). 


Der  Kopf  ist  von  roher  Arbeit.  —  Ungenau  abge- 
bildet bei  Carelli  Taf.  CV,  36. 


AT  1.,  aufwärts).  Weiblicher 
Kopf  r.  mit  breitem  Bande 
im  Haar. 


Ebenso  (diese  Seite  aus  dem- 
selben   Stempel    wie    die 
vorhergehende      Münze). 
(Fox). 
Vgl.  Garrucci  Taf.XCVII,  20. 


Weiblicher  Kopf  r.  mit  dop- 
peltem schmalen  Bande 
im  Haar,  welches  hinten 
in  einem  Zopf  herabhängt 
(der  Zopf  endigt  in  eine 
kleine  Kugel). 


T  A  R  A S  abwärts  hinter  dem 
Vordertheil  eines  geflü- 
gelten Seepferdes  1.  Unten 
Kammmuschei  abwärts. 
Einfacher  Kreis.  (Pey- 
trignet). 


Vgl.  Garrucci  Taf.  XCVII,  21. 


Mit  dem  sitzenden  Demos 

Der  sitzende  Demos  gleicht  in  mancher  Beziehung 
dem  meist  bartigen  Manne  auf  Münzen  von  Rhegium. 


tllllMKT  (r.,  aufwärts).  Taras 
1.  auf  dem  Delphin  rei- 
tend, indem  er  die  R.  vor- 
streckt und  die  L.  auf  den 
Delphin  stützt.  Unten 
Kammmuschel  abwärts. 


T MIIIIJIIII  (r.,  abwärts).    Taras 

mit  vorgestreckten  Armen 
1.  auf  dem  Delphin  rei- 
tend. Unten  Kammmu- 
schel abwärts. 


Ein  jugendlicher  Mann,  nur 
unterwärts  bekleidet,  sitzt 
1.  auf  einem  Stuhl  ohne 
Lehne;  mit  der  L.  stützt 
er  sich  auf  einen  langen 
Stab,  in  der  ausgestreck-. 
ten  R.  hält  er  einen 
Rocken.     (6537). 

Ein  jugendlicher  Mann,  nur 
unterwärts  bekleidet,  1.  auf 
einem  Stuhl  ohne  Lehne 
sitzend.  In  der  R.  hält 
er  einen  Rocken,  mit  der 
L.  fasst  er  einen  Stab,  den 
er  in  die  1.  Achselhöhle 
gestemmt  hat.  (6538). 


238 


Calabria 


7b 


76 


M5-6 


Mb 


8,04 


77 


jR6-6* 


78 


79 


^5-5% 


^5-6 


7,80 


7,78 

etwas 
beschä- 
digt 

7,87 


80 


M 


7,85 


/7///AJIAT  iL,  abwärts).  Der- 
selbe Typus,  aber  r.  Unten 
Kammmuschel  abwärts. 
Einfacher  Kreis,  wie  es 
scheint. 

*A?1AT(1.,  abwärts).  Derselbe 
Typus  r.  Unten  Kamm- 
muschel abwärts.  Perl- 
kreis. 


£A9AT  (aufwärts)  hinter  dem- 
selben Typus  (die  hier 
sichtbare  Abschnittslinie 
ist  geperlt  .      Fox). 


TARA/VTI/VOS      (abwärts)  .' 
hinter  demselben  Typus. 
Auch    hier    ist    die    Ab- 
schnittslinie   geperlt. 
(28670/1 1). 


Taf.  XI,  172. 

Ob   in    der  Aufschrift  der  Vs.  der  letzte  Buchstabe 
2  oder  £  ist,  ist  nicht  recht  klar,  2  ist  wahrscheinlicher. 


Taras  1.  auf  dem  Delphin 
reitend.  Am  1.  Arm  hat 
er  einen  böotischen  Schild, 
die  R.  ist  vorgestreckt. 
Unten  Kammmuschel  ab- 
wärts. 


Ein  jugendlicher  Mann,  nur 
unterwärts  bekleidet,  sitzt 
1.  auf  einem  Stuhle  ohne 
Lehne.  Auf  dem  Rücken 
der  ausgestreckten  r.Hand 
lässt  er  eine  Spindel  um- 
laufen, in  der  herabhän- 
genden L.  hält  er  eine  stri- 
gilis,  während  ein  Salb- 
gefäss  von  einem  um  sein 
Handgelenk  geschlunge- 
nen Bande  herabhängt. 

Taf.  XI,  ,73-  .  (PeytHgnet. 

Die  Kehrseite  ist  besonders  fein  und  schön  componirt. 


Ebenso. 


Taras,  1.  auf  dem  Delphin 
sitzend,  hält  sich  mit  der 
R.  an  der  Rückenflosse,  die 
L.  legt  er  auf  den  Rücken 
des  Delphins.  Unten  ein 
schmaler  Fisch  1.  und  da- 
runter Wellen. 

TA  RAM  r.,  abwärts).  Taras 
mit  vorgestreckten  Armen 
1.  auf  dem  Delphin  reitend. 
Unten  Kammmuschel  ab- 
wärts.    Perlkreis. 


Ebenso,  doch  hält  der  Mann 
mit  der  herabhängenden 
1.  Hand  nur  das  Salbge- 
fäss.     (6634). 

Ebenso.     (Peytrignet). 


TAR/  abwärts)       hinter 

einem  nur  unterwärts  be- 
kleideten jugendlichen 
Manne,  welcher  1.  auf 
einem  Stuhle  ohne  Lehne 
sitzt.  In  der  R.  hält  er  den 
Rocken,  die  L.  legt  er  an 
den  Stuhl.  Das  Ganze 
von  einem  Kranze  umge- 
ben. (Ohne  Bezeichnung). 


Tarentum 


239 


Mb-6 


82 


^5Sk 


oxydirt 


7,44 


*:< 


iR^-5 


ab- 
genutzt 


Keine  Schrift  sichtbar.  Der- 
selbe Typus,  aber  r.  Unten 
Kammmuschel  abwärts, 
zwischen  Muschel  und 
Delphin  ein  undeutlicher 
Gegenstand  (Fisch?).  Perl- 
kreis. 


PA  N  Tl/Vß  HIß  Taras, 
behelmt  und  mit  einem 
kleinen  runden  Schild  am 
1.  Arm,  reitet  1.  auf  einem 
Delphin.  In  der  ausge- 
streckten R.  hält  er  ein 
aplustre,  wie  es  scheint. 
Unten  ein  breiter  Fisch  1. 
Am  Bauche  des  Delphins 
ein  kleines  E 


TAPAS  abwärts^  hinter  der- 
selben Darstellung.  Auch 
hier  das  Ganze  im  Kranz. 
Die  hier  sichtbare  Ab- 
schnittslinie ist  geperlt. 
(Fox). 


Ein  Jüngling,  nur  unter- 
wärts mit  dem  Mantel  be- 
kleidet, sitzt  1.  auf  einem 
Sessel  ohne  Lehne.  Er 
hält  mit  der  R.  einem  vor 
ihm  aufgerichtet  sitzen- 
den Panther  (oder  Katze) 
die  Spindel  hin;  in  der 
herabhängenden  L.  hält 
er  eine  strigilis  (ob  auch 
das  Salbgefäss,  ist  nicht 
zu  sehen).  (28656/6). 
Von  sehr  schönem  Styl.  —  Auf  der  Ks.  ist  AA  eingeritzt. 
Taf.  XI,  174. 

Das  auf  dem  Bauche  des  Delphins  befindliche  winzige 
E  ist  die  älteste  und  sicherste  Künstlersignatur  auf  taren- 
tiner  Münzen  (vgl.  Evans  S.  119). 

Die  bei  Garrucci  Taf.  XCVII,  32  und  bei  Imhoof  und 
Keller  Tier-  und  Pflanzenbilder  Taf.  I,  26  abgebildeten 
Exemplare  weichen  von  dem  unseren  etwas  ab;  auf 
letzterem  hat  der  sitzende  Mann  beide  Beine  eingezogen 
(wie  auf  dem  Ex.  bei  Carelli  Taf.  CVI,  52). 

Hinter  dem  Panther  sieht  man  auf  unserem  Exemplar 
zwei  sich  kreuzende  Linien,  ebenso  einen  Strich  hinter 
dem  Rücken  des  Mannes  hervorkommen;  es  sind  wohl 
nur  Zufälligkeiten  des  Stempels. 

Auf  einer  unserer  Münzen  von  Rhegium  (28693)  be- 
findet sich  ein  Panther  unter  dem  Sessel  des  Demos. 

Über  den  Fisch  vgl.  Imhoof  und  Keller  Tier-  und 
Pflanzenbilder  S.  44  (Taf.  VI,  49). 


Taras  1.  auf  dem  Delphin 
reitend.  Die  R.  ist  aus- 
gestreckt (und  hielt  viel- 
leicht einen  Gegenstand), 
die  L.  stützt  er  auf  den 
Delphin.  Unten     eine 

Krabbe,   wie  es  scheint. 


Ein  jugendlicher  Mann,  mit 
einem  Mantel,  der  nur  die 
Schenkel  bedeckt,  sitzt  auf 
einem  Stuhl  mit  Lehne 
und  geschweiften  Füssen. 
Sich  etwas  überbeugend, 
hält  er  in  der  ausgestreck- 
ten R.  einen  Vogel  am 
Flügel;  den  1.  Arm  hat  er 
auf  die  Stuhllehne  gelegt, 
in  der  Hand  hält  er  einen 
Rocken.        Von     r.     her 


240 


Calabria 


84. 

85 


^5-6 


86 


&4\-5 


87 


JR4~4h 


8,0  < 

7,9* 


7,82 

ab- 
genutzt 


8,03 


schleicht  ein  katzenähn- 
liches Thier  heran.  Pey- 
trignet). 

Vgl.  Carelli  Taf.  CVII,  73,  nur  ähnlich.  —  Die  Vs. 
unserer  Münze  gleicht  der  bei  Evans  Taf.  I,  12  abge- 
bildeten (Ks.)  vollkommen. 


TAPAA/  Tl  Nß/V  Taras 
r.  auf  dem  Delphin  reitend, 
indem  er  die  R.  ausstreckt, 
die  L.  auf  den  Delphin 
stützt.  Unten  Kammmu- 
schel abwärts. 


Ein  jugendlicher  Mann,  nur 
unterwärts  mit  dem  Man- 
tel bekleidet,  sitzt  1.  auf 
einem  Stuhl  ohne  Lehne. 
Im  1.  Arm  hat  er  einen 
Stab  (oder  Rocken?),  mit 
der  ausgestreckten  R.  hält 
er  einen  Kantharus.  Der  r. 
Fuss  ruht  auf  einer  Er- 
höhung, auf  welcher  sich 
ein  bekränzter  Altar  (oder 
Grabstele?)  mit  giebelar- 
tigem Aufsatz  befindet. 
Perlkreis.  (Fox.  Proke- 
Taf.  XI,  175. 

Beide  Exemplare  aus  demselben  Stempel.  Sehr 
schön  und  fein  componirt.  Die  Ks.  von  etwas  älterem 
Styl  als  die  Vs. 

Über  den  Typus  der  Ks.  dieser  und  der  folgenden 
Münze  vgl.  Evans  S.  19. 


Keine  Schrift  sichtbar.  Ta- 
ras mit  vorgestreckten 
Armen  r.  auf  dem  Delphin 
reitend.  Unten  Kamm- 
muschel  abwärts.      Perl- 


Bekleidete,  wohl  nur  schein- 
bar weibliche  Figur  (der 
r.  Arm  und  die  r.  Brust 
sind  nackt)  r.  sitzend  auf 
einem  Stuhl  ohne  Lehne, 
kreis.  über  welchen  ein  Thierfell 

gebreitet  ist.  In  der  I .. 
hält  sie  den  Rocken,  in 
der  vorgestreckten  R. einen 
grossen  Kantharus.  Perl- 
kreis.   (Fox\ 

Ähnlich  Gat.  of  greek  coins  in  the  Brit.  mus.,  Italy, 
S.  169,  70;    viel  alterthümlicher  das   bei   Evans  Taf. 
abgebildete  Stück. 


Taras,  1.  auf  dem  Delphin 
sitzend,  hält  sich  mit  der 
R.  an  der  Rückenflosse, 
die  L.  legt  er  auf  den 
Rücken  des  Delphins.  Un- 
ten ein  schmaler  Fisch  1. 
und  darunter  Wellen. 


"i'AP  aufwärts)  vor  einem 
nackten  Jüngling,  der  1. 
auf  einem  Felsen  sitzt, 
über  den  sein  Gewand  ge- 
breitet ist.  Die  L.  stützt 
er  auf  den  Felsen,  den  r. 
Ellenbogen  auf  das  etwas 


Tarentur 


24 


/Rs-S^ 


5»95 


^5%-5% 


etwas 

ab- 
genutzt 

6,1  2 

ab- 
genutzt 

und 
oxydirt 


Die   Vs. 

Münze  n.  79. 


emporgezogene  Knie,  und 
hält  in  der  R.,  wie  es 
scheint,  einestrigilis.  Hin- 
ter ihm  der  Rocken.  (Fox). 
ist   aus   demselben  Stempel,    aus   dem   die 


Ein  Jüngling  mit  einem  Man- 
tel, der  nur  die  Schenkel 
beldeidet,  sitzt  1.  auf  einem 
Stuhl  ohne  Lehne.  Die 
L.  legt  er  an  den  Sessel, 
wärts.  der    r.   Arm     ist     ausge- 

streckt.    (Fox). 
Diese  aufschriftlose  Münze  ist  von  roher  Arbeit  und 
eine  barbarische  Nachahmung  der  unter  n.  77.78  beschrie- 
benen Stücke. 


Taras  1.  auf  dem  Delphin 
reitend;  am  1.  Arm  ein 
grosser  böotischer  Schild, 
der  r.  Arm  ist  ausgestreckt. 
Unten  Kammmuschel  ab- 


Die  schweren  Didrachmen  mit  dem  Reiter 
a)    Ältere  und  seltene  Darstellungen 

Auf  den  fünf  nächsten  Münzen  älteren  Styls  (n.  89 
bis  95)  ist  die  Seite  mit  dem  Reiter  etwas  vertieft,  ist  also 
als  "Kehrseite  anzusehen;  nur  der  Gleichförmigkeit  mit 
den  übrigen  Münzen  dieser  Klasse  wegen  ist  sie  hier 
als  Vorderseite  beschrieben. 


Nackter  Reiter  r.  sprengend; 
die  R.  stützt  er  auf  des 
Pferdes  Hintertheil. 


T     AF>A     N[TIN£2]/VHMI 

Taras,  r.  auf  dem  Delphin 
reitend,   hält  die  L.  vor- 
gestreckt und  stützt  die  R. 
auf  den  Delphin.     L.  im 
Felde    P     Perlkreis    zwi- 
schen zwei  einfachen  Krei- 
sen (nur  auf  einem  Ex.  zu 
sehen).  (1 1275.  Gansauge). 
Die  Kehrseiten  sind  aus  demselben  Stempel. 
Das   geringe  Gewicht  des   zweiten  Exemplars   (6,12) 
erklärt   sich   hauptsächlich   durch   die   völlige  Oxydation 
des  Silbers,  das  sich  jetzt  in  körnigem  Zustande  befindet. 
Über  Styl  und  Aufschrift  vgl.  Evans  S.  3 1  f. 


Antike  Münzen.     Bd.  III,  1. 


242 


Calabria 


94 


R  5 


/R5%-6 


95  Äi6-6\ 


7,82 
7,89 

beide 
etwas 
ab- 
genutzt 


7^3° 
oxydirt 


7,79 


7,80 


Ebenso  [Nackter  Reiter  r. 
sprengend;  die  R.  stützt 
er  auf  des  Pferdes  Hinter- 
theil]. 


TAPA£  ;1.,  aufwärts).  1 
r.  auf  dem  Delphin  rei- 
tend, indem  er  den  1.  Arm 
vorstreckt  und  die  R.  auf 
den  Delphin  stützt.  Unter 
dem  Delphin  viele  kleine 
Wellen  (einige  davon  sind 
auch  über  dem  Kopfe 
und  dem  Schwänze  des 
Fisches  sichtbar).  Im  Fel- 
de r.  (vor  der  Brust  des 
Taras)  T  Verzierter  Perl- 
rand (nur  auf  einem  Ex. 
zu  sehen).  (28688.  F< 
Taf.XlI,  176. 
Beide  Exemplare  aus  demselben  Stempel  (auch  das 

bei  Evans  Taf.  II  n.  1  abgebildete  ist  aus  diesem  Stempel  . 
Der  letzte  Buchstabe  der  Aufschrift  (X)  ist  nicht  recht 

deutlich,    da  er  zum  Theil  im  Perlrande  liegt,    ist  aber 

sicher  vorhanden. 


Nackter  Reiter  r.  trabend;  in 
der  gesenkten  R.  scheint 
er  eine  Gerte  zu  haben, 
mit  der  er  das  Pferd  an- 
treibt. Ein  Strich  giebt 
den  Abschnitt  an. 


A       \A     Tl     V\M        von 

oben  beginnend1.  Taras  r. 
auf  dem  Delphin  reitend, 
indem  er  den  1.  Arm  vor- 
streckt und  die  R.  auf  den 
Delphin  stützt.  Unten 
Kammmuschel  abwärts. 
(Fox). 


Von  rohem  Styl  und,  wie  es  scheint,  verwildert. 


Nackter  Reiter  r.,  im  Schritt. 
Ein  Strich  giebt  den  Ab- 
schnitt an. 


T   A?A    V\    Tl   V\ft\A    von 

oben    beginnend  ,     sonst 
ebenso.      Peytrignet). 


Unfeine  Arbeit.  —  Vollkommen  übereinstimmend  das 
Exemplar  bei  Evans  Taf.  XI,  1,  der  aber  S.  35  die  Auf- 
schrift irrthümlich  als  linksläufig  angiebt. 


[T]AR  AA/TI ////////////  (von 
oben  beginnend).  Nackter 
Reiter  1.  sprengend.  In 
der  L.  scheint  er  eine 
Gerte  zu  halten  (falls  hier 
nicht  ein  Stempelriss  vor- 
liegt). 

Ähnlich  Carelli  Taf.  CIX,  101 


AI-'A  [N]  T  I/Vft/V 
(von  oben  heginnen 
sonst  ebenso.  Einfach 
Kreis   und    Perlkreis. 

(28670/12). 


Tarentam 


243 


7>74 


pR4-4l 


^-43; 


*4H 


subärat 


7^7 


Nackter  Reiter  auf  einem 
kleinen  Pferde  im  Schritt 
1.  Am  1.  Arm  hat  er  einen 
sehr  kleinen,  mit  einem 
Sterne  verzierten  Rund- 
schild; die  R.  legt  er  an 
die  Kopfmähne  des  Pfer- 
des oder  bekränzt  dieses?). 
Ein  Strich  giebt  den  Ab- 
schnitt an.  Undeutlicher 
Kreis. 


TAPA  \ATI  A/ß/V  (von 
oben  beginnend).  Taras 
r.  auf  dem  Delphin  reitend. 
In  der  erhobenen  R. 
scheint  er  einen  kurzen 
Speer  (abwärts)  zu  halten, 
der  1.  Arm  ist  vorgestreckt, 
(etwas  gesenkt).  Unten 
Wellen  (in  einer  coneaven 
Linie).     (Fox). 


Dieselben  Typen  auf  dem  im  Gat.  of  greek  coins  in 
the  Brit.  mus.,  Italy,  S.  187,  200  abgebildeten  Exemplar. 


Nackter,  behelmter  Krieger 
hinter  oder  vielmehr  ne- 
ben seinem  r.  gewendeten 
Pferde  stehend,  welchem 
er  die  R.  auf  den  Rücken 
legt;  die  L.  stützt  er  auf 
die  Lanze,  am  Arm  hat 
er  den  runden  Schild.  Er 
scheint  sich  aufschwingen 
zu  wollen.  Im  Felde  r.  h- 
Das  zweite  Exemplar  ist 

geprägt,  deren  Typen  nicht 
Vgl.  Evans  Taf.  IV  n.  4 

Ebenso,     doch     ohne     den 
Buchstaben  im  Felde. 


TAPAC  (r.,  abwärts).  Taras  1. 
auf  dem  Delphin  sitzend. 
Am  1.  Arm  hat  er  einen 
kleinen  Rundschild,  in  der 
ausgestreckten  R.  hält  er 
einen  langen  Dreizack. 
Unter  dem  Delphin  A,  da- 
runter Wellen  (in  einer 
coneaven  Linie).  (Pey- 
trignet.  Prokesch). 
auf  eine  andere  Münze  auf- 
mehr erkennbar  sind. 


TA//////  (abwärts),  sonst  eben- 
so ;  nur  fehlt  das  A  unter 
dem  Delphin  und  die 
Wellen  sind  nicht  sichtbar 
(wahrscheinlich  nicht  vor- 
handen).    (860). 


Nackter,  behelmter  Reiter 
auf  einem  erregten  Pferde 
1. ;  am  1.  Arm  hat  er  einen 
kleinen  Rundschild  (darauf 
Seepferd  ,  in  der  Hand 
zwei  Speere.  Vor  dem 
Pferde  1.  ausschreitende 
Nike,  welche  mit  der  L. 
das  Pferd  am  Zügel  gefasst 
hat  und  mit  der  R.  nach 
dessen  Kopf  greift.  Im 
Felde  r.  Vlllll,  unter  dem 
Bauche  des  Pferdes  \V\, 
zwischen  dessen  Hinter- 
beinen KAA 


TAPAC  (r.,  abwärts).  Taras 
r.  auf  dem  Delphin  rei- 
tend. Auf  dem  1.  Arm 
liegt  ein  Gewandstück, 
das  im  Winde  flattert; 
in  der  L.  hält  er  zwei  ab- 
wärts gekehrte  Speere,  die 
(nicht  ganz  zur  Ausprä- 
gung gekommene)  R.  ist 
nach  dem  Kopfe  zu  er- 
hoben. Unten  Wellen; 
zwischen  diesen  und  dem 
Delphin  KAA  (5844). 


Vgl.    Gat.   of  greek  coins   in   the   Brit.   mus.,    Italy, 


ifi* 


244 


Calabria 


^5 


&4k-4k 


103 


^5 


104 


/R  4-4* 


7,45 
subärat 


7,8, 


■,84 


5,45 

subärat 


S.  196,272  und  Evans  Taf.  IV,  7  (mit  TAPANTINftN  auf 
der  Vs).  Die  Darstellung  auf  der  Vs.  dürfte  am  richtigsten 
so  aufzufassen  sein:  Nike  empfängt  das  siegreiche  Pferd. 


Derselbe  Typus;  auch  hier 
hat  Nike  das  Pferd  gefasst, 
ohne  aber,  wie  bei  der 
vorhergehenden  Münze, 
die  Arme  zu  kreuzen. 
Auf  dem  Schild  ist  keine 
Verzierung  und  die  bei- 
den Speere  sind  nicht 
sichtbar.  Ebenso  fehlen 
die  Buchstaben  (der  Ab- 
schnitt nicht  sichtbar). 


Taf.  XII 


TAP[A£]  (1.,  aufwärts).  Taras 
1.,  der  sich  emporhebend 
mit  dem  r.  Knie  auf  dem 
Delphin  kniet  und  den  1. 
Fuss  auf  die  Wellen  setzt. 
Die  R.  streckt  er  vor,  am 
1.  Arm  hat  er  einen  klei- 
nen Rundschild  (darauf 
die  Spuren  von  E)  und  in 
der  Hand  zwei  abwärts 
gekehrte  Speere.  L.  im 
Felde  10p    (28876). 


177. 


Ebenso,    doch  unten  steht 

AYKISJÄ      (also   Avxtaxog). 


TAFAZ  (1.,  aufwärts'.  Die- 
selbe Darstellung.  Au: 
dem  Rundschild  ist  nichts 
zu  sehen.  Im  Felde  1. 
steht  hier  lo^  (Fox  . 
Carelli  Taf.  CXII,  166  (danach  Evans  S.  133)  mit 
AYKIANOC,   gewiss  irrthümlich. 


b)    Mit  dem  Krieger 


Behelmter  nackter  Krieger 
1.  sprengend,  der  Oberleib 
ist  fast  bedeckt  von  dem 
Rundschild 


grossen 


(mit 


Delphin  1.),  den  er  am  1. 
Arm  hat  und  unter  wel- 
chem zwei  Speere  hervor- 
ragen. Oben  I,  1.  A,  r.  A, 
unten  drei  undeutliche 
Buchstaben,  vielleicht 
KAA  oder  KAA.    Perlkreis. 


Taf.  XII,  178. 


Ebenso,  doch  ist  hier  von 
der  Schrift  nur  A  und  KAA 
erhalten. 


TAPAC  unter  dem  1.  auf  dem 
Delphin  reitenden  Knaben 
Taras;  er  hat  langes  Haar 
und  über  der  Stirn  eine 
Blume (?),  um  den  Fuss- 
knöchel  einen  Ring;  in 
der  L.  trägt  er  den  Rocken 
geschultert,  die  R.  legt 
er  auf  die  Rücken flos« 
des  Delphins.  Im  Felde 
1.  Col  aufwärts,  r.  ein  ab- 
wärts gekehrter  Dreizack 
ohne    Griff".      (Prokesctf 


Ebenso.  (Beger  thes.  Pal.170. 


th.  Br.  I,  322). 


Tarontum 


245 


R  4-5 \ 
4V-5 

4-4- 


4lf5 


Nackter  behelmter  Krieger 
r.  sprengend.  Er  ist  ganz 
im  Pronl  dargestellt;  am 
1.  Arm  hat  er  einen  runden 
Schild,  mit  der  R.  halt 
er  die  Zügel.  Unter  dem 
Bauche  des  Pferdes  I- 


Vgl.  Evans  Taf.  XI  n.  5. 


TAPA£  (r.,  abwärts).  Taras  1. 
aufdemDelphin  sitzend; 
in  der  vorgestreckten  R. 
hält  er  ein  einhenkliges 
Gefäss  (mit  breitem  Munde 
und  geriefelt),  die  L.  stützt 
er  auf  den  Delphin.  Unten 
Wellen;  zwischen  diesen 
und  dem  Delphin  P  Ein- 
facher Kreis.  (9166). 


TAPAC  (r.,  abwärts).  Taras 
1.  auf  einem  Delphin  rei- 
tend. Er  hält  mit  der  R. 
einen  grossen  Dreizackge- 
schultert, am  1.  Arm  hat  er 
einen  Rundschild  (mit  ge- 
flügeltem Seepferd  L).  L. 
im  Felde  4>l,  unten  eine 
stachlige  Schnecke  (die 
Spitze  1.).  (Fox.  B.  Fried- 
länder. Gansauge). 
Der  Helm  des  Kriegers  ist  oben  mit  einer  nach  vorn 

gekrümmten   Spitze   (wohl  Greifenkopf)   und   mit  einem 

Busch  versehen. 

Vgl.  Evans  Taf.  VI  n.  6. 


Nackter  behelmter  Krieger 
r.  sprengend,  in  der  erho- 
benen R.  eine  Lanze  ab- 
wärts, am  1.  Arm  den  Rund- 
schild nebst  zwei  Speeren 
in  der  Hand.  Unter  dem 
Bauche  des  Pferdes  AAI 
(auf  zwei  Exemplaren 
AAI  . 


Ebenso. doch  hier  unter  dem 
Bauche  des  Pferdes  CA 


Ebenso,  doch  die  Schnecke 
mit  der  Spitze  nach  unten. 
(B.  Friedländer). 


Ebenso,  doch  der  Helm  hat 
keinen  Busch  und  unter 
dem  Pferde  steht  hier  4>IAI 


TAPA£  (r.,  abwärts).  Der 
Knabe  Taras  1.  auf  dem 
Delphin  reitend;  über  der 
Stirn  hat  er  eine  Blume, 
auf  der  ausgestreckten  R. 
einen  Delphin,  im  1.  Arm 
den  Rocken.  Unten  drei 
Wellen.  Im  Felde  1.  <t>l, 
r.  ein  Epheublatt.  (Beger 
thes.  Br.  I,  325.  B.  Fried- 
ränder). 


Taf.  XII,  179. 


246 


Calabria 


ir3 


114 


117 
118 


^4^-5 


7>9° 


^-4% 


^5 


/H 


*4*-4* 


JR4h-5 


7>93 


7,i7 

etwas 
ab- 
genutzt 

7,83 


7,85 
7,86 


Derselbe  Typus  (doch  ist  <t>IAI£  (aufwärts)  vor  dem 
nicht  zu  sehen,  ob  der  Knaben  Taras,  welcher  1. 
Krieger  behelmt  ist  oder  auf  dem  Delphin  reitet, 
nicht).  Unter  dem  Bauche  Mit  der  L.  hält  er  den 
des  Pferdes  4>l,  im  Felde  Rocken  geschultert,  die  R. 
1.  /$-     Perlkreis.  ruht    auf    dem    Delphin; 

am  Fussknöchel  trägt  er 
einen  Doppelring.  Unten 
grosse  Wellen;  im  Felde 
r.  Adler  mit  angelegten 
Flügeln  1.  (Peytrignet). 
Vgl.  Evans  Taf.  VI  n.  2. 

Über  das  Auftreten  des  Adlers   mit  angelegten  Flü- 
geln auf  tarentinischen  Münzen  vgl.  Evans  S.  88. 

Ebenso,  doch  steht  hier  #-  |  Ebenso,    nur  ist   die  Stelle 


Felde 


der   Schrift    nicht 
prägt.     (Fox). 


ausge- 


Nackter  unbehelmter  Krie- 
ger r.  sprengend;  in  der 
erhobenen  R.  hält  er  die 
Lanze  (die  Spitze  nach 
unten  gekehrt),  am  1.  Arm 
den  Rundschild  und  in 
der  Hand  zwei  Speere. 
Unter  dem  Bauche  des 
Pferdes  API,  im  Felde  1. 
E,  oben  V  (oder  vielmehr 
P),  r.  A  (also  EPA). 

Ebenso,  die  Buchstaben  im 
Felde  sind  hier  E  (1.),  1"! 
(oben)  und  A  (r.). 

Ebenso,  doch  scheint  hier 
nicht  mehr  als  E  (im  Felde 
1.)  gestanden  zu  haben. 

Derselbe  Typus  (ohne  Buch- 
staben im  Felde);  unter 
dem  Bauche  des  Pferdes 
£A 


Taf.  XII,  180. 


T  APA£  fr.,  abwärts).  Ta- 
ras (mit  gesenktem  Kopfe 
1.  auf  dem  Delphin  rei- 
tend; im  1.  Arm  hat  er 
ein  Steuerruder,  in  der 
ausgestreckten  R.  einen 
Kantharus.  Im  Felde  1. 
(über  dem  Kantharus^  KA 
lOhne  Bezeichnung  . 


TA    PA£,  sonst  alles  eben- 
so.    (1258). 


/////  APA*,  derselbe  Ty- 
pus; KA  steht  hier  unter 
dem  Kantharus.     (Arditi). 

TAPA£  r.,  abwärts).  Taras 
Lauf  dem  Delphin  reitend; 
im  1.  Arm  hat  er  einen 
langen  Dreizack,  in  der 
ausgestreckten  R.  einen 
Kantharus.  Inten  ein 
kleiner  Delphin  1.;  im 
Felde  1.  K      (4869.     F< 


Tarentum 


247 


1  ig 

,R  5 

7,67 

Rand 
beschä- 
digt 

120 

,R  5 

1  2  l 

Ä44-5 

7.51 

K  5 

7,86 

[23 

1  25 

/R4%-5 
4\"4-> 

4?;-5 

7,84 
7,86 

JR  44 

7,6 1 

127 
l  30 

-R  4%-5 
5-5i 
4*-5 

4?;-5 

7,87 

7.94 
7,90 

- 

Ebenso. 


Ebenso. 


Vgl.  Evans  Taf.  VI  n.  7. 
Ebenso. 


Ebenso. 


Ebenso,  doch  steht  hier  im 
Felde  1.  A  und  weiter 
unten  K     (1 17/188 

Ebenso,  doch  hier  im  Felde 
1.  £2   und  weiter   unten  t 

(1 16/1885). 

Ebenso,  doch  hier  im  Felde 
1.  /?  (über  dem  Arm  des 
Taras).      (B.  Friedlander), 

Ebenso,  doch  hier  steht  A* 
unter  dem  Arm  des  Taras. 

(Fox). 


Ebenso. 


TATAC  (r.,  abwärts.  Der 
Knabe  Taras  (mit  langem 
Haar)  1.  auf  dem  Delphin 
reitend.  Über  der  Stirn 
hat  er  eine  Blume,  im 
1.  Arm  den  Rocken,  die 
R.  ist  ausgestreckt.  Unten 
Schiffsvordertheil  1.  (Pfau. 
B.  Friedländer.     Fox). 


Ebenso.  TAPA^  (1.,  aufwärts).    Taras 

r.  auf  dem  Delphin  reitend 
(er  hebt  das  1.  Bein,  als 
ob  er  vom  Delphin  her- 
abspringen wollte).  In  der 
R.  hält  er  einen  Pfeil, 
in  der  vorgestreckten  L. 
den  Bogen  nebst  einem 
Pfeil  (oder  zwei?).  Unter 
dem  Delphin  hHP  (Fox). 
Sehr  ähnlich  Evans  Taf.  VI  n.  12.    Über  den  Typus 

der  Ks.  vgl.  Evans  S.  100. 


Derselbe  Tvpus;  unten  im 
Bogen  AEINOKPATHS,  im 
Felde  1.  £1 


TAPAC  fr.,  abwärts*.  Taras 
Lauf  dem  Delphin  reitend; 
die  L.  legt  er  auf  den 
Rücken  des  Delphins,  über 
der  ausgestreckten  R.  ein 
kleiner  Delphin.  (Fox. 
Beger  th.  Br.  I.  %i^.  18671. 

837/.S76;. 

Die  vier  Exemplare  ergänzen  sich  gegenseitig. 
Vgl.  Evans  Taf.  VII  n.  8. 


4* 


Calabria 


•31 


132 


33 


•34 


JR  5i-6 


M 


41-5 


^5 


4*4*-4% 


36iR4l-5i 


7,93 


7>74 


7,82 


7,93 
7Ä 


7>92 


Derselbe  Typus  [Nackter 
unbehelmter  Krieger  r. 
sprengend;  in  der  erho- 
benen R.  hält  er  die  Lanze 
(die  Spitze  nach  unten 
gekehrt),  am  1.  Arm  den 
Rundschild  und  in  der 
Hand  zwei  Speere];  unter 
dem  Bauche  des  Pferdes 
KAA  (sie);  im  Felde  1.  A, 
r.  N,  unten  X  Perlkreis. 
Taf.  XII,  181. 


TAPAC  (1.,  aufwärts  .  Taras 
(ganz  im  Profil  gezeichnet) 
auf  dem  Delphin  r.  reitend ; 
mit  der  R.  befestigt  er 
den  Busch  an  einem  Helm 
(mit  vornüber  geneigter 
Spitze),  den  er  über  die  1. 
Hand  gestülpt  hat.  Unter 
dem  Delphin  KAA 
(B.  Friedländer). 


Über  den  Perlkreis  vgl. 
Evans  S.  73,  welcher  den  Typus  der  Ks.  etwas  anders 
auffasst    (Taras   contemplates   the  casque   that   he   holds 


Von  sehr  schöner  Arbeit, 
between  his  hands,  vgl."  S.  75). 


Ebenso;  unter  dem  Delphin 
4>l  und  im  Felde  1.  und 
r.  je  ein  grosser  acht- 
strahliger  Stern.  (Gans- 
auge). 
.  Über  den  Typus  der  Ks. 
dieser  und  der  vorhergehenden  Münze  vgl.  Evans  S.  74  f. 


Derselbe  Typus;  unter  dem 
Bauche  des  Pferdes  KAA, 
im  Felde  1.  h,  r.  A,  unten 
A  Ob  auch  hier  Perl- 
kreis, ist  nicht  sichtbar. 
Vgl.  Evans  Taf.  IV  n.  11 


Ebenso,  doch  ist  der  Name 
unter  dem  Bauche  des 
Pferdes  verwischt  und  die 
drei  Buchstaben  im  Felde 
ganz  undeutlich  der  erste 
vielleicht  H,  der  zweite  \- 
oder  A?).  Undeutlicher 
Perlkreis. 


Ebenso.      Fox  . 


Nackter  behelmter  Krieger 
reitet  1.  im  Schritt.  Am 
1.  Arm  hat  er  einen  run- 
den Schild  und  in  der 
Hand  eine  Lanze.  Unter 
dem  Bauche  des  Pferdes 
A 


TA  PA  £  (r.,  abwärts. 
Taras  1.  auf  dem  Delphin 
reitend;  mit  der  R.  hält 
er  einen  langen  Dreizack 
geschultert,  die  L.  legt  er 
auf  den  Delphin.  Unter 
diesem  K,  unten  Wellen. 
(Fox.     119/18S 


Nackter  Reiter  1.  sprengend; 
mit  der  R.  fasst  er  die 
Mähne  des  Pferdes,  am 
1.  Arm  hat  er  einen  klei- 
nen Rundschild.  R.  von 
letzterem  £  I ,  unter  dem 
Pferde  4>IAOKAH£ 


Taras 

1.  auf  dem  Delphin  reitend, 
indem  er  die  L.  auf  diesen 
stützt,  in  der  vorgestreck- 
ten R.  einen  Kranz  hält. 
Unten  AYA  oder  AYA?). 
(Fox). 


Vgl.  Evans  Taf.  VII  n.  6  (doch  S.  134  abweichend) 


249 


R-U-5 


•l<^-3 


m.  5-6 


7,83 


7v4 


7,56 

oxydirt 


[40 


*5 


>4- 


7,-^4 


(R4|-5     8,02 


/R4*-5 


7.73 


Ebenso. 


Ebenso,  nur  scheint  hier 
der  Name  unter  dem  Rei- 
ter nicht  <t>IAOKAH£  ge- 
wesen zu  sein  eher  viel- 
leicht <MAflN). 

Auf  der  Ks.  ist  API   eingeritzt; 

später  ein  E  geritzt. 


TATA£  hinter  demselben 
Typus.  Unten  AY  (Beger 
thes.Pal.  170,  th.  Br.  I,  322). 


TAPAC    hinter    demselben 
Typus.    Unten  AY    (Fox). 


auf  dem   A   wurde 


Derselbe  Typus,  doch  hier 
r.  neben  dem  Schilde  E, 
unter  dem   Reiter   <t>IAQN 


TATAC  (r.,  abwärts).  Taras 
Lauf  dem  Delphin  reitend; 
die  L.  stützt  er  auf  die- 
sen, über  der  ausgestreck- 
ten R.  eine  kleine  Nike, 
welche  Taras  bekränzt. 
Unten  grosse  Wellen. 
(4866). 


Nackter  Reiter  1.  sprengend; 
am  1.  Arm  hat  er  einen 
kleinen  Rundschild. 


Vgl.  Evans  Taf.  II  n.  8. 


£  A^  AT  (1.,  abwärts).  Taras 
Lauf  dem  Delphin  reitend; 
im  1.  Arm  hat  er  ein  Ru- 
der, die  R.  ist  vorgestreckt. 
Unten  (dem  Rande  fol- 
gend) Wellen.  Einfacher 
Kreis.     (Fox). 


Nackter  Reiter  1.  im  Schritt;  TAPAS  unter  dem  1.  auf 
am  1.  Arm  hat  er  den  dem  Delphin  sitzenden 
kleinen  Rundschild.  Taras.    Sein  Kopf  ist  ge- 

senkt, beide  Hände  ruhen 
auf  dem   Delphin.     Ein- 
facher Kreis.     (Fox). 
Vgl.  Garrucci  Taf.  XCVIII,  6.     Evans  TaL  III,  5. 


Nackter  1.  sprengender  Rei- 
ter, der  sich  zum  Ab- 
springen anschickt;  er  hat 
das  r.  Bein  bereits  einge- 
zogen, mit  der  R.  hält  er 
sich  an  der  Mähne  fest, 
am  1.  Arm  hat  er  den 
kleinen  Rundschild  und 
vielleicht  einen  kurzen 
Speer.  Unten  ^IKH/////, 
im  Felde  r.  Y[3] 

Über    das   Beizeichen    der 

S.  142  f. 


AP" AI  (r.,  abwärts).  Taras 
1.  auf  dem  Delphin  reitend, 
indem  er  die  L.  auf  den 
Delphin  stützt,  in  der  vor- 
gestreckten R.  eine  Ähre 
mit  einem  (?)  Blättchen 
hält.  Im  Felde  1.  AN, 
unter  dem  Delphin  eine 
Lanzenspitzer.      (121 10). 


Lanzenspitze   vgl.  Evans 


250 


Calabria 


»43 


.R 


5-5^ 


7,5° 
gra- 

nulirt 


44 


^5 


H5 


Äib 


146 
148 


5 


149 


*4*-5 


7,82 


7,97 


7,«< 
7>5< 

7,7* 


7,93 


Derselbe  Typus  [Nackter 
1.  sprengender  Reiter,  der 
sich  zum  Abspringen  an- 
schickt; er  hat  das  r.  Bein 
bereits  eingezogen,  mit 
der  R.  hält  er  sich  an  der 
Mähne  fest,  am  1.  Arm  hat 
er  den  kleinen  Rundschild 
und  vielleicht  einen  kur- 
zen Speer];  unten  NIKfli/), 
im  Felde  r.  E[Y]. 
Evans  Taf. 


Vgl. 


Ebenso  [TA PAS  (r.,  ab- 
wärts. Taras  1.  auf  dem 
Delphin  reitend,  indem  er 
die  L.  auf  den  Delphin 
stützt,  in  der  vorgestreck- 
ten R.  eine  Ähre  hält]; 
auf  diesem  Exemplar  hat 
die  Ähre  zwei  Blättchen. 
(Fox). 


VII  n.  10. 


Derselbe  Typus,  der  kurze 
Speer  ist  deutlich.  Unter 
dem  Bauche  des  Pferdes  A 


TA  PA  /////  (r.,  abwärts).  Ta- 
ras 1.  auf  dem  Delphin  rei- 
tend:   mit  der  R.  hält  er 


einen  langen  Dreizack  ge- 
schultert, die  L.  stützt  er 
auf  den  Delphin;  unter 
diesem  K  Unten  Spuren 
von  Wellen.  (Fox  . 
Vgl.  oben  n.  134.  135  mit  derselben  Ks. 


Derselbe  Typus,  unter  dem 
Bauche  des  Pferdes  h 


Reiter  in  ähnlicher  Stellung 
1.,  aber  statt  mit  der  R. 
sich  an  der  Mähne  zu 
halten,  greift  er  damit  in 
die  Zügel.  Am  1.  Arm  hat 
er  den  kleinen  Rundschild 
mit  kurzem  Speer.  Unter 
dem  Bauche  des  Pferdes  P 


£  (r.,  abwärts'.    Ta- 
auf   dem    Delphin 


TAPA 
ras    1 

reitend;  in  der  R.  hält  er 
einen  korinthischen  Helm 
mit  Busch,  die  L.  legt  er 
auf  den' Delphin.  Unter 
diesem  I,  unten  Wellen;! 
(836/1876). 

TAPA£  unter  dem  1.  auf 
dem  Delphin  reitenden 
Taras;  in  der  vorgestreck- 
ten R.  hält  er  vielleicht 
einen  kleinen  Gegenstand, 
die  L.  stützt  er  auf  den 
Delphin.  Unter  diesem  A 
Fox,  2  Ex.    Prokesch). 


Von  den  drei  Exemplaren  sind  zwei  aus  demselben 
Stempel. 

Nach  Garrucci  Taf.  XCVIII,q  hält  Taras  eine  Muschel, 
nach  dem  Londoner  Gatalog  (S.  195,  259)  einen  kleinen 
Delphin. 


Derselbe  Typus,  doch  hat  der 
Reiter  nur  den  Rundschild 
am  1.  Arm.  Keine  Buch- 
staben.     Einfacher  Kreis. 


Taf.  XII,  182. 


TAPAC  unter  dem  1.  auf  dem 
Delphin  reitenden  Taras. 
In  der  ausgestreckten  R. 
hält  er  ein  aplustre,  wie  es 
scheint,  die  L.  legt  er  auf 
den  Delphin.  Unterdiesem 
£   Einfacher  Kreis.    (F 


Tarentum 


25I 


i^  5-5^ 


Äi  4*-5 


^5 


•  K  5 


7,80 


7,82 


7,96 


4  ^4%-54 


7v^ 

etwas 

beschä 

digt 


7,7% 


Ebenso,    doch    unter    dem 
Bauche  des  Pferdes  A 


Derselbe  Typus,  doch  unter 
dem  Bauche  des  Pferdes  A 


TAPAt  unter  demselben  Ty- 
pus. Unter  dem  Delphin 
ein  undeutliches  kleines 
Zeichen  (zufällig?).  Ein- 
facher Kreis.     (Fox). 

TAPAC  unter  dem  1.  auf  dem 
Delphin  reitenden  Taras. 
Die  R.  ist  ausgestreckt 
(was  sie  hielt,  ist  nicht  zu 
sehen),  die  L.  stützt  er  auf 
den  Delphin.  Unter  die- 
sem Z     (1 15/1885). 

Taf.  XII,  183. 

Nach  Cat.  of  greek  coins  in  the  Brit.  mus.,  Italy, 
S.  194,  253  hält  Taras  einen  Fisch. 


Derselbe  Typus,  doch  unter 
dem  Bauche  des  Pferdes 
Z     Einfacher  Kreis. 


Vgl.  Evans  Taf.  II  n.  7. 

Behelmter  nackter  Reiter  in 
derselben  Stellung  1.,  am 
1.  Arm  hat  er  einen  kleinen 
Rundschild  und  den  Speer. 
Unter  dem  Bauche  des 
Pferdes  Z  Einfacher  Kreis. 
Vgl.  Evans  Taf.  II  n.  6. 


TAPAS  (im  Bogen)  unter 
dem  1.  auf  dem  Delphin 
reitenden  Taras.  In  der 
vorgestreckten  R.  hält  er 
einen  runden  Helm  mit 
langem  Busch,  am  1.  Arm 
hat  er  einen  etwas  läng- 
lichen Schild,  dessen 
innere  Fläche  man  sieht, 
und  in  der  Hand  einen 
Speer.  Unter  dem  aus- 
gestreckten r.  Arme  Z 
(114/ir 


TAPAC  (mit  grossen,  nicht 
schönen  Buchstaben)  un- 
ter demselben  Typus; 
doch  ist  hier  der  Schild 
oval.  Unter  dem  Bauche 
des  Delphins  Z      (28648). 


Behelmter  nackter  Reiter 
am  1.  Arme  hat  er  einen 
kleinen  Rundschild),  der 
sich  zum  Abspringen  an- 
schickt, indem  er  mit  der 
R.  sich  an  der  Mähne  fest- 
hält. Vor  dem  Halse  des 
Pferdes  A,  unter  dem 
Bauche  I  und  darunter 
Spuren  einer  flachen 
Schale. 
Vgl.  Evans  Taf.  III  n.  9 


TAPAC 

dem 


unter    dem    r.    auf 
Delphin     reitenden 


Taras;  er  wendet  den 
Oberkörper  nach  vorn, 
hält  in  der  R.  einen  kur- 
zen Speer  und  mit  der  L. 
einen  Dreizack  geschul- 
tert. (28250). 


252 


Calabria 


»55 


'5; 


i58 

»59 


R 


4,-5 


^4l-5 


^5 


Äl  4-4I 


,92 


7,74 


,86 


7,82 


c)   Mit  dem  Knaben 
Nackter  Knabe  1.  im  Schritt    TAPAC  (L,  aufwärts1 


reitend  und  ein  zweites 
Pferd  neben  sich  führend; 
er  wird  von  der  ihm  nach- 
schwebenden Nike  be- 
kränzt. Zwischen  den  Bei- 
nen der  Pferde  <t>l,  im  Felde 
1.  K     Einfacher  Kreis. 


Taf.  XII,  184. 


Taras 


sitzt  auf  einem  1.  schwim- 
menden Delphin;  indem 
er  die  L.  auf  denselben 
stützt,  wendet  er  sich  zu- 
rück und  sticht  mit  dem 
Dreizack  nach  einem  zwi- 
schen den  Wellen  schwim- 
menden Fisch.  Im  Felde 
r.  K  Einfacher  Kreis.  61  16  . 


Dieses  Exemplar  ist  auf  eine  der  korinthischen  Pe- 
gasusmünzen geprägt;  man  sieht  bei  dem  Reiter  die 
Flügel  des  Pegasus,  auf  dem  Leibe  des  Taras  die  Leder- 
kappe und  das  Haar  der  Athena  (s.  Zeitschr.  f.  Numism.  IV 
S.  330). 

Vgl.  Eckhel  d.  n.  I  S.  147. 


Dieselbe  Vs.  aus  demselben 
Stempel. 


Vgl.  Evans  Taf.  III  n. 


Ebenso,  nur  ist  im  Felde  r. 
(an  Stelle  des  K  eine  qua- 
dratische Tafel;  unter  dem 
Delphin  >I     (Fox). 


TAPAC  unter  dem  1.  auf  dem 
Delphin  reitenden  Taras; 
in  der  ausgestreckten  R. 
hält  er  ein  einhenkliges 
Gefäss,  die  I ....  ist  auf  den 
Delphin  gestützt.  Im  Felde 
r.  K     (61  1 


Nackter,  von  der  ihm  nach- 
schwebenden Nike  be- 
kränzter Knabe  auf  einem 
r.  sprengenden  Pferde;  ein 
nackter  Jüngling  fällt  dem 
siegenden  Rosse  freudig  in 
die  Zügel.  Unter  dem 
Bauche  des  Pferdes  I 
und  daneben  ein  undeut- 
liches Zeichen,  das  wie 
eine  Krebsscheere  aus- 
sieht.    Perlkreis. 

Vgl.  Evans  Taf.  IV  n.  5. 

Auch  diese  Münze  ist  auf  ein  korinthisches  Di- 
drachmon  geprägt;  auf  der  Vs.  sind  die  Umrisse  des  1. 
gewendeten  Athenakopfes  deutlich  zu  erkennen  s.  Zeit- 
schrift f.  Numism.  IV  S.  330). 


Dieselbe  Vs.  aus  demselben 
Stempel. 


Taf.  XII,  185. 


TAPAC  unter  demselben 
Typus;  doch  ist  hier  im 
Felde  r.  (an  Stelle  des  K 
ein  quadratisches 
chen;  im  Felde  1.  K  7442. 
Rrokesch). 


Beide  Exemplare  sind  aus  demselben  Stempel. 


Tarentum 


253 


ItK) 

161 


l6q 


164 


Ä5 
44-5 


*4H* 


.Ri- 


4-4, 


5-5^ 


7v4 


6,46 

subärat 


7,{]7 
7,94 


167 


&  5-5! 


Nackter  Jüngling  (das  Maar 
ist  auf  dem  Scheitel  ge- 
knüpft) auf  einem  r.  ste- 
henden Pferde.  Davor 
steht  eine  bärtige  Herme 
mit  Stirnband.  Unter  dem 
Bauche  des  Pferdes  hE 


TAPAC  unter  dem  1.  auf  dem 
Delphin  reitenden  Taras; 
in  der  ausgestreckten  R. 
hat  er  ein  einhenkliges 
Gefass,  die  L.  stützt  er 
auf  den  Delphin.  (6540. 
Fox). 


Die  Vorderseiten  sind  aus  demselben  Stempel. 
Vgl.  Evans  Taf.  III  n.  10. 


Ebenso.      (Gansauge, 
kesch). 


Pro- 


Ebenso,  nur  ist  das  Haar 
des  Jünglings  nicht  ge- 
knüpft und  unter  dem 
Bauche  des  Pferdes  steht 
hier  fH 

Beide  Exemplare  aus  demselben  Stempel.  Die  Rück- 
seite ist  aus  demselben  Stempel,  mit  welchem  das 
Fox'sche  Ex.  der  vorhergehenden  Münze  geprägt  ward. 


Derselbe  Typus,  aber  die 
Herme  ist  hier  ithyphal- 
lisch  und  unter  dem  Bau- 
che des  Pferdes  steht  HE 


Taras  1.  auf  dem  Delphin 
reitend;  in  der  ausge- 
streckten R.  scheint  er 
den  Kantharus  zu  haben, 
die  L.  stützt  er  auf  den 
Delphin.  Aufschrift  ist 
nicht  zu  sehen  (nicht  vor- 
handen gewesen?).   (6541). 


Nackter  Jüngling  auf  einem  TAPAC  (1.,  aufwärts).  Taras 
r.  stehenden  Pferde,  den  r.  auf  dem  Delphin  reitend, 
Kopf  desselben  mit  der  R.  indem  er  den  1.  Arm  vor- 
bekränzend. Vor  dem  streckt  und  die  R.  auf  den 
Pferde  ein  auf  den  Boden  Delphin  stützt.  Unter  die- 
aufgepflanzter  Heroldstab.        sem  A      Einfacher   Kreis. 

(Peytrignet.     Fox). 
Die  Kehrseiten  beider  Exemplare  sind  aus  demselben 
Stempel. 

Imhoof-  Blumer  bildet  die  Ks.  dieser  Münze  im 
Jahrbuch  d.  archäol.  Inst.  III  1 888  Taf.  9,  13  ab  und  meint 
-  .  Taras  habe  die  eine  Hand  gleichsam  zum  Gebet 
erhoben.  Die  Handfläche  ist  hier  allerdings  nach  oben 
gekehrt,  wie  beim  Beten;  ob  aber  das  Ausstrecken  nur 
eines  Armes  (während  der  andere  unbehindert  ist)  als 
Geberde  des  Betens  aufgefasst  werden  kann,  ist  sehr 
fraglich.     Vgl.  dazu  die  Bemerkung  zu  n.  66. 


Ebenso,  doch  hier  im  Ab- 
schnitt AA  (oder  AA ?). 
Einfacher  Kreis. 


TAPAC  unter  demselben 
Typus.  Kein  Buchstabe 
und  kein  Kreis.  (571/1872). 


254 


Calabria 


168 

169 


&4k 


M 


171 


*5*-6 


JR^s 


7,70 
7,92 


7>59 


7,86 


7,68 


i73   ^  5%-6     7,78 
174    Ah  -5       7)86 


Nackter  Jüngling  auf  einem 
r.  stehenden  Pferde,  den 
Kopf  desselben  mit  der  R. 
bekränzend  (der  Kranz 
nicht  recht  deutlich).  Ein- 
facher Kreis. 


TAPA£  unten.  Taras, 
welcher  1.  auf  dem  Delphin 
sitzt  und  beide  Hände 
auf  denselben  legt  1  1 530. 
1 95  '877). 


Beide  Exemplare  aus  demselben  Stempel. 
Das  Pferd  ist  verhältniss massig  klein,  die  Kreislinie 
geht  eng  um  die  Darstellung. 


Nackter    Knabe    auf  einem    TA 


r.  schreitenden  Pferde;  der 
r.  Arm  hängt  gerade  her- 
ab. Unter  dem  Bauche 
des  Pferdes  ein  undeut- 
liches kleines  Zeichen 
(etwa  4>?  . 

Ähnlich  Carelli  Taf.  GIX, 


funten).     Taras  1 


auf  dem  Delphin  reitend; 
die  R.  hat  er  vorgestreckt 
(ob  er  etwas  hielt,  ist  nicht 
zu  erkennen),  die  L.  stützt 
er  auf  den  Delphin. 
(Arditi). 


Nackter  Jüngling'  auf  einem 
r.  schreitenden  Pferde; 
der  r.  Arm  hängt  gerade 
herab.  Unter  dem  Bauche 
des  Pferdes  ein  kleines  0 
(es  könnte  aber  noch 
mehr  dagestanden  haben). 
Einfacher  Kreis. 

Ähnlich  Evans  Taf.  III  n.  16  mit  r.  sprengendem  Pferd 


TAPAC  (unten).  Taras,  wel- 
cher 1.  auf  dem  Delphin 
reitet,  indem  er  die  R 
vorstreckt  (mit  abwärts 
gekehrter  Handfläche  ,  die 
L.  auf  den  Delphin  legt. 
(Fox) 


Nackter  Knabe  zu  Pferde  r., 
mit  der  R.  den  Kopf  des 
Pferdes  bekränzend.  Unter 
dem  Pferde  kniet  ein 
nackter  Knabe,  welcher 
mit  der  L.  den  1.  Vorder- 
huf des  Pferdes  hält,  wäh- 
rend er  mit  der  R.  die 
Höhlung  des  Hufs  reinigt. 
Im  Felde  r.  <t> 


TAP  A£  (r.,  abwärts).  Ta- 
ras, welcher  1.  auf  dem 
Delphin  sitzt;  in  der 
vorgestreckten  R.  hat  er 
einen  Kantharus,  am  1. 
Arm  einen  Rundschild 
und  in  der  Hand  einen 
Dreizack.  Unter  dem  Del- 
phin E,  unten  Wellen  im 
Bogen).     (123/188^  • 


Taf.  XII,  186. 

Das  Motiv  des  knieenden  Knaben,  welcher  den  Pferde- 
huf reinigt,  findet  sich  auch  auf  einem  Didrachmon  von 
Ambracia  mit  korinthischen  Typen  (vgl.  Londoner 
Catalog,  Korinth,  Taf.  XXIX  n.  11). 

Ebenso.  Derselbe  Typus,  doch  reitet 

hier  Taras  auf  dem  Del- 
phin.    Auch   hier   E   und 
die  Wellen.      Fox.   911 
Beide  Exemplare  aus  demselben  Stempel. 


Tarentum 


255 


K  5 


7,76 


76  M  5-' 


7,85 
7>92 


^4i-5 


7,85 


Ebenso. 


Ebenso,     doch    unter    dem 

Delphin  hier  P        (61 17). 

dem    Stempel   der   vorhergehenden 


Die   Vs.    ist   aus 
Münze. 

Dieses  Exemplar  ist  auf  eine  korinthische  Pegasus- 
münze geprägt;  auf  der  Ks.  sieht  man  längs  dem  r.  Bein 
des  Taras  einen  Theil  von  dem  Helme  des  r.  gewen- 
deten Athenakopfes. 


Nackter  Knabe  auf  einem 
r.  stehenden  Pferde,  des- 
sen Kopf  er  mit  der  R. 
bekränzt.  Im  Felde  1.  CA, 
unter  dem  Bauche  des 
Pferdes  <t>  I  A  I 

APX[o*] 

Vgl.  Evans  Taf.  VII  n.  3. 


TAPAC  (r.,  abwärts).  Ta- 
ras, welcher  1.  auf  dem 
Delphin  reitet,  indem  er 
in  der  vorgestreckten  R. 
eine  Traube  hält,  die  L. 
auf  den  Delphin  stützt. 
Unten  AfA    (Fox.  Arditi). 


Nackter  Knabe  auf  einem 
r.  schreitenden  Pferde, 
dessen  Kopf  er  mit  der  R. 
bekränzt.  Unter  dem 
Bauche  des  Pferdes  K 
und  eine  stehende  Keule. 


TA     PA     Z 


abwärts) 


Taras  1.  auf  dem  Delphin 
reitend;  in  der  ausge- 
streckten R.  hält  er  einen 
Kantharus,  am  1.  Arm  hat 
er  einen  Rundschild  und 
in  der  Hand  einen  Drei- 
zack.   Unter  dem  Delphin 


facher  Kreis.    (Keine  Be- 
zeichnungl 

Die  Münze  ist  auf  einem  Didrachmon  mit  korinthi- 
schen Typen  aufgeprägt.    Auf  der  Vs.  sieht  man  (bei  den 
Hinterfüssen  des  Pferdes'  einen  Theil  des  Athenahelms, 
hinter  welchem  ein  deutliches  A  steht  (vielleicht  Leucas). 
Vgl.  Evans  Taf.  IV  n.  1. 


Derselbe  Typus ;  im  Felde 
1.  CA,  unter  dem  Bauche 
des  Pferdes  eine  bärtige 
Satyrmaske,  fast  ganz  von 
vorn  (etwas  r.). 


TAPAC  (r.  abwärts,  in  einer 
geraden  Zeile).  Taras,  der 
1.  auf  dem  Delphin  reitet, 
indem  er  in  der  ausge- 
streckten R.  einen  Kan- 
tharus hält,  die  L.  auf  den 
Delphin  stützt.  Unter 
diesem  <P\  (Fox). 
Das  Beizeichen  der  Satyrmasice  in  fast  überein- 
stimmender Weise  auf  korinthischen  Pegasusmünzen. 


256 


Calabna 


182 


,85 


186 

187 


*  5-5% 


^5 


^5-6 

55-6 
5-5% 


*4%~5 


8,01 


S'5h 


7,60 


7,89 
7,85 
7,82 


7,84 
7,88 


Derselbe  Typus  [Nackter 
Knabe  auf  einem  r.  sehrei- 
tenden Pferde,  dessen 
Kopf  er  mit  der  R.  be- 
kränzt]; im  Felde  1.  £A, 
unter  dem  Pferde  am 
Boden  eine  kleine  Eule 
halb  r. 

Taf.  XII,  187. 

Auf  der  Vs.  ist  IAN  eingeritzt 


TAPAS  (r.,  abwärts).  Ta- 
ras  1.  auf  dem  Delphin 
reitend.  Ob  er  in  der  vor- 
gestreckten R.  etwas  hielt, 
ist  nicht  zu  sehen;  die  L. 
stützt  er  auf  den  Delphin. 
Unter  diesem  A£,  im 
Felde  1.    H      Fox  . 


Derselbe  Typus;  unter  dem 
Bauche  des  Pferdes  APH 


TA  PA?,  (unten).  Taras, 
welcher  1.  auf  dem  Delphin 
reitet,  indem  er  in  der 
ausgestreckten  R.  einen 
Kantharus  hält  und  die  L. 
auf  den  Delphin  stützt; 
im  Felde  r.  *  (4868). 

Vgl.  Evans  Taf.  VI  n.  8. 

Auf  der  Vs.  sind  einige  undeutliche  Zeichen  ein- 
geritzt;  auf  der  Ks.  vielleicht  K^,  ebenfalls  eingeritzt. 


Derselbe  Typus;  im  Felde 
1.  CA,  unter  dem  Bauche 
des  Pferdes  APE 


Vgl.  Evans  Taf.  VII  n.  1 

Derselbe  Typus;  unter  dem 

Bauche  des  Pferdes  KPAT 

INo£ 


TAPAC  (r.,  abwärts  .  Taras 
1.  auf  dem  Delphin  rei- 
tend. In  der  ausgestreck- 
ten R.  hält  er  einen  Drei- 
fuss,  die  L.  stützt  er  auf 
den  Delphin.  Unter  die- 
sem CA£  .Ohne  Bezeich- 
nung.    F'ox.     Rauch). 


TAPAC  (r.,  abwärts).  Taras 
1.  auf  dem  Delphin  rei- 
tend ,  indem  er  in  der 
ausgestreckten  R.  einen 
Kantharus  hält  und  die  L. 
auf  den  Delphin  stützt. 
Unter  diesem  loP     Fox  . 


Nackter  Knabe    mit  langem    TAPA£     unten).     Taras    1. 
Haar    auf  einem  1.  schrei-        auf  dem  Delphin  reitend; 
tenden     Pferde,      dessen       er  hält  in  der  vorgestreck- 
Kopf  er    mit   der    R.  be-        ten  R.  den  Kantharus,  die 
kränzt.  Unter  dem  Bauche        L.  stützt  er  auf  den  ! 
des  Pferdes   eine  Kamm-        phin.     (Rauch.    122 
muschel  abwärts. 
Taf.  XII,  188. 

Auf  dem    zweiten    Exemplar  ist   der  lange    Pferde- 
schweif in  der  Mitte  geknüpft. 


T.irentum 


257 


190 


101 


-Iv  4%~5 


.K 


4,-3 


«  4*"5 


/R  «j 


6,90 
subärat 


7,88 


7,72 


Derselbe  Typus.   Unter  dem 
Bauche  des  Pferdes  A 


Derselbe  Typus.  Unter  dem 
Bauche  des  Pferdes  eine 
kleine  Athena  promachos 
(oder  Palladium)  von  vorn. 


Taf.  XIII,  189. 


Derselbe  Typus.  Unter  dem 
erhobenen  Vorderfuss  des 
Pferdes  A,  unter  dessen 
Bauche  ein  undeutlicher 
Buchstabe  (oder  kleines 
Beizeichen?). 

Das  bei  Evans  Taf.  III  n 

auf  der  Vs.  die  Buchstaben 


Nackter  Knabe  auf  einem  1. 
schreitenden  Pferde,  des- 
sen Kopf  er  mit  der  R. 
bekränzt;  in  der  L.  halt  er 
eine  kurze  Peitsche.  Unter 
dem  Bauche  des  Pferdes  A 
Taf.  XIII,  190. 


Ebenso;  einfacher  Kreis. 
(B.  Friedländer). 

TAPAC  unten).  Taras  1.  auf 
dem  Delphin  reitend,  in- 
dem er  die  R.  ausstreckt 
und  die  L.  auf  den  Delphin 
stützt.  Unter  dem  Bauche 
desselben  A        (120/1885). 


TAPAC  [unten).  Taras  1.  auf 
dem  Delphin  reitend;  in 
der  ausgestreckten  R.  hält 
er  einen  Kantharus,  die  L. 
stützt  er  auf  den  Delphin. 
Unter  diesem  X        (Fox). 

12  abgebildete  Exemplar  hat 

A  und  P. 


Ebenso,  doch  hier  unter 
dem  Delphin  P  Einfacher 
Kreis.  (121/1885). 


Nackter  Knabe  auf  r.  schrei- 
tendem Pferde,  dessen 
Kopf  er  mit  der  R.  be- 
kränzt. Er  selbst  wird 
von  einer  kleinen,  hinter 
ihm  schwebenden  Nike 
bekränzt.  Unter  dem 
Bauche  des  Pferdes  AP 
Einfacher  Kreis. 


Taras,  1.  auf  dem  Delphin 
sitzend,  hält  in  der  vor- 
gestreckten R.  einen  Kan- 
tharus, die  L.  stützt  er 
auf  den  Delphin.  Ein  um 
beide  Oberarme  geschlun- 
genes Gewand  flattert  und 
bauscht  sich  im  Winde. 
Unter  dem  Delphin  ein 
undeutlicher  Buchstabe 
(ähnlich  einem  R);  unten 
Spuren  von  Wellen.  Auf- 
schrift ist  nicht  sichtbar. 
(Peytrignet). 
Taf.  XIII,  K)i. 

Aufgeprägt  auf  eine  Münze  mit  korinthischen  Typen 
(auf  der  Vs.  sind  die  Spuren  des  r.  fliegenden  Pegasus, 
auf  der  Ks.  die  des  1.  gewandten  Athenakopfes  zu  sehen). 


Antike  Münzen.    Bd.  III,  1. 


258 


Calabria 


193  .R42-5 


]94 
'95 


iqo" 


'.'7 


Ä-5 


^4-4% 


»97 


7,59 
7^7 


7,7° 


7  $9 


Nackter  Knabe  auf  r.  schrei- 
tendem Pferde,  der  sich 
mit  der  R.  bekränzt.  Unter 
dem  Bauche  des  Pferdes 
CA  und  darunter  ein 
ionisches  Gapitell  (mit 
einem  Theil  des  Säulen- 
schaftes). 


Das  bei  Evans  Taf.  VI 
hat  KOl/1  (vgl.  oben  n.  7). 


T'APAC  (r.,abw'ärts).  Taras 
1.  auf  dem  Delphin  rei- 
tend; in  der  vorgestreck- 
ten R.  hat  er  einen  klei- 
nen Gegenstand,  der  wie 
eine  Schlange  oder  ein  Aal 
aussieht,  in  der  L.  eine 
Gerte,  wie  es  scheint. 
Unter  dem  Delphin  KON 
(Peytrignet). 

n.  1 1    abgebildete  Exemplar 


d)   Mit  dem  Knaben  auf  dem  jagenden  Pferde 


Nackter  Knabe  auf  r.  spren- 
gendem Pferde,  mit  erho- 
benem r.  Arm.  Unter  dem 
Bauche  des  Pferdes  CA 


TAPAC  (unten).  Taras  1. 
auf  dem  Delphin  reitend; 
den  r.  Arm  hat  er  vorge- 
streckt, im  1.  hält  er  einen 
langen  Palmzweig,  von 
dessen  Spitze  ein  Band 
herabhängt.  Unter  dem 
Delphin  £YM,  im  Felde 
r.  ein  korinthischer  Helm 
(mit  Busch)  1.  (12 100. 
Fox). 
Das  zweite  Exemplar  scheint  auf  eine  andere  Münze 

aufgeprägt  zu  sein. 

Über  die  Typen  dieser  Münze  ist  zu  vgl.  Evans  S.96  f., 

welcher    das    IYM    für    die   Bezeichnung   EYMMAXIKON 

halten  möchte. 


Nackter    Jüngling     auf     r. 

sprengendem  Pferde;  sein 

r.  Arm  hängt  gerade  herab. 

Unter    dem    Bauche    des 

Pferdes   ein   undeutlicher 

Buchstabe  (!>?) 

Geprägt  auf  ein  Didrachmon  von  Korinth  oder  einer 
Kolonie  von  Korinth:  auf  der  Ks.  ist  der  Athenakopf  r., 
hinter  dessen  Helm  £  steht,  noch  ganz  deutlich  zu  er- 
kennen. 


TAPAC  (unten).  Taras  1. 
auf  dem  Delphin  reitend, 
indem  er  die  R.  vorstreckt, 
die  L.  auf  den  Delphin 
stützt.    (Peytrignei . 


Ebenso;  der  Buchstabe  unter 
dem  Bauche  des  Pferdes 
ist  undeutlich  (A  oder  l~l  . 


Ebenso;  doch  ist  hier  über 
dem  Delphinsehwanze  ein 
sehr  kleines  o  zu  sehen. 
Einfacher  Kreis.  (Herr- 
mann). 
Ebenso,  mit  O  auf  der  Vs.,  Evans  Taf.  III  n.  16. 


Tarentum 


259 


ß-5 


7>x4 


mg 


*4*-4* 


7,9° 


200 


*<  b-bk 


7,84 


M  5' 


7,62 
7,99 


Nackter  Jüngling  mit  flat- 
terndem Haar  auf  r.  spren- 
gendem Pferde;  mit  der  L. 
schwingt  er  eine  kurze 
Peitsche. 


Taf.  XIII,  192. 


TAPAC  (unten).  Taras  (mit 
flatterndem  Haar)  1.  auf 
dem  Delphin  reitend; 
die  L.  stützt  er  auf  den 
Delphin,  in  der  vorge- 
streckten R.  hält  er  einen 
Kantharus.  Einfacher 

Kreis.     (Fox). 


Die  Vs.  von  sehr  schöner  Arbeit. 


Nackter  Jüngling  auf  r. 
sprengendem  Pferde;  in 
der  R.  hält  er  einen  kur- 
zen Stab  (oder  Peitsche'!1), 
mit  dem  er  das  Pferd  an- 
treibt.    Einfacher  Kreis. 


Nackter  Jüngling  mit  flat- 
terndem H aar  auf  r.  spren- 
gendem Pferde;  der  r.  Arm 
hängt  gerade  herab.  Bei 
den  Hufen  des  Pferdes 
A         P 


TAPA£  (unten).  Taras  1. 
auf  dem  Delphin  reitend, 
indem  er  die  L.  auf  den 
Delphin  stützt,  in  der  vor- 
gestreckten R.  ein  aplustre 
(?)  hält.  Einfacher  Kreis. 
(Fox). 

TAPA£  (unten).  Taras  (mit 
flatterndem  Haar),  wel- 
cher 1.  auf  dem  Delphin 
reitet;  in  der  vorge- 
streckten R.  hält  er  einen 
Kantharus,  die  L.  stützt 
er  auf  den  Delphin.  Ne- 
ben dem  Fusse  des  Taras 
X,  über  dem  Schwanz  des 
Delphins  <t>     (Fox). 


Auf  der  Ks.  ist  £YN  eingeritzt. 


Nackter  Reiter  r.  jagend.  TAf"  A£  (1.,  aufwärts. 
Unten  NIK0AAM0C,  im  Taras  1.  auf  dem  Delphin 
Felde  1.  iY  reitend,   indem  er  in  der 

vorgestreckten  R.  den 
Kantharus,  im  1.  Arm  den 
Rocken  hält.  Unten  lof> 
und  daneben  ein  Reh  1., 
das  den  Kopf  zurückwen- 
det. (11276.  Peytrignet. 
Fox). 

Der  erste  der  beiden  Buchstaben  im  Felde  1.  ist 
nicht  deutlich;  es  scheint  ein  Z  zu  sein,  könnte  aber 
auch  E  gewesen  sein  (vgl.  Evans  S.  135;  das  ebenda 
Taf.  VII  n  1 1  abgebildete  Exemplar  weicht  von  den  unseren 
nicht  ab,  wird  aber  irrthümlich  als  im  Berliner  Kabinet 
befindlich  bezeichnet. 


17* 


2ÖO 


Calabria 


204 
205 


206 


Ä44-5 


.R 


*4*-4% 


208^-5* 


209 


210 


^5 


M 


/R  5-6 


7,7* 
7,75 


7,34 

(so) 


7,80 


7,90 


7,82 


7,42 
ab- 
genutzt 


7>92 


Nackter  Reiter  r.  jagend;  TAPA£  (unten).  Taras  1. 
in  der  R.  hat  er  einen  auf  dem  Delphin  reitend, 
kurzen  Stab  (oder  Peit-  indem  er  in  der  vorge* 
sehe?),  mit  dem  er  das  streckten  R.  ein  aplustre 
Pferd  antreibt.  (?)  hält  und  die  L.  auf  den 

Delphin  stützt.  Einfacher 
Kreis.  (11533.  B.  Fried- 
länder). 

Das  Pferd  dieser  und  der  folgenden  Münzen  ist  im 
Verhältniss  zum  Reiter  klein. 


Nackter  Reiter  mit  fliegen- 
dem Haar  r.  jagend;  in 
der  R.  hat  er  eine  Peitsche, 
mit  welcher  er  das  Pferd 
antreibt.  Unter  dem  Bau- 
che des  Pferdes  A  Ein- 
facher Kreis. 

Dieses  Exemplar  ist  verprägt 


TAf>A  //////  unter  demselben 
Typus.  Einfacher  Kreis. 
(Gansauge). 


Nackter  Reiter  mit  fliegen- 
dem Haar  r.  jagend;  unter 
dem  Bauche  des  Pferdes  £ 
(und  noch  ein  kleines  Bei- 
zeichen?). Einfacher  Kreis. 

Derselbe  Typus;  unter  dem 
Bauche  des  Pferdes  hier 
A     Einfacher  Kreis. 

Derselbe  Typus;  kein  Buch- 
stabe.    Einfacher  Kreis. 


Nackter  Reiter  r.  jagend;  er 
scheint  in  der  etwas  em- 
porgezogenen R.  einen 
kurzen  Stab  (oder  Peit- 
sche) zu  haben,  mit  dem 
er  das  Pferd  antreibt. 
Unter  dem  Bauche  des 
Rosses  A 


TAPAC     unter    demselben 
Typus.     (Peytrignet). 


TAPAC  (abwärts  hinter 
demselben  Typus.  Ein- 
facher Kreis.     (Fox). 

TAPA£  unter  demselben 
Typus.  Einfacher  Kreis. 
(Prokesch). 

/////APA/////  unter  demselben 
Typus.      (B.  Friedländer  . 


Nackter  Reiter  1.  jagend;  mit 
der  L.  scheint  er  sich  auf 
das  Pferd  zu  stützen,  die 
R.  fasst  an  der  1.  Seite  des 
Pferdehalses  nach  den 
Zügeln.  Unterdem  Bauche 
des  Pferdes  AE  Ein- 
facher Kreis. 


Ähnlich  Evans  Taf.  II  n. 


[T]  A  P  A  :■>:  (1..  aufwärts).  Ta- 
ras r.  auf  dem  Delphin 
reitend;  in  der  R.  hat  er 
einen  undeutlichen,  stab- 
ähnlichen ( regenstand 
(Dreizacke,  mit  dem  er 
nach  unten  stechen  zu 
wollen  scheint,  den  I.Arm 
hat  er  ausgestreckt. 
(Gansauge). 


Tarentum 


26: 


ti2iR4*-4* 


213 


/R  4 


&4h~ti 


.R  4 ',-5 
4-4% 


2i7^4-4i 


218  .R4.4. 


6,57 


6,20 


6,18 
6,«3 


6,26 


Die  leichten  Didrachmen  mit  dem  Reiter 
a)    Mit  dem  Feldherrn 


Feldherr  auf  1.  schreitendem 
Pferde;  sein  Kopf  (nach 
vorn  gewandt)  scheint  be- 
kränzt zu  sein,  die  r.  Hand 
ist  erhoben.  Er  trägt  über 
dem  Waffenrock  einen 
Mantel,  der  im  Winde 
flattert,  an  seiner  1.  Seite 
das  Schwert  in  der  Schei- 
de. Oben  r.  im  Felde  "R 
und  daneben  ein  bekränz- 
ter Spitzhut.  Zwischen 
den  Beinen  des  Pferdes 
ZE  NoKPA 
T  HZ 
Taf.  XIII,  193. 

Ebenso,  doch  steht  hier 
HE     N<>Kf>A 
TH      Z 

Ebenso,  doch  hier 

~.  E     N  o  k  P     A 
TH       Z 


TAPAC  (1.,  aufwärts  in 
schräger  Zeile).  Taras  1. 
auf  dem  Delphin  reitend; 
mit  der  R.  hält  er  einen 
Dreizack  geschultert  und, 
indem  er  sich  stark  1. 
wendet  (Kopf  von  vorn), 
zieht  er  mit  der  erhobenen 
L.  ein  Gewand  hinter  sei- 
nem Rücken  empor.  Un- 
ten Wellen  und  ein  Tin- 
tenfisch. Im  Felde  r.  )X 
(wahrscheinlich  E  und  £2). 
(Fox). 


Ebenso.     (6539). 


Ebenso.     (Fox). 


TA  PAS  (unten).  Taras  1. 
auf  dem  Delphin  reitend, 
indem  er  im  1.  Arm  einen 
Dreizack  trägt.  Über  sei- 
ner ausgestreckten  R. 
schwebt  eine  kleine,  ihn 
bekränzende  Nike.  Im 
Felde  r.  NE  (9162.  Gans- 
auge). 


Feldherr  r.  sprengend  im 
Panzer  und  flatternden 
Mantel.  Sein  Kopf  ist 
nach  vorn  gewendet,  der 
r.  Arm  ausgestreckt;  eine 
kleine  Nike  schwebt  von 
1.  herbei,  um  ihn  zu  be- 

kränzen.   Im  Felde  1.  ^E^:; 
unter     dem    Bauche    des 
Pferdes  KAAAIKPA 
TH£ 
Taf.  XIII,  194. 

Ebenso,    doch   scheint  hier 

das    Monogramm  'ETR-  zu 
sein. 

Nach  Begers  ungenauer  Abbildung  bei  Mionnet  S.  I 
,591   beschrieben. 

Ebenso,    doch   hier   ist  das  {  Ebenso  (von  der  Aufschrift 
Monogramm   T~k  ist  nur  TA"  '  erhalten). 

(B.  Friedländer). 
Vgl.  Evans  Taf.  X  n.  8. 


Ebenso. 


;Beger  thes.  Br.  I, 


2Ö2 


Calabria 


219 


^4WI 


6,32 


220 


223 
224 


225 


^43- 


&4k-5h 


/R4%-5 


/R  4.4-5 

4'!-4!; 


•K-l-W* 


6,23 


6,20 


6,56 


4,9' 
subarat 

6,36 


6,38 


Derselbe  r.  sprengende  Feld- 
herr, aber  ohne  Mantel. 
Das  Monogramm  im  Fel- 
de 1.  ist  hier  T"T< ;  unter 
dem  Bauche  des  Pferdes 
KAAAIK[PA] 
TH[S] 


Ebenso  [TAPAC  (unten. 
Taras  1.  auf  dem  Delphin 
reitend ,  indem  er  im  1. 
Arm  einen  Dreizack  trägt. 
Über  seiner  ausgestreck- 
ten R.  schwebt  eine  kleine, 
ihn  bekränzende  Nike.  Im 
Felde  r.  NE].  (B.  Fried- 
länder). 


b)    Mit  dem  reitenden  Krieger 


Behelmter  nackter  Krieger  1. 
sprengend;  der  Oberkör- 
per ist  fast  ganz  bedeckt 
von  dem  grossen  Rund- 
schild (mit  achtstrahligem 
Stern),  den  er  am  1.  Arm  hat 
und  unter  welchem  zwei 
Speere  hervorragen.  Im 
Felde  r.  Spuren  von  Iß; 
unter  den  Vorderbeinen 
des  Pferdes  AnoAAß 

Derselbe  Typus.     Im  Felde 
r.  Iß;  unter  den  Vorder- 
beinen   des    Pferdes 
APoAAl 

Auf  der  Vs.   ist  f   eingeritzt 

prägung,  wie  es  scheint. 


TAf>A£  unter  dem  1.  auf 
dem  Delphin  reitenden 
Knaben  Taras.  Er  hat 
langes  Haar  und  um  den 
1.  Fussknöchel  einen  Ring; 
in  der  vorgestreckten  R. 
hält  er  eine  Traube,  mit 
der  L.  den  Rocken  ge- 
schultert. Im  Felde  r. 
A  N  O  (schräg  abwärts  . 
(Arditi). 

Ebenso,  doch  ist  über  dem 
Delphinschwanze  eine 
Ähre  (mit  einem  Blätt- 
chen r.).      Fox). 

Spuren   von  Ober- 


Derselbe  Typus.     Im  Felde 
r.  Iß;  unter  den  Vorder- 


beinen   des 

/////PoAAß 


Pferdes 


TAPA1  unter  demselben 
Typus,  doch  ohne  Ähre. 
Im  Felde  r.  AN0  schräg 
abwärts).      Foi  . 


Ebenso. 


Arditi.     4S71 


Derselbe  Typus.  Im  Felde  r. 
Iß;  unter  den  Vorderbei- 
nen des  Pferdes  /////noAAA 

Auf  dem    ersten    Exemplar   ist    vielleicht    noch    eine 

schwache  Spur   des   A  vor  noAAA    zu    sehen;    auf  dem 

zweiten    ist    nur  /////OAAA  sichtbar.     Auf  beiden    ist   aber 

der  letzte  Buchstabe  sicher  A  statt  ß. 


Derselbe  Typus.    Im  Felder. 

Iß;  unter  dem  Bauche 
des  Pferdes  Hl,  unter 
den  Vorderbeinen  Spuren 
von   Schrift. 


Derselbe  Typus  (die  Auf- 
schrift ist  nicht  zur  Aus- 
prägung gekommen  ; 
oben  r.  ANO,  über  dem 
Delphinschwanze  eine 
Ähre  (mit  einem  Blätt- 
chen r.).     (1 18/1885). 


Tarentum 


263 


/IUl-5 


6,3 


Ebenso. 


TAPAC  unter  demselben 
Typus,  doch  ohne  Ähre; 
im  Felde  r.  A  N  O  schräg 
abwärts).  (Beger  thes.  Pal. 
170;  th.  Br.  I,  322). 


R  5-5^      6,41     Behelmter   nackter   Krieger 
4%"5       6,54         r-   sprengend,    in  der  er- 
hobenen  R.   einen   Speer 

mit      abwärts      gekehrter 

Spitze,    am    1.  Arm    den 

Rundschild     nebst     zwei 

Speeren     in     der     Hand. 

Ihm      entgegen     schwebt 

eine  kleine  Nike,  um  ihn 

zu  bekränzen.     Im  Felde 

l.  €1,    unter    dem    Pferde 

AYK 

Ob  auf  AYK  noch  etwas  folgte,  ist  nicht  zu  entscheiden. 
Mit  AYKßN  Evans  S.  157. 


TA  PAS  (unten\  Taras  1. 
auf  dem  Delphin  reitend; 
in  der  vorgestreckten  R. 
hält  er  einen  Kantharus, 
im  1.  Arm  hat  er  den 
Dreizack.  Im  Felde  r.  TY 
(Fox.     9164). 


R4I-5 

230   4',-^ 


6,43 

0,41 


Derselbe  Typus,  doch  ohne 

Nike.  Im' Felde  1.  TY   oder 
F:Y?),    unter    dem    Pferde 

ATO£ 


.R4'-5 


6,5g 


TAPAS  (unten).  Taras  1. 
auf  dem  Delphin  reitend; 
auf  der  ausgestreckten  R. 
hält  er  eine  kleine  Nike 
mit  erhobenem  Kranze, 
im  1.  Arm  hat  er  ein  Füll- 
horn. Im  Felde  1.  PoAY, 
r.  ein  Blitz  (senkrecht). 
(Fox,  2  Ex.). 

Auf  dem  zweiten  Exemplar  sind  von  dem  Namen 
unter  dem  Pferde  nur  schwache  Spuren  zu  sehen. 

Über  diese  und  die  folgende  Münze  vgl.  Evans  S.  148. 

Vgl.  Evans  Taf.  VIII  n.  2. 


Derselbe  Typus;  im  Felde 
1.  EY,  unter  dem  Pferde 
<MNTYiAO£] 


Vgl.  Evans  Taf.  VIII  n.  3. 


TAr[A£]  (r.,  abwärts).  Ta- 
ras 1.  auf  dem  Delphin 
reitend;  auf  seiner  ausge- 
streckten R.  eine  kleine 
Nike,  im  Begriff  ihn  zu 
bekränzen,  im  1.  Arm  hat 
er  den  Dreizack.  L.  im 
Felde  PoAY,  unter  dem 
Delphin  eine  prora  1. 
(B.  Friedländer). 


264 


Calabria 


232 


^43<-5 


6,3° 


233 


M 


6,51 


Derselbe  Typus  (in  der 
Stellung  der  Speere  etwas 
abweichend).  Im  Felde  1. 
oE  (wohl  ©  E),  unter  dem 
Bauche  des  Pferdes  A  A  iü  E 
(die  beiden  letzten  Buch- 
staben undeutlich). 


TAPA£  r.,  abwärts!.  Taras 
1.  auf  dem  Delphin  rei- 
tend. In  der  vorgestreck- 
ten R.  hält  er  einen  un- 
deutlichen Gegenstand 
(acrostolium  oder  Kranz?  , 
im  1.  Arm  den  Dreizack. 
Im  Felde  r.  £1,  unter  dem 
Delphin  ein  achtstrahliger 
Stern.     (Fox). 


Behelmter  und  geharnisch- 
ter Krieger  r.  sprengend; 
in  der  R.  hält  er  einen 
abwärts  gekehrten  Speer, 
am  1.  Arm  hat  er  den 
grossen  Rundschild.  Im 
Felde  1.  AI,  unter  dem 
Bauche  des  Pferdes  AI~lo/% 


Ähnlich    Evans    Taf.  IX 
Namen. 


TA !•••%[£]  (r., abwärts).  Ta- 
ras 1.  auf  dem  Delphin 
reitend.  Er  ist  nackt,  doch 
erscheint  hinter  seinem 
Rücken  und  um  den  1. 
Arm  etwas  Gewand ;  sein 
Kopf  ist  nach  vorn  ge- 
wendet, mit  der  R.  hält 
er  einen  Dreizack  ge- 
schultert. Ihm  entgegen 
schwebt  eine  kleine  Nike, 
um  ihn  zu  bekränzen. 
Unten  Wellen.  Fox  . 

n.  10,    doch    mit    anderen 


234 


&4\-4k 


6,38 


235 
237 


^4 
4-4^ 

3W 


6,43 

6,o() 

6,39 


Nackter  (unbehelmter)  Krie- 
ger r.  sprengend.    In  der 

erhobenen  R.  hält  er  die 

Lanze     mit    nach    unten 

gerichteter  Spitze,    am   1. 

Arm  den  Rundschild  und 

in  der  Hand  zwei  Speere. 

Im  Felde  1.  TY  (oderry?), 

unter     dem    Bauche    des 

Pferdes  APIS 
TIP 

Der  Typus  der  Ks.  fast  ebenso  auf  n.  126;  vgl.  über 
denselben  Evans  S.  100  f.  (das  daselbst  auf  Tat".  \  111  n.  1 
abgebildete,  dem  unseren  sehr  ähnliche  Exemplar  hat  AI 
unter  dem  Delphin;  auf  unserem  ist  an  der  Stelle  eine 
Stempel  Verletzung  . 


TAPA£  (1.,  aufwärts1.  Taras 
r.  auf  dem  Delphin  rei- 
tend vielleicht  im  Begriff 
herabzuspringen).  In  der 
vorgestreckten  E.  hält  er 
den  Bogen,  in  der  R.  einen 
Pfeil.  Enten  ein  Elephant 
r.     (Fox  . 


Ebenso,  doch  hier  im  Felde 
1.  AI,  unter  dem  Bauche 
des  Pferdes  API     £T<: 

KA     Wim 


TAPAT,  unten.  Taras  1. 
auf  dem  Delphin  reitend, 
indem  er  in  der  vorge- 
streckten R.  einen  Kan- 
tharus  hält,  im  1.  Arm 
den   Dreizack.     Im    Felde 


Taren  tum 


205 


.R  4-5 
4l"5 


^4 


R4' 
4'- 


6,33 
6,42 

6.18 


6,48 


5Ö(J 

oxydirt 
6,14 

oxydirt 


r.  ein  kleiner  weiblicher 
Kopf  1.  mit  hinten  spitz 
zulaufender  Haartracht*). 
(9163.  Rauch.  Dannen- 
berg). 

Auf  zwei  Exemplaren  hat  der  erste  Buchstabe  des 
Beamtennamens  die  Form  A. 

Vgl.  Evans  Taf.  IX  n.  6. 

Nackter  behelmter   Krieger    T   APAC    unten  .     Taras  1. 

auf  dem  Delphin  reitend. 
Auf  der  vorgestreckten  R. 
hat  er  ein  Seepferd,  im 
1.  Arm  den  Dreizack.  Im 
Felde  r.  IßP  (schräg  ab- 
wärts. (9302.  Prokesch. 
Beger  th.  Br.  I,  325). 


reitet  1.  im  Schritt;  am 
1.  Arm  hat  er  einen  runden  i 
Schild.  Im  Felde  1.  EY  +  , 
zwischen  den  Beinen  des  i 
Pferdes  API  CTttN  (aufl 
dem  letzten  Exemplar  j 
Al>     l£Tf2N. 


Taf.  XIII,  195. 

Die  drei  Exemplare  weichen  etwas  von  einander  ab. 


Behelmter  (und  gepanzer- 
ter? Krieger  reitet  r.  im 
Schritt.  In  der  R.  hält  er 
einen  Speer,  am  1.  Arm 
hat  er  den  grossen  Rund- 
schild. Im  Felde  r.  <t>l, 
unter  dem  Bauche  des 
Pferdes  HHPAK 
AHTol 

Vgl.  Evans  Taf.  IX  n.  9. 


TAPAjX]  (unten).  Taras  1. 
auf  dem  Delphin  reitend, 
indem  er  in  der  vorge- 
streckten R.  eine  Blume 
hält,  im  1.  Arm  ein  Füll- 
horn. Im  Felde  r.  F  und 
daneben  ein  thymiaterion. 
(Fox. 


c)    Mit  zwei  Reitern  (Dioskuren?) 


Zwei  nackte  Reiter  1.  spren- 
gend. Der  vordere,  an 
dessen  Rücken  und  l.Arm 
etwas  Gewand  flattert, 
hält  einen  kurzen  Stab(?) 
im  1.  Arm.  Zwischen  den 
Köpfen  der  Reiter  ¥  auf 
dem  dritten  Exemplar 
scheint  nur  Y  zu  stehen, 
unter  den  Pferdefüssen 
CAAßNo^  sehr  undeut- 
lich, scheinbar  €AAAAo£). 


Avellino   las  auf  einem 


TA  f>A£  (r.,  abwärts).  Ta- 
ras 1.  auf  dem  Delphin 
reitend.  Er  hat  ein  Band 
im  Haar,  hält  mit  der  L. 
zwei  Speere  und  einen 
kleinen  Rundschild  (mit 
einem  Seepferd  1.),  auf 
seiner  ausgestreckten  R. 
eine  kleine  Nike,  die  im  Be- 
griff ist  ihn  zu  bekränzen. 
Unten  Wellen,  im  Felde  1. 
TY  (auf  dem  zweiten  Ex. 
sind  diese  Buchstaben 
nicht  sichtbar).  (Fox. 
Peytrignet.     28745  . 

bei  Carelli  Taf.  CXIII,  184, 


*)  Genau  entsprechende  Köpfe  sind  bei  tarentinisehen  Terracotten  nicht  selten. 


266 


Calabria 


245 


246 
248 


249 
250 


^4^-5 


^4-4* 

4^-5% 


(),22 


6,45 

6,26 

oxydirt 

6,43 


<;47 
6,25 

oxydirt 


vgl.  S.  50)  abgebildeten  Exemplar  dieser  Münze  »ZAAftNOI 
ut  videtur«,  was  wohl  richtig  ist  (vgl.  Cat.  of  greek  eoins 
in  the  Brit.  mus.,  Italy,  S.  181,  163;  "Evans  Taf.  VIII 

[Mionnet  S.  I  Seite  288, 603  beschreibt  ein  abwei- 
chendes Exemplar  nach  Magnan,  welcher  das  kleine, 
stark  gekrümmte  Seepferd  auf  dem  Schilde  des  Taras 
für  die  Buchstaben  \Q.  ansah.     Friedlaender]. 


Zwei  Reiter  r.  sprengend, 
mit  einer  kleinen  Chlamys 
angethan  und  mit  hohen 
Stiefeln  (wenigstens  ist 
der  vordere  Reiter  damit 
versehen).  Unten 
JIK.YAOjX] 


Tillllllllllllllll  (unten).  Taras, 
welcher  1.  auf  dem  Delphin 
sitzt;  in  der  vorgestreck- 
ten R.  halt  er  einen  KariJ 
tharus,  im  1.  Arm  den 
Dreizack.  Im  P'elde  r.  R 
(Peytrignet). 


Ob  auf  unserem  Exemplar  die  Reiter  behelmt  sind 
(vgl.  Cat.  of  greek  coins  in  the  Brit.  mus.,  Italy,  S.  172, 
97),  ist  nicht  zu  erkennen;  auf  dem  bei  Evans  Taf.  IX 
n.  5  abgebildeten  Exemplar  haben  sie  hohe  Spitzhüte, 
sind  also  wohl  sicher  die  Dioskuren. 


d)    Mit  dem  Knaben  zu  Pferde 


Nackter  Knabe  1.  im  Schritt 
reitend;  vor  dem  Pferde 
steht  ein  nackter  Jüng- 
ling, welcher  die  R.  auf 
des  Pferdes  Kopf  legt  und 
dieses  mit  der  L.  am 
Zaum  rasst.  Im  Felde 
oben  r.  TY,  unter  dem 
Bauche  des  Pferdes  API 
£TI 


TA  PAS  (1.,  aufwärts  .  Ta- 
ras, welcher  r.  auf  dem 
Delphin  reitet  (vielleicht 
im  Begriff  herabzusprin- 
gen .  In  der  vorgestreck- 
ten L.  hält  er  den  Bogen, 
in  der  R.  einen  Pfeil. 
Unten  ein  Elephant  r. 
Peytrignet.  Fox.  Pro- 
kesch). 


Taf.  XIII,  196. 

Vgl.  oben  n.  126  und  234. 


Nackter  Knabe  auf  einem 
r.  stehenden  Pferde.  Im 
Felde  r.  +1,  zwischen 
den  Beinen  des  Pferdes 
+  IAHM  EN////Z  (auf  dem 
zweiten  Exemplar  steht 
<t>IAHME     No£. 

Vgl.  Evans  Taf.  IX  n.  7 


TAPAC  unten.  Taras  1. 
auf  dem  Delphin  reitend; 
in   der   vorgestreckten  R. 

hält  er  einen  Dreifuss,  im 
1.  Arm  den  Dreizack.  Im 
Felde  r.  Stierschädel,  von 
dessen  Hörnern  Bänder 
herabhangen.     4S74-  Fox  • 


Taren  tum 


267 


«4%-5 


R4H 


**4*-4* 


.R4-4V 


6,40 


6,29 

beschä- 
digt 
6,5  1 


0,S'2 


6,22 

oxvdirt 


Nackter  Knabe  auf  einem 
r.  stehenden  Pferde,  des- 
sen Kopf  er  mit  der  R. 
bekränzt.  Hinter  dem 
Rücken  des  Knaben 
♦  :A*>KPA,  unter  dem 
Bauche  des  Pferdes  stand 
vielleicht,  wie  auf  ähn- 
lichen Exemplaren,  N< 
(jetzt  ist  die  Stelle  be- 
schädigt . 

Vgl.  Evans  S.  178. 


Derselbe  Typus.  Hinter 
dem  Rücken  des  Knaben 
[<t>l]AoKPA,  unter  dem 
Bauche  des  Pferdes  N< 


Derselbe     Typus.        Hinter 
dem  Rücken  des  Knaben 


////AoKPA 


dem 


Bauche  des  Pferdes   NC 


Derselbe  Typus.  Hinter  dem 
Rücken  des  Knaben  EY, 
unter  dem  Bauche  des 
Pferdes  JENE!// ;  vor  dem 
Halse  desselben  Spuren 
von  <t>l 


Vgl.  Evans  S.  178. 


TA     PA     (unten;  die  Auf- 
schrift scheint  vollständig). 

Taras  1.  auf  dem  Delphin 
reitend.  Im  1.  Arm  hat 
er  den  Dreizack,  über  der 
ausgestreckten  R.  schwebt 
eine  kleine  Nike,  welche 
ihn  bekränzt.  Vor  dem 
Delphin  m  tf? (aufwärts), 
wahrscheinlich  API  CT 
(Arditi). 


TAPAS   (r.,  abwärts).     Ta- 
ras   1.    auf  dem    Delphin 


reitend;  auf 
streckten  R. 
Nike,     welche 


der  ausge- 
eine  kleine 
ihm  den 
Kranz  entgegenstreckt,  im 
1.  Arm  hat  er  den  Drei- 
zack. Unter  dem  Delphin- 
schwanze  API£T 
(Beger  th.  Br.  1 ,  325.    Fox  I. 

Die  Aufschrift  ist  nicht  sicht- 
bar (scheint  nicht  zur  Aus- 
prägung gekommen  zu 
sein).      Derselbe     Typus. 


Unten     API  CT o,, 


Mie 


beiden  kleinen  Striche  am 
Ende  sind  wohl  nur  zu- 
fällig).      (B.  Friedländer). 

[TIA  PAS  (unten).  Taras 
1.  auf  dem  Delphin  rei- 
tend; in  der  vorgestreck- 
ten R.  hält  er  einen  klei- 
nen Gegenstand,  der  nicht 
ganz  ausgeprägt  ist  Rhy- 
ton?),  im  1.  Arm  den  Drei- 
zack. Im  Felde  r.  Ähre. 
Ohne  Bezeichnung). 


268 


Calabria 


256 


/R^-rt 


6,33 


257 


.R 


4i"5 


6,26 


258 


^5 


6,45 


T  A  F>  A  t  fr.  abwärts,  in  gera- 
der Zeile.  Taras  1.  auf  dem 
Delphin  reitend,  indem  er 
in  der  vorgestreckten  R. 
einen  Kantharus,  im  l.Arm 
den  Dreizack  hält.  Unten 
ein  Dreifuss.     Peytrignet). 


Jüngling  auf  einem  r.  ste- 
henden Pferde;  er  ist 
nackt,  hat  aber  um  die 
Hüften  etwas  Gewand. 
Der  r.  Arm  ist  erhoben, 
wie  um  das  Pferd  zu  be- 
kränzen (der  Kranz  aber, 
wie  es  scheint,  nicht  dar- 
gestellt). Unter  dem  Bau- 
che des  Pferdes  4>IAICKOv 

Vgl.  Evans  Taf.  IX  n.  8. 

Auf  dem  bei  Carelli  Taf.  GXIV,  202  abgebildeten 
Exemplar  hält  der  Knabe  in  der  erhobenen  R.  den  Kranz. 
Bei  dem  Londoner  Exemplar  (Gat.  of  greek  coins  in  the 
Brit.  mus.,  Italy,  S.  185,  186)  wird  angegeben  »r.  band 
raised«,  ähnlich  Evans  S.  179.  Friedländer  dachte  an 
zum  Gebet  erhobene  Hände  und  meinte,  der  Reiter  »betet 
wohl  um  Sieg  im  Wettrennen«. 


Nackter  Knabe  auf  einem 
r.  schreitenden  Pferde,  mit 
der  erhobenen  R.  dasselbe 
bekränzend.  L.  oben 
scheint  ein  Rest  einer 
schwebenden  Nike  zu 
sein,  welche  den  Reiter 
bekränzt  haben  dürfte. 
Unter  dem  Bauche  des 
Pferdes  Ay;  zwischen  den 
Vorderbeinen  ©E 


TAF>A£ 
Typus. 

(93o0- 


unter     demselben 
Kein  Beizeichen. 


Nackter  Knabe  auf  einem 
r.  schreitenden  Pferde,  mit 
der  erhobenen  R.  dasselbe 
bekränzend.  Hinter  dem 
Rücken  des  Knaben  Iß, 
unter  dem  Bauche  des 
Pferdes  NEY 
MH 


TATAC  (unten  .  Taras  mit 
längerem  Haar  1.  auf  dem 
Delphin  sitzend;  in  der 
halberhobenen  R.  hält  er 
einen  Helm  (von  der  sog. 
phrygischen  Form  mit 
Seitenklappen),  die  L. 
stützt  er  leicht  auf  den 
Delphin.  Beiderseits  im 
Felde  ein  grosser  zwölf] 
strahliger  Stern;  oben  r. 
API  t  abwärts  .  (Arditi  . 
Über  diese  und  die  folgende  Münze  vgl.  Evans 
S.  148  ff.  Seine  Deutung  des  Typus  der  Ks  ist  aber 
nicht  überzeugend,  so  richtig  auch  der  Hinweis  auf  die 
Ähnlichkeit  des  Taras  mit  dem  Apollo  der  s\  rischen 
Münzen  ist.  Sie  steht  zu  sehr  in  Widerspruch  mit  der 
von    ihm     S.  75     vorgeschlagenen    Erklärung    der    ganz 


Tarentum 


269 


*4*-4* 

4'-5' 
4'- 


-tt  4^-5 


,R  4\ 
4-4', 


'-,4'.' 
6,25 


4,64 

stark 
oxydirt 


6,52 

ö,30 


6,40 
6,34 


ähnlichen  Darstellung  auf  dem  älteren  Didrachmon  n.  131, 
vgl.  n.  145.  152;  auch  hat, der  von  Taras  gehaltene  Helm 
mit  dem  syrischen  keine  Ähnlichkeit,  da  von  einem  Hörn 
an  demselben  nichts  zu  sehen  ist. 


Derselbe  Typus.  Hinter  dem 
Rücken  des  Knaben  Iß, 
unter  dem  Bauche  des 
Pferdes  NEY 

Vgl.  Evans  Taf.  VIII  n.  6. 


TAP"A£  unter  demselben 
Typus.  Im  Felde  1.  und 
r.  ein  grosser  zwölfstrah- 
liger  Stern;  oben  r.  PoAY 
(abwärts).  (Ohne  Bezeich- 
nung. Arditi.  Fox). 


Ebenso,  doch  sind  von  der 
Schrift  nur  noch  schwache 
Spuren  sichtbar. 


TAPA£  sie)  unter  demsel- 
ben Typus.  Im  Felde  1. 
und  r.  ein  grosser  Stern; 
oben  r.  ATA£  (abwärts). 
Arditi  V 


Die  Münze  scheint  überprägt  zu  sein 


Derselbe  Typus.    Unter  dem 
Bauche  des  Pferdes  AEftN 


TAPAC  1,  aufwärts  .  Ta- 
ras 1.  auf  dem  Delphin 
reitend;  in  der  vorge- 
streckten R.  hält  er  eine 
grosse  Traube,  im  1.  Arm 
den  Dreizack.  Im  Felde 
r.  A/  Unten  1.  schreiten- 
der Löwe.  (91 71.  Pro- 
kesch). 
Vgl.  Evans  Taf.  IX   n.  4. 

[Die  Beziehung   zwischen  dem  Namen   der  Vs.  und 
dem  Löwen  der  Ks.  ist  hier  deutlich.     FuiedlaenderI. 


Derselbe  Typus  (doch  hat 
der  Knabe  einen  ziemlich 
langen  Haarzopf.  Im 
Felde  1.  /?,  unter  dem 
Bauche  des  Pferdes  eine 
(bärtige?)  Theatermaske 
fast  ganz  von  vorn,  zwi- 
schen den  Vorderbeinen 
des  Pferdes  KY 


TAPA£  r.  im  Felde,  in 
einer  geraden  Zeile  ab- 
wärts'. Taras  1.  auf  dem 
Delphin  reitend,  indem  er 
die  L.  auf  den  Delphin 
stützt,  in  der  vorgestreck- 
ten R.  einen  Kantharus 
hält.     (9167.     Rauch. 


Auf  dem  ersten  Exemplar  befinden  sich  1.  oben  bei 
der  Maske  zwei  Striche,  wie  H  ,  vielleicht  nur  Stempelrisse. 


270 


Caiabria 


267 


M4\ 


6>37 


268 


^4-4* 


6,1 1 


269 


JRA\ 


,20 


^-4* 


6,26 


271 


/R4 


6,56 


Nackter  Knabe  auf  einem  r.    TAPAC   (unten'.     Taras    1 


schreitenden  Pferde,  mit 
der  erhobenen  R.  dasselbe 
bekränzend.  Im  Felde  1. 
EY;  unter  dem  Bauche 
des  Pferdes  APoAA  ///// 
und  darunter  zwei  (unten 
spitz  zulaufende?)  Am- 
phoren neben  einander. 


auf  dem  Delphin  reitend; 
in  der  vorgestreckten  R. 
hält  er  einen  Kantharus, 
im  1.  Arm  den  Dreizack. 
Im  Felder.  01  (B.  Fried! 
länder). 


Vgl.  Evans  Taf.  VIII  n.  7  mit  APOAAft, 


Derselbe  Typus.  Im  Felde 
1.  '3p,  r.  rc,  unter  dem 
Bauche  des  Pferdes  <t>IAO 
KAHC 
und  darunter  ein  Del- 
phin r. 


TA  PA£  (unten).  Taras  1. 
auf  dem  Delphin  reitend. 
In  der  vorgestreckten  R. 
hat  er  ein  Rhyton,  welches 
unten  in  das  Vordertheil 
eines  Rehs  (?)  ausgeht  auf 
diesem  Ex.  nicht  ausge- 
prägt), im  1.  Arm  den 
Dreizack.  Im  Felde  r. 
zwei  neben  einander  ste- 
hende Amphoren  mit 
Fuss).  (28416). 


T  A  PAC,  sonst  ebenso 
das  Rhyton  ist  hier  deut- 
lich .    (Peytrignet). 


Vgl.  Evans  Taf.  X  n.  6. 

Derselbe  Typus.  Im  Felde 
1.  x^jv,  r.  Ai-,  unter  dem 
Bauche  des  Pferdes  <t>  I A  O 
KAHS 
und  darunter  ein  Del- 
phin r. 

Ebenso,     nur    ist    hier    das 

Monogramm    vf/        ganz 

deutlich). 

Auf  diesem  Exemplar  erscheint  die  Form  des  Die 
zacks  recht  deutlich;  er  wird  gebildet  von  einer  Lanz 
an  der  oben  zwei  Delphine  sich  anschliessen. 


T     APA£, 

(Fox  . 


sonst    eben: 


Derselbe  Typus.  Im  Felde  1. 
4>l,  zwischen  den  Beinen 
des  Pferdes  Reste  eines 
Namens  ,IflP   YPO   *?) 


T  APAC  (unten).  Taras 
1.  auf  dem  Delphin  rei- 
tend. In  der  vorgestreck- 
ten R.  hält  er  ein  Füll- 
horn, im  1.  Arm  den  Drei- 
zack. Im  Felde  r.  Fl 
(oder  Biene?).    (Fo 


Tarentum 


27I 


M4\-b 


*5 


274 

-77 


«4-5 

4 
4-44 

4-4' 


/R  4-4^ 


6,30 


6,49 


6,49 
6,46 

6,53 


6,23 


Knabe  mit  wehendem  Man- 
tel auf  einem  r.  schreiten- 
den Pferde,  dessen  Kopf 
er  mit  der  R.  bekränzt. 
Zwischen  den  Beinen  des 
Pferdes  lAAÄf,  wie  es 
scheint. 


TAF>A£    (r.,  abwärts).     Ta- 
ras    1.    auf   dem    Delphin 
reitend.    Mit  der  erhobe- 
nen R.  zückt  er  den  Drei- 
zack,     um     den     vorge- 
streckten  1.  Arm    ist   der 
Mantel    geschlungen. 
Ohne  Bezeichnung). 
Vgl.   Cat.   of  greek   coins   in   the   Brit.  mus. ,   Italy, 
S.  181,  164  mit  SAAftN;    Evans  Taf.  VIII  n.  10  (S.  159) 
mit  SAA&NOS   '  . 

Der  Typus  der  Ks.  kehrt  auf  den  weiter  unten  n.  274 
bis  278  beschriebenen  Stücken  wieder. 


Nackter  Knabe  auf  einem  1. 

schreitenden  Pferde,    mit 

der  erhobenen  R.  dasselbe 

bekränzend.       Im     Felde 

oben    r.    hl,     unter    dem 

Bauche  des  Pferdes  XQPY 

und  darunter   ein  kleiner 

hockender  Silen,   der   im 

1.  Arm    ein    Füllhorn    zu 

haben  scheint. 
Taf.  XIII,  197. 

Ebenso  Evans  Taf.  VIII  n.  8;  ähnlich  Cat.  of  greek 
coins  in  the  Brit.  mus.,  Italy,  S.  180,  155  (mit  XPH  auf 
der  Ks.). 


[Tl  APAC  (unten).  Taras 
1.  auf  dem  Delphin  rei- 
tend. Auf  der  ausge- 
streckten R.  eine  kleine 
Nike,  welche  ihn  bekränzt; 
im    1.  Arm    hält    er    den 

Rocken.     Im  Felde  r.    £ 
(B.  Friedländer). 


Derselbe  Typus.  Hinter  dem 
Rücken  des  Knaben  £Y, 
unter  dem  Bauche  des 
Pferdes  AYKI 


Vgl.  Evans  Taf.  IX  n.  3. 


TA  PAC  unten  .  Taras  1. 
auf  dem  Delphin  reitend. 
Mit  der  erhobenen  R. 
zückt  er  den  Dreizack, 
um  den  vorgestreckten 
1.  Arm  ist  der  Mantel  ge- 
schlungen. Im  Felde  r. 
eine  Eule  halb  1.  mit  an- 
gelegten Flügeln.  (Beger 
thes.  Pal.  S.  170,  th.  Br.  I, 
322.  4871.  B.  Friedländer. 
Fox). 


(Fox) 


Ebenso,     doch     steht     hier  j  Ebenso, 
noch  &£   im  Felde  1.  vor 
dem  Pferdehalse. 

Auf  der  Ks    zwei   wohl   in   neuerer  Zeit   eingeritzte 
Zeichen. 


272 


Calabria 


279 


M4h-4h 


280 


*4* 


281 


282 


^4*"5 


.R 


4-4^ 


283 
284 


R 


285 


Ai  4 


6,58 


5»60 

subärat 


6,54 


5,9» 


6,48 
6>5° 


Derselbe  Typus  [Nackter 
Knabe  auf  einem  1.  schrei- 
tenden Pferde,  mit  der 
erhobenen  R.  dasselbe 
bekränzend].  Zwischen 
den  Beinen  des  Pferdes 
AP  IITIC  und  darun- 
ter ein  liegender  Anker. 
Vgl.  Evans  Taf.  IX  n.  1 

Derselbe  Typus.  Hinter 
dem  Rücken  des  Knaben 
N<,  unter  dem  Bauche 
des  Pferdes  «DIAOKPA 


Vgl.  Evans  Taf.  IX  n.  2. 

Ebenso  (doch  ist  der  Name 
sehr  undeutlich). 


Derselbe  Typus.  Hinter 
dem  Rücken  des  Knaben 
EY,  zwischen  den  Beinen 
des  Pferdes  1-     ICTIAP 


Derselbe  Typus.  Hinter 
dem  Rücken  des  Knaben 
AI,  unter  dem  Bauche 
des  Pferdes  4>IAi; 


Unten  Spuren  der  Aufschrift. 
Taras  1.  auf  dem  Delphin 
reitend.  Auf  der  ausge- 
streckten R.  Nike,  ihn  be- 
kränzend, im  1.  Arm  den 
Rocken.     (9168). 


TAP*  (so,  unten).  Taras, 
1.  auf  dem  Delphin  reitend, 
halt  in  der  vorgestreckten 
R.  einen  Kantharus,  im  1. 
Arm  den  Dreizack.  Im 
Felde  r.  AP°A  (so,  ab- 
wärts).    (Fox). 


TAPA£  (r.,  abwärts).  Der- 
selbe Tvpus;  unter  dem 
Delphin"  APo/f        (Fox). 

TA  f>A£  (unten).  Taras 
1.  auf  dem  Delphin  reitend. 
Auf  der  vorgestreckten  R. 
hat  er  eine  kleine  Nike, 
welche  ihn  bekränzt,  im 
1.  Arm  den  Dreizack.  Im 
Felde  r.  eine  Traube  mit 
daran  hängendem  Blatt. 
(i»530- 

TA  F>A£  (unten).  Der  Knabe 
Taras  1.  auf  dem  Delphin 
reitend;  in  der  vorge- 
streckten R.  hält  er  einen 
Kantharus,  im  1.  Arm  den 
Rocken.  Im  Felde  r.  ein 
Hahn  1.  (28632/2.  Gans- 
auge . 


0,14 
oxydirt 


Nackter  Knabe  auf  einem 
r.  trabenden  Pferde;  eine 
ihm  nachfliegende  Nike 
bekränzt  ihn.  Vor  dem 
Halse  des  Pferdes  <t>l, 
unter  den  Beinen  dessel- 
ben Spuren  eines  Namens 
(APISTEIA?). 


\  p  (unten).  Taras  1. 
auf  dem  Delphin  reitend. 
Er  hält  in  der  R.  eine 
Ähre,  im  1.  Arm  hat  er 
den    Dreizack.     Im  Felde 

r.   bf     (Fox). 


Tarentum 


273 


286 


288 


^4* 

4 

4*- 4* 


289    yR4 


290  TR  4-4! 


291  Äi  4% 

292  5-5* 


293 
294 


6,28 

etwas 
ab- 
genutzt 

6,39 
6,44 


6,29 


<V5 

oxydirt 


b,55 
6,30 


6,42 
6,35 


Nackter  Knabe  auf  einem 
r.  schreitenden  Pferde ; 
eine  ihm  nachfliegende 
Nike  bekränzt  ihn.  Im 
Felde  r.  EYIf  (auf  zwei 
Ex.  sieht  man  nur  EY/////), 
zwischen  den  Beinen  des 
Pferdes  AAMo     KP///// 

Vgl.  Evans  Taf.  IX  n.  12. 


TA  PA  Z  (unten).  Taras, 
r.  auf  dem  Delphin  rei- 
tend, hält  in  der  R.  ein 
Füllhorn,  im  1.  Arm  den 
Dreizack.    Hinter  seinem 

Rücken    2K    (also    viel- 
leicht mnY).  (8219. 9172. 

Fox). 


Nackter  Knabe  auf  einem 
r.  schreitenden  Pferde,  mit 
der  erhobenen  R.  dasselbe 
bekränzend,  während  er 
selbst  von  einer  ihm  nach- 
fliegenden Nike  bekränzt 
wird.  Vor  dem  Halse  des 
Pferdes  tl  (d.  h.  4>l),  unter 
dem     Bauche      desselben 

APiao 

KPATHS 

Ebenso,  nur  ist  das  tl  nicht 
zu  sehen  und  der  Name 
ist  undeutlich. 

Vgl.  Evans  Taf.  IX  n.  1 


T  AP  rf///  (unten).  Taras, 
1.  auf  dem  Delphin  rei- 
tend, hält  in  der  vorge- 
streckten R.  einen  Kan- 
tharus,  im  1.  Arm  den 
Dreizack.  Im  Felde  1.  rrl 
(sie),  r.  eine  kleine  ithy- 
phallische  Herme  (von 
vorn)  auf  einer  Basis. 
(B.  Friedländer). 


Keine  Schrift  mehr  vor- 
handen; sonst  ebenso, 
doch  steht  hier  im  Felde 
1.  deutlich  fll     (9170). 


Nackter  Knabe  auf  einem  r. 
schreitenden  Pferde,  mit 
der  R.  sich  selbst  bekrän- 
zend. Im  Felde  1.  Iß,  un- 
ter dem  Bauche  desPferdes 
IAAO  und  darunter  ein 
ionisches  Capitell  mit 
einem  Stücke  des  Säulen- 
schaftes. 


Ebenso. 


TAPAC  (unten).  Der  Knabe 
Taras  1.  auf  dem  Delphin 
reitend;  auf  der  ausge- 
streckten R.  hält  er  ein 
aplustre,  mit  der  L.  den 
Rocken  geschultert ;  um 
den  1.  Fussknöchel  hat  er 
einen  Ring.  Im  Felde 
r.  AN  (schräg  abwärts). 
(4864.   4865). 

TAPAC  unter  demselben  Ty- 
pus. Im  Felde  r.  ANO 
(schräg  abwärts).  (Fox. 
'7959)- 


Antike  Münzen.     Bd.  III,  i. 


274 


Calabria 


295 


JR4-4* 


6,51 


296 


297 


298 


/R4-4\ 


JR^ 


JR4-4^ 


6,41 


6,56 


6,20 


299 


JR 


6,51 


e)    Mit  dem  Knaben  auf  dem  jagenden  Pferde 

Vgl.   über   die    folgenden   Münzen    Evans   S.  183  ff, 
besonders  S.  189  ff. 


Jüngling,  bloss  mit  einem 
Brustharnisch  angethan, 
auf  r.  jagendem  Pferde. 
Mit  der  erhobenen  R. 
schwingt  er  die  (hier  nicht 
sichtbare)  kurze  Peitsche. 
Unten  H  IPPoAA///// 


Ebenso;  von  der  kurzen 
Peitsche  ist  ein  Stück  zu 
sehen,  unten  steht 

MPPoA///// 

Ebenso,  mit   I- IPPo  AA///// 


[T]APA[£]  (unten).  Taras 
1.  auf  dem  Delphin  rei- 
tend; in  der  vorgestreck- 
ten R.  hält  er  einen  Kan- 
tharus,  mit  der  L.  schul- 
tert er  den  Rocken.  Im 
Felde  r.  AI  und  weiter  r. 
Spuren  eines  Beizeichens. 
(17847). 

TAPAC  unter  demselben 
Typus.  Im  Felde  r.  AI 
und  daneben  r.  eine  ein- 
henklige Vase.         (9I73)- 

Durch  einen  Prägefehler  ist 
hier  der  Typus  der  Vor- 
derseite vertieft  wieder- 
holt. (Ohne  Bezeichnung). 


Nackter  Jüngling  auf  r.  ja- 
gendem Pferde,  dessen 
Zügel  er  mit  beiden  Hän- 
den hält. 


TAPA£  (unten).  Taras  1. 
auf  dem  Delphin  reitend; 
mit  der  R.  hält  er  ein 
aplustre  empor,  zu  dem 
er  aufblickt,  die  L.  stützt 
er  auf  den  Delphin.  (Fox. 
Dem  Styl  und  den  Typen  nach  gehört  dieses  Stück 
in  die  oben  n.  201  ff.  beschriebene  Reihe  der  schweren 
Didrachmen;  hier  liegt  es  des  leichten  Gewichts  wegen. 
Vielleicht  ist  es  subärat. 


TA  W®  (unten).  Taras 
1.  auf  dem  Delphin  rei- 
tend; in  der  vorgestreck- 
ten R.  hält  er  den  Kan- 
tharus,    im    1.    Arm    den 

Dreizack.    Im  Felde  r.  /\ 
(Peytrignet). 


Nackter  Jüngling  auf  r.  ja- 
gendem Pferde  (auf  dem 
Scheitel  hat  dieses  einen 
emporgebundenen  Mäh- 
nenbüschel). In  der  nach 
hinten  ausgestreckten  R. 
hält  er  eine  Handfackel. 
Über  dem  Hintertheil  des 

Pferdes  pf;  unten 
AAIMAX///// 
Taf.  XIII,  198. 

Die  Fackel,  welche  der  Jüngling  trägt,  ist  eine  An- 
spielung auf  den  Namen  AAlMÄXot.  Nach  Garrucci's 
Ansicht  (vgl.  S.  125  zweite  Columne  oben)  ist  der  fackel- 
schwingende Reiter  ein  bei  den  tarentinischen  Fackel- 
rennen Betheiligter.  Über  diese  Münze  ist  ausserdem 
zu  vergleichen  Evans  S.  188  f. 


Tarentum 


275 


300 
301 


302 


/R4H 
4-4* 


fc&-5 


3°3 


3°4 


/R4i-5 


*UW* 


6,20 
6,16 

oxydirt 


6,02 


6,42 


7>36 

ab- 
genutzt 
subärat 


Jüngling  im  Harnisch  auf 
r.  jagendem  Pferde,  mit 
der  erhobenen  R.  einen 
kurzen  Speer  schwingend. 
Im  Felde  1.  ein  grosser 
Kranz;  unter  dem  Pferde 
OAYMPK 


T  APAC  (unten).  Taras  1. 
auf  dem  Delphin  reitend, 
indem  er  in  der  vorge- 
streckten R.  einen  Kan- 
tharus,  im  l.Arm  ein  Füll- 
horn hält.  Im  Felde  r.  ein 
Dreifuss.       (28815.    Fox). 


Vgl.  Evans  Taf.  X  n.  3  und  S.  174.  185 


Jüngling,  mit  einem  kurzen 
Gewand  bekleidet,  auf  r. 
jagendem  Pferde.  Er  legt 
sich  hintenüber,  als  ob  er 
das  durchgehende  Ross 
halten  wolle;  mit  der  R. 
hat  er  dasselbe  an  der 
Mähne  erfasst.  Unten 
ZßfTYPIftN  und  r.  da- 
neben ein  Stierkopf  (nicht 
bucranium)  von  vorn, 
zwischen  dessen  Hörnern 
Zft  steht. 

Taf.  XIII,  199. 

Vgl.  Evans  S.  183  f. 

Nackter  bekränzter  Jüngling 
auf  einem  r.  galoppirenden 
Pferde;  im  r.  Arm  hält  er 
einen  grossen  Palmzweig, 
an  dessen  Mitte  ein  Band 
geknüpft  ist.  Über  dem 
Hintertheil  des  Pferdes  A, 
unter  dem  Bauche  des- 
selben APICTIPP///// 
Vgl.  Evans  Taf.  X  n.  5. 


T  APAE  (untenV  Taras 
1.  auf  dem  Delphin  rei- 
tend; auf  der  ausgestreck- 
ten R.  hält  er  ein  ihm 
zugekehrtes  Seepferd,  im 
1.  Arm  den  Dreizack.  Im 
Felde  r.  eine  bärtige  Maske 
im  Profil  nach  1.  und 
schräg  darunter  E1   (Fox). 


TA  P-AC  (sie),  unten.  Ta- 
ras (bekränzt,  wie  es 
scheint)  1.  auf  dem  Delphin 
reitend,  indem  er  in  der 
vorgestreckten  R.  den 
Kantharus  hält,  die  L. 
auf  den  Delphin  stützt. 
Im  Felde  r.  /y\       (28815). 


Ob  die  folgende  Münze  hierher  gehört,  ist  ungewiss: 


Taras  auf  dem  Delphin  r. 
(unklar,  ob  sitzend  oder 
reitend);  der  1.  Arm  ist 
ausgestreckt  (in  der  Hand 
scheint  aber  nichts  gewe- 
sen zu  sein),  die  R.  liegt  I 
auf  des  Delphins  Rücken.  | 
Dasselbe    Exemplar,    welches 


Nike,  auf  einem  schmalen 
Sitz  1.  sitzend,  hält  in  der 
R.  einen  grossen  Kranz. 
(Peytrignet). 


Friedländer    in    den 


18* 


276 


Calabria 


3°5 
306 


3°7 
308 


3°9 


310 
311 


^4^ 

4 


^R  4-4% 


4-4l 


7,3° 

7>24 


7£ 

5>67 

subärat 


',3» 


7>°5 

6,96 

ab- 
genutzt 


Berl.  Blättern  f.  Münzkunde  III  S.  9  und  Taf.  XXIX  3 
ungenau  abgebildet  herausgab;  es  befand  sich  früher  im 
Besitz  des  Hrn.  O.  Bonghi  in  Gaeta.  Friedender  glaubte 
in  der  ausgestreckten  L.  des  Taras  die  Spuren  eines 
Bogens  zu  erkennen. 

[Die  Typen  deuten  zunächst  auf  eine  Verbündung 
von  Tarent  und  Terina;  allein  Nike  ist  ein  so  allgemeiner 
Typus,  findet  sich  sogar  in  Neapolis  wieder,  dass  sie 
auch  auf  einer  tarentiner  Silber  münze,  ebenso  gut  wie 
auf  den  Bronzemünzen  erscheinen  kann.    FriedlaenderI. 


Didrachmen  mit  dem  wreiblichen  Kopfe 

Über   die  folgenden  Münzen   vgl.  Evans  S.  131  und 
170  f. 

Weiblicher  Kopf  r.  mit  Ohr- 


gehänge und  einem  brei 
ten,  mit  Perlen  besetzten 
Bande  im  Haar.  Hinter 
dem  Halse  EY 


Nackter  Knabe  auf  einem  r. 
schreitenden  Pferde,  des- 
sen Kopf  er  mit  der  R. 
bekränzt.  Hinter  dem 
Rücken  des  Knaben  TA, 
unter  dem  Bauche  des 
Pferdes  ein  Delphin  r. 
(etwas  abwärts).  Perlkreis. 
(Ohne  Bezeichnung.  Fox). 

Taf.  XIII,  200. 

Iris  und  Pupille  sind  angegeben.  Auf  dem  einen 
Exemplar  ist  auf  der  Vs.  ein  R  eingeritzt. 


Derselbe  Kopf  1.;  das  Band    Ebenso, 
im  Haar  ist  etwas  anders       2  Ex.). 
angeordnetem  HalsePerl- 
schnur,  dahinter  EY.  Perl- 
kreis (nur  auf  dem  ersten 
Ex.  sichtbar). 

Iris  und  Pupille  sind  angegeben 
Vgl.  Evans  Taf.  XI  n.  10. 


B.    Friedländer, 


Ähnlicher  Kopf  1.,  doch  von 
roherer  Arbeit,  ohne  EY 
und  ohne  Perlkreis. 


Derselbe  weibliche  Kopf  1. 
(Typus  wie  n.  307)  mit 
Perlenband,  Ohrgehänge 
und  Halsschnur. 


Ebenso, 
kreis. 


aber    ohne    Perl- 

(Fox). 


Derselbe  Typus,  doch  hier 
unter  dem  Bauche  des 
Pferdes  ein  Delphin  r.  über 
einem  Dreifuss.  ^Ohne 
Bezeichnung.     Prokesch  . 

Das  erste  Exemplar  ist  doppelt  geprägt. 


Tarentum 


277 


312 


^4-4i 


3 '  3   R  4-4i 


3H 

316 


^4^-44 

4-4^ 

4 


3l7 


^4 


318^4^-5 


319LR4.-44 

320       4 


321 


JR4k-5 


7>»9 

etwas 
ab- 
genutzt 


7,22 


7,23 
7P5 
5,66 

subärat 


7>< 


7,01 


7>25 
7,45 


7>3l 


Weiblicher  Kopf  1.  mit  einem 
Band  im  Haar  und  mit 
Ohrgehänge. 


Ebenso. 


Weiblicher  Kopf  1.  mit 
Ohrgehänge  und  Hals- 
schnur; im  Haar  eine  sehr 
breite,  von  beiden  Seiten 
nach  dem  Ohr  zu  allmälig 
schmäler  werdende  Binde. 


Taf.  XIII,  201. 

Iris  und  Pupille  sind  angegeben. 


Derselbe  Typus.  Hinter  dem 
Rücken  des  Knaben  TA, 
unter  dem  Bauche  des 
Pferdes  ein  Rhyton,  des- 
sen unterer  Theil  von 
einem  halben  Thier  (Reh 
oder  Ziege)  1.  gebildet 
wird.  Im  Felde  r.  Delphin 
abwärts.  (Gansauge). 

Ebenso,  nur  ist  das  Rhyton 
hier  r.  gewendet.      (Fox). 

Derselbe  Typus.  Unter  dem 
Bauche  des  Pferdes  T  A 
und  darunter  ein  Delphin 
r.;  vor  dem  Halse  des 
Pferdes  + 1  (auf  dem  letzten 
Ex.  4>l).  (Fox.  Gansauge. 
Peytrignet). 


Ähnlicher  Kopf  1.  (ob  das 
Halsband  vorhanden,  ist 
nicht  zu  sehen). 


Weiblicher  Kopf  1.  mit  Ohr- 
gehänge und  einer  Binde 
im   Haar. 


Weiblicher  Kopf  1.  mit  Ohr- 
gehänge und  Perlen- 
schnur; im  Haar  ein  mit 
Perlen  verziertes  Band. 


Ebenso. 


Derselbe  Typus.  Unter  dem 
Bauche  des  Pferdes  TA 
und  darunter  ein  Delphin 
r.       (Ohne  Bezeichnung). 

Derselbe  Typus.  Unter  dem 
Bauche  des  Pferdes  ein 
Delphin  r.,  zwischen  den 
Vorderfüssen  TA  (Rauch). 

Derselbe  Typus.  Im  Felde 
1.  ein  Füllhorn;  unter  dem 
Bauche  des  Pferdes  ein 
Delphin  r.;  zwischen  den 
Vorderfüssen  TA  (Pro- 
kesch.     Fox). 

Derselbe  Typus.  Im  Felde 
1.  ein  Delphin  r.;  unter 
dem  Bauche  des  Pferdes 
ein  r.  schreitender  Löwe; 
zwischen  den  Vorder- 
füssen TA  (Ohne  Be- 
zeichnung). 


Vgl.  Evans  Taf.  VI  n.  14. 


278 


Calabria 


322   ^4-5 


323 


324 


325 


jR4*-4% 


&4%-4k 


326 


iR4-44; 


327 
328 


iR 


7,41  Ebenso  [Weiblicher  Kopf 
1.  mit  Ohrgehänge  und 
Perlenschnur;  im  Haar 
ein  mit  Perlen  verziertes 
Band]. 


5,53  |  Ebenso. 

subärat 


7,20     Ebenso. 


7,03     Ebenso. 


Von  roher  Arbeit. 


Derselbe  Typus  [nackter 
Knabe  auf  einem  r.  schrei- 
tenden Pferde,  dessen 
Kopf  er  mit  der  R.  be- 
kränzt]. Im  Felde  1.  aeht- 
strahliger  Stern;  unter 
dem  Bauche  des  Pferdes 
Delphin  1.;  zwischen  den 
Vorderfüssen  T  A 
(124/1885). 

Derselbe  Typus.  Im  Felde  1. 
Mondsichel  (so  gestellt  w); 
unter  dem  Bauche  des 
Pferdes  Delphin  r. ;  zwi- 
schen den  Vorderbeinen 
TA    (Ohne  Bezeichnung). 

Ebenso,  nur  sind  hier  über 
dem  Delphin  zwei  kleine 
Zeichen  (wie  X  I),  viel- 
leicht nur  Stempelver- 
letzungen. (11529). 

Derselbe  Typus.  Im  Felde 
1.  eine  Mondsichel  (ebenso 
gestellt),  unter  dem  Bau- 
che des  Pferdes  Delphin 
r.     Keine  Schrift.     (Fox). 


6,64    Ebenso. 

subärat 


beschä- 
digt 

3,47 


Derselbe  Typus.  Hinter  dem 
Rücken  des  Knaben  TAf>, 
unter  dem  Bauche  des 
Pferdes  ein  ionisches  Ca- 
pitell  (mit  Säulenstück), 
auf  welchem  ein  Delphin 
r.  liegt.     (Rauch). 


Die  Drachmen 

Über  die  zunächst  folgenden  Münzen  und  ihr  Alter 
vgl.  Evans  S.  196  ff. 

Nackter  Knabe  auf  einem  1.  I 
schreitenden  Pferde,    mit ! 
der   R.  dasselbe    bekrän- 
zend.    Im  Felde  oben   r.  | 
XQ.,    unter  dem   Bauche 
des  Pferdes  CßTE 


Vgl.  Evans  Taf.  X  n.  10. 


T  APA£  (unten).  Taras 
1.  auf  dem  Delphin  rei- 
tend; auf  seiner  vorge- 
streckten R.  steht  eine 
kleine  Nike,  welche  ihm 
den  Kranz  entgegenhält, 
im  1.  Arm  hat  er  ein  Füll- 
horn.    (4867.     Fox). 


Tarentum 


2  79 


329 


^4 


33° 


^3%-4 


331 


^4-44 


33'2 


&3 


333 


^3 


3.42 


3>46 


3,07 


2>97 

etwas 
ab- 
genutzt 


2,56 
beschä- 
digt 


Nackter  Knabe  auf  einem  r. 
stehenden  Pferde,  mit  der 
R.  dasselbe  bekränzend. 
Hinter  dem  Rücken  des 
Knaben  KAH,  zwischen 
den  Beinen  des  Pferdes 
SHPAM     Bo:> 


T  A  PA£  (unten).  Taras 
1.  auf  dem  Delphin  rei- 
tend, indem  er  auf  der 
vorgestreckten  R.  ein 
aplustre  hält,  im  1.  Arm 
den  Dreizack.     Im   Felde 

r.  EM      (11532). 


Vgl.  Evans  Taf.  X  n.  9. 

Über  den  Magistratsnamen  dieser  und  der  folgenden 
Münze  vgl.  Evans  S.  203  f. 


Behelmter  (?)  geharnischter 
Reiter  auf  r.  schreitendem 
Pferde.  Mit  der  R.  hält 
er  einen  Palmzweig  ge- 
schultert, an  den  oben 
eine  Binde  geknüpft  ist. 
Zwischen  den  Beinen  des 
Pferdes  SßKAN     NAC 


Vgl.  Evans  Taf.  X  n.  13. 

Derselbe  Typus  (der  Reiter 
scheint  behelmt  zu  sein). 
Zwischen  den  Beinen  des 
Pferdes  <HKAN  NAC 
(also  ursprünglich  wohl 
«2KANNAC,  doch  könnte 
der  letzte  Buchstabe  auch 
$  gewesen  sein). 


TAPA£  (unten).  Taras  1. 
auf  dem  Delphin  reitend; 
in  der  vorgestreckten  R. 
hält  er  einen  Kantharus, 
in  der  L.  den  Dreizack 
(schräg  gestellt).  Über  dem 
Schwänze  des  Delphins 
ein  Adler  mit  halb  aus- 
gebreiteten Flügeln  1. 
(Fox). 


Ebenso.     (5845). 


Über  die  folgenden  Münzen  mit  dem  Athenakopfe 
(attischer  Helm  mit  Busch)  und  der  Eule  vgl.  Evans  the 
horsemen  of  Tarentum  S.  125  ff. 


Athenakopf  1.  mit  Ohrge- 
hänge; auf  dem  Helm 
Scylla  Steine  schleudernd. 


TAI-  (abwärts)  hinter  einer 
Eule  mit  angelegten  Flü- 
geln, welche  halb  1.  auf 
einem  Blitz  steht  (Kopf 
von  vorn).  Im  Felde  1. 
eine  brennende  Hand- 
fackel.    (28446). 


Athenakopf  r.;  der  Helm 
ist  mit  einem  Flügel  ver- 
sehen (wie  bei  den  Roma- 
köpfen auf  römischen  Fa- 
milienmünzen). Perlkreis. 


TAF"  (aufwärts)  hinter  einer 
Eule  mit  angelegten  Flü- 
geln, welche  r.  auf  einem 
Ölzweig  steht  (Kopf  von 
vorn).  Im  Felde  r.  <iol 
(schräg  abwärts).       (Fox). 


280 


Calabria 


335 


336 


337 


338 
339 


34o 


Ä  3-3% 

3>20 

^3 

3,05 

etwas 
ab- 

genutzt 

M  2^-3 

3>°° 

^3-4 

3,04 

^3-3^ 
3"334 

3,23 

3>25 

- 

&*k~3h 

2,83 

ab- 

genutzt 

Athenakopf  r.  mit  Halsband 
und  Ohrgehänge;  auf 
dem  Helm  Scylla  Steine 
schleudernd. 


Ebenso. 


Ebenso. 


Ebenso. 


Ebenso  [TAF*  (aufwärts) 
hinter  einer  Eule  mit  an- 
gelegten Flügeln,  welch* 
r.  auf  einem  Ölzwei 
steht  (Kopf  von  vorn) 
doch  im  Felde  r.  ist  hier 
nur  IIMT  erhalten.  Ohne 
Bezeichnung). 


[T]AP  ( aufwärts;  hinter 
einer  halb  r.  stehenden 
Eule  mit  angelegten  Flü- 
geln (Kopf  von  vorn  .  Im 
Felde  r.  eine  stehende 
Keule,  darunter  lof> 
(Ohne  Bezeichnung  . 


TAF",  sonst  ebenso;  doch 
sieht  man  hier  unter  der 
Keule  nur  IO       (  121 1 1  . 


oAYMPIC    in  einer  schrä- 
gen  Zeile   aufwärts    hin- 
ter einer  halb  r.  auf  einem 
Ölzweig   stehenden    Eule 
mit     angelegten     Flügeln 
(Kopf  von  vorn).  Im  Felde 
r.   Kranz.     Zwischen    Öl- 
zweig  und  Eule  ein  un- 
deutliches    Monogramm, 
vielleicht  A     (Beger  thes. 
Brand.  I  S.  444). 
Nach  Beger  bei  Mionnet  S.  I  S.  299,  662  unter  He- 
raclea;    vgl.  Eckhel   d.  n.  I    S.  148.     Der  Name   kommt 
auch  auf  Didrachmen  vor.    Auf  dem  Londoner  Exemplar 
(Cat.  of  greek  coins  in  the  Brit.  mus.,  Italy,  S.  202. 

ist  das   Monogramm    ^;     auf   dem    Nackenstück 
Helms  steht  dort  ein  K,    das  auf  unserem  Exemplar  zu 
fehlen  scheint. 


Ebenso,     nur    scheint 
Halsband  zu  fehlen. 


Ebenso. 


das 


NEYMHNIo*        (aufw 
hinter  derselben  Eule.    Im 
Felde  r.  PoAY     abwärts  . 
(Arditi.     B.  Friedländer  . 

hHrAKAHTo?:  aufwi 
hinter  derselben  Eule. 
Zwischen  Ölzweig  und 
Eule  eine  Blume,  \\ 
scheint  (wie  auf  den  Mün- 
zen von  Rhodus).  (Ohne 
Bezeichnung). 


Tarentum 


28 


14' 


342 

343 


145 


*3 

3,08 

'    ^3 

3>°9 

3 

3»*o 

*3 

3,o8 

3-3^ 

3>»4 

Ai  3 

oxydirt 

LR  2^-3 

3>23 

Ebenso,  auf  dem  Nacken- 
stück des  Helms  scheint 
I  zu  stehen. 


IAAo  (aufwärts)  hinter  der- 
selben Eule.  (Das  Feld  r. 
ist  nicht  zur  Ausprägung 
gekommen).  (B.  Fried- 
länder). 


Athenakopf  r.  mit  Halsband 
und  Ohrgehänge;  auf  dem 
Helm      Scylla      Steine 
schleudernd. 


M£TIAPXo£  aufwärts) 
hinter  einer  halb  r.  ge- 
wendeten Eule  mit  ange- 
legten Flügeln  (Kopf  von 
vorn),  welche  auf  einem 
Blitz  steht.  Im  Felde  r. 
EY  und  daneben  eine 
Traube,  an  welcher  ein 
Weinblatt  hängt.  (Pey- 
trignet.     Fox), 


Ebenso. 


NIKOKPATHC  (aufwärts) 
hinter  einer  halb  r.  ge- 
wendeten Eule  mit;  ange- 
legten Flügeln  (Kopf  von 
vorn),  welche  auf  einem 
ionischen  Capitell  (mit 
Säulenstück)  steht.  Im 
Felde  r.  AN  (abwärts) 
und  weiter  unten  TAF" 
(5814.     Rauch  . 


Ebenso,    doch    scheint    die 
Halsschnur  zu  fehlen. 


[AEjüN  (r.,  abwärts).  Halb 
r.  gewendete  Eule  mit 
ausgebreiteten  Flügeln 
(Kopf  von  vorn' ,  welche 
auf  einem  Stierkopf  von 
vorn)  steht.  Im  Felde  r. 
TAF     (Föx). 

Vgl.  Gat.  of  greek   coins    in   the   Brit.  mus.,    Italy, 
S.  203,  327. 


Derselbe  Kopf  r.  mit  Ohr- 
gehänge und  Halsschnur. 


TAPANTI  [NftN]  im  Halb- 
kreis über  einer  fast  ganz 
von  vorn  dargestellten 
Eule  mit  ausgebreiteten 
Flügeln,  welche  in  ihren 
Krallen  eine  Schlange  hat. 
L.  unten  im  Felde  AI 
("745)- 


282 


Calabria 


348 


*3-3* 


349 


^3-3^ 


35o 


^3 


351 


352 


^3-3^ 


&  3-34 


353 
354 


^3 
3 


3,11 


3,23 


3>°2 


3>°5 


2.37 

subärat 

2,02 

subärat 


Athenakopf  r.   mit   Ohrge- 
hänge und  Perlenschnur; 
auf     dem     Helm     Scylla 
Steine  schleudernd. 
Taf.  XIV,  202. 


TAf>ANTINftN  über  dem- 
selben Typus;  im  Felde 
1.  A.I ,  r.  vielleicht  Spuren 
von  Schrift.     (Fox). 


Die  nächstfolgenden  Münzen  weichen  im  Styl  von 
den  vorhergehenden  wesentlich  ab;  namentlich  die  Eule 
ist  hier  ganz  anders  behandelt. 

Behelmter  Athenakopf  1.  mit   TAPAft/////  (1.,  aufwärts).  Eule 
Ohrgehänge  und  lang  über       mit     ausgebreiteten    Flu- 


den  Nacken  herabwallen- 
dem Haar.  Auf  dem  Helm 
Scylla.  Unter  dem  Halse 
EY 


geln  halb  r.  (Kopf  von 
vorn)  auf  einem  Blitz  ste- 
hend. Im  Felde  r.  £ft 
(schräg  aufwärts).  (Arditi). 


Ebenso  (doch  ist  die  Stelle 
unter  dem  Halse  nicht  zur 
Ausprägung  gekommen). 


Ebenso,    auch   hier  ist   EY 
nicht  zu  sehen. 


Ebenso,    unter   dem   Halse 
nichts. 


TAhANTINnN  (sie)  über 
demselben  Typus  (der 
Blitz  wegen  mangelhafter 
Ausprägung  nicht  zu 
sehen) ;  im  Felde  r.  [£]ߣ 
(aufwärts).     (Arditi). 

Unischrift     nicht     erhalten. 
Derselbe  Typus.    Im  Fel- 
de   r.   ZQ.Z    (aufwärts). 
(B.  Friedländer). 

T  A  P  A  IM  T I  N  /////  (aufwärts) 
hinter  demselben  Typus. 
Unter  dem  Blitz  AI 6,  im 
Felde  r.  £ß£  (aufwärts). 
Ohne  Bezeichnung. 


Ebenso.  Von  der  Umschrift  nur  noch 

wenige  Spuren  (auf  dem 
einen  Exemplar  /////ANT/////, 
wie  es  scheint^  Derselbe 
Typus  (der  Blitz  nicht  zu 
sehen).  Im  Felde  r.  XSlt 
[aufwärts;  nur  auf  einem 
Ex.  zu  sehen).  (Rauch. 
Friedländer). 
Beide  Exemplare  aus  demselben  Stempel. 


Tarentum 


283 


Die   Theilstücke 
ind  so  geordnet: 

a    die  alterthümlichen  mit  verschiedenen  Typen 
b    Muschel  —  Delphin 
c    Kopf  —  Delphin 
d   Muschel  —  Taras  auf  dem  Delphin 
e    Pferd  —  Taras  auf  dem  Delphin 
/  Muschel  —  Eros  auf  dem  Delphin 
g    Herakleswaffen  —  Rocken 
h    Pflug  —  Seepferd 

i   Kopf  (verschiedene  Typen)  —  Kantharus 
k   Anker  —  Kantharus 
/    Kantharus  —  Kantharus 
Kantharus  —  Stierkopf 
Kantharus  —  gekreuzte  Stäbe 
Trinkgefäss  des  Herakles  —  Kranz 
Kammmuschel  —  T 
T  —  T 

Sessel  —  verschiedene  Ks. 
zwei  Mondsicheln  —  zwei  Mondsicheln 
Muschel  —  zwei  Mondsicheln 
Herakleswaffen  —  zwei  Mondsicheln 
zwei  Pferdeköpfe  —  zwei  Pferdeköpfe 
w   ein  Pferdekopr  —  ein  Pferdekopf 
x    Heraklestypen : 

Herakles  als  Kind 

Ausruhender  Herakles 

Herakles  mit  dem  Pferde 

Herakles  und  Antaeus 

Herakles  den  Löwen  bekämpfend  (verschiedene  Typen) 


155 


&  iV 


1,10 

ab- 
genutzt 


a)   Die  alterthümlichen  Münzen 


Delphin  1.,  halbkreisförmig 
nach  oben  gekrümmt. 
Darunter  Kammmuschel 
abwärts.  Zwischen  Del- 
phin und  Muschel  ein 
dicker  Punkt,  der  mit  der 


hinter 
Seepferde 


(sehr  undeutlich) 

einem   geflügelten 

(Rauch). 


Muschel 
Perlkreis 
Punkten. 


verbunden     ist. 
von       dicken 


[Diese  kleine  Münze  gehört  dem  Styl  nach  zu  den 
alten  Didrachmen  mit  dem  Taras  und  dem  geflügelten 
Seepferd  (n.  51  ff.);  diese  pflegen  bis  8,10  zu  wiegen,  als 
^  müsste  also  die  kleine  etwa  1,35  wiegen,  dies  Exemplar 
kann  wohl  so  schwer  gewesen  sein.     Friedlaender]. 


284 


35*' 


357 

358 
36o 

361 
363 

364 

365 


366 


367 
368 


M 


/R  1 


JR  1 


JR  i-i- 
i-i4 


jR  1 
yR  1 


/R  1-1 


0,70 


Calabria 

Kammmuschel      im      Perl- 
kreis. 


Taf.  XIV, 


203. 


0,70     Ebenso. 

stark 
oxydirt 


0,68  |  Kammmuschel      in 
oxydirt       breiten  Kreise. 
o,75 
0,54  i 

beschä 
digt 


einem 


Kopf  r.  mit  krausem,  durch 
kleine  Kugeln  angegebe- 
nem Haar.  Wo  der  Hals 
abbricht,  eine  Perlreihe. 
Hinter  dem  Kopfe  eine 
kleine  Kugel  und  etwas  r. 
darunter  ein  kleiner  senk- 
rechter Strich,  wohl  nur 
eine  ungeschickte  Andeu- 
tung eines  kleinen  Haar- 
knaufs. Das  Ganze  in 
einem  breiten  Kreise. 
(28627/16). 


Kleiner    undeutlicher    Kopf 
r.  in  einem  breiten  Kreise. 

(1263). 


o,74 
0,67 

°>79 


Kleiner  weiblicher  (?)  Kopf 

1.     mit      einem      kleinen 

Haarknaufam  Hinterkopf. 

(Rauch.     Fox.     9009). 

Die  drei  Exemplare  weichen  etwas  von  einander  ab. 


Kammmuschel 
Kreise. 


Taf.  XIV,  204. 


0,63     Ebenso. 
0,71     Ebenso. 


o,74 


Taf.  XIV,  205. 
Ebenso. 


JR  1-I5      0,83     Ebenso 


0,70 


Taf.  XIV,  206. 


einem  !  Jugendlicher  Kopf  1.  (grösser, 
als  auf  der  vorhergehen- 
den Münze).  (5646.  Fox. 
Rauch). 


Ähnlicher  Kopf  1.      Fox  . 

Jugendlicher    Kopf    r.    mit 
einem  schmalen  Bande  im 
Haar,    das   hinten  aul 
nommen  ist.     (127/186 


Jugendlicher   Kopf  r.     von 
roher  Ausführung). 
(B.  Friedländer). 

Ähnlicher  Kopf  r.  von  zier- 
licher Arbeit.  Das  Haar 
ist  hinten  zu  einem  klei- 
nen Knauf  aufgenommen. 
Peytrignet    Fox). 


Taren  tum 


285 


A%-i 

o,73 
oxydirt 

&  H 

0,40 

37' 

&k 

0,21 

n  — 2 

fch-h 

0,34 
oxydirt 

1R\ 

0,36 

oxydirt 

374 

/R  \ 

0,1  I 
oxydirt 

375 

Rh 

o,36 

3/  / 

M  1 

0,63 

oxvdirt 
0,76 

oxydirt 

Mk 

0,80 

JR\ 

o,77 

•H  i 

0,1 1 

Kammmuschel,   von   einem    Kopf  r.  mit  einem  grossen 
Perlkreise  umgeben.  Haarknauf    am    Nacken. 

Fox  . 

Vielleicht  ist  ein  Band  im  Haar   gewesen;  vor  dem 
Halse  ist  etwas  wie  ein  Kügelchen  zu  sehen. 


Kammmuschel 
Kreise. 


Ebenso. 


in  einem  Kopf  r.  mit  kleinem  Haar- 
knauf. Davor  r.  unten^ 
die  Spuren  von  zwei 
Buchstaben,  wie  es  scheint 
(TA?).        (B.  Friedländer). 

Ähnlicher  Kopf  r.;  dahinter 
vielleicht   AT     (aufwärts). 

(1266). 


Ebenso. 
Ebenso. 
Ebenso,  wie  es  scheint. 


Kopf  1.  mit  kleinem  Haar- 
knauf.    (Fox). 

Kopf  1.;  im  Felde  1.,  r.  und 
oben  je  eine  Kugel.   (Fox). 

Kopf  1.     (Fox). 


Kammmuschel,  von  einem 
Kreise  (Perlkreise?)  um- 
geben. 


AT  unter  einem  horizontal 
liegenden  Rocken ;  das 
Ganze  in  einem  Strahlen- 
kreis.    (1261). 


Kammmuschel,  von  einem  j  Rad     mit     vier     Speichen. 
Perlkreise  umgeben.  (440 1.    1265). 

Das  zweite  Exemplar  dick. 


Ebenso.     fFox). 


Ebenso.      Fox) 


Kammmuschel,  von  einem 
Perlkreise  umgeben;  im 
Felde  1.  ein  Buchstabe, 
wie  es  scheint  (A?). 

Kammmuschel,  von  einem 
Perlkreise  umgeben;  im 
Felde  r.  >,  wie  es  scheint 
das  Feld  ist  1.  nicht  er- 
erhalten). 


Kammmuschel,  von  einem    Ebenso.      7464 \ 
Kreise  umgeben. 


286 


Calabria 


381 


382 


383 
385 


386 

387 


389 
39° 

39 1 
392 
393 


JR  \ 

0,08 

beschä- 
digt 

M  1 

0,46 

oxydirt 

0,8l 
0,69 
0,72 

/R  \\ 

0,72 
0,76 

JR  \-\\ 

0,63 
0,70 
beschä- 
digt 

JR  \\ 

0,70 

IRxh-x\ 

0,70 
ab- 
genutzt 

!R\h-\\ 

°>77 

IR  1 

0,64 

Rad  mit  vier  Speichen. 


Rad  mit  vier  Speichen.  (Foi 


Rad   mit  vier  Speichen,    in    Kantharus,     von     Punkten 
den    Zwischenräumen    je        umgeben.  (366/1871  . 

ein  Kügelchen  (drei  sind 
sicher,  das  vierte  zweifel- 
haft). 

Wie  viel  Punkte  auf  der  Ks.  gezählt  werden  müssen, 
bleibt  zweifelhaft.  Drei  sind  sicher  (einer  oben  über  dem 
Kantharus  und  je  einer  da,  wo  die  Henkel  den  Becher- 
rand berühren);  zwei  andere  befinden  sich  an  dem  unteren 
Ende  der  Henkel,  und  zwar  mit  diesen  verbunden.  Auch 
der  Fuss  des  Bechers  wird  durch  zwei  Punkte  begrenzt. 


b)    Kammmuschel 

Kammmuschel      in     einem 
Kreise. 


Delphin 

X  A  *1  A  T  über  einem  r.  sprin- 
genden Delphin;  darunter 
Kammmuschel  1.  Das 
Ganze  von  einem  Kreise 
umgeben.  (Peytrignet. 
Dannenberg.  Fox). 
Diese  Münze  ist  noch  von  altem  Styl;  alle  folgenden 
sind  jünger. 


Kammmuschel. 


Kammmuschel. 


Kammmuschel. 


Kammmuschel. 


Kammmuschel. 


Kammmuschel. 


Delphin  r.  Darunter  eine 
Traube   zwischen   A   und 

r   (Fox.   7647). 

Delphin  r.  Oben  eine  schräg 
liegende  Keule;  unten  AA 
(Prokesch.     4400^. 

Delphin  1.  Oben  ein  1.  lie- 
gender Thyrsus  mit  daran 
geknüpftem  Band;  unten 
AA    (Rauch). 

Delphin  1.  Oben  Eule  mit 
angelegten  Flügeln  halb 
1.;  unten  hHP  (Prokes< 

Delphin  r.  Oben  achtstrah- 
lieer  Stern;  unten  hHP 
(Fox  . 

Delphin  1.  springend.   Oben 
hH  /////';        unten       eine 
schlanke    Amphore     mit 
Fuss.     (4909). 


R  1-1% 


?QS      M  i 


0,67 


0,52 

oxydirt 


399 

400 

401 


JR  1    !    0,57 
0,61 

beide 
oxydirt 

0,52 


JR  \-\\ 

M  1 
M  1-1% 


RU->% 


403 

405 
40G 


40- 


ÄHj 


.R  . 


iR  1% 


R 


/R  1 


0,72 
0,60 


o,54 

oxydirt 


0,59 


0,66 
oxydirt 


0,71 

ab- 
genutzt 


0,72 


o,52 

etwas 
ab- 
genutzt 

0,58 

o>55 


Tarentum 
Kammmuschel. 

Kammmuschel. 

Kammmuschel. 

Kammmuschel. 

Vgl.  unten  n.  423. 
Kammmuschel. 

Kammmuschel. 

Kammmuschel. 

Kammmuschel. 
Kammmuschel. 

Kammmuschel. 

Kammmuschel. 
Kammmuschel. 

Kammmuschel. 


287 

Delphin  1.  Oben  +1;  unten 
bucranium ,  von  dessen 
Hörnern  Bänder  herab- 
hängen.    (Fox). 

Delphin  1.  Das  Feld  oben 
nicht  ausgeprägt;  unten 
<t>l  (B.  Friedländer). 

Delphin  r.  Oben  9;  unten 
caduceus  r.  liegend.  (Fox. 
Rauch). 

T  A  über  einem  Delphin 
L:  unten  ein  schlanker 
Fisch  L,  darunter  Wellen. 
(9»55)- 


Delphin  1.  Unten  fc  (oder 
*?).     (Fox). 

Delphin  r.  Oben  N;  unten 
ein  ionisches  Gapitell  mit 
einem  Theil  des  Säulen- 
schaftes.    (Fox). 

Delphin  r.  Unten  eine 
Traube  und  r.  daneben  I 

(Fox). 

Delphin  r.  Unten  ein  aplu- 
stre  und  I     (Fox). 

Delphin  r.  Oben  Füllhorn; 
unten  zwei  undeutliche 
Buchstaben,  vielleicht  Po 

(I259)- 

Delphin  r.  Oben  Dreizack 
r.  liegend;  unten  eine 
Krabbe.  (Ohne  Bezeich- 
nung). 

Delphin  1.    Unten  Dreifuss. 

(17958). 

Delphin  1.    Unten  schlanke 
Amphore  mit  Fuss. 
(B.  Friedländer). 

Delphin  r.  Unten  Blitz  (ho- 
rizontal).       (5649.     4399). 


Calabria 


4O9MR  I  -  I  % 


410    M  \\ 


411 
412 

413 

414 

415 

416 

417 
418 

419 
420 
421 
422 


&h 


Mk 


<«*-% 


M 


JR  1 


^U-i 


JR  1 


Ä%-i 


M 


*RV-I 


0,57 


Kammmuschel. 


0,73     Kammmuschel. 

0,27     Kammmuschel. 
0,32  |  Kammmuschel. 

0,35     Kammmuschel. 

Vgl.  unten  n, 


Delphin  r.  Unten  Eule  mit 
angelegten  Hügeln  halb 
r.,  Kopf  von  vorn  .    Bohl  . 

Delphin  r.  Unten  Taschen  - 
krebs.    (Gansauge  . 


0,19 

0,29 
0,29 


Kammmuschcl. 

Kammmuschel. 
Kammmuschel. 


0,32     Kammmuschel, 
ab- 
genutzt 


0,38 


0,34 


0,30 


o>33 


0-0 


Kammmuschel. 


Kammmuschel. 


Kammmuschel. 


Kammmuschel. 


Kammmuschel. 


Delphin  1.  Oben  1.  schwe- 
bende Nike  mit  einem 
Kranze;  unten  l"ll    (Fox. 

Delphin  r.  Oben  r.  schwe- 
bende Nike  mit  einem 
Kranze;  unten  F,  wie  es 
scheint.    (Gansaug 

Delphin  1.    Oben  5j;  unten 
dl      Fox. 
450  mit  denselben  Namen. 


Delphin  r.     Unten   ^ 
(Rauch. 

Delphin  r.    Unten  4>l    Fox. 

Delphin  r.     Unten  P    (oder 
r?).     (Rauch). 

Delphin  r.     Oben  Dreizack 

r.  liegend;   unten  scheint 
nichts  zu  sein.      Fox  . 

Delphin    r.      Unten    Fliege 
mit  dickem  Kopf  r. 
(136/1886). 

Delphin  r.    Unten  Taschen- 
krebs.       (B.  Friedender  . 

Delphin    r.     Unten    Hand- 
fackel.    (Gansauge). 

Delphin  1.   Oben  eine  kleine 
Kugel.      1 

Delphin  1.     (Gansauge). 


Tarentum 


289 


4*3     -H  .\ 


424 


425 


,26 


427 


/Ri^-i^ 


/R  1-1$ 


•R  1 


0,6; 


o,59 


0,48 


o,57 


,tt  2 


M5 


c)    Kopf  —  Delphin 
Weiblicher    Kopf   r.,    über    T     A     über  einem  Delphin 


der    Stirn    erscheint    ein 


1.;     unten    ein    schlanker 
Fisch  1.;  darunter  Wellen. 

(28670/14). 


breites    Band     im    Haar,  j 
das  hinten  aufgenommen 
ist.    Eine  enge  Kreislinie 
umschliesst  den  Kopf. 

Taf.  XIV,  207. 

Die  Kehrseite  dieser  Münze  ist  mit  demselben  Stempel 
geprägt,  aus  welchem  die  Kehrseite  von  n.  398  hervorging. 


d)    Kammmuschel  —  Taras 


Kammmuschel. 


Ebenso. 


Ebenso. 


Taras  1.  auf  dem  Delphin 
reitend;  in  der  vorge- 
streckten R.  hält  er  den 
Kantharus,  im  1.  Arm  den 
Rocken.  Hinter  Taras  ^, 
unter  dem  Delphin  yv/\ 
(Fox).  I 

Taras  1.  auf  dem  Delphin 
reitend;  in  der  vorge- 
streckten R.  hält  er  ein 
aplustre  oder  Füllhorn  (?), 
im  1.  Arm  einen  Palm- 
zvveig.    Unten  <t>l    (4910). 

Taras  1.  auf  dem  Delphin 
reitend;  in  der  vorge- 
streckten R.  hält  er  den 
Kantharus,  im  1.  Arm 
vielleicht  ein  Füllhorn. 
Im  Felde  r.  £,  unter  dem 
Delphin  C   I     (5648). 


e)   Pferd  —  Taras 


Pferd  r.  sprengend. 


Taf.  XIV,  208. 


Antike  Münzen.    Bd.  III,  1. 


TAPAC  (r.,  in  einer  schrä- 
gen Zeile  abwärts).  Taras 
r.  auf  dem  Delphin  rei- 
tend ;  mit  der  bis  zur  Höhe 
des  Gesichts  erhobenen  R. 
hält  er  einen  kleinen, 
undeutlichen  Gegenstand 
(Rocken?),  die  L.  scheint 
auf  der  Rückenflosse  des 
Delphins  zu  liegen.  Unter 
dem  Delphin  (etwas  1.)  Cß 
auf  einem  erhabenen 
Täfelchen.     (Fox). 


ig 


2  9° 


Calabria 


428 


429 


43° 


43 « 

432 
435 


437 


/Ri£-i$ 

o>99 

oxydirt 

^. 

Äi  1 

0,50 

ein 

Stück 

fehlt 

**-% 

0,29 

*i*-i% 

0,86 

1  -2 

oxydirt 

0,64 
oxydirt 

0,67 
etwas 

ver- 
rieben 

0,76 

/R  1 

0,47 

/K* 

0,36 

Pferd  mit  fliegendem  Zügel 
r.  sprengend. 


TAP  (unten).  Taras  r.  auf 
dem  Delphin  sitzend. 
Sein  1.  Arm  ist  vorge- 
streckt (ob  die  Hand  etwas 
hielt,  ist  nicht  mehr  zu 
sehen),  die  R.  stützt  er  auf 
den  Delphin.     (28627/14). 


f)    Kammmuschel  —  Eros 


Kammmuschel. 


Taf.  XIV, 


209. 


Ebenso. 


Bogenschiessender  Eros  r. 
auf  einem  Delphin  reitend. 
Im  Felde  r.  Mondsichel. 
(Rauch). 


Eros  1.  auf  einem  Delphin 
reitend.  In  der  vorge- 
streckten R.  hält  er  eine 
Traube  (?),  die  L.  stützt 
er  auf  den  Delphin.  Unten 
<t>l  (oder  Traube  und  I  ?). 
(Fox). 


g)    Herakleswaffen  —  Rocken 

Aufrecht     stehende     Keule    Rocken    in    einem    Kränzt 
nebst    Bogen     und    zwei       (Ölkranz?).  (1 1 383) 


Pfeilen  übers  Kreuz. 
Felde  unten  1.  £ 


Im 


Derselbe  Tvpus.    Mitten  im 
Felde  1.  X 


Keule,  Bogen  und  zwei 
Pfeile  übers  Kreuz  gelegt. 
Im  Felde  Mondsichel  (so 
gestellt  )  . 


Ebenso. 


Ebenso.      (Prokesch.     Fox. 
B.  Friedländer.     58 


Rocken  senkrecht  zwischen 
einer  ganz  kleinen  Eule 
(1.)  und  einem  Ölzweig  r.  . 
Im  Felde  1.  über  der  Eule] 
eine  grosse  Mondsichel 
(so  gestellt  )  . 

Ebenso.     (Fox). 


Tarentum 


29 


M  1 


0,66 

oxydirt 


o>54 
o,57 


0,56 

ab- 
genutzt 


0,42 
ab- 
genutzt 


0,53 
oxydirt 


h)    Pflug  —  Seepferd 

Pflug,    darüber  Mondsichel 

so  gestellt  C). 


Vgl.   Avellino 
Taf.VIII,  10. 


Bull. 


Seepferd  (ungeflügelt)  r., 
darunter  Mondsichel  (so 
gestellt  C).       (Fox.    7461). 

arch.   Napoletano    I    S.  131 


i)    Kopf  —  Kantharus 


T  A     über    einem    Kantha- 
rus,    welcher    von     fünf 
Kügelchen    umgeben    ist. 
Fox). 


(28660. 


Weiblicher  Kopf  r.  mit 
einem  nur  über  der  Stirn 
sichtbaren  breiten  Bande 
im  Haar,  das  hinten  auf- 
genommen ist.  Der  Kopf 
ist  umgeben  von  den 
Schlangen  der  aegis. 
Taf.  XIV,  210. 

Genau  derselbe  Kopf,  doch  ohne  die  Schlangen, 
findet  sich  auf  der  kleinen  Münze  n.  423.  Es  dürfte  wohl 
Athena-Nike  sein. 

Als  Typus  (Kopf  auf  aegis)  vgl.  den  Kopf  auf  grossen 
und  kleinen  Silberstücken  von  Heraclea;  letztere  sind 
zwar  aufschriftlos  und  haben  auf  der  Ks.  Kügelchen  wie 
die  tarentinischen  Kleinsilberstücke,  zeigen  aber  die 
grösste  Stylverwandtschaft  mit  dem  Kopfe  der  Didrach- 
men  von  Heraclea. 


Jugendlicher  Kopf  r.  mit 
kurzem  Haar  und  einer, 
wie  es  scheint,  nur  über 
der  Stirn  sichtbaren  brei- 
ten Binde.  Der  Kopf  be- 
findet sich  auf  der  Aegis, 
deren  Schlangen  einen 
Kreis  um  den  Kopf  bilden. 


Kantharus,  von  fünf  Kügel- 
chen umgeben.  Oben  £; 
unten  T  A  (zu  Seiten 
des    Kantharusfusses). 

(7l5o)- 


Jugendlicher     männlicher 
Kopf  r.,  dahinter  H 


Kantharus,  von  fünf  Kügel- 
chen umgeben.     (Arditi). 


Kopf  des  bärtigen  Herakles 
r.,  mit  dem  Löwenfell  be- 
deckt. 


Kantharus,  von  fünf  Kügel- 
chen umgeben.        (4443)- 


IQ' 


292 


Calabria 


445 
446 


JR  1 


447  Ä%-i 

448  1 


44'.' 


450 


JR  1 


45» 

452 

453 
454 

455 


JR  1 
JR  1 


o,43 
0,51 


0,46 
°,47 


0,50 

oxydirt 


0,49 


0,46 
0,56 

0,50 
0,50 

0,65 


k)   Anker  —  Kantharus 

Anker,  oben  in  einen  Zweig  I  Kantharus,  von  fünf  Kügel- 
auslaufend,  von  vier  Kü-  j  chen  umgeben.  Einfacher 
gelchen    umgeben.     Ein- j      Kreis.  7'52-     Fox). 

facher  Kreis. 

Auf  dem  zweiten  Exemplar  ist  der  mit  dem  Anker 

verbundene  Zweig  undeutlich. 


9 

Kantharus.     L.   ein 
chen,     r.   AI,     oben 
Kügelchen. 


Kantharus  —  Kantharus 
Kugel-  !  Kantharus.    L.  A I 


r.  weib- 
ein       licher  Kopf  1.,    oben  ein 
Kügelchen.      (Fox.    Dan- 
nenberg). 

Das  weibliche  Köpfchen  kommt  als  Beizeichen  auch 
auf  Didrachmen  vor. 


Kantharus.    L.  £,  r.  Y,  oben 
ein  Kügelchen. 


Kantharus  mit  geriefeltem 
Bauche.  L.  C I ,  r.  ein  acht- 
strahliger  Stern. 


Kantharus.  L.  £Y,  r.  Eule 
mit  angelegten  Flügeln 
halb  1.  (Kopf  von  vorn  ; 
ob  oben  ein  Kügelchen 
war,  ist  nicht  mehr  zu 
erkennen.  Gansauge\ 

Kantharus  mit  geriefeltem 
Bauche.  L.  Spuren  eines 
Sterns,  wie  es  scheint,  r. 


£    (28627/15). 
Weder  auf  der  Vs.  noch  auf  der  Ks.  die  sonst  hier 
vorkommenden  Kügelchen.  Buchstaben  und  Monogramm 
ebenso  oben  bei  n.  413. 


Kantharus     zwischen     drei 
Kügelchen. 


Kantharus  zwischen  vier 
Kügelchen,  oben  eine 
Traube. 

Kantharus,  von  drei  Kügel- 
chen umgeben. 

Kantharus,  von  fünf  Kügel- 
chen umgeben.  Im  Felde 
r.  E  1.  scheint  nichts  zu 
sein). 

Kantharus,  von  fünf  Kügel- 
chen umgeben. 


Kantharus.  L.  A,  r.  T,  oben 

ein  Kügelchen.    (B.  Fried- 
länder). 

Kantharus,  von  drei  Kügel- 
chen umgeben.  L.  A,  r.  r 
(Fox. 

Kantharus.     L.   +,  r.  I 

(Ardin). 

Kantharus,  von  fünf  Kügel- 
chen   umgeben.      L.    ein 
undeutlicher       Buchs' 
r?),    r.  A  5«'44- 

Kantharus,  von  fünf  Kügel- 
chen umgeben.    Im  K 
r.  A     (Gansauge). 


Tarentum 


293 


456 

iRi-i* 

! 
0,44 
oxydirt 

457 

m-ih 

0,58 

458 

M  1 

0,60 
etwas 

ab- 
genutzt 

43'.' 

R  1 

0,50 
ab- 
genutzt 

460 

M  1 

0,62 

461 

R  1 

0,38 

462 

&  1-1^ 

0,51 

463 
464 

1 

0,51 
0,48 

465 

^  1-1  k 

0,60 

466 

fo  \\ 

o>54 

Kantharus,  von  drei  Kügel- 
chen umgeben. 


Kantharus. 


Kantharus,  von  fünf  Kügel- 
chen  umgeben. 

Kantharus,  von  fünf  Kügel- 
chen  umgeben.  Im  Felde 
r.  K 


Kantharus,  von  fünf  Kügel- 
chen  umgeben.    Im  Felde 
1.    >    (oder   >?).      Dicke 
Kreislinie. 
Die  Münze  ist  wohl  die  älteste  dieser  Reihe 


Kantharus.  L.  undeutlicher 
Buchstabe  (N?),  r.ionisches 
Capitell  nebst  Säulen- 
stück; oben  eine  Kugel. 
(5645)- 

Kantharus.  L.  undeutliches 
Beizeichen,  r.  ein  Kügel- 
chen,  oben  I  oder  X 
(Ohne  Bezeichnung). 

Kantharus,  von  fünf  Kügel- 
chen  umgeben.  Im  Felde 
r.  //     (Prokesch). 

Kantharus,  von  fünf  Kügel- 
chen  umgeben.        (1109). 


Kantharus,  von  fünf  Kügel- 
chen  umgeben.         (Fox). 


Kantharus.  L.  und  r.  je 
ein  Kügelchen  (ob  oben 
auch  eins  war,  ist  nicht 
mehr  zu  sehen). 

Kantharus.  L.  achtstrahliger 
Stern,  r.  siebenstrahliger 
Stern,oben  ein  Kügelchen. 


Kantharus,  von  drei  Kügel- 
chen umgeben. 


Kantharus.  L.  und  r.  je 
ein  Kügelchen,  oben 
Stern. 


Kantharus.  L.  ein  grosses 
T  (das  Feld  r.  nicht  aus- 
geprägt).    (Fox). 

Kantharus.  L.  aplustre,  r. 
Stern, oben  ein  Kügelchen. 
(B.  Friedländer). 


Kantharus.     L.   ein   Kügel- 
chen,   r.  Dreifuss,    oben 
ein    Kügelchen.      (28693. 
B.  Friedländer). 
Auf  dem  ersten  Exemplar  könnte   auf  der  Ks.  das 
Kügelchen  oben  fehlen. 

Kantharus.  L.  ein  Kügel- 
chen, r.  Dreifuss,  oben 
ein  Kügelchen.         (Fox). 


Kantharus,  von  drei  Kügel- 
chen umgeben. 


Kantharus.  L.  ein  Kügel- 
chen, r.  ein  Frosch,  wie  es 
scheint,  von  oben  gese- 
hen (nach  Friedländers 
Ansicht  ein  kleiner 
hockender  Faun,  von  vorn 
dargestellt  und  beide  Arme 
erhebend).  Oben  ein  Kü- 
gelchen. (28627/17). 
Ein  ähnliches  Beizeichen  wie  das  hier  von  Fried- 
länder vermuthete  findet  sich  auf  dem  Didrachmon  n.  273. 


294 


Calabria 


467 
468 

469 
470 

47 > 

472 

473 
474 

475 

476 

477 
478 

479 


Mi^-1% 

0,58 

JR  \-\\ 

0,62 

M  1 

o,55 

JR  1 

o,54 

/R  1-1% 

0,46 

beschä- 
digt 

JR  1 

0,50 

JR  1 

0,42 

JR  1 

0,43 

JR  1 

0,58 

yR\ 

0,23 
ab- 
genutzt 

yfc%-l 

0,22 
oxydirt 

JRh 

o,32 

JRh 

0,25 

Kantharus,  von  drei  Kugel- 
chen  umgeben. 

Ebenso. 


Kantharus,  von  fünf  Kügel- 
chen  umgeben.  R.  im 
Felde  vielleicht  ein  kleines 
Beizeichen. 

Kantharus,  von  fünf  Kügel- 
chen  umgeben. 


Kantharus.     L.    eine    aegis, 


Ebenso,  doch  statt  der  aegis 
hier   eine    Handfackel. 

(5Ö43  • 

Kantharus,  von  fünf  Kügel- 
chen  umgeben.  (B.  Fried- 
länder). 


Ebenso.     (Arditi;. 


m)    Kantharus  —  Stierkopf 


Kantharus,  von  drei  Kügel- 
chen  umgeben.  L.  K,  r. 
ein  Kügelchen  (im  Gan- 
zen also  vier  Kugeln,  K 
an  Stelle  der  fünften). 

Kantharus,  von  fünf  Kügel- 
chen umgeben.  Einfacher 
Kreis. 

Kantharus,  von  fünf  Kügel- 
chen umgeben.   Perlkreis. 

Ebenso. 


Stierkopf  von  vorn,  darüber 
ein  Kügelchen.     ^Rauch). 


Stierkopf  von  vorn,  darüber 
ein  Kügelchen.         (Fox). 


Stierkopf  von  vorn.    (9160). 


Ebenso,  aber  mit  Perlkreis. 
Prokesch). 


Kantharus. 


n)   Kantharus  —  gekreuzte  Stäbe 

X" 


(Fox). 


o)    Trinkgefäss  des  Herakles  —  Kranz 

Topf  ähnliches,      geriefeltes    P  in  einem  Kranze.  :F 
Gefäss  mit  einem  Henkel 
(links). 

Dasselbe    Gefäss     mit    dem  !  P  in  einem  Kranze;    unten 
Henkel  rechts.  schräg    A       I 


Ebenso,  1.  daneben  <t> 


Dasselbe  Gefäss.     Einfacher 
Kreis. 


P  im  Kranze;    unten  E 

(5642). 

H  in  einem  Kranze;   unten 
eher  A  als  A    (5979). 


Tarentum 


295 


480 

•K  ';, 

4S' 

482 

-K  | 

0,28 


Dasselbe  Gefäss,  1.  daneben 
N 


o,2<  Dasselbe  Gefäss,  1.  daneben 
^  (ungewiss,  ob  I  oder  Z 
oder  ähnlicher  Buchstabe). 


4»3 


-K  H 


4<s4     -** 
4*3 


0,15 

beschä- 
digt 


0,18 
0,19 

0,15 


487 .■ki:,-i,j  0,82 

oxydirt 


0,80 


Dasselbe  Gefäss. 


Kranz,  unten  K      5641 
Ebenso.     (Fox). 

Kranz.     (8310). 


p)    Kammmuschel 


Kammmuschel.      Einfacher 
Kreis. 


•T 

Kreis  von  länglichen  Per- 
len.    (9156). 


q)    Beiderseits  T 


Ebenso,  einfacher  Kreis. 


T 


B.  Friedländer.     Fox). 


Ebenso,    einfacher  Kreis. 
(Rauch). 


r)    Sessel  —  verschiedene  Ks. 
Sessel      ohne      Lehne      in  ]  TAPA  über  demselben  Ty 


perspectivischer   Ansicht;  , 
darauf  liegt  ein  Kissen  und 
drei  Kügelchen.  Zwischen 
den  Beinen  des  Sessels  -j- 


pus  wie  auf  der  Vs.;    in 
Felde  LT,  r.  Z  beide  Buch 


staben  undeutlich,  doch 
ist  der  zweite  sicher  nicht 
E).     (28660). 

Vgl.  Imhoof- Blumer  monn.  grecques  S.  1   n.  3  mit  T 
und  E  im  Felde  und  X  im  Abschnitt. 

Friedländer  glaubte   auf  unserem  Exemplar  TAPAN 
zu  erkennen;   das  N,  meinte  er,  stände  schräg  abwärts. 


Sessel  ohne  Lehne  in 
perspectivischer  Ansicht. 
Darauf  liegt  ein  Kissen 
und  zwei  Kügelchen. 


Rocken;  im  Felde  oben 
1.  und  r.  ein  achtstrah- 
liger  Stern,  unten  1.  Mond- 
sichel (so  gestellt  )),  r.  TA 
(Fox  . 

Herausgegeben  von  Imhoof-  Blumer  monn.  grecques 
S.  2  n.  4,  welcher  auf  der  Ks.,  wie  mir  scheint  mit  Recht, 
eine  'quenouille'  angiebt.  Friedländer  sah  in  dem  aller- 
dings von  den  sonstigen  Rockendarstellungen  etwas  ab- 
weichenden Gegenstande  »ein  Getreidekorn  mit  dem 
Keim«. 


296 


Calabria 


489 

0,18 

490 

^« 

0,20 

49 « 

jR% 

0,22 

492 

^* 

o>23 

493 

*H; 

0,22 

494 

iR% 

0,22 

495 

/R*-l 

0,17 

496 

M\ 

0,21 

497 

Mh-h 

0,22 

498 

Mk 

0,22 

499 

/Rh 

0,22 

500 

JRh 

0,21 

s)    Beiderseits  zwei  Mondsicheln 

Blitz  zwischen  zwei  Mond-  Blitz  zwischen  zwei  Mond- 
sicheln, in  denen  je  ein  sicheln,  in  denen  je  ein 
Kügelchen. 


X 


X- 


395 

Einfacher  Kreis. 


■Die 

X 


achtstrahliger 
(Peytrignet  . 

Stern. 

Keule  zwischen  zwei  Mond- 
sicheln,   in  denen  je  ein 
Kügelchen.                   Fox  . 

% 

9  "57^ 

%■ 

(9158). 

x? 

(9I59)- 

«X* 

(28627 

Auf  der  Ks.  eher  K  A  als  K  A 


t 


X 


X 


X 


Raucht 


X 

M 

(B.  Friedländer) 


X* 


1 264' 


Auf  der  Vs.  scheint   r.   ein   Buchstabe  gewesen   zi 
sein  (A?). 


X 
X 
X 


X- 

(B.  Friedländer) 


X 
X 


Fox  . 


Tarentum 


297 


501 


502 


503 


Mk 


M  \-h 


jRi*-i% 


504 


/R  1-2 


505 


^R  l|-2 


506 

507 

509 

510 

511 

512 


iR  1 


iR  1 
AI  1 

JR  1 
iR  1 


<V9 


0,94 


oxydirt 


0,97 


0,39 


JR  1-1%     0,50 


0,44 

o,45 
o>39 

°>55 
0,38 

beschä- 
I     digt 


t)    Kammmuschel 

Kammmuschel;       einfacher 
Kreis. 


zwei  Mondsicheln 


(Fox). 


X 


u)    Herakleswaffen  —  zwei  Mondsicheln 


Keule  und  leerer  Köcher 
mit  seinem  Bandelier 
(senkrecht  neben  einan- 
der).    Einfacher  Kreis. 


(28670/13). 


)JC 


v)    Beiderseits  zwei  Pferdeköpfe 


Zwei  Pferdeköpfe  (mit  Hals) 
hintereinander  r. 


Taf.  XIV,  211 


TAP  unter  zwei  Pferde- 
köpfen hintereinander  (der 
zweite  Kopf  ist  abwärts 
gekehrt).     (7732). 


Zwei  gezäumte  Pferdeköpfe 
hintereinander  r. ;  im  Felde 
umher  X,  wie  es  scheint, 
drei  Mal  wiederholt. 


Zwei  Pferdeköpfe  mit  den 
Hälsen  nach  entgegenge- 
setzten Richtungen  so  an 
einander  gestellt,  dass  sie 
wie  ein  S  aussehen.  Um- 
her je  zweimal  X  un^  X 
Taf.  XIV,  212. 

w)    Beiderseits 
Gezäumter  Pferdekopf  1. 

Pferdekopf  1. 


Zwei  gezäumte  Pferdeköpfe 
zwei  Drittel  von  vorn, 
aber  von  einander  abge- 
wendet. Im  Felde  1.  X 
(oder  •><•?),  r.  X",  unten 
}h(!  und  daneben  T    (5640). 

Zwei  Pferdeköpfe  im  Profil, 
der  eine  1.,  der  andere  r. 
Oben  und  unten  )£,  1- 
und  r.  X-     (773°)- 


Vgl.  die  Didrachmen  n. 
als  Beizeichen.  


ein  Pferdekopf 

[  Gezäumter     Pferdekopf    1.; 

davor  <t>l     (Foxl 

. 

I  Pferdekopf  1.;  davor  Reh  r., 
den  Kopf  zurückwendend. 

(4398). 
201 — 203,  wo  auch  das  Reh 


Pferdekopf  r.,  davor  E 
Pferdekopf  r. ,  davor  Z 

Pferdekopf  r.,  davor  A 

Gezäumter     Pferdekopf    r., 
davor  Traube. 


Pferdekopf  1.     (Rauch  . 

Pferdekopf  r.  (855. 

B.  Friedländer:. 

Pferdekopf  r.       (Prokesch). 

Gezäumter     Pferdekopf     1., 
davor  A     (1262). 


298 


Calabria 


'""&  r* 

i — .    i 

0,50 

JR%-i 

0,56 

M  i 

0,40 

0,41 

JR  i 

o,37 

0,40 

beide 

oxydirt 

^  i 

0,46 

JR  i 

0,49 

iR  i 

0,33 

JRh-i 

0,45 

JR  i 

0,38 

>R| 

o,39 

^i|-i3< 

0,81 

lk-*k 

oxydirt 

■%--■* 

1,14 

i%-i% 

1,05 

1,02 

o,50~]  tjt^tmmcer  Pferdekopf  r. 


Gezäumter     Pferdekopf     r. 
Im    Felde    1.    A,     r.    das 
Palladium,  wie  es  scheint, 
von  vorn.        (Peytrignet). 
Auch  auf  einem  Didrachmon   (n.  189)  erscheint   das 
Palladium  als  ßeizeichen. 


Pferdekopf  r. 


Pferdekopf  r. ,     dahinter 
aplustre. 


Pferdekopf  r. 

Pferdekopf  r. 
Gezäumter  Pferdekopf  r. 
Gezäumter  Pferdekopf  r. 

Gezäumter  Pferdekopf  r. 
Gezäumter  Pferdekopf  r. 

Gezäumter  Pferdekopf  r. 


Pferdekopf  r.  Im  Felde  1. 
(aufwärts)  K/Vfr,  wie  es 
scheint,  r.  vielleicht  ein 
Zweig  mit  zwei  Blättchen. 

(Fox). 

Gezäumter  Pferdekopf  r.  das 
Stirnhaar  ist  zusammen- 
gebunden).   (5639.    Fox. 

Pferdekopf  r.,  davor  Drei- 
fuss.  (Rauch.  B.  Fried- 
ränder). 

Gezäumter  Pferdekopf  r., 
davor  Dreifuss.     (8856). 

Gezäumter  Pferdekopf  r., 
davor  ein  Vogel  r.    (Fox). 

Gezäumter  Pferdekopf  r., 
davor  ein  Hirsch,  wie  es 
scheint,  r.     (Fox). 

Gezäumter  Pferdekopf  r., 
davorTaschenkrebs.  1 

Gezäumter  Pferdekopf  r., 
davor  achtstrahliger  Stern. 

(Fox). 

Pferdekopf  r.     ungezäumt . 

(B.  Friedländer). 


x)    Heraklestypen 


Herakles 
Athenakopf  1.,   der  attische 
Helm  ist  mit  einer  Scylla 
verziert. 


Taf.  XIV, 


als    Kind 

TA  1.,  aufwärts).  Herakles 
als  Kind,  von  vorn  g 
hen  und  am  Boden  sitzend, 
würgt  mit  jeder  Hand  eine 
Schlange  der  r.  Arm  ist 
erhoben,  der  1.  gegen  <\cn 
Boden  gestemmt).  Im 
leide  1.  W,  im  Abschnitt 
ein  Blitz.  (Fox,  2 
28693.     7731). 


213. 


Tarentum 


299 


5*9 

.KU 

0,82 

oxydirt 

-H.1,-^ 

oxydirt 

53  < 
532 

^  1^-2 

0,96  i 

etwas   | 
beschä- 
digt 
1,02 
oxydirt 

[Jfc-2 

i,o 

oxydirt 

535 

I*-2 

0,8 1 

etwas 
beschä- 
digt 
1,02 

h°3 

Athenakopf  r.,  der  attische    Derselbe  Typus.  L.  im  Felde 


Helm  ist  mit  einem  geflü- 
gelten Seepferd  verziert. 


Athenakopf  1. 
rinthischen 
Busch). 


mit  dem 
Helm 


ko- 

mit 


£i  ,  im  Abschnitt  £  (Fox). 


L.  Spuren  von  Schrift.  Der- 
selbe Typus.  Im  Abschnitt 
liegende  Keule.  (Gans- 
auge). 


Ausruhender  Herakles 


Athenakopf  r. ,  der  attische 
Helm  ist  mit  einem  ge- 
flügelten Seepferd  ver- 
ziert. Zwischen  Nacken 
und  Helmbusch  Z. 


TAP/////  (L,  aufwärts).  He- 
rakles 1.  auf  einem  mit 
der  Löwenhaut  überdeck- 
ten Stein  sitzend.  Die  L. 
stützt  er  auf  den  Sitz, 
während  er  mit  der  R. 
die  auf  den  r.  Schenkel 
gesetzte  Keule  hält.  L. 
im  Felde  T  (43 84.  3/1875). 
Taf.  XIV,  214. 

Auf  dem  zweiten  Exemplar  ist  von   der  Aufschrift 
nichts  erhalten. 


Herakles  mit  dem  Pferde 


Athenakopf  r.  mit  Hals- 
band; der  korinthische 
Helm  hat  einen  Busch 
und  ist  mit  einer  Schlange 
verziert. 


Herakles  von  vorn,  ein 
neben  (hinter)  ihm  r. 
sprengendes  Pferd  mit  der 
L.  bändigend;  mit  der  R. 
hält  er  die  Keule  erhoben. 
Im  Felde  1.  oben  9\,  wie 
es  scheint,  r.  unten  /y\ 
(9154.  Fox). 
Taf.  XIV,  215. 

Das  Monogramm  im  Felde  1.  oben  ist  nur  auf  dem 
zweiten  Exemplar  einigermassen  deutlich. 


Herakles  und  Antaeus 


Athenakopf  fast  ganz  von 
vorn  (etwas  r.);  der  Helm 
ist  bekränzt  und  hat  drei 
Büsche. 


Taf.  XIV,  216. 


Herakles  (von  vorn)  hat  den 
Antaeus  mit  beiden  Ar- 
men umklammert  und 
hebt  ihn,  sich  r.  wendend, 
in  die  Höhe.  Zwischen 
den  Füssen  des  Herakles 
liegt  die  Keule  am  Boden. 
Im  Felde  r.  4>l  (1 1746. 
B.  Friedländer.     Fox). 


300 


Calabria 


538  JR  \\-1 
539 


540 
54i 


542 
543 


544 


jRi*-i* 


yR  l*-2 


0,97 
I.IÖ 


W 


Herakles  den  Löwen  bekämpfend 
cl)    Herakleskopf  von  vorn 


Herakles,     stehend,    würgt 


Kopf  des  jugendlichen  He- 
rakles, mit  dem  Löwenfell 
bedeckt,  fast  ganz  von 
vorn  (etwas  1.).  Im  Felde 
1.  die  Keule  (sie  geht  von 
der  Schulter  des  Herakles 
aus). 

Taf.  XIV,  217. 

Auf  dem  zweiten  Exemplar  sind  auf  der  Ks.  1.  oben 

vielleicht  Buchstabenspuren  vorhanden   und   im  Felde  1. 

(neben  der  Keule)  wohl  ein  H . 


den  von  r.  her  an  ihm  auf- 
springenden Löwen.  Zwi- 
schen den  Beinen  des 
Herakles  <t>,  im  Felde  1. 
Keule.  (7801.  B.  Fried- 
länder). 


ß)    Athenakopf  mit  korinthischem  oder  attischem  Helm 
(Ks. :   Herakles  bekämpft  den  rennenden  Löwen) 

Athenakopf  1.  mit  Halsband    TAPAN   (1.,  aufwärts;     He- 


und  Ohrgehänge    (korin- 
thischer Helm  mit  Busch). 


0,06 
0,85 

oxydirt 


rakles  setzt  dem  1.  ren- 
nenden Löwen,  dessen 
Schweif  er  mit  der  L. 
gepackt  hat,  das  r.  Knie 
auf  die  Schulter  und 
schwingt  mit  der  R.  die 
Keule.  Unten  eine  Eule 
mit  angelegten  Flügeln 
halb  1.  (Kopf  von  vorn). 
(5618.  Prokesch). 
Auf  dem  zweiten  Exemplar  ist  das  Beizeichen  nicht 
mehr  sichtbar. 


Ebenso.  TAPA?%  (r.,  abwärts).     Der- 

selbe Typus.  Unten  eben- 
falls    Eule.        (Gansauge. 
Arditi). 
Auf  dem   zweiten  Exemplar  ist  von  der  Aufschrift 

nur  TIIIIHIIIIIIIII  erhalten. 


Athenakopf  1.    mit    Ohrge- 


Keine  Schrift.  Derselbe  Ty 


pus  (etwas  anders  behan- 
delt). Kein  Beizeichen 
wie  es  scheint.         (Fox) 


hänge.  Der  attische  Helm 
ist   mit   einer   Scylla    ge- 
schmückt. 
Taf.  XIV,  218. 

Diese   Münze    ist    von    feiner    und    schöner  Arbeit, 
nicht  so  die  vorhergehenden  mit  derselben  Ks. 


Tarentum 


301 


54^ 

54" 


R  1 


.K  i'_. 


y)    Athenakopf  von  vorn 


oxydirt 
0,85    i 


1,06 


Athenakopf  von  vorn,  der  [T]AP//////////  (r.,  abwärts).  He- 
korinthische  Helm  hat  rakles,  stehend  (von  vorn, 
drei  Büsche.  nur    Kopf   und    Arme    r. 

gewendet),  würgt  den  von 
r.  her  an  ihm  aufsprin- 
genden Löwen.  Zwischen 
den  Beinen  des  Herakles 
/?,  im  Felde  1.  Keule  und 
darunter  ein  kleines,  nicht 
ganz  deutliches  Beizei- 
chen, wahrscheinlich  ein 
Amazonenschild.       (5614. 

9!53)- 

Auf  dem  zweiten  Exemplar  ist  von  der  Schrift  nichts 
mehr  zu  sehen. 

Nach  Carelli  Taf.  GXVI,  272  ist  das  Beizeichen  unter 
der  Keule  eine  pelta,  Combe  mus.  Brit.  S.  36  Taf.  III,  10 
halt  es  für  einen  kleinen  Fisch. 


Ebenso. 


Taf.  XIV,  219. 


TAPANTINftN  (r.,  abwärts). 
Derselbe  Typus.  Zwi- 
schen den  Beinen  des 
Herakles  R  Das  Feld  1. 
ist  nicht  zur  Ausprägung 
gekommen.     (Fox). 


,48.RU-i%  0,89  Athenakopf  fast  ganz  von 
vorn  etwas  r.  ,der  attische 
Helm  hat  drei  Büsche. 


549^Ri%-i% 

550    i\-i\ 


Derselbe  Typus.     Im  Felde 
1.  Keule,  senkrecht.   Keine 
Schrift.     (9152). 
Diese  Münze  ist  von  ziemlich  roher  Arbeit. 


Athenakopf  im  Profil  mit  dem  korinthischen  Helm 


0,93     Athenakopf  1.  mit  dem  ko- 
etwas  '      rinthischen  Helm. 

beschä- 
digt 
1,04 

Die    beiden   Exemplare 
einander  ab. 


1  .Ri1.-!',     0,93     Derselbe  Kopf,   dahinter  T 


TAPANTIN^N  (r.,  ab- 
wärts .  Derselbe  Typus. 
Zwischen  den  Beinen  des 
Herakles  4>l,  im  Felde  1. 
Keule.  5610.     28693). 

weichen    unbedeutend    von 


Herakles  von  vorn,  aber  1. 
ausschreitend,  den  von 
r.  her  an  ihm  aufsprin- 
genden Löwen  mit  ge- 
schwungener Keule  be- 
kämpfend. Im  Felde  1.  T 
(Ohne  Bezeichnung). 


302 

y?2   R  i3/-2 


553LRi%-i% 


554 M  \\-i 


555 


556 

558 


1,05 


1,24 


1,06 


2 

li-2 


0,98 
1,12 
1,29 


Calabria 

Athenakopf  1.;  der  korinthi- 
sche Helm  ist  mit  einem 
rennenden  Greifen  ver- 
ziert. 


Taf.  XIV,  220. 


Ebenso. 


Taf.  XIV,  221, 


TAP  (r.,  abwärts).  Derselbe 
Typus.  Zwischen  den 
Beinen  des  Herakles  eine 
Amphore;  im  Felde  1. 
Köcher  mit  Bogen. 
(Rauch). 


Links  Spuren  von  Schrift. 
Herakles,  1.  stehend,  würgt 
den  an  ihm  aufgesprun- 
genen Löwen.  Im  Felde 
r.  Keule.     (Fox). 


Athenakopf  im  Profil  mit  dem  attischen  Helm 


Athenakopf  r.,   der  attische    TAPA 

Helm   ist   mit  einem  ge-  |      nend) 

Äugelten     Seepferd     ver- 
ziert.     Zwischen  Nacken 

und  Helmbusch  £;  unter 

dem      Halse      scheint      I 

zu  stehen  (wenn  es  nicht 

eine       Stempelverletzung 

ist). 

Die  Vs.  dieser  Münze  scheint  aus  demselben  Stempel 
zu  sein,  aus  welchem  n.  531  hervorging. 


tlllll  (von  1.  begin- 
Herakles,  stehend 
(von  vorn,  Oberkörper 
und  Kopf  r.  gewendet  1, 
würgt  den  von  r.  her  an 
ihm  aufspringenden  Lö- 
wen. Im  Felde  1.  Keule. 
(5617). 


i"A       V*        Derselbe  Typus 
Im  Felde  1.  Keule. 


Athenakopf  r.,     der    Helm 

ist  mit  einem  geflügelten 

Seepferd  verziert. 

Der  r.  vom  Kopfe  des  Herakles  befindliche  Buch 
stabe  sieht  wie  V-  aus,  könnte  aber  auch  *  gewesen  sein 
sicher  ist  es  kein  P. 


Athenakopf  mit  Ohrgehänge 
und  Halsband  r.;  der 
Helm  ist  mit  einem  ge- 
flügelten Seepferd  ver- 
ziert. 


TAPAN  TINßN  Herakles, 
stehend,  würgt  den  von  r. 
her  an  ihm  aufspringen« 
den  Löwen.  Zwischen 
den  Beinen  des  Herakles 
K,  im  Felde  1.  Keule  mit 
Bogen.  (B.  Friedländer. 
28845.    1 


Taf.  XIV,  222. 


Taren  tum 


3°3 


/R  l|-2         1,21 


-ft  i-ik 


i  .U  iV- 


.K  i 


4      '•< 


0,89 


0,99 


,04 


1,18 


0,83 
etwas 
ab- 
genutzt 


Ebenso. 


Athenakopf  r. ;  der  Helm  ist 
mit  dem  geflügelten  See- 
pferd verziert. 


Spuren  der  Umschrift.  Der- 
selbe Typus.  Zwischen 
den  Beinen  des  Herakles 
K;  im  Felde  1.  scheint  nur 
die  Keule  zu  sein. 
(B.  Friedländer). 

Keine  Schrift  sichtbar 
(schlecht  geprägt).  Der- 
selbe Typus,  kein  Buch- 
stabe. Im  Felde  1.  Keule  mit 
Bogen.     (B.  Friedlander . 


Athenakopf  mit  Ohrgehänge    TAPAN     TINftN.     Derselbe 

Typus.    Im  Felde  1.  Keule. 
(B.  Friedländer  . 


und  Halsband  r.  Der 
Helm  ist  mit  der  Scylla 
verziert. 


Ebenso.  Keine  Schrift.  Derselbe  Ty 

pus.     Im   Felde   1.  Keule. 
(Fox). 
Von  roher,  verwilderter  Arbeit. 


Athenakopf  mit  Ohrgehänge 
r.  Der  Helm  ist  mit  Ran- 
ken fein  verziert. 


A[P]ANT[I]     NflN     Der- 
selbe Typus;  im  Felde  1. 


Keule. 


126/ii 


Athenakopf  r. 
ist  unverziert. 


Der    Helm 


Undeutlicher  Athenakopf  r. 


TAPAN/////  (r.,  abwärts).  Der- 
selbe Typus  (zwischen  den 
Beinen  des  Herakles  zwei 
undeutliche  Buchstaben). 
Im  Felde  1.  Keule.  (Arditi). 


K  \-\--i       1,12 


^  (also  wohl  TA  . .  .)  r. 
Derselbe  Typus.  Zwischen 
den  Beinen  des  Herakles 
h  vielleicht  <t>l);  im  Felde 
1.  Blitz,  senkrecht.  (Arditi  . 
Vgl.  Carelli  Taf.  GXVI,  274. 


Athenakopf  1.    Der  Helm  ist 
mit  der  Scylla  verziert. 


Keine  Schrift  sichtbar 
(schlecht  geprägt).  Der- 
selbe Typus.  Zwischen 
den  Beinen  des  Herakles 
K,  wie  es  scheint.  Im 
Felde  1.  Rest  der  Keule. 
(5620). 


3°4 


Calabria 


567LR  I3<- 


568  JR  \\-i 


569 


/R  I 


570  /R  I%-2 

571  2 


572  /R  i%-2 


573   Ri%-i; 


574 


1,16 

etwas 

ab- 
genutzt 


°,99 


1,38 

o,94 


1,09 


Athenakopf  1.;  der  Helm  ist 
mit  der  Scylla  verziert. 
Zwischen  Nacken  und 
Helmbusch  X 


0,92     Athenakopf  1. 
bekränzt. 


der  Helm  ist 


subärat 


I,l6 

etwas 
ab- 
genutzt 


Von  roher  Arbeit. 


TAPA[NTI]  NßN  Der- 
selbe Typus  des  stehenden, 
löwenwürgenden  Hera- 
kles. Zwischen  den  Beinen 
des  Herakles  X;  im  Felde 
1.  Keule.     (Fox). 

TAPAiW/////////  r.  Derselbe  Ty- 
pus.   Im  Felde  1.  scheinen 
von     der    Keule    Spuren 
vorhanden    zu    sein. 
(B.  Friedländer  . 


Athenakopf  r.,  der  Helm  ist 
mit  der  Scylla  verziert. 
Vor  dem  Halse  vielleicht 
<t>  (oder  +?). 

Taf.  XIV,  223. 


Herakles  fast  im  Profil  r. 
den  Löwen  würgend  (die 
Beine  sind  gleichmässig 
im  Knie  gebogen).  Im 
Felde  1.  Keule.     (Rauch). 


Athenakopf  mit  Ohrgehänge  I  TA/////  (oben).  Herakles,  r.auf 


r.,  der  Heim  ist  mit  einem 
geflügelten  Seepferd  ver- 
ziert. Vor  dem  Halse 
A  (auf  dem  zweiten  Exem- 
plar A). 

Ebenso  (mit  A). 


Taf.  XIV,  224. 


dem  r.  Fusse  stehend  und 
das  1.  Bein  etwas  hebend, 
würgt  den  Löwen.  Im 
Felde  1.  Keule.  ,'Fox. 
125/1885). 

Keine  Schrift  sichtbar.  Der- 
selbe Typus  nach  der 
entgegengesetzten  Seite 
(1.).  Unter  dem  erhobenen 
r.  Beine  des  Herakles  M-, 
im  Felde  r.  Keule,      i 


Athenakopf  mit  Ohrgehänge 
und  Perlenhalsband  r. ; 
der  Helm  ist  mit  der  Scylla 
verziert. 


Athenakopf  1.;  der  bekränzte 
Helm  ist  mit  einem  Flü- 
gel versehen. 


Herakles  von  vorn,  auf  das 
r.  Knie  gesunken,  um- 
fasst  mit  dem  1.  Arm  den 
von  r.  anspringenden  Lö- 
wen und  hält  in  der  R. 
aufrecht  die  Keule. 
(B.  Friedländer). 

Ebenso.     (Rauch). 


Taf.  XIV,  225. 


Tarentum 


3°5 


R    i\ 


.K  \l 


M   i 


R   i 


[i-2 


583 


584 


Ml%-2 


.  R  1 . 


1,23 


1,0 


1,14 
M3 


1,07 
1,10 


o,96 


Athenakopf  mit  Ohrgehänge 
r.;  der  Helm  ist  mit  der 
Scylla  verziert. 


Athenakopf  mit  Ohrgehänge 
r. ;     der     Helm     ist     mit 
einem     geflügelten     See- 
pferd verziert. 
Taf.  XIV,  226. 

Athenakopf  r.  mit  bekränz- 
tem Helm.  Unter  dem 
Kopfe  vielleicht  ein  Buch- 
stabe (A?). 


Athenakopf  r.;  der  bekränzte 
Helm  ist  mit  einem  Flü- 
gel versehen,  dessen  Spitze 
gekräuselt  ist. 

Athenakopf  mit  Ohrgehänge 
r. ;  der  Helm  ist  mit  drei 
Rosetten  verziert. 


Athenakopf  mit  Ohrgehänge 
1.;  der  Helm  ist  mit  der 
Scylla  verziert. 


Athenakopf  r.  Der  Helm  ist 
mit  der  Scylla  verziert. 
Vor  dem  Halse  könnte 
ein  Buchstabe  gewesen 
sein. 


Taf.  XIV, 


227. 


i|  beschä-  Athenakopf  mit  Ohrgehänge 
r. ;    der  Helm  ist  mit  der 


/Ri£-i% 


>*3 


Scylla  verziert. 
Ebenso. 


Herakles,  mit  dem  r.  Bein  r. 
knieend,  fasst  mit  der  L. 
den  anspringenden  Lö- 
wen und  hält  in  der  ge- 
senkten R.  die  Keule. 
(Fox). 

TA  (oben).  Derselbe  Ty- 
pus. Unten,  zwischen  den 
Beinen    des  Herakles,    K 

(561 1). 


Keine  Schrift.  Derselbe  Ty- 
pus (das  1.  Bein  des  He- 
rakles hier  mehr  einge- 
zogen ,  auch  der  Löwe 
etwas  anders).  (5613. 

Herrmann). 


Ebenso.     (1286). 


Ebenso.        (B. 
Gansauge). 


Friedländer. 


TAPJANTINßN  Derselbe 
Typus  (etwas  abwei- 
chend); unter  dem  knie- 
enden Bein  Köcher  (nebst 
Bogen?).     (5612). 


A  (oben;  ob  TA?).  He- 
rakles, mit  dem  r.  Bein  r. 
knieend,  würgt  mit  beiden 
Armen  den  von  r.  ange- 
sprungenen Löwen.  Im 
Felde  1.  an  Stelle  der  Keule 
eine  Herme  r.  (Gansauge). 


/////     A    Derselbe  Typus.  Das 
Feld  1.  abgebrochen. 
(Rauch). 

A  (oben).  Derselbe  Typus. 
Im  Felde  1.  undeutliche 
Herme.  (5615). 


Antike  Münzen.    Bd.  III,  1. 


3°6 


537R4-1I 


Calabria 


589 


59° 

59 ' 


592 


593 
594 


595 


2 


R  I%-2 

2 


596 


yR  1 


1,28  Athenakopf  r.  Der  Helm  ist  \  Keine  Schrift  sichtbar.  Der- 
selbe Typus  des  löwen- 
würgenden Herakles  et- 
was abweichend).  (Ohne 
Bezeichnung). 


"><>3 


i>l5 
1,12 

ab- 
genutzt 


1,05 
I.IO 


0,84 


1,18 


W 


1,12 
ab- 
genutzt 


mit  einem  geflügelten 
Seepferd  verziert.  Oben 
vor  dem  Helmbusch  E 


Athenakopf  1.    Der  Helm  ist 
mit  der  Scylla  verziert. 


TAPAN  (oben  r.).  Derselbe 
Typus  (wie  gewöhnlich). 
Spuren  eines  Beizeichens 


im  Felde  1. 


»647 


Keine  Schrift.   Derselbe  Ty 
pus.  (28845.    4382) 


Athenakopf  mit  Halsband  1. 
Der  Helm  ist  bekränzt. 

Taf.  XIV,  228. 

Das  erste  Exemplar  zeigt  grosse  Verschiedenheit  in 
der  Ausführung  der  Vs.  (trocken  und  hart)  und  der  Ks. 
(vollkommen).  


Athenakopf  mit  Ohrgehänge 
r.:  am  Helm  die  Scylla. 


Herakles,  mit  beiden  Beinen 
r.  knieend,  würgt  den  von 
r.  angesprungenen  Löwen. 
Auf  dem  Rücken  des 
Löwen  eine  Eule  mit  an- 
gelegten Flügeln  halb  1. 
(Kopf  von  vorn).  Im  Felde 
1.  Keule.     (Fox.     Rauch). 

Ebenso.  Ebenso,    nur  ist  hier  unter 

den  Beinen  des  Herakles 
noch  A  zu  sehen.    (Fox  . 
Von  ziemlich  roher  Arbeit. 


Ebenso. 


Taf.  XIV,  229. 


Derselbe  Typus.  Auf  dem 
Rücken  des  Löwen  eine 
Heuschrecke  1.  Im  Felde 
1.  Keule.  (Fox.  Peytrignet). 


Athenakopf  r.  mit  kurzem,  I  Herakles,  mit  dem  r.  Beine 


unten  geknüpftem  Haar- 
zopf.    Am  Helm  ein  ge-  i 
pflügeltes  Seepferd. 


r.  knieend  und  das  Ge- 
sicht nach  vorn  wen- 
dend, würgt  den  von  r. 
herangesprungenen  Lö- 
wen. Im  Felde  1.  Keule. 
Doppellinie      als      Basis. 

Tof  YTV     ort  (Peytrignet). 

l  ar.  XIV,  230. 

Von    sehr   schöner   Arbeit;    der  Athenakopf  etwas 

streng,  nicht  so  die  Ks. 


Ebenso    (der  Haarzopf  un- 
deutlich). 


Ebenso,  doch  ist  die  Keule, 
wie  es  scheint,  nicht  vor- 
handen. Einfache  Ab- 
schnittslinie. (B.  Friedlän- 
der). 


Tarentum 


3°7 


.R  i\ 

l*-2 


(>oo 


M  4-5 


JE  4H 


#4 


1,14 
1,19 


8,15 
7>3° 


8,74 

oxydirt 


Ebenso  (der  Haarzopf  deut- 
lich). 


Ebenso    (ohne  Keule). 
(Arditi.     Dannenberg). 


Die  Kupfermünzen 


Lorbeerbekränzter  Kopf  des 
Zeus  r. 


TAPANTINßN  (r.,  abwärts). 
R.  stehende  Nike,  welche 
in  der  L.  einen  Blitz  senk- 
recht hält,  den  sie  mit  der 
R.  berührt.  (Fox.  7550). 
[In  der  Archäologischen  Zeitung  1861  S.  144  habe  ich 
bemerkt,  dass  Dio  Cassius  51,  22  sagt,  August  habe,  als 
er  im  J.  723  d.  St.  der  Minerva  den  auch  Ghalcidicum 
genannten  Tempel  und  die  Curia  Julia  auf  dem  Forum 
weihte,  dort  eine  aus  Tarent  gekommene  Nike  aufgestellt. 
Man  könnte  also  unsere  merkwürdige  Nike  für  diese 
später  in  Rom  befindliche  halten,  allein  auch  in  anderen 
Stellungen  kommt  Nike  auf  tarentiner  Münzen  vor.  Alle 
solche  Gombinationen  sind  so  bedenklich  als  sie  ver- 
führerisch sind.     Friedlaender]. 

Combe    mus.  Hunter    S.  10  Taf.  II,  15    theilt    diese 
Münze  irrig  Agrigent  zu. 


Ebenso,  hinter  dem  Kopfe 
N<,  wie  es  scheint. 


Keine  Schrift  erhalten.  Der- 
selbe Typus.  (7140). 


8,52     Lorbeerbekränzter  Kopf  des 
Zeus  r. 


[T]APANTI/////  (1.,  in  gerader 
Zeile  aufwärts).  Nike,  1. 
stehend,  hängt  an  ein  noch 
unvollendetes  Tropaeon 
(Helm,  Harnisch,  Lanze, 
am  Fusse  des  Baumstam- 
mes eine  Beinschiene) 
einen  grossen  Rundschild. 
(7551)- 


3o8 


Calabria 


603 


JE  4-5      0,7 


604 


JE^ 


60  ■ 


JE  2*4-3 


606 


JE  ti-4 


607 


nicht 
gut 


7,57 


2,98 

stark 
oxydirt 


4>27 


&3k   i    3,84 


Lorbeerbekränzter  Kopf  des 
Zeus  r.,  hinter  dem  Kopfe 


eine     Lanzenspitze, 
es  scheint. 


wie 


TAPANTIN/////  (1.,  in  einer 
geraden  Zeile  aufwärts). 
Derselbe  Typus,  nur  ist 
hier  die  Beinschiene  nicht 
vorhanden,  dafür  r.  ein 
Palmzweig.     (6002). 


Lorbeerbekr'änzter  Kopf  des 
Zeus  r.,  dahinter  ein  un- 
deutliches kleines  Bei- 
zeichen (Lanzenspitze?). 


TAPANTIN  MIHI  (L,  in  einer 
geraden  Zeile  aufwärts. 
Nike,  1.  stehend,  bekränzt 
mit  der  R.  ein  Tropaeon 
(Helm,  Harnisch,  Lanze), 
an  dessen  Fuss  ein  Schild 
gelehnt  ist.  (Fox). 


Athenakopf  mit  dem  korin- 
thischen Helm  (mit  Busch) 


608 


&A-3\ 


oxydirt 


Ebenso.     Perlkreis. 


Ebenso,  ohne  Perlkreis. 


TAPA/////////  (1.,  aufwärts).  Ju- 
gendlicher Herakles,  wel- 
cher 1.  auf  einem  mit  dem 
Löwenfell  bedeckten  Stein 
sitzt.  In  der  vorgestreck- 
ten R.  hält  er  das  ein- 
henklige Trinkgefass,  mit 
der  1.  Achsel  stützt  er  sich 
auf  die  Keule.  (Peytrignet). 

vor    demselben 

(Fox). 

Spuren  von  Schrift  vor  dem- 
selben Typus.  (Peytrignet  . 


/AN 
Typus. 


Ebenso,  mit  Perlkreis.  Der  jugendliche  Herakles  1. 

auf  einem  mit  dem  Lö- 
wenfell bedeckten  Stein 
sitzend  (etwas  zurückge- 
lehnt). In  der  vorgestreck- 
ten R.  hält  er  das  einhenk- 
lige Trinkgefass  (?);  den 
1.  Arm  lehnt  er  auf  den 
erhöhten  Theil  des  Sitzes, 
dabei  scheint  die  Keule 
zu  sein.  Unten  einige 
undeutliche  Buchst! 
etwa  !V\AV  (war  es 
TNAASAT'.  (7750). 

Ein  sehr  ähnliches  Exemplar  publicirte  Avellino  im 


Tarentum 


3°9 


."fc,  2-^ 
2-2^ 
2-2* 


iE  2^ 


1  A-A 


E2^ 

E  2-2^ 
E  2-2^ 


H* 


Bull.  arch.  Napoletano  I  Taf.  VIII,  u   mit  der  Aufschrift 
IKAIO£  unter  dem  sitzenden  Herakles. 


2,7 1 


2,42 
2,69 

M4 


Kantharus  mit  hohem  Fuss.    Kantharus  mit  hohem  Fuss. 
Unten  im  Felde  1.  und  r.        Unten  1.  TA,  r.  ein  bucra- 


ein  achtstrahliger  Stern. 


Kammmuschel. 


Ebenso. 


Ebenso. 


2,36  i  Ebenso. 


2,28 
2,39 

2,29 
»,59 


1,18 

1,28 


0,40 


Ebenso. 

Ebenso. 

Ebenso. 
Ebenso. 

Kammmuschel. 


nium  (von  dessen  Hörnern 
Binden  herabhängen^. 
(5592-     7474-     mo). 


T  A  F"A  N  (r.,  in  schräger  Zeile 
abwärts).  Taras  1.  auf  dem 
Delphin  reitend;  in  der 
vorgestreckten  R.  hält  er 
den  Kantharus,  im  1.  Arm 
ein  Füllhorn.  Fox). 

TAPAN,  sonst  ebenso.  (Fox. 
Gansauge.     Peytrignet). 

[TJAPAn  Derselbe  Typus. 
Unter  dem  Schwänze  des 
Delphins  B  (Fox). 

Ebenso,   aber  hier  & 
(Prokesch  . 

TAPAN  Derselbe  Typus; 
unten  V   oder  C?).    (7313). 

Ebenso,   aber  hier  C 
(B.  Friedländer.     5834). 

Ebenso,  aber  hier  3    (Fox). 

Ebenso,   aber  hier  undeut- 
licher   Buchstabe     N 
(B.  Friedländer). 


TA  unter  zwei  zum  Theil 
sich  deckenden  Delphinen 
r.  0994.  7306.  B.  Fried- 
länder). 


Kopf  des  Helios,  fast  ganz    Grosser  sechszehnstrahliger 
von  vorn   (etwas  r/,    mit        Stern.  Dannenberg). 

grossem  Strahlenkranz. 
Taf.  XIV,  231. 

Auf  der  kleinen  Goldmünze  von  Tarent  (n.  38.  39) 
derselbe  Kopf,  der  auch  bei  Rubastini  und  Metapont 
vorkommt. 


3io 


Calabria 


JE 


3-6 


JE  4 

3h 

■hk 
3h-3\ 


7-9 


JE4 

?>h-3h 

3W 


10,36 

7,84 


5*69 

4,28 

4,7! 


4,95 
4,43 
6,3' 


Zwei     Athenaköpfe 
Art  des   Ianuskopfes  zu- 
sammengestellt. Perlkreis 


r.,  aufwärts).  Ste- 
hender Herakles,  von 
vorn,  aber  den  Kopf  1. 
wendend,  stützt  die  R. 
auf  die  Keule  und  hat  im 
1.  Arm,  von  dem  das  Lö- 
wenfell herabhängt,  ein 
Füllhorn.  Eine  kleine 
Nike  schwebt  von  1.  herab, 
um  Herakles  zu  bekrän- 
zen. (6675.  Arditi  . 
Der  ianusartige  Doppelkopf  bezeichnet  hier  den  As. 


Semis 

Athenakopf    mit    korinthi-    OIAN    r.,  in  einer  geraden 
schem  Helm  (mit  Busch),  j      Zeile  aufwärts).  Stehender 


Ohrgehänge  und  Perlen 
schnür  r. ;  davor  schräg 
die  Lanze.  Unter  dem 
Halse    ^      Perlkreis. 


Herakles,  von  vorn,  aber 
den  Kopf  1.  wendend, 
stützt  die  R.  auf  die  Keule 
und  hat  im  1.  Arm,  von 
dem  das  Löwenfell  herab- 
hängt, ein  Füllhorn.  Im 
Felde  1.  oben  S,  unten  ein 
Zweig.  Perlkreis.  (9200. 
5857.  Fox.  B.  Friedlän, 
Auf  einigen  der  besser  erhaltenen  Exemplare  scheint 
der  Helm  mit  einer  Schlange  verziert  zu  sein. 

Ebenso.  Ebenso,  doch  hier  im  Felde 

1.  oben  ein  Ziegenkopf  r., 
unten  S 
Gansauge). 
Auf  den  beiden  letzten  Exemplaren  ist  das  Beizeichen 

1.  oben  nur  zum  Theil  und  schlecht  ausgeprägt,    dürfte 

aber  wohl  auch  hier  der  Ziegenkopf  sein. 


Uxentum 


31 


10- 

4,52 

5>65 

ab- 
genutzt 

3>56 
ab- 
genutzt 

2,0 

1,62 

2,17 

2 

■>93 

2 

»,57 

l£ 

1,91 

JE  i\ 

M5 

1,05 

*h 

1,16 

i 

1,24 

Athenakopf  r.  (korinthischer 
Helm  mit  Busch),  darun- 
ter ^      Perlkreis. 


OIAN  (r.,  in  einer  geraden 


Zeile  aufwärts).  Stehender 
Herakles,  fast  von  vorn, 
den  Kopf  1.  wendend,  stützt 
die  R.  auf  die  Keule  und 
hat  im  1.  Arm,  von  wel- 
chem das  Löwenfell  he- 
rabhängt, ein  Füllhorn.  Im 
Felde  1.  oben  S  Einfacher 
Kreis.  (B.  Friedländer. 
Rauch.  Arditi). 
Auf  dem  zweiten  Exemplar  trägt  Athena  einen 
Halsreifen. 


Athenakopf  r.  (korinthischer 
Helm  mit  Busch)  mit 
einem  Halsreifen. 


AO  (1.  oben,  abwärts).  Der- 
selbe Typus.  (Fox. 
B.    Friedländer.         ^88;. 


Prokesch. 

2  Ex.). 


B.  Friedländer, 


Das  letzte  (und  kleinste)  Exemplar  ist  sehr  dick. 


Adler  mit  ausgebreiteten 
Flügeln  r.  auf  dem  Blitze 
stehend. 


Kantharusähnliche  Vase  mit 
hohem  Fusse;  im  Felde  1. 
A  und  r.  O,  darunter  je 
ein  achtstrahliger  Stern. 
(B.  Friedländer.  7406. 
Prokesch.  Arditi). 
Das  letzte  Exemplar  ist  sehr  dick,  auf  der  Kehrseite 

ist  nur  das  A  zu  sehen;  es  wurde  in  Pinders  Num.  ined. 

S.  12    als    Münze    von    Tarent   publicirt,    indem    das   A 

statt  zu  AO  zu  TA  ergänzt  ward. 


3I2 


Mionnetfs  Münzmesser 


3*3 


Verzeichniss  der  auf  den  Tafeln  abgebildeten  Münzen 


Tafel  AB  aes  signatum 

Tafel  CD  aes  signatum 

Tafel  EF  aes  signatum 

Tafel  GH  aes  signatum 

Tafel  I 

N.    i    Gosa 

2    Populonia  2    .     . 
'opulonia  13 .     . 

4  Populonia  14 .     . 

5  Populonia   16 .     . 

'  »pulonia  22  .     . 

6a  Populonia  22a     . 

Vetulonia  2     .     . 

8  Unbest.  M.  Etruriens   1 

9  Unbest.  M.  Etruriens  16 

10  Unbest.  M.  Etruriens   18 

1 1  Tuder  5      .     .     . 

12  Alba  1     .     .     .     . 

13  Aesernia  11     .     . 

14  Pitanatae  Peripoli 

15  Bellum  sociale  9 
Bellum  sociale   19 
Bellum  sociale  22 

18  Bellum  sociale  27 

19  Bellum  sociale  31 


Tafel  II 

20  Bellum  sociale  45 

21  Bellum  social 
Frentrum    . 

23  Larinum   1  . 

24  Larinum   1 1 
Larinum   14 
Larinum   18 
Campani  1 
Calatia  2 
Gales  1    . 

30  Cales  3  . 

31  Gales  29 

32  Gales  42 

33  Gapua  1 


Seite 

IX 

X 

X 

X 


34 
37 
39 
39 
39 
40 
X 

43 
44 
46 

47 
50 
51 

54 

59 

60 
61 
62 


64 
66 

<- 
68 

69 
7° 

77 
79 
81 
82 


Tafel  III  Seite 

34  Gapua  4 83 

35  Capua  25 85 

36  Gumae  2 90 

37  Gumae  6 91 

38  Gumae  7 91 

39  Gumae  16 92 

40  Gumae  17 93 

41  Cumae  19 93 

42  Cumae  22 94 

43  Fistelia  1 96 

44  Fistelia  8 96 

45  Fistelia  9 97 

46  Fistelia  15 97 

47  Fistelia  22 97 

Tafel  IV 

48  Hvria  1 98 

49  Hyria  5 99 

49a  Nola  6 149 

50  Hyria  7 99 

51  Hyria  15 100 

52  Hyria  29 101 

53  Fensernia  1 102 

54  Neapolis  2 104 

55  Neapolis  4 105 

56  Neapolis  8 105 

;-    Neapolis  10 106 

58  Neapolis  11 106 

59  Neapolis  14 107 

Tafel  V 

60  Neapolis  20 107 

61  Neapolis  24 108 

62  Neapolis  30     .     .,  .     .     .  109 

63  Neapolis  34 109 

64  Neapolis  66 113 

65  Neapolis  72 114 

66  Neapolis  98 117 

6j    Neapolis  100 117 

68  Neapolis  103 118 

69  Neapolis   111 119 

70  Neapolis  116 119 


Antike  Münzen.    Bd.  III,  1. 


3H 


y\  Neapolis   128 

72  Neapolis   134 

73  Neapolis   146 

74  Neapolis  148 

Tafel  VI 

75  Neapolis   1 50 
jb  Neapolis   1^3 

.jy  Neapolis  158 

78  Neapolis  203 

79  Neapolis  213 

80  Neapolis  224 

81  Neapolis  241 

82  Neapolis  246 

83  Neapolis  254 

84  Neapolis  275 

85  Neapolis  281 

86  Neapolis  291 

87  Neapolis  302 

88  Neapolis  306 

89  Nola  17.     . 

90  Nola  21  .     . 

91  Nuceria  Alfaterna  1 

92  Nuceria  Alfaterna  5 

93  Nuceria  Alfaterna  1 1 

Tafel  VII 

94  Suessa  1 

95  Suessa  32 

96  Teanum  Sidicinum   1  . 

97  Teanum  Sidicinum  6  . 

98  Teanum  Sidicinum   10 

99  Teanum  Sidicinum   12 

100  Teanum  Sidicinum  23 

101  Unbest.  M.  Campaniens   1 

102  Unbest.  M.  Campaniens  2 

103  Unbest.  M.  Campaniens  3 

104  Irnum  (?)  7       ... 

105  Campanische  M.  8. 

106  Campanische  M.  45 

107  Campanische  M.  73 

108  Campanische  M.  81 

Tafel  VIII 

109  Campanische  M.   107 

110  Campanische  M.  122 
in  Campanische  M.  136 
112  Arpi   1 

•13  ArPJ  3 

1 14  Arpi  20 

115  Ausculum   1     .     .     . 

116  Ausculum  3     .     .     . 


Seite 
120 
121 
124 
124 


124 
125 
126 
I32 

»34 
136 

138 
I38 
I40 

»43 

»43 
144 

145 

[46 

»51 
1^1 
152 

l53 

154 


i54 

'?7 

»57 

,58 

»59 
«59 

IÜO 

161 
161 

162 
163 

166 

169 

170 


»73 
174 

*75 

»79 

180 
182 

!23 

184 


117  Barium  1 

118  Caelia  1 

1 19  Caelia  8 

120  Caelia  14 

121  Caelia  22 

122  Caelia  34 

123  Canusium   5 

124  Hyrium   1 

125  Luceria  6 


Tafe 
126 


129 
130 

1 31 

132 

»33 

'34 
»35 

136 

»37 
138 

»39 
140 
141 
142 


1  IX 

Mateolum  (?)  1 
Mateolum  5     . 
Mateolum  8     . 
Neapolis  Apuliae 
Rubastini  4 
Rubastini  14 
Rubastini   16 
Rubastini  24 
Rubastini  33 
Salapia  10  . 
Salapia  19  . 
Teate   1  .     . 
Teate  3  .     . 
Teate  25 
Venusia  4  . 
Venusia   12 
Venusia  1  z, 


Tafel  X 

143  Azetini   1     .     . 

144  Brundisium   1 

145  Brundisium   32 

146  Brundisium  33 

147  Taren  tum   1 
14S    Taren  tum  2 

149  Tarentum  4 

150  Tarentum  ö 
1  5 1    Tarentum  7 

152  Tarentum  8 

153  Tarentum  9 

154  Tarentum   11 

155  Tarentum    15 
[56    Tarentum   17 

157  Tarentum    18 

158  Tarentum  23 

159  Tarentum  25 

160  Tarentum  29 

161  Tarentum  32 

162  Tarentum  36 

163  Tarentum  38 


Tafel  XI 


164 
166 


1 09 

170 

171 
172 

'73 
•74 
'75 


Tarentum  40 
Tarentum  41 


Tarentum 
Tarentum 
Tarentum 
Tarentum 
Tarentum 
Tarentum 
Tarentum 
Tarentum 
Tarentum 
Tarentum  84 


42 
50 

59 
61 
66 
67 
76 


Tafel  XII 


1 76 
•77 
■7S 
l7\> 
1 80 
181 
182 
183 
184 


[88 


Tarentum 
Tarentum 
Tarentum 
Tarentum 
Tarentum 
Tarentum 
Tarentum 
Tarentum 
Tarentum 
Tarentum 
Tarentum 
Tarentum 
Tarentum 


9«  • 

101 
103 
1 10 
117 
I3I 
H9 
*5! 
i55 
158 
172 
180 
[86 


Tafel  XIII 

Tarentum   189 

190  Tarentum    191 

191  Tarentum  192 

192  Tarentum   198 


Tarentum  212 
Tarentum  215 
Tarentum  238 
[96    Tarentum  246 


«93 
[94 


Seite 
231 
231 
232 
2:2 

2  34 
2  34 
236 
236 
238 
238 

239 
240 


242 

244 
244 

245 
240 
248 

250 

25* 
252 
252 
254 
256 
256 


*b7 
■±?7 

259 

26 1 
26 1 
265 

266 


197 
198 

»99 

200 


Tarentum  273 
Tarentum  299 
Tarentum  302 
Tarentum  305 
Tarentum  314 


Tafel  XIV 


202 

Tarentum 

348 

203 

Tarentum 

356 

204 

Tarentum 

361 

205 

Tarentum 

3^5 

20h 

Tarentum 

307 

207 

Tarentum 

423 

208 

Tarentum 

427 

209 

Tarentum 

429 

2IO 

Tarentum 

440 

2  1  I 

Tarentum 

S03 

212 

Tarentum 

SOS 

213 

Tarentum 

S2S 

2  [4 

Tarentum 

S3I 

2IS 

Tarentum 

S33 

T\6 

Tarentum 

535 

217 

Tarentum 

53« 

218 

Tarentum 

S44 

2IQ 

Tarentum 

S47 

220 

Tarentum 

SS2 

221 

Tarentum 

553 

222 

Tarentum 

ss6 

223 

Tarentum 

$69 

224 

Tarentum 

;72 

22^ 

Tarentum 

S74 

226 

Tarentum 

-6 

227 

Tarentum 

S83 

228 

Tarentum 

S88 

229 

Tarentum 

SQ3 

23O 

Tarentum 

S95 

231 

Tarentum 

626 

3J5 

Seite 
271 
274 

*75 
27t» 

277 


282 
284 
284 
284 
284 
289 
289 
290 
291 
297 
207 
298 
299 
299 
299 
300 
300 
301 
302 
302 
302 
304 
3°4 
304 
305 

3°5 

306 
306 
306 
309 


■<>■■  -& 


Berlin,  gedruckt  in  der  Reichsdruckerei 


Tafel  AB 


-   ■  i    .  *  ■    •      äjki, 


Tafel  CD 


Tafel  EF 


Tafel  GH 


Tafel  I 


Tafelll 


20 


M 


JE 


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26 


JE 


29 


28 


JE 


30 


M 


JE 


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Tafel  III 


34 


JE 


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45 


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44 


48 


50 


5« 


53 


55 


57 


5« 


Tafel  IV 


49 


49a 


52 


54 


59 


Tafel  V 


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JR 


Tafel  VI 


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79 


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83 


94 


Tafel  VII 


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Tafel  VIII 


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162 

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Tafel  XI 


167 


169 


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175 


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Tafel  XII 


Tafel  XIII 


180 


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JR 


Tafel  XIV 


203  204 


202 


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20t  200 


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222 


223 


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226  227 


iR 


CJ 
233 

Bd.3 
Abtg.l 


Berlin.     Statliche  Museen 

Beschreibung  der 
antiken  Münzen 


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